Literaturgefluester

2021-06-21

Sommerliche Corona-Text-Recherche

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 21:16
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Nach dem „Bachmann-Lesen“,das mich ja in den letzten Tagen sehr beschäftigte,kommt wieder ein Schreibbericht bezüglich meines neuen Projekts, das wahrscheinlich „Wo wir waren-Hundert Seiten Depression“ heißen wird, das was soll ich sagen, einmal gut, geht und dann wieder nicht, wo ich anstehe, denke, ich kann es nicht und bringe es nicht fertig jeden meiner drei Handlungsstränge in Schwung zu bringen.Und da ich ja nicht viel Ansporn habe,muß ich alleine weiterkämpfen, tue es auch, werde mein höchstwahrscheinlich dreiundfünffzigstes selbstgemachtes Buch zu Ende bringen in den Blog stellen und das wars dann auch und das ist wahrscheinlich ein wenig frustrierend. Trotzdem weiß ich, daß ich das Schreiben wahrscheinlich nie aufgeben werde, schon zweiundfünfzig literarische Bücher habe, einundfünfzig selbstgemacht.

Aber zurück zum Schreiben und zu meinen neuen Buchprojekt, da habe ich ja schon in den Sommerplänen einiges darüber geschrieben, inzwischen gibt es dreiunddreißig Szenen 15754 Worte und dreizehnszenen und es ist eine drei Strang eine Großmutter-Sohn-Enkeltochter Geschichte, die ich mir ein bißchen vom Mieze Medusa abgekupfert habe, die meinte, daß es in der Literatur nur wenig ältere Frauen gibt.

Lore, die Großmutter ist siebzig, also etwas älter als ich und eine alte Feministin, der Sohn ist fünfzig, Journalist und wurde von seiner Zeitung entlassen, weil er zu Corona kritisch war und auf einer diesbezüglichen Demo war. Man sieht, ich kann das nicht lassen. Die Enkeltochter ist eine sogenannte Corona-Maturantin zieht nach dieser von Weitra, wo sie bisher bei der Großmutter lebte, wieder nach Wien zum Vater zurück und erfährt da von seiner Nachbarin, daß ihr das Jugendamt ihr neugeborenes Kind weggenommen hat.

Der Dritte, der Amelia Strang ist bis jetzt am Flüßigsten. Die Nachbarin bittet Amelia mit ins Besuchscafe zu gehen, dann rastet sie aus, rennt weg, Amelia geht der Pflegemutter mit dem Baby nach und wird dessen Babysitterin. Also wohl genügend Spannung ,wenn mir gelingt damit richtig umzugehen, aber was mach ich mit den beiden anderen Figuren, wo die eine ja ihre Memoiren zu hundert Seiten Depression und der Sohn seine Dokumentation zu fünfhundert Tage Corona- Wahnsinnn, Gesundheitsdiktatur oder Verschwörungstheorien aufschreiben will.

Das floß mir bisher nicht so flott von der Hand und da dachte ich bis gestern, ich kann es nicht, bin damit schon wieder zu Ende, schreibe die Jugendamtsgeschichte fertig. Die Nachbarin bekommt ihr Knd zurück,beschließt doch nicht Gender zu studieren, sondern Sozialarbeitin zu werden, um künftig solche Fälle zu verhindern und kann sich dann mit Vater und Oma bei irgendweiner Buchpräsentation treffen, wenn Corona wieder vorüber ist und beide Bücher vorgestellt werden. Der Vater ist rehablitert, wird wieder angestellt, die Großmutter har ihr Leben mit ihren Memoiren erfolgreich beendet und das Ganze hat vierzig bis fünfzig Seiten, ist also eine eher kurze Kurzgeschichte, was ja nichts macht weils ohnehin keiner bemerkt.

Achtung Ironie, so soll es selbstverständlich nicht werden und ich habe schon die Fäden gespannt, um weiterzuerzählen, aber wenn ich etwas in den fast fünzig Jahren meines erfolglosen Schreibens gelernt habe, dann das in zwei Wochen kann man keinen Roman schreiben. Also stattdessen „Mensch ärgere dich nicht!“, spielen und immer wenn man hinausgeflogen ist, wieder von vorne anfangen, bis man alle Steine im Stall hat und das Buch dick und rund geworden ist und die Handlung stimmt und das ist ja noch etwas, was ich in dem Sommertext aber auch schon früher geschrieben habe, immer wenn ich mit einem Text fertig bin, beginne ich die Fenster zu putzen und ziehe in der Stadt herum, um Recherchen für das Neue zu sammeln, aber wie macht man das in Corona-Zeiten, wo man bis Ostern ja um acht oder überhaupt den ganzen Tag zu Hause sein und im Schlimmsten Fall, der Polizei beweisen mußte, warum man gerade kurz auf der Bank oder Luftschnappen war und da ich ja keine Maske tragen will, kann ich auch nicht zum Mc Donalds gehen und mir einen Cheeseburger kaufen, wie ich das früher immer machte./2021/05/24/gesund-frei-widerstandig/

Dann bin ich aber vor zwei Wochen, sowohl mit dem dritten Corona-Buch fertig geworden, das inzwischen auch schon von der Druckerei gekommen ist und mit dem Korrigieren meine Corona-Texte auch, da bin ich mir zwar nicht sicher, ob da nicht vielleicht noch neue hinzukommen, etwa wenn die Deltavarinate kommt und man dann doch im Juli die Maske nicht fallen darf, obwohl es ja nur mehr hundert tägliche Infizierte gibt.

Aber an dem Wochenende nachdem ich fertig geworden bin, bin ich auch zwar ohne meinem Notizbuch hinausgekommen, war bei einer Anti-Impfung-Demo, da hatte ich, glaube ich, das Buch mit, dann noch bei einem Flaschmob am Platz der Menschnrechte, wo die jungen Neos mit Busenhalter und Regenbogenfahnen herumfuhren, habe dort einen „Hugo“ getrunken und am nächsten Tag war ich noch am Karlsplatz, weil da die Polizei zwei Tage vorher gegen die Jugendlichen aufgetreten ist, die dort Musik hörten und das wäre ja auch etwas für meine Amelia.

Dann habe ich das Rechercheprojekt aber nicht mehr weiter verfolgt, weil geschrieben und geschrieben und letzten Montag in Harland war ich dann soweit, daß ich dachte, ich kann es doch nicht, ich bin schon ausgeschrieben und es wird wohl nichts.

Dann kam der „Bachmann-Preis“,der mich diesbezüglich wieder etwas inspirierte und ich habe viel daraus gelernt und heute ist der /literaturgefluester.wordpress.com/blogwart/Alfred mit seiner Wandergruppe zur Preintalerhütte aufgebrochen. ich nicht mit wegen den drei Gs, die braucht man dort zwar angeblich nicht, ist aber doch nicht so sicher, daß nicht irgendein Wirt sagt, zeig mal her, so hat sich der Alfred heute morgen testen lassen, wie er das nach zwei Tagen macht, ist unklar aber vielleicht liegen in der Hütte Selbsttest auf.

Ich teilte mir am Montag keine Stundern ein, weil der Alfred, wenn er auf den Berg wandert, ja nicht wie ausgemacht auf das Baby aufpassen kann, weil die Anna wieder arbeiten ist. Dann rief die Anna an und sagte, sie hat doch jemanden in Harland, so daß das Baby nicht nach Wien fahren muß und ich dachte, wenn ich schon nicht weiterschreiben kann, dann gehe ich recherchieren und schaue, ob ich für den Richard etwas zusammenbringe, denn der hat ja, nachdem er entlassen wurde, sein Onlineportal aufgebaut und wollte den Gesundheitsminister interviewen und da hörte ich kürztlich, ein Interview zur Impfpflicht für die Kinder und was man macht wenn sich doch nicht fünfundachtzig Prozent impfen lassen? Wie bringt man sie dazu? Mit Zwang natürlich., Man schafft das Test-G, das man erst erzwungen hat, ab oder sagt, kostet dreißig oder fünzig Euro jeden zweiten Tag oder du bleibst zu Hause und dein Arbeitesgeber kann auch von dir verlangen, daß du dich impfen läßt. Ansonsten sind alle schäbig, die das nicht für die anderen tun und Nebenwirkungen gibt es nicht oder sind vernachläßigbar und im Herbst werden auch die Kinder geimpft sein müßen und wenn nicht, kommt das Jugendamt, weil es ja Schulpflicht gibt.

Gibt es nicht füge ich an, bis Ende juli kann man sein Kind für den häuslichen Unterricht anmelden. Aber das schaffen wohl nicht alle und ist wahrscheinlich auch nicht für alle gut, weil da wirklich Bildungsdefizite entstehen könnten.

Da habe ich übrigens, als ich von meinem Rechercvhetag früher als erwartet, wegen der Hitze, die mich ziemlich niedergeprackt hat, auf einer Parkband Halt machte, um mir den Schweißp abzuwischen, habe ich ein Pickerl gesehen: Zwei Hamster oder wahrscheinlich Kaninchen, weil Ex-Miniser Kickl ja sehr gerügt wurde, als er sagte, die, die sich impfen lassen, sind Versuchskaninchen, sind sie nicht, weil sie Menschen sind, aber schon, weil die Impfung ja erst ihre Wirkung oderNervebenwirkung beweisen muß und das kann man wohl erst nach einigen Jahren feststellen, wie gut sie gewirkt hat.

Also zwei Kaninchen, fragte eines das andere „Läßt du dich stechen?“- „Ich warte erst die Ergebnisse der Menschenversuche ab!“, antwortet das andere.

Das ist also etwas, womit der Richard arbeiten konnte und ich habe auf meinen Recherchegang auch etwas interessantes bei einem Friseur gesehen, der die ganzen Anweisungen an seiner Tür hängen hatte.

„Kommen Sie nur, wenn Sie gesund sind, setzen Sie die FFP2-Maske auf, zeigen Sie die drei Gs, es gibt keine Getränke und folgen Sie den Anweisungen des Friseurs!“

Das klingt sehr martialisch und ist wahrscheinlich,das was mich stört,, so daß ich wahrscheinlich beim Selberschneiden bleibe. Auch das kann der Richard verwenden und sich vielleicht eine Haarschneidemaschine kaufen.

Nun aber zu meinen Rechercehtag,in der ärgsten Hitze, aber es gibt keine Maskenpflicht im Freien mehr.Ich kann zwar nicht zum Mc Donalds gehen, aber beim Würstlstand oder beim „Nodrsee“ kann man sich beim Buffet was kaufen und das dann, glaube ich, auch fünfzehn Minuten essen, ohne sich fünfzig Meter weiter zu begeben.

Also bin ich mit meinen Notizbüchern zuerst zu den Bücherschränken aufgebrochen. Beim „Wortschatz“ gab es nichts. Dann bin ich zu dem in der Stiftgasse, wo die Christa Stippinger ihre Bücher hineinlegt und da fand ich, o Glück,was mir ja leider abging, die „Exilpreis-Anthologie“ von 2020 und einen kleinen Park gibt es da auch. Also setzte ich mich mit meinen Notizüchern und meinen Funden zum Kinderspielplatz. Ein kleiner Bub hüpfte da, unterstützt von seinem Vater herum. Dann kam die Mutter mit dem Kinderwagen. Von der gegenüberliegenden Volksschule zogen die Kinder vorbei. Ein Vater holte seine Tochter ab und war dann auch kurz am Spielplatz. Ein Mann telefonierte, eine Frau führte ihren kleien Hund herum, alle sehr luftig angezogen und ich schrieb und schrieb. Konzipierte die nächste Richard und die nächste Lore Szene, wo es um Gendern und die korrekte Sprache gehen wird und natürlich auch, um Paula, Amelias Mutter, die sich sechs Wochen nach der Geburt, Leben nahm, so daß Melia von der feministischen Großmutter aufgezogen wurde.

Dann kam eine Kindergruppe, das Amerlinghaus ist ja nebenan und „Das ist unser Park!“, erklärte mir die Betreuerin und der Schrank der „Edition Exil“,die ja auch im Amerlinghaus angesiedelt ist oder war, ist auch da. Die Kindergärtnin sang dann noch „Näher mein Gott zu dir!““ und fragte die Kollgin ,ob sie gläubig sei? Während sich die Kinder ausgezogen hatten und unter dem Hydranten ein Schaffel aufgestellt hatten. Also alles sehr idyllisch und kann ich vielleicht fürdie nächste Amelia- Szene brauchen. Denn da trifft sich die Amelia ja mit der Jenny mit der Ricki im Park und versucht ihre acht Tage alte Tochter zu stillen, während vielleicht eine Kindergruppe herum planscht und dieKindergärtnerin singt .

Also hätte die Recherchetag etwas gebracht. Als ich mich etwas deplaziert fühlte, ich hatte ja kein Kind dabei und meine Sachen einpackte, sagte die Kindergärtnerin „ist es Ihnen zu laut?“ und erklärte mir das vom Amerlinghaus und ich ging in die Zieglergasse, an einer Apotheke mit einem total vermummten Tester vorbei. Da fand ich auch etwas. Hatte also eine volle Tasche. Es war schon Mittag, sehr heiß und die mitgebrachte Wasserflasche halb leer. Also etwas essen gehen.Zur „Nordsee“, auf der Mariahilferstraße wares näher als zur Kärtnerstraße und beim Golfplatz am Platz der Menschenrechte kann ich eunen „Hugo“ trinken. Das habe ich mit dem Alfred schon gemacht und vor einem Jahr,als es wieder hinausging und ich dem Baby etwas in dem schönen Kinderspielgeschäft kaufte, kann ich jetzt noch nicht, war ich auch bei der „Nordsee“ und es war sehr heiß und ich habe mir ein Backfischmenu gekauft. Diesmal habe ich eine mittlere Portion Fish und Chips genommen.

„Wollen sie einen Garnelenspieß dazu!“, fragte die Verkäuferin und ein Zehner war schon weg. Aber jetzt habe ich lange nichts ausgegeben. Dann kaufte ich mir noch eine Kugel Zitroneneis, setzte mich mit dem „Hugo“ ins Museumsquartier, schrieb weiter und dachte, will ich jetzt wirklich noch zum Donaukanal, um um sechs rechtzeitig für das „Dichtfest“ zu Hause zu sein?

Zu heiß, ich kann ja jetzt die nächsten Szenen schreiben und am Mittwoch nach der sechs Uhr Stunde kann ich noch auf den Karlsplatz und an den Donaukanal schauen und einen „Hugo“ trinken, denn dorthin geht die Amelia auch ganz gern.

2018-08-31

Sightseeing- Shopping und Recherchetag

Ich habe ja, wie meine Leser wahrscheinlich wissen, für mein Schreiben bestimmte Rutiale und das gilt besonders für den Beginn.

Wenn ich etwas beendet habe und was Neues beginne, putze ich die Fenster, dann hole ich mein Notizbuch heraus, erstelle Charakterbögen oder gehe durch die Stadt spazieren, um Idede für die Handlung zu bekommen.

Das trifft für den Beginn für das schon Neue zu, um das Alte abzuschließen und zu feiern, gehe ich auch gerne zum MC Donald einen Cheeseburger kaufen oder mache eine sogenannte Shoppingtour und wenn der Alfred auf China-oder Amerikareise ist, versuche ich mich auch gerne als Wien-Touristin. Das alles um mich zu belohnen oder auch in das nächste Werk hineinzukommen, denn daß die Hemmung und das „Das kann ich nicht!“ oder „Das wird sicher wieder nichts!“, mir öfter einen Streich spielt, darüber habe ich schon geschriebern.

Diesmal hat sich das mit den Ritualen etwas hingezogen, denn eigentlich wollte ich ja im Juni, als der Alfred in den USA war, durch die Stadt flanieren, wie ich es ja im Jahr davor mit der Ruth getan habe und den öffentlichen Raum erforschte.

Aber dann wurde ich nicht und nicht mit dem Korrigieren der „Unsichtbaren Frau“ fertig, habe zwar inzwischen etwas geschoppt und auch ein bißchen das „Literaturgeflüster“ gefeiert.

Aber zum Flanieren wäre ich erst gekommen, als der Alfred schon zurück war und da haben  schon meine Sommerfrischenwochenende begonnen und da bin ich zwar einmal mit dem Rad nach Wilhelmsburg und einmal in den Traisenpark gefahren, aber sehr zum Recherchieren sind diese Orte nicht geeignet.

So habe ich stattdessen mein Konzept erstellt  und auch ein paar Artikel über meine Schreibarbeit verfaßt, über das Zeitmanagement, da ich mir da ein paar diesbezügliche Videos angesehen habe, über die Wichtigkeit des regelmäßigen Schreibens und, wie das die Handlung verändern kann, wenn man es nicht regelmäßig tut.

Das tat ich dann auch nicht, weil ich ja für die Schweiz Reise unterbrochen habe, dann kam auch schon das Buchpreisbloggen und die Bücher stapeln sich im Badezimmer, meinen Handlungsplan habe ich aber wieder aufgenommen, mich zwischen durch ein bißchen mit dem Uli gestritten, ob ich den Schreibmaraton mit lockeren Muttern bestreite, ich denke nicht so sehr, wie er es glaubt, denn zwölf Szenen und cirka fünfzig Seiten sind  inzwischen bei der Magdalena Kirchberg entstanden und ich habe bezüglich Schweizurlaub unterbrochen, aber als ich die Verlage bezüglich des dBps angeschrieben hatte, wieder damit angefangen und weil ich am heutigen Freitag in Wien war, aber keinen Stunden hatte, konnte ich mir die Zeit auch für das Recherchieren, Konsumieren, Wien- Touristin spielen oder was auch immer reservieren und bin am Morgen munter mit dem neuen roten Notizbuch, das mir der Alfred in Genf gekauft hat, losgezogen.

Eine Dreizehnte vielleicht nicht so vollkommene Szene, hatte ich am Donnerstag zwischen dem Abrechnen, den Stunden und vor den O-Tönen noch geschrieben und dabei festgestellt, daß ich nicht wirklich weiß, worüber Magdalena Kirchberg jetzt ihren Roman schreibt und was es mit den drei Personen in dem Auto, die sie an ihren Geburtshelfer, ihre Hebamme, als sie ihre Tochter Magda gerboren hat und den Psychiater, den man ihr schickte, erinnerten, auf sich hat.

Daß, die aber vielleicht doch eine Rolle spielen und der Geschichte vielleicht eine Wende bringen, ist mir vorgeschwebt, als ich am Morgen losgezogen bin und zuerst am Postamt in der Pilgramgasse, die „Volksstimme-Anthologie“ von 2016 und den „Hammer“, den die ich dem Uli versprochen hatte, losschickte.

Dann habe ich mir beim McDonald ein zweites Frühstück besorgt, mich damit in den kleinen Park in der Hofmühlgasse gesetzt und mein Notizbuch hervorgenommen.

Da ist mir klargeworden, daß die Sofia Böhm eine Freundin der Ruth Matuschek ist und ihr bei einem Besuch von den Sorgen erzählt, die sie mit ihrer Tochter Ulla hat. Die ist Sekretärin bei einem FPÖ- Funktionär aber mit einem linken Aktivisten befreundet und ich wußte, wer die drei im Auto waren.

Die Magdalena Kirchberg weiß das noch nicht, ihr wird aber von ihren Nachbarn Momo erzählt, daß der Psychiater Matthes Enck von dem seine Klientin Maria Matuschuk angeblich besucht wird, schon vor fünfzehn Jahren gestorben ist.

Das hilft ihr bei ihrem Roman wahrscheinlich nicht weiter und die Nichte Ruth verhilft ihrer Tante zu experimentellen Ruhm, den die gar nicht will und schmeißt am Schluß ihre selbstgemachten ihre Bücher weg und die Maria vielleicht das experimentelle Buch, während sich Nastasja Stankic klarwerden muß, ob sie eine Beziehung zu dem tätowierten Prostliedsänger Stefan Hager haben will.

Soweit so gut, als Konzept und noch ziemlich unausgegoren, aber darüber kann ich mich ja in zwei Wochen machen, wenn der Alfred wieder mit dem Karli für ein paar Tage verreist, dann mache ich ein ausgedehntes Schreib-, Plotting oder Korrigerretreat und meine Rituale sind beendet,  ich kann mich an das Rohkonzept machen und werde heuer höchstwahrscheinlich nicht beim „Nanowrimo“ mitmachen, weil ich da korrigiere oder schon hundert Seiten habe, aber was weiß man schon so genau?

Der Recherche-Schopping-Tag war dann noch sehr interessant, denn da am Montag die Schule beginnt, habe ich viele Kinder gesehen, die mit ihren Vätern, Müttern oder Omas Schulsachen einkaufen waren. Eine Mami hat ungedudig „Komm schon, Ulla!“, zu ihrer Tochter gesagt und ich habe gewußt, wie Sofia Böhms Tochter heißen wird.

Habe dann ein paar Kosmetikartikel gekauft, weil ich jetzt beim Yves Rocher eine Kundenkarte habe und ein paar Büroartikel, weil mir die Kuverts, die Büroklammern und die Schnellhefter ausgegangen sind.

In einem „Hongkong-Haus“ genannten Billigladen, eine bunte Kette aus echten Steinen, wie angeschrieben stand, um drei Euro, weil ich das liebe Fischkettchen, das ich mir in Split, glaube ich, um die zweihundert Kunar, die ich in Dubrovnik gefunden habe, verloren habe und dann noch in einem tollen Geschäft in das ich schon immer gehen wollte, einen tollen teueren Pullober für den Herbst, den ich gleich anziehen werde, wenn ich demnächst zu einem Film ins Museumsquartier gehen werde.

Im „Haas-Haus“ habe ich dann Bruschetta gegessen und einen Gespritzten getrunken, weil mir der Hugo zu teuer war und die feinen älteren Damen, die sich dort trafen, beobachtet, dann noch einen Cappuchino und ein Croissant in den neuen Cafe, beziehungsweise in dessen Vorgarten, an dem ich immer vorbei gehe, wenn ich in die „Alte Schmiede“ will und dann noch im Stadtpark meinen Mittagschlaf gemacht.

Dabei ist mir  eingefallen, daß ich die dreizehnte Szne noch korrigieren und meine Recherchebeobachtungen bloggen sollte und so habe ich meine Schreibrutuale hiermit beendet und kann munter weiterschreiben und das gelingt bis jetzt eigentlich ganz gut.

2017-09-08

Startertag

Die Sommerfrische ist vorbei, wir sind nach Wien zurückgekommen, die Fenster sind geputzt und am Dienstag in der Schreibgruppe habe ich den Beginn der ersten Szene meiner „Unsichtbaren Frau“ geschrieben.

Da bin ich ja am letzten Sommerfrischendonnerstag mit dem Korrigieren meiner „Fortsetzungsgeschichten“ fertiggeworden und jetzt ab in das neue Projekt?

Da habe ich ja schon geschrieben, daß ich das  eigenlich im November im Zuge des Nanowrimos machen wollte und jetzt ein wenig skeptisch bin, was ich bis dahin machen soll? Wieder Material sammeln, Szenen schreiben oder gleich einsteigen und dann im November vielleicht schon fertig sein und den Nano zum Korrigieren verwenden?

Da habe ich auch geschrieben, daß ich mir diesmal nicht zwei Monate Zeit bis zum Beginn, was ich dann  ohnehin nicht schaffte, nehmen wollte, sondern gleich beginnen. Allerdings bin ich jetzt auch beim doppelten Buchpreislesen und sollte da  auch einiges tun, denn, ich glaube, es liegen an die zehn Buchpreisbücher in meinen Bad und wahrscheinlich nicht sehr viel weniger PDFs und Neuerscheinungen, die aufs Lesen warten.

Aber natürlich will ich beides machen. Am Morgen lesen, dann Praxis und schreiben und am Abend zu Veranstaltungen gehen, die ja auch bald beginnen. So ist ja mein Rhythmus und daran halte ich mich auch.

So habe ich am vorigen Montag, bevor ich ins Weinhaus Sittl zu dem „Joe Berger-Abend“ gegangen bin, mir das graue Notizbuch, das mir der Alfred in Lindau am Bodensee gekauft hat, durchgeschaut und schon ein paar Eintragungen gemacht, beziehungsweise mir die Struktur meines neuen Proekts überlegt.

Das ist ja irgendwie ein Überbleibsel der Forsetzungsgeschichten. Denn dort wollen Lily Schmidt und Slavenka Jagoda ja einen Blogroman über eine unsichtbare Frau schreiben und am Montag ist mir, glaube ich, so ungefähr eingefallen, daß die Amanda Siebenstern heißen wird, acht- oder neunundzwanzig jahre alt ist, vergleichende Literaturwissenschaft studiert hat und jetzt als prekäre Germanistin in einer Ottakringer Zimmer Küche Wohnung wohnt. Sie war ein paar Jahre Lektorin in Segedin, unterrichtet Deutsch als Fremdsprache an der VHS Ottakring und was ja jetzt nicht so klar ist, ist die Frage, wer sind jetzt die Protgagonisten?

Lily und Slavenka in New York oder Amanda in Wien, die sich Nachts mit Donald Trump im weißen Haus trifft oder Sebastian Kurz, beziehungsweise H. C. Strache bei ihrem Wahlkampf begleitet und, daß der Blog von einem amerikanischen Professor an der Standford Uni, namens Jonathan Smith, beobachtet wird, habe ich auch geplant, aber wen beobachtet er, den Blog von Slavenka und Lily oder den der Amanda Siebenstern?

Am Dienstag habe ich,  nachdem klar war, daß das Thema „Muße -Muse“ und nicht unsichtbar war, mit der Slavenka Jagoda begonnen, die Szene dann am Mittwoch, glaube ich, fertig und in meinen Textordner geschrieben. Denn es soll  diesmal kein Blogroman werden und da war dann schon die Idee, die zweite Szene gilt der prekären Literaturwissenschaftlerin Amanda Siebenstern und am Freitag hatte ich keine Stunde.

Also ideal ihn mit einem weiteren Ritual mit dem ich meine neuen Sachen gerne starte, zu beginnen.In Wien herumfahren oder laufen, Recherchen machen, Leute beobachten, plotten, aber auch zm Mc Donalds gehen, einkaufen, shoppen Touristin spielen, das habe ich  im Mai und Juni, als der Alfred in Amerika war, intensiv gemacht.

Diesmal wußte ich nicht so recht, ob ich das wirklich will? War auch etwas unruhig, wegen der Post, denn ich warte  noch auf einige Bücher und habe dann immer Angst, daß sie verloren gehen. Bin aber so um neun losgestartet. Da habe ich noch geglaubt, es gebe um fünf eine Venisage in der „Alten Schmiede“ und geplant, das vielleicht zu kombinieren oder zu dort zu beenden. Dann bin ich daraufgekommen, daß die Vernisage möglicherweise in Budapest stattfindet und dort wollte und konnte ich auch so schnell nicht hin.

Also eine kleine Runde und ich habe da auch meine bevorzugten Wege. Einer wäre sicher eine Bücherkastentour, aber dann schleppe ich nach und nach einen Haufen Bücher mit mir herum und habe dann keine so rechte Lust mehr zum weiterforschen. Die Hauptbücherei und da die Ecke mit den Zeitungen ist auch so ein Ort. Da habe ich schon öfter recherchiert und diesmal brauche ich  auch Material aus Zeitungen.

Wie ist das mit Donald Trumps Plänen, die mekikanischen Einwanderer zweiter Generation zurückzuschicken? Wie mit dem Nordkoreakrieg oder den österreichischen Wahlkampf?

Das läßt sich  nicht so ad hoc herunterschreiben. Amanda geht ins weiße Haus und weckt den Präsideenten auf und diskutiert mit ihm darüber?

So bin ich schnell am Sand oder an der Wand. Also in die Hauptbücherei  Zeitung lesen und zuerst wollte ich das Ganze mit einem Frühstück beim Mc Donalds beginnen, weil ich da ja Gutscheine hatte und ich das auch gern tue. Also in Richtung Kettenbürckengasse und „Wortschatz“ aufgebrochen und da ist mir eingefallen, ich könnte ja, wenn sie schon offen hat, die Buchhandlung in der Margaretenstraße aufsuchen und nach dem Leseprobenbüchlein zum öst Buchpreis fragen.

Die hatten es im letzten Jahr zwar nicht, heuer aber schon und so bin ich etwas später mit einen kleinen Caffe Latte und einem Bacon Toast, der eigentlich eine Flade ist, im Fritz Grünbaum Park gelandet und habe mir meine zweite Szene,  ausgedacht.

Danach Mariahilferstraße und „Thalia“, die Bücher die dort liegen anschauen, sich über die ärgern, die noch nicht gekommen sind und vielleicht auch nicht kommen und sich über die anderen freuen und dabei auch die vorwiegend Kundinnen beobachten. Richtig, für meine unsichtbaren Frau-Geschichte bringt mir das nicht viel. Aber das Ganze ist  offenbar ohnehin ein Startertag. Ein bißchen herumlaufen, schauen und Gutscheine einlösen, bevor es beginnt.

So bin ich  zum Westbahnhof und dann in die Hauptbücherei, wo ich mir diesmal drei Zeitungen nahm. Sonst schreibe ich dort immer nur in mein Notizbuch und ein paar Themen herausgesucht. Da gibt es ja auchzwei Video der  FPÖ „Neulich bei den Hubers“, das die Amanda sehen könnte, nachdem sie von der Volksshochschule nach Hause kommt.

Dann zum offenen Bücherkasten in die Westbahnstraße. Richtig, diesmal wollte ich nur eine kleine Tour und habe dort genausowenig etwas gefunden, wie beim „Wortschatz“

Macht ja nichts, denn ich muß jetzt  ohnehin Buchpreislesen und werde so das „Powerbuch“ in dem es, glaube ich, auch um das Netz und Blogs geht, das ich mal im Schrank gefunden und mir gedacht habe, das könnte ich als Recherchelektüre nehmen, vorerst nicht lesen.

Dann bin ich über das Museumsquartier in die Stadt und dort zu dem japanischen Fastfoodrestaurant in der Rotenturmstraße. Da ich dort, als ich vorige Woche zum Delphintheater und zum Volkstimmefest ging, gesehen habe, es gibt was Ansprechendes  um 4.90 und sich damit an den Donaukanal in die dort bereitstehenden Liegestühle setzen.

Es war ja sehr heiß und schön nur leider hat mich der junge Japaner nicht ganz verstanden, als ich nachdem er die Box mit den Knusperbällchen vollgefüllt hatte, sagte, ich wolle auch noch, wie angeschrieben Reis dazu. Eine Frau hat mir dann auch gebratenen Reis oder Nudeln geben wollen und dann, als ich sie fragte, ob sie keinen weißen Reis hätten, damit eine andere Box ziemlich angefüllt und mir nur oben ein paar der saucenlosen Knusperstücke draufgelegt, so daß das Mahl ziemlich trocken war.

Trotzdem noch einmal Mc Donalds und einen Smoothie Gutschein beim Mc Cafe einlösen. Dort konnte ich den Barrista beobachten, wie er einen Kollegen einschulte und dabei ziemlich wild mit der Schaummilch hantierte, so daß die Theke überall vollgeschüttet war und nicht sehr appetitlich aussah.

Sicher sehr interessant und vielleicht auch einmal einbaubar.

Danach zurück, um meinen Lesern von meiner heutigen Recherche zu erzählen und dann vielleicht mit der zweiten Szene zu beginnen, bevor ich in die Badewanne gehe, um dort Uwe Timms  „Ikarien“ zu  lesen, damit ich möglichst bald wieder zu den deutschen Buchpreisbücher komme und da wurde bereits die Shortlist festgelegt, die am Dienstag verlautbart wird.

Da würde ich mir rein nach dem Mainstreamfeeling Zaimoglu, Bonne, Lüscher, Regner, Schulze und als Quotenfrau Poschmann vorstellen können.

Auf den Blogs höre ich auch immer, daß Franzobel große Chancen hätte und da habe ich inzwischen auch das PDF bekommen.

ich selber habe seit der Bekanntgabe ja nur fünf Bücher gelesen, weil Zaimoglu und Wolf  schon im Frühling gelesen wurde und werde morgen mit Michael Wildenhain weiterlesen, dann kommen  Sven Regner und endlich, worauf ich mich schon freue, Robert Menasses „Hauptstadt“ dran.

Bei „Nach Onkalo“ warte ich  noch immer, ob nicht doch noch  das Buch kommt, bevor ich mich an das PDF mache.

Ich bin gespannt und lese auch bei den offiziellen Bloggern eifrig nach, die jetzt ihre Rezensionen langsam einstellen und schon einiges gelesen habe.

Das hindert vielleicht ein bißchen in den eigenen Roman hineinzukommen, umsomehr, wenn man unwillkürlich denkt, „Wird ohnehin nichts!“, aber das will ich ignorieren und arbeite auch hart daran, in die Sache hineinzukommen. Sei es  im September und Oktober oder erst im November, das ist egal und Material sammeln ist diesmal besonders wichtig.

Da lenkt das Lesen ein wenig ab, stimmt schon, aber dazu passend hat mich die „Schule für Dichtung“ zu einer kostenlosen Webklasse mit Jujlia Rabinowich zum Thema „Wahlkampf“ eingeladen. Das bringt mich vielleicht wieder hinein und mir gleichzeig die kostenlose „Dialogklasse“ für die ich mich angemeldet habe, abgesagt.

Aber macht ja nichts „Ich schreibe trotzdem weiter“, habe ich zurückgeschrieben und das werde ich auch tun.

2017-01-05

Ein windiger Wintertag

Weil ich heute keine Stunden hatte, aber den Tag in Wien verbrachte, habe ich ihn wieder für meine Romanrecherche benützt, denn das mache ich zu Beginn einer neuen Arbeit ja gern.

Außerdem mußte ich aufs Paßamt gehen, denn mein Paß, den ich mir ja das letzte Mal 2007 ausstellen ließ, als wir mit der Ruth mit dem Rad von Ybbs bis Regenburg fahren, verlor am zweiten Jänner seine Gültigkeit und spätestens, wenn wir nach Leipzig fahren, was wir ja wahrscheinlich wieder machen, brauche ich einen neuen, also zuerst auf die Mariahilfertraße zum „Hartlauer“ für Paßfoto, denn das Fotoatelier in der Hofmühlgasse hat es, glaube ich, schon 2007 nicht mehr gegeben, obwohl das Geschäftslokal noch immer leersteht.

Abmelden von der Gumpendorferstraße mußte ich mich auch, denn die Anna hat ja die Wohnung dort, in der sie geboren wurde, schon im November aufgegeben und lebt jetzt mit Freund, Hund und Kegel, im Nachbarhaus in Harland, das der Opa ja gerade 2007 für sie zu bauen begann und worüber ich das Buch „Und trotzdem“ schrieb.

Und worüber wollte ich jetzt bezüglich der wohnungslosen Dorothea Wewerka recherchieren, werden jetzt veilleicht meine Stammleser fragen oder sich daran erinnern, daß ich ja schon vor Weihnachten mit den Recherchieren begonnen habe.

Denn ich bin ja mit der „Kroatiengeschichte“ am  sechzehnten Dezember fertig geworden und dann gleich ein bißchen in die Stadt gelaufen, um mir beim Bücherflohmarkt in der Grünangergasse ein paar Leseexemplare zu kaufen und mit dem Alfred Punsch zu trinken, denn irgendwie wollte ich mich ja auch ein bißchen belohnen, Weihnachten vorfeiern, etcetra, am Dienstag darauf war ich dann beim Friseur und in der Hauptbücherei, wo ich in der Zeitschriftenecke, gleich beim Eingag gesessen bin und mir meine Notizen machte.

Geschrieben hatte ich da noch nichts, außer den eineinhalb Seiten, die in der Dezemberschreibgruppe entstanden sind.

Dann war ich noch beim Flohmarkt im Literaturhaus und habe Bücher nach Hause geschleppt, die ich wahrscheinlich lange nicht lesen werde und am Tag darauf habe ich meine Fenster geputzt.

So beginnen meine Schreibrituale ja immer, dann war Weihnachten schon da und ich in Harland und ich habe geschrieben und geschrieben, neun Szenen, fünfundzwanzig Seiten und drei Handlungsstärnge und noch ein paar Nebenpersonen habe ich  schon und wieder bin ich nicht ganz damit zufireden, wenn ich ja nebenbei Kommentare von meinem Leser Uli beantworte, der immer wieder über mein erfolgloses Schreiben schimpft und ich bin ja irgendwie auch ein bißchen masochistisch, daß ich darauf antworte und mich zu rechtfertigen versuche, obwohl ich es ihm wahrscheinlich nie recht machen kann und das auch nicht muß.

Mir muß ich es recht machen oder sollte es und da habe ich ja noch immer den Verdacht, daß ich nicht so wirklich weiß, worüber ich schreiben will oder um den heißen Brei herumschleiche, wenn ich dann aber in meinen bisher erschienenen Bücher lese, habe ich öfter das Gefühl, daß ist ohnehin sehr gut, sehr dicht, gut auskomponiert, etcetera.

So ging es mir auch letzte Woche bei der „Viertagebuchfrau“ zumindest am Beginn, später war ich mir nicht mehr so sicher, aber es stimmt schon, die Idee über eine wohnungslose Frau zu schreiben, ist nicht so ganz neu und was bitte, ist ein Bibliothekgespenst?

Eine Frau, die dort wohnt und am Tag in Wien spazieren geht, die Selma in der „Frau auf der Bank“ tut das ja auch und Vorbilder für den Fabian Hirschmann gibts sowohl in zwischen „Hütteldorf und Heiligenstadt“, als auch in der „Reise nach Odessa“ ganz abgesehen von meinen vielen depressiven Frauen.

Die drei Geschichten, die vielleicht ganz gut wären, wo jede einzele ihren Spannungsbogen hat, habe ich noch nicht geschrieben, vorläufig larviere ich mich eher um den Brei herum weiter, bin bei Szene neun, wo die Dorothea sich in die Hauptbücherei über die Nacht verzogen hat, die nächste Szene ist die, wo die Therese mit dem Bus schon in Graz ist und die Sophie und der Fabian haben im „Cafe oben“ ein Bier getrunken, dann könnte die Dorothea noch die Bibliothekarin Karoline Prohaska am nächsten Morgen ansprechen und sie fragen, ob sie jetzt schon die Therese gefunden hat?

Und das wäre es wohl, viel weiter bin ich mit meinem Konzept noch nicht gekommen, aber heute auch ein bißchen in die Bücherei hineingegangen und vielleicht nach dem Zimmer gesucht, in das die Dorothea sich einquartiert haben könnte.

Dann dachte ich, ich gehe jetzt in die Stadt und schaue um, ob es was für mich zu kaufen gibt, in zwei Schokoladegeschäften bin ich schon vorher gewesen, habe mich dann aber nicht zum  Kauf von verbilligten Marzipanschweinchen aufraffen können, hat mir ja gestern ein Klient auch einen solchen Rauchfangkehrer gebracht.

So bin ich nur in einem Papiergeschäft gelandet, wo ich mir für meine Praxis einen Zettelblock und für mich und mein Schreiben zwei schöne Notizbücher kaufte.

Da war ich ja am heiligen Abend auch in St. Pölten in so einem Billigladen und habe mir ein paar Notizbüchlein und auch ein paar warme Patschen mit roten Herzen gekauft.

Beim Mc Donald bin ich schon vorher gewesen und habe dort einen Supercheeseburger mit Pommes frites und Cafe latte zu Mittag gegessen und damit, um zwei meinen Recherchegang, wo es schön kalt und auch etwas windig war, beendet, um jetzt doch noch die drei geplanten Szenen zu schreiben und dann weiterzusehen, wie das mit der wohnungslosen Dorothea und der depressiven Therese Schwarzenberg noch werden wird?

Schreibgruppentermine bis Juni haben wir jetzt ausgemacht und ich habe sie an die Gruppe oder den Rest der noch da ist geschickt. Ab Februar fangen wir wieder an, da ich ja morgen wieder mit dem Alfred nach Harland fahre, um den Rest der Weihnachtsferien, es gibt ja noch einen Feiertag, dort zu verbringen.

Und auf Annika Bühnenanns Blog „Vom Schreiben leben“, die ja, glaube ich, die konsturktive Schreibkritik vergibt, von der in meinem letzten Artikel die Rede war, habe ich mich auch umgeschaut, denn die hat da ja einen Artikel, wo es um die „Fünf Lügen die einem am Schreiben hindern würden“ geht und wenn man ihre Artikel liest, hat man die Ermunterung, die man braucht, denn sie sagt,“Schreibt drauf los, nur vom Schreiben wird man besser und mit jedem Buch kommt man ein Stückchen weiter!“, also das, was ich eigentlich auch glaube.

Bei meinen Büchern zwar nicht so sehr sehe, denn irgenwie blogge ich ja sehr isoliert vor mich hin und habe nur manchmal einen Kritiker, der seinen Spaß hat, mich zu beschimpfen, aber ganz so stimmt das dann doch wieder nicht, denn ich habe ja im letzten Jahr zwei meiner Bücher nach Deutschland geschickt.

Eines an eine Studentin, die eine Dioplomarbeit oder so etwas über Michaela König schreibt und sich daher  für die „Mimi“ interessierte und dann einen Koreaner oder Chinesen, der über Ernst Schwarz eine Hausarbeit schreibt und da bin ich ja bei „Wikipedia“ verlinkt, daß es in den „Dreizehn Kapiteln“ ein Kapitel über den Sinologen gibt, der in Wien geboren wurde , nach Shanghai auswanderte, dann in die DDR kam und zu letzt in Münchendorf in Niederöstereich gestorben ist.

Es geht also, wie man sieht, auch im neuen Jahr rasant weiter und ich will mir auch, wie ich wieder wiederhole, mit dem Schreiben Zeit lassen, damit aus den Bruchstücken und den Fragmenten, die ich derzeit habe, ein Roman wird, der etwas Neuen beinhaltet, ich meinen Stil weiterentwickle und ich am Ende auch zufrieden bin und das ist wahrscheinlich die Hauptarbeit, die vor mir liegt und wenn ich diesbezüglich ein aufmunterndes Wort zum Weitermachen bekäme, wäre das sehr schön und hilfreich, ansonsten setzte ich mich weiter mit meinen Kritikern auseinander.

Und ehe ich es vergesse, am offenen Bücherschrank, bin ich bei meinem Recherchegang auch zweimal vorbeigekommen. Zuerst lag in der Westbahnstraße nichts Rechtes daran, dann gab es aber Susanne Ayoubs „Engelgift“ und das ist ja der Roman mit der ihr 2004 schlagartig der Durchbruch gelang.

2016-12-20

Recherchebeginn und Glücksschweinmuseum

Heute also mit der Recherche für mein neues Romanprojekt begonnen oder einen Weihnachtseinkaufstag eingelegt oder einfach das besorgt, was so nötig war.

Strumpfhosen zum Beispiel und zwei neue Pullis, dann bin ich zum Friseur gegangen und danach ins Literaturhaus, denn spät aber doch bin ich daraufgekommen, daß es dort auch heuer wieder einen Flohmarkt gibt und bis wieder in die Verlängerung gekommen. Es war schon ziemlich ausgesucht, wie mir Robert Huez erklärte, dafür aber sehr billig, nämlich zehn Bücher um fünf Euro, denn alles muß raus und die waren dann eher von deutschen Verlagen und eher von Bachmannpreisträgern, aber eigentlich sehr toll.

Evelyn Schlags „Das L in Laura“ war  dabei, ein Buch von Kerstin Hensel, aber auch das neue von Harald Darer und und und …

Dann habe ich mich für eine Stunde in das Foyer der Hauptbücherei gesetzt, um zu recherchieren, beziehungsweise mein Expose zu erstellen, denn in der Hauptbücherei wird es sich ja abspielen und so hat auch die Szene begonnen, die ich schon habe.

Ich habe also in mein Notizbuch geschrieben, ein paar Seiten, aber auf sehr viel Neues bin ich nicht gekommen, nur daß ich jetzt vier Protagonisten habe, die Dorothea Wewerka, die Therese Schwarzenberg, das ist die Freundin, der Bibliothekarin Karoline Prohaska und Dorothea kann einem Gespräch zuhören, wie die ihrem Kollegen erzählt, daß ihre Freundin verschwunden ist. Dann trifft sie sie vielleicht am Nachmittag am Westbahnhof in einer Kaffeebar und trifft dort auch den jungen Jusstudenten Fabian Hirschmann, ein Mitglied der Indentiären, der auch an der Burgtheaterbesetzung teilnahm, als dort ein Stück von Elfriede Jelinek aufgeführt wurde, aber sehr viel mehr an Handlung habe ich noch nicht.

Danach war es kalt und ich schwer bepackt mit meiner Büchertasche so daß ich nicht mehr durch die Weihnachtsmärkte ziehen und Leute beobachten wollte, sondern nach Hause ging, die Bücher einzutragen und da gab es dann auch im „Kulturjournal“ eine Sendung über das Bücherjahr.

Eine Diskussion zwischen Kristina Pfoser, Klaus Nüchtern, Daniela Strigl und Petra Hartlieb über die Flops und Highlights und interessant, daß die ganz andere Erfahrungen, als ich machten.

Aber den Buchhändlern geht es ja, um die Verkaufbarkeit, so lobte Petra Hartlieb das Buch von Joachim Mayerhoff, das die Leser ihr aus den Regalen reißen würden und die würden auch gerne das neue Buch von Christoph Ransmayr bestellen, daß aber sowohl Daniela Strigl als Klaus Nüchtern nicht gefallen hat.

Dann lobten sie Jane Garden und ihre Trilogie, Bücher und Autorin sind bisher eher an mir vorbei gegangen, besprachen den „Buchpreis“ und wünschten sich da auch mehr Verkäuflichkeit, nun ja, nun ja.

Über mein Bücherjahr habe ich ja schon geschrieben und es war, glaube ich, ein sehr interessantes und sehr intensives.

Peter Waterhouse „Die Auswandernden“ hat mich sehr beeidruckt, das neue Buch der Anna Weidenholzer vielleicht nicht so sehr wie es Daniela Strigl gefallen hat, „The Girls“ würde ich als Highlight auslassen, dafür die „Vegetarierin“ empfehlen und Bücher um zweiundzwanzig Euro sind mir eigentlich zu teuer, auch wenn das die Buchhändler nicht hören wollen.

Und dann gab es am Abend noch eine Veranstaltung, hat doch der liebe Rudi bei meinem Geburtstagsfest und dann bei seiner Lesung im Amerlinghaus sehr intensiv auf seine Lesung im „Glücksschweinmuseum“ aufmerksam gemacht, die er, weil sie ja beide in diesem Jahr sechzig wurden, mit Fritz Widhalm dort machen wollte.

Fritz Widhalm ist, glaube ich, im Sommer sechzig geworden, da haben er und Ilse Kilic mich zu seinem Fest eingeladen, ich konnte aber nicht kommen, weil ich in Harland war, so habe ich die „Fritz Schrift“, die zwar in der Edition Ch von Günter Vallaster herausgegeben wurde und wo die ganze Szene um den „Wohnzimmerkreis“ ihre Fritz-Würdigung drinnen hat, versäumt.

Jetzt wurde sie  herumgezeigt und der Fritz hat, da der Rudi krank geworden ist, auch die Lesung allein gestaltet. Deshalb, weil der Rudi sie absagte, waren auch nicht so viele Leute im „Glücksschweinmuseum“ in der Florianigasse, in dem ich bisher nur zweimal war, einmal habe ich mir das Lokal mit den tausend Glücksschweinen in allen Varoanten und Formen, in dem auch die B+ücher der „Wohnzimmerediton“ verkauft werden, Dienstag, Donnerstag und Freitag ist das Museum am Nachmittag geöfnet, angesehen und dann war ich noch einmal bei einer Lesung mit der Ruth vor ein paar Jahren, öfter habe ich es nicht geschafft hinzukommen, obwohl mir Ilse Kilic meistens die Einladungen dazu schickt.

Jetzt hat sie ein bißchen in das Museum eingeleitet, den Neuerscheinungskatalog und das Buch hergezeigt, aus dem der Rudi, wenn er gekommen wäre, gelesen hätte „Eine andere Welt ist möglich Absonderlich und süß ungleiche Gedichte“.

Der Rudi hat aber überhaupt viele Texte in den „Wohnzimmer-Anthologien“ und der Fritz Widhalm viele Bücher, obwohl er ja, wie er schon in der Schreibgruppe erwähnte, mit sechzig zu schreiben aufhören will.

Aus zehn davon, die sowohl in  der „Edition Ch“, im „Fröhlichen Wohnzimmer“ im „Ritter-Verlag“ und auch noch woanders erschienen sind, hat er gelesen und mit dem ersten Band der „Verwicklungsromane“ wo es jetzt ja schon zehn Teile gibt, hat er das Kapitel gelesen, wo auch der Rudi vorkommt.

Dann folgten „Kapitel vier“, „Ein schwarzer Herrenschirm“,“HUCH“,“Mister ELK & Mister SEAL“, der Nichtkriminalroman „Warum starb der schöne Mann?“,“Pubertät mit Mädchen“, „die Nacht schluckte die Dämmerung“ und und und…

Ich wußte gar nicht, daß der Fritz schon so viele Bücher geschrieben hat, in denen es oft auch über das Schreiben und über Schriftsteller geht.

Dazwischen gabs Musik und ich habe wieder einen kleinen Einblick in die „Fröhliche Wohnzimmer-Edition“ bekommen und mich auch ein bißchen durch die Bücher gesehen.

Dazwischen rauschten die tausend Schweinchen, von denen einige an der Decke befestigt waren oder sprangen aus der Kuckucks beziehungsweise Schweineuhr. Die Ilse hat auch von einer Freundin, die gut nähen kann, eine Schweinchentasche bekommen und die  Schweinchen kann man sich auch in der „Schweinchenanthologie“ ansehen, die, das „fröhliche Wohnzimmer“ auch einmal herausgegeben hat.

 

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