Literaturgefluester

2017-11-20

Ritter-Abend

Jetzt war ich schon länger nicht mehr in der „Alten Schmiede“, denn vermehrt Klienten, die nur am Abend können, so daß ich es dann bis neunzehn Uhr nicht dorthin schaffe, dann waren die letzten Wochen wegen es Nanomarathon und der Buch-Wien ja sehr hektisch, zwar gab es bei letzterer die „Lesefestwoche“ und da auch ein Programm ion der „AS“, aber ich bin heuer wegen Geburtstagsfest, Geburtstagsessen,   Buchpreisvergabe und  Poet-Night nicht zu den Abendveranstaltungen gekommen und heute, wo es wieder etwas gemütlicher wird, wollte ich auch eigentlich ins Literaturhaus gehen, da hatte ich mir das „En espanon per favour“, eingetragen, habe dann aber gesehen in der „AS“, gabs einen Verlagsabend.

„Verlage im  Blickpunkt“ heißt die Reihe und da wurde wieder einmal der „Ritter-Verlag“ vorgestellt und das ist, wie meine Leser vielleicht wissen, ein ehrwürdiger experimenteller Klagenfurter Verlag, eine ästhetisch schöne Reihe, wo ich auch einige Bände zu Hause, aber meist noch nicht gelesen habe, wie ich öfter schreibe und mir das auch immer vornehme, aber ich bin halt keine Experimentelle, obwohl es mich zu den Veranstaltungen zieht. Da bin ich  sehr geduldig und schaue auch gern,e wie ich immer schreibe, über den Tellerrand.

So war ich auch bei einigen Veranstaltungen und auch  bei dem 2010 wie Paul Pechmann, der Lektor in seiner Einleitung erwähnte.

Den habe ich übrigens als ich zur „Alten Schmiede“ ging an mir vorbeigehen gesehen und mir gedacht „Uje!“, denn da ist mir eingefallen ich war ja auch an einem Abend in der „Gesellschaft für Literatur“ wo ein „Ritter Buch“ von Günter Eichberger vorgestellt wurde und wir warteten und warteten , denn der Verleger steckte im Stau und, um halb acht hatte ich Günter Eichberger, glaube ich, so weit, daß er sich bei Manfred Müller oder so erkundigt hätte und diesmal stand auch Günter Eichberger und noch zwei andere Autoren auf demProgramm und die „Alte Schmiede“ war gut gefüllt von dem an der experimentellen Literatur interessierten Publikum.

Gerhard Jaschke, Ilse Klilc, die ja eine „Ritter Autorin“ ist und schon sehr viele Bücher trotz des fröhlichen Wohnzimmers dort herausgegeben hat und der Assistent, der einleitende, erwähnte auch Klagenfurt und die „Ritter Galerie“, die es dort gibt und lobte, daß der Verlag kein erzählender sein.

Nun ja, nun ja, da scheiden sich die Geister, ich bin eine erzählende realistische Autorin, habe mich gerade sehr bemüht in meinem „Nanowrimo“ den ich gerade schreibe, etwas Spannung hineinzubringen, obwohl ich mir von Annika Bühnemann ihre Heldenreisetips nicht zuschicken habe lassen, habe aber am letzten Wochenende die Videos von Jurenka Jurk zur Ausbildung zum Romanautor gehört und ich habe mich auch mit der Shortlist des Debutpreisses  befaßt, die ja auch meistens erzählende Jungautoren umfasst, es gibt aber auch die Sprachkünstler und die halten sich  meistens für etwas Besseres und ich glaube ihnen ja auch, daß sie das sind, hatte aber meine Schwierigkeiten mit dem Zuhören, weil ich beim Lesen ja, seit ich blogge immer darauf achte, den Inhalt nacherzählen zu können und wenn das nicht geht,weil die schönen Worte keinen solchen haben, tue ich mir halt schwer, umso mehr, wenn ich merke, daß es den Leute ringsum gefällt. Mir gefällt es ja auch, aber um was geht es eigentlich?

Nun ja, nun ja, das hat Paul Pechmann in seiner Einleitung schon sehr genau erklärt, in dem er die Geschichte des „Ritter Verlages“nacherzählte, auf die Veranstaltung von 2010  und auf Ise Kilics , die „Welt als schöne Kunst“ betrachtet hinwies und darauf, daß sich der heutige Abend mit der Herbstproduktion des Verlags beschäftigen würde.

Er zählte aber alle Autoren des Verlages auf, der erste war Franz Schuh mit seinem „Stadtrat“ und da tut es mir noch heute leid, daß ich das Buch nicht gelesen habe, glaube aber, daß es eher erzählend ist, Franzobel ist, wie Franz Schuh vom Verlag abgesprungen und zu einem größeren gegangen.

Ilse Kilic ist aber, trotz des fröhlichen Wohnzimmers, eine treue Autorin und bis 2007 war auch Ralph Klever Lektor, der hat dann, als er den „Klever Verlag“ tgründete, viele der Autoren mitgenommen, einige sind aber geblieben und der erste, der sein brandfrisches Buch  vorstellte, war der 1980 in Bruck an der Mur geborene, Rhomas Antonic mit „Flackernde Felsbilder über Nachvögel“, das ist ein schöner Titel und Paul Pechmann hat das, glaube ich, auch sehr genau erklärt. Gegangen ist es dann sehr viel über die Liebe, die auch manchmal in Haß ausartet und über ein Donald Duck Restaurant in einem Einkaufszentrum in dem die Angestellten lauter Engel sind. Ein sehr schönes und beeindruckendes Bild, wie ich finde.

Dann kamen die „aufzeichensysteme, die nicht mehr elfriede heißen, weil sich die Autorin von ihrem ich abgewandet hat, wie Paul Pechmann auch  erklärte. Die habe ich schon ein paarmal im Literaturhaus gehört und das neue Buch besteht aus lauter Zweitzeiler auch sehr schöne Worte ohne Plot und Handlung, wie ich finde, aber das habe ich ja jetzt schon erwähnt und der 1959 in der Steiermark geborene Günter Eichberger befaßte sich in seinem neuen Buch mit dem Hirn, dafür ließ er,glaube ich, auch seine Hirnströme messen und Hirnforschung ist ja auch sehr modern. Aber ist sie auch literarisch?

Aber die Worte waren schön und die Leute haben sehr gelacht bei dem Bild, daß sich Günter Eichberger ind die Nase eines Königs ziehen ließ, dann selbst zum König wurde und damit auch nicht glücklich war.

Das ist die Abwandlung eines Märchens glaube ich und ich stellte mir wieder mal die Frage, wer kauft und liest so theoretische Bücher?

Ich habe das noch nicht geschafft, aber der Büchertisch war bevölkert und der „Ritter-Verlag“ hatauch ein neues Design, obwohl mir das ältere, wo ich ja mehrere Bücher habe,  besser gefallen hat.

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2016-05-11

Frauenarchivtag und Ritter-Verlagsportrait

Das ist mein zweiter Archivbesuch in dieser Woche und der dritte in diesem Jahr, denn zum Frauenarchivtag, der seit einiger Zeit zum Geburtstag von Rose Ausländer von den Frauenarchiven gefeiert wird, gab es eine Führung und einen Kurzworkshop von „Stichwort“ – dem Frauen-und Lesbenarchiv, das mir seit Jahren sein Programm und seinen Folder zuschickt.

Da gab es, glaube ich, einmal einen Literaturwettbewerb und einige Veranstaltungen, die ich damals noch im fünfzehnten Bezirk besucht habe, inzwischen ist das Archiv in die Gusshausstraße gewandert und weil ich dachte, eine Führung durch ein Frauenarchiv wäre ganz gut, bin ich hingegangen, bin ich ja irgendwie auch frauenbewegt, so hatte ich meine literarische Sozialisierung ja im „Arbeitskreis schreibender Frauen“, der Ende der Siebziger Jahre, glaube ich, der erste in Wien war, den es in dieser Art und Weise gegeben hat. In der „AUF war ich zwar nie direkt, bin aber durch Ruth Aspöck, Hilde Langthaler  Elfriede Haslehner, etcetera damit in Kontakt gekommen.

Die gibt es in dieser Weise auch nicht mehr, vor ein oder zwei Jahren ist aber ein großes Buch herausgekommen, bei dem die Ruth beteiligt war, bei der Eröffnung der Buchhandlung ChickLit war ich und die Hilde Schmölzer ist ja auch eine sehr frauenbewegte Frau und hat glaube ich eines der ersten Bücher über „Frau sein und Schreiben“ in Österreich verfaßt.

Also neugierig und sehr gespannt und dann in einen kleinen Lesesaal mit fünf oder sechs Pulten gesessen, Jacke und Taschen ganz streng in der Garderobe abgeben, mußte man im Literaturarchiv nicht, im Literaturhaus in der Bibliothek glaube ich schon, aber da gebe ich hauptsächlich zu den „Erich Fried Preisverleihungen“ und da steht die Bibiane streng vor den Bücherreihen und schimpft, wenn sich eine Hand den Bücherreihen nähert, um sich eines vielleicht anzuschauen.

Zwei Frauen begrüßten und erzählten von den Beständen und den Sammlungen, eine Preisliste hing auch irgendwo auf, was die Beratungsstunden, das Bücherausleihen, das Kopieren, etcetera kostet, man kann sich also in den Lesesaal setzen, das Archiv nicht online abrufen und in die Bestände auch nicht so hinein, aber wir, zwei Frauen waren außer mir, zur ersten Führrung, um zwei auch gekommen und sonst können, auch ganz streng und inzwischen schon ganz ganz selten, nur Frauen in die Bibliothek hinein.

Es gibt also eine Plakat- eine Film- eine Bücher- eine Zeitschriften und eine Zeitungsausschnittsammlung und in dem Kurzworkshop ging es  über das Archivieren oder wenn ich es richtig verstanden habe, das, wie man bei seinen Recherchen zu der nötigen Information bekommt. Regel für das Benützen des Archivs gab es auch, nur mit Bleistift schreiben, damit das Originalmaterial keine Flecken und auch keine Kratzer bekommt. Wir bekamen drei Übungsbeispiele und dazu Photokopien und konnten uns ein bißchen darin üben, das Alter eines Flugblatts zu erkennen, wenn beispielsweise nur 11. 5. und keine Jahreszahl angegeben ist und auch überlegen, wie man zur Zusatzinformation kommen kann.

Interessant, interessant, obwohl ich ja nicht wirklich archivarisch arbeite oder doch vielleicht ein bißchen bezüglich meines Bücherkatalogs und jetzt habe ich, zwar handelt es sich dabei um keine Autorin, aber zwei Novellensammlungen von Stefan Zweig mit teilweise überlappenden Erzählungen zu lesen und da ist es auch sehr interessant, die Sammelbände von den Originalausgaben zu unterscheiden.

Kaffee und Kuchen gab es anschließend auch, obwohl Margit Hauser sagte, Essen und Trinken und Bibliotheksbereich streng verboten ist und im Eingangs- oder Sekretariatsbereich, dort, wo man seine Taschen in Garderobekästen verstauen konnte, lagen Schachteln mit Büchern zur freien Entnahme, möglicherweise Doppelbestände oder unbrauchbares Material und so daß ich  meine Bestände mit einem Jutta Schutting Roman aus dem Jahr 1983, in diesem Fall vielleicht besonders interessant, da das Archiv außer den Frauen auch den Transgenderpersonen offen ist, ein Buch von Alice Schwarzer über Simone de Beauvoir und einen Band über Sir Galahad, aufstocken konnte.

Und am Abend ist es dann in die „Gesellschaft für Literatur“ gegangen und zu einem „Ritter-Verlagsportrait“.

„Seltsam!“, werden meine Stamleser jetzt vielleicht sagen.

„Du liest doch keine „Ritter-Bücher“, obwohl du ja einige in deinen Regalen und auf deiner Leseliste stehen hast, warum gehst du dann immer zu der experimentellen Literatur, wenn du selber so realistisch und offenbar auch so wenig abgehoben schreibst, daß du keinen Lesetermin in der „Gesellschaft für Literatur“ bekommst?“

Stimmt, aber ich interessere mich eben für jede Art von Literatur, wahrscheinlich weil ich endlich mal herausfinden will, was die anderen besser, als ich können und als ich die Herrengasse erreichte, fand ich dort ein erstaunlich „unexperimentelles Publikum“, das sich zu kennen schien, sich untereinander begrüßte und vielleicht auch ein bißchen steirisch redete. Die Verwandten und Freunde von Günter Eichberger, der mit Ronald Pohl und Stefan Schweiger auf der Leserliste stand?

Dann wurde lang gewartet, weil der Lektor Paul Pechmann noch nicht eingetroffen war und danach hielt Marianne Gruber ein rührendes Pläydoyer für den „Ritter-Verlag“.

Ich sage da ja immer nur ganz prosaisch „Das ist sehr experimentell!“.

Marianne Gruber schwärmte von den kleinen Büchlein, die der Verlag jetzt schon über dreißig Jahre, da war ich ja  einmal bei einem Jubläum in der „Alten Schmiede“, herausgibt,  die keinen großen Leserkreis haben, wahrscheinlich nie auf der dBp Liste stehen, aber dafür zum Denken abseits der Mainstraims und der Serien anregen und die sie am liebsten alle lesen möchte.

Dann kam Paul Pechmann, sagte, er erspare dem Publikum die dreißig Jahre Verlagsgeschichte und kam gleich zu den Autoren, die auch schon von Marianne Gruber vorgestellt worden waren.

Stefan Schweiger ein in Berlin lebender Sozialpsychologem der Philosophie und Literaturwissenschaft studierte, wie das gehen kann, habe ich nicht ganz verstanden, begann mit dem Band „liegen bleiben“ und ich habe jetzt vergessen zu erwähnen, die gelben „Ritter-Bücher“ haben jetzt ein anderes Cover und sind ein wenig weniger gelb und Stefan Schweiger, kein narritiver Erzähler, leitete ihn der Lektor ein, begann mit dem Kapitel „Kein Band“, dasm so würde ich es definieren aus einer Art aneinandergereihten Aphorsmen in sehr schönen, aber auch sehr komplizierten manchmal lateinischen  Worten bestand und der 1965 auch beim „Standard“  arbeitende Ronald Pohl, der mit mir im gleichen Jahr in die GAV eingetreten ist und den ich schon bei einigen Lesungen hörte, war wieder O Ton seines Lektors diesmal weniger experimentell, dafür spielte er in seinen Gedichten mit der Sprache, brachte Jazz Elemente hinein, erzählte von der Kindheit, den Tanten, dem Bisamberg und Pötzleinsdorf, etcetera und der Band heißt „die akte des vogelsangs“, woraus ich ihn auch schon lesen hörte.

Den 1959 geborenen in Graz lebenden Günter Eichberger kenne ich von der GAV und er hat auch einmal am Rathausplatz in einem Zelt bei den steirischen Tagen gelesen, beziehungsweise mit Olga Flor und Martin Wanko, die steirische Literatur präsentiert und der war erstaunlich unexperimentell, dafür würde ich sagen, eher lustig, sein Band heißt „Wimperntierchen“ und ist eine Art Krimi, beziehungsweise geht es dabei um einen Auftragsmörder, der allerdings ein persönliches Tagebuch führt und dieses dann ins Netz stellt. Das wird allerdings nicht sehr oft gelesen und wenn nicht für wahr gehalten und weiter kann ich nichts erzählen, denn da hörte er mit dem Lesen auf, sagte „Den Rest können Sie kaufen“ und las etwas aus einem neuen Buch, wo es um das Ich und das hirnlose Denken, beziehunsweise die Erziehung geht und dann noch als Bonaus Track eine Szene aus einem Theaterstück, das Hubsi Kramer schon einmal im Kabelwerk spielte und das glaube ich „Der König, die Königin und der Narr“ heißt zumindest las er die drei Rollen mit verstellter Stimme.

Danach sagte Marianne Gruber „Sie wissen liebes Publkim, Sie können fragen, müßen aber nicht!“

„Und die Autoren müßen nicht antworteten!“, ergänzte Günter Eichberger launig. So standen alle auf und begaben sich zum Büchertisch, wo die Bücher, wie Marianne Gruber ebenfalls verkündete, schon auf die Käufer warteten und sich einen Platz auf ihren Nachtisch wünschten.

Aber meiner ist ohnehin schon sehr voll. Ein paar „Ritter-Bücher“ liegen auch darauf oder in der Nähe, zum Beispiel „Birnall“, des im vorigen September verstorbenen Helmut Schranz  oder Max Höflers „Texas als Texttitel – ein Rabiatkomödienroman“, das ich, glaube ich, voriges Jahr im Schrank gefunden habe, als ich zum „Erich Fried Festival“ in das Literaturhaus ging.

2016-04-25

Peter Pessls Rom

Den 1963 in Frankfurt am Main geborenen Peter Pessl kenne ich aus der GAV, er hat auch mehrmals bei den von mir organisierten „Tag der Freitheit des Wortes“ mitgelesen und ist ein experimenteller Autor, sowie Radiokünstler.

Jetzt hat er sein neues bei „Ritter“ erschienens Buch, dem sperrigen Verlag, zu dessen Bücher ich nie komme, obwohl ich einige in meinen Regalen stehe habe, in der „Alten Schmiede“ vorgestellt,  von Daniel Terkl moderiert, der in  seiner sehr genauen Einleitung von den vier Himalaya-Bänden erzählte, die am Büchertisch aufliegen und die auch in der „AS“ vorgestellt wurden, da war ich, glaube ich, bei zwei Lesungen dabei, habe mal ein Buch mit ihm getauscht und eines bei „Kuppitsch“ um einen Euro gekauft, das,ich, glaube ich, im Vorjahr von meiner Leseliste strich, weil ich das Lesen nicht schaffte.

Jetzt hat er ein Buch über Rom geschrieben „Wiesenrom! Wiesenmein!“ heißt es und warum es von so vielen Wiesen handelt, habe ich nicht verstanden, beziehungsweise bin ich nicht zum Fragen gekommen.

Daniel Terkl hat ihn aber gefragt, wie gut er Rom kenne, die Antwort war, daß er öfter und länger dort gelebt hat und das Buch ist eine Art Tagebuch aber keine Autobiografie, was das ist oder nicht ist, hat Peter Pessl auch beantwortet, handelt jedenfalls in einem März, aber wahrscheinlich in mehreren Jahren und Daniel Terkl meinte auch, daß man beim Lesen die Zeitpunkte erknnen könne.

Es handelt aber auch von sehr viel anderen, von den Orten, den Gebäuden, den Göttern, den Steinen der ewigen Stadt, in der man, wie Peter Pessl meinte, viel besser als in Wien über die Gegenwart, die Vergangenheit und die Zukunft nachdenken können.

Es kommen auch Personen vor, fiktiv oder nicht lautet, auch hier die nicht beantwortete oder beantwortbare Frage, denn Pessl ist einer der eher verschwimmt als konkretisiert, wie im richtigen Leben auch, also wahrscheinlich eine Mischung aus beiden und dann hat er mit dem ersten Leseteil begonnen, der an der Statione Termini, dem Bahnhof und der Begegnung mit einer Laura handelte. Dann tauchten auch die Frühlingsgöttinnen auf und der Herr Berlusconi für den Peter Pessl einige sehr poetische Bezeichnungen hatte, der in Hietzing lebende Schweigekanzler kommt auch vor und Benito Mussolini. Der hat in Rom einen faschistischen Stadtteil bauen lassen, in dem Per Paolo Pasolini lebte und Gedichte sind in dem Buch auch enthalten, die später in einem Lyrikband erscheinen sollen und schöne Zeichnungen.

Dann gab es noch ein Gespräch und eine zweite Lesung. Peter Pessl meinte, daß er auch seine Radiostücke in Rom geschrieben hätte und bezeichnete sich selbst als einen realistischen Autor und das Buch ist sehr interessant und ich kann nun raten, ob es zu mir kommen und ich es lesen werde?  Aber ich habe ja noch soviel anderes mehr oder weniger Realistisches und von Gerhard Jaschke, der auch im Publkum war, heute seinen letzten Gedichtband zugeschickt bekommen.

Dieter Sperl war da, einige Assistenten der alten Schmiede, die wahrscheinlich Daniel Terkl zuhörten und es war eine sehr interessante Lesung eines sprachgewandten Autors, von dem ich jetzt schon länger nichts mehr gehört habe.

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