Literaturgefluester

2018-02-23

Hörspiele des Jahre

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:56
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Die“  Lange Nacht des Hörspiels“, jetzt „Hörspielgala“ gibt es seit fünfundzwanzg Jahren. Bei einigen nicht bei allen war ich dabei, erinnere an das legendäre Gulasch das es am Anfang gab, man konnte live abstimmen, die Hörspiele hören und sind dann früh am Morgen mit dem Taxi nach Hause gefahren.

Inzwischen hat sich viel gewandelt, die Abstimmung aus den Neuproduktionen findet schon vorher statt und bei der Gala gibt es nur Proben. Dafür gibt es den Kritikerpreis, den Kurzhörspiel -Wettbewerb, den Schauspieler des Jahres, die Festrede und man kann nicht mehr von Studio zu Studio wandern, sondern sich ab sechs um eine Karte anstellen, bekommt einen fixen Platz und eine Musikband gibt es inzwischen auch.

Die hieß diesmal „Mischwerk“, Doris Glaser und Andrea Jungwirth, selbst ein Hörspiel Autor oder Regisseur moderierten und ich hatte diesmal den Stimmzette bei mir, den ich nicht abschickte, weil ich ja nur selten Hörspiel höre.

Früher hat man, wenn man abgestimmt hat, ein Buch bekommen. Vielleicht bekommt man das jetzt auch noch, denn ich schicke ja nicht mehr ab und als ich im Foyer auf den Einlaß wartete, sah ich Friederike Mayröcker die mit ihrem HS „Oper“ auf der Liste stan,d eintreffen und dachte, sie bekommt sicher den Kritikerpreis für das anspruchsvollste Hörspiel und das Hörspiel des Jahres entspricht dann dem Mainstreamgeschmack und ist meistens ein Roman von Joseph Roth in der Hörspielfassung von Helmut Peschina, aber zuerst kam die Festrede die diesmal Paulus Hochgatterer hielt und die „Zwei Worte“ hieß. Die lauteten „Gesindel“ und „Schmuckzeile“ und der Autor merkte an, daß er dem Publikum viel zumute und dann erzhlte er die Geschichte von einem behinderten Mädchen, dem er als Kind einmal den Ball weggenommen hat. Der Zusammenhang zum ORF und dem Hörspiel war mir da nicht ganz klar. Aber die Auflage lautete auch etwas Gesellschaftpolitisches und Persönliches, Ö1 muß nicht vorkommen.

Das letztere war damit erfüllt, das Persönliche auch, mit Gesindel könnte man an die gesellschaftlichen Zustände denken, aber der Hochgatterer Vater hat den Sohn damals gemahnt, daß nur das Gesindl einem Schwächeren etwas wegnehmen würde.

Track Five, die Kurzhörspielen mußten die Worte „Es ist nur ein Spiel“ enthalten und Malte Abraham, den ich von einer Studentenlesung kenne, hat den Preis bekommen. Das künstlerische Hörsoiel war interessanterweise nicht von FM. sondern von Mischka Zickler heißt „Spaziergänge eines einsamen Träumers“ und handelt von Rousseauc, aber einem der twittert und einen Facebookaccaunt hat.https://literaturgefluester.wordpress.com/2014/12/27/hab-den-der-die-das/

Iteressant, interessant und auch, daß es beim Publikmranking auf Platz vier gelegen ist.

Dann kam eine Pause und dann Vera Borek, die Witwe von Helmuth Qualtinger, deshalb war auch Christian Qualtinger, den ich schon auf der Poet Night lesen hörte, im Publikum, als Schauspielerin des Jahres. Die Laudatio hielt Peter Kalzar, das kann sich der Geehrte immer wünschen, es war aber eigentlich keine auf sie, sondern gepickt mit zynischen Bermerkungen, wie beispielsweise auf den Schulsprecher, der es mit dreißig Jahren schon zum Bundeskanzler brachte und auf die Raucherpartei die sich H. C. Strache wünscht, nun spiele ich ja auch gerne auf schwarz blau an, was das aber mit Vera Borek zu tun hat, ist mir nicht ganz klar. Das Publikum aber lachte und brachte standing ovations und dann wurden die zehn besten Hörspiele vorgestellt und da war dann bald klar, es wird das Hörstück „Oper“ das Otto Brusatti nach acht Seiten Prosatext von F. M. zuerst zu einem Theaterstück formte, das im Sommer am Semmering aufgeführt wurde.

„Mischwerk“ machte die Musik dazu und die acht Seiten sind aus dem neuen Text, nicht Roman, wie Otto Brusatti oder waren es die Moderatoren irrtürmlich sagten, der F.M. der am achten März in der AS vorgestellt wird, aber da habe ich eine sechs <uhr Stunde und wenn ich dann hingehe, komme ich a zu spät und b bekomme ich keinen Platz mehrt.

Standing Ovation auch für die alte Dame und dieHhörspiele kann man in den nächsten Tagen und Wochen in Ö1 hören,, aber das tue ich ja nicht so gerne, obwohl ich ziemlich regelmäßig zu den Galen gehe und dann genauso regelmäßig an das gulasch und den rotwein denke, den es damals gratis gegeben hat.

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2017-02-24

Hörspielgala

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:35
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Ich bin ja kein besonderer Hörspieltyp und höre auch nicht sehr häufig solche, aber zu der „Langen Nacht des Hörspiels“ bin ich schon gegangen, als es noch so hieß, im Funkhaus statt im großen Sendessaal stattfand, die Hörspiele live gesendet wurde und es in den Pausen Gulasch gab.

Dann wurden die Nächte immer kürzer und das Programm restriktiver, eine Demo, woraus dann Hanno Millesi später ein Hörspiel machte hat es auch einmal gegeben.

Jetzt heißt die Nacht „Hörspielgala“ beginnt um sieben und endet um zehn, wird live übertragen, es gibt kein Parallelprogramm mehr, sondern Standardfixpunkte, man kann es im Radio hören und heuer gabs zum ersten Mal auch einen Livestream.

Also eigentlich gar kein Grund mehr in die Argentinierstraße zu gehen. Ich tue es, glaube ich aus Tradtion und für das „Geflüster“ obwohl ich ja eher für das Lesen und die Prosa bin.

Habe heute den ganzen Nachmittag an meinem „Work in Progress“ korrigiert, da bin ich die einzelnen Szenen durch und korrigiere jetzt noch solange, bis ich keinen Fehler finde und die „Klara“ ist auch gekommen.

So bin ich, als ich fertig war, mit den zwei Exemplaren an die NB und die „Alten Schmiede“, mehr sende ich nicht mehr aus, zur Post gegangen, habe ein Exemplar mit einer Widmung in den „Wortschatz“ gelegt und war, um dreiviertel sieben im Radiokulturhaus und große Ü berraschung, die drei Damen, die die Zählkarten ausgaben, sagten „Alle schon weg!“, denn um sechs hätten sie aufgemacht und jetzt verteilten sie nur mehr die reservierten Karten.

„Dann warte ich , daß was überbleibt!“, habe ich gesagt und gedacht „wenn ich jetzt umdrehe komm ich noch zum livestram zurecht!“

„Es bleibt nichts über!“, sagte eine Dame. Ich blieb stehen, sah Helmut Peschina, Michaela Falkner etcetera kommen und die reservierten Karten abholen und zum Glück kam dann noch eine Dame, die von ihren zwei nur eine brauchte.

Ja, Glück muß man haben und manchmal, ganz selten, habe ich das auch.

Diesmal war keine frei Platzwahl und die ersten Reihen reserviert, wie bisher, sondern ich hatte einen Platz in der dritten Reihe und Peter Klein, der Literaturabteilungsleiter kam auch bald, begrüßte die Ehrengäste und erklärte dem Publikum wann es klatschen sollte.

Moderiert wurde wieder von Doris Glaser und Andreas Jungwirth. Catch-Pop String-Strog musizierte, das waren Jelena Poprzan und Rina Kacinari und Jelena Poprzan habe ich vor kurzem im „Schwarzenberg“ bei Richard Schuberth Kraus Performance gehört.

Deshalb spielten sie auch unter anderen drei Aphorismen von Johann Nestroy, Richard Schuberth und Karl Kraus und sangen dann immer wenn ein Preis vergeben wurde, die „schöne Adrienne“ und zuerst wurden, glaube ich, die zehn Hörspiel vorgestellt, die in die engere Auswahl kamen.

Da kommt ja immer Ende oder Anfangt des Jahres eine Karte, wo man ankreuzen kann, tue ich nie, weil ich die meisten Hörspiele nicht kenne.

Die besten zehn wurden kurz angespielt und dann kam die neue Schauspieldriektorin der Salzburger Festspiele Bettina Hering und hielt, was es auch seit einigen Jahren gibt, eine Festrede auf das Hörspiel, wo sie betonte, daß sie in ihrem Schweizer Dorf mit dem Radio und der örtlichen Bibliothek aufgewachsen ist.

Dann wurde gleich das künstlerisch anspruchsvollste Hörspiel,  eine live Aufnahme, „Sturm-Zwang“, wo drei Schauspieler und ein Regisseur auf einem Schiff, ein Hörspiel simulierten oder Shakespeares Sturm nachspielten und da hätte ich gedacht, Bodo Hells Hörspiel hätte diesen Preis gewonnen.

Er war aber erst in der Schlußtranche an der Reihe. Da kam noch vorher Karl Markovics, der heurige Schauspieler des Jahres auf die Bühne und hielt, was ich sehr originell fand, weil ich ja auch immer nahe daran bin, das zu tun, seine Laudatio selber oder weil man das ja nicht machen darf, ließ er das seinen zwanzig Jahre toten Vater für ihn tun.

Orginelle oder auch ein wenig peinlich, eitel oder mutig? Der Applaus war jedenfalls sehr stark und dann gabs, glaube ich, schon die angekündigte siebzehn Minuten Pause und danach wurden die Kurzhörspiel vorgestellt, die diesmal den Satz „Man kann nie wissen“ enthalten mußten.

Die wurden ja auch einmal live aufgeführt und ausgewählt. Jetzt konnte das das Publikum im Internet machen und einen Sonderpreis der „Schule der Dichtung“ gab es auch wieder und dann ran an die Enderunde, wo Doris Glaser erklärte, ein Hörspiel wäre weit vorn gelegen und die nächsten fünf hatten die gleiche Stimmzahl bekommen.

Also fünf gleiche Preise und darunter war o Wunder „Die größere Hoffnung“, was ich eigentlich für das „Hörspiel des Jahres“ gehalten hätte, Bodo Hell, war wie schon erwähnt auch dabei,  ein Stück nach dem ersten Roman von Teresa Präauer und der „Hochwald von Adalbert Stifter und den ersten Preis, hat wieder oder, wie so oft Helmut Peschina für seine Hörspielbearbeitung gewonnen oder eigentlich Euripides für seine „Medea“.

Das Stück kann man morgen in der Hörspielleiste hören und an den nächsten Dienstagen werden dann das anspruchvollste und die Kurzhörspiele gesendet.

Aber morgen ist ja die GV der IG-Autoren und an den nächsten Dienstagen werde ich höchstwahrscheinlich auch wo sein, denn ich bin ja, wie erwähnt ein Prosa und kein eigentlicher Hörspieltyp.

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