Literaturgefluester

2016-04-05

Jeden Dienstag „Read!!ingroom-Tag“

Vor einem Jahr bin ich Dienstag nach Ostern in den „Reading!!room“ marschiert, denn ich hatte Gabi Rökl, bei einem der Kreativen Brunch, die es nicht mehr gibt, in der Galerie in der Krongasse, getroffen, die mir sagte, daß ich mir meine Bücher abholen soll, die ich ihr damals nach meiner Lesung sogzusagen zum Verkauf überlassen hatte und mich auch auf den Büchertausch aufmerksam machte.

2Den gab es damals, glaube ich, jeden ersten und dritten Dienstag im Monat und an jenm Dienstag wurden außerdem noch die Postkarten beziehungsweise deren Gewinner vorgestellt.

So bin ich in Kontakt mit Christian Schwetz, den Stiefsohn meiner Cousine Irmgard gekommen und habe mich auch für den „Summa in der Stadt“ angemeldet, weil ich ja schon die Idee geborenen hatte, im Sommer in der Sommerfrische einen Roman über prekäre Studentinnen zu schreiben.

Das war der 13. 7. dann dachte ich, das wäre viel zu früh, denn bis dahin würde ich in der Sommerfrische noch nichts geschrieben haben und disponierte um, denn es gibt ja schon einige Sommergeschichten.

„Tauben füttern“ spielt glaube ich im Sommer und „Sommer am Wasser“, dann habe ich in der Schreibgruppe im Juni den Beginn der ersten Szene geschrieben und in der zweiten Sommerfrischenwoche dann einige, bis zur Seite vierzig den Rohtext, glaube ich.

Die ersten vier Szenen habe ich dann gelesen und dann das Fatma Challaki Kapitel, glaube ich auch, bei meinem Geburtstagsfest, nicht am Volksstimmefest, da bin ich mit dem „Miranda Schutzengelchen“ hingegangen und jetzt ist das Buch, das inzwischen der „Mittelteil einer Trilogie“ ist fertig geworden.

„Selmas Kopftuch“ ist, wenn man es so will der erste, der „Adventkalender“, meinen letzten „Nanowrimo“, den ich am siebzehnten Dezember im „Read!!ingroom“ vorstellte, der dritte.

Die Fatma Challaki kommt jedenfalls in jedem der drei Bücher vor und das Buch ist langsam langsam fertig geworden und eigentlich habe ich gedacht, daß ich es am Dienstag, bevor wir nach Leipzig fahren, schon hintragen kann, habe ich doch den „Read!!ingroom-Blogbeitrag zur Veranstaltung“ als Buchtext verwendet, dann hatten die beim „Digitaldruck“ aber so viel zu tun, daß es erst am Gründonnerstag fertig wurde.

Die Fatma Challaki Szene habe ich dann auch beim Osterspaziergang in St. Pölten gelesen und der „Read!!ingroom“ öffnete, habe ich auf der dortigen Homepage gelesen, seine Pforten ab April jeden Dienstag  für den Büchertausch, dem Tratsch oder dem Smalltalk.

Es gibt inzwischen dort auch eine Schreibegruppe, die sich die „Dienstagschreiber“ nennt und dieser Dienstag habe ich dem Programm entnommen, war vor allem für Schauspieler und Vortragskünstler reserviert, die bei den dort stattfindenenden Lesereihen mitmachen wollten.

So standen schon ein paar junge Leute vor dem Portal, als ich den“ Read!!ingroom“ mit meinem Buch, beziehungsweise noch zwei anderen Büchern, „Selmas Kopftuch“ und „Miranda Schutzengelchen“, das ich immer noch in der Tasche hatte, Maria Gornikiewicz, die mit mir ja den „Buben dürfen Weinen Mädchen dürfen pfeifen“ Wettbewerb für ein nichtspezifisches Kinderbuch, im Jahre 1980 oder so gewonnen hat, saß an der Theke und es haben sich, glaube ich, an die zwanzig junge Vortragskünstler gemeldet, die bei den Vortragsreihen mitmachen wollen.

So gab es zwei Gesprächsrunden im Vortragsssaal, während ich meinen Wein trank und mit Maria Gornikiwicz, die öfter zum Büchertausch zu kommen scheint und mit Gabi Rökl smalltalkte und mich auch in den Bücherreihen umsah.

Kurt Raubal ist dann auch noch gekommen.Ich habe mein „Sommerbuch“ abgegeben, jetzt muß noch die „Nika Weihnachtsfrau“ fertig werden und das „Summa in der Stadt- Festival“ ist für heuer auch schon ausgeschrieben „Hülsenfrühchte und Knallschoten“ lautet, glaube ich, das Thema, für das man sich schon amelden kann.

Ein E-Book zum Thema „Pack die Badesachen“ ein, wo ich meine vier Szenen einschicken werde, wird es auch geben und eine Reise nach Prag auf den Spuren Kafkas und Kish, aber da werde ich mich wahrscheinlich wieder in meiner Sommerfrische in Harland bei St. Pölten befinden und so wie es ausschaut, an meinen „Berührungen“ weiterschreiben.

Die „Sommergeschichte“ hat auf diese Art und Weise ein Jahr von der Planung bis zur Fertigstellung gebraucht und der „Readi!!ingroom“ ist ein sehr interessanter Ort für die kulturelle Nahversorgung, den ich jeden nur empfehlen hat, und der für mich auch schon eine sehr persönliche Geschichte hat.

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2015-12-17

Adventlesung im Read!!ingroom

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Heute also die Vorstellung meiner Adventgeschichte, dem heurigen „Nanowrimo“ im „Read!!ingroom“ im Rahmen des dortigen Adventfestivals „Weihnachten im Advent“ und die Nika hat ja, das habe ich auch bei der Einleitung so erzählt, eine lange Vorgeschichte.

Denn eigentlich wollte ich immer über einen Weihnachtsmann auf der Mariahilferstraße schreiben, der dort herumsteht, seine Zuckerl verteilt und die abenteuerlichsten Begegnungen macht.

Dann ist irgendwann eine Weihnachtsfrau daraus geworden, aber vorher hat es noch einen Adventkalender gegeben, wo ich jeden Tag im Dazember ein Stück geschrieben habe und dann einen „Adventkalender“ daraus machte, der im „Best oft“, meinem ersten Erzählband, 2003 erschienen ist.

Da ist die Heldin eine Johanna Richter und einen vom Himmel Heruntergefallenen, der die Menschheit bestrafen und die Welt zerstören soll, gibt es auch und keine Idee von einer Weihnachtsfrau namens Nika.

Die, die achtundzwanzigjährige Germanistin Nika Horvath, taucht dann erst in den „Dreizehn Kapiteln“ auf, die ich im Sommer 2013 geschrieben habe.

Da erscheint die „Weihnachtsfrau für alle Fälle“ im vierten Kapitel und ist die Nachbarin der Laura Augustin und dann hat mich diese Idee nicht mehr losgelassen und so gibt es im Dezember 2013, am 13. und am 23. Dezember je eine Nika Geschichte und die Idee, einmal mache ich daraus einen Adventkalender.

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2014 bin ich nicht dazugekommen, beziehungsweise habe ich in der Schreibgruppe „Westbahn Spotan“ am fünften Dezember, Weihnachten oder Nikolo zum Thema gemacht und da eine Nika Geschichte geschrieben und mir fest vorgenommen, nächstes Jahr mache ich daraus den „Nanowrimo“ und das hat auch gut geklappt, so ist heuer der Advent im November gewesen und ich habe die fünfzigtausend Worte in drei Wochen geschrieben und bin jetzt am Korrigieren, beziehungsweise gestern wieder zum recherchieren auf der Mariahilferstraße gewesen.

Inzwischen weiß ich, es gibt keine Weihnachtsfrau auf der Mariahilferstraße,  aber  die Nika im „Read!!ingroom“ und diese Idee hat eingeschlagen, denn Dorias Glaser hat sie beim Ö1 Quizz auf der „Buch Wien“ erwähnt und also ganz Österreich auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht und gestern in der „Gesellschaft für Literatur“ hat die Journalistin, die ich einmal im Rahmen der „Anderen Buchmesse“ kennengelernt und die mich seither interviewen will, schon aus dem „Augustin“ von der Nika gewußt.

Trotzdem sind nur wenige Leute gekommen, ein Stammbesucher, neben den Veranstaltern, die Ruth und der Alfred. Das war es das schon, vielleicht ist Weihnachten  zu nah, vielleicht liegts auch an mir, obwohl ich versucht habe in den letzten Tagen viel Werbung dafür zu machen.

Daß ich den ersten und den siebzehnten Dezember lesen will, habe ich mir schon länger vorgenommen. Dazu gibt es auch ein kleines Gedicht:

Eva Jancak

Eva Jancak

„Weihnachtswald, Weihnachtskind

Weihnachtsmann, komm her geschwind

Weihnachtsfrieden, ach genau

Weihnachtsmann sucht Weihnachtsfrau“

Das erste Kapitel ist ziemlich lang und stellt eigentlich fast alle Personen vor und auch in die Krimihandlung, die ich mir von dem letzten „Krimischnupperworkshop des Writersstudio“ sozusagen mitgenommen habe.

Dann kam ein Sprung zum siebzehnten, aber den fünften kann man hier schon nachlesen und am Samstag werde ich höchstwahrscheinlich zwar nicht mehr auf die Mariahilferstraße gehen, das neunzehnte Fenster aber hier einstellen und in den nächsten Jahren wird man im Dezember wahrscheinlich auch in die Nika Weihnachtsfrau hineinschnuppern können, entweder als E-Book im Ganzen oder kapitelweise, mal sehen, das weiß ich noch nicht so genau.

Dazu muß das Buch erst fertig werden. Jetzt gab es aber schon die Probelesung und Weihnachtskekse und ein Glas Wein.

Und dazu wieder Bücher, denn der Read!!ingroom verfügt ja ebenfalls über offene Bücherregale und da habe ich Andreas Okopenko „Kindernazi“ aus dem alten „Residenz-Verlag“, ein Klassiker, den man lesen solle und Erika Mitterers „Der Fürst der Welt“, was ich immer schon lesen wollte, gefunden.

Und wem es interessiert, im Literaturhaus bin ich heute um vier auch gewesen und habe sozusagen die letzte Stunde des Flohmarkts, warum bin ich nicht schon früher darauf gekommen, ausgenützt.

Der war dann zwar schon ziemlich ausgesucht, habe ich ja auch gestern in der „Gesellschaft für Literatur“ davon erzählt.

Einige schöne Bücher aus österreichischen Verlagen sind trotzdem zu mir gekommen.

Zwar habe ich Daniel Zipfels „Eine Handvoll Rosinen“ das ich gestern liegen gelassen habe, nicht mehr gefunden.

Dafür aber Susanne Gregors bei „Droschl“ erschienener neuer Roman und man glaubt es kaum Andreas Unterwegers „Gelbes Buch“, etcetera.

Jetzt muß ich das alles noch lesen, das und anderes, denn dieser Advent war heuer ja sehr Flohmarkt reich.

2015-12-14

Das fröhliche Wohnzimmer im Read!!ingroom

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Patricia Brooks

Patricia Brooks

Der „Read!!ingroom“ dieser kleine feine kulturelle Nahversorger in der Anzengrubergasse, wie er sich, glaube ich, selber nennt, hat ja nicht nur einen Büchertauschdienstag und ein Sommerfestival, wo ich meinen heurigen Sommerroman sozusagen vorvorstellte, sondern auch ein „Adventspezial“ – Weihnachten im Advent, wo nicht nur Weihnachtliches gelesen wird.

So stellte Luis Stabauer dort seine „Atterwellen“ vor, ich komme am Donnerstag mit meiner „Nika Weihnachtsfrau“, meinen heurigen „Nanowrimo“ an die Reihe und eine Verlagspräsentation, nämlich die des fröhlichen Wohnzimmers mit Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Michaela Hinterleitner und Patricia Brooks gab es auch und es war in dem kleinen Lesezimmer so voll, wie ich es höchstwahrscheinlich nie zusammenbringen. Da könnte man wieder neidig werden, Wolfgang Helmhart, Ruth Aspöck, Jota Joakim, Dieter Berdel, Gabriele Petricek, die ganze experimentelle Literatenszene oder einen Teil davon und um noch ein wenig beim „Read!!ingroom zu bleiben, die „Dienstagsschreiber“ und eine „Bibliotherapiegruppe“, Bezirksspaziergänge und vieles andere gibt es dort auch.

Michaela Hinterleitner

Michaela Hinterleitner

Ich komme  eigentlich nicht sehr oft dorthin, bin aber einmal mit Rolf Schwendter von dort aus durch den Bezirk gewandert, bei Günter Vallaster, wo er Manuela Kurz und Helga Pregesbauer vorstellte, die inzwischen beide in die GAV gekommen sind, war ich auch, einmal wurde die Volksstimmeanthologie dort präsentiert, einmal habe ich das „Haus“ und die „Radiosonate“ dort vorgestellt und jetzt also eine Verlagspräsentation in dem kleinen feinen Raum, die mir ja nicht unbedingt fremd war, war oder bin ich mit Ilse und Fritz ja auch in einer Schreibgruppe und Michaela Hinterleitner habe ich im Sommer im Sonnenpark in St. Pölten kennengelernt und mit Patricia Brooks habe ich auch schon gelesen.

Fritz Widhalm

Fritz Widhalm

Aber trotzdem interessant die Verlagspräsentation, das xxxxx-small gibt es ja nicht mehr im Amerlinghaus und ob es die Veranstaltung im AI noch gibt, weiß ich gar nicht, obwohl eigentlich nur zwei Verlagspublikationen oder zwei Verlagsautoren vorgestellt worden, nämlich Michaela Hinterleitner mit „Common Sense“ und Patricia Brooks mit Texten aus einer Anthologie und dann noch einem Gedichtband.

Ilse und Fritz haben aus dem Verwicklungsroman in Günther Vallasters Ediiton erschienen, wo es inzwischen schon neuen Teile gibt, alle zwei Jahre, einenund zwar aus dem letzten und vorletzten Teil von dem Naz und der Jana, die im achten Bezirk in einer Wohnung wohnen, dort das fröhliche Wohnzimmer gründeten, aber selbstverständlich, wie Ilse Kilic betonte, nichts mit ihnen zu tun haben, es gibt nur wieder Ähnlichkeiten und auch ihre Beziehungsgeschichte aus dem neunten Band, während im anderen Janas Weihnachten geschildert wurde, von den fünfziger Jahren bis zu Gegenwart oder wenigstens an die, an die Jana sich erinnern kann, das heißt, die erste Puppe, der Tod der Mutter und dann die, wo sie dem Vater im Pflegeheim besuchten, beziehungsweise die, die Jana mit dem Naz feierten und das ist eine interessante Idee, die gesammelten Weihnachten eines Weihnachtsfreaks aufzuzählen und da habe ich mit meinen „Adventkalender“ vielleicht auch einiges anzubieten und habe heute auch von Peter Gstöttmeier, dem heurigen Ohrenschmausgewinner und seiner Schwester Weihnachtspost, beziehungsweise ein selbstgemachtes Weihnachtsgedicht sowie eine Weihnachtsgeschichte geschickt bekommen:

Ilse Kilic

Ilse Kilic

„Ruhig werden! Zur Ruhe kommen, nicht immer durch die Gegend hetzen

Zur Ruhe kommen, nicht immer im Dauerstress stehen

Zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen, um die Menschen um sich herum zu betrachten.

Zur Ruhe kommen, sich Zeit nehmen, um mit Menschen zu reden“,

hat er geschrieben, was mich daran erinnert meinen Lesern mitzuteilen, das diese Woche Felix Mitterer, der „Ohrenschmaus-Schirmherr“ in den „Gedanken für den Tag“ ist um die schönsten „Ohrenschmaus-Texte“ vorstellen wird und ich kann noch einmal an den Donnerstag erinnern und alle Interessierten in den „Read!!ingrool“ zur „Nika Weihnachtsfrau“ einladen.

Ich werde den ersten und stilecht den siebzehnten Dezember lesen. Einen Vorgeschmack, nämlich den fünften, gibt es schon hier.

2015-07-13

Lesung bei „Summa in da Stadt“

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Ich habe mich ja nach Ostern als ich zum Büchertausch in den „Read!!ingroom“ gekommen bin, für das „Sommerliteraturfestival“ angemeldet, da ja jetzt schon mehrere Male den ganzen Juli und August, diesmal unter dem Motto „Pack die Badesachen“ ein, läuft.

Auslöser war die Idee der Sommergeschichte über eine Sarah Sommer oder Sandra Winter, eine prekäre Literaturstudentin, die im Haus ihrer Eltern den Sommer verbringt, die mir als Pendant zur „Nika Weihnachtsfrau“ mit der ich mich beim nächsten „Nanowrimo“beschäftigen will.

Und wenn ich da gleich am Anfang lese, kann ich mir eine entsprechende Motivation in meine Sommerfrische mitnehmen, habe ich gedacht und mich für den 13. Juli angemeldet.

Vorher wurde das E-Buch des vorigen Sommerevents „Hundstage“ vorgestellt und da ich nur am Montag und Dienstag im Juli und im August in Wien bin, habe ich mich für den Montag entschieden, wohl wissens, daß das wahrscheinlich kein sehr gut besuchter Lesetag ist, aber in der „Alten Schmiede“ waren an den letzten Montagen auch eine Menge Besucher und, daß sich die Leute für meine Literatur nicht sehr interessieren, ist ein Problem, das ich offenbar nicht lösen kann.

Nachdem ich mich angemeldet habe, habe ich Zweifel bekommen, ob der dreizente Juli wirklich ein so guter Lesetag war, denn in der ersten Sommerfrischenwoche war ja der Bachmannpreis und daher keine besondere Zeit für den Roman zu erwarten, wahrscheinlich wäre Ende August besser gewesen, das Ergebnis meiner Sommerfrischenarbeit zu präsentieren.

Aber  ich bin ja sehr ungeduldig, bin aber mit dem Korrigieren von „Selmas Kopftuch“ trotzdem nicht weitergekommen und als mich die Veranstalter dann nach einem Lesungstitel fragten, ist mir „Sommer am Wasser“ eingefallen, der Blogeintrag, der vor drei Jahren emtstamdem ist, als ich einen Sommertext suchte und meine Radtouren um die Viehofener Seen beschreiben wollte.

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Dann könnte ich noch ein paar Stückchen aus „Tauben füttern“, das auch im Sommer spielt lesen und das „Miranda Schutzengelchen“ präsentieren, das in der vorigen Sommerfrische entstanden ist.

An Material mangelt es nicht, schreibe ich ja viel und auch schon sehr lang und in der letzten Schreibegruppe Anfang Juni ist dann auch der Beginn der Geschichte, bzw. das Einstiegsszenario entstanden.

Da wußte ich schon, daß es eine Sandra Winter wird, die im Haus ihrer Eltern in Harland bei St. Pölten Sommerfrische macht, beziehungsweise den Pfegehelferinnen, die ihre demente Großmutter betreuen, ein wenig auf die Finger schauen soll, während die Eltern auf Weltreise gehen. Und drei Freundinnen, Eleni in Athen, Jelena Majatschuk in Donezk und Fatma Challaki, die von Damaskus nach Wien flüchtet gibt es auch.

Damals sind eineinviertel Seiten entstanden. Ich war stolz darauf und zufrieden, habe es aber liegenlassen und weiter an der Selma korrigiert, die nicht und nicht fertig wurde.

In der letzten Juniwoche entstand dann der Entschluß, trotzdem in der Sommerfrische mit dem Schreiben anfzufangen und das habe ich  vorige Woche, nachdem der Bachmannpreis vorüber war, auch getan.

Zuerst ist mir der Einstieg gar nicht so leicht gefallen, dann habe ich aber geschrieben und geschrieben, zwölf Sezenen und achtunddreißig Seiten gibt es jetzt und so habe ich meine ursprünlichen Lesepläne, die ich am Freitag den Dritten, als ich wegen des Wiedner Hauptstraßenfestes in Wien war,  machte, fallengelassen und am Montag Vormittag vor meinen ersten Stunden, die ersten vier Szenen korrigiert und die Lesezeit, etwa fünfzig Minuten hat mir Gabi Rökl, glaube ich, im April gesagt, abestoppt.

Da wollte ich noch das „Sommer am Wasser“ vorher lesen, dann habe ich mich aber mit den ersten vier Szenen begnügt und die Geschichte auf „De ereignisreichen Sommerelebnisse vier perkärer Literaturstudentinnen- aufgezeichnet von Sandra Winter“ umbenannt. Vorher sollte es „Die ereignisreichen Sommerelebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter“ heißen.

Damit bin ich am Abend in Begleitung von der Linda, die ihren Sommer wieder einmal in Europa verbringt und den Alfred in den „Reading!!room“ gegangen, in dem ich schon zweimal gelesen habe.

Das Haus“ und die „Radiosonate“ habe ich einmal dort vorgestellt und mich dabei sehr bemüht Publikum dorthin zu schleppen, das habe ich diesmal nicht so zwanghaft betrieben, obwohl ich die Zettel des Festiavs, das ich sehr empfehlen kann, weil nach mir  noch Christian Schwetz, Angelika Högn, Neil Y. Tresher, Gabriela Dickie, Burghard Unteregger, Gabi Rökl und Kurt Raubal lesen, in der „Alten Schmiede“ und in dieser Buchhandlung in der Wiedner Hauptstraße aufgelegt habe und ein Besucher am Freitag, als Peter Campa las, wie ich hörte, auch deshalb gekommen ist. Ob das der Rudi war, der mir ja etwas zurückgeben wollte?

Zu mir ist eine Stammbesucherin der der „Alten Schmiede“ und noch ein paar andere gekommen und einen neuen Büchersegen gab es auch, legen doch offenbar sehr viele Leute ihre Verlassenschaften dem „Raum für Alltagskultur vor die Tür“. Mir kann das Recht sein und ein kleines Honorar hat es auch gegeben, unterstützt ja das Kulturbudget Margareten die Veranstaltung. Es war eine schöne Lesung und wahrscheinlich eine schöne Idee mein „Work on Progress“ vorzustellen.

Die ärgsten Fehler habe ich am Montagmorgen ausgebessert, trotzdem weiß ich noch nicht, wie es weitergehen wird, was ja auch ein bißchen von der politischen Entwicklung abhängen wird. Wird Griechenland in der EU bleiben? Werden neue Flüchtlingunterkünfte geschaffen? Es wird ja ein sehr politischer, tagesaktueller Roman.

Spannend, spannend, ein „jungfräuliches“ Werk vorzustellen, sich Ideen und Anregungen zu holen und ich habe auch mein kleines Stadtschreiberbüchlein, das ich auf meine Harlander Ausflüge mitnehme und da immer ein paar Szenenanfänge notiere.

Nachher war ich noch mit der Linda und dem Alfred beim „Wolf“, habe dort Blunznradl mit Rettich gegessen, der Alfred hat sich ein griechisches Joghurt mit Himbeern bestellt, das ohne Himbeeren in meinem Text auch vorkommt, meine zwei Befunde zu Ende geschrieben und nach dem morgigen Praxistag geht es wieder zum Weiterschreiben.

Ein E-Book wirds wahrscheinlich, neben meinem sechunddreißigsten Selbstgemachten, wenn ich richtig rechne, im nächsten Jahr auch geben.

Mehr darüber gibt es hier zu sehen, denn der „Read!!ingroom“ hat, was ich sehr schön finde und mich dafür auch sehr bedanke, einen ausführlichen Bericht über die Lesung geschrieben.

2015-04-08

Postkarte 3 und Büchertausch

Beim ersten „Kreativ Brunch goes Night“ in der Galerie Hinterland in der Krongasse gleich gegenüber habe ich Gabi Rökl vom „Read!!!ingroom“ dem, wie es inzwischen heißt „Raum für Alltagskultur“ in der Anzengrubergasse, eine sehr literarische Adresse, wiedergetroffen, die mich daran erinnert hat, daß ich  noch Bücher bei ihr liegen habe, habe ich ja einmal lang lang ists her im „Read!!!ingroom“ „Das Haus“ und die „Radiosonate“ vorgestellt und die Bücher für den Büchertisch dort liegen lassen, ich soll sie mir abholen hat sie  gesagt oder für den „Büchertausch“ zur Verfügung stellen, denn es gibt im Raum für Alltagskultur seit einigen Jahren „ein wohlgefülltes Bücherregal“ und jeden ersten und dritten Dienstag von achtzehn bis zwanzig Uhr, einen Jour fix, wo man Bücher tauschen kann. In den „Reading!!!room“ bin ich beim Osterspaziergang durch den fünften 2009, glaube ich, das erste Mal gekommen, als dort Station gemacht wurde, dann hat Gabi Rökl das Literaturprogramm beim ersten Margaretner Fest für Kunst und Kultur“ organisiert und mich eingeladen, meine Bücher bei ihr vorzustellen, was ich im September dann auch machte. Ein rühriger kleiner Raum für Alltagskultur von Thierry  Elsen, Neil Y Tresher, Gabi Rökl, etc gegründet oder organisert, den es seit 2002, wie ich der  Website entnahm, gibt, wo Lesungen und literarische Spaziergänge durch den Bezirk und inzwischen glaube ich, auch anderswo veranstaltet werden. In einem Sommer war ich da und habe Günther Vallaster, Manuel Kurt und Helga Pregelsbauer gehört, die inzwischen in die GAV aufgehommen wurden, bei einem Spaziergang bin ich mitgegangen, Peter Campa, das literarische Original, von dem ich die „Zweite Reise“ gelesen habe, liest hier regelmäßig, Kurt Raubal und und… Ich bin schon länger nicht mehr dort gewesen, aber ein Büchertausch interessiert mich, die regelmäßige Frequentiererin der offenen Bücherschränke natürlich sehr und wenn ich mir meine Bücher schon nicht abholen will, so will ich sie wenigstens tauschen, habe ich gedacht und dann ist es sich für die nächsten Dienstage nicht ausgegangen, weil immer ein Programm, was mich mehr verlockte, ich glaube, in der „Gesellschaft für Literatur“ ist es gewesen, aber am Dienstag nach Ostern war es soweit, da gibt es noch nicht so viel Programm und die Website habe ich mir inzwischen auch angesehen und bin auf Interessantes gestoßen, so gibt es, was ich ja auch irgendwie betreibe, immer interessante Geschichten zu den Bücherfunden, denn der „Reading!!!room“ scheint in der Nachbarschaft n sehr bekannt, so daß immer mehr Leute ihr nicht mehr Gebrachtes entsorgen, eine Französischlehrerin, beispielsweise ihre alten Französischbücher und dann machten sich die Sherlockes Holmes von der Anzengrubergasse aufgrund von beigelegten Kuverts auf ihre Spur. Geschichten, die mich faszinieren und eine Postkartenaktion bzw. Wettbewerb gibt es auch, da hat Kurt Raubal, der engagierte Lesetheateraufführer, einmal gewonnen und jetzt Christian Schwetz, mit dem ich fast verwandt ist, ist der doch der Sohn vom zweiten Ehemann meiner Cousine Irmi und sie erzählt mir immer, wenn ich sie besuche, von seinen literarischen Aktivitäten, den ersten Preis für die dritte Postkarte gewonnen „minimal to do -haiku- ein und ausatmen-etwas essen und trinken-einen text“ schreiben, mit zwei Kugelschreibern und einigen Sushis schön garantiert und einen „Call  for papers – Summer in der Stadt gibt es auch“, wo man im Sommer lesen, bzw. seine Texte für eine Anthologie zur Verfügung stellen kann und das ist etwas, was mich interessiert, habe ich doch gerade die Idee geboren, in der Sommerfrische, da ich da ja wahrscheinlich mit der „Bibliophilin“ fertig bin, einen Text von einer Sarah oder Sandra Sommer zu schreiben, die ihren Sommer in der Einöde von Phyra, St. Georgen oder Wilhelmsburg verbringt und sich dabei in die Krisengebiete von Griechenland, Spanien, Damaskus etc surft. Also kann ich mich gleich für eine Lesung anmelden, habe ich gedacht, nachdem ich nach meiner letzten Stunde hinmarschiert bin und gleich bei der Kreuzung Wiedner Hauptstraüe Nikolsdorfergasse, Kurt Raubal begegnete, der auch hinmarschierte Maria Gorniekiwiecz, ist glaube ich schon von dort gekommen, Franziska Scherz war da, die ich, das ist noch länger her, beim Arbeitskreis schreibender Frauen, kennenlernte, ich stellte mich Christian Schwetz vor, der auch ein Stammleser des „Reading!!Room“ zu sein scheint, trank ein Glas Rotwein, machte mich dann über die Regale her, die wirklich gut gefüllt waren, scheint es doch in Wien und anderswo, wirklichen einen Bücherüberschuß zu geben, viele Krimis, ich glaube die ganzen Donna Leons waren aufgereiht, aber auch das Strigl- Polt-Heinzl Buch „Im Keller über  die österreichische Literatur nach 1945,  ein paar Gedichtbännde aus der „Edition Roesner“, denn es gibt ein eigenes Österreich Regal, mit Literatur von Manfred Chobot, etc. Dann habe ich mich für den 13. Juli um 19.30 für die „Summa Lesung – Pack die Badesachen ein“ angemeldet, Kurt Raubal und Christian Schwetz folgten, so daß das Programm bis dahin dicht sein wird und ein „Preislesen“ Ende April“ wird es auch geben. Da setzt man fünf Euro ein und wenn man gewinnt, bekommt man die ganze Kassa, da hat sich, glaube ich, auch Franziska Scherz angemeldet und will ihre älteren Sachen lesen und es gab dann noch ein sehr interessantes Gespräch über Literatur, denn Gertraud Klemm, der Shooting Star der Literatur hat da schon einmal gelesen und die Veranstalter waren auch schon mal in Amerika und haben dort Daniel Kehlmann lesen gehört und berichteten von den freien Spenden, die dort in den Buchhandlungen verlangt und erwartet werden, die gibt es im „Read!!ingroom“ inzwischen auch, sonst kann man seine Projekte dort aber unverbindlich anmelden, denn der Raum für Alltagskultur ist offen für vieles und ich konnte gleich von meiner nächsten Lesung bei den Wohnpartnern im „Reumannhof“ berichten, wo ich heute mit Willi Heimlich fixiert habe, die „Taubenszene“ aus der „Absturzgefahr und das „Gruftiemädel“ zu lesen und dort wird es auch ein Bücherregal zum Büchertausch geben, das am 23. April zum Tag des Buches von der Bezirksvorsteherin eröffnet werden wird und Friederike Mayröcker wird, das konnte ich auch berichten, am 3. Juni Ehrenbürgerin der Stadt Wien werden und da die erst vierte Frau, neben hundertzweiundsechzig Männern, wie Christel Fallenstein recherchierte. Man sieht also der fünfte Bezirk hat literarische viel zu bieten und neben der Hochkultur gibt es erstaunliche Inititativen die den literarischen Alltag repräsentieren, der wie die Veranstalter meinen, auch seinen Raum und seine Stimme haben soll, auch wenn es kaum Subventionen unf Förderungen dafür gibt. Von dieser Lesung und vom lieben Rudi haben wir auch gesprochen.

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