Literaturgefluester

2021-04-11

Grillparzer in Bratislava und Mittagessen mit Ruth

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 19:47
Tags: ,

Die Ruth ist ja isehr bemüht, in Zeiten wie diesen,wo wir ja wieder im scharfen Lockdown leben, Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten sind und man wenn man dennoch dorthin geht, regisgtriert und mit Pefferspray besprüht wird, bemüht, ein Treffen erinnern wir uns, ab vier Personen gilt als Veranstaltung und muß angmeldet werden, da diesbezügliche Verordnung aber, glaube ich, noch nicht heraussen ist,-ein solches im Rahmen eines Freiluftprivatissimum für Freunde und Freundinnen trotzdem stattfinden zu lassen. Hat sie ja vor einigen Jahren ein Buch über Grillparzers Reisen geschrieben und so hat sie am siebenten Dritten vor dem Grillparzerdenkmal im Volksgarten über seine Reise nach Griechenland referiert.

Da waren nur ich und ErikaBrunngraber plus ihrem Hündchen die Zuhörerund heute ist es nach Bratislava gegangen, bzeihungsweise ist Franz Grillparzer, der K u K- Hofdichter und Hofarchivbeamter dorthin gereist und hat dort ein Theater besucht und ich bin wieder, weil ich vorher auf die Bank mußte, um nachzusehen, ob meine Finanzamtrückzahlung schon eingetroffen ist, zu spät gekommen und war daher als ich mit dem Alfred zehn nach elf das Grillparzerdenkmal erreichte sehr erstaunt,dort etwa zehn Personen vorzufinden.

Die Ruth hat gelesen und nachher hat es noch eine Diskussion darüber gegeben, was Grillparzers Bratislava Reise mit dem Denkmal im Volkssgarten zu tun hat?

Eigentlich nichts natürlich, denn die Ruth hat ein Buch geschrieben in dem sie auf Grillparzers Spuren nachgereist ist und weil man sich in Zeiten, wie diesen ja diesbezüglich nicht im Literaturmuseum, „Gesellschaft“ oder an sonstigen literarischen Orten treffen kann, war das vielleicht ein Treffpunkt, das Grillparzer Denkmal im Volksgarten zu erkunden.

Das ist ein bißchen ungepflegt und auch von Gittern versperrt, so daß man sich nicht auf die Sitzbänke setzen kann und die Ruth hat diesmal auch die Grillparzer-Gesellschaft eingeladen beziehungsweise hat die auf die Lesungstrilogie hnigeiwesen. so war diesmal nicht nur Erika Brunngraber mit ihrem Hündchen da, sondern auch Werner Grüner und Andrea Pauli vom ersten Wiener Lesetheater. Silvia Bartl, die mich ja einmal mit meinen„Mittleren“ von Literaturhaus ausgladen hat und jetzt schon selbst lange nicht mehr dort tätig ist. Monika Gentner, die diesma heuer den „Tag der Freiheit des Wortes“ veranstaltet und noch ein paar mir unbekannten Damen und Herren, die offenbar Mitglieder der Grillparzer Gesellschaft sind. Es gab eine Diskussion und auch den Hinweis, daß man Franz Grillparzers Arbeitszimmer im Literaturmuseum, wenn dieses wieder geöffnet ist und eine Frage von Andrea Pauli in welchem Zeitraum Franz Grillparzer tätig war?

„In der 1948-Revolution!“, habe ich hineingerufen.

„Aber er war auch ein sehr regierungskritischer Mann!“, warf Ruth Aspöck ein und wollte nicht, obwohl, es ihm mehrmal sangeboten wurde, geadelt werden. Dazu war er zu selbstbewußt und im nächsten Jahr gibt es für den 1791 in Wien geborenen und 1872 ebedort Verstorbenen, ein Jubiläum für das der Präsident oder Gesechäftsführer der Grillparzer-Gesellschaft der ebenfalls anwesend war, sorgen wird. Er hat sich auch bei der Ruth für ihre Initative in Zeiten wie diesen trotzdem Freiluftveranstaltungen zu machen, bedankt und wir sind nachher noch ein bißchen auf den Bänken gesessen und haben unterhalten, wie es uns so geht.

Nachher sind wir mit der Ruth in unsere Wohnung gegagen, hat der Alfred doch die Ruth zum Essen eingeladen und damit wir nicht zu lange darauf warten müssen, für dieses schon mexikanische Chips miteiner entsprechenden Sauce vorbereitet. Dazu gab es Prosecco und nachher Calamari, Thunfisch und Reh- oder Hirschfilt, Organgensalat gab es auch. Am Essen mangelt es also nicht und da muß man wohl auch aufpassen nicht zu dick zu werden, weil man sich ja in Zeiten wie diesen eigentlich nicht bewegen darf. Aber dann steigt der Bluthochdruck und die Colesterinwerte und man wird vielleicht zum Risikopatient und das darf und soll nicht sein.

Also ein Hinweis auf die dritte diesbezügliche Veranstaltung, die zum Thema Instanbul am neunten Mai stattfinden wird und für den Herbst hat die Ruth auch schon etwas geplant. Da wird es, glaube ich, um Che Guevara gehen, also seinen wir gespannt.

2021-03-07

Freiluftprivatissimum Grillparzer

In Zeiten wie diesen darf man ja vieles nicht oder eigentlich nur eines zu Hause bleiben, Abstand halten, testen, Masken tragen, daß dabei aber vieles überbleibt ist vielleicht auch ganz klar, die pyschischen Auswirkungen, wie Depressionen, Angststörungen steigen und auch die gesundheitlichen Beschwerden wie Thromposen werden zunehmen, wenn man nicht aus dem Hausgeht, die Abwehrkräfte sinken und man ist dann vielleicht mehr für dieses Virurs empfänglich und die geistige Fitheit sinkt ebenfalls, wenn man nicht in Theater, Konzert oder anderen Veranstaltungen gehen kann.

Lesen kann man zwar immer, schreiben auch und sich die Veranstaltungen in der „Alten Schmiede“, „Gesellschaft für Literatur“, Literaturhaus, etcetera, per Livestream ansehen. Aber das ist, obwohl ich das ja regelmäßig tue, nicht ganz das Gleiche, der soziale Austausch fehlt und ich merke beispielsweise oft am Donnerstag, wenn ich da meine Stunden telefonisch mache und mein „Corona-Texte-Buch“ korrigiere und seit Sonntag, wo wir ja meist auf die Mostalm gehen oder in Harland sind, wo wir die Rudolfshöhe besteigen, nicht aus dem Haus gekommen bin, daß ich mich unwohl fühle und angespannt bin undsollte also aus dem Haus. Das tue ich derzeit meist am Samstag, wenn es eine Demo gibt und ich kann, was die Gestrige betrifft, schreiben, daß ich zwar nachher körperlich sehr fertig war, es mir aber psychisch besser ging und heute war auch etwas los, denn da hat ja die Ruth, vielleicht aus ähnliches Gründen zu einem „Freiluftprivatissimum für Freunde und Freundinnen“ eingeladen, wo sie im März April und Mai vor dem Grillparzer-Denkmal im Volksgarten aus ihrem Buch „Reisen mit Grillparzer“ lesen und hat dazu die Kapitel über Griechenland, Bratislava und Istanbul ausgesucht.

Heute war das auch ganz problemlos möglich. Ab April wird sich, wenn die neue Covid-Novelle durchgeht, etwas ändern, weil die Ruth dann ja um eine Genehmigung ansuchen muß, um das unkontrollierte Zusammenkommen der Bevöllkerung zu verhindern und sie lieber mit Test in einen Schanigarten zusammenbringen zu lassen, aber wenn die Veranstaltungen dann so, wie die heutige werden wird, wird es trotzdem kein Problem sein, denn heute hatte das Privatissimum nur drei Teilnehmer, die Ruth, die Frau Brunngraber, die Tochter von Rudolf Brunngraber, mit der sie befreundet ist und jetzt sogar im selben Haus wohnt und ich.

Also von da kein Problem und es war sehr schön an diesem sonnigen Vormittag durch die Stadt in den Volksgarten zu laufen.

„Wo bleibt der Alfred?„, werden da vielleicht meine Leser fragen.

„Ist er auch nicht mitgekommen?“

Nein, weil wir sonst ja schöne Fotos hätten. Er hat stattdessen ein neues gelbes Auto und ist mit diesem mit dem Karli nach Villach gefahren und so bin ich allein losmarschiert und hatte zuerst keine Ahnung,wo sich das Grillparzerdenkmal befindet.

Daß es im Volkssgarten ein solches gibt, hatte ich keine Ahnung. Die Figur des großen Dichter aber gut gekannt, denn die war, glaube ich, auf dem Cover meines Deutschbuchs in der Straßergasse und ich habe von oder über Grillparzer ja einiges gelesen.

Gesehen auch schon was, denn er war ja hauptsächlich Dramatiker und da gab es im meiner Schulzeit, als ich ein Theater der Jugend-Abo hatte wohl einige seiner Theaterstücke und ich kann mich auch an mein Erlebnis mit der Städitschen Büchereifiliale Elterleinplatz erinnern, wo ich als Hauptschülerin eingeschrieben war. Da wollte ich, glaube ich, einen Krimi lesen. Die strenge Bibliothekarin hat abgewinkt. Ich bin mit einer Grillparzer-Gesamtausgabe nach hause gekommen. Habe sie auch angelesen und dann zwei Wochen später wieder zurückgebracht. Habe ich mit der „Sappho“ der „Medea“ und dem „König Ottokar“ damals nicht so viel anfangen können, obwohl ich von „Weh dem der lügt“ sehr begeistert war. Da war es der Küchenjunge Leon, der mich sehr beeindruckte.

Da ich aber kaum ins Theater gehe, bin ich keine Grillparzer-Spezialistin. Er ist aber ein großer österreichischer Dichter. Deshalb hat er auch ein großes und trotzdem sehr verborgenes Denkmal im Volksgarten und die Ruth erklärte dazu, nämlich, daß Franz Grillparzer 1791 in Wien geboren wurde und 1872 dort verstarb. Dazwischen ist der Hofarchivdirektor, glaube ich, auch viel auf Reisen gegangen. Das hat die Ruth in ihrem Buch sehr schön beschrieben und ist ihm auch sehr genau nachgereist.

Im Denkemal sitzt er in der Mitte. Einen Lorbeerkranz gibt es, glaube ich, auch. Die Sitzbänke, die es an den Seiten gibt, sind aus Denkmalschutzgrünzen abgesperrt und auf der Seite, das Denkmal ist recht groß, gibt es sechs Szenenbilder aus seinen Werken. Auf der Linken Reliefs aus der „Ahnfrau“, dem „Traum ein Leben“ und dem „König Ottokar“ auf der anderen, dazwischen sitzt der Meister, ist die „Sappho“, die „Medea“ und „Des Meeres und der Liebe Wellen“ abgebildet und Franz Grillparzer ist mit dreiundfünzig Jahen, 1843 auf der Donau nach Griechenland gereist und dort wegen den türkischen- griechischen Spannnungen, die es damals gab, gleich in Quaratäne gekommen, was eine sehr aktuelle Parallele zu unserem Heute ist. Die Pest und die Cholera war, glaube ich, nicht daran schuld und diese Stelle hat die Ruth aus ihrem Buch gelesen.

Die Lesung war sehr kurz, weil die Ruth nicht sicher war, wie eine Lesung im Freien beim Publikum ankommt. Am Schluß hätte sie uns auch das Buch überreicht. Aber das habe ich schon gelesen, hätte es höchstens in den Bücherschrank legen könnte, wo ich mir vorher dachte, daß ich am Rückweg über die Westbahnstraße heimgehen und daher in der Stift- und in der Zieglergasse halt machen könnte. Kam aber nicht dazu, denn wir sind über den Burrgarten, ein Teil davon war wegen der gestrige Demo bedingt noch versperrt. Man konnte aber beim Heldenplatz hineingehen und beim Abraham a Santa Klara-Denkmal wieder hinaus. Da überlegten wir dann was mir machen könnten und ich habe geantwortet „Du könntest mich auf einen Kaffee einladen?“, weil man da auch aufs Klo gehen kann, was ja derzeit im öffentlichen Raum eher schwer möglich ist.So sind wir eine Weile vor einer Bäckerei gestanden, weil die Ruth da noch Kuchen kaufte und ich wundere mich ja immer, daß die Leute da geduldig eine viertel oder halbe Stunde stehen, um in das Geschäft zukommen.

und in der Stadt hat sich ja in der letzten Zeit viel geändert, was ich, weil ich ja sehr wenig aus dem Haus komme, hauptsächlich durch 0E24-TV mitgekommen, nämlich, daß man beim „Deml“, der berühmten Konditorei einen Kaiserschmarrn kaufen kann. Dieses Beispiel von dem ich schon vor ein paar Wochen hörte, scheint Schule gemacht zu haben. Denn neben der Bäckerei gibt es ein Restaurant, das auch einen solchen anbietet. Da kann man sich, glaube ich, auch einen Weißer Spritzer im Flascherl kaufen, weil offener Alkohol ja seit den sich die Leute im Dezember um Punsch anstellten, verboten ist. Seltsam, seltsam.

Aber jetzt werden ja vielleicht, wenn die Zahlen nicht zu stark steigen, vor Ostern, die Schanigarten öffnen, wo man gestestet vielleicht ein ein offenen Spritzer trinken kann und den im Flascherl kann man dann nur mehr alleine im Volksgarten trinken, weil tun das vier Personen braucht man eine Veraastaltungsgenehmigung, also seien wir gespannt wie es weiter geht.

Das nächste Mal ist jedenfalls Bratislava an der Reihe.Der akuchen war gut und als ich mich am Rückweg beim „Wortschatz“ umschaute, erlebte ich eine Überraschun, nämlich Ann Tizia Leitichs, der 1976 verstorbenen Schriftstellerin, die sich, wie ich „Wikipedia“ entnehme, sehr für die Frauenrechte einsetzte, Buch über die „Frauen um Grillparzer“.

Also kann ich mich, falls die nächsten Privatissimen von der Polizei verboten werden, in diesem einlesen und Franz Grillparzer merke ich an, kann ich mich erinnern, hat Zeit seines Lebens auch unter der Zensur gelitten, lebte er ja in der Metternichtzeit und hat da Theaterstücke geschrieben oder sie im Ladel seines Hofkammerarchivs liegenlassen und dieses ist ja jetzt das Literaturmuseum, wo man Grillparzers Amtzimmer bewundern kann und das liegt ziemlich genau Ruths neuer Wohnung gegenüber.

2021-02-18

Fast verpasster Doppelpack

Die „Alte Schmiede“ hat ja den „Dichterinnen-Dialog“ und da hat Frieda Paris ja einmal Meta März vorgestellt und die Ruth, die ein Buch über den Maler James Ensor geschrieben hat, hat sich im Zug der Recherche mit der 2019 verstorbenen Dichterin Brigitte Kronauer beschäftigt, weil die ein Buch über Ostende und oder dem Maler „Verlangen und Musik im Gebirge“ geschrieben hat und weil die Ruth ja eine sehr eifrige Feministin und Dichterin über siebzig ist, was Mieze Medusa, glaube ich, noch nicht so erkannt hat, daß es derzeit viele Frauen mit diesen Merkmalen gibt, hat sie sich in der „Alten Schmiede für die Reihe angemeldet und ich, die ich ihr Buch schon gelesen habe, habe mich auf die Veranstaltung sehr gefreut und der Ruth auch fest versprochen, sie mir anzusehen, als ich vorigen Woche bei ihr zum Mittagessen war. Dann hatte ich eine fünf Uhr Stunde und der Klient wollte auch diese Woche, um fünf anrufen.

„Geht sich gerade aus, wenn wir danach nach Harland fahren!“, habe ich gedacht und bin darauf gekommen, die Veranstaltung fängt schon um sechs an und, um halb acht gibt es noch eine Veranstaltung.

Was also machen, da wir ja nach Harland wollten und man eigentlich genaugenommen wegen des Lockdown light, ja um acht zu Hause sein muß?

„Macht ja nichts!“, könnte man denken. Derzeit gibts doch keine Liveveranstaltungen und Videos haben kein Ablaufdatum. Aber alle Livestreames der „Alten Schmiede“ sind nachher nicht mehr verfügbar. Nur ein paar Ausgewählte. Man kann aber anfragen, zumindest habe ich das bei Gerhard Jaschke einmal getan und es hat geklappt und so habe ich das auch getan und Annalena Stabauer hat mir auch gemailt, sie wird sich darum kümmern und gibt mir dann Bescheid. Aber ich hätte mir das Video am liebsten gleich anschließend angeschaut, um zeitgerecht darüber bloggen zu können und wollte, weil ich das Buch schon gelesen habe, auch nicht bis sieben in Wien bleiben und dann die andere Veranstaltung versäumen. Dann ist es wieder anders angekommen, denn Barbara Brunner hat mir ein Buch geschickt, das bis viertel acht kommen hätte können und einen Brief hatte ich auch noch zu schreiben.

Also während ich meine Stunden eintrug und der Alfred die mitzunehmenden Sachen einpackte, den Livestream eingeschaltet und die Ruth mit einer Blume im Haar aus dem Buch lesen gesehen.

Danach nach Harland gefahren, dort knapp nach halb acht angekommen, dabei habe ich Benedikt Wells „Hard Land“, das ich eigentlich zu Ende lesen wollte, im Badezimmer vergessen. Die ausgelesenen Bcher eingetragen und dann wieder in die „Alte Schmiede“, wo Jana Volkmann zwei Neuerscheinungen vorstellte. Sie tat das gerade mit der mir bisher unbekannten Volja Hapeyeva einer Lyrikerin und Übersetzerin aus Moldawien, deren Romandebut „Camel Travel“ bei „Droschl“ erschienen ist. Denn sie war im Vorjahr Stadtschreiberin von Graz. Ist derzeit, glaube ich, im unabhängigen Literaturhaus Krems Gast und wird im März, wie ich ergooglet habe, nach München gehen. Den Titel ihres, von Thomas Weiler übersetzen Romanes, habe ich nicht ganz verstanden, denn Volja Hapeyeva war gerade im Gespräch im Jana Volkmann und hat dann eine Stelle von einem Kind gelesen, dem die Mutter immer Grütze kochte, was es nicht essen wollte und den Brei dann an die Tauben verfütterte, das aber um die Mutter nicht zu enttäuschen, so tun wollte, damit sie es nicht merkt.

Es geht in dem Buch, das, wie in der Beschreibung steht, vom Heranwachsen in der SU handelt. Volha Hapeyeva wurde 1982 geboren, auch um Mode. Jedenfalls fragte Jana Volkmann, die Autorin danach und bin gespannt, ob ich einmal an das Buch kommen werde und dann begrüßte Jana Volkmann, die 1975 als Doris Mitterbacher in Schwetzingen geborene Mieze Medusa, die derzeit auch regelmäßig in der „Schmiede“ moderiert.

Zuletzt hat sie sie sich mit „Literatur und Rap“ beschäftigt und ich habe sie auch als Poetry Slamerin kennengelernt oder eigentlich 2008, als sie bei der „Rund um die Burg“ ihr Debut „Freischnorcheln“ vorstellte. Das Buch, das mich damals sehr interessierte, habe ich inzwischen auch gefunden. Zum Lesen bin ich aber noch nicht gekommen. Dafür war ich einmal in der „Gesellschaft“, als sie ihre „Mia Messer“ präsentierte und jetzt das neue bei „Residenz“ erschienene Buch, das „Du bist dran“ heißt und das Interessante daran ist, daß es darin auch, um drei Protagonisten zu gehen scheint, die, wie bei Carolina Schutti nichts oder scheinbar nichts mit einander zu tun haben. Eine Idee, die mich seit gerstern auch für mein nächstes Buch interessiert.

Da geht es um drei Generationen, die achtzehnjährige Agnesa, den vierzigjährigen Computernerd Eduard und die siebzigjährige Feministin Felicitas und da sagte Mieze Medusa etwas, was ich schon oben andeutete, daß es offenbar keine über siebzigjährigen Schriftstellerinnen gebe und ich dachte mir. was sagt sie nur?

Ich kenne jedenfalls viele. Kunststück bin ich das ja auch bald schon. Um den Gegensatz von Stadt Land scheint es in dem Buch auch zu gehen und, um Computer, denn die Generation der Agnesa ist ja damit aufgewachsen, während sich, wie Mieze Medusa zu meinen scheint, die fast Siebzigjährigen eher schwer damit tun. Interessant und spannend zu lesen, wenn ichs mals finde.

Da meine Leseliste aber sehr lang ist, brauche ich mich auch nicht besonders bemühen, habe ich ja nicht nur den Benedikt Wells zum Weiterlesen vergessen. Dafür aber heute einen Roman von dem mir bisher unbekannten Emil Bobi bekommen und der ist, habe ich herausgefunden ein 1958 geborener Journalist. Also einer der auch bald siebzig werden wird.

2021-02-11

Mittagessen bei Ruth, Donnerstag-Demo und verpasste Mahnwache

In Zeiten wie diesen kann man ja leicht depressiv werden, wenn man wie beispielsweise ich, in Wien mehr oder weniger zu Hause sitzt, jetzt vielleicht auch nicht mehr auf Demonstrationen kann, die Literaturveranstaltungen nur mehr bei Livestream miterlebt, wenn man da nicht Intiativen setzt.

Meine Initiative ist ja das „Literaturgeflüster“, mein Fenster zur Welt, wie ich immer schreibe, in dem ich meine Gedanken zu Stuation formuliere, mein drittes Corona-Buch korrigieren, OE24TV höre, um die Lage der Situaion zu erfassen, wo ich beispielsweise hörte, daß es bei Finanzminister Blümel eine Hausdurchsuchung gegeben hat, die Ruth ist da vielleicht initiativer, hat sie mir doch letzte Woche einen Brief geschickt und mich zu einem „Freiluftprivatissimus für Freudinnen und Freunde“ eingeladen, wo sie in den nächsten drei Monaten auf Grillparzers Spuren vor dem Grillparzer Denkmal Griechenland, Bratislava und Istanbul erkunden will.

Nächste Woche ist sie auch in der „Alten Schmiede“ und stellt da ihre und Brigtitte Kronauers Gedanken über James Ensor vor und zum Mittagessen hat sie uns jetzt auch eingeladen, wo man ja in Zeiten, wie diesen jetzt schon zwei Haushalte treffen kann.

Also hat sie bei dem Chinesen in ihrem Haus „sweet sour tiger prawns“ bestellt und einen Eierlikörguegelhupf gekauft. Der Alfred hat eine Flasche Champagner mitgebracht und fertig war das ideale Mittagessen und ein gesprächiger Nachmittag mit Erika Brunngraber, der Tochter des „Zucker aus Cuba-Dichters“, hätte ich nicht eine Stunde um fünf gehabt und dann gibt es da ja jetzt ab sechs wieder Donnerstag Demonstrationen.

Da war ich ja vor drei Wochen, habe ein interessantes Gespräch mit einer Sängerin geführt und mir ein paar „gerettete Lebensmittel“ darunter tolle Okras, die ich mir am näcsten Tag kochte, mitgebracht. Die Woche darauf sind wir nach Harland gefahren und vorige Woche wa rich nicht sicher ob ich wieder hingehen sollte, weil ein bißchen niedergeschlagen, da den ganzen Tag mit meinen Text allein zu Hause und dann hat es wieder einen Livestream gegeben. Am nächsten Tag sah ich dann ein „Standard-Video“ darüber und habe mich ein bißchen geärgert, also diese Woche mit dem Alfred hingehen.

Aber der wollte zuerst die Pressekonferenz über den eventuellen Blümel-Rücktritt hören und dann zur Mahnwache bezüglich der Schließung der ÖGB-Buchhandlung gehen. Also sind wir zuerst beide auf den Platz der Menschenrechte marschiert, wo ich ein paar Champignon und ein paar Fru-Frus für das morgendliche Mittagessen gerettet und mich mit einem Julius über die linken Demos-Initiativen, er war da sehr zuversichtlich, unterhalten habe. Der Alfred ist inzwischen schon zur Rathausstraße marschiert, ich bin etwas später nachgekommen, da zwar die Buchhandlung, aber keine Mahnwache gefunden und später im „Auge-Newsletter“ gelesen, daß der Weiterbestand der Buchhandlung bereits gesichert ist und Minister Blümel ist, wie ich höre, auch noch nicht zurückgetreten, kann mich aber erinnern, daß ich ihn einmal im Belvedere bei der Verleihung des „Europäischen und dann noch bei dem des österreichischen Buchpreis“ getroffen hat, als er noch Kanzleramtsminister war.

Und heute wäre der Opernball gewesen.

2021-01-20

James Ensor nachgespürt

Filed under: Bücher — jancak @ 00:08
Tags: , , ,

Das neue Buch meiner Freundin Ruth Aspöck, die ich, ich weiß nicht genau seit wann ich sie kenne und auch nicht mehr, wo ich sie kennengelernt habe, im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ war sie nicht und ich eigentlich nicht wirklich in der Auf-Bewegung, ich kann mich aber erinnern, daß ich einmal mit der Bruni und der Elfriede Haslehner wahrscheinlich im Cafe Jelinek gesessen bin und eine der Frauen mir erzählte, daß die Ruth einen neuen Verlag hat, in den wir,vielleicht veröffentlichen könnten.

„Da gehe ich hin!“, habe ich, glaube ich, gedacht odergesagt und es auch versucht. Hat leider nicht geklappt, obwohl die Ruth einige meiner Freundinnen und Bekannten verlegt hat, die Doris Kloimstein, die Irene Wondratsch, die Margot Koller sogar den Johann Barth, obwohl sie ja als eine der österreichischen Feministinnen und deshalb auch im Literaturmuseum abgebildet ist, gilt, den Verlag „Die Donau hinunter“ hat es bis 2007 gegeben.

Dann ist die Ruth in Pension gegangen, die ich ja spätestens durch die GAV kenne und wir sind mit ihr ein großes Stück auf ihrer Donauradreise von Wien nach Bamberg mitgefahren. Danach hat sie ihre Bücher beim „Löcker-Verlag“ herausgegeben, die ich gelesen habe und auch zu den Präsentationen gegangen bin, es gab ihr Tagebuch, ihr Reisebuch mit Grillparzer, die Geschichte der Kassiererin der Kantine, wo sie essen geht, eine Geschichte über ihr Schreiben und ihre Nachkriegskindheit und jetzt die Nachspürung des belgischen Malers James Ensor, von dem ich, ich gebe es zu, erst von der Ruth gehört habe, sie ist ja eine Zeitlang mitzu den Workshops von Stephan Teichgräber gegangen, da hat sie mir davon erzählt. Das Buch ist im Herbst erschienen. Die Lesung, die im Stifterhaus stattfand, kann man im Netz nachhören. In Salzburg hat sie, glaube ich, auch daraus gelesen und mir das Buch gebracht, als sie im Oktober mit dem Peter Czak bei uns essen war, weil die Jasminka nicht aus Brüssel kommen konnte und im Februar wird sie, glaube ich, in der „Alten Schmiede“, die „Büchner-Preisträgerin“ Brigitte Kronauer vorstellen, die, glaube ich, auch überJames Ensor geschrieben hat, der1860 in Ostende geboren wurde und 1949 dort gestorben ist.

Die Ruth hat ja einen eigenen literarischen Stil, den man glaube ich, als Personal Essay bezeichnen kann, dabei hat sie mit „Emma oder die Mühlen der Architektur“, einen Roman, glaube ich, angefangen. Dann gibt es, damals,noch im „Frauenverlag“ „Der ganze Zauber nennt sich Wissenschaft“.

Sie hat ja Theaterwissenschaft studiert und war dann, glaube ich, auch in verschiedenen Instituten tätig, dann gab es einige Bücher in ihren Verlag, über ihren Spanienaufenthalt, ihre Kubareisen bis zu „Kannitverstan“, bis sie jetzt eben als freie Schriftstellerin tätig ist, GAV-Vizepräsidentin war oder ist sie auch lang gewesen und da bekannte Persönlichkeiten wie eben den Franz Grillparzer oder den Maler James Ensor mit ihrer Biografie verbindet, auf ihren Reisen nachfährt und dabei einiges über sich selbst erzählt, was ich für interessant und spannend halte.

Bezüglich James Ensor ist sie mit ihrer Freundin Jasminka Derveux-Filipovic, mit der sie studierte und die in Brüssel als Dolmetscherin tätig war und, die ich auch einmal bei einem kultupolitischen Arbeitskreis kennenlernte, in Ostende gewesen und dort in das Ensor-Haus gegangen, in dem es im Erdgeschoß ein Souveniergeschäft gibt und auch die Familie Ensor hat dort offenbar seine Werke, Masken und auch anderes verkauft. Er hat Masken und Totenköpfe gemalt. Ein solches Bild ist am Cover zu sehen und ist da wohl auf den Geschmack gekommen, dem Maler nachzuspüren, der später, obwohl ich noch nicht viel von ihm gehört habe, offenbar sehr berühmt war. Sie wollte auch seine politische Wurzeln aufspüren und ist deshalb in die verschiedenen Archive gagangen. War Ostende doch in der Zwischenkriegszeit ein Hotspot der jüdischen Emigranten, so hat er dort vielleicht Stefan Zweig kennengelernt, Volker Weidermann hat ein Buch darüber geschrieben und mit Alfred Kubin hat Ruth ihn auch verglichen.

Der belgische Dichter Emile Verhaeren hat ein Buch über James Ensor geschrieben, der außer den Masken, und derben Motiven auch ein Triptychon und andere religiöse Motive gemalt hat.

Ruth Aspöck beschreibt ein wenig Ensors Arbeiten, der eigentlich keinen Stil zuzuordnen ist, beschreibt aber, was ich sehr sympathisch finde, sehr genau, wie sie dazu gekommen ist, über James Ensor zu schreiben, wie man das machen kann.

Es ist kein wissenschaftliches, sondern ein literarisches Werk, steht am Schluß des Buches. Trotzdem braucht man um über einen Maler zu schreiben, wohl einige Fachkenntnisse und auch Interesse an der Materie und das hat Ruth Aspöck war sie ja einmal mit dem Maler Franz Ecker befreundet und ist das noch mit Lore Heuermann, der Mutter von Sarah Wiener, die ihr die Technik der Lithographie erklärte, daß Jasminka Dervea-Filipovicux als Übersetzerin behilflich war, habe ich schon geschrieben.

Sie reist also nach Wien zurück, besucht dort die National- und andere Bibliotheken, um Unterlagen zu James Ensor zu finden. Sie beschreibt einen Sommer in Wien, wo alle ihre Freunde in ihren niederösterreichischen oder burgenländischen Häuser mit Gargten oder auf Reisen waren. Da habe ich das erste Mal aufgehört, etwas später dann noch einmal, als sie „die Radfahrt zu dritt um den Neuseiedlersee“ beschreibt, wo sie ständig an James Ensor gedacht hat. Davon habe ich nichts mitbekommen, in diesen Punkt ist die Ruth sehr schweigsam.

Im Buch steht, daß sie sich 2018 entschloßen hat über James Ensor hzu schreiben, daß sie dabei auf einen Roman von Brigitte Kronauer gestoßen bin, habeich schon gewußt, denn da hat sie mich, als sie an meinem Geburtstag bei mir war, darauf angesprochen und mich nach ihren Büchern gefragt.

Vor allem aber hat sie James Ensor, wie es schon im Untertitel steht, auf Reisen nachgespürt. Hat seine Bilder in München angesehen, war zu dritt am Gardasee, mit Jasminka in Brüssel und Venedig und immer wieder in Ostende, wo Ensor ja sein Lebens verbrachte, in Brüssel studierte, nie verheiratet war, aber in Augusta Boogaertes eine Lebensgefährtin hatte. Ansonsten hat er zuerst mit seiner Mutter und Schwester mit seiner Schwester zusammengelebt. Sein Vater war Engländer, daher wahrscheinlich der Vorname und außer für die bildende Kunst hat er auch geschrieben und war als Musiker tätig. Im Buch gibt es eine von Jasminka Derveaux übersetzte Skizze, wie er seinen Akademieaufenthalt erlebte und in der Albertina gab es 1942, also mitten im Krieg, eine von dem österreichischen Dichter George Saiko kuratierte Ausstellung.

Ein interessantes Buch in dem man, glaube ich, sowohl über den Maler, als auch über Ruth Aspöck Zugang zu dem Maler viel erfahren. Sie hat es bei der Lesung im Stifterhaus, als ein gutes Buch erwähnt und dazu gesagt, daß es ihr wichtig war, daß sich jeder daraus etwas Anderes mitnehmen kann, entweder über Ensor oder vielleicht über Franz Ecker. Mir hat es und das ist auch interessant meinen Zugang zu der Ruth und ihrem Schreiben noch mehr verstärkt.

2020-10-14

Literarisches Mittagessen

Die Ruth hat ein neues Buch geschrieben und zwar hat sie dem Maler James Ensor nachgespürt und ist dazu mit ihrer Studienkollegin Jasminka Derveaux-Filipiovic, die ich, glaube ich, schon einmal bei einem kulturpolitischen Arbeitskreis hörte in Brüssel, Venedig, Ostende und Gent gewesen und hat dort die Archive aufgespürt.

Das Buch „James Ensor aufgespürt – Neine Reisen zu dem Maler“ ist jetzt bei „Löcker“ erschienen und wurde am 28. September im „Stifterhaus“ vorgestellt. Ein Video über die Lesung kann man sich auf der Stifterhaus-Seite ansehen und es war oder ist, glaube ich, eine Lesetheateraufführung geplant, wo die Ruth gemeinsam mit Jasminka Derveaux-Filipovic auftreten wollte.

Da wollte sie zu uns zum Mittagessen kochen. Der Alfred kocht ja gern und viel, aber Corona beziehungsweise, die Reisewarnungen und Risikogebiete sind dazwischen gekommen, so daß Jasminka Deveaux-Filipiovic nicht aus Brüssel, wo sie wohnt, herkommen konnte.

In der „Alten Schmiede“ und im Literaturhaus werden ja auch laufend Veranstaltungen abgesagt, weil die eingeladenen Autoren nicht nach Wien kommen können, so hat die Ruth das Essen abgesagt, der Alfred hat aber gemeint, sie könne ja allein kommen oder jemanden anderen mitbringen und so ist ihre Wahl auf Peter Czak von unserer Schreibgruppe gefallen. Der ist ja, glaube ich, durch Robert Eglhofer in die Gruppe gekommen und hat sie als die eigentlich mit der Amerlinghaus-Lesung beendet war, weiter aufrechterhalten, so daß sie, als das Cafe Ludwig verschwunden war, eine Zeitlang bei mir stattfand, dann hat er aber den Termin verschieben wollen und ich bin einige Male mit der Ruth oder der Doris Kloimstein alleine dagesessen, so daß sich die Gruppe vor zwei Jahren auflöste.

Den Musiker Peter Czak zieht es aber doch zum Schreiben, so hat er mich schon vor ein paar Monaten angerufen und gemeint er würde nach Corona die Gruppe wieder beleben und jetzt gab es ein literarischen Mittagessen mit den Vorspeisenresten vom Sonntag, wo der Karl mit seiner Begleitung gekommen ist, überblieb, Spaghetti mit Tomatensauce, Saltimbocca mit Rosmarinkartoffeln und Salat und als Nachspeise den Käse, den der Karl am Sonntag mitbrachte, den restlichen Apfelkuchen, Mango und Gespräche über Literatur.

Die Ruth hat das Buch mitgebracht. Ich habe ihr und dem Peter die Meinen gezeigt. Da gibt es ja meinen Werkkatolog beziehungsweise, das „Literaturgeflüsterbuch II„, beziehungsweise das Dummie vom „Frühlingserwachen“, das gestern gekommen ist.

Die GAV hat auch einen neuen Folder in der sie sich, ihren Mitglieder und der Welt vorstellt. Die GAV-GV wird aber coronabedingt auch ausfallen, wie ja viele Veranstaltungen zumindestens für mich, weil ich ja schon wie erwähnt ein riesengroßer Maskenmuffel bin, was aber auch nicht so viel macht, da ja gleichzeitig die Frankfurter-Messe digital beziehungsweise per live stream stattfindet und da habe ich, weil ich ja coronabedingt jetzt außer meinen Stunden nicht soviel andere Termine habe, ja Zeit mich durch die verschiedenen Livestreams zu surfen und lesen, ja zu lesen habe ich auch sehr viel, so daß ich eigentlich gar keine neuen Bücher mehr brauche. Das neue Buch der Ruth ist aber sicherlich interessant und ich freue mich schon darauf, denn von James Ensor, der 1860 geboren wurde, habe ich eigentlich auch noch nicht soviel gehört.

Und mit der Doris Kloimstein habe ich auch telefoiert, da wir das Wochenende ja wieder nach Harland fahren, können wir sie ja am Markt, da man da ja für die Stehtische und das Essen und das Trinken keine Maske braucht, treffen und sie kann mir erzählen, wie das im Skriptorium im Stift Setenstetten und mit „Noahs Fest“ war.

2020-07-18

Auf den Markt zu Doris und Ruth und Friseurbesuch

Der heurige Sommer muß man ja sagen scheint sehr verregnet zu sein, so bin ich vorigen Samstag nach einem sehr sehr heißen Freitag durch den Regen nach St. Pölten gefahren und patschnaß dort an und wieder zurückgekommen.

Mir macht das ja nichts aus, gehöre ich ja noch zu der Generation, die bei jeden Wetter hinausgeht um die Immunkräfte zu stärken und gesund zu bleiben und diese Woche war das ebenso.

So bin ich gestern schon ein bißchen naß geworden, als ich mit dem Rad nach Wilhelmsburg gefahren bin und mir dort beim „Spar“ ein Croissant und einen Cafe latte kaufte, beides habe ich dann noch in einer regenfreien Phase auf der Bank vor dem Pflegeheim konsumiert und auch heute wieder durch den Regen auf den Markt, wo wir ja meistens, wenn sie nicht gerade bei ihren Enkelkinder in Bregenz oder sonstwo ist, die Doris Kloimstein treffen, ich einen Birnencidre trinke und eine Kaisekrainer oder einen Burger esse und dann noch zum „Hager“ auf einen Cafe latte oder Cappucino gehen.

Heugte war aber noch ein besonderer Programmpunkt angesagt, hat uns ja die Ruth schon bei ihrem Besuch zu Pfingsten gesagt, daß sie am Achtzehnten nach St. Pölten kommt, um dort zum Friseur zu gehen und die Brigitte S. zu treffen und Friseur ist ein besonderers Stichwort, denn da war ich ja schon lange nicht und sollte, da sich meine Haare inzwischen schon zu ringeln begannen, ich habe sehr dünne, einmal gehen.

Aber zuvor durch den Regen fahren, der war stärker als gestern, daher am Markt entsprechend wenig los. Der Alfred und die Doris waren schon da und wir haben ein bißchen über den Goldegg-Verlag, wo sowohl ihr, als auch das Buch vom Sucharit Bhakdi erschienen ist, gefachsimpelt, beziehungsweise habe ich mich erkundigt, ob das derselbe ist?

Ist es und in der letzten Woche habe ich auf den Markt auch eine ganze Büchertasche mitgebracht. Denn die Doris war ja die Glückliche oder Nette, die mit ihren schönen Corona-Gedichten mir den zweitausendsten Kommentar, pünktlich zum zwölften Bloggeburtstag oder soar schon ein bißchen früher geschrieben hat.

Da habe ich ihr ein Buch versprochen und ihr dann auch die „Dora Faust“ bringen wollen, denn da gibt es ja eine Stelle, wo die Dora ihren fünfzigsten Geburtstag feiert und verärgert über eine Freundin ist, die ihr Buch nicht in ihrer Zeitschrift besprechen will, weil „Eigenverlag, nein, wir wissen schon!“

Ich habe aber welche und schon sogar sehr viele, zwar, wie ich immer schreibe in keinem Eigenverlag herausgebracht aber schon selber veröffentlicht und da haben sich inzwischen auch in Harland schon einige angesammelt, die ich alle in die Tasche packte, um die Doris aussuchen zu lassen, welches sie noch nicht hat und was sie haben will?

Die anderen fünf Stück wollte ich eigentlich zur Seedosenzelle bringen, habe das aber regenbedinggt unterlassen und heute überhaupt keine Bücher gehabt, mich aber trotzdem mit der Doris ein wenig über Literatur unterhalten, denn das kann man ja immer, ihr ein bißchen von dem Ausflug nach Strobl und den den O-Tönen erzählt, aber auch, daß ich die Maria Seitz öfter am Markt gesehen habe und die mich zu einer „Etcetera-Präsentation“ in St. Pölten eingelacen hat, wo ich aber, obwohl ich an dem Tag sogar in St. Pölten war, um den Geburtstag der Schwiegermutter zu feiern, nicht war, weil wir gleich nach Wien gefahren sind und ich ins Cafe Prückl gegangen bin. Die Eva Riebler und die Riki die ich auch von den Osterspaziergängen der LitGes kenne, haben wir aber ma Sonntag in der Fahrradschenke in Ochsenburg getroffen, als wir von der Rudolfshöhe hinuntergekommen sind.

Also Gesprächsstoff genug und als wir schon die Ruth anrufen und fragen wollten, ob sie der Regen vertrieben hat, ist sie schon aufgetaucht und wir haben dann noch beim „Hager“ Cafe getrunken und Kuchen gegessen obwohl der im Sommer am Samstag, um eins schon schließt.

Das ist also St. Pölten mit literarischen Freundinnenbesuch, der Friseubesuch hat dann auch noch stattgefunden, denn in dem Haus der Brigitte S. in dem vorher ein Naturkosmetikladen war, gibt es jetzt einen solchen und der hat geschnitten und geföhnt, obwohl das Letztere eigentlich unnötig war, denn die Haare waren wieder sofort wieder naß, als ich mit dem Rad zurückgefahren bin.

Das Wetter ist also heuer sehr unerfreulich und unbeständig, die Klimaveränderungsgegener sehen das zwar als Beweis, daß es keine Klimaerwärmung gibt, ich denke aber doch, daß die Unbeständigkeit auch damit zusammenhängen kann.

Aber eigentlich ist mir das egal und ich kann meine Sommerschreibwerkstatt ja auch Indoor machen und muß mich nicht unbedingt mit dem Laptop auf die Terrasse setzen und da kann ich vermelden, das das „Rotbraun-karierte Notizbuch“ langsam, aber sicher weitergeht.

Siebenundzwanzig Seiten, 12 700 Worte und acht Szenen habe ich schon, aber noch immer keinen wirklichen Plot. Es wird aber wohl eine Mischung aus den Corona-Erlebnissen der Eja Augustin und dem Roman, den sie um das gefundene Notizbuch herum, schreiben will, werden.

2020-05-31

Pfingstsonntag Normalität mit der Ruth

Wir sollen ja jetzt allmählich, weil die Zahlen so gut sind, zu der alten oder vielleicht auch neuen Normalität, so genau weiß man das noch nicht, zurckkehren.

Also seit ersten Mai wieder Besucher in seiner Wohnung empfangen, zu Ostern war das ja noch verboten und man wußte auch nicht so genau, ob jetzt die Polizei durch die Türe stürmen und nachsehen darf, ob man vielleicht einen solchen unter seinem Bett versteckte?

Zum Muttertag war das schon anders. Da waren wir in Harland, haben gegrillt und die Doris Kloimstein dazu eingeladen, die sich dann doch nicht zu kommen traute, obwohl es am Markt meiner Meinung nach ja gefährlicher, beziehungsweise mehr Menschen waren, in Harland nur die Oma, die Anna und das Baby und das habe ich gehört, ist ja nicht so gefährdet und hat wahrscheinlich auch weniger Gelegenheit jemanden anzustecken, vor allem weil es ja noch nicht in den Kindergarten geht.

Jetzt ist aber überhaupt alles leiwand, weil die Geschäfte schon offen, die Hotels auch, die Bäder haben aufgesperrt, obwohl man sich bei diesem Wetter wahrscheinlich noch nicht, um einen der begehrten freien zehn Meter Plätze raufen muß.

Es ist Pfingsten und da wären wir, wenn wir in Harland wären und er stattgefunden hätte, zum Pfingstmarkt nach Nußdorf an der Traisen gefahren. Hat aber beides nicht, so bin ich auf die Idee gekommen, die Ruth zum Essen einzuladen, um dieses Pfingsten ein wenig literarischer zu machen.

Die Ruth ist auch eine Bezugsperson mit der ich während der Krise regelmäßig telefoniert habe, am ersten Mai habe ich sie dann bei der Oper getroffen. Sie ist schön mit Maske aufmarschiert, hat sie dann aber hinuntergegeben und jetzt hat sie auch keine aufgehabt, sondern mir eine weiße Eule mitgebracht, weil sie ihre Eulensammlung wegen ihres Wohnungsumzugs auflöst und sie sie daher in meinem Bücherregalen aufgestellt haben will. Da muß ich zwar wahrscheinlich erst Platz schaffen, ein Pfingstrosenstrauß war aber auch dabei und die „Autorensolidarität, die Zeitschrift der IG-Autoren, die man abonnieren muß, um sie zu bekommen, so daß ich nur die Nummern habe, die bei den GVs gratis aufliegen. Aber interessant, als mich die Cornelia Stahl am Freitag zum Eisessen abgeholt hat, hat sie mich auch gefragt, ob ich die neue Nummer, die gerade ausgeschickt wurde, schon bekommen habe?

Habe ich nicht, aber jetzt habe ich das Heft in dem viele viele Fotos von der letzten GV abgebildet sind, darunter einige von mir, die aber leider weder besonders schön noch besonders scharf sind.

Ein Portrait vom lieben Rudi gibt es auch und leider auch eine unerfreuliche literarische Nachricht, die ich allerdings nicht aus der „Autorensolidarität“ sondern von der Facebookseite der „Gesellschaft“ habe, Alfred Kollertisch, der Begründer der „Manuskripte“ ist gestorben und dem habe ich ja, meine Leser wissen es wahrscheinlich, als ich noch meine Texte herumschickte, jahrelang etwas zugeschickt und einmal, als ich in die Gav aufgenommen wurde und einen Text im „Wespennest“ hatte, ihm hoffnungsvoll geschrieben „Einmal werden sie mich auch nehmen!“

So kann man sich täuschen. Werden sie nicht, denn ich schicke nichts mehr hin, habe aber jahrelang das Heft zugeschickt bekommen, weil mir Hans Jörg Waldner einmal gesagt hat, ich solle im Kulturamt der Stadt Wien anrufen und mich auf die Gratisabonnentenliste setzen lassen. Dann habe ich eine Rechnung und die Mahnung sie zu zahlen bekommen und bin mit einem Telefontat mit dem Herrn Kolleritsch und der Frau Danielcyck draufgekommen, daß die ihr Abo schon lange aufgekündigt hat. Ein paar Mal ist das Heft dann noch zu mir gekommen und als ich mich dann mit der Sekretärin geeinigt habe, daß ich es wenn sie es mir weiterschicken, rezensieren werde, hat das aufgehört.

Also auch ein Großer weniger und in der „Autorensolidarität“ kann man lesen, daß auch Kurt Bracharz, von dich schon was gelesen habe und mit dem ich 2005 bei dieser „Text und Kritik-Werkstatt“ war und Hans Eichhorn gestorben sind.

Aber zurück zum Pfingsonntäglichen Mittagessen, Antipasti, nämlich Roastbeef und Artischocken, hat es zum Prosecco gegeben, danach Garnelen, anschließend Saltim Bocca und zum Desert ein Erdbeertiramisu, das ich schon am Samstag vorbereitet habe.

Literarische Gespräche, denn die Ruth hatte noch einiges vor, wird ja das Admiralkino wiedereröffnet und dort der Dohnal-Film gezeigt, den wir schon im Februar gesehen haben, bevor wir zu der Ruth ins Hinterthal zum Schiurlaub gefahren sind und die wird dort ihr „Auf Buch- Zündete Funken“ verkaufen, so daß wir uns ein bißchen über die vergangenen feministischen Zeigten, die Elfriede Haslehner, den Arbeitskreis etcetera unterhalten haben.

Ein Leben mit Normalität, langsam scheint das einzukehren und weil am fünfzehnten Juni ja wieder ohne Maske in die Geschäfte gehen kann, kann ich dann dem Baby rechtzeitig zum ersten Geburtstag auch eine Puppe kaufen und die Ruth will hat sie gesagt, wieder nach St. Pölten fahren, da können wir sie beispielsweise mit der Doris Kloimstein am Markt treffen, wenn die nicht da gerade in Innsbruck oder Bregenz ist, aber die hat mir jetzt einen regelrechten Gedichtereigen geschickt und mir auch mitgeteilt, daß man jetzt schon den Gottesdienst ohne Maske besuchen darf. Es geht also aufwärts, mein treuer Stammkommentierer Manfred Lagler-Regall, den ich schon vermißt habe, hat sich auch bei mir gemeldet und mir sein neues Buch als PDf geschickt und der Alfred hat die Ruth, weil wir für morgen Tafelspitz eingeplant haben wieder zum Essen eingeladen. Die wollte zwar mit der Erika Brunngraber, der Tochter des Superstars spazieren gehen, kann das aber auch mit uns auf die Mostalm machen, weil wir das auf den Montag verschoben haben. Das Restaurant war zwar, als wir das letzte Mal dort waren noch geschloßen, obwohl schon der fünfzehnte Mai vorüber war, aber schauen wir mal, ob auch da schon die Normalität eingekehrt ist und noch etwas Erfreuliches kann man für nach Pfingsten vermelden. Die Kinder dürfen da nämlich wieder ohne Maske in die die Schule gehen und sie dürfen auch laufen, Ballspielen und singen, was ich als Psychologin sehr sehr gut finde, weil ich mir schon Sorgen machte, wieviel Traumatsierungen da entstehn werden, die die Psychologen der nächsten Generationen aufzuarbeiten haben, aber da, richtig, werde ich nicht mehr davon betroffen sein, kann mich also auf den morgendlichen Besuch und den morgendlichen Spaziergang freuen und das Besuchsverbot und die Kontaktsperre der letzten Wochen auf diese Art und Weise ein wenig kompensieren.

2018-12-09

Buch Quartier und Ruths Abschiedparty

Filed under: Alltagsgeplauder,Veranstaltungen — jancak @ 19:33
Tags: , ,

Hanna Herbst beim Signieren

Hanna Herbst beim Signieren

Das „Buchquartier“ im „Museumsqartier“, den Markt der „Independant und Kleinverlage“ gibt es schon seit einigen Jahren im Dezember, der „Holzbaum-Verlag“ der ein Mitveranstalter ist, schickt mir immer das Programm, zweimal war ich, glaube ich dort, war aber immer etwas enttäuscht, weil die Veranstaltung, die groß angekündigt war, dann eher klein und unauffällig vonstatten gegangen ist und meistens war ich an diesem Dezember-Wochenende auch in Harland, wo es es dann ausgefallen ist. Diesmal aber nicht, diesmal habe ich mir Zeit für die Kleinmesse genommen, die von Samstag bis Sonntag jeweils zwischen elf und neunzehn Uhr stattfand.

Das heißt so ganz pünklich bin ich nicht gewesen, weil ich ja vorher Mittag gegessen habe, so bin ich am Samstag mit dem Alfred, glaube ich ,erst zwischen zwölf und eins in der Ovalhalle des MQ wo ich ja schon am Montag beim „Ohrenschmaus“ war, erschienen und war recht erstaunt, daß die Lesungen diesmal dort stattgefunden haben, wo am Montag die Preise vergeben wurden, die Sesseln waren noch so aufgestellt, nur die Bühne war etwas anders umd es hat auch viel mehr ausstellende Stände gegeben

„Vierzig veranstaltungen, hundert Verlage“ stand am Programmfoder und es hat auch Stände wie die „IG-Autoren“ das „Stifterhaus OÖ“, etceera, gegeben, die, glaube ich, neu waren.

Margit  Heumann war mit einem Stand vertrenten und hat mich dazu eingeladen, Luis Stabauer stand am „Hollitzer-Stand“ und  als ich vor dier Bühne nachdem ich kurz das Quartier abgegangen bin, Platz genomen habe, war es sehr sehr voll, denn Hanna Herbst hat gerade ein Pamphlet bezügich Femminsms beziehungs Regierungsildung vorgelesen und dazu offenbar ihren ganzen Freundeskreis mitgebracht. Mir war die Autorin unbekannt, fand ihre Thesen aber sehr spannend und die Warteschleife am anschließendenen Signiertiasch war auch sehr lange.

Dann folgte Stefanie  Schleemilch mit ihrem Buch „Morgengrauen“ aus dem „Duotinta-Verlag“ in dem es um eine junge Frau mit Psychoseerfahrungen ging.

Patrick Addai beim Trommeln

Patrick Addai beim Trommeln

Isabella Feimer folgte, die für die „NÖ -Literaturedition“ eine Anthologie zu hundert Jahre Frauenwahlrecht mit Texten von niederösterreichischen Autorinnen wie Simone Hirth, Sandra Gugic, Marlene Streeruwitz, Eva Rossmann und Cornelia Travnicek herausgegegeben hat und dann wurde es laut und spannend als Patrick Addai zum Trommeln anfnig und wieder einige seiner afrkkanischen Geschichten erzählte.

Vorher waren noch die Gebrüder Moped, zwei Satirikeran der Reiheund Christopher Wurmdople,r der sein Buch“Solo“ vorstellte, danach gab es einen Poetry Slam und ein Buch aus der „Morawa-Selfpublischer-Schiene“, ja das gab es auch.

Nicolas Mahler signierte an an seinem Verlagsstand, Anna Herzig, die ich, glaube ich, schon einmal in der „Aten Schmiede“hörte“, stellte ihr bei „Roland und Quist“ erschienenes Buch „Sommerreigen“ vor und dann kam Nicole Nakarewicz an der Reihe, die ich glaube ich von der „Texthobellesung“ kenne und, glaube ich, auch schon was von ihr gelesen habe.

Sie hat den „Holzbaum-Thrillerwettbewerb“ gewonnen und stellte das daraufhin entstandene Buch „Dein Fleisch und Blut“ vor, das auf meinem Badezimmerstapel liegt und  ich erst lesen muß. Dann ging es zu Ruths Abschiedparty, die ja von der Burggasse weg in eine kleine Gemeidewohnung ziehtund das, was sie sozusagen nicht mitnehmen konnte, verschenkte  oder verkaufte, aber ich habe mir vom Alfred im MQ noch ein Buch kaufen lassen, nämlich das bei „Milena“ von den Buchpreisnominierten von 2014 Michael Ziegelwagner, der ein Buch namens „Sebastian Ferien im Kanzleramt“, das, wie im Vorwort steht, natürlich alle Personen frei erfunden hat, obwohl die Figur am Cover unserem neuen jungen Bundeskanzler, der ja auch so heißt, verdächtig ähnlich sieht.

Bei der Ruth war es sehr festlich, wir sind bei ihr ja schon öfter bei Adventparties gewesen. Diesmal lagen ein paar Bücher, Bilder, Gläser, Nippes, zur freien Entnahme beziehungsweise für das Spendensparschwein auf, es gab Brötchen, Kekse und was zu trinken. Fingerfood, wie die Ruth es nannte, die ja schon in die neue Wohnung, die sich zufälligerweise in dem Haus befindet, unweit vom Literaturmuseum, in dem auch Erika Brunngraber wohnt, der Tochter des Dichters, der „Zucker aus Cuba“, „Karl und das zwanzigste Jahrhunder“ und und geschrieben hat und den ich von den „Büchergilde-Gutenberg-Katalogen“ und den Bücherkasten meiner Eltern kenne, umgezogen ist und wahrscheinlich ihren Hausrat schon mitgenommen hat.

Erika Brunngraber war mit ihrem Hund Coco tat, die Regisseurin Käthe Kratz, Elfriede Haslehner und Hilde Langthaler, die die Ruth, glaube ich, aus der Frauenbewegung kennt, die ja in den Neunehnhundertsiebzigerjahren den „Wiener Frauenverlag“ gegründet haben, der heute „Milena“ heißt und Männer, wie Michael Ziegelwanger verlegt und noch ein paar von Ruths Studienfreundinnen.

Ich habe mir ein Buch von Lore Heuermann, mit der ich mich ja bei der „Literatur im Herbst“ unterhalten habe, ausgesucht, ein Bild, das jetzt in meinen Vorzimmer hängt mitgenommen und mich entschloßen, auch am Sonntag wieder ins „Buchquartier“ zu gehen, wo ich dann, da ich wieder vorher schnell Mittag gegessen habe, den „Bachmann-Preisträger“ Tex Rubinowitz und auch Maja Silfredi versäumte, die ist allerdings am Nachmittag statt Anita Wiegele nochmals aufgetreten, so daß ich zu  Gerald Eschenauers Absurditäten „Es scheint Hoffnung“ aus dem „Mitgift-Verlag“ zurechtgekommen bin.

Dann kam etwas Interessantes, nämlich eine Schauspielerin aus München las einen Text aus der Anthologie „Trinkende Frauen“, die aus einem Blog von New Yorker Journalistinnen hervorgegangen sind, die Texte von Frauen und den Umgang mit Alkohol sammelten.

Auch Magdalena Diercks Geschichte „Hoffnung auf dem Winter“ waf sehr interessant, die ist eine „Exil-Preisträgerin“, die jetzt ein Buch, nämlich „auf halben weg“ eine Geschichtensammlung bei diesem Verlag hat und die Geschichte handelt von einer Frau namens Frieda, die in Berlin ein Strickwarengeschäft betreibt, von dem aber nicht leben kann, weil nur Touristen zu ihr kommen, die nach dem Weg fragen oder die Post, die Pakete bei ihr abgeben will, so daß in der Nacht als „Kapuzenmann“ Flaschen sammeln muß. Das ist ja ein Thema des Ulis, der ja meint, daß in Deutschland, die Rentnerinnen Pfandflaschen sammeln müssen, weil ihnen die Ausländer ihre Pensionen wegnehmen wollen.

Es stimmt aber sicher, daß in bestimmten Vierteln die Mieten so hoch werden, daß die Leute sie nicht mehr zahlen können und sie vielleicht auch nicht mehr in den kleinen Geschäften kaufen.

Eine sehr beeindruckende Geschichte und so habe ich mir in der Pause, wo etwas über Extremsport kam, das mich nicht so interessierte, gleich das Buch von Christa Stippinger und das zweite, das um vier Uhr vorgestellt wurde, am Stand geholt und  auch  ein bißchen Smalltalk beziehungsweise Networking betrieben, was bei mir aber nie sehr erfolgreich ist, habe mir von einer „Selfpublishing-Agentur“ Unterlagen geben lassen, mit einer „Selfpublisherin“ aus Luxenburg geplaudert und auch mit dem Berliner Verlag, der Texte von Else Feldmann herausbrachte.

Dann bin ich wieder zu einem Sportbuch zurechtgekommen, nämlich zu Antoine Blondins „Tour de France“, das vom Verleger vorgestellt wurde, da der Autor 1922 in Paris geboren und 1991 verstorben ist und die „Tour de France“ von  1954 bis 1982 als Chronist begleitete.

Danach wurde es wieder interessant, obwohl der Autor, der lesen hätte sollen, glaube ich, erkrankt ist und deshalb ein anderer „Morawa-Autor, denn der hat jetzt auch eine „Selbstpublischer-Initiative“ sein Buch, der, glaube ich, ein Krimi ist, vorstellte und Wilhelm Vogel offenbar ein ehemaliger Beamter hat in seinem „Lockruf des Pirols oder ein September im Leben des Julius Wondraschek“, offenbar ebenfalls einen pensionierten Beamten beschrieben, der auf das Begräbnis seines Freundes auf den Zentralfriedhof geht, der aus einem Fenster eines Hotels stürzte, nicht glaubt, daß der Selbstmord beginn und sich mit einer Biologin offenbar der Sache annehmen will. Wilhelm Vogel hatte eine sehr interessante Art in sein Buch einzuführen und ich schreibe ja gerade auch über eine Pensionistin, die versucht mit ihrem neuen Leben etwas anzufangen.

Diana Köhles bei „Holzbaum“ erschienenes Tagebuchslambuch kenne ich schon, sie hat aber zwei Slamteilnehmerinnen, zwei junge Frauen gebeten, ihre Texte daraus zu lesen und sozusagen einen Mini-Slam zu veranstalten.

Dann kam Thomas Perle der zweite „Exil-Autor“, Thomas Perle, der in Rumänien geboren wurde, in Deutschland aufwuchs, dreisprachig ist und auch einen Erzählband herausbrachte, aus der er eine Geschichte gelesen hat.

Dann ging ich wieder eine Runde, beziehungsweise aufs Klo, traf Helene Hoffmann, die früher in Salzburg bei der Leselampe war, jetzt aber schon länger in Wien ist und die ich öfter bei Veranstaltungen treffe, am „Stifter Haus Stand“, wo sie sich gerade eine Rampe kaufte und unterhielt mich länger mit ihr, hörte dann noch wie beschrieben aus dem Buch „fickfisch“ von  Maja Siffredi aus dem „Schriftstella-Verlag“, die ich vorher schon an ihrem Stand traf und zuhörte, wie sie einem jungen Mann etwas über ihr Schreiben erzählte.

Dann folge die „edition weinviertel“ mit Helmut Steiner „Monate mit R“, das offenbar eine Art Thriller ist, wo drei alte Damen, die in einer Mühle wohnen, von Börsenspekulanten vertrieben werden sollen. Der Verlag hatte am Signiertiasch eine Menge Bücher aufgebaut und ich bin, da danach ein Vortrag über „Allergien“ folgte, der mich auch nicht so sehr interessierte, gegangen, um noch genügend Zeit für die Badewanne, beziehungsweise das Bloggen zu haben.

Kann aber sagen, daß das „Buchquartier“ im MQ jetzt eine sehr interessante Kleinmesse ist, die sehr viele mir bisher unbekannte deutsche Verlage hatte, ich wieder interessante Bücher von „Selfpublishern“ und Kleinverlagen kennenlernte, die jetzt wahrscheinlich so groß ist, wie es die „Buch-Woche“ im Wiener Rathaus war. Sie ist gratis zu besuchen und Punsch gibt es, was, wie ich immer höre, die meisten Besucher der „Buch-Wien“ vermissen, im Hof des „Museumsquartiers“ auch zu kaufen.  Didi Sommer und Diana Köhle, die beiden Moderatoren, bemühten sich auch immer sehr für das Buch Werbung zu machen und die Uuhörer mit dem Hinweis „Weihnachten kommt bald“, zu einem Kauf zu animieren.

2018-06-17

Spaziergang durch den Neunten

Ich bin ja jetzt, wie im vorigen Jahr auch, seit zwei Wochen „Strohwitwe“, weil sich der Alfred ja mit dem Karl in den USA befindet und von dort fast täglich schöne Fotos schickt. So weiß ich, daß er kürzlich in einer Bibliothek in San Fransico war und sich jetzt im Yellostone Nationalpark befindet und ich befinde mich oder sollte das, neben  meiner täglichen Praxisroutine auf einem intensiven Korrigierretreat, um möglichst bald mit der „Unsichtbaren Frau“ fertig zu werden und etwas Neues zu beginnen.

Im Vorjahr, wo der Alfred mit dem Karli in einem anderen teil der USA war, habe ich die „Besser spät als nie-Szenengeschichten“ geschrieben und habe mit der Ruth den öffentlichen Raum erforscht, woraus sich, was mir damals gar nicht so bewußt war, dachte ich doch, das ist eine schöne Schreiberei und Ablenkung beziehungsweise Fingerübung, bevor ich mit meinem nächsten Jahrhundertromanprojekt beginnen kann,- eine schöne Veranstaltungs- und Veröffentlichungsreihe entwickelte, die im letzten April begonnen hat.

Denn die Ruth hat das Projekt bei der GAV eingereicht und dreimal drei Spaziergänge zu den jeweiligen Orten mit einer Lesung und einem kunstgeschichtlichen Exkurs von Robert Eglhofer geplant. Den ersten diesbezüglichen Spaziergang haben wir, wie schon erwähnt, im April gemacht und sind da vom Heldenplatz über die Schlüssel vom Servitenplatz zum Thuryhof gegangen und vorher hat es einige der Texte mit sehr schönen Fotos, die der Alfred im Februar machte, im „Hammer 95“ der Zeitschrift der „Alten Schmiede“ gegeben, die auch der Straßenzeitung „Augustin“ beigelegt war.

Ja und da ist die Ruth mit der Leiterin der VHS des neunten  Bezirks ins Gespräch gekommen, die so einen Spaziergang durch den neunten Bezirk in ihrem Programm ankündigen wollte.

Da ist für den Spzaziergan der neunte November, der Tag meines fünfundsechzigsten Geburtstags, so daß wir nachher schön feiern,  Sekt trinken und Torte essen können. Wir haben aber nur zwei Objekte im neunten Bezirk beschrieben, in dem Folder von dem und mit dem wir ausgegangen sind, gibt es aber noch ein anderes Kunstwert, das zwar vielleicht nicht so ganz zu der Zeitgeschichte der zwei anderen passt, aber sehr schön und idyllisch anzusehen ist, denn am Zimmermannplatz an dem ich ja, seit es dort den offenen Bücherschrank gibt, der ja eigentlich auch ein Kunstwerk des öffentlichen Raumes ist, aber vom Künstler Frank Gasser initiiert wurde und daher nicht in dem KÖR-Folder enthalten ist, vorübergehe, wenn ich vom klinischen Mittag komme, gibt es auf der anderen Seite ein Projekt ohne Namen oder eigentlich einen Garten mit Brunnen, den die brasilianische Künstlerin Ines Lombardi gestaltete und der 2009 von Stadtrat Mailath-Pokorny eröffnet wurde und so bin ich heute früh aufgestanden und habe mit einer Bücherkastentour, weil sich das ja schön ausgegangen ist, weil ich sowohl am „Wortschatz“, als auch an dem in der Zieglergasse und dem in der Josefstädterstraße über den Frank Gasser sehr sauer war, weil ihn der Bezirk, ohne ihn zu fragen, einfach von ihm abgekupfert hat, vorüberkomme, wenn ich zum Zimmermannplatz will.

Interessant ist dabei vielleicht noch, daß ich in der Zieglergasse zwar ein abgegriffenes dünnes „Haymon-Bändchen“ von Bernhard Aichner „Das Nötigste über das Glück fand“, aber erst am Zimmermannplatz, bei dem ich jetzt schon lange nicht mehr war, so richtig fündig wurde, denn dort gab es ein Reprortagebändchen vom „Augustin-Blattmacher Robert Sommer „Wie bleibt der Rand am Rand“, den ich in der letzten Woche dreimal gesehen habe und dann noch ein kleiner „Meeresroman“ von Petri Tamminen aus der „Edition Mare“. Einen dicken Simmel gab es auch, aber den habe ich mir auf unseren Spaziergang durch den neunten Bezirk nicht mitgenommen und einen Roman von Carlos Ruiz Zafon, von dem ich nicht ganz sicher bin, ob ich ihn nicht schon habe?

Die Ruth ist schon auf einer der Bänke neben dem Schrank gesessen, wir sind zu dem Brunnen in dem verwunschenen Garten auf die  andere Seite hinübergegangen, den ich obwohl ich ja öfter über die Platz gegangen bin, nie gesehen habe und der wirklich ein idyllisch schönes Kunstwerk ist. Ein Stück Märchenlandschaft mitten in der Stadt zwischen AKH und St. Anna Kinderspital gelegen. Ein Steinbrunnen auf dem ein Kübel steht, dem gegenüber ein Rabe auf einem Holzscheit sitzt, aus dessen langen Schnabel sich der Wasserstrahl in den Kübel ergißt und das Ganze ist von dichten Büschen und Rosenhecken umgegeben.

Ein verwunsche Märchenlandschaft mitten in der Stadt sehr idyllisch und ich bin in der sommerlichen Vormittagshitze auf der gegenüberliegenden Bank gesessen und habe das Ganze begierig aufgeschrieben und dann sind wir, um die Zeit für unseren Spaziergang abzustoppen, noch zu den zwei anderen Kunstwerken des Neunten gegangen, beziehungsweise sind wir mit der Straßenbahn dorthin gefahren, weil wir ja nicht wissen, ob die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des Spazierganges im November wirklich so weit gehen wollen oder können.

Sind also zuerst zum Thuryhof gegangen und haben den Recken mit dem Schwert angesehen, geschrieben und gelesen haben wir nicht, denn das haben wir ja schon getan und sind dann mit einer anderen Straßenbahn zur Grünetorgasse gefahren und haben uns auf die Bank vor den „Schlüßel gegen das Vergessen-Installation gesetzt und dann in den Straßengarten eines Restaurants in der Servitengasse um Mittag zu essen. Backhendlsalat und roter Spritzer ich, die Ruth hat es mit einer Kokussuppe und einem Eiscafe versucht und ich habe einen intensiven Sommervormittag im öffentlichen Raum verbracht und kann mich jetzt wieder meinem Korrigierprojekt widmen.

Nächste Seite »

Bloggen auf WordPress.com.