Literaturgefluester

2018-12-30

Mein Romanjahr 2019

Es hat ja, als ich 1973 nach meiner Matura literarisch zu schreiben angefangen habe, diesbezüglich nicht viel Unterstützung gegeben.

Gut in Amerika kannte man wahrscheinlich schon das kreative Schreiben und konnte es an den Colleges lernen und im kommunistischen Leipzig dab des das Sprachinstitut, aber das war weit weg und Internet zum rasch mal hineingooglen, hat es keines gegeben.

So habe ich mir dementsprechend schwer getan, einsam vor mich hingeschrieben, dann habe ich noch, was mich heute noch irgendwie traumatisiert von der Monika und dem Gerhard ein negatives Feedback bekommen, als ich ihnen die „Einladung zum Tee“ zeigte.

Gut, das war kein Text mit dem man den Nobelpreis bekommen hätte, aber muß man das einer schüchternen Schreibanfängerin sagen?

Ich habe zwar weitergeschrieben, trotzig  verbissen, „Jetzt erst recht gedacht!“ und mein Schreiben, wie mir manchmal meine Kritiker vorwerfen mit „Zähnen und mit Klauen“ verteidigt. Tue das noch immer, weil ich wahrscheinlich innerlich noch glaube, daß ich das eigentlich nicht darf, nicht kann, etcetera.

Nein, daß ich es kann, glaube oder weiß, ich inzwischen eigentlich schon und auch, daß man den inneren Kritiker ausschalten und erst mal in einem „Freewriting“ losschreiben, sich Fehler erlauben und später korrigieren kann.

Das weiß ich wahrscheinlich durch das „Writersseminar“, dessen „Tage der offenen Tür“ ich viel später zu besuchen begann und dessen Gründerin Judith Wolfsberger diese Ideen ja aus Amerika mitnahm.

Damals hat, glaube ich, die Bruni zu mir gesagt, daß jeder Satz sitzen muß, bevor man etwas herzeigt oder hergibt.

Gut, das war damals so und man war damals der Ansicht, daß einem die Muse küssen muß man das Schreiben nicht lernen kann und so hat jeder vor sich hingeschrieben, bis er den Nobelpreis bekam, oder sich das gar nicht erst getraut zu wollen, weil ich glaube, auch Andre Heller einmal im Radio sagen gehört zu haben, daß man das nicht darf, weil sonst der gute alte Goethe beleidigt wäre.

Gut, der hat selbst geschrieben und den Nobelpreis nicht bekommen und ich habe mich am Anfang meines Schreiben, ich gebe es zu, öfter in den Gedanken ihn zu bekommen hineinphantasiert.

Das ist natürlich nicht möglich, weil den ja nur einer im Jahr bekommt und inzwischen, glaube ich, gar niemand mehr, weil sich das diesbezüglich Kommite zerstritten hat und ich schon wahrscheinlich damals der Meinung war, daß jeder der das will, schreiben soll, das war wahrscheinlich meine pädagogische Seite die das dachte, habe ich ja, außer schreiben auch Psychologie studiert und die Monika hat mich damals auch in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gebracht, der vom „Bund der demokratischen Frauen“ veranstaltet wurde oder von dort herkam, also etwas kommunistisch war und damals gab es ja noch die DDR, ich aber Frauen, wie Marie Therese Kerschbaumer, Christa Stippinger, Elfriede Haslehner, Hilde Langthaler und auch Arthur West kennenlernte und den „Arbeitskreis“, obwohl Bärbl Danneberg, die ihn leitete, immer sagte, daß sie nicht in den Literaturbetrieb hineinwollen, für die „Gruppe 47“ hielt, denn ich wollte  das ja und habe es nicht geschafft, bin aber immerhin ein paar Jahre später dadurch in GAV gekommen, habe angefangen meine Texte herumzuschicken und später 1989 oder so auch mein erstes Buch, bei dem berühmten Jack Unterweger herausgebracht, der damals in Stein eine Literaturzeitschrift und einen Kleinverlag hatte.

Das ist lange her und die Zeiten haben sich geändert. Die Schreibschulen sprießen, wie die Schwammerln aus dem Boden, es gibt nicht nur das Literaturinstitut in Leipzig neu, sondern acuh das „Institut für Sprachkunst“, die „Schule für Dichtung“

Ich bin über die Präsentation von Judith Wolfsbergers Buch „Frei Schreiben“ an der „Sigmund Freund Uni“ mit dem „Writersstudio“ gekommen und die hat mich, glaube ich, auch auf den „Nanowrimo“ und das „Literaturcafe“ aufmerksam gemacht und viele Autoren versuchen sich durch Schreibschulen und Schreibkurse einen Nebenerwerb zu verdienen.

Damals gab es keine Schreibratgeber und als ich auf die „Schule des Schreibens“, diesen Fernlernkurs, den es damals schon gab und bei dem, glaube ich, auch Jack Unterweger das Schreiben lernte, habe ich mir begierig das Probematerial bestellt und war über die „Fünfzehn goldenen Regeln“, die dabei waren sehr begeistert.

Denn damals hat einem niemand gesagt, wie man und, daß man das Schreiben lernen kann und ich glaube auch, daß man, wenn man damals den Kurs dort buchte, unterschreiben mußte, niemanden in das in das Arbeitsmaterial das es dort gab, hineinschauen zu lassen.

Das hat sich jetzt auch geändert und das ist gut so, denn das „Writersstudio“ bietet seit es in die Pramergasse übersiedelt ist, jedes  Jahr zwei Tage lang kostenlose Schnupperseminare an, die sich von Jahr für Jahr erweitern und man wenn man sie besucht, wirklich viel lernen kann.

Nun, ich habe das Schreiben trotzdem und vorher gelernt und glaube, es auch schon gekonnt zu haben, als ich 2000 beim „Sternpreis“ gewonnen habe und da auch in eine Schreibwerkstatt geladen wurde.

Dort wurde auch nicht kritisiert und, daß es auch kreatives Feedback geben kann, weiß ich auch erst durch das „Writersstudio“, die das auch anbieten, im „Arbeitskreis“ wurde auch ziemlich querbett herumgekritelt und zerrissen, wie es auch weiland Marcel Reich Ranicki und wahrscheinlich auch die „Grupe 47“ tat.

Durch das Internet bin ich auf das „Literaturcafe“ und den „Nanowrimo“ aufmerksam geworden und als ich noch in den Siebzigerjahren, glaube ich, einmal in der „Alten Schmiede“ war, stellte dort jemand sein selbstheruasgegebenees Büchlein vor, worauf ihn Kurt Neumann sehr vorsichtig sagte, daß man das eigentlich nicht soll, weil das „Selfpublishing“, das Wort das man damals nicht kannte, weil es „Eigenverlag“ hieß, etwas sehr sehr Verwerfliches und ein absolutes No go war.

Trozdem gab es damals schon die Zuschußverlage, die waren das auch und haben die Autoren, die keinen Verlag fanden und schon daher den Spott hatten, auch gehörig ausgebeutet, so daß ich es durchaus für einen Segen halte, als der „böse Amazon“, den Selbstbuplishern, die Tore öffnete und es daher zu einer Kehrtwende kam.

Denn heute hat sich das Blatt gewendet, die meisten in Amerika geschulten Leiter oder Gründer von Schreibschulen sagen, daß man das Schreiben lernen muß, wie das Malen, Singen, etcetera.

„Handwerk ist wichtig!“, sagen sie und bieten solches an.

Die sogenannten professionellen Autoren rümpfen deshalb wohl noch immer die Nase, haben sich aber vielleicht auch in Leipzig, Hildesheim, Wien, etcetera, wo man ausgewählt und aufgenommen werden muß beworben, äußern sich dann mehr oder weniger kritisch darüber, fangen aber damit wahrscheinlich ihre Laufbahn an, indem sie zu einem Verlag vermittelt werden, von dort nach Klagenfurt kommen, für den Roman, den sie als Abschluß schreiben, ein Gutachten bekommen, mit dem sie zu „Suhrkamp“, „Hanser“ oder „Rohwolt“ gehen und die Anderen finden in Internet Leute, wie Annika Bühlemann,die kostenlose Schreibtips geben, „You tube-Filmchen“ über „Heldenreise, Personen- und Figurenentwicklung“ machen und dann natürlich auch ihre“ Wowkurse“ haben, zu denen, wie im „Writersstudio“,  viele Interessenten kommen, die sie buchen.

Über Annika Bühnemann bin ich auf Julia K. Stein gestoßen, die auch „You tube-Videos“ macht und da bezüglich des „Nanowrimos“ jeden Tag ein paar Schreibtips gab.

Jurenka Jurk habe ich dann durch ihre Autorenmesse, die im Vorjahr, zeitgleich zur „Buch Wien“ veranstaltete, kennengelernt und die bietet ähnlich, wie Judith Wolfsgruber, vor ihren Online-Schreibkursen sehr viel Gratismaterail, wie kostenlose Webinare an, in denen man nicht nur auf ihren Kurs aufmerksam werden, sondern, wie ich finde, auch sehr viel lernen kann.

So habe ich im Vorjahr ein wenig mitgeschnuppert und im Sommer, gerade als ich mit der „Magdalena Kirchberg“ angefangen habe ihr Webinar über das „Zeitmanagement“ gesehen und auch darüber geschrieben, dann gab es ein Webniar zur „Heldenreise“, das, was die, wie schreibt man einen tollen Roman-Ratgeber, ja für das non plus Ultra eines Romanes halten und jetzt kam zwischen den Jahren, ein kostenloser fünf Tage Schnpperkurs, wie man 2019 zu seinem Romanjahr machen kann, etwas was, für mich vielleicht gerade richtig kommt, da ich, kurz vor Erschenen der „Unsichtbaren Frau“ und dem Korrigieren der Magdalena ein wenig ausgepowert bin und mich frage, warum soll ich wieder etwas schreiben, wenn ich schon fast fünfzig selbstgemacht Bücher habe, die keiner lesen will und auch keine neue Idee habe, weil ich über alles schon geschrieben habe.

Da kam mir dann schon die Idee, daß ich als nächstes, statt noch einen Roman über ein schon ausgelutschtes Thema, vielleicht einen „Literaturgefüsterbuch-Band zwei“ mit all den Schreibthemen und den Buchvorschauen machen soll, denn da hat sich bei mir ja inzwischen einiges angesammelt und weil ich die Woche zwischen Weihnachten und Neujahr ohnehin in Harland verbringe, habe ich mich zu dem „Mini- Schnupperkurs“ auch angemeldet, wo ich seit Mittwoch jeden Tag ein Arbeitsblatt bekomme und man sich in einer Facebookgruppe austauschen konnte.

Das war zwar nichts für mich, weil Facebook-Verweigerin. Das Schlußseminar kann man sich  aber heute Abend auch so ansehen und so habe ich mir die letzten fünf Tage auch ein wenig Gedanken gemacht, wie ich 2019 zu meinem Romanjahr machen könnte.

Also die Arbeitsblätter  zu „Ziel anpeilen“, „Zeit planen“, „Voraussetzungen checken“, „Sicherheitsnetz erweitern“ und „Zielfestlegung“ durchgesehen. Ich habe ja in Harland keinen Drucker, um sie auszufüllen und bin darauf gekommen, daß ich nach fünfunfvierzig Jahre schreiben, no na, wahrscheinlich ohnehin schon sehr weit gekommen bin, habe ich ja schon fast fünfzig selbstgemachte Bücher und da ist es für die heutigen Autoren, warhscheinlich viel einfacher, als ich es damals hatte, denn die schicken vielleicht gar nicht mehr unverlangt zu „Suhrkamp“ oder „Fischer“, sondern bewerben sich in Leipzig oder Wien, beziehungsweise buchen sie die „Romanschule“ bei Jurenka Jurk oder den „Wow -Kurs“ bei Annika Bühnemann und lernen dabei die Figuren zu entwickeln, den Plot zu erstellen, zu überarbeiten und  auch noch ein Verkaufsexpose zu erstellen, etcetera, so daß sie es dann bei Verlagen oder Agenturen versuchen oder wenn das nicht klappt ihren Roman bei „Amzon“ einstellen können, wo man immer die Erfolgsgeschichten hört, daß der Roman verfilmt wurde, man Unsummen dabei verdient, etcera.

Das schaffen warhscheinlich nur wenige, wenn überhaupt, denn das Problem, das ich bei der Geschichte sehe, ist, daß es zwar immer mehr Schreibende aber immer weniger Leser, die sich dafür interessieren gibt. Aber seit den fünfundvierzig Jahren, als ich zu schreiben begonnen habe, hat sich bis heute Dank  Internet sehr viel verändert.

Die Schreibtips sind frei zugängig und man kann sehr viel darüber lernen, wie das Schreiben geht, ohne ein einziges Seminar zu kaufen. Die You tube-Videos und sonstigen Schreibtips, glaube ich, reichen und das finde ich sehr schön und kann auch gleich verraten, was ich mir von dem fünftägigen Schreibgeschenk von Jurenka Jurk mitgenommen habe, wobei ich natürlich weiß, daß ich durch meine fünfundvierzigjährigen Schreibversuche, ich schreibe ja wahrscheinlich schon länger, als Jurenka Jurk am Leben ist,  schon einiges selbst herausgefunden habe und so habe ich gleich beim ersten Arbeitsplatt, wo es um das Festlegen der Ziele ging, gedacht, daß ich das in dem Morgen erscheinenden Artikel ohnehin schon vorausgeplant habe. War 2018 doch insofern ein Wowjahr für mich, als daß ich in der „Alten Schmiede“ gelesen habe, zweimal mit der Ruth den öffentlichen Raum begangen habe. Der“Hammer“ mit den Texten und auch die „Volksstimmeanthologie“ von 2016 erschienen ist, etcetera und, um die Frage wo ich 2019 stehen möchte habe ich in der ersten April-Geschichte auch schon satirisch beantwortet. Real wird dann vielleicht die „Magdalena“ erschienen sein, die „Unsichtbare Frau“ sowieso. Ich arbeite dann an meinem eigenen Schreibratgeberbuch aus dem „Literaturgeflüster“ und ich könnte natürlich die „Magdalena“ auch bei „Amazon“ einstellen, statt, was ja immer noch ein wenig anrüchig ist und ich auch nicht ganz sicher bin, ob das jetzt ein richtiges Buch ist, weil ja selbst gedruckt und ohne ISBN-Nummer, die man zwar natürlich kaufen könnte, beim „Digitaldruck“ fünfzig mal selber mache und es dann, wie ich ja ohne Resonanz aber eigentlich ganau nach den Ratschlägen, versuche auf meinen Blog selber per Leserunde und Gewinnspiel zu „vermarkten“, vielleicht noch einmal die Verlage anschreiben, etcetera.

Könnte man machen, ob ich damit Erfolg habe, weiß ich nicht. In den letzten Jahren ist da ja das meiste schiefgelaufen, aber eigentlich habe ich ja über vierzig selbstgemachte Bücher und, daß ich mir da mehr Erfolg wünsche, habe ich schon öfter geschrieben. Eine kleinere oder größere Fanrunde würde mir da genügen, die es aber wahrscheinlich deshalb nicht gibt, weil die Leute, die schreiben, ja nicht so viel lesen und die im Lliteraturbetrieb, die außerhalb noch immer nicht so ernst nehmen, auch wenn in Leipzig und in Frankfurt die Selfpublisherhallen boomen.

Noch mehr Selbstvertrauen von Jurenka Jurks Webinar mitnehmen ist wahrscheinlich auch eine Lösung, denn eigentlich bin ich ja schon im Literaturbetrieb, war das wahrscheinlich scho seit ich das erste Mal in den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ gekommen bin und 1980 in dieser Vorläuferform der „Textvorstellungen“ gelesen habe, auch wenn mich Gustav Ernst und Marie Therese Kerschbaumer, die damals dazu eingeladen wurden, ziemlich links liegen ließen. Also nicht darin sondern daneben und ob ich jetzt unbedingt an fünfzigtausenste Stelle beim „Amazon Rankinng“ liegen möchte, ist wahrscheinlich auch keine Verbesserung.

Das „Literaturgeflüsterbuch“ mit den Schreibartikeln wird es vielleicht auch nicht bringen, weil sie die Leute wahrscheinlich mehr für sich sich selber, als für meinen Schreibwerdegang interessieren, kann für mich aber nützlich sein und wenn sich dann 2020 warhscheinlich erst oder später noch ein Buch mit einem etwas weniger abgelutschten Thema und etwas genauer nach der „Heldenreise“ konzipiert ergibt, wäre das auch sehr schön und ich finde es ja, wie gesagt sehr gut, daß viele Leute schreiben, interessiere mich dafür, auch wenn ich nicht alles lesen kann, versuche ich das doch zu tun und, daß es soviele Schreibtips im Netz gibt, finde ich auch sehr schön, denn jeder, der das will, soll schreiben und kann das auch oder kann es lernen und wenn man sich jetzt auch noch für das des anderen interessiert, wäre das auch sehr schön und so freue ich mich auf das abendliche Webinar, das Jahr 2019, das zuerst ein Korrigierjahr werden wird, auf die „Unsichtbare Frau“ mit der ich mich wahrscheinlich wenigstens mit dem Uli in einer Leserunde catchen werde, geht es da ja um die politische Situation und um einen rechten Blogger für den er das Vorbild war, geht es darin auch.

Eine Schreibgruppe habe ich, um mit dem Arbeitsblatt  vier abzuschließen, nach dem „Arbeitskreis schreibender Frauen“, den es bis cirka 1984 gab, ich bin aber, als die sich zu einem Verein mit vielen Regeln umgebildet haben, nicht mehr hingegangen, einige Frauen wie die Hilde Langthaler und die die Elfriede Haslehner und die Valerie Szabo aber lange noch privat getroffen, auch gehabt.

Hat sich der Robert doch als er nicht mehr Vizeobmann der LitGes war eine solche gewünscht, die Ruth hat sie mit der Ingeborg Reisner, die dann das Schreiben nicht mehr wie in der Schule lernen wollte, gegründet und ich bin, weil ich ja nicht so gerne konsumiere, erst spät das erste Mal ins Cafe Ludwig oder Fortuna gegangen. Habe dann Blut geleckt, wie man so sagen könnte und mir angewöhnt bei den jeweiligen Abenden, immer wenn es passte, eine Szene zu meinem momentanen Work on Progress zu schreiben.

Da waren Anfangs auch der Fritz Widhalm und die Ilse Kilic dabei, später haben der Robert oder die Ruth die Geduld verloren und die Gruppe mit enier Lesung im Amerlinghaus abschließen wollen, Peter Czak und auch Klaus Khittl haben aber weitermachen wollen,  Doris Kloimstein war da auch schon dazugestoßen, so gab sie dann noch eine Weile bis sich das Cafe Fortuna auflöste dort und dann noch bis Sommer bei mir, da hat sie dann Peter Czak, der wieder zurückgekommen war, an einen anderen Tag verlegen wollen und so ist ab März niemand außer der Ruth und der Doris mehr gekommen, so daß es sie seit Herbst nicht mehr gibt.

Ich habe auch was die Schreibbuddies, wie das jetzt so heißt, betrifft, ein paar meiner Bücher der Judith Gruber zum Testlesen gegeben, die mir dann auch einen Beschreibungstext dazu lieferte.

Das habe ich auch bei ein paar anderen bekannten Autoren versucht, es aus mangelnder Resonanz aber aufgegeben, so daß ich mir meine Texte jetzt meistens selber schreibe, habe mir aber angewöhnt mir bei den „Wilden Worten“ zu den jeweiligen Texten je ein Wunschgedicht zu wünschen, daß dann auch, so wie bei der „Unsichtbaren Frau“, wo aus dem „Schäfchen“ auch ein „Schälchen“ geworden ist, im Buch enthalten ist. Das kann ich, fällt mir gerade ein mit der ersten „Unsichtbaren Frau-Szene“, die ich übrigens, wie auch die „Nobelpreisszene“, die ich schon öfter gelesen habe, bei den nächsten „Wilden Worten“, als Gästin in der „freien Wildbahn“ lesen, das habe ich auch bei der „Anna“ so gemacht.

Also auf in das neue Romanjahr, wenn ich auch die Ausbildung nicht buchen werde und es vielleicht ein eher Reflektives werden wird.

2016-06-13

Ein Souvenier

Jetzt habe ich schon einige Andeutungen gemacht, daß ich mir aus dem heurigen Kroatien-Urlaub, die Idee für meinen neuen Roman mitgebracht haben könnte und höre schon meine Leser schreien „Schreib nicht soviel! Jetzt muß ja erst noch „Paul und Paula“ kommen, der „Adventkalender“ ist noch nicht fertig korrgiert und bei den „Berührungen“ bist du  noch mitten in der Arbeit und dann schreibst du auch immer davon, daß du ausgeschrieben bist!“

Ja, war bei den „Berührungen ein bißchen so und wenn man es kritisch sehen will, könnte man sie eine konstruierte Geschichte nennen und dann bin ich mit meiner Büchertasche nach Koroatien gefahren, habe die sehr poetischen Geschichten der Mariza Bodrozic und der Jagoda Marinic gelesen und irgendwann schon vorher gredacht, daß der Thomas Wollinger ja auf Kroatien auf Schreiburlaub fährt oder sich dort mit seiner Schreibgruppe trifft.

Die Ana Zinar vom Writersstudio bietet Schreibworkshops in der Toskana an und ich habe eigentlich gar nicht daran gedacht in Kroatien zu schreiben, zumindestens habe ich mir meine Manuskripte nicht migenommen. Wohl aber das graue Skizzenbuch, das mir der Alfred einmal schenkte und habe da meine Reisenotizen hineingeschrieben und mir auch gedacht, daß das viel zu dick für die drei Wochen Urlaub ist und, daß ich es wahrscheinlich noch das nöchste Mal dafür verwenden könnte und dann sind mir irgendwann, ich weiß nicht mehr wie, wo und wieso drei Namen „Claire- Klara -Clarisse“ eingefallen und habe sie in das Buch hineingeschrieben.

Als wir das zweite Mal in Trogir am Campingplatz ankamen und der Alfred uns Registrieren ging, habe ich gerade das Camping-Kapitel der Jagoda Marinic gelesen und da ist mir eingefallen, daß auf dem Campingplatz Rozak sehr gut eine dBp Jurorin den Sommer verbringen und ihre Vorschläge für die Longlist erstellen könnte und wenn ihr dabei noch Jagoda Marinic über die Schulter schaut…

Aber die geht ja nicht campen. Dann habe ich die „Gebrauchsanweisung“ ausgelesen und mit der Marica Bodrozic angefangen und wir sind weiter nach Zadir gefahren und da habe ich von einem Zauberer geträumt, der ein kleines Mädchen mit einem roten Luftballon von seiner Mutter weglockt und sie einer anderen Frau übergibt und die Geschichte oder die  Idee daztu ist enstanden und ich habe die nächsten Tage in mein kleines graues Buch geschrieben, so daß ich das fast voll zurückbringe und darin stehen die Notizen für meinen nächsten Roman, den ich beim nächsten „Nanowrimo“ scheiben könnte oder vielleicht schon früher, wenn man rechnet, daß ich für das Korrigieren der „Berührungnen noch den Sommer brauche werde.

Dann könnte ich im September damit anfangen und den „Nanowrimo“ auslassen oder was anderes schreiben, schummeln, korrigieren, etcetera….

Die Klara Winter ist jedenfalls eine dBp-Jurorin und Redakteurin bei der FAZ. Mit Achtzehn hat sie ihre Eltern bei einem Autounfall verloren, dann hat sie Literaturwissenschaften studiert, ist von dem Redaktuer Eduard gefördert worden, der auch der Vorsitzende der Jury ist, aber der hat sie vielleicht mit der ehrgeizigen Kollegin Karoline betrogen oder sie sie mit ihm.

So ist Klara mit ihrem Laptop, einer Kaffeemaschine, dem E- Bookreader und einem abgeschalteten Handy im blauen Bus nach Trogir aufgebrochen, sitzt dort vor ihrem Zelt und heult oder sie geht in die Stadt, pflückt dort wilden Lavendl, findet vor der Moncao-r einen zweihundert Kunuarschein und noch ehe sie weiß, was sie damit machen soll, wird sie von Sergej, dem Barbesitzer, einem Exilrußen, Saxophonspieler und Bootsbesitzer angesprochen und der stellt ihr später seine Lieblingscousine Clarisse vor, die die Managerin der Splitter Filmfestspiele ist. Die sieht Klara in einem Restaurant sitzen, Kaffee zu Salat und Tee zur Suppe trinken,  sieht sie dann aufs Klo verschwinden. Denkt  sie ist eßgestört Sergej erzählt ihr von ihrer schweren Jugend und von seiner Großmutter, die 1917 aus Rußland flüchtete und ihre Sommer in Ragusa verbrachte, erzählt er ihr auch.

Da hat Klara schon von dem Zauberer geträumt und ihre Biografie ist, daß sie ihrem Bruder Alex, als sie drei war und er acht durch einen Radunfall verloren hat. Seither haben sich ihre Eltern, die Mutter Lehrerin, der Vater Banker nicht mehr so um sie gekümmert und Clarissa erzählt von ihrer verschwhundenen Schwester Claire, die ihre Eltern zum Trennen brachte, so daß sie fortan bei den Großéltern aufgewachsen ist.

Eine Hochzeit in der Monaco Bar von der anderen Cousine Zusanna gibt es auch, wo Sergej Saxophon spielt, eine Möwe, die sich in ein Plastiksackerl verwckelt und von Sergej gerettet wird und noch vieles anderes, das ich mir in mein graues Buch notiert habe.

Karten, Bilder, Prospekte über Split und Trogir liegen auch dabei. Die werde ich sammeln, das Buch damit ausstatten und das Souvenier solange aufheben, bis es soweit ist, daß ich zum Schreiben meines nächsten Sommerromans im November oder so komme.

„Bora“ kann ich dann wieder lesen und es ist ein sehr schönes Souvenier, daß ich mr da von meinen Koatienurlaub mitgebracht habe.

Von Schreiblockade keine Spur, obwohl das fällt mir jetzt ein, mein Wunschgedicht vom letzten Mal, das ich von Richard Weihs bekommen habe, das ist auch sehr interessant.

„Schreiblockade“ und „Literaturarchiv“ habe ich mir da ja gewünscht, weil ich vor der letzten Veranstaltung mit dem Alfred dort war.

Interessant, was  Richard Weihs dazu gedichtet hat, vielleicht könnte ich das Gedicht sogar als Motto vor dem Roman stelen, wenn der einmal geschrieben ist:

„Da steh ich da und steh auch voll daneben:

Mit Schreibblockaden kann ich aber leben.

Nur eines kränkt mich dabei wirklich tief

So komm ich nie ins Literaturarchiv!

Passt irgendwie oder nicht und mal sehen, wie es mit dem Souvenier weitergeht. Sonst habe ich zwei Leiberl, eine Hand voll Lavendl, wilden Rosmarin, ein Lavendlsäckchen und ein schönes kleines Schreibeheft aus einem dieser mondänen Geschäfte,  als Souvenier mitgebracht.

2015-10-19

Nanowrimo-Recherche und kroatischer Roman

Heute habe ich wieder ein bißchen Recherche für meinen Adventkalender gemacht, den ich ja am ersten November im Rahmen des „Nanorimos“ beginnen will, gemacht.

Das heißt, ich bin die Mariahilferstraße zum Westbahnhof gegangen, um mir die Situation dort anzuschauen, beim „Thalia“ habe ich einen Stop eingelegt, zuerst nach Cornelia Travnices „Junge Hunde“ Ausschau gehalten, ein Buch, das am Mittwoch bei Petra Hartlieb vorgestellt wurde und gestern auch in Frankfurt präsentiert wurde und habe dann gesehen, daß es „Chucks“, ihren ersten bei „DVA“ erschienenen Roman um 1.99 gab.

Jtzt muß ich nur noch herausfinden, wann ich ihn lesen werde, wollte ihn aber eigentlich schon immer haben und die „Jungen Hunde“ wünsche ich mir natürlich auch, aber erst habe ich ja noch drei Bücher von der Longlist zu lesen, nachdem ich mit dem Peltzer gestern fertig wurde.

Aber weiter  mit der Recherche, beziehungsweise zum MC Donald, dort einen Cheeseburger mit Pommes frites gegessen und eine junge Frau neben mir fragen gehört, ob Amsterdam in Holland liegt?

Mir dazwischen aufgeschrieben, daß die Nika Weihnachtsfrau, wenn sie einen Hamburger essen gehen wird, ja den Sandler Gregor Stefan oder eigentlich ist es ein ehemaliger Lehrer mit Parkinson, treffen könnte und ein vorlautes kleines Mädchen namens Adriana, das laut „Weißt du nicht, Weihnachtsfrau, daß man von Zuckerl, Karies bekommt? Sie weiß es nicht, Mama!“, durch die Mariahilferstraße schreit.

Ja, ja, mit der ersten Planung meiner vierundzwanzig Adventkapitel, wenn jedes circa dreitausend Worte hat, geht es sich schön aus, begonnen und dazwischen ist auch die Buch-Wien, also wahrscheinlich wieder schreibefreie Tage. Zum Schreiben will ich diesmal aber erst am ersten November anfangen, in den Gerngroß, wo schon die Weihnachtsbäume stehen, bin ich aber schon gegangen und einen Mord in der Praxis ihrer Schwester soll es auch geben und einen Journalisten, den sie vielleicht während ihrer Arbeit trifft, der ihr beim Mord aufklären hilft und ihre Diplomarbeit über Thomas Bernhard, Ärger mit ihrer Chef, etcetera, etcetera….

Dann bin ich in meine Praxis gegangen und danach in die „Alte Schmiede“

Dort wurde ein sehr interessanter Roman, der 1946 in Zagreb geborenen Dasa Drindic vorgestellt.

Nämlich „Sonnenschein“, so heißt er auch auf Kroatisch, ist aber das erste auf Deutsch erschienene Buch der Autorin, die lange in Amerika und auch in Belgrad lebte und Englisch unterrichtete.

So fand das Gespräch zwischen ihr und Kurt Neumann auch auf Englisch statt und Kurt Neumann erklärte in der Einleitung, daß es sich um einen dokumentarischen Familienroman handelte und in dem Buch, das aus drei Teilen besteht, ist, das habe ich schon beim Durchblättern am Büchertisch gesehen, eine Art Telefonbuch enthalten, nämlich die Namen der aus Italien oder Kroatien deportierten Juden und, um eine dieser Familien geht es in dem Roman, der 2006 beginnt, in den ersten Weltkrieg zurückgeht. Diese Familie flüchtet sich, wie Kurt Neumann erklärte in den Faschismus und die Heldin Haya Tedesco bekommt von einem SS-Mann ein Kind, das wird ihr entführt, wächst in einer deutschen Familie auf und zweiundsechzig Jahre später. kommt es zu einer Begegnung zwischen Mutter und Sohn.

Dasa Drindic las ein paar Stellen auf Kroatisch, Kurt Neumann die auf Deutsch, eine Frau fragte sehr viel nach.

Es waren auch einige Prominente, wie Annemarie Türk im Publikum und wahrscheinlich auch viele Fans der Autorin, da sich anschließend eine lange Autogrammschlange bildete.

Ich ging nach Hause, habe ich ja genug zu lesen und die drei Finalisten des heurigen „Alphas“ wurde auf der www. buecher.at Seite auch bekanntgegeben.

Jetzt muß nur noch die Einladung für die Preisverleihung am siebzehnten November kommen, obwohl ich alle drei Bücher der Endnominierten schon gelesen habe und eigentlich auch nicht bezweife, daß Valerie Fritsch die heurige Siegerin werden wird, aber mal, sehen, es gibt ja immer wieder Überraschungen. Ich bin gespannt.

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