Literaturgefluester

2017-09-02

In die Herbstarbeit

Der Herbst hat zwar noch nicht begonnen, aber der September und da gibts ja am Wochenende traditonell vor Schulbeginn, das Volksstimmefest im Prater, wo ich lesen werden und deshalb sind wir am Donnerstag nicht mehr nach Harland gefahren, sondern in Wien geblieben.

O Töne gab es auch nicht mehr. So waren wir am Rathausplatz bei einem Konzert des ebenfalls schon verstorbenenen George Michael aus London und am Freitag ging es, nachdem ich die Abfrechnung schon gestern machte, ans Fensterputzen.

Meine Leser wissen, das ist das Ritual zwischen dem Alten und Neuen und da habe ich ja letzten Donnerstag bevor ich zu den letzten O Tönen gegangen bin, die Korrekturen von „Besser später als nie“ beendet, das Manu an den Alfred geschickt, den Beschreibungstext geschrieben. Das Cover wird diesmal eine Pizza sein, die der Alfred ja oft von einer Pizzeria aus der Kettenbrückengasse bringt und nein, es ist nicht die, in der ich immer die ältere Frau sitzen sehe, wenn ich von der „Alten Schmiede“ oder der „Gesellschaft für Literatur“ nach Hause gehe.

Jetzt geht es also an das „Morgen“, ab ersten September und eigentlich wollte ich den Blogroman über die unsichtbare Frau, die versucht auf friedlichen Wege, die Weltansichten der Herren Putin, Trump etcetera, etwas zurechtzurücken, im November beim „Nanowrimo“ schreiben.

Was mache ich also? Wieder zwei Monate warten, durch die Stadt streunen und Ideen sammeln, um dann vielleicht am einunddreißigsten Oktober wieder festzustellen, daß ich eigentlich schon allles habe und jetzt einen „Korrigier-Nano“ machen könnte?

Wahrscheinlich nicht, wahrscheinlich werde ich die Fenster putzen, beziehungsweise ist das wahrscheinlich schon getan, wenn dieser Post erscheint, ich bin ja eine Vorausschreiberin und dann Notizen sammeln. Überlegen, was ich eigentlich schreiben will und da gibt es ja mehrere Ansätze.

Die Slavica Jagoda und die Lily Schmidt, die wir schon aus „Besser spät als nie“ kennen, können in New York den Blogroman über die unsichtbare Frau schreiben und in die Welt schicken.

Aber die könnte ja auch ihre eigene Stimme haben und sie könnte eine erfolglose Autorin sein, die ihre Aktionen ins Netz verlegt, eine Amanda irgendwas, den entsprechen klingenden Namen müßte ich mir erst suchen und, daß da der Exverleger Moritz Lichtenstern auf ihre Spur kommt, ist eigentlich schon ein alter Hut, den man schon in der Anna findet, da heißt der Verleger zwar anders und die Autorin schreibt über ihre Großmutter und über keine unsichtbare Frau, aber wie sagte schon der alte Heimito, man schreibt immer den selben Roman sein Leben lang.

Ein wenig abwandeln könnte man das neue Work in Progress aber schon, also wird die Amanda, ich nenne sie mal so vielleicht auf einen Don Quijote  von rechts nach links treffen und sich mit ihm duellieren.

Die entsprechenden Vorerfahrungen, habe ich da ja in den letzten Monaten vielleicht schon gemacht, während sie versucht die Welt zu retten, in dem sie nachts Donald Trump und Wladimir Putin erscheint und ihnen sanft ins Gewissen redet.

Aber eigentlich könnte ich  auch vom österreichischen Wahlkampf schreiben und die Amanda mit Sebastian Kurz streiten lassen.

Mal sehen, meine Ideen sind, wie man merken kann, noch recht vage und unausgegoren. Vielleicht auch, weil ich noch nicht wirklich weiß, ob ich mich da jetzt hineinsteigern und darauflosschreiben soll, um dann im November nicht recht zu wissen, wie ich es mit dem „Nanowrimo“ mache.

Der im Vorjahr ist ja auch ausgefallen, weil ich da, glaube ich mit meiner „Kroatiengeschichte“  beschäftigt war.

Ein wenig Materialsuche wäre also wahrscheinlich doch sehr brauchbar und dann habe ich  vor einiger Zeit im Schrank ein Buch gefunden, das sich mit Blogs beschäftigt. Das habe ich auf meine Leseliste gesetzt und gedacht, das nehme ich als Vorbereitungslektüre, aber jetzt bin ich ja mit meinem Buchpreislesen, das sich ja bald verdoppeln wird, sehr beschäftigt.

Da lese ich gerade Buch sieben, nämlich das im „Ullstein Verlag“ erschienene des Robert Prossers und staune, wie sehr der auf einmal realistisch schreibt, habe noch ein PDF in meinem Kasten, fünf Bücher im Badezimmer und zwei oder drei sollten eigentlich noch kommen, der Rest ist Schweigen oder liegt in meinem Bücherregal der „Netgalley“ und ich kann sie nicht öffnen.

Also lesen, lesen, damit die Verlage nicht Wochen auf meine Besprechungen warten müßen. Da komme ich vielleicht gar nicht so zum Recherchieren, obwohl ich ein paar Recherchetage sicher machen werde, aber wahrscheinlich nicht zwei Monate lang. Da packt mich sicher vorher die Ungeduld, beziehungsweise nehme ich mir diesmal nicht soviel Zeit dafür.

Die Veranstaltungen beginnen jetzt auch allmählich. So gab es am Freitag eine Lesetheaterveranstaltung, am Montag nach dem Volksstimmefest, noch eine Veranstaltung im Weinhaus Sittl und die „Alte Schmiede“ hat mir auch schon das Programm geschickt.

Das sind meine Herbstpläne. Lesen und schreiben neben meiner psychotherapeutischen Arbeit und gespannt sein, wie das mit den Longlisten werden wird, das natürlich auch und der Alfred sollte inzwischen die Korrekturen von „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ einarbeiten, damit ich das nochmals korrigeren kann,  sich „Besser spät als nie“ ansehen und das Coverfoto machen.

 

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2017-04-27

Schreibcamppläne

Am Dienstag bin ich mit dem Korrigieren meines „Bibliotheksgespenstes“ oder „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, wie der Text etwas kryptisch heißt, fertiggeworden.

Ich habe ihn an den Alfred geschickt, damit er ihn druckereifertig machen kann, den Beschreibungstext hat mir ja schon Richard Weihs in einer seiner „Wunschgedicht-Veranstaltung“ geliefert.

Das Foto von der Hauptbücherei, wo sich die Geschichte ja größtenteils abspielt, aber auch beim Mc Donald`s und in verschiedenen Reisebussen auf der Fahrt nach Belgarad, Graz, Linz, Salzburg, Berlin, müssen wir noch machen, aber ich bin frei für meine weiteren Schreibpläne, das habe ich schon unlängst ein bißchen konzipiert, jetzt kann ich es genauer konkretisieren.

Zuerst kommen da ja immer meine Rituale, das heißt das Fensterputzen, das werde ich nächste Woche machen, da sich das Monat ja dem Ende neigt und ich nach meinen Vormittagsstunden meine Abrechung machen muß.

Nächste Woche vielleicht und da kann ich am Freitag vielleicht schon auf Recherche gehen oder das „Literaturgeflüster“ ein bißchen feiern, was ich mir ja auch vorgenommen habe.

Dann gibts eine Unterbrechung, nämlich die Radfahrt um den Bodensee, die wir der Ruth zum siebzigsten Geburtstag schenken, beziehungsweise mit ihr machen. Dann kommt noch eine Woche und dann ideal für Schreibpläne geeignet eine Strohwitwenzeit, da da der Alfred mit dem Karli ja nach Amerika fliegt.

Aber was mache ich da und, wie gehe ich es an zu dem Stoff für mein neues Buch zu kommen?

Das habe ich mich schon gefragt und ein bißchen konkreter ist es jetzt auch schon, denn da gibt es wieder eine Zwillingsschwesternidee, die man ja auch mit den literarischen Blogs oder dem Leben im Netz verbinden kann, wenn es, wie ich mich wieder leicht spolern möchtem mit dem Leben in der Bibliothek schon nichts geworden ist.

Daß ich mich nach über vierzig jahren erfolglosen Schreiben, ein wenig ausgeschrieben fühle, habe ich auch schon mehrmals erähnt. Nicht schon wieder über eine depressive Frau schreiben, vier bis sevchs Wochen lang, dann drei Monate korrigeren, dann erscheint wieder drei Monate später das Buch und das war es dann?

Nein oder ja, das heißt sehr viel scheine ich dagegen nicht machen zu können oder doch vielleicht.

Vielleicht wirklich einmal zu Recherche oder Studienzwecke eine längere Auszeit nehmen und wieder eine Schreibwerkstatt bei mir selber machen.

Ganz allein brauche ich aber diesmal da nicht zu sein, hat doch Annika Bühnemann, deren Blog und vor allem ihre Twitter und Videoaktivitäten ich seit einem Jahr sehr intensiv verfolge, eine idee geboren, die zufälligerweise ganz genau passend ist.

Will sie ja im Juni zu einer Challenge aufzrufen, wo man zehn Geschichten in einem Monat schreiben soll.

Bis Juni ist zwar noch ein bißchen Zeit, weil wir erst April haben, sie gibt auf ihrer Twitterseite aber schon Anregungen, schreibt, daß man eine spannende Szene über das Putzen oder eine darüber, wie einer seiner Sucht nicht nachgehen kann, schreiben soll.

Ideen, die sich aufgreifen lassen und dann hätte ich schon zwei Geschichten.

Also zuerst die Fenster putzen und da fällt mir auf, da hätte ich schon Geschichte eins und könnte daraus etwas machen und dann das habe ich mir jetzt auch fix vorgenommen, werde ich zuerst für Recherche-oder Studienzwecke, das „Blogbuster-Leseprobenbuch“ lesen und darüber schreiben und dann entweder hinaus, durch die Stadt fahren, für mein Romanprojekt recherchieren oder die zehn Geschichten schreiben, die ich ja schon ab Mai in meinen Blog einstellen kann.

Da habe ich mir ja auch schon vorgenommen, die vielleicht auch mit oder über meine Romanfiguren zu schreiben, die Fritzi Jelinek ist ja Schreibtrainerin oder Literaturcoachin, wie das jetzt so schön heißt, von der könnte ich mich beraten lasse oder über sie schreiben, über den Psychiater Theo Hardenberg vielleicht auch noch einmal, beziehungsweise über die Lisbeth Hahnenpichler, die einsame Ex-Bibliothekarin und und….

Dazwischen zu Hause bleiben, meine eigenen Bücher wiederlesen, in den ungelesenen Sub-Stapeln schmökern, mich selbst ein wenig beweihräuchern, weil das ja sonst keiner tut und als ich das vor cirka einem Monat schon so geschrieben habe, hat mich die Ruth angerufen, die ja meinen Blog zu lesen scheint und hat mir angeboten meine Strohwitwenzeit ein wenig zu versüßen und mit mir zu den öffentlichen Kunstwerken, die in Wien überall ausgestellt sind, hinzupilgern, denn darüber kann man ja auch herrlich schreiben und zu zweit geht das sicher noch mal besser.

Also viele Pläöne für meine Strohwitwenzeit oder meinem Weg bis zum nächsten Projekt, mit dem ich hoffentlich ein bißchen Aufmerksamkeit bekomme.

Denn daran scheint es bei mir ja zu hapern und daran habe ich auch gedacht, als ich mir Montag den Podcast des Literaturcafes, auch ein Ideenspender, anhörte, denn da hat Wolfgang Tischer gemeinsam mit Klaudia Zotzmann, am Sonntag in Wien zum „Tag des Buches“ ein Selfpublisherseminar vertanstaltet und sich mit ihr über eine Stunde darüber unterhalten und das ist ja auch sehr interessant.

Diese Kluft zwischen den Selbfpublishern und den sogenannten Verlagsautoren, eine die es noch gar nicht so lange gibt, denn bis vor kurzem waren sie Selfpublisher sowieso pfui und das letzte, wurden „Eigenverlag“ genannt, sind von den Zuschußverlagen ausgenützt und dann noch verlacht worden, dann hat ihnen der „böse Amazon“ die Tore weit geöffnet und seither wachsen, wie ich ja immer so schön schreibe, die „Selfpublisherseminare“, wie die Schwammerln aus dem Boden. Es gibt „Vom Schreiben leben-Seiten“ und eine Unzahl von Tips für Schreibfreudige, von denen mir die meisten, wie ich daraufgekommen bin, auch nicht viel weiterhelfen.

„Kein Wunder!“, ätzte da mein Kritiker, der inzwischen aber ganz friedlich ist und selber bloggt und schreibt, „wenn man nicht schreiben kann, nützen die nichts!“

Aber ich war ja gestern auch auf einer Podiumdsdiskussion wo es um das Schreiben in Niederösterreich gegangen ist und da wurden ja Ideen zur Verbesserung der Autorenwelt gesammelt.

Da ging es zwar um die Literaturförderung und davon sind die Selfpublisher wahrscheinlich auch ausgeschlossen, aber Tobias Nazemi, der „Blogbuster-Erfinder“, hat zum „Tag des Buches“ davon geschrieben, daß inzwischen schon mehr Leute schreiben, als lesen und das scheint nicht ganz übertrieben zu sein.

Ich finde das ja schön, nur schade, daß ich nicht die von mir gewünschte Aufmerksamkeit finde und noch mehr schade, daß sich manchmal Leute über mich und mein Schreiben, über das ich ja sehr ehrlich und offen berichte, lustig machen und das sollte eigentlich nicht sein.

Ich werde es aber nicht lassen und werde jetzt, wenn ich es schaffe, ein sogenanntes „Schreibecamp“ einlegen, Recherchieren, Szenen schreiben, das Eigene wieder lesen, um zu sehen, wo ich anknüpfen kann und diesen Artikel habe ich jetzt eingeschoben, weil es wieder Neugikeiten gibt und auch damit mein „Dreitausender-Artikel“ den ich schon vorbereitet habe und auf den ich auch schon hinweisen kann,  nicht zu früh erscheint, denn, ihr könnt euch schon freuen, Freunde und auch Kritiker, das „Literaturgeflüster“ gibt es schon fast neun Jahre und da habe ich jetzt schon fast dreitausendmal über mich und mein erfolgloses Schreiben, aber auch über meine Schreibpläne, die Bücher die ich lese,  die Veranstaltungen, die ich besuche, etcetera, etcetera, geschrieben.

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