Literaturgefluester

2016-08-04

Ein Adventkalender im August

Filed under: Buchpromotion — jancak @ 05:31
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Das neue Buch

Das neue Buch

Jetzt kommt etwas scheinbar ganz und gar Unpassendes, nämlich die Präsentation meines, wenn ich richtig gezählt habe, da tue ich mir schon etwas schwer, neunundreißigstens selbstgemachten Buches und dem dritten Teil der sogenannten „Flüchtlingstrilogie“, obwohl das „Serienschreiben“ nicht geplant war und es eigentlich auch keine richtige Serie ist.

Aber das „Sommerbuch“ und das „Winterbuch“ hängen durch die Person der Fatma Challaki zusammen, die in beiden Büchern vorkommt. Bei den „Sommererlebnissen“ ist die Literaturstudentin Sandra Winter Protagonistin ist und die ist die Freundinvon Nika Horvath und beide Bücher habe ich mehr oder weniger unfertig im „Read!!ingroom“ vorgestellt, beziehungsweise probegelsen.

Die Fatma Challaki, wenn auch noch in einem anderen Rahmen, kommt auch in der „Pensionsschockdepression“vor und  in allen drei Büchern geht es um den IS Terror und die Flüchtlingsfrage.

Um die prekären Arbeitsverhältnissen von Literaturstudentinnen geht es in Buch zwei und drei und so hängen die drei, glaube ich, irgendwie zusammen und so habe ich sie auch „Flüchtlingstrilogie“ genannt und um die Sache weitervoranzutreiben, wird auch in den „Berührungen“, wo es noch keine Vorschau gibt, auf sie Bezog genommen, da hat allerdings die Schriftstellerin Anna Augusta Augenstern sie geschrieben und schreibt jetzt einen Roman über eine pensionierte Lehrerin, die auf Reisen gehen will oder nicht will und die eine ehemalige Schlerin trifft, die mit zwei Studenten, ein Stück probt, in dem sich Heimito von Doderer und Stefan Zweig am 12. 2. 1934 im Cafe Central  treffen.

„Die Pensionsschockdepression oder Selmas Kopftuch“ habe ich im Frühjahr 2015 geschrieben und das Buch am 23. 1. 2016 hier präsentiert, die Sommergeschichte, im vorigen Sommer in der Sommerfrische geschrieben, wurde im März fertig und zu Ostern hier präsentiert und da inzwischen, die im Jänner und Februar geschriebene Transgendergeschichte „Paul und Paula“ nach dem Urlaub erschienen ist, sieht man, daß ich heuer bresonders schnell oder besonders fleißig bin, denn „Nika Weihnachtsfrau oder ein Dezember“ ist schon das vierte Buch das 2016 von mir erscheint.

Flüchtlingstrilogie

Flüchtlingstrilogie

Manche werden das zu Recht oder zu Unrecht vielleicht kritisch sehen, ich bin aber stolz darauf und freue mich und die Idee des Adventkalenders ist ja eigentlich auch eine, die ich schon lange vor mich hertragen.

Eigentlich hat sich die Figur der Nika, Weihnachtsfrau schon 2013 entwickelt, als ich da in der Sommerfrische „Die Dreizehn Kapitel“ geschrieben habe.

Beim vorigen „Nanowrimo“ im letzten November habe ich dann den „Adventkalender“ geschrieben und das Korrigieren der Geschichte hat ein bißchen länger gedauert, so daß das Buch erst jetzt nach der Transgendergeschichte erschienen ist.

Hurrah, Hurrah, ich präsentiere stolz und löse die Gewinnspielfragen auf, auch wenn es gar nicht zur Jahreszeit passt und ich meine Leser natürlich um Rezensionen bitte und solche Exemplare verschicke, kann man damit auch noch einige Monate warten und vielleicht inwischen vorher, wenn man noch nicht hat und noch will die „Sommergeschichte“ lesen und rezensieren.

Die „Nika“ schließt sich ohnehin thematisch daran an und man trifft bekannte Personen wieder.

Wer die „Prekären Sommerereignisse“ beziehungsweise die ersten drei bis vier Szenen daraus, noch dazu mit Musikbegleitung  live hören will, dem kann ich empfehlen nächsten Montag um zwanzig Uhr ins Kulturcafe 7’* zu kommen, da ich da die Lifestimme bei einem Konzert mit Bernadette Zeilinger und Diego Mune darstelle. Die Bücher werden dort auch aufliegen.

Die Antworten aus der Vorschau sind:
Wie schon erwähnt, die Idee kam nach dem Schreiben der „Dreizehn Kapitel“ und geschrieben habe ich die Geschichte im vorigen November anläßlich meines fünften „Nanowrimos“.

Die „Nika Weihnachtsfrau“ kommt schon in den „Dreizehn Kapitel“ vor.
Joe Prohaska ist ein Schauspieler, der in einem Kellertehater in Goegthes „Faust“ den Faust spielt und der Vater der noch nicht geborenen Zoe-Philippa.

 

So das Gewinnspiel ist jetzt geschlossen, zwei Bücher habe ich gestern an die NB und an die „Alte Schmiede“ um vielleicht wieder einen Textvorstellungstermin, vieleicht im Dezember, etcetera zu bekommen und ein drittes in den „Wortschatz gelegt.

Als ich von der Post zurück gekommen bin, war das Buch schon weg und kurz darauf hat mich, die Dame die es gefunden hat, angerufen, sich dafür bedankt und sich gefreut, daß es sie so frisch und neu, datiert mit dem 2. August gefunden hat und ich habe mich auch gefreut, bekommt man ja gerne Rückmeldungen. wer seine Bücher liest oder findet und in meinem Blog wird es im Dezember sicher wieder das eine oder andere Häppchen aus dem Kalender geben, habe ich ja vor einen Blogroman daraus zu machen.

Jetzt bin ich nur noch neugierig ob die „Berührungen“, die ich ja, wie ich hoffe, im Endstadium gerade korrigiere und dabei bin das Ganze derzeit laut zum zweiten oder dritten Mal laut vor mich hinzulesen, auch noch in diesem Jahr erscheinen werden und wann ich die Vorschau bei der es diesmal statt der drei Fragen ein „Mimikry-Ratespiel“ geben wird,  präsentieren kann.

Das nächste wäre dann der Kroatienroman „Claire-Klara-Clarisse“, aber dem wird es wahrscheinlich erst 2017 geben. Alles andere wäre ohnehin zu viel, wie mir der Alfred immer sagt, der allerdings meine letzten Bücher sehr schnell lektoriert und die Endfassung erstellt hat, so daß ich heute stolz mein neues und viertes Buch in diesem Jahr präsentieren kann.

 

 

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2016-06-16

Kleindetails

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Am meisten hat mich bezüglich meines Urlaubs gestört, daß wir da Sonntagnachmittag nach Harland kommen werden, damit der Alfred seinen Hausmeistertag, also Rasen mähen, das Spritzmittel holen, mit seiner Mutter einkaufen fahren kann und ich  am Montag ohne meinen Computer herumsitze und denke, ich muß meine Mails abrufen, bloggen, vielleicht Bücher holen, abrechnen und und und….

Dann ist der Alfred auf die Idee gekommen, daß wir zwischen Motovun und Harland einen Abstecher in die Krongasse machen können,  um meinen Computer zu holen und dann habe ich den Montag in Harland zum größten Teil im Bett verbracht und gebloggt und gebloggt.

In cirka fünfzehn Artikeln habe ich die dreiwöchige Abwesenheit nachgeholt, ein paar Reiseglossen geschrieben und die Bücher, die ich in Kroatien gelesen habe, besprochen.

„Mimikry“ habe ich  in der Badewanne ausgelesen. Da hat mir schon der Kopf geraucht und da wir ohnehin erst nach acht von Harland weggefahren sind, war es keine Frage, ob ich nicht vielleicht doch zu den „Wilden Worten“ ins Amerlinghaus gehen könnte, denn ich mußte ja noch meine Sachen ausräumen, abrechnen, etcetera.

Dann sind wir zurückgekommen und ich habe festgestellt, daß alles geklappt hat und nichts Böses, wie man ja immer irgenwie erwartet, inzwischen geschehen ist.

Die Überweisungen von den Krankenkassen, die kommen sollten, sind gekommen, ein paar Klienten haben ihre Stunden verschoben und am Dienstag wieder neue ausgemacht und am Dienstag ist auch, wie erwartet, mein neues Buch gekommen.

„Paul und Paula“ mit dem professionellen Cover, um das es im Vorfeld einige Aufregungen gegeben hat und das ich auch zweimal umgeschrieben habe.

Es ist, wie ich finde, sehr schön geworden und jetzt ist es  nur trauig, wenn es keine Beachtung findet, aber an die NB habe ich es schon geschickt, in den „Wortschatz“ hineingelegt und Glora G. wegen dem Belegexemplar angeschrieben.

Es sind auch einige andere literarische Kleindetails passiert. Die großen literarischen Wunder, die man sich vielleicht erhofft, daß jemand in der Abwesenheit anruft oder schreibt, daß ein Preis gewonnen wurde oder sich ein Verlag für einen Text interessiert, leider nicht, aber Christoph Kepplinger hat bezüglich der neuen Volksstimmeanthologie seine Korrekturvorschläge geschickt und Margot Koller hat mir gestern gemailt und mich zu einer Lesung nächsten Jänner nach Salzburg eingeladen.

Also doch ein Erfolg, wenn auch ein erwartbarer, da wir bei meinem letzten Salzburgbesuch schon davon gesprochen haben und jetzt ist auch alles fertig ausgeräumt, die Wäsche gewaschen, das Lavendlsträußchen, das ich mir aus Trogir mitgenommen habe, auf die Vorzimmerkommode gestellt, das kleine graue Buch mit dem nächsten Romankonzept ist mit einem passenden Bild geschmückt, ich war beim Friseur und werde mich jetzt daran machen, die „Nika, Weihnachtsfrau“ nochmals durchzusehen, damit sie möglichst auch bald an die Druckerei gehen kann und dann an den „Berührungen“ weiterarbeiten, da hat mir ja Richard Weihs vom letzten Mal ein Gedicht, geschickt, das ich als Motto nehmen werde:

„Da stehe ich da und steh auch voll daneben

mit Schreibblockade kann ich aber leben

nur eines schmerzt mich dabei wirklich tief

So komm ich nie ins Literaturarchiv!“

Wie wahr und passend, ich habe mir ja schon einmal ein Gedicht für die „Berühurngen“ von Richard Weihs zu den Worten „Bierdose“, „Rasierklinge“ und „Lügen der Frauen“ gewünscht, das war dann aber nicht so treffend. Also habe ich jetzt auch das entsprechende Motto und könnte eigentlich nicht klagen, einen Text, den ich für das nächste Volksstimmest lesen könnte, muß ich auch noch heraussuchen und natürlich  die Gewinnfragen von der Vorschau zu „Paul und Paula“ auflösen, die lauten:

  1. Paul und Paula sind in Linz zur Schule gegangen

2. Paul Schneider singt als Fräulein Paula im „Marbou „Kann denn Liebe Sünde sein“, „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ und „Je ne regrette rien“

3. Zur Recherche wurden John Irvings „In einer Person“, Sibylle Bergs „Vielen Dank für das Leben“ und etwas verspäte Antje Ravic  Strubels „In den Wäldern des menschlichen Herzens“ gelesen.

Leider hat mir niemand die Frage, wie das professionelle Cover gefällt, beantwortet. Aber das läßt sich ja nachholen.

2016-05-15

Pfingststorming

Jetzt kann ich auf das übliche Pfingstprogramm hinweisen, daß in Harland aus der Radfahrt zum Pfingstfest nach Nußdorf an der Traisen besteht, als Studentin und junge Psychologin bin ich mit den logischen Denkern zum Pfingsttreffen nach St. Gallen in der Steiermark gefahren, einmal war ich in Wien und das gabs das Bachmann-Symposium, so daß ich mit einem netten Führer zu den Orten gefahren und gegangen bin, wo sie in Wien wohnte und der hat uns dann das Cafe Raimund gezeigt und gesagt, da hat einmal der Hans Weigel, der ja jetzt eine Tafel dort hat, einen Roman über sie geschrieben. Den habe ich seitdem gesucht und inzwischen (ohne den offenen Bücherschrank) gelesen und einen Lesemarathon habe ich einmal, als der Alfred auf Reisen war, auch gemacht und einmal habe ich einen Bücherstapel aus der Galerie Splitter auf den Judenplatz getragen.

Heuer sind wir wieder in Harland und das Wetter ist wieder nicht besonders schön, es ist eigentlich scheußlich, kalt und naß, was mich ja nicht so besonders stört, aber der Alfred jammert ständig und so habe ich in der „Schokolade“ auch einen „Wetternörgler“, der ihn zum Vorbild hat.

Was tut man an so einen Wochenende, außer am Samstag in der Regenjacke, wie gewohnt zum Markt fahren und dort ein Würstel oder wenn vorhanden einen Burger essen, eine Leberkässemmel steht auch zur Alternative, am Sonntag zu der Frau Herziger auf einen Kaffee bezeihungsweise ein Glas Wein und am Montag auf die Rudolfshöhe, aber dort hatte ja der Wirt im vorigen Jahr geschloßen?

An ein Pfingststorming habe ich am Freitag, als ich nicht schlafen konnte gedacht und mir die vorhandenen Alternativen ausgemalt, die hauptsächlich in einem Lese- und Schreibmarathon gipfelten und das habe ich dann auch  wenig spekulär getan.

Denn es gibt ja drei Schreibprojekte, um es mal, wie Annika Bühnemann ausdrücken, deren täglichen Vlogs ich mir ja seit Leipzig gerne ansehe und da ist am Donnerstag gerade rechtzeitig, so daß ich noch zum klinischen Mittag gehen konnte, wo es um das Trinken ging,  der Probedruck von „Paul und Paula“ gekommen und o Wunder, es gibt keine Fehler. Vielleicht habe ich was übersehen, aber ich habe es ja vorher zweimal dem Alfred wieder weggenommen und umgeschrieben, einmal um die Rückmeldungen meiner Testleserin einzuarbeiten, das zweite Mal um keine Personenrechte zu verletzten, jetzt kann es an die Druckerei gehen und wenn wir Glück haben, kommt das Buch schon vor dem Urlaub.

Das Probekapitel und das schöne Cover kann man sich auch schon ansehen und wenn man will noch die Gewinnspielfragen beantworten.

Dagegen hat mich das Fehlerteufelchen bei der „Nika“ noch immer nicht ausgelassen, so daß dieses Buch jetzt höchstwahrscheinlich nach der“Paula“ erscheinen wird, obwohl ichs ja im November beim „Nanowrimo“ geschrieben habe und die Transgendernovelle im Jänner, was aber gar nichts macht, denn es ja ohnehin ein Weihnachtsbuch beziehungsweise Adventkalender.

Und dann gibt es ja die „Berührungen“, die habe ich am Freitag eher lustlos, es gab in Ö1 ein Gespräch mit Renata Schmidtkunz und Klaus Amann über Christine Lavant, das ich mir anhören wollte,zum Korrigieren vorgenommen habe, da habe ich ja vorige Woche den Rohtext fertiggestellt, war eigentlich zufrieden und jetzt bin ich wieder über den Anfang gestolpert und  mir gedacht, das sitzt noch nicht so recht, da muß ich noch was ändern, aber was?

Da müßte ich vielleicht was umschreiben, den Beginn anders anlegen, da bin ich vielleicht zu schnell hineingesprungen, so daß nicht wirklich glaubhaft ist, warum die Hildegard keine Reise machen soll und die Anna Augusta zum Psychiater geht und dann könnte man es mir vielleicht auch wieder als Jammerrei oder larmojant auslegen und wirklich ausgefeilt ist das mit dem „berühren“ auch nicht….

Andererseits denke ich mir dann wieder, ist ja egal, wenn ich ohnehin keine Leser habe, schreibe ich es so, wie es mir gefällt und da stelle ich halt  meine Bücher und mein Schreiben vor.  Einige werden darin erwähnt und auch, daß die ausgeschriebene Anna Augusta schon so viel geschrieben hat, denn eine Reise kommt ja in den „Dreizehn Kapiteln“ vor, die depressive Thekla Morgenstern trifft die Jasmin im Park die ihr von der IS gefährdeten Selma erzählt, eine Agathe holt in der „Begrenzten Frau“ ihr ersparten von der Bank ab, um in den Waltd hinauszugehen und nicht mehr wiederzukommen, eine „Flüchtlingstrilogie“ kommt vor, etcetera

Interessant dazu vielleicht das Gespräch mit Klaus Amann, dem emeritierten Klagenfurter Literaturprofessor und Literaturarchivgründer, in dem auch erwähnt wurde, daß Christine Lavant irgendwann zum Schreiben aufgehört hat und, daß das viele Autoren tun, weil sie mit dem Druck endes zweite Jahr ein Buch schreiben zu müssen nicht mehr mitkommen und irgendwann, wenn man vierzig Bücher geschrieben hat ist man vielleicht auch ausgeschrieben und beginnt sich zu wiederholen. Martin Walser hat Klaus Amann angemerkt, schreibt zwar auch in den Neunzigern fleißig weiter, aber das wurde ja auch schon kritisiert und wiederholt sich, glaube ich, auch.

Nun ja , das Schreiben ist mir wichtig, obwohl ich keinen Erfolg habe es niemand außer mir bemerkt wahrnimmt und als interessant befindet, aber ich schreibe wahrscheinlich auch, entgegen der Ratschläge, die man in den Schreibratgebern und Marketingkursen für Autoren, hören kann, eher für mich, als für die anderen, sollte den Text aber trotzdem  noch  gründlich korrigeren und bearbeiten, den Anfang wenn ich es zusammenbringe, vielleicht doch noch umschreiben, etcetera.

In Harland, wo ich keine Drucker habe, muß ich das Ganze durchgehen, in Wien kann ich es wieder Szene für Szene machen und vielleicht bringe ich es hin, daß es mir gefällt.

Aber es ist mein über vierzigstes Buch und die Themen wiederholen sich, denn man schreibt ja immer dasselbe Buch, sein Leben lang, daß das nicht von mir, sondern von Doderer ist, weiß ich inzwischen und da bin ich schon beim nächsten, nicht nur Pfingstschwerpunkt und da habe ich mir jetzt auch  Doderer als Ziel gesetzt, beziehungsweise die Dtv- Taschenbüchlein aus den Achtzigerjahren, die Wasserfälle von Slunj“ und die „Merowinger“, die ich in Harland habe und ich habe außer dem „Doderer-Buch“ und den „Dämonen“ keine anderen „Doderer“ in meinen Regalen, obwohl ich im Gedächtnis hatte, daß ich mir den in der Studentenzeit sehr viel kaufte und gelesen habe.

Mit den „Merowingern“, die ich ja  angelesen habe, habe ich auch schon begonnen, die „Wasserfälle“ passen irgendwie in den Urlaub, weil sie in Kroatien sein dürften und Stefan Zweig habe ich auch noch ausgelesen. Da gibt es im Juni auch einen Film, wo  Josef Hader seine Rolle spielet und den ich mir vielleicht ansehen kann.

Das alte Bücher lesen ist sehr interessant, bezüglich Zweig habe ich ja noch den „Fouche“ in Wien liegen, „Brasilien“ soll auch noch kommen und ich könnte auch wieder habe ich gedacht zur Bücherzelle beim Viehofener See und nachschauen, ob mir da einer die „Strudelhofstiege“ oder „Die Sternstunden der Menschheit“ hineingelegt hat.

Das wäre ja auch so eine Idee für einen Pfingstmarathon, ein anderer wäre nach Wilhelmsburg oder nach Traisen fahren und dort ein wenig shoppen und das Baden mit den vielen Durftölen, die mir die Anna immer zu Weihnachten schenkt, gibt es natürlich auch, denn ich bin ja eine Badewanneleserin und in meine Bücherregalen kann ich mich auch umsehen, staunen, lesen, umsortieren, etcetera.

Es scheint also ein etwas leises Stürmen zu werden mit der Hoffnungen meine Begrenzungen ein wenig aufzulösen, mit dem Berühren vielleicht besser zu werden, meine Bücher und die Themen über die ich noch schreiben könnte, zu ordnen und am Montag fahren wir auch schon früher zurück, weil der Alfred am Dienstag immer seinen Betriebsausflug hat.

2016-05-07

Rohentwurf, fast zweimal fertig und andere Ereignisse

Jetzt kommt der wöchentliche Schreibbericht mit einem fast freudigen Ereignis, denn gestern war ein großer Korrekturentag und „Paul und Paula“, das ich ja zweimal von Alfreds Schreibtisch wieder weggenommen habe, einmal um Gloria G.s Anmerkungen einzuarbeiten, das zweite Mal, um ganz ganz sicher zu sein, daß in dem Text keine Personenrechte verletzt werden, ist fertig korrigiert und kann an die Druckerei gehen.

Mit der „Nika, Weihnachtsfrau“ hoffentlich, die ich ja vorher geschrieben habe, aber darin sitzt noch das Fehlerteufelchen und schreit diabolisch „Atsch, Atsch,Atsch!“, wenn ich es nochmal durchchsehe.

„Da sind ja noch zwei Besitrichfehler!“

Trotzdem war dann noch Zeit, den Rohentwurf der Berührungen fertigzumachen, denn da habe ich wahrscheinlich, seit ich Stefan Zweig lese und mich da historisch sicherer fühle, Schreib- und Planfortschritte gemacht und das Konzeptieren ist zügig weitergegangen.

Zwar sitzt noch nicht alles richtig, so bin ich anfangs davon ausgegangen, daß Zweig am 12. 2. 1934 nicht in Wien gewesen ist, er war, hat aber von den Kämpfen, wie er schreibt nichts mitbekommen und wie das mit Doderers Nazimitgliedschaft, den „Dicke Damen oder den „Dämonen der Ostmark“ war, gehört auch noch besser ausgearbeitet.

Vielleicht wird auch noch etwas eingefügt, beim Fertigschreiben gestern war ich wieder sehr schnell und hatte vorher auch eine etwas andere Szenenfolge. Die Hildegard fährt jetzt nach der Wahl los, nach Istanbul vielleicht und ihre Kinder besuchen, die in Brüssel und in Rom leben, aber wer die Wahl jetzt gewonnen hat, kann ich ja noch nicht sagen, gibt es einen freiheitlichen Präsidenten könnte ich das auch noch erwähnen, ausführen oder erweitern und bei einem eher grünen natürlich auch.

Vorläufig also sechsundachtzig Seiten, fünfunddreißig Szenen und 40.085 Worte, kein ganzer „Nanowrimo“ also, muß auch nicht sein, in der Kürze liegt die Würze sagt man doch und ich habe auch „viel“ länger gebraucht oder auch nicht wirklich, habe ich zwar schon Ende Februar angefangen und da eigentlich ziemlich blind hinein, nachdem ich auf „Stoffsuche“ gegangen bin und irgendwie, von dem „Ein guter Text muß berühren!“ und der Frage, ob man sich in Zeiten, wie diesen so einfach auf eine Weltreise begeben und sein Leben genießen darf?, ausgegangen,beziehungsweise hineingestopert bin. Bin gleichmal festgehangen und dann war da ja noch die Idee von Romanpersonen auszugehen und bin da  bei Stefan Zweig, Anne Frank und Heimito von Doderer gelandet, aber wie schreibt man über was, von dem man nicht wirklich was versteht und ein so richtiger Recherchiertyp bin ich trotz Google eigentlich nicht?

Außerdem kamen auch Unterbrechungen, wie der „Leipzig-Aufenthalt“, zu Ostern habe ich Harland zwar geschrieben, hatte dabei aber mindestens einmal  das Gefühl, das ist jetzt wirklich ein großer Käse und ich kann es nicht, ich kann es nicht.

Dann habe ich nach dem „Doderer-Buch“ und „Der Welt von Gestern“ gesucht und die „Ungeduld des Herzens“ gelesen, die Stefan Zweig Bücher herausgesucht, während es die Aufregungen um „Paul und Paula“ gab, die mich zusammen mit der „Literatur und Wein“ auch vom Schreiben abgehalten haben.

Bis dahin habe ich die ersten Szenen immer und immer wieder durchkorrigiert und abgeändert, verkürzt hauptsächlich und habe immer wieder gedacht, notfalls schmeiße ich das Ganze weg und fange nochmals oder anders an. Da war da ja auch schon sehr früh die Idee von den Wurfgeschichten, die ich stattdessen schreiben könnte, die sind es dann nicht richtig geworden.

Obwohl das Wort „Bierdose“ oder „Dosenbier“ im Text herumspukt, die „Rasierklinge“ und  „Notizbuch“ sind in Bezug auf Stefan Zweig noch hinzugekommen und in der April Schreibruppe habe ich zwar keine richtige Wurfgeschichte, aber wohl eine Schreibzusammenfassung gemacht.

Der Titel „Berührungen oder wie ein Roman entsteht“, könnte zwar ein bißchen holzig beziehungsweise unbedarf klingen, es ist aber so, von drei Ebenen ausgehend,  wird die Entstehungsgeschichte beschrieben und am Ende sitzt das Fräulein Anne allein im Cafe Wolke und schreibt in das von Stefan geschenkt bekommene blaßblaue Wachsheft hinein.

In den letzten zwei oder drei Wochen ist der Schreibfluß dann gekommen oder eigentlich schon nach der April-Gruppe, aber da kamen dann auch Chris Baders Mails und Blogbeiträge und jetzt bin ich eigentlich zufrieden, obwohl noch sehr sehr viel Korrekturarbeit auf mich wartet, da vorallem, die letzten Teile noch sehr unausgeformt sind.

Jetzt fahren wir ja bald auf Urlaub, so daß es da auch noch Unterbrechungen geben wird, dann kommt die Sommerfrische, die wegen Alfreds Altersteilzeit und weil wir in Wien ausmalen müßen auch anders und kürzer werden wird, so daß ich mal denke, daß ich den Sommer zum Korrigieren brauchen werde und dann wieder auf Stoffsuche gehe, weil ich da ja schon wirklich sehr viel aus- oder angeschrieben habe

Die Idee von den dreizehn Wurfgeschichten gibt es  auch noch und sollte vielleicht ausgeführt werden und bezüglich des nächsten „Nanowrimos“ habe ich gedacht, daß ich mir den wirklich aus „Wurf oder Greifworten“ zusammenstellen könnte. Es könnte auch wieder eine depressive Rahmenfigur geben, die das auführt.

Das Jahr wäre damit schon geplant, das diesmal wahrscheinlich vier Bücher bringt, die sogenannte  „Flüchtlingstrilogie“ und die Transgender-Geschichte.

„Paul und Paula“ habe Ich geschrieben, „Die Berührungen“, einige Wurfgeschichten, etceta und wahrscheinlich wenige Lesungen, denn bisher habe ich ja nur die Fatma Challaki-Szene beim Osterspaziergang gelesen und so, wie es ausschaut scheint es nichts mit dem Volksstimmefest zu werden, denn Christoph Kepplinger meldet sich bei mir nicht und es gibt zwar wieder „Ein Fest für Kunst und Kultur“ in Margareten, aber da werde ich gerade in Kroatien sein, beim „Tag der Freiheit des Wortes“, den ich ja nicht mehr organisiere, werde ich auch nicht mehr eingeladen und mit dem „Literaturgeflüster“ schreibe ich mich offenbar auch eher an die Wand, als daß ich Aufmerksamkeit damit errege oder berühre und was das Lesen betrifft, bin ich, glaube ich, dabei meine tolle Leseliste endgültig umzuschmeißen und nicht und nicht zum „Vicki Baum-Schwerpunkt“ zu kommen, weil ich, wenn wir nächste Woche nach Harland fahre, mir wahrscheinlich auch die „Merowinger“ und „Die Wasserfälle von Slunj“, die ich dort haben sollte, herausssuchen und zum“Stefan Zweig Schwerpunkt“ noch einen bezüglich Doderer setzen werde und im Dezember dann den ganzen Bücherstoß vom Badezimmer wieder zuückbringe?

Ich fürchte fast, denn im August kommt ja die deutsche Buchpreisliste und da will ich die Verlage ja wieder anschreiben und lesen, was zu bekommen ist und im September gibt es, die des neuen „Österreichischen Buchpreises“ und da habe ich gedacht, schreibe ich mal den Hauptverband an und erzähle ihm von meinem Buchpreisbloggen und nehme den österreichischen dann auch mit, einen „Debutpreis“ soll es da auch geben.

Dann bleibt wahrscheinlich vieles ungelesen, worüber ja auch andere Blogger stöhnen und die vielen Neuerscheinungen verfluchen, aber macht ja nichts, ich finde es noch immer gut, daß soviele Leute schreiben, tue es selber, sage dann bei Anfragen auch nicht nein und Jaqueline Vellguth, hat inzwischen tatsächlich das vierte Buch in diesem Jahr geschrieben und online gestellt.

2016-04-24

Vorschau auf „Paul und Paula“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:06
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Umschlaggestaltung: Pavlina Delcheva

Umschlaggestaltung: Pavlina Delcheva

Paul Schneider hat mit Paula Billinger in Linz vor zwanzig Jahren dasselbe
Gymnasium besucht.

Dann ist er nach Wien gegangen, hat Informatik studiert und begonnen, in
seiner Freizeit als „Fräulein Paula“ im roten Seidenkleid und Stöckelschuhen
im „Maribou“ Schlager von Zarah Leander und Edith Piaf zu singen, wo er eines
Tages Paula als Paul wieder trifft.

 

Anbei das Cover meiner Transgendergeschichte „Paul und Paula“ zu der ich durch einige Transformationen   inspiriert wurde, den Inhalt und die Personen aber erfunden habe, so daß etwaige Ähnlichkeiten Zufall beziehungsweise der Thematik geschuldet sind.

Man sieht es gibt ein professionelles Cover und nun wieder drei Fragen, die Antworten sind im Text, behiehungsweise in den Schreibberichten zu finden.

 

  1. Wo sind Paul und Paula zur Schule gegangen?
  2. Welche Lieder singt Paul(a) im „Maribou“?
  3. Welche drei Bücher habe ich zur Recherche gelesen?

 

Es gibt wieder ein Buch nach Erscheinen zu gewinnen.

 

Und hier die Schreibberichte: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14

Nun würde mich noch interessieren, wie da neue Cover, in Vergleich zu den selbstgemachten gefällt?

2016-04-23

Wochenbericht zum Welttag des Buches

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Am dreiundzwanzigsten April wird seit einigen Jahren mit verschiedenen Aktionen der „Welttag des Buches“ gefeiert und heute ist es wieder mal so weit.

Cervantes und Shakespeare haben ihren Geburts- oder Todestag,  deshalb soll man lesen und das wird in Spanien, glaube ich, mit Rosen gefeiert und in Österreich gibt es seit einigen Jahren eine vom Hauptverband herausgegebene Anthologie, die ich mir immer getreulich abhole und die heuer, vom „Adler bis Flußpferd“, den „Tieren“ gewidmet ist und Ausschnitte aus Romanen von Astrid Lindgren, „Pippi Langstrumpf“, Erich Kästner „Konferenz der Tiere“, aber auch Neuerscheinungen, wie Isabells Bodgans „Der Pfau“ und österreichische Literatur, wie Bettina Balakas „Unter Menschen“ enthält.

1998 oder so, ich glaube, kurz vor meiner „Altweibersommerlesung“ in der „Alten Schmiede“ bin ich auf diese Aktion aufmerksam geworden. Da hat es ein deutsches und ein österreichisches Geschenkbuch gegeben.

Das Deutsche wurde bald wieder eingestellt, beziehungsweise hat es vor einigen Jahren eine Aktion in Deutschland gegeben, wo man sich melden und dreißig Bücher holen und verteilen konnte.

Wolfgang Tischer hat das mit Peter Stamms „Agnes“ gemacht und dann gebloggt, das niemand das Buch geschenkt haben wollte.

In Wien hat es einige Jahre eine Bücherbim um den Ring gegeben, da bin ich 2007 oder 2008, also noch vor meinen Bloggerzeiten einmal mitgefahren und die letzen zwei Jahre hat Anna Jeller ihre Leseexemplare schön verpackt ins Schaufester gelegt. Da habe ich mir  voriges Jahr Ludwig Lahers „Bitter“ geholt, aber noch nicht gelesen und am Nachmittag gab es bei den „Wohnpartnern“ im Reumannhof ein Büchertauschfest, wo ich gelesen habe.

Heuer wurde am Mittwoch  die Hauptverbandsanthologie in der Grünangergasse vorgestellt, ich habe mich auch zu der Veranstaltung angemeldet, dann aber mit dem Alfred und dem Andy, Annas zweiunddreißigsten Geburtstag in der „Hollerei“ gefeiert, so habe ich ich mir das Buch erst holen müßen und am Naschmarkt habe ich in einem Mail vom Alfred gelesen, stellt die „Edition Apfel“  ihre Bücher aus.

Dann gibt es  diese Woche auch einiges bezüglich meines Schreibens Lesens zu berichten:

Mit den „Berührungen“ bin ich noch nicht sehr weit gekommen, das heißt, da stehe ich noch bei 39 Seiten, 15 Szenen, knapp 18.000 Worten und weiß wahrscheinlich nach wie vor noch nicht wirklich, worüber ich schreiben will, beziehungsweise habe ich mich vielleicht an die Wand geschrieben oder mir zuviel vorgenommen, habe einen Schreibblockade, bin ausgeschrieben, etcetera und sehr viel Ermutigungen bekomme ich ja  leider nicht, ganz im Gegenteil.

Einen Haufen  Stefan Zweig-Bücher habe ich mir allerdings für einen Stefan Zweig-Schwerpunkt herausgesucht, damit meine 2016 Leseliste höchstwahrscheinlich wieder endgültig über den Haufen geworfen und komme  nicht und nicht zu meinem Vicki Baum-Schwerpunkt, den ich mir ja auch vorgenommen habe.

„Die Ungeduld des Herzens“ habe ich schon gelesen. Jetzt warten noch das Wiederlesen der „Welt von Gestern“, zwei Novellenbände und das Buch „Fouche“ über den französischen Polizeiminister auf mich und über Stefan Zweig wird es im Juni, habe ich gerade erfahren, auch einen Film geben, was die Frage, ob er jetzt ein großer Schriftsteller ist oder nicht, wahrscheinlich endgültig beantwortet und den ich mir, wenn ich in Deutschland leben würde, vorab ansehen könnte, weil ich da auf eine Liste mit Einladungen für Presseaufführungen gekommen bin, aber in Österreich gibt es das nicht.

Trotzdem ist die Woche für mich sehr international gewesen, so habe ich, die ich auf meinen Blog, ja manchmal über mangelnde Kommetierfrequenz jammere, eine Anfrage von einer italienischen Germanistikstudentin  bekommen, die eine Diplomarbeit über das „Downsyndrom in der Literatur“ schreibt und sich für meine „Mimi“ beziehungsweise die „Ohrenschmaus-Berichte“ interessierte und ein Holländer wollte wissen, ob ich einen deutschen Roman kenne, dessen erstes Kapitel nur aus Stichworten und Zitaten besteht?

Kenne ich leider nicht, obwohl ich ja  schon sehr viel gelesen habe und mich eigentlich für alles jenseits dem Tellerrand und auch für den Mainstream interessiere, Altes und Neues leses, aber irgendwie jetzt sehr langsam lese, denn ich habe heuer, glaube ich, nur etwa vierzig Bücher gelesen und wenn ich so weitermache, wird wieder sehr viel Ungelesenes überbleiben.

Dafür wird es bald die Vorschau von „Paul und Paula“ geben, das ich jetzt noch einmal durchgesehen habe, um  ganz sicher zu sein, daß keine Personenrechte  verletzt werden, weil ich ja zu der Geschichte von Paul und Paula, die in Linz das Gymnasium besuchten und sich fünfzehn Jahre nach ihrer Matura in einem Wiener Szenelokal wiedertreffen, durch zwei Transformationen im Literaturbetrieb  angeregt wurde, die Handlung und die Personen aber natürlich erfunden sind.

Da hat es diesbezüglich in den letzten Wochen einige Aufregungen gegeben und „Die Nika Weihnachtsfrau“ mein, ich  glaube, achtunddreißigstes selbstgemachtes Buch und sozusagen der dritte Teil meiner „Flüchtlingstrilogie“ muß auch noch fertig werden.

Ansonsten wird dieses Wochenende bezüglich der Frage, wer die Bundespräsidentenwahl gewinnen wird, höchstwahrscheinlich spannend werden?

El Awadalla, die ich ja auf den Opernball geschickt habe, kann ich  nicht mehr wählen, aber dafür, wie ich hoffe,  weiterschreiben und weiterlesen und da gibt es jetzt im Netz und auch im Rundfunk immer von Bücherentsorgungsaktionen zu hören, mit denen sich die Büchersammlerin in mir aber immer noch nicht anfreunden will.

Also auf in einen schönen Welttag  und als ich zur „Bücherinsel“ schaute, die das Buch jetzt wieder haben, denn beim „Morawa“ haben sie, „LiteraTier“, als ich am Donnerstag auf dem Weg in die „Alte Schmiede“ danach fragte, das Buch noch nicht gehabt oder mir nicht gegeben, konnte ich auch gleich im „Wortschatz“  am Margaretenplatz schauen, ob der für mich vielleicht ein Welttag-Bücherschmankerl hat, denn da bin ich in den letzten zwei Jahren  auch immer fündig geworden und habe im Vorjahr ein frühes Buch von Andrea Winkler erwischt und gestern hat es, als ich im Literaturhaus war, im Bücherschrank, ein fast neu ausschauendes, wenn auch schon etwas vergilbtes, „Aufbau-Taschenbüchlein“ aus dem Jahre 1991 mit „Französischen Kriminalgeschichten“ gefunden, das wahrscheinlich Sammlerwert hat und der „Aufbau-Verlag“ hat mir auch schon seine Herbstvorschau, wui, wui, geschickt, während ich noch ein Buch aus der Frühjahrserscheinung anfragte, weil das im Mai im Literaturhaus vorgestellt werden wird und diesmal habe ich Franz Innerhofers „Der Emporkommling“, eine alte schöne „Residenz-Ausgabe“ und die „Pest in Siena“ von Erich Wolfgang Skwara, auch ein Salzburger Autor gefunden.

Jetzt muß ich das alles nurnoch lesen.

2016-02-25

Stoffsuche

Mit „Paul und Paula“ bin ich gestern wieder fertig geworden und habe es, zusammen mit ein paar Beschreibungssätzen ein zweites Mal dem Alfred geschickt.

Das habe ich ja schon Ende Jänner getan, bevor wir nach Salzburg fuhren, dann kamen Gloria G.s kritische Anmerkungen und ich bin gesessen und gesessen und habe das „sie“ in ein „er“ verwandelt und ausgebessert, was falsch oder unlogisch war.

Das Lokal in „Maribou“ umbenannt, das „Sigmund Freud Museum“ in eine „Berg-Galerie“, etcetera. Ob es sprachlich so gut geworden ist, daß es Anerkennung findet, wage ich nicht zu hoffen, weil ich ja fürchte, daß das bei mir, ich weiß auch nicht, warum,  unmöglich ist, ich finde es aber dichter und kürzer ist es dadurch auch ein bißchen geworden, hat jetzt neunundvierzig Seiten, dann kommen noch zwei Zeilen Danksagung dazu, beziehungsweise 22 726 Worte.

Mein kürzestes Buch wahrscheinlich,  eine knappe Erzählung, das Cover „Paula und Paula“ auf roten Grund, habe ich schon im Jänner entworfen und die „Sommergeschichte“ ist jetzt auch soweit, daß sie an die Druckerei gehen kann.

Da gibt es  schon die Vorschau, wer also noch was gewinnen will, beeilen bitte, wenn das Buch da ist, werden die Fragen aufgelöst.

Es wird  aber bald die Vorschau für den „Adventkalender“ geben, wo wir aber erst das Cover machen müßen, obwohl wir Text und Foto schon haben und dann, was ist dann, wenn mein vierzigstes oder so Selbstgemachtes erschienen ist?

Was werde ich dann schreiben? Da fehlt nach wie vor die Idee füŕ den großen Roman, die ja inzwischen immer kürzer werden und dann hatte ich auch die Idee für die „Wurfgeschichten“, wie es beispielsweise in echt oder als Arbeitstitel heißen könnte, zwölf oder so kürzere Geschichten und die Ideen dazu könnte ich mir aus der Schreibgruppe mitnehmen oder, wie das die Blogger raten, in die Bibliothek gehen, ein Buch herausnehmen und ein paar Sätze herausnehmen und auf diese Art und Weise die Geschichte zusammenbasteln.

Mal sehen, ob das geht. Versuchen könnte ich es ja und von der letzten Schreibgruppe habe ich mir ja das Opernballthema nach Hause genommen und dann die Bundespräsidentin Awadalla dorthin geschickt, die jetzt ja noch eifrig Unterstützungserklärungen sammelt. Das hatte dann allerdings die Länge eines Blogartikels. Aber mal sehen, wie es weitergeht.

Gestern, als ich die „Paula“ abgeschlossen hatte, habe ich die Fenster geputzt und die Böden gesaugt, das ist so mein Ritual, zu putzen, wenn ich mit einem Text in der Rohfassung fertig bin, bevor es an den nächsten geht. Korrigiert wird es dann ja noch, wenn es der Alfred gesetzt hat, bis es an die Druckerei gehen kann und heute habe ich gedacht, gehe ich in der Stadt spazieren, gehe vielleicht ein paar Leuten nach, höre ihnen zu, mache mir ein Notizen, etcetera und schaue, ob ich so zu meinen Stoffen komme?

Ein paar diesbezügliche Ideen hatte ich mir schon in mein Notizbuch aufgeschrieben, aber das war nichts wirklich Neues, sondern ist eher, um das gekreist, worüber ich schon geschrieben habe, das Umgehen mit „Alzheimer“ beispielsweise oder wie macht man das, wenn das, was man schreibt, nicht berührt, aber man trotzdem einiges erlebt,  was wichtig ist oder wie geht es jemanden, wenn das Telefon nicht läutet, etcetera.

Man sieht dasThema „depressive Frauen“ ist eines, was mich nach wie vor beschäftigt, aber das habe ich  schon öfter thematisiert und sollte es vielleicht nicht wieder aufwärmen, wie mich schon einmal eine meiner Leserinnen mahnte.

Also heute Morgen ein kleines und das große Notizbuch eingepackt und mit einer Wasserflasche losgezogen, ein „Mc Donalds-Sparbuch“ mit ein paar Gutscheienen hatte ich auch und auf die Bank mußte ich, bezüglich meines Bausparvertrages, beziehungsweise wollen die jetzt wissen, ob man politisch tätig ist?

Das wäre vielleicht auch ein Stoff für eine Geschichte und mein Bankberater sagte mir noch, wenn er wüßte was die Zukunft bringt, würde er einen Lottoschein kaufen und sich ein schönes Leben machen!

„Sie werden sicher nichts gewinnen!“, habe ich gesagt und darüber, daß eine arbeitslos gewordene Frau ihr Erspartes abhebt, in eine Schuhschatel steckt und beschließt, wenn es weg ist, in den Wald zu gehen und nicht wiederzukommen, habe ich auch schon geschrieben.

Sie könnte es natürlich auch ausgeben und sich angesichts der Flüchtlingsproblematik, um sie herum, ein schönes Leben zu machen versuchen, das wäre vielleicht eine Idee für die nächste Kurzgeschichte, mal sehen?

Ich bin also in Richtung Stadt gegangen, habe einem Flüchtling oder Obdachlosen eine Zeitung abgekauft, beziehungsweise ihm zwei Euro gegeben. Man sieht jetzt wirklich mehr Bettler, eine Frau mit Kinderwagen hat mich angesprochen und wollte wissen, wie sie zu Fuß in den zwanzigsten Bezirk kommt

In dem Bücherkastl beim „Kupptisch“ lagen ganze Stöße „Bastei-Liebesromane“, ich habe nicht hineingeschaut, aber nachher gedacht, ob das nicht meine, vom Almweg, dem Haus, das die Anna jetzt verkauft hat, sind?

Dann bin ich zum Mc Donalds gegangen, einen Krapfen hatte ich schon früher gegessen, mir dort erste Notizen gemacht und zwei Medizinstudentinnen oder Ärztinnen auf Turnussuche zugehört und bin dann auf Paul und Paulas Spuren, die Berggasse hinunter und am „Freud Museum“ vorbei gegangen, bis zur Strudlhofstiege und die dann wieder hinauf, um mir beim Kutschera-Markt die „Büchertaschen“, die es dort an einem Parkgitter gibt, anzuschauen.

Dann bin ich zum AKH gegangen und habe mir meinen zweiten Notizblock aufgeschrieben und dabei vier möglichen Romafrauen beim sich Unterhalten beobachtet, während die zwei sie begleitenden Männer mit ihren Handy spielten.

So weit, so what und meine Ausbeute, vom zweiten oder dritten heurigen Recherchetag, jetzt werde ich wieder in meinen schon vorhandenen Büchern lesen, das tue ich auch immer gern vor dem Neubeginn und gehört zu meinen diesbezüglichen Ritualen und bin dann nach Hause gegangen.

Da ist dann die Dauerkarte, beziehungsweise, die Akkreditierung für Leipzig gekommen, wo es ja wieder literarisch werden wird, ein paar Neuerscheinungen sind bis dahin auch zu lesen. Ich warte auf das Ronja von Rönne Buch, habe mir ein neues Rezensionsexemplar bestellt, ich kann es nicht lassen, auch wenn die vorhandene Leseliste schon so  lang ist. Petra Ganglbauers Gedichte müßten auch noch kommen und noch ein Buch habe ich zu lesen, das mir Klaus Khittl alias Gloria G. der oder die unermüdliche, gestern, bezüglich meines „Paul und Paula“Texts vorbeibrachte.

Sybille Berg „Vielen Dank für das Leben“, auch eine vortreffliche Transgender Geschichte, auch wenn man das nicht sofort merkt, wie ich mich belehren ließ.

Nun ich bin gespannt,ich will ja immer wissen, was und wie es die anderen besser machen, bevor es ans Weiterschreiben geht und einige Todesmeldungen schleppe ich auch noch vor mich her und bin nicht dazugekommen sie zu bloggen.

Vorigen Freitag sind sowohl Harper Lee, von der ich ja nach Weihnachten ihr neues altes Buch gelesen habe und Umberto Eco gestorben, von dem ich einiges auf meiner Leseliste habe, gestorben.

2016-02-13

In einer Person

Jetzt kommt ein Einschub auf meiner Leseliste, nämlich John Irvings, 2012 erschienener Roman, „In einer Person“, als Recherchelektüre zu „Paul und Paula“ und interessant, es ist nicht der erste Irving, den ich mir zum Vorbild nehmen wollte, denn als ich, lang lang ists her, die „Globalisierungsnovelle“ geschrieben habe, wo es um den Verkauf einer Niere geht, ist gerade „Die vierte Hand“ erschienen.

Sehr viel hat mir die Sprachgewalt des 1942 geborenen John Irvings, den ich inzwischen für einen Mainstreamschriftsteller hielt und von den Amerikaner, die ewig über ihren Sex schreiben, halte ich bekanntlichermaßen auch nicht so viel, glaube ich, nicht geholfen. Das lag aber wahrscheinlich auch an mir und meiner damaligen Gehemmtheit.

inzwischen habe ich, auch durch das „Literaturgeflüster“ meine schreiberischen Hemmungen ziemlich verloren und von John Irving habe ich inzwischen „Witwe für ein Jahr“ und „Laßt die Bären los“, gelesen, das war einmal Buch bei der „Eine Stadt-ein Buch-Aktion“ und da bin ich über die fürchterliche Übersetzung gestolpert, die, glaube ich, so schlimm war, daß ich als es, um Wien und den Bürgerkrieg oder die Okkupation der Nazis ging, nichts mehr verstanden habe.

Bei dem Buch ist mir nichts negativ an der Übersetzung aufgefallen und ich habe mich jetzt ein paar Tage lang, nachdem es mir, als sehr sehr gut, empfohlen wurde, eingelesen und war die ersten hundert Seiten lang nicht so davon überzeugt, beziehungsweise brauchten ich oder John Irving, die wahrscheinlich, um in das Buch hineinzukommen, denn da wird das Leben eines genau, wie der Autor, 1942 geborenen Mannes, in allen seinen Details erzählt.

Der, William Abbot, wächst in einem First Sister genannten Städtchens in Vermont auf und ist, glaube ich, dreizehn als das Buch beginnt und er sich in Miss Frost,  die Bibliothekarin des Ortes, verliebt, die ist viel älter, hat einen kleinen Busen und breite Schultern und, weil er sich in sie verliebt, will er auch Charles Dickens zweimal lesen und in dem Örtchen, beziehungsweise an seiner Schule, wird auch sehr viel Shakespeare gespielt.

Er ist der Sohn, der Soffleuse, seinen Vater, Franny Dean kennt er nicht wirklich, denn der ist schon nach oder vor seiner Geburt verschwunden, die Mutter zog ihn allein auf, tut sich dann aber mit einem Lehrer, namens Richard Abbot zusammen, der auch den Schülern Shakespeare beibringen soll.

Das geschieht in etwa auf den ersten hundert Seiten, dazwischen geht es gelegentlich nach vor, zu der Europareise, die William oder Bob nach seinem Schluabschluß mit seinem Mitschüler Tom Atkins  macht, geht vielleicht noch ein bißchen nach vor, zu der Zeit, wo er in Wien studierte, auch das hat sein Autor so getan und dort auch einige Romane geschrieben oder spielen lassen oder nach Hamburg, wo Bill schon als Schriftsteller mit der Transexuellen Donna in ein eher mieses Transvestitenlokal geführt wird.

Interessant an diesen Theateraufführungen ist  auch, daß die meisten Frauenrollen von Männern gespielt werden. Nun gut, die Schuler waren in den Fünfziger und Sechzigerjahren noch getrennt, aber auch sein Großvater Harry, der in fast jeden Stück mitspielt, spielt weibliche Rollen und nach dem Tod der Großmutter trägt er  nur noch ihre Kleider.

Ein großer Teil des Buches spielt 1960, da ist  Bill gerade achtzehn und liebt noch immer Miss Frost, die sowas, wie die Romantherapeutin für die örtliche Schuljugend ist, das heißt, falsch, soviele Jungen aus der Schule, gehen nicht in die städtische Bibliothek, aber Bill, in Miss Frost verliebt, tut es.

Sie empfiehlt ihm „Giovannis Zimmer“ und nimmt ihn in den Keller und in ihr Stahlbett mit. Sie betreibt dort mit ihm „Schenkelsex“ und er erkennt, daß sie einmal ein Mann war. Aber wieder falsch, das findet er heraus, weil er noch ein anderes Hobby hat. Er durchforstet nämlich die Jahrgänge der Schulabgänger und im Buch von 1935 findet er einen Albert Frost, einen Ringer. Die Familie findet inzwischen das skandalöse Buch und auch den BH, mit dem der bisexuelle Bill  onaniert und schickt den Großvater in die Bibliothek.

Die Bibliothekarin wird entlassen, die Mutter ist entsetzt und Bill geht mit seinem Freund Tom auf Europareise, der ist auch ein wenig seltsam, aber in Bill verliebt.

Der liest ihm „Madame Bovary“ vor, weil ihm das Miss Frost empfohlen hat und Tom ist eifersüchtig,  weint und windet sich am Klo. Nun ja, später wird Bill in Wien mit der Sängerin Esmeralda, die an der Staatsoper fast einmal auftreten durfte, sich das aber selbst vermasselte, weil an diesem Tag Kennedy ermordet wurde, Vaginalsex haben und er hat noch viele Begegnungen mit Männern und Frauen und noch von der Schule eine Freundin, Elaine, die von seinem Erzfeind Kittredge geschwängert wurde.

Ein bisschen verwirrend und schwierig, das alles wiederzugeben und dann kommen wir in die Siebzigerjahre.

Bill ist Schriftsteller geworden, lebt mit und ohne Elaine in New York und erlebt, wie alle seine Freunde nach und nach an Aids sterben.

Er hat aber, als er noch Schüler war und bei seinem Albumstudien zum Jahr 1940 kam, noch erfahren, daß sein Vater Franny auch sehr weiblich war und den soll er Jahre später in Madrid in einer Transvestitenbar wieder finden, wo er mit seinem Freund Mister Bovary auftritt und eine „haarsträubende Geschichte“, wie man durch das Lesen des berühmten Romanes zusammen kommt, erzählt.

Am Schluß kehrt Bill  nach Vermont zurück, er hat das Haus seines Großvaters geerbt und wird Lehrer an seiner Schule. Jetzt gibt es auch Mädchen dort und einen dicklichen Jungen, der eigentlich George heißt, sich aber, bis er zu einer Georgia werden kann, Gee nennt, der wird zuerst von den anderes Schülern als „Tampon“ oder „Weichei“ beschimpft, mausert sich aber, als so schönes Mädchen, daß Bill oder Mister A., wie er jetzt genannt wird, sie als Julia besetzen kann und viele viele andere hetero-homo-und transsexuelle Begegnungen, gibt es in dem Buch auch.

Zuviel für ein einziges Leben, eine einzige Familie, einen einzigen Menschen und wahrscheinlich eine maßlose schriftstellerische Übertreibung.  Aber sehr spannend zu lesen und wahrscheinlich auch sehr informativ, manchmal sträuben sich vielleicht die Haare, bei all den schriftstellerischen Zuspitzungen, so haben Bill und sein Freund Tom zum Beispiel Sprachfehler, sie können  die Worte „Vagina“ oder „Penis“ nicht aussprechen und müßen deshalb bei Elaines Mutter, die, an der Schule Lehrerin ist, Sprachunterricht nehmen.

Aber ich weiß schon, die Amerikaner sind Meister des spannenden Schreibens und  Bill und seine Freunde, die auch alle  Schriftsteller geworden sind, geben auch Unterricht im kreativen Schreiben.

Für mich, die sich ein bißchen in die Transgenderliteratur einlesen und  herausfinden wollte, wie man jetzt über Paul und Paula korrekt schreibt und keinen Klischees erliegt, war es sehr lehr-und hilfreich, denn wenn John Irving in seinem Roman soviel geschehen läßt, kann mein „Fräulein Paula“, vielleicht auch mit Highheels und einem roten Kleid zu einem Faschingsfest gehen, hat aber inzwischen ohnehin eine rote Bluse an und aus den Heels sind blonde Locken geworden.

Ich denke mir auch, daß das Buch, in dem prüden Amerika, wo Kinder zu Beginn des einundzwanzigsten Jahrhunderts von der Polizei abgeschleppt wurden, weil sie ihre Schwestern auf den Topf setzten, sehr gewagt ist, denn einiges, was da passiert, der Schenkelsex, der transsexuellen ehemaligen Ringerin mit einem gerade Achtzehnjährigen, beispielsweise, ist vielleicht politisch doch nicht so korrekt. Aber John Irving gibt auch Unterricht in die sprachlichen Veränderungen.

So verwendet der 1942 geborene Bill, das Wort transsexuell, doch 2007, als er als Lehrer an die Schule kommt und dem oder der jungen Geee  gegenübersteht, sagt die ganz selbstverständlich „Das heißt jetzt transgender!“ und, daß an Aids mehr junge Männer gestorben sind, als im Vietnamkrieg, gibt vielleicht auch zu denken.

Die Jungen hatten 1960 in  ihrer Knabenschule einen Schularzt, der Homosexualität, als „heilbar“ erklärte und der junge Bill, geht 1970 zu einen „Schwulenarzt“, der schon ein Präservativ empfiehlt, aber leider hören die jungen Männer, die später qualvoll sterben werden, nicht darauf.

Bill hat aber Glück, er ist bi-, nicht transsexuell, von Aids bleibt er auch verschont und, als der Sohn seines Widersachers und erster Liebe Kittredge auftaucht und ihn als „Doppelstecker“ beschimpft, erinnert er sich an Miss Frosts Worte, die schon längst gestorben ist und sagt ihm „Mein lieber Junge, bitte steck mich nicht in eine Schublade!“, dann dreht er sich um und geht  ins Theater, denn dort beginnt die Vorstellung und Gee wird die Julia spielen….

2016-02-11

Macht Kunst Macht

Im Sommerreflektorium  der Erzdiözöse St. Pölten  scheint es jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit eine vom katholischen Akademikerverband veranstaltete Ausstellung zu geben.

Ich weiß von Doris Kloimstein davon, die ja bei der Erzdiözöse arbeitet, die hat die Ruth vorige Woche bei der Schreibgruppe dazu eingeladen, aber die war heute zwar in St. Pölten allerdings im Landestheater und ich habe mir genau aufgeschrieben, daß man die Ausstellung bis Ostern jeden Sonntag besuchen kann.

Am Sonntag hat mir dann die Ruth bei ihrem Brunch die Einladung gegeben und mir ist eingefallen, daß wir ja genausogut auch zur Vernissage gehen könnten, weil wir jetzt  schon immer am Donnerstag fahren, seit der Alfred in Altersteilzeit ist.

Doris Kloimstein, die ich dort treffen könnten, ist eine der Kuratorinnen ist, hat mir zwar gemailt, daß sie krank ist, aber Robert Eglhofer könnte kommen, Eva Riebler von der Lit Ges vielleicht und die Handvoll St. Pöltner, die ich kenne und die sich für Kunst interessieren.

Begonnen hat es um halb sieben im Dom mit einer „Fastenbesinnung“, aber wir sind ja nicht katholisch, so sind wir gleich zu der Ausstellung gefahren und waren viel zu früh daran.

„Macht Kunst“ ist ja ein gewaltiges Thema und die Idee ist, glaube ich, daß einige Galeristinnen einige Künstler einladen, die ihre Bilder und Skulpturen zu diesem Thema ausstellen und Doirs Kloimstein, die ja beim PEN ist, einige Literatinnen, die dazu Texte schrieben.

Die Literatinnen waren  IIshraga Mustafa Hamid, die ich, glaube ich, von der „Wiederstandsanthologie“ kenne, die der „Milena-Verlag“ zu Zeiten von Schwarz-Blau herausgegeben hat, Helga  Neumayer, Dorothea Nürnberg und Magdalena Tschurlovits, Magdalena Tschulovits kenne ich, glaube ich, auch vom PEN-Club beziehungsweise von den IG Autoren, Helga Neumayer hat mich angesprochen, daß ich ihr im Amerlinghaus einmal mein „Literaturgeflüster-Kärtchen“ gegeben hat und allmählich füllte sich der Raum mit all der Prominenz.

Die Eröffnungsreden wurden gehalten und die ausstellenden Künstler vorgestellt, „Macht Kunst“ ist ja ein weites Thema und es gab auch einen Performer der live den Einfluß der Werbemarken auf uns, bezeihungsweise die Gesellschaft. zum über die Schulter schauen darstellte.

Dann lasen die anwesenden Literatinnen ihre Texte, der Vertreter der Diözese forderte alle Künstler auf ihr Talent zu nützen und weil der Direktor des Landesmuseums, der auch eröfnen hätte sollen, noch nicht da war, wurde das Buffet eröffnet, das für die Fastenzeit eigentlich sehr reichhaltig war, Wein, Brot und verschiedene Käsesorten.

Am Sonntag kann man die Ausstellung von neun bis eins ansehen, eine Führung mit den Kuratorinnen gibt es auch und am 6. März die Vinissage beziehungsweise Abschlußbrunch und da könnte sein, daß wir in Harland sind und anschließend nach Wien zu Ruth Aspöcks Veranstaltung zum Frauentag fahren, wo auch Margot Koller aus Salzburg lesen wird.

Und was das schreiben, meiner „Trans-Geschichte“ betrifft, da bin ich auch  sehr fleißig gewesen, habe den Text jetzt umgeschrieben, dem Paul , der früher eine Paula war, das „er“ Wort gegeben. Beim „Fräulein Paula“ bin ich beim „er“ geblieben.

Ganz sicher, ob es stimmt, bin ich noch nicht, ein paar Korrekturgänge werden wohl noch nötig sein.

Das „Sigmund Freud-Museum“ ist jetzt eine „Berg-Galerie“ geworden, die „Villa“ wurde vom „Rosa Haus“ zum „Maribou“ und eine Danksagung an meine geduldige Beraterin und Testlesterin gibt es auch, während ich das Gedicht, das mir Richard Weihs bei den letzten „Wilden Worten“ schrieb, wahrscheinlich nicht verwenden werde, weil Paul und Paula mit ihren Stöckelschuhen und Schirmkappen ja zwei verschiedene Personen sind.

2016-02-06

An den Start zurück

Da habe ich ja das Rohkonzept von „Paul und Paula“ ziemlich schnell hinuntergeschrieben.

In zehn Tagen oder einer guten Woche, glaube ich, nachdem mir die Idee im November oder Dezember gekommen ist, daß ich etwas über Transgender  schreiben könnte oder die Geschichte des Informatiker Pauls, der als Paula in einem Szenelokal seine ehemalige Schulkollegin Paula wiedertrifft.

Auf die Idee bin ich gekommen, als ich im letzten halben Jahr zwei Namensänderungen miterlebte und es war ein spannendes Schreiben, obwohl ich nicht wirklich viel von der Materie wußte,   aber ein bißchen Blog gelesen habe und mir auch ein paar Videos anschaute.

Zu Schreiben habe ich nach der Jänner-Schreibgruppe angefangen, als ich dort Beginn der ersten Szene geschrieben habe, Klaus Khittl hat mir seine fachliche Beratung angeboten und so habe ich ihm, als ich am zwanzigsten Jänner mit den Rohtext fertig war, es ist sehr kurz, nämlich fünfzig Seiten geworden, den Text geschickt, dann bin ich ein bißchen losgezogen, um noch auf Veränderungsideen zu kommen, aber eigentlich hat mir diese knappe Geschichte gefallen.

Also so gelassen und den Rohtext durchkorrigiert, vorigen Freitag, bevor wir nach Salzburg gefahren sind, habe ich den Text dem Alfred gegeben, der gerade die „Sommergeschichte“ fertigstellt und auch schon  am „Adventkalender“ arbeitet, wo wir noch das Foto brauchen.

Das war aber zu früh und zu schnell, denn am Dienstag hat mir  Klaus Khittl, den Text mit vielen Anmerkungen zurückgeschickt, denn wie beschrieben, kenne ich mich in der Transgenderszene  nicht wirklich aus.

Es waren auch sehr brauchbare und  schnell durchführbare Änderungen dabei. Anderes, wie zum Beispiel,  die Namensgebung, Paulchen, Paula Paul, erwiesen sich als schwieriger, denn wie schreibe ich jetzt über eine Paula, die einmal ein Paul war?

Ich habe es eher unbekümmert gemacht und den Paul als „er eingeführt, aber dann redet man sich auch  anders an, weil die Identität, wie mir Klaus Khittl erklärte, über die Namen geht.

Ein paar solche Veränderungen hatte ich  schon in meinen Text, aber jetzt kam ich in einen Änderungstaumel und zu der Frage, ob ich es nicht überhaupt umschreiben soll?

Also aus dem Paul gleich eine Paula machen und an der Figur, des Pauls, die mir eigentlich stimmig erschien, sollte ich auch noch etwas ändern und eine Charakteränderung erklären.

Also wieder Ratlosigkeit und den Impuls alles hinzuschmeißen und aufzugeben.

Beziehungsweise käme ich, wenn ich das alles anwende, zu Veränderungen, die vielleicht das Gesamtkonzept zerstören, denn natürlich dreht man ein Handy ab, wenn man schlafen geht, aber dann kann einem eine Mutter durch einen Anruf nicht mehr stören und wenn ich allzu korrekt mit der Sprache werde, ist vielleicht der Reiz an den Wortspielen verschwunden und es wird hölzern, was ein literarischer Text auch nicht sein soll.

Aber ich will ja länger mit meinen Texten brauchen und nicht schon nach ein paar Wochen fertig sein, um dann zu hören, daß sie unfertig, Rohfassungen, etcetera, sind.

Das höre ich auch bei meinen anderen Texten, wo ich in der Materie sicherer bin, hier weiß ich wirklich wenig und sollte die Gelegenheit zum Recherchieren nützen, habe ich gedacht, was auch sehr logisch klingt.

Also bin ich die letzten Tage mein Manuskript mehrmals durchgegangen und immer ratloser dabei geworden, beziehungsweise unzufrieden.

Gestern habe ich dann gedacht, daß ich diese Ratlosigkeit  auch in einem Vorwort erklären und mich bezüglich Paul noch ein bißchen einlesen kann und die Idee aus dem am Donnerstag entstandenen Opernballtext noch eine Geschichte mit Bundespräsidentin Awadalla auf dem Opernball zu machen ist mir auch gekommen, denn ein bißchen werden die Schreibgruppen-Texte, wenn ich nicht gerade eine Romanszene schreibe,  sehr dokumentierend.

So habe ich über El Awadallas Präsidentschaftskanditatur berichtet, ich könnte sie aber mit einem lila Abendkleid, ihrer weißen Brille und der rotweißroten Staatsschleife auch auf den Ball schicken und sie Herrn Strache und Herrn Lugner gegenüberstellen oder damit vor die Oper demonstrieren lassen.

Das wäre dann ein erzählender Text, zu dem ich länger brauchte, um auf die diesbezügliche Idee zu kommen, denn wenn es im Cafe Fortuna „Achtung, fertig und jetzt zwanzig Minuten schreiben!“, heißt fängt man ja vielleicht mit „Heute ist Opernball!“, an und dann wird es nicht sehr erzählend.

Mal sehen, ein kurzer Einschub, damit „Paul und Paula“ noch reifen kann, bis ich zu einem Text komme, der fachlich stimmt und ich damit zufrieden bin, egal wie lang er wird und wieviel ich auch noch ändern muß, wird nicht schaden und kann mich vielleicht auf neue Ideen bringen, obwohl der dann entstandene Text nichts mit der „Paul und Paula-Geschichte“ zu tun hat.

Und das ist es  auch, was ich mir immer wünsche, einen Text ausreifen lassen und sprinte  mir dann immer selber zu schnell davon.

Das ist sicher eine meine Schwachstelle, wo ich mich an der Hand nehmen sollte, auch wenn mir bisher diesbezüglich nie sehr viel eingefallen ist, deshalb bin ich Klaus Khittl beziehungsweise Gloria G. über ihre genauen fachlichen Anmerkungen, auch wenn ich sie nicht immer ganz nachvollziehen kann und sich einiges dagegen wehrt, sehr dankbar.

Ansonsten könnte ich über das  das „Quantitätsschreiben“, das ich ja nicht wirklich will, berichten, denn da hat Jacqueline Vellguth, ihren Jännerroman schon veröffentlicht hat und auch erwähnen, daß es auf ihrer Seite, sowie beim „Literaturcafe“ eine Diskussion über „Einsternrezensionen“ gab.

Und das ist  auch etwas, was mich beschäftigt , da ich vermutlich bei meinen Texten, würde ich sie bei „Amazon“ veröffentlichen, auch solche bekommen würde und ich könnte mich dann nur selbst verteidigen, aber genau das, las ich bei Wolfgang Tischer und denke ich auch, das es stimmt, ist es, was man nicht soll.

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