Literaturgefluester

2016-10-25

Priessnitz-Preis an Sandra Gugic

Nach der GAV-GV und Frankfurt geht es gleich munter weiter mit der Veleihung des Reinhard Priessnitz Preises, den es seit 1994 in Gedenken an den am 27.Oktober 1945 geborenen und am 5. November 1985 verstorbenen Dichters, gibt und, den ich, glaube ich, seit der Zeit als Sabine Gruber ihn gewonnen hat mehr oder weniger regelmäßig verfolge. Seit ich blogge glaube ich eher mehr und bemühe mich auch hinzugehen.

Es ist ein Preis, den das BUMUK oder, wie das jetzt heißt stiftet, Gustav Ernst und Robert Schindel sind die Juroren und er ist für eher jüngere Autoren gedacht.

So hat ihn die 1976 in Wien geborene Sandra Gugic heuer bekommen, deren literarischen Werdegang ich schon länger, als der Laudator Sebastian Fastenhuber verfolge, der die Teilnahme beim „Klagenfurter Literaturkurs“, 2009 als Bekanntheitsgrad angibt, aber vorher hat sie, glaube ich, schon beim „Exilpreis“ gewonnen und seither kenne ich auch ihren Namen und sie hat mir bei den „Heimsuchungen“ auch ein bißchen als Vorbild für die Barbara Winter gedient, das heißt eigentlich nicht, denn die hat ja einen Vampirroman geschrieben und ist daher dem Vorbild Viktoria Schlederer geschuldet, aber Sandra Gugic hat, glaube ich die „Leodinger Akademie“ absolviert und wurde dann in den ersten Jahrgang der Hochschule für Sprachkunst aufgenommen, während Cornelia Travnicek, als zu „überqualifiziert“ abgelehnt wurde und das ist unter anderen ein bißchen das Thema der „Heimsuchung“.

Sandra Gugic ist, glaube ich, auch bei den ersten zweiten oder dritten für mich sehr berühmten „Textvorstellungen“ der Angelika Reitzer aufgetreten und war einmal beim „Kolilk-Slam“ in der „Gesellschaft für Literatur. Sie hat dann, glaube ich, auch in Leipzig studiert, wohnt jetzt  unter anderen in Berlin, hat den „Open Mike“ gewonnen, von der Stadt Wien ein Stipendium bekommen und den Roman „Die Astronauten“ geschrieben, den ich mir voriges Jahr zu Weihnachten wünschte und den ich jetzt endlich nachdem ich meine Leseliste entrümpelt habe, demnächst lesen kann.

Eine mir sehr bekannte Autorin also, deshalb habe ich mich auf die Preisverleihung auch sehr gefreut, obwohl ich gar nicht sicher war, ob ich pünktlich eintreffen kann, weil ich um sechs ein Erstgespräch hatte.

Es ist sich dann aber sogar so gut ausgegangen, daß ich vorher im Bücherschrank noch Theodora Bauers „Das Fell der Tante Meri“ finden konnte.

Peter Henischs „Suchbild mit Katze“ und Ann Cottens Versroman leider nicht, ich konnte mich bei Robert Huez aber beschweren, daß heuer das „Fried Symposium“ zeitgleich mit der „Literatur im Herbst“ stattfindet, das literarische Publikum also spaltet und im Gegensatz zum Vorhjahr, wo Anna Elisabeth Mayers Vater regelmäßig Hof gehalten hat, waren heuer eher wenige Leute da.

Die Eltern Gugic, glaube ich, schon und auch die beiden Juroren und wahrscheinlich ein paar Freunde und interessanterweise der ORF, der mitfilmte und nach der Veranstaltung beim Wein die Preisträgerin interviewte.

Zuerst eröffnete aber Robert Huez und begrüßte, dann las Gustav Ernst eine kurze Begründung vor, der Laudator lobte den Roman und wies auf die sehr politische Sandra Gugic hin, die inzwischen einen Blog „Nazis und Goldmund“ betreibt, wo es jede Woche einen kritischen Text gegen den Rechtsruck und beispielsweise, die neuen Wahlplakate von Norbert Hofer gibt.

Dann wurde der Preis überreicht, die Urkaunde und ein Päckchen in dem sich vermutlich die „Priessnitz Gesamtausgabe“ befand, Robert Huez oder war es Gustav Ernst wiesen in ihrer Ansprache auch darauf hin, daß der Preis ein kleiner Beitrag wäre, die Leute wieder zu lesen von Reinhard Priessnitz zu bringen und Sandra Gugic las  ein Kapitel aus den „Astronauten“ und dann noch einen kurzen Text, der auch in den „Koliken“ erschienen ist.

Dann gabs wie schon erwähnt, Wein, Wasser und Saft zum Anstoßen und ich gratuliere der Preisträgerin natürlich sehr,  wünsche mir von ihr noch viele schöne Bücher und bin gespannt, was es noch alles über sie zu bloggen und zu berichten geben wird.

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2015-10-27

Priessnitz-Preis an Anna Elisabeth Mayer

Den „Reinhard Priessnitz-Preis“, zu Ehren des 1985 verstorbenen Dichters, verfolge ich schon lang.

Ich bin, glaube ich, das erste Mal ins Literaturhaus gekommen, als ihn Sabine Gruber bekommen hat und sagte, daß sie lange überlegte, ob sie ihn nehmen soll, weil sie damals oder vielleicht auch noch heute, die Freundin des Jurors Robert Schindel sei, der ja mit Gustav Ernst, den Preis an jüngere meist experimentelle Dichter und Dichterinnen vergibt und diesmal hat ihn die 1977 in Salzburg geborene Anna Elisabeth Mayer bekommen, die ja wie Katja Gasser, die Laudatorin sagte, weder so richtig realisitsch, noch experimentell schreiben würde und ich war auch ein wenig überrascht, als ich den Namen der heurigen Preisträgerin gelesen habe, passt sie ja irgendwie nicht  so  zu Thomas Ballhausen, Judith Nika Pfeifer, Andrea Winkler, Michael Hammerschmid, obwohl Anna Weidenholzer schreibt auch realistisch und hat  gewonnen und irgendwie hat Katja Gasser mit ihrer Einschätzung recht, denn Anna Elisabeth Mayer, die in Leipzig Literatur studierte und  mit ihrem Roman „Fliegengewicht“ 2011 den „Alpha-Literaturpreis“ gewann, schreibt wohl wirklich gegen jedes Genre und ihren eigenen Ton, denn „Fliegengewicht“ ist sowetwas wie ein Arztroman, zumindest spielt er in einem Krankenzimmer.

In Ö1 habe ich, glaube ich, einmal einen Ausschnitt daraus gehört und dann haben sie mich beim „Alpha“ hinausgeschmissen, als ich an der Preisverleihung teilnehmen wollte, deshalb habe ich den Roman noch immer nicht gelesen, was mir sehr leid tut, weil ich es gerne würde und 2014 kam dann ein anderer „Die Hunde von Montpellier“, wo es wieder um medizinische Themen geht, nämlich um einen Arzt, der in Frankreich, die Menschen aufschneidet, um ein Bild davon zu bekommen, wie es unter der Haut zugeht.

Man sieht, Anna-Elisabeth Mayer, die ich mit diesen Roman, glaube ich, einmal sowohl im Ex-Libris als auch in Göttweig hörte, bleibt ihren Themen treu und im Literaturhaus versammelte sich auch eine illustre Gesellschaft, die sich aus Freunden und der Familie der Preisträgerin zusammen gesetzt haben schien.

Andrea Grill war mit ihrem Baby ebenfalls da und Elisabeth Wandeler-Deck, sowie Gerhard Jaschke, die beiden Juroren fehlten, obwohl sie ja eine Begründung geben sollten. Gustav Ernst hat sich entschuldigt, Robert Schindel erschien gerade, als Robert Huez  die Urkunde, den Blumenstrauß und die Flasche Wein, Sekt oder was immer in der Verpackung steckte, übergeben hat.

Vorher hat  Katja Gasser die Laudatio gehalten und wieder auf die gute und die schlechte Literatur hingeweisen, Anna-Elisabeth Mayer schreibt, obwohl sie sichnicht in Genres einordnen läßt, die gute und gab auch eine Kostprobe aus ihren „Hunden von Montpellier“ mit denen sie heuer wieder für den „Alpha“ nominiert war, aber nicht auf die Shortlist gekommen ist.

Ich schätze ja auf eine Preisträgerin namens Valerie Fritsch, mal sehen, ob ich mich irre und im Literaturhaus lud Robert Huez  zu dem gewohnten Umtrunk ein und ich unterhielt mich lange mit einer Schweizer Stammbesucherin, von der ich inzwischen weiß, daß sie Monika heißt, Sängerin war und jetzt Französisch unterrichtet.

Der Vater der Preisträgerin, ein sehr extrovertierter Herr, stieß hinzu und im „Bücherschrank“ ist heute wieder besonders viel zu finden gewesen. So zum Beispiel ein kleines altes Büchlein „Liebesexpress“ von einem Hubert Winkels, ob das wohl der bekannte Literaturkritiker ist?

Robert Huez hat es mir bestätigt, 1955 in Gohr geboren, ich hätte ihm nach dem Foto in der 1985 erschienenen Ausgabe nicht erkannt und dann noch „Reise- und Aufenthaltsgedichte“ von Peter Paul Wipplinger und von meinem GAV- Kollegen, demKlagenfurter Richter Janko Ferk „Recht ist ein Prozeß – Franz Kafkas Rechtsphilopspophie“ erschienen in der Edition Atelier, sowie einen noch originalverpackten Katolog vom jüdischen Museum.

Jetzt muß ich das alles noch lesen und wenn möglich auch noch meine 2016 Leseliste  einigermaßen einhalten und die 2015 noch geplanten Bücher schaffen.

Aal sehen ob es mir gelingt. Anna-Elisabeth Mayers Vaters hat mir das Buch seiner Tochter versprochen, mal sehen, ob es zu mir kommt?

Ansonsten habe ich  genug zu lesen und habe gestern auch meine Badezimmerstapel umgeräumt.

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