Literaturgefluester

2016-07-05

Von Kriegsgedichten zu Dreigroschenoper

Die „Polyversale“ ist heute, während die Fußball-EM noch einige Tage dauert mit einer äußerst interessanten Lesung, nämlich mit der des 1974 bei Luhansk geborenen Serhij Zhadan, der seit Sommer 2014, alles aufschreibt, was ihm im ostukrainischen Kriegsgebiet widerfuhr.

Eine besondere Veranstaltung, die Kurt Neumann gerade einleitete, als ich das „Literarische Quartier“ erreichte. Der ukrainische Botschafter mit seiner Frau war da und auch sehr viele Ukrainer im Publikum, was ich weiß, weil  Kurt Neumann danach fragte, um festzulegen, ob zuerst auf Deutsch oder Ukrainisch gelesen werden sollte?

Das tat Kurt Neumann, obwohl Serhij Zahadan, der Germanistik studierte, gut Deutsch sprach und Erich Klein moderierte.

Ein interessantes Projekt oder ein dreiteiliger Band, ob es dabei wirklich, nur um Lyrik ging, habe ich nicht ganz verstanden oder hätte die Portraits und Skizzen im ersten Teil eigentlich nicht dafür gehalten.

„Warum ich nicht im Netz bin – Gedichte aus dem Krieg“, heißt der Band, der offensichtlich noch nicht erschienen ist, jedenfalls verwies Kurt Neumann auf ältere Bücher auf dem Büchertisch und meinte, daß man sich das Neue in einigen Wochen kaufen können würde. Man solle nicht darauf vergessen, aber da wird es ja schon die Longlist des dBp geben, wo ich wieder mitlesen werde und die „offiziellen Bücherblogger“ haben sich auch schon gebildet.

Aber ich schweife vom Thema ab, das war ja Serhij Zhadans Kriegsgedichte, die im ersten Teil aus Portrais, beispielsweise, des, des zweiunddreißigjährigen Tätowierer Antons, der noch bei seinen Eltern lebte und dann erschossen wurde oder das von den beiden frommen Männern, die in einem Keller vergessen wurden, bestanden.

Die „Gedichte aus de Krieg“ im zweiten und wahrscheinlich auch dritten Teil, waren Lieder und bezogen sich auf mittelalterliche Gesänge, von Rilkes „Marienleben“ war auch die Rede, das scheint Serhij Zahdan übersetzt zu haben und im Gespräch mit Erich Klein ging es,  um ein Gedicht von Joseph Brodsky über die Ukraine, das er vor etwa zwanzig Jahren, als er schon zwanzig Jahre in den USA lebte, geschrieben hat und um einen russischen Dichter mit dem Serhij Zhadan und Juri Andruchowytsch bei einer Literaturveranstaltung nicht diskutieren wollten.

Sehr beeindruckend für eine, die sich im Jahr 2014, als  des ersten Weltkriegs gedacht wurde, ja auch mit der Ukraine und Donezk in ihren „Schutzengelchen“ beschäftigt hat und in den „Somererlebnissen“ kommt Donezk beziehungsweise, die Studentin Jelena Malatschuk, die dort lebt, ja auch vor und jetzt beschäftige ich mich mit dem „Braven Soldaten Schwejk“, der auch vom ersten Weltkrieg handelt und Gedichte gibt es in dem Buch auch.

Als es aus war, drängte ich mich an denen, die sich Bücher signieren ließen vorbei und ging wieder, wie in der Vorwoche, über den Karlsplatz nach Hause, weil ich mir das Program fürs „Kino unter Sternen“ holen wollte.

Es lief gerade das Vorprogram und weil es Platz gab, sonst ist ja meistens alles besetzt, setzte ich mich nieder und erfuhr, daß es G.W. Papst Verfilmungder “ Dreigroschenoper“ frei nach Berthold Brecht aus dem Jahr 1931 zu sehen gab, was sehr interessant war, vor allem weil Andreas Kugler im Vorgespräch viel von dem Film und dem Unterschied zu dem Brecht Original erzählte und ich darauf gekommen bin, daß ich Beides noch nicht gesehen habe. Die berühmten Lieder kannte ich, den Inhalt aber eigentlich nicht. Dann rief mich noch die Ruth von hinten an, so daß ich sitzen blieb und in das Jahr 1931 beziehungsweise in ein eigentlich sehr modernen London, hineinglitt, in dem es schon ein Telefon gab, zwar wahrscheinlich noch ein älteres, als es der brave Soldat  benutzte und ich dachte das würde im sechzehnten Jahrhundert spielen, aber G. W.Papst hat die Handlung offenbar sehr verändert, weil, wie Andreas Kugler anmerkte Berthold Brecht nicht viel vom Fiulm verstand.

Sehr interessant die Geschichte von den Bettlern, die die Krönung stören und von der Polly, die ihren Mackie am Schluß zum Bankdirektor macht, was offenbar auch eine Adaption war, wenn ich es recht verstanden habe.

Als die Nazis kamen wurden Film und Stück verboten und nun habe ich auch die „Dreigroschenoper“ gesehen und neue, beziehungsweise alte Gedichte über den ukrainischen Krieg gehört, womit die „vierte Poliversale“ erfolgreich zu Ende gegangen ist, wie Kurt Neumann  am Schluß in der „Alten Schmiede“ erwähnte.

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2016-06-29

Fremde Refrains, andere Lieder

Oder der siebzehnte Abend der vierten „Poliversale“ mit Albert Ostermaier, Franz Josef Czernin und Oswald Egger. Michael Hammerschmied moderierte vor einem Pult stehend und stellte die drei Autoren vor, um mit ihren zuerst ein Gespräch zu  beginnen und ihnen einige Fragen zu ihrem Werk zu stellen.

Der Titel weist schon darauf hin, es geht um Bezugnahmen und Referenzen auf andere Dichter, vor allem bei den ersten beiden Autoren wurde das deutlich oder sagen wir besonders bei Franz Josef Czernin, dessen „Winterrreise-Verwandlung“ mit der „Krähe“, ich schon im „Literaturmueseum“ gehört habe.

Also etwas Bekanntes und das war auch ein bißchen  bei dem Dramatiker und auch Romanautor  Albert Ostermaier, 1967 geboren, so, dessen Gedichtband „Außer mir“ bei „Suhrkamp“ erschienen ist, denn sein Stück „Letzter Aufruf“ habe ich vor Jahren  im „Arsenal“ gesehen.

Jetzt also den Lyriker, waren wir ja bei der „Poliversale“ dem vierten internationalen Lyrik-Festival und da begann es mit einem Gedicht über die Liebe, das auch einen Filmbezug hatte, Michael Hammerschmid erwähnte es in seiner Einleitung und dann ging es zu Shakespeare, beziehungsweise zu einem Zyklus der sich auf ihn bezog oder überhaupt zu Theatertexten oder Gedichten und am Schluß kam etwas Poetologisches, wie Alber Ostermaier erklärte, nämlich am „Anfang ist was Wort“, also auch etwas recht Bekanntes, wenn dann auch die Abwandlungen kamen.

Danach der mir ebenfalls bekannte, 1952 geborene und „H.C.Artmann Preisträger“ Franz Josef Czernin, der in seiner neueren Arbeit Wilhelm Müllers „Winterreise“ neu verwandelte.

Michael Hammerschmid stellte den Dichter auch als Sprachforscher vor und der erklärte, daß man heute nicht mehr so wie Wilhelm Müller reimen könne. Albert Ostermaier hat das zwar ein bißchen in seinen Theatergedichten so getan, der „H. C. Artmann Preisträger“ ist aber ein experimenteller Dichter, also kamen die Verwandlungen und Franz Josef Czernin projezierte  die „Krähe“ und dann noch zwei Gedichte aus dem Zyklus, las zuerst sie und dann seine Verwandlungen von denen es wieder einige Abwandlungen gab.

Sehr interessant und dann zu Oswald Egger,  1963 in Südtirol geboren und mir auch kein Unbekannter, habe ich ihn ja vor kurzem im Literaturhaus gehört, als dort der „Preisträger der Literaturhäuser“ Ulf Stolterfoht gelesen hat und in dessen Verlag ist  auch sein Gedichtband „Gnomen und Amben“ erschienen.

Damals habe ich mich etwas über die lässige Art der beiden Dichter aufgeregt und auch ein bißchen über die Sprachgewalt von Oswald Egger „Ich schluckte das Ferkel und ich schluckte zwei Stuten“, jetzt erklärte zuerst Michael Hammerschmid und dann noch genauer der Dichter seine Vorgehensweise, wie er verdichtet und mit „Zwirn und Faden“ zu seinen Sprachgebilden kommt, die er wieder in wahrlicher  Sprachgewalt vortrrug.

Am Schluß forderte Michael Hammeschmid das Publikum, das sehr zahlreich war, zum Kaufen der Gedichtbände und zum Wiederkommen, der noch zwei stattfindenden Abende auf und ich ging nach Hause, um von der Lyrik zur  Prosa zu schwanken, das heißt mir die Eröffnung des „vierzigsten Bachmannpreises“ anzusehen und kam gerade zur Eröffnungrede von Burkhard Spinnen, dem für seine Verdienste als langjähriger Juryvorsitzender die „Klagenfurt Medaille“ verliehen wurde und morgen wird Stefanie Sargnagel den Eröffnungreigen beginnen, was vielleicht kein gutes Omen ist, weil die Ersten haben, glaube ich, noch nie gewonnen, ich bin gespannt und werde versuchen mir auch noch den Rest der Eröffnung anzusehen..

2016-06-23

Poetische Blickwinkel auf Homers Odysse

Im „Hammer“, Nummer 75, der Zeitschrift der „Alten Schmiede“ ist im vorigen Jahr Barbara Köhlers „Penelopes Gewebe“ ein Text als „Zentralstruktur der Odyssee des Homers“ erschienen und heuer hatte die 1959 in der DDR geborene Lyrikerin, die am Johannes R. Becher Literaturistitut studierte, die Ernst Jandl Dozentur für Poetik, ein „Gemeinschaftsprojekt der „Alten Schmiede“ und des „Instituts für Germanistik“ inne, was bedeutete, daß im Rahmen der „Poliversale“ zwei Abende zum Thema „Seitenverhältnisse -Andererseits – Einerseits- (des eigenen Blickwinkels auf die Homersche Odyssee“ stattfanden,  in denen die „Seitenverhältnisse von lechts und rinks, vom vom zum zum, vom Ost und/nach West, von Schrift und Raum, Poetik und Poesie von Realem und Imaginären u.s.w. und darüber hinaus“, wie im Programmfolder steht, beleuchtet werden sollten und die sich vorwiegend an Studierende wandte, die, wenn ich es richtig verstanden habe, sich schon ein ganzes Semester lang unter der Leitung von Thomas Eder mit diesen Thema beschäftigten, das am Mittwoch noch mit einem eigenen „Konservatorium“ für die Hörer und Hörerinnen der beiden Vorlesungen beendet werden sollten.

Das habe ich wiederum nicht so genau gelesen, so daß ich ziemlich unbedarft in die Veranstaltung hineinplatzte, während die Studenten, die auch trotz der gleichzeitig stattdindenden Fußballmatsches und Österreich hat wiedermal gespielt, zahlreich erschienen waren, wie Thomas Eder in der Einleitung erklärte, sich in einer eigenen Veranstaltug auf die Fragen vorbereiteten, die sie der Autorin stellen sollte.

Ich war zwar nicht die einzige, die das allgemeine Publikum darstellte, der Lehrer aus Retz und Dine Petrik waren auch gekommen, bin aber bezüglich Homer und Odyssee, bezüglich meiner Hauptschulbildung ein bißchen ahnungslos, obwohl sie mir Barbara Köhler schon einmal in einer „Stunde der literarischen Erleuchtung“, näherbrachte.

Was das Bloggen und meine Beschäftigung mit der Literatur betrifft, bin ich aber , sowohl mutig als auch neugieig, also hinein in das Vergnügen und versuchte zu verstehen, was zu verstehen war.

Denn es begann mit den Fragen der Studenten, danach folgte aber eine Textprobe aus dem „Hammer“ und der Student der neben mir saß, las dann noch ein Stückchen auf Altgriechisch vor und so wurde von links nach rechts von oben und nach unten gewandert, beziehungsweise die beiden von mir versäumten Vorlesungen durchbesprochen und ich bekam, ob der Fragen der Studenten auch noch einen allgemeineren Einblick in die Werke Barbarba Köhlers, die ich ja auch schon  in der „Alten Schmiede“ in ihrer Funktion als Übersetzerin hörte.

Barbara Köhler erläuterte ihre Art zu arbeiten, gab Einblick in ihre Altgriechischkenntnisse und meinte, daß man ihre Texte am besten laut lesen solle, damit ein Geräuschraum entsteht und meinte, daß sich sich noch mehr und intensiver mit Homer und der Odyssee beschäftigen wolle, von dessen Nachdichtungen sie, die von Joyce, als die ihrer Meinung nach beste lobend erwähnte.

Am Schluß der Fragenrunde, wo es auch, um Namen und ihre Zuordnung ging, las Barbara Köhler  noch einen Text, wo es um die Schönheit ging und die Studenten konnten sich anschließend,  zu einer Prüfung anmelden.

Mir bleibt es den „Ulysses“, der sich ja auf meiner Leseliste befindet, endlich mal zu lesen und mit Barbara Köhler läßt es sich, die vor ihrem Literaturstudium Textilfacharbeiterin und Altenpflegerin war, auch noch beschäftigen.

Im Netz sind jedenfalls einige Videos mit Lesungen von ihr zu finden.

2016-06-14

Zurück zur Poliversale

Während wir in Kroatien Urlaub machten, hat in Wien die „Poliversale“, das 4. internationale Wiener Lyrik-Fest der „Alten Schmiede“ begonnen, das von Kurt Neumann und Michael Hammerschmied konzeptiert und moderiert wird und heuer auch an anderen Orten, als nur im „Literarischen Quartier“ stattfindet.

So fand die Veranstaltung mit Christoph W. Bauer und Ludwig Laher heute in der „Gesellschaft für Literatur“ statt und wurde von Manfred Müller moderiert.

Kurt Neumann und Michael Hammerschmid saßen im Publikum, außerdem noch Christl Greller, Monika Vasik, Stefan Gmünder und noch ein paar andere, aber nicht zu viele, denn heute fand ja auch bei der Fußball EM, das Spiel Österreich gegen Ungarn statt, wie Manfred Müller in seiner Einleitung bedauerte und den Leuten dankte, die trotzdem gekommen waren.

Nun, ich glaube das literarische Publikum interessiert sich mit einigen Ausnahmen wie Wendelin Schmidt-Dengler oder Reinhold Aumeier nicht so sehr für Fußball.

Ich tue das jedenfalls überhaupt nicht, habe aber ein paar Fußballbücher auf meiner Leseliste, beispielsweise, das von Reinhold Aumeier, „Rapid, Rapid… Ein Matchtagebuch“ aus dem „Resistenzverlag, das ich demnächst  zwischen meine Rezensionsexemplare schieben werde und ob Manfred Müller bedauert hat, daß der dem Fußballspiel nicht zusehen konnte, weiß ich nicht, er hielt jedenfalls eine lange Einleitung zu den beiden, wie er fand sehr unterschiedlichen Dichtern, die beide, wie er betonte Vielschreiber wären.

Das hätte ich nun auch gedacht, daß Christoph W. Bauer und Ludwig Laher sehr verschieden schreiben, fand aber während der Lesung einige Ähnlichkeiten, eine davon ist, daß beide bei „Haymon“ publizeren oder publizierten, da Ludwig Laher inzwischen zu „Wallstein“ übergewechselt ist.

Der 1968 in Kärtnen geobrene in Innsbruck lebende Christoph W. Bauer wurde mir einmal auf der Buch-Wien von Gerlinde Tamerl vorgstellt, ich sehe ihn auch dort öfter, beziehungsweise bei der „Literatur und Wein“ in Göttweig und Krems und habe schon einige Bücher von ihm gelesen, die ich mir meistens aus der Flohmarktkiste des „Morawas“ zog.

Eine weitere Gemeinsamkeit zwischen ihm und Ludwig Laher, den ich glaube ich von den IG Autoren kenne, ist daß beide sowohl Lyrik, als auch Romane und Essays schreiben und daß auch Christoph W. Bauer, den ich eigentlich für einen reinen Lyriker gehalten hätte, auch recherchiert und dokumentarisch schreibt habe ich heute bemerkt, beziehungsweise ist es mir schon beim „Alphabet der Häuser“ aufgefallen.

„Stromern“ heißt der Band der heute vorgestellt wurde und wenn ich mich nicht irre, war er schon auf Platz eins der ORF-Bestenliste und ist wie Manfred Müller in seiner Einleitung erklärte, ein sehr erzählendes Buch. Gedichte, die Geschichten erzählen, ein Paris Teil gibt es auch und Bezug auf Francois Villon von dem sich auch vielleicht das Wort „Stromern“ oder das „Vagantentum“ beziehungsweise „vagabundisieren“ herleitet und dann geht es auch um Zwiegesprächen mit anderen Dichtern, mit Francois Villon wie erwähnt, von Paul Nizon stammt aber das Motto, Ingeborg Bachmann wird erwähnt, Joseph Brodsky etcera. Sehr angenehm war, daß Christoph W. Bauer seine Gedichte selbst dokumentierte und erzählte, wie dazugekommen ist sie zu schreiben.

Dann folgte der 1955 in Linz geborene Ludwig Laher, der in St. Pantaleon lebt und den ich, wie erwähnt schon sehr lange kenne und ihn wahrscheinlich bei den IG-Autoren, woe es sich ja engagiert und im Vorstand ist, kennenlernte. Er hat auch schon viele Bücher geschrieben, von denen ich einige gelesen habe, „Bitter“ noch nicht, das lag aber im vorigen Jahr zum „Tag des Buches“ im Schaufesnster der Anna Jeller, wo ich es mir herausholte und das wäre noch eine Gemeinsamkeit zu Christoph W. Bauer, der in einem seiner Gedichte Andreas Hofer, den berühmten Tiroler erwähnte, dann gibt es noch einen anderen Hofer, einen Gauleiter, der aber nie verurteilt wurde, sondern zu seinem Begräbnis auch noch die Schützen aufspielen hatte und „Bitter“ handelt ja auch von einem. ich glaube. nie verurteilten SS Mann.

Ich würde Ludwig Laher ja nicht so sehr als Lyriker einschätzen, er erwähnte, daß er alle zehn Jahre einen Gedichtband schreiben würde und diesen hat er gebraucht, um sich von seiner Arbeit an „Bitter“ zu erholen. Ich würde ihn ähnlich wie Erich Hackl als dokumentarischen Schriftsteller bezeichnen, „Einleben“ und „Verfahren“ wären solche Beispiele. Seine Gedichte sind auch sehr dicht und knapp und kurz, fast Aphorimen, wie Manfred Müller erklärte.

„Die Jahre kommen und gehen – in die Jahre kommen und gehen“ oder „Nacht für Nacht aufwachen und nicht mehr einschlafen können und dann einmal einschlafen und nicht mehr aufwachen können“, beispielsweise.

Nachher gab es eine Diskussion beziehunsweise ein Gespräch das Manfred Müller moderierte, wobei er nach den Versformen, den Schreibtechniken und den Motti fragte. Beide Autoren hatten in ihren Büchern ja welche, Christoph W. Bauer eines von Paul Nizon, Ludwig Laher drei zum Thema „alles“, weil das für ihn der Überbegriff seines Gedichtbandes „Was hält mich“ darstellte.

Das Publikum, wie Kurt Neumann, Michael Hammerschmid und ein junger Mann der sehr differenzierte Fragen stellten und wahrscheinlich selbst schreibt, mischte sich eifrig ein und eine Dame bedankte sich für die schönen Gedichte und die Autoren ausdrücklich beim Publikum für das Kommen.

Ja, das Fußballspielen ist eine starke Konkurrenz zur Literatur, aber die „Poliversale“, die am 31. 5. begonnen hat, geht bis zum 5. 7. weiter, die nächste Gelegenheit ist schon morgen in der Uni Hörsaal 31 und am Donnerstag gibt es eine Veranstaltung in der „Alten Schmiede“ zu der ich wahrscheinlich gehen werde, obwohl da auch die von Friedrich Hahn moderierte „Dichterzeile“ in der Porzellangasse ist.

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