Literaturgefluester

2020-04-03

Trostonlineschreiben in Corona-Zeiten

Während ich mich mit dem Literaturcafe herumstreite, ob es richtig ist den „Bachmannpreis“ nicht durchzuführen, weil man sonst ja Klaus Kastberger schlecht beleuchtet in seiner Küche sehen könnte, ja lieber Uli, da bin ich Wolfgang Tischer bei seinem „Aprilscherz“ wieder einmal hineingefallen, weil ich ja keinen Spaß verstehe und alles Ernst nehme, die liebe Erika Kronabitter hat mich darauf aufmerksam gemacht, erkennen andere, den Wert der Onlinekommunikation.

So gibt es über all Corona-Tagebücher, Onlinelesungen und sogar die ersten Roman über Corona  oder das Leben in Krisenzeiten finden statt und das ist ja einerseits für die zu Hause gebliebenen gut, damit sie sich beschäftigen können und in keine Panik verfallen und dann vielleicht mit der Mundschutzmaske Amok laufen, Banken überfallen, etcetera…

Wenn das, bitte nur auf dem Papier, die Wut nur in der Phantasiem rauslassen hat sich wohl das „Writersstudio“ gedacht, daß ja, wenn es keine Seminare mehr abhalten kann, auch von der Krise betroffen ist und sich deshalb, was ich für gut und sinnvoll halte, Onlinekurse ausgedacht.

Ich kenne das „Writersstudio“ schon sehr lang, habe es schon besucht, als es sich, noch, ich glaube, in der Kaiserstraße befand und habe keine Ahung, wie und wo ich darauf gestoßen bin?

Das heißt, schon natürlich, die Sigmund Freud-Uni hat vor Jahren das Buch der Judith Wolfsberger vorgestellt und mich dazu eingeladen. Da habe ich dann ein paar Infoabende besucht, auch brav ein paar meiner Klienten mit Schreibblockaden dorthin überwiesen, damit sie ihre Diolomarbeiten fertigstellen können und ich war auch beim ersten Openhouse, als das Studio in die Pramergasse übersiedelt sind, seither bin ich mehr oder weniger regelmäßig zu den Schnupperworkshops, die es jährlich gibt, gegangen, habe dabei vielleicht auch Judith Wolfsgruber mit meinen Wissen über den Hochschullehrgang für Sprachkunst genervt, habe bei den Seminaren auch immer etwas für mein jeweiliges Work on Progress vorgeschrieben, war bem Schreibmarathon vor drei Jahren, habe mir durch mein Bloggen auch ein Writerretreat erschrieben und beide Veranstaltungen für meine „Unsichtbare Frau“ genützt.

2019 habe ich die Schnuppertage ausgelassen, weil wir, glaube ich, in Harland waren. Ich habe aber auch ein Sommerfest besucht, den gratis Schreibcafe mit Joga-Vormittag, eine gratis „Schreibfabrik“ wo auch Margit Heumann mitgekommen ist und ich meine Tanzschulenszene aus der „Frau auf der Bank“ ausprobiert habe.

Denn es gibt da ja jetzt schon eine Reihe von Seminaren und Ausbildungen. das Ganze ist also sehr angewachsen, während es einmal ganz klein wahrscheinlich mit Seminaren für Studenten mit Schreibhemmungen und der „Schreibnacht“ die jeden ersten Freitag des Monats stattfindet, angefangen hat, wo man sich für dreißig Euro, glaube ich, treffen und gemeinsam zu einem Thema schreiben konnte.

Da war ich noch nie und habe immer gehofft bei der Verlosung bei den Schnuppertagen, das vielleicht einmal zu gewinnen. Aber in Corona-Zeiten hat sich das „Writersstudio“, das da ja sehr innovativ ist wieder etwas besonderes ausgedacht. Es bietet nämlich in der Karwoche verschiedene Onlinekurse an, mit denen man sozusagen gegen die Corona-Krise anschreiben kann.

So gibts beispielsweise unter dem Titel „Auferstehung abgesagt“ ein „Black Humor Writing“ immer jeweils von 23 bis 01 Uhr, wo man sich wahrscheinlich den Corona-Frust ironisch herunterschreiben kann und das Tagebuch oder Journalschreiben ist ja auch eine gute Methode.

Klaus Kastberger hat im Literaturhaus Graz, die Autoren deren Veranstaltungen er krisenbedingt absagen mußte, zu einem solchen eingeladen und ich schreibe ja auch schon länger ein Corona-Tagebuch, um vielleicht auch Material für einen möglichen Roman zu bekommen.

Bei Birgit Schreiber kann man das im Onlinekurs „Keep Writing – Mit dem Journal gesund durch die Krise“, nächste Woche Montag bis Freitag von 10 bis 12 online plus einer Stunde individueller Schreib und Lesezeit tun.

Dann gibt es auch ein Online „Short Story-Seminar- Endlich Zeit, eine Geschichte zu schreiben“ das wieder Ana Znidar wieder macht.

„Writerstricks“ kann man auch online lernen und als Auftaktveranstaltung gibt es diesen Freitag eine gratis Online-Schreibnacht:

„Trost & Re-Gnose in Zeiten von Corona: Schreiben in der Oase der virtuellen Writer`studio-Gemeinschaft“  mit Janina Pollak zu der ich mich natürlich angemeldet habe.

Das beginnt um acht, da bekommt man einen link, wo man sich bei „Zoom“ anmelden kann.

Das habe ich schon bei Jurenka Jurks Gratisseminaren versucht und bin öfter daran gescheitert, kann aber natürlich auch selber und mit mir allein einen Text zu diesem Thema schreiben und dann mit meinen Blog für meine Leser einstellen.

Mal sehen, wie es geht? Am morgigen Samstag gibt esauch wieder ein Video von Ronny Rindler zu seinem „Quarantäneschreiben“ und da habe ich mir ja vorgenommen, weil ich mit dem „Fräulein No“ ja schon fertig bin und nur noch mein „Schreibebuch“ korrigieren, beziehungsweise mit dem Alfred das Cover finden muß, die Seminaraufgaben nachzumachen und da vielleicht schon die ersten Planungsstufen des „Kein Frühlingserwachen mit Corona“ zu erstellen.

Man sieht der Kreativität ist in Zeiten, wie diesen kein Riegel vorgeschoben. Man kann alles online machen, Webinare, lesen, nur schreiben muß man selber, aber wenn man das in einer Online Schreibnacht oder einem Online Webinar tut, fühlt man sich vielleicht weniger allein.

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