Literaturgefluester

2020-08-10

Aus der Sommerfrischenschreibwerkstatt

Denn ich bin ja bei fast fünfzig Jahre Schreiben und fast fünfzig selbstgemachten Büchern schon ein wenig ausgeschrieben und weiß dann oft nicht über was ich schreiben will.Das Schreiben drängt mich aber, „Brauchst du ja nicht!“, sagen da oft die Kritiker. Ich irgendwie schon und dann kam die Idee, das Ganze wachsen zu lassen, also mit dem Büchlein während der Wochenenden Radfahren, da einen Spritzer trinken, dort ein Eis essen und die Beobachtungen aufschreiben und kommen lassen oder in Harland bei St. Pölten auf Sommerschreibwerkstatt gehen.

Da gibt es ja auch heuer wahrscheinlich einige, die Irene Wondratsch, als ich sie bei der Sommerlesereihe im Cafe Prückl getroffen habe, erzählte mir, daß sie an einer teillnimmt, Erika Kronabitter machte sowohl in Strobl als auch im Burgenland im Künstlerdorf eine, die hieß „Schreiben mit Freude“ und das ist ja inzwischen, bei mir seit die Hemmung weg ist, auch so, beziehungsweise mache ich es gern und ist mir wichtig.

Wie weit bin ich also mit meinem Notizbuchprojekt, wo ich ja immer schreibe, ich habe noch keinen Plot, beziehungsweise keinen wirklichen Handlungsplan, schon gekommen?

Inzwischen lande ich bei fünfundsechzig Seiten, 31 597 Worten und dreiundzwanzig Szenen und einen ungefähren Handlungsplan, das heißt eine Ahnung, wie es weitergeht und wie es enden wird, habe ich auch.

Das ist mir heute mittag am Viehofener See eingefallen, als ich dort mit meinen zwei Notizbüchern, dem braunrotkarierten und dem schwarzen mit den weißen Punkten, das mir der Alfred, glaube ich, vor zwei Jahren in Zürich gekauft habe, gesessen bin, eingefallen.

Denn, wie man den Schreibberichten, die es hier schon gibt, entnehmen kann, bin ich Anfang Juli, als ich meinen zwölften Bloggeburtstag feierte, im Traisenpark gesessen, bezieungsweise habe ich vorher bei der „Künstlerdemo“ mich mit Barbara Eder unterhalten und noch ein Stückchen vorher in dem Spielwarengeschäft in der Westbahnstraße ein paar Sachen für die Lila eingekauft. Das hat sich dann, glaube ich, an diesem Wochenende zu den ersten zwei Szenen verdichtet.

Das Gerede, daß die Maskenpflicht wieder eingeführt werden soll, weil die Zahlen steigen, gab es in dieser Zeit auch schon und so ist die Eja Augustin in das Häuschen ihrer Eltern nach St. Georgen am Steinfelde gekommen, um dort ihren neuen Roman zu schreiben. Siie radelt an den Viehofner See, trinkt in der „Seedose“ einen Spritzer, hat vorher im Schrank das Notizbuch gefunden, beboachtet zwei Leute, von denen einer Rothaarig ist und Simon heißt, beim Streiten, liest die Notizen der Kathi Sommer, die sie in das Büchlein machte, erfindet die Tante Aloisia, die Angela Hager und die Jasmin Bauer. Dann habe ich, glaube ich, noch zwei mehr oder weniger gute Eja Szenen geschrieben, immer im Bezug zu den Nachrichten, beziehungsweise zu den Corona-Gedichten, die ihr ihre Freundin Lena Wünsche schickt.

Danach, immer mit Unterbrechungen, beziehungsweise Wien-Tagen, habe ich cirka fünf Szenen geschrieben, wo ich in den Plot eingestiegen bin, danach, glaube ich, noch eine Eja-Szene und das Ganze dann korrigiert, beziehungsweise ein wenig umzuschreiben versucht, damit es schlüßiger wird. Das gelingt mir, wie meine Leser, vielleicht auch schon wissen, nie besonders gut. Vor zwei Wochen bin ich aber mit dem Rad wieder zum Viehofner See gefahren und gedacht, jetzt mache ich meine Sommerwerkstatt-Notizen habe mich mit dem Manuskript und den zwei Büchlein in die „Seedose“ gesetzt, zwei Spritzer getrunken und, glaube ich, beschlossen, das Ganze durchzukorrigieren oder nochmals zu beginnen. Das habe ich dann am letzten Montag getan, bezieungsweise beendet.

Ein paar verbindende Sätze sind dadurch entstanden, zwei Seiten weggekommen und ungefähr sechs Szenen habe ich vorgeplant. Die habe ich dann am Freitag bis Sonntag geschrieben, jeden Tag zwei.

Gedacht „Geht ja doch!“, danach, also Szene vierundzwanzig sollte wieder eine mit Eja kommen und ich dachte, ich fahre am Monntag wieder zur „Seedose“ und lasse das Ganze wachsen und am Mittwoche habe ich keine Stunden eingetragen. Also könnte ich mit dem Büchlein durch die Stadt marschieren, um dem Ganzen neuen Schwung zu geben. Das würde auch für meinen Blog passen. Denn da will ich ja jeden Tag etwas schreiben und dann hätte ich schon zwei Artikel, damit keine Lücken entstehen, wenn ich mit dem Lesen nicht so schnell bin, weil ja auch ein paar Bücher auf meiner Liste stehen, die erst ab nächster Woche erscheinen und da gibt es dann ja auch die neue „Deutsche Buchpreisliste“, also wieder neuen Lesestoff.

Beim Schreiben entstehen aber die Ideen, beziehungsweise entwickelt sich der Plot auf diese Art und Weise weiter und so hatte ich gestern Abend oder heute Morgen schon wieder Ideen für sechs weitere Szenen und die schreibe ich wahrscheinlich am Mittwoch statt durch die Stadt zu laufen, auch wenn da im Blog vielleicht ein Leerlauf entsteht oder ich mich im Artikel wiederhole.

Heute bin ich aber mit dem Büchern, wie schon geschrieben, zur „Seedose“ gefahren. Eigentlich will ich da auch immer die „Hierarchien“ von denen ich noch immer vier volle Schachteln habe, hineinlegen, vergesse aber immer darauf und denke „Das nächste Mal!“, habe aber heute etwas Interessantes gefunden, wobei ich aber nicht ganz sicher bin, ob ich den „Geometrischen Heimatroman“ nicht vielleicht schon habe.

Ich fahre ja immer, wenn ich die Viehofner-Runde mache, zuerst zum Aussichtsturm steige dort hinauf und dann zum Bücherschrank. Da fahre ich am See entlang und da war heute die Bank, wo man direkt am Wasser sitzen kann, leer. Also habe ich das Rad abgestellt und mich mit meinen Büchern hingesetzt und dachte, der Dreh hönnte vielleicht sein, daß ich das ganze auf diesem Festival enden lasse. Da kommen dann alle hin. Der Simon, der Uwe, von dem einen der Vater, vom anderen die Mutter, die beide ja in einem Seniorenheim leben und vielleicht bahnt sich zwischen denen auch was an. Die Eja kommt hin, spricht die Kathi auf das Notizbuch an und die erzählt ihr, was es mit den Notizen für eine Bewandnis hatte, der Simon kommt und der Uwe. Da brauche ich noch ein bißchen Handlung dazwischen, die Angela Hager slamt und die hat vielleicht etwas über die Polizei oder einen Text über ein Notizbuch und die Tante Aloisia kommt und bringt den beiden die Eheringe ihrer Eltern und deren Hochzeitsbild, falls sie vielleicht heiraten wollen. Da fehlt auch ein bißchen Handlung, die noch kommen muß und es gibt dann noch den Dagmar Schneider-Strang, die Nachbarin der Aloisia, die hat eine Dreiecksbeziehung zu ihrem Chef und einer jüngeren Redakteurin, da kommen auch noch ein paar Szenen. Die war auch beim Freiur und geht noch ins Kaffeehaus, lernt vielleicht dort den Uwe kennen, aber den wollte ich ja auch die Angela Hager kennenlernen lassen.

Ein bißchen verwirrend, werden vielleicht meine Leser sagen. Aber das soll ja, da man nicht soviel spoilern soll, um die Leser nicht vom späteren Werk abzuhalten, auch so sein, für die aber vielleicht spannend, die wissen wollen, wie ein Roman entsteht? Zumindestens bei mir ist das so und auch wenn das Ganze vielleicht wieder nicht so wahnsinnig originell ist, ,,sondern sich an dem schon Vorhandenen anlehnt und ich es, weil wir mitten in der Krise stecken, die auch nicht so überblicken kann, finde ich es schon ganz spannend, wie so ein Roman auch ohne Plot, sondern eigentlich aus dem was man so alltäglich erlebt oder in den Nachrichten hört und sieht entstehen kann.

Also wieder ein sehr produktiver Montag, einen Spritzer habe ich in der „Seedose“ getrunken und einen Toast gegessen. Morgen geht es wieder nach Wien, am Mittwoch werde ich wahrscheinlich weiterschreiben und vielleicht auch darüber berichten, wie es mit dem Work on Progress weitergeht.

2020-04-25

Handlungsaufbau-Handlungslücken

Ronny Rindlers Quarantäne- Schreibkurs, wo er den Aufbau eines Romans erklärt, geht jetzt  in die sechste Woche, so lange haben wir ja jetzt schon die Ausgangsbeschränkungen, die jetzt zwar Schritt für Schritt gelockert werden, die Friseure und die Geschäfte werden nach und nach geöffnet, die Lokale soll man ab Mitte Mai wieder mit Abstandregeln betreten dürfen und die Schulen geöffnet werden. Dazu gibt es nach deutschen Vorbild wahrscheinlich, da die das in Berlin schon seit drei Wochen tun, die ersten Demonstrationen, die sich gegen die Freiheitsbeschränkungen wenden, denn eine verpflichtende Ap oder Bewegungsüberwachung soll es Gerrüchteweise, neben der Maskenpflicht auch geben, damit man aus dem Haus darf.

Daß die Maskpenpflicht für mich ein Problem darstellt und ich auch kein Handy will, habe ich schon geschrieben.

Also schreiben schreiben und zu Hause bleiben, lautet vielleicht die Alternative für die nächsten Jahre. Ronny Rindler hat seinen Quaratimokurs mit dem Handlungsaufbau und der Figurenplanung, die er heute erklärte, auch beendet, kündigte aber für nächste Woche ein neues Video an und mein „Frühlingserwachsen“ wächst da ich ja brav zu Hause bin und da, beziehungsweise auch auf den jeweiligen Terrasse sehr viel schreibe.

Neunzehn Szenen, siebenundvierzig Seiten und 23 861 Worte habe ich jetzt schon und würde da einmal schätzen, daß ich mich ungefähr in der Mitte befinde, aber da auch schon wieder vor einem Fragezeichen bezüglich des weiteren Handlungsverlaufs stehe, aber wieder schön der Reihe nach:

Ich habe ja schon geschrieben, daß ich Ronny Rindlers Videos sehr hilfreich finde, ich weiß zwar nicht, ob ich als Schreibanfängerin, also vor vierzig Jahren auch so viel damit anfangen hätte können, aber damals gab es das noch alles nicht und jetzt sind diese wöchentlichen Videos, die genau richtig zu meinem Schreibeginn kamen, sehr hilfreich, denn ich will ja einmal einen Roman von der Pique auf planen, um herauszufinden, ob er dann besser wird, als die circa fünfzig, die ich eher drauflosgeschrieben habe? Und ich kann auch schon die Antwort „Wahrscheinlich nicht!“, spoilern, denn, was ich brauche ist Aufmerksamkeit und die bekomme ich, auch wenn ich das Buch im Blog vorstelle ja nicht sehr und ich habe das mit dem „Heldereiseplanen“ ja, glaube ich, schon vor zwei Wochen also zu Ostern aufgegeben, als ich ein ungefähres Handlungsgerüst und fünfzehn geplante Szenen beziehungsweise einen Anfang, Mitte, Schluß und zwei geschriebene Szenen hatte.

Ab dann habe ich  losgeschrieben, habe jetzt  neunzehn Szenen und vorige Woche, als Ronny Rindler, die „Heldenreise“ erklärte, da, glaube ich, zwölf Schritte beschrieben und als Aufgabe gab, daß man damit seine Handlung plotten sollte, habe ich mir das Video zwar zweimal angehört, das Gerüst aufnotiert, aber weiter geschrieben.

Mit  dem Vieraktschema von Woche vier, glaube ich, habe ich ja meine ungefähre Handlung skiziert und als ich dann mit dem Losschreiben anfangen wollte, festgestellt, daß das sehr schwierig war, da einfach Szene für Szene zu setzen. Aber die Charakterbögen hatte ich schon und so habe ich mich, ich weiß nicht, ob das gut ist oder nicht, wieder von Szene zu Szene gehandelt und das Problem mit der Corona-Krise, in der ich  mittendrin stecke und daher nicht so genau sagen kann, wie es damit weitergeht, habe ich, glaube ich, auch ganz gut gelöst, als  ich der Roswitha auch eine Maskenphobie angedichtet habe und sie mit einem lila Schal, wie ich ihn auch in der Handtasche, aber noch nie als Mundschutz verwendet habe, zuerst auf die Bank und dann ins Wien-Museum schickte, wo schon Viktor mit einer Flasche Prosecco auf sie wartet.

Dort kommen sie sich nah und die Bea ruft die ganze Zeit an und fragt „Wo bist du Mutter? Du gehörst doch zur Risikogruppe, also bleibe brav zu Haus und betrüge meinen Vater nicht mit deinen Assistenten!“, was der Egon, der ja zu seinen Studenten will, auch nicht tut. Er entwischt und wundert sich auf der Josefstädterstraße über die Maskierten und den Polizeieinsatz, glaubt, er wäre in einem dystopoischen Roman und schreibt dann für seine Studenten in der Vorlesung darüber. Die Janina hat einen Ohrringentick und der Albert andere Sorgen, als sich um den möglichen Liebhaber seiner Mutter zu kümmern. Seine Frau kotzt und klagt über Kopfschmerzen und geht in die Apotheken, um sich einen Test zu besorgen. Das ist aber keiner für oder gegen Corona und so weit bin ich bei Szene neunzehn, die vor dem Video schrieb, schon gekommen und stehe jetzt wieder vor Lücken oder großen Fragezeichen oder vielleicht davor, daß ich bald fertig bin, aber statt fünfzigtausend dreißigtausend Worte habe und Corona noch lange nicht vorbei und ich jetzt ja überhaupt noch nicht abschätzen kann, ob es im Juni eine Ausstellungseröffnung gibt, aber die kann schlimmsten Fall auch online stattfinden und Roswithas Weigerung sich mit einem Armband auf die Straße zu geben kann, darin ja auch noch vorkommen und die Demonstration, wo sich auf der gestrigen, seltsamerweise sowohl Maria Stern von der Liste Jetzt, als auch Martin Sellner von den Identitären befanden und die Oe24 Reporter, die das filmten, sich darin überschlugen, von der Illegalität, als auch den Verschwörungstheorien zu sprechen, dabei aber immer wieder betonten, daß Meinunghsfreiheit eigentlich wichtig sei und Demonstrationen eigentlich erlaubt.

Das gibt sicher Stoff für einige Szenen, die nächste wäre wahrscheinlich, die, wo sich die Roswitha wieder mit dem Viktor im Museum trifft. Jetzt vermessen sie vielleicht wirklich, Roswitha denkt darüber nach, Egon vielleicht doch in ein Pflegeheim zu geben und ihn zu verlassen. Dann ruft Janina an und sagt der Herr Professor hatte einen Unfall. Das ist dann wieder interessant, weil man jetzt in einem Spital niemanden besuchen darf und vielleicht in einem solchen, obwohl es ziemlich leersteht, nicht so gut behandelt wird.

Viktor bekommt auch Nachricht von Christine. Sie hat sich, weil in New York ja alles noch viel schlimmer ist, nach Wien zurückfliegen lassen und will wieder Kontakt zu ihm und der Egon der ja versucht, das Ganze zu druchschauen und für seine Studenten, damit sie nicht irregeleitet werden, alles aufzuschreiben. Verfaßt einen utopischen roman und wenn sich  am Ende alle im Museum oder online treffen, ist vielleicht ein utopischer Roman ala 1984 oder 2020 entstanden und der Egon liest daraus vor.

Das wäre also das mit dem ich die nächsten zwei Akten, beziehungsweise zwanzig Szenen füllen könnte und wenn ich das Zeitgeschehen immer  schön darin verpacke, beziehungsweise den Handlungsplan entsprechend  verändere, könnte was  daraus entstehen, obwowhl es wahrscheinlich sehr schwer bis unmöglich ist, einen utopischen Roman aus der Wirklichkeit zu schreiben.

Mal sehen, ich bin gespannt und das Dummy für das „Literaturgeflüsterbuch II“ soll auch am Montag kommen.

Hier für die die es interessiert noch die bisherigen Schreibartikel zum Frühlingserwachen: 1 2 3 4 5

2016-05-02

Romanentwicklung

Mit der Romanentwicklung geht es eigentlich, was ich sehr schön empfinde, zügig weiter. Sechsechzig Seiten, fünfundzwanzig Szenen, 30.611 Worte und der ungefähre Plot im Kopf, beziehungsweise im Notizbuch aufgeschrieben.

Es gibt die berühmten drei Ebenen, die, wie ich gestern im „Literarischen Quartett“ hörte, einen guten Roman ausmachen sollen.

Die Schriftstellerin Anna Augusta, die sich ein wenig ausgeschrieben fühlt, beziehungsweise wegen der Kritik „Das berührt mich nicht!“, beleidigt ist, erzählt ihrem Psychiater The Hardenberg, die Plotentwicklung. Der fungiert genauso, wie ihre Nichte Angie Engel als Romancoach und verschreibt ansonsten Johanniskrauttee.

Das entwickelt den Roman auf der  einen Seite, bisher gab es immer eine A.A. Szene und dann abwechselnd eine mit den Romanfiguren, ob ich das ganz durchhalten werde, weißt ich nicht.

Die zweite Ebene ist die Lehrerin Hildegard Hadringer, die nach der Pensionierung auf Weltreise gehen wollte und zu Beginn nicht weiß, ob sie sich angesichts der Flüchtlingskrise so einfach ein schönes Leben machen darf?

Eine interesssante Frage, wie ich finde, ich ich auch selber nicht einhalte. Sie trifft als sie auf der Bank ihr Reisegeld  beheben will, ihre ehemalige Schülerin Zarah Bashrami wieder, die ein Stück über den 12. Februar 1934 schreibt und das mit Zoran Simcic und Jurij Abrahamovic in einem Turnsaal eines Studentenheimes probt.

Die spielen die Rollen von Stefan Zweig und Heimito von Doderer, die sich an jenem Tag im Cafe Central treffen und in der dritten Ebene treffen die beiden Dichter sich im Wolkencafe mit dem Fräulein Anne Frank, das ihr Tagebuch nicht weiterschreiben kann und schauen mit einem Fernrohr auf die Erde hinunter und den Proben zu.

Ebene zwei geht weiter mit einer möglichen IS-Gefähridung von Zoran Simcic, der ist als Baby mit den Eltern aus Bosnien nach Wien gekommen, hat die Schule abgebrochen, wurde im „Reinhardt-Seminar“ nicht aufgenommen, ist jetzt frustriert und geht in die Moschee zu einer Korangruppe, um sich auf seine Religion zu besinnen, in die schöne Zarah ist er auch verliebt und auf Jurij eifersüchtig, der mit zehn Jahren mit seiner Famlie aus St. Petersburg nach Wien gekommen ist.

Die Hildegard wird-,  es gibt auch eine Bundespräsidentenwahl und Judith Gruber-Rizy, die meinen Blog ja regelmäßig zu lesen scheint, hat mich gefragt, warum ich über die nicht geschrieben habe?, nun denn, es ist ja eigentlich ein literarischer Blog, es gibt zwar auch immer wieder politische Artikel und eine „Präsidentin auf dem Opernball“ gibt es auch, aber bei meinem letzten Schreibbericht habe ich kurz vor fünt mit der Bemerkung aufgehört, daß ich nun das Radio aufdrehen und mir die Ergebnisse, die für mich sehr sehr überraschend waren, anhören werde, als sie für ihre Reise, die sie nachdem sie den Proben zugehört hat, doch machen will, Besorgungen macht, vielleicht El Awadalla, die sie von früher kennt, treffen. Sie trifft vielleicht auch Zoran vor seiner Moschhe und der wird dort auch von Lara, das ist Juris Schwester, die Psychologie studiert und ihr Psychotherapiepropädeutikum gerade begonnen hat, angesprochen und Zahrah trifft in der NB, als sie dort ihre Diss über Anne Frank weiterschreibt, Jurij Abrahmovic, der erzählt ihr, seine Familie bekommt nun endlich die Staatsbürgerschaft, sie ihm, daß sie ihr Stück während der Festwochen bei einem Höfefest in einem Gemeindebau, im Reumannhof vielleicht, aufführen können und Zoran will ja dann die Aufnahmsprüfung nochmals machen und das als Entscheidungshilfe nehmen, ob er in Wien bleiben oder eine Kämpferausbildung in Syrien machen wird.

So weit, so what, das A. A. mit ihren Roman, der auf diese Art und Weise entsteht, auf die Shortlist des neuen österreichischen BPs kommen wird, habe ich schon geschrieben. Hildegard Hadringer wird  nach der Wahl, die höchstwahrscheinlich Norbert Hofer oder vielleicht doch Alexander van der Bellen gewinnen wird, sich auf ihre Reise machen,  die Paare haben sich mit Jurij-Zahra, Zoran-Lara, was wegen der jüdisch- muslemischen Mischung vielleicht Schwierigkeiten machen könnte, entwickelt und das Buch „Die Lügen der Frauen“ eines von A. A. „Wurf oder Greif-Wörter“ wird Zoran im Bücherschrank finden und Lara schenken, nachdem er im „Reinhardt-Seminar“ genommen wurden und die entsprechende Widmung hineinschreiben.

So weit so what, das müßte eigentlich interessant sein und berühren, würde ich denken, auch wenn ich ein paar Rechtschreibfehler drinnen habe.

Der Alfred sollte mir die ja für das Buch korrigieren und das ich das selber ohne ISBN-Nummer herausgebe, sollte in den Selfpublisherzeiten, in denen wir leben, eigentlich kein Problem mehr sein.

Ich bewerbe es  auf meinen Blog, wo ich meine täglichen hundertfünfzig Leser haben, warum sich die, an meinen Gewinnspielen nicht beteiligen, ist mir zwar nach wie vor ein Räsel, aber es wird wahrscheinlich wieder ein solches geben.

An die „Alte Schmiede“ für die „Textverstellungen“ werde ich das Buch, wenn es fertig ist, auch wieder schicken und das Pflichtexemplar an die NB, dann meldet sich die deutsche Bibliothek und will auch ein solches haben und ich denke nach wie vor der psychologische realistische Roman, der sich auch mit der politischen Situation beschäftigt, sollte eigentlich interessieren. Warum das ausgerechnet bei mir nicht zu gehen scheint, verstehe ich, wie gerade geschrieben, nach wie vor nicht ganz. Vielleicht können mir meine Leser da ein wenig weiterhelfen oder ich kann sie dafür interessieren, denn sosehr abseits des Tellerrandes ist es  eigentlich doch nicht und recherchiert habe ich diesmal eigentlich auch sehr viel.

Lese ich mich da derzeit durch den ganzen Stefan Zweig, aber natürlich sind es meine Themen und ein bißchen nehme ich mich selber dabei  auch aufs Korn, so ist die Tatsache, daß die ausgeschriebene Autorin, die ihren Roman einem Psychiater und einer Sozialarbeiterin erzählt, ja ironisch zu verstehen und interessant ist auch, daß es sich bei dem Psychiater um eine Figur aus „Der Frau auf der Bank“ handelt und die Angie Engel ist zwar neu, hat aber die sprechenden Namen, die der Frau Haidegger nicht gefallen haben, als ich die „Sophie Hungers“ schrieb und über ein Schutzengelchen habe ich ja auch schon einmal geschrieben.

 

2016-04-24

Berührungsentwicklung

Da habe ich ja gestern geschrieben, daß ich immer noch nicht weiß, über was schreiben will, beziehungsweise es mit meinem Ende Februar begonnenen Romanprojekt weitergehen soll?

Da war ich ja vor zwei Wochen vorsichtig optimistisch, habe eine Szene im Cafe Wolke und eine mit der Anna Augusta zum Thema „Rasierklinge“ geplant, in meinen Regalen nach Stefan Zweigs Werken gesucht, einen Schwerpunkt geplant, mit der „Ungeduld des Herzens“ in Harland begonnen, mit dem Schreiben bin ich aber bezüglich „Literatur und Wein“ und einigen Schwierigkeiten, bezüglich „Paul und Paula“ und ob ich über das Transgenderthema schreiben darf, beziehungsweise nicht atwaige Persönlichkeitsrechte damit verletze, nicht gekommen.

Ich verletze nicht, hat mir zwar Gerhard Ruiss, der sich meinem Text sehr bemüht angenommen hat, gesagt, ich bin ihn aber trotzdem noch einmal durchgegangen, um ganz ganz sicher zu sein, daß etwaige Ähnlichkeiten, etwa, daß  Paul am Donaukanal joggen geht und Karate trainiert, nur dem Zufall beziehungsweise der Thematik geschuldet ist, denn da habe ich mir ja im Februar einige Videos angesehen und das bei Transgendertransformationen so gefunden.

Das war also die letzten Tage etwas schwierig und mein „Work on Progress“, wo ich ja ohnehin nicht sicher war, ob ich da nicht alte Kamellen aufwärme und mich mit dem Satz „Das berührt mich nicht!“ und der Frage, ob die Hildegard auf Weltreise gehen darf, nicht ins Ecke schreibe, denn ich habe ja schon sehr sehr oft gehört, daß ich so nicht oder das nicht schreiben darf, nicht so gut wie Thomas Bernhard oderFlaubert schreibe, etcetera.

Als ich im Amerlinghaus Doris Nußbaumer vom „Miranda Schutzengelchen“ und, daß dort Miranda Himmelbauer ihren ersten Joint raucht, erzählte, sagte mir die, daß man darüber nicht schreiben darf, wenn man selbst nicht geraucht hat und in der letzten Schreibgruppe meinte Ruth Aspöck, daß ich nicht soviel über Ausländer schreiben solle, weil ich nicht soviel davon verstehe.

Aber auch das Thema alte Frauen und Bücher, von dem ich ja vielleicht schon ein bißchen was verstehe, weil ich viel lese und schon über sechzig bin, hat mir einmal eine Leserin abgesprochen.

Ja, mein Schreiben steht, denke ich manchmal, unter keinem guten Stern. Ju Sophie hat einmal gemeint, ich würde es mit Zähnen und mit Klauen verteidigen. Ich weiß nicht, ob ich „No na, wahrscheinlich habe ich Grund dazu!“, geatwortet habe oder nur schuldbewußt gedacht, „Uje, tue ich das? Das darf ich doch nicht!“

Und das ist wahrscheinlich auch, was ich während des Schreibens denke, „Das darf ich nicht, das ist schon wieder nicht gut genug, damit habe ich mich jetzt an den Rand geschrieben, etcetera!“ und damit ist man blockiert und wenn ich dann zu den Schnuppertagen des Writerstudios gehe und höre, daß man das beim Freischreiben genau nicht tun soll, sondern einfach schreiben und den inneren Zensor in den Orkus schicken, dann erscheint mir das zwar logisch, aber wenn ich so über meine Texte schaue, dann kommt das schon wieder  und wenn ich dann darüber blogge und keiner antwortet mir darauf, ist das auch nicht sehr aufbauend!

Nun gut, ich schreibe mindestens vierzig Jahre, natürlich schon viel länger, aber mit literarischen Anspruch ab meiner Matura, habe über vierzig Bücher publiziert und Texte in „Anthologien“, sogar schon ein paar Preiserln gewonnen und jetzt das Gefühl, das habe ich doch schon über die alten Frauen, über die Pensionsschockdepression, die Bücherberge etcetera und so kam es, daß ich im Februar sehr schnell mit dem neuen Projekt angefangen habe, aber irgendwie nicht wirklich damit zufrieden war.

Dabei birgt es ja Stoff für einige Romane, obwohl zugegeben, einiges Bekannte, mit dem ich auch angefangen habe, drinnen ist, die schreiblockierte Schriftstellerin, die zu einem Therapeuten geht, Ju Sophie hat mir ja, glaube ich, angekreidet, daß ich  Johannes Staudinger in der „Mimi“ das tun ließ und gemeint, daß das ein Bestsellerautor nie täte. Als ob Therapie  etwas Schlechtes wäre?

Dann, Hildegard Hadringer, die nicht sicher ist, ob sie angesichts der Flüchtlingskrise, wie geplant, auf Weltreise gehen darf. Dann kamen schon Zarah Bashrami und die beiden Studenten Zoran Simic und Jurij Abrahamovic, die ein Stück über den 12. Februar 1934 proben, wo sich Heimito von Doderer  und Stefan Zweig im Cafe Central treffen.

Das wäre jetzt nicht abgelutscht, aber wenn ich über Doderer und Zweig schreiben will, müßte ich wahrscheinlich wirklich viel über sie wissen und ich habe, als Studentin zwar viel Doderer gelesen und war von den „Dämonen“ auch sehr begeistert. Aber das historische Hintergrundwissen, hat mir damals sicherlich gefehlt und dann gibt es auch noch die Anne Frank, über die  Zarah Bashrami ihre Dissertation schreibt.

Da habe ich vor zwei Jahren zwar das „Tagebuch“ gelesen, aber wie verknüpfe ich das alles? Wie mache ich den ultimativen Roman daraus, wenn ich über Doderer und Zweig nicht wirklich viel weiß?

Ich habe dann schnell, die ersten vier Szenen geschrieben und war nicht damit zufrieden, habe korrigiert und korrigiert, es dann aber doch so gelassen und nicht neu angefangen, wie ich es mir manchmal dachte.

Obwohl  ja auch die „Wurfgeschichten-Idee“ dazu gekommen ist und ich die  Worte „Dosenbier,“ „Erkundungen“, „Geld“, Lügen“ hatte. Das Wort „Rasierklinge“ ist auch noch dazu gekommen.

Wirkliche „Wurfgeschichten“ für einen „Wurfgeschichtenband“ sind nicht daraus geworden. Aber irgendwie hat sich die Handlung weiterentwickelt. Theo Hardenbergs Frau Sveti aus der „Frau auf der Bank“ ist noch dazugekommen und Anna Augustas Nichte, Angie Engel, der sprechende Name zu Potenz und Stefan Zweig und Heimito von Doderer haben sich wieder mit dem Fräulein Anne im Cafe Wolke am siebenten Himmelsbogen getroffen.

Das ist eine Idee, die ich  schon für meine „Luitpold-Stern- Preis- Geschichten“ mit dem alten Professor und dem jungen Dichter Dichter hatte und anläßlich seines Todes auch noch Rolf Schwendter dazu schickte.

So weit war ich vor zwei Wochen, gestern habe ich das Ganze, neben meinem Stefan Zweig- Bücherstapel, wo neben der „Welt von Gestern“, das ich schon mal gelesen habe, noch zwei „Novellenbände“ und „Fouche“ dazugekommen sind und das „Kleine Doderer-Buch“ gibt es auch, noch einmal durchkorrigiert und mir gedacht, daß vor allem der sperrige Anfang, die Schreibblockade, der Anna Augusta und die Unenschloßenheit der Hildegard, jetzt passt und daraus könnte ein Roman mit einigen Handlungssträngen entstehen, nämlich die Dreiergeschichte zwischen Zarah und den beiden Studeten, der möglichen IS-Gefährudung von Zoran, das Buhlen derBeiden, um die schöne Zarah und die könnte schließlich den Jurij bekommen, während Zoran Jurijs Schwester Lara trifft, die  Psychologie studiert, so daß Zoran „Die Lügen der Frauen“ vielleicht im Bücherschrank findet und ihr die Widmung hinschreibt, nachdem er im „Reinhardt-Seminar“ aufgenommen wird.

Konflikte könnten sich noch ergeben, daß Jurij und Lara aus einer jüdischen Familie kommen, Zoran und Zarah aber Moslems sind und dann gibt es noch die Handlungsstränge im Himmel und die Geschichte über Stefan Zweig, Doderer und Anne Frank und am Schluß fährt, die Hildegard dann in die Türkei oder Griechenland und betätigt sich vielleicht dort als Flüchtlingshelferin, während der Roman entstanden ist und Anna Augusta damit auf die Shortlist des neuen österreichischen Buchpreises kommt.

Das wird mir mit meinem  einundvierzigsten Selbstgemachten, glaube ich, wahrscheinlich nicht passieren, da dem ja noch immer der Makel des nicht Professionellen anhaftet, obwohl die „Amazon-Self Publisher“, das inzwischen anders sehen. Aber „Selfpublishing“ und „Books on Demand“ sind ja beim österreichischen Buchpreis ausgeschlossen.

Aber ich hätte vielleicht wirklich einmal die Chance einen Roman  kommen zu lassen und nicht schon nach sechs Wochen mit dem Rohentwurf fertig zu sein. Ob mir das hilft entdeckt zu werden, weiß ich nicht, denn da bin ich nach den bisherigen Erfahrungen sehr sehr skeptisch, weil es außer dem „Das darst du nicht!“ oder „Das ist schon wieder nicht gut genug!“, nicht wirklich weitergeht und, auch wenn ich jetzt ein Jahr oder länger konzentriert daran arbeite und dann zwei oder dreihundert Seiten in meine Vorschau stelle und das Buch  mit einem Bild in meinen Blog bewerbe, werden sich auf das entsprechende Gewinnspiel vielleicht genausowenig Leute, wie sonst melden, die es lesen und besprechen wollen.

So weit, so what, gestern habe ich schon eine Szene weiter geschrieben, nämlich die mit der „Rasierklinge“ und der Frage, wie das jetzt mit dem Bärchen von Stefan Zweig ist? Vielleicht wollte er sich das  abrasieren. Hitler hatte ja ein Ähnliches und eine Handlung brauche ich  auch noch, was Stefan Zweig am 12. 2. in Wien, wo er ja, glaube ich, nicht gewesen ist, machte?

Eine Idee hätte ich auch noch mit meinen „Wurfgeschichten-Worten“, die könnten, als Kapitelüberschriften dienen und ansonsten ist er Aufbau, was ich eigentlich ganz gut finde, der, daß die Geschichte in abwechselnden Perspektiven erzählt wird.

Anna Augusta erzählt sie ihren Psychiater, schreibt eine „Wurfgeschichte“, läßt sich von Angie Engel, ihrer Nichte, was noch überarbeitet werden muß, coachen. Stefan Zweig und Doderer schauen vom Cafe Wolke mit dem Fernrohr in den Turnsaal hinunter und beobachten, das, was sich zwischen Zarah, Zoran, Jurij und Hildegard abspielt, etcetera, etcetera.

So weit, so what und die nächste Szene, die ich noch schreiben könnte, bevor ich das Radio aufdrehe und höre, wer in die Stichwahl zur Budenpräsidentenwahl gekommen ist, könnte die, zwischen Fräulein Anne und den beiden Dichtern im Himmel sein.

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