Literaturgefluester

2021-10-31

Noch einmal Che Guevara Privatissimum

Was macht man in Zeiten ,wie diesen kulturell, wenn man sich nicht testen, impfen lassen und auch keine Maske tragen will?

Man geht per Stream in die „Alte Schmiede“, ins Literaturhaus, die „Gesellschaft“, etcetera oder nimmt an Ruth Aspöcks Freiluftprivatissimen teil, wo man sich in Zeiten, wie diesen, eine Rarität, nicht anmelden muß.

„Einfach kommen1“, steht in ihrer Einladung und da konnte man schon im Frühling beim Grillparzer-Denkmal auf Reisen gehen. Nach Bratislava, Istanbul und Griechenland ist es da gegangen und jetzt in den Donaupark zum Che Guevara Denkmal, das die Bildhauerin Gerda Fassel dort errichtet hat und am neunten Oktober 2008 von Bürgermeister Häupl feierlich eröffnet wurde.

Und die 1947 in Salzburg geborene Ruth Aspöck, die in Wien Germanistik und Theaterwissenschaft studierte, hat eine Zeitlang in Kuba gelebt, darüber das Buch „Tremendo Swing-Kuba – die achtziger Jahre in Kuba“ in ihrem Verlag „Die Donau hinunter“, den es bis 2007 gegeben hat, herausgebracht und sich auch über Che Guevara, den kubanischen Nationalhelden beschäftigt.

Drei dieser Texte hat sie in den letzten Wochen in ihren Privatissimen vor dem Denkmal, wo eine Kerze brannte und ein Kranz niedergelegt war, vorgetragen. Das erste Mal, wo es um die „Motocycles diaries“ wo der 1928 in Rosario geborene Ernesto Guevara seine Reise durch Lateinamerika beschrieb, gegangen ist, waren wir dabei, haben im Anschluß Empanadas gegessen, die der Alfred am Vortag bei der kubanischen Gesellschaft brsorgte.

Die Woche darauf, wo es um ein Lied von N. Guillen ging, das das die Ruth Harland, beziehungsweise habe ich mich dort nach Frankfurt zu der Messe gestreamt ,und diese Woche am Vortag vor Allerheiligen und den Tag der Zeitumstellung ging es um Santa Clara, das ist eine Stadt in Zentral -Kuba, wo es während der kubanischen Revolution 1959 zu einem Angriff gegen Batista kam und Che Guevara dabei verletzt wurde.

Heute gibt es dort ein Museum und eine Statue. Der Alfred war schon dort und die Ruth „hat vor dem Wiener Denkmal den Text „Kuba, mein immerwährender Traum“ gelesen, der in dem Fröhlichen Wohnzimmer-Heftchen“: „zwei bisschen“ erschienen ist und es um die Reise ging, die die Ruth ,einmal dorthin machte, um sich den Schauplatz anzusehen. Denn sie hat auch ein Theaterstück bzw. , ein Filmdrehbuch über Che Guevara, bzw, die kubanische Revolution geschrieben und gelesen hat sie, die ihre Privatissimen immer sehr kurz hält, nur ein Stückchen daraus. Sie hat aber im Anschluß zwei der Heftchen an die Teilnehmer, Andrea Pauli und ihr Sohn Martin mit Frau waren außer uns auch gekommen verteilt, so daß ich eines ergattern und den Rest in Ruhe nachlesen kann. Außerdem gibt es dazu sehr schöne Illustrationen, die, glaube ich, von Ilse Kilic ,stammen, also hat es sich gelohnt den Reformationstag wo jetzt auch Halloween gefeiert wird, mit einem Ausflug in den Donaupark zu verbinden.

Diesmal sind wir im Anschluß, weil wir durch den Park schon spaziert sind, an die Alte Donau gegangen. Das heißt, wir wollten es. Leider ist der Zugang sehr verbaut, beziehungsweise verschlossen, weil es dort Surfschulen und Sportvereine gibt und den Brunch haben wir dank Zeitverschiebung schon vorher nehmen können. Da kauft der Alfred ja immer sehr gut ein, so daß ich mir aus einer Avacado eine Guacamole machen konnte und einen Topfenstrudel hat der Alfred gestern auch gebacken. Statt Halloween und den Parties, also ein Kurzausflug zu Che Guevara in den Donaupark und ich bin ja, wie meine Leser sicher wissen, kein besonderer Halloweentyp ,war da nur einziges Mal mit meinem roten Keid bei einer sogenannten Party im Writersstudio, das inzwischen wieder umgezogen ist und dank Corona sind die Schnuppertage für mich ja auch weggefallen und im Vorjahr hat es ja vor dem Lockdown eine große Halloweendemonstration am Heldenplatz mit anschließenden Umzug gegeben, wo das Maskieren sozusagen Sate of the Art war, während der damalige Gesundheitsminister Anschober versprach, die Sau erst im nächsten Jahr herauszulassen und diesesmal zu Hause zu bleiben. Heuer gibt es, wie ich bei 0E24 hörte, wahrscheinlich 1-3G– Parties und große Schlangen vor den diesbezüglichen Geschäften, wo man sich mit den entsprechenden Kostümen eindecken konnte.

2021-08-28

Stadtspaziergang, Torten essen mit Ruth und Afghanistandemo

Filed under: Alltagsgeplauder,Schreibbericht — jancak @ 20:49
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Ich bin ja am Mittwoch mit dem Korrigieren der „Hundert Seiten“ fertig geworden, am Donnerstag habe ich das „Corona-texte-Buch“ durchkorrigiert und am Freitag habe ich dann meine Fenster beziehungsweise die Wohnung geputzt.

Die üblichen Rituale halt, wenn ich mit einem Text fertig bin und der nächste folgen kann. Das der „Seitengewitter“ heißt, habe ich auch schon geschrieben. Ja bei mir gehts wie am Fließband zu und üblicherweise mache ich zwischen den beiden Texten ein paar Recherche-oder Schoppingtouren, was diesmal vielleicht ganz besonders zu empfehlen ist, weil ich ja Strohwitwe bin und außer den Stoff für den neuen Text ist es sicher gut Wien im 3G Rausch zu erkunden, also, wo ich was zu essen bekomme und überhaupt ein bißchen fortzugehen, um meine Abwehrkräfte zu stärken. Schwierig ist da vielleicht noch, daß ich unter der Woche nicht so gerne weggehe, denn ich habe mir ja Bücher bestellt und wenn die kommen und ich bin nicht da, kann ich sie mir nicht abholen, ohne eine Maske aufzusetzen, was ich ja nicht will.

Also das Wochenende dazu nützen und da hatte ich ohnehin von der Ruth eine Einladung zur Jause und bezüglich der Post Glück gehabt, denn es ist ein Buch gekommen, aber da war ich noch zu Hause und, daß ich auch ein bißchen auswärts essen will, habe ich, glaube ich, auch schon geschrieben. Also „Nordsee“. Da kann man sich von der Budel etwas holen und wenn man sich nicht in den Gastgarten setzt, muß man auch keinen Impfpaß hervorholen und auf der Kärntnerstraße, wo ich war, gibt es auch Bänke.

Die Stadt war erstaunlich gut gefüllt, wahrscheinlich bin ich, weil ich ja wie eine Erimitin lebe, die Menschenmassen nicht mehr gewohnt. Ich habe mir eine Box mit Garnelen und Kartoffeln geholt. Da waren zwei Sauce Tatare Becher darin und bin dann zum Donaukanal hinuntergegangen. Da war es ziemlich leer. Also auf eine Bank gesetzt und mein jetzt grau geblümtes Buch, das ich von irgendwo bekommen habe, herausgeholt und ein bißchen aufnotiert.

Das ist auch ein Buch im Doppelpack, also zweiseitig benutzbar. Da konnte ich auf der einen Seiten schreiben, wasich so erlebe. Die Ausladung vom Volksstimmefest beispielsweise und, daß ich denen heute morgen , noch dazu wo sich der Andi Pianka bei mir meldete, ein Mail geschickt habe und auf der anderen Seite, die Plotnotizen und da bin ich gleich ein bißchen gehangen, denn die Grundidee ist ja, auch nichts besonderes Neues. So ein Chefivirologe, der im Fernsehen schreit „Impfgegner sollen scheißen gehen! Wir nehmen Ihnen nicht die Freiheit weg, enteignen sie nicht, aber wenn sie sich ihrer Bürgerpflicht entziehen, können sie eben nicht Kaffeetrinken gehen und ihr Leberkässemmerl überall essen!“, mit einer 3G Verweigerin zusammenzubringen und da hatte ich ursprüglich an die Lotte Füchsel von den „Hundert Seiten“ gedacht. Ich habe da ja schon eine Einstiegsszene geschrieben und da war es auf einmal nicht der Starvirologe Philip Knirsch, der solches äußert, sondern dessen Vater, der ehemalige Primar und Psychiater Hans Knirsch, den sie in einem Park trifft. Der klärt das Corona-Rätsel auf, hatte ich noch vage gedacht. Aber eigentlich wollte ich eine Liebesgeschichte zwischen Lotte und Philip entwickeln, aber die lebt ja mit Richard Schwarz zusammen, also brauche ich überhaupt die Lotte?

Die zweite oder erste Szene könnte sein, daß sich Hans Knirsch, der sich in seiner Seniorenresidenz mit Oberschwester Elfriede streitet, weil er sich nicht testen und auch nicht Maske tragen will, über die Äußerungen seines Sohnes, der ihm den Umzug in die Seniorenresidenz überhaupt erst schmackhaft machte, ärgert. Und in der ersten Szene,die ich nochmals schreiben muß, trifft die Masken- und Tests verweigernde achtunddreißigjährige Alberta Weissmann, von Beruf Übersetzerin auf Hans Knirsch. Sie ärgern sich beide über Hans Sohn und Alberta schreibt ihm dann ein Mail, das er nicht beantwortet. Hans Knirsch bekommt inzwischen einen Anruf von seinen Enkeltöchtern Tanja und Hannah, denn Philip Knirsch will den zwölfjährigen Felix impfen lassen und die wollen das nicht und dann geht die Übersetzerin nach ihrer Übersetzungsarbeit noch ein bißchen spazieren und trifft im Rathaus- oder anderen Park Philip Knirsch und eine Liebes- und Verwechslungsgeschichte bahnt sich an.

Da ist viel Corona dabei und diesmal sogar das Hauptthema, tut mir leid! Also wieder kein Text für das Volksstimmefest und es ist auch noch ziemlich unausgegoren. Trotzdem war der Recherchegang erfolgreich und dann ist noch ein junger, wahrscheinlich ausländischer Mann auf mich zugekommen und hat mir erklärt, daß er mich beobachtet hat und mich kennenlernen will.

„Ich bin aber ziemlich älter!“, habe ich geantwortet.

„Macht nichts!“ -„Mir schon!“ und ich hätte schon den Dialog, der vielleicht beim Volksstimmefest gefordert war oder eine Szene für den nächsten Text und dann zur Ruth zur Jause. Der Kuchen war gut und ein Glas Sekt hat es zu Beginn auch gegeben und später ein Glas Wein. Die Ruth hat mir erählt, daß sie wieder in der Aufnahmejury der GAV ist und sich da nächste Woche zu einer Sitzung trifft. Das ist auch so ein wunder Punkt von mir und ich habe ihr das mit der Ausladung erzählt, beziehungsweise hat sie mir vorgelesen, daß ich schon in der Volksstimme angekündigt bin. Im „Falter“ auch. Sie hat die Einladung nicht bekommen und sie hat auch die Idee geboren, daß ich vielleicht deshalb ausgeladen wurde, weil mein Text nicht der Dialogform entsprach, wie im Programm angekündigt stand.

Das wäre eine Möglichkeit. Ich habe das mit dem Dialog nicht so verstanden oder eher als Gruppenreaktion interpretiert. Aber da hätte es Vernetzungstreffen geben müßen. Sei es wie es sei. Die Torten waren gut. Der Kaffee auch und „Gehen wir nach draußen?“, hat die Ruth um viertel fünf gefragt

„Ja!“, habe ich geantwortet. Denn um vier gabs wieder eine Afghanistan-Demo bei der Oper. Da waren vielen afghanischen Burschen und Mädchen da und noch einmal zur Ruth zurück um ein Glas Wein zu trinken und sich über die Corona-Situation zu unterhalten. Das Notizbuch ist gefüllt und morgen kann ich noch einen Recherchetag beziehungsweise eine Büchertour machen. Vielleicht bei einem Würstlstand etwas essen, um dann am Montag mit dem Text zu beginnen, beziehungsweise mir die Charakterbögen auszudrucken und schauen, ob schon Buchpreis-Bücher kommen.

2021-07-18

Im Landhaus der Dietrich Kittner-Stiftung

Wochenende in der Steiermark in Dedenitz bei Bad Radkersburg, weil da hat sich die Ruth bei der Dietrich Kittner Stiftung, das war ein Kabarettist, der dort ein Kulturzetrum mit Theater aufgebaut hat,das jetzt von der steierischen KÖP und von Ernst Kaltenegger verwaltet und als Ferienwohnungen meistens an Künstler vergeben wird, eingemietet und uns eingeladen dort im Garten unser Zelt bzw. den neuen Campingwagen aufzubauen und ein bißchen Urlaub ist in Corona- Zeiten, wo man ohne 3G ja nicht sehr viel herumkommt, ganz gut. Vor der ruth war in der großn Wohnung, die wahrscheinlich ein ehemaliges Bauernhaus ist, Erich Hackl und hat vielleicht ein paar seiner Bücher hinterlassen oder waren sie schon dort. Ein sehr idyllischer Hof,der fast ein bißchen an das Künstlerdorf erinnert wo wir im Vorjahr waren. Den neuen Campinganhänger den sich derAlfred mit dem Karli im Oktober geholt hat unter einem Baum aufgestellt und ein bißchen probegeschlafen und dann mi tden Klapprädern, die wi rmitgenommen haben nach Bad Radkersburg vier Kilometer auf einen schönen Radweg gefahren.

Am Hauptplatz direkt neben der ästhetisch schönen Bücherzelle, wo die städtische Bibliothek ihre Plakate angebracht hat, die Räder abgestellt und zur Frauenkirche gewandert alles ästhetisch schön. Das Finanzamt schaut wie ein Theater aus, dabneben steht das Russendenkmal, das, glaube ich, vom Hauptplatz verlegt wurde, dann zu einer anderen Kirche, die sehr schön war und davor gab es eine Ausstellung über das Sterben mit einem alten Totenwagen,woman sich einbißchen in dieVergangenheit begeben konnte.

Dann sind wr zurückgeradelt, ein bißchen hat es geregnet und in der Nacht gab es ein Gewitter, so daß das neue Zelt, das sehr weich und bequem war gleich zumEinstand naß geworden ist und dasWetter am Samstag schlecht, wo die Ruth ihre Schwester und ihren Schwager erwartet, die aus Stuttgart kommen sollen und amSonntag soll auch noch ihr Sohn mit seiner Familie kommen, so daß es ein richtigs Familientreffen geben wird.

Zum Frühstück kam der Bäckerwagen, es gab Kipferl und Eiern vom Bauern von angeblich glücklichen Hühnern. Das Internet war, was mich in Schrecken versetzte, eine Weile aus, denn was tut man Mitten am Land im Regen? Allerdings gibt es ja meinen „Hundert Seiten-Text“, den ich auch ohne Netz korrigieren kann und da auch noch viel Arbeit habe.

Dann bekamen wir Besuch von einem einheimischen Naturburschen, der Alfreds Zelt besichtigen wollte. Ruth kochte zum Mittagessen Champignons mit Reis und der Alfred,der unbedingt Fleisch haben wollte, fuhr zum Lindenhof um zwei Portionen Schweinsbraten und drei Cremeschnittenzu holen und den drei G-Regeln zu entgehen. Danach ein Spaziergang anderslowenischen Grenze durch den Wald, was Erinnerungen in mir weckte, bin ich doch vor fast vierzig Jahren mit dem Herrn Benesch in einem Bauernhof an der slowenischen Grenze gewesen und dortbeim Scheammerlsuchen ein bißcfhen zu weit in das ehemalige Jugoslawien gekommen. Das ist diesmal nicht passiert, sondern ein schöner Gang durch einen schönen Wald in einem schönen Erholungsgebiet und das Wetter war auch wieder schön.

Am Abend während Ruth auf ihre Schwester wartete, sind wir noch einmal zum Lindenhof geradelt, um Getränke zu holen und da in ein Gewitter geraten. Zum Glück aber nicht zu naß geworden. Die Schwester und der Schwager sind dann erst sehr spät, weil in einem Stau geraten, gekommen. Am Sonntag war dann das Wetter nach einer ruhigen Nacht wieder schlecht.

Überall gibt es Hochwasser und Überschwemmungen. In Deutschlandf sind über hundert Menschen daran gestorben, Hallein ist überflute und Amstetten.

So sind wir in Ruths Wohnung geblieben, ich habe meinen Text korrigiert und noch einmal das Bücherregal durchgesehen. Dietrich Kittner hat, glaube ich, eine Bibliothek mit zehntausend Büchern hinterlassen. Da habe ich nur ein Foto gesehen. In dem Bücherregal in derWohnung gab es aber ein Buch mit Kittner Texten, das ich durchgeblättert habe und was ich besonders interessant fand, auch eines von Louis Mahrer nämlich „Bora“, das Robert Streibel herausgebracht hat, ich habe bei einer KritLit davon gehört in der Kittner Stiftung gibt es also besondere kritische Bücher und zum Mttagessen hat der Alfred aus dem Gasthaus Backhendl geholt. Die Ruth hat Gurkensalat gemacht. Cremeschnitten gab es noch von gestern und dann sind wir über Graz und Mariazell zurückgefahren und haben die Option nächste Woche wiederzukommen und da noch einmal ein Wochenende an der steirisch slowenischen Grenze zu erleben, wenn das Wetter vielleicht besser ist.

2021-07-06

Sommerliches Mittagessen mit der Ruth

Filed under: Alltagsgeplauder — jancak @ 22:12
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Ruth Aspöck, die frauenbewegte Frau, die einige Jahre lang ihren Verlag „Die Donau hinunter“, hatte und jetzt evangelische Theologie studiertit, ist eine alte Freundin. 2007 haben wir sie auf ihrer Radreise von Ybbs nach Regensburg begleitet, Zu ihren Buchpräsenttionen bin ich gegangen, ihre Bücher habe ich gelesen und besprochen und jetzt in den Corona-Zeiten gehört sie eigentlich neben Doris Kloimstein zu den wenigen Literaten zu denen ich noch Kontakt habe.

Früher hat sie zu Saisonschluß Feste veranstaltet und ist dann in ihr Haus im Mühlviertel aufgebrochen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Zu einem sommerlichen Mittagessen hat sie uns heute aber trotzdem eingeladen, nach dem sie mit ihren Prüfungen fertig ist. Wui, könnte ich sagen und halte ein Zweitstudium für ein besonderes Gedächtnistraining, das ich mir beispielsweise nicht antun würde, aber ich habe ja immer noch meine Praxis und dann mein Schreiben und seit es das Corona-Virus gibt, lebe ich in Wien ja eigentlich sehr eremitisch, bin manchmal auf Demonstrationen und auch auf die Bank gegangen, um meine Zahlscheine zu beheben, die Ruth haben wir auch öfter getroffen oder sie zum Mittagessen eingeladen und jetzt ein sommerliches Mittagessen.

Was bringe ich da, die ich immer noch mein „Literaturgeflüster“ feiere zu diesem Ereignis mit?

Richtig, mein neues und das dritte Corona-Buch „Mathilde im Coronaland“ und dann noch die „Wunderkammer der deutschen Sprache“, denn da gibt es jetzt ein Buch über die „Reisen in Deutschland“, Das habe ich mir betellt, aber das mit der „Wunderkamer der Sprache“ bekommen. Also ein schönes Geschenk. Der Alfred hat ein paar Flaschen Wein mitgebracht, die er dann auch eifrig getrunken hat und zum Essen gab es eine Kartoffel-Artischcokensuppe, Karpfen mit Paprika und dann noch Eismarillenknödel. Das klingt toll und war es auch und dann noch ein bißchen im Stadtpark flanieren. Da war es mit den drei G-Regeln dann etwas schwierig, obwohl die Ruth ja geimpft ist. Aber auf denKarlsplatz kann man sich ja auf eine Parkbanksetzen und da einen Aperol Spritzer, einen Campari Soda und ein Bier trinken. Da haben wir dann auch den Georg Becker gesehen, der zu einem Theaterabend aufgebrochen ist und zu besprechen gab es auch einiges. So hat uns die Ruth in die Steiermark eingeladen, wo sie eine Sommerwohnung gemietet hat und wir unseren Campinganhänger aufstellen können. Da ist es dann auch die Frage, wie es mit den drei Gs werden wird.

Die Ruth schreibt an ihren neuen Roman. Ich habe die „Alte Frauen-Geschichte“gerade beendet und es ist die Frage, wie es mit der Literautur weitergehen wird. Die Sommerlesereihe im Cafe Prückl hat gestern begonnen. Dazu hat mich die Christl Greller eingeladen und die Birgit Schwaner kontrollierte, die 3Gs. Wie es mit dem Volksstimmefest, das es jetzt wieder geben wird, ist auch nicht so klar. Ich gehe mit den drei Gs ja nicht hin.

Richard Schubert,der heuer den“Kramer-Preis“ bekommen wird, hat es aber schon auf dem Programm und worüber kann man noch literarisch diskutieren? Über die Bücher, die erscheinen werden und di e, die man selber schreibt. Vielleicht auch über das Fußballmatsch Italien gegen Spanien, das heute im Halbfinale stattfindenwird. Ich interessiere mich ja nicht so sehr dafür. Also bleibe ich bei den Büchern,werde morgen einen intensiven Praxistag erleben und dann mit dem Alfred wieder nach Harland fahren, um dort den neunundachtzigsten Geburtstag der Schwiegermutter feiern.

Mal sehen, ob mich das Bootshaus, das läßt. Ich wünsche ihr alles Gute und breche nach dem mogigen Praxistag in die literarische Sommerfrische auf,wo ich „Wer wir waren korrigiere und vielleicht einen schönen Sommer erleben werde. Ich bin gespannt und werde bis zum Fünfzehnten noch weiter mein „Literaturgeflüster“ feiern und eine Deutschlandsreise, die ich noch lesen muß, ist dai scher auch sehr interessant.

2021-04-11

Grillparzer in Bratislava und Mittagessen mit Ruth

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 19:47
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Die Ruth ist ja isehr bemüht, in Zeiten wie diesen,wo wir ja wieder im scharfen Lockdown leben, Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten sind und man wenn man dennoch dorthin geht, regisgtriert und mit Pefferspray besprüht wird, bemüht, ein Treffen erinnern wir uns, ab vier Personen gilt als Veranstaltung und muß angmeldet werden, da diesbezügliche Verordnung aber, glaube ich, noch nicht heraussen ist,-ein solches im Rahmen eines Freiluftprivatissimum für Freunde und Freundinnen trotzdem stattfinden zu lassen. Hat sie ja vor einigen Jahren ein Buch über Grillparzers Reisen geschrieben und so hat sie am siebenten Dritten vor dem Grillparzerdenkmal im Volksgarten über seine Reise nach Griechenland referiert.

Da waren nur ich und ErikaBrunngraber plus ihrem Hündchen die Zuhörerund heute ist es nach Bratislava gegangen, bzeihungsweise ist Franz Grillparzer, der K u K- Hofdichter und Hofarchivbeamter dorthin gereist und hat dort ein Theater besucht und ich bin wieder, weil ich vorher auf die Bank mußte, um nachzusehen, ob meine Finanzamtrückzahlung schon eingetroffen ist, zu spät gekommen und war daher als ich mit dem Alfred zehn nach elf das Grillparzerdenkmal erreichte sehr erstaunt,dort etwa zehn Personen vorzufinden.

Die Ruth hat gelesen und nachher hat es noch eine Diskussion darüber gegeben, was Grillparzers Bratislava Reise mit dem Denkmal im Volkssgarten zu tun hat?

Eigentlich nichts natürlich, denn die Ruth hat ein Buch geschrieben in dem sie auf Grillparzers Spuren nachgereist ist und weil man sich in Zeiten, wie diesen ja diesbezüglich nicht im Literaturmuseum, „Gesellschaft“ oder an sonstigen literarischen Orten treffen kann, war das vielleicht ein Treffpunkt, das Grillparzer Denkmal im Volksgarten zu erkunden.

Das ist ein bißchen ungepflegt und auch von Gittern versperrt, so daß man sich nicht auf die Sitzbänke setzen kann und die Ruth hat diesmal auch die Grillparzer-Gesellschaft eingeladen beziehungsweise hat die auf die Lesungstrilogie hnigeiwesen. so war diesmal nicht nur Erika Brunngraber mit ihrem Hündchen da, sondern auch Werner Grüner und Andrea Pauli vom ersten Wiener Lesetheater. Silvia Bartl, die mich ja einmal mit meinen„Mittleren“ von Literaturhaus ausgladen hat und jetzt schon selbst lange nicht mehr dort tätig ist. Monika Gentner, die diesma heuer den „Tag der Freiheit des Wortes“ veranstaltet und noch ein paar mir unbekannten Damen und Herren, die offenbar Mitglieder der Grillparzer Gesellschaft sind. Es gab eine Diskussion und auch den Hinweis, daß man Franz Grillparzers Arbeitszimmer im Literaturmuseum, wenn dieses wieder geöffnet ist und eine Frage von Andrea Pauli in welchem Zeitraum Franz Grillparzer tätig war?

„In der 1948-Revolution!“, habe ich hineingerufen.

„Aber er war auch ein sehr regierungskritischer Mann!“, warf Ruth Aspöck ein und wollte nicht, obwohl, es ihm mehrmal sangeboten wurde, geadelt werden. Dazu war er zu selbstbewußt und im nächsten Jahr gibt es für den 1791 in Wien geborenen und 1872 ebedort Verstorbenen, ein Jubiläum für das der Präsident oder Gesechäftsführer der Grillparzer-Gesellschaft der ebenfalls anwesend war, sorgen wird. Er hat sich auch bei der Ruth für ihre Initative in Zeiten wie diesen trotzdem Freiluftveranstaltungen zu machen, bedankt und wir sind nachher noch ein bißchen auf den Bänken gesessen und haben unterhalten, wie es uns so geht.

Nachher sind wir mit der Ruth in unsere Wohnung gegagen, hat der Alfred doch die Ruth zum Essen eingeladen und damit wir nicht zu lange darauf warten müssen, für dieses schon mexikanische Chips miteiner entsprechenden Sauce vorbereitet. Dazu gab es Prosecco und nachher Calamari, Thunfisch und Reh- oder Hirschfilt, Organgensalat gab es auch. Am Essen mangelt es also nicht und da muß man wohl auch aufpassen nicht zu dick zu werden, weil man sich ja in Zeiten wie diesen eigentlich nicht bewegen darf. Aber dann steigt der Bluthochdruck und die Colesterinwerte und man wird vielleicht zum Risikopatient und das darf und soll nicht sein.

Also ein Hinweis auf die dritte diesbezügliche Veranstaltung, die zum Thema Instanbul am neunten Mai stattfinden wird und für den Herbst hat die Ruth auch schon etwas geplant. Da wird es, glaube ich, um Che Guevara gehen, also seinen wir gespannt.

2021-03-07

Freiluftprivatissimum Grillparzer

In Zeiten wie diesen darf man ja vieles nicht oder eigentlich nur eines zu Hause bleiben, Abstand halten, testen, Masken tragen, daß dabei aber vieles überbleibt ist vielleicht auch ganz klar, die pyschischen Auswirkungen, wie Depressionen, Angststörungen steigen und auch die gesundheitlichen Beschwerden wie Thromposen werden zunehmen, wenn man nicht aus dem Hausgeht, die Abwehrkräfte sinken und man ist dann vielleicht mehr für dieses Virurs empfänglich und die geistige Fitheit sinkt ebenfalls, wenn man nicht in Theater, Konzert oder anderen Veranstaltungen gehen kann.

Lesen kann man zwar immer, schreiben auch und sich die Veranstaltungen in der „Alten Schmiede“, „Gesellschaft für Literatur“, Literaturhaus, etcetera, per Livestream ansehen. Aber das ist, obwohl ich das ja regelmäßig tue, nicht ganz das Gleiche, der soziale Austausch fehlt und ich merke beispielsweise oft am Donnerstag, wenn ich da meine Stunden telefonisch mache und mein „Corona-Texte-Buch“ korrigiere und seit Sonntag, wo wir ja meist auf die Mostalm gehen oder in Harland sind, wo wir die Rudolfshöhe besteigen, nicht aus dem Haus gekommen bin, daß ich mich unwohl fühle und angespannt bin undsollte also aus dem Haus. Das tue ich derzeit meist am Samstag, wenn es eine Demo gibt und ich kann, was die Gestrige betrifft, schreiben, daß ich zwar nachher körperlich sehr fertig war, es mir aber psychisch besser ging und heute war auch etwas los, denn da hat ja die Ruth, vielleicht aus ähnliches Gründen zu einem „Freiluftprivatissimum für Freunde und Freundinnen“ eingeladen, wo sie im März April und Mai vor dem Grillparzer-Denkmal im Volksgarten aus ihrem Buch „Reisen mit Grillparzer“ lesen und hat dazu die Kapitel über Griechenland, Bratislava und Istanbul ausgesucht.

Heute war das auch ganz problemlos möglich. Ab April wird sich, wenn die neue Covid-Novelle durchgeht, etwas ändern, weil die Ruth dann ja um eine Genehmigung ansuchen muß, um das unkontrollierte Zusammenkommen der Bevöllkerung zu verhindern und sie lieber mit Test in einen Schanigarten zusammenbringen zu lassen, aber wenn die Veranstaltungen dann so, wie die heutige werden wird, wird es trotzdem kein Problem sein, denn heute hatte das Privatissimum nur drei Teilnehmer, die Ruth, die Frau Brunngraber, die Tochter von Rudolf Brunngraber, mit der sie befreundet ist und jetzt sogar im selben Haus wohnt und ich.

Also von da kein Problem und es war sehr schön an diesem sonnigen Vormittag durch die Stadt in den Volksgarten zu laufen.

„Wo bleibt der Alfred?„, werden da vielleicht meine Leser fragen.

„Ist er auch nicht mitgekommen?“

Nein, weil wir sonst ja schöne Fotos hätten. Er hat stattdessen ein neues gelbes Auto und ist mit diesem mit dem Karli nach Villach gefahren und so bin ich allein losmarschiert und hatte zuerst keine Ahnung,wo sich das Grillparzerdenkmal befindet.

Daß es im Volkssgarten ein solches gibt, hatte ich keine Ahnung. Die Figur des großen Dichter aber gut gekannt, denn die war, glaube ich, auf dem Cover meines Deutschbuchs in der Straßergasse und ich habe von oder über Grillparzer ja einiges gelesen.

Gesehen auch schon was, denn er war ja hauptsächlich Dramatiker und da gab es im meiner Schulzeit, als ich ein Theater der Jugend-Abo hatte wohl einige seiner Theaterstücke und ich kann mich auch an mein Erlebnis mit der Städitschen Büchereifiliale Elterleinplatz erinnern, wo ich als Hauptschülerin eingeschrieben war. Da wollte ich, glaube ich, einen Krimi lesen. Die strenge Bibliothekarin hat abgewinkt. Ich bin mit einer Grillparzer-Gesamtausgabe nach hause gekommen. Habe sie auch angelesen und dann zwei Wochen später wieder zurückgebracht. Habe ich mit der „Sappho“ der „Medea“ und dem „König Ottokar“ damals nicht so viel anfangen können, obwohl ich von „Weh dem der lügt“ sehr begeistert war. Da war es der Küchenjunge Leon, der mich sehr beeindruckte.

Da ich aber kaum ins Theater gehe, bin ich keine Grillparzer-Spezialistin. Er ist aber ein großer österreichischer Dichter. Deshalb hat er auch ein großes und trotzdem sehr verborgenes Denkmal im Volksgarten und die Ruth erklärte dazu, nämlich, daß Franz Grillparzer 1791 in Wien geboren wurde und 1872 dort verstarb. Dazwischen ist der Hofarchivdirektor, glaube ich, auch viel auf Reisen gegangen. Das hat die Ruth in ihrem Buch sehr schön beschrieben und ist ihm auch sehr genau nachgereist.

Im Denkemal sitzt er in der Mitte. Einen Lorbeerkranz gibt es, glaube ich, auch. Die Sitzbänke, die es an den Seiten gibt, sind aus Denkmalschutzgrünzen abgesperrt und auf der Seite, das Denkmal ist recht groß, gibt es sechs Szenenbilder aus seinen Werken. Auf der Linken Reliefs aus der „Ahnfrau“, dem „Traum ein Leben“ und dem „König Ottokar“ auf der anderen, dazwischen sitzt der Meister, ist die „Sappho“, die „Medea“ und „Des Meeres und der Liebe Wellen“ abgebildet und Franz Grillparzer ist mit dreiundfünzig Jahen, 1843 auf der Donau nach Griechenland gereist und dort wegen den türkischen- griechischen Spannnungen, die es damals gab, gleich in Quaratäne gekommen, was eine sehr aktuelle Parallele zu unserem Heute ist. Die Pest und die Cholera war, glaube ich, nicht daran schuld und diese Stelle hat die Ruth aus ihrem Buch gelesen.

Die Lesung war sehr kurz, weil die Ruth nicht sicher war, wie eine Lesung im Freien beim Publikum ankommt. Am Schluß hätte sie uns auch das Buch überreicht. Aber das habe ich schon gelesen, hätte es höchstens in den Bücherschrank legen könnte, wo ich mir vorher dachte, daß ich am Rückweg über die Westbahnstraße heimgehen und daher in der Stift- und in der Zieglergasse halt machen könnte. Kam aber nicht dazu, denn wir sind über den Burrgarten, ein Teil davon war wegen der gestrige Demo bedingt noch versperrt. Man konnte aber beim Heldenplatz hineingehen und beim Abraham a Santa Klara-Denkmal wieder hinaus. Da überlegten wir dann was mir machen könnten und ich habe geantwortet „Du könntest mich auf einen Kaffee einladen?“, weil man da auch aufs Klo gehen kann, was ja derzeit im öffentlichen Raum eher schwer möglich ist.So sind wir eine Weile vor einer Bäckerei gestanden, weil die Ruth da noch Kuchen kaufte und ich wundere mich ja immer, daß die Leute da geduldig eine viertel oder halbe Stunde stehen, um in das Geschäft zukommen.

und in der Stadt hat sich ja in der letzten Zeit viel geändert, was ich, weil ich ja sehr wenig aus dem Haus komme, hauptsächlich durch 0E24-TV mitgekommen, nämlich, daß man beim „Deml“, der berühmten Konditorei einen Kaiserschmarrn kaufen kann. Dieses Beispiel von dem ich schon vor ein paar Wochen hörte, scheint Schule gemacht zu haben. Denn neben der Bäckerei gibt es ein Restaurant, das auch einen solchen anbietet. Da kann man sich, glaube ich, auch einen Weißer Spritzer im Flascherl kaufen, weil offener Alkohol ja seit den sich die Leute im Dezember um Punsch anstellten, verboten ist. Seltsam, seltsam.

Aber jetzt werden ja vielleicht, wenn die Zahlen nicht zu stark steigen, vor Ostern, die Schanigarten öffnen, wo man gestestet vielleicht ein ein offenen Spritzer trinken kann und den im Flascherl kann man dann nur mehr alleine im Volksgarten trinken, weil tun das vier Personen braucht man eine Veraastaltungsgenehmigung, also seien wir gespannt wie es weiter geht.

Das nächste Mal ist jedenfalls Bratislava an der Reihe.Der akuchen war gut und als ich mich am Rückweg beim „Wortschatz“ umschaute, erlebte ich eine Überraschun, nämlich Ann Tizia Leitichs, der 1976 verstorbenen Schriftstellerin, die sich, wie ich „Wikipedia“ entnehme, sehr für die Frauenrechte einsetzte, Buch über die „Frauen um Grillparzer“.

Also kann ich mich, falls die nächsten Privatissimen von der Polizei verboten werden, in diesem einlesen und Franz Grillparzer merke ich an, kann ich mich erinnern, hat Zeit seines Lebens auch unter der Zensur gelitten, lebte er ja in der Metternichtzeit und hat da Theaterstücke geschrieben oder sie im Ladel seines Hofkammerarchivs liegenlassen und dieses ist ja jetzt das Literaturmuseum, wo man Grillparzers Amtzimmer bewundern kann und das liegt ziemlich genau Ruths neuer Wohnung gegenüber.

2021-02-18

Fast verpasster Doppelpack

Die „Alte Schmiede“ hat ja den „Dichterinnen-Dialog“ und da hat Frieda Paris ja einmal Meta März vorgestellt und die Ruth, die ein Buch über den Maler James Ensor geschrieben hat, hat sich im Zug der Recherche mit der 2019 verstorbenen Dichterin Brigitte Kronauer beschäftigt, weil die ein Buch über Ostende und oder dem Maler „Verlangen und Musik im Gebirge“ geschrieben hat und weil die Ruth ja eine sehr eifrige Feministin und Dichterin über siebzig ist, was Mieze Medusa, glaube ich, noch nicht so erkannt hat, daß es derzeit viele Frauen mit diesen Merkmalen gibt, hat sie sich in der „Alten Schmiede für die Reihe angemeldet und ich, die ich ihr Buch schon gelesen habe, habe mich auf die Veranstaltung sehr gefreut und der Ruth auch fest versprochen, sie mir anzusehen, als ich vorigen Woche bei ihr zum Mittagessen war. Dann hatte ich eine fünf Uhr Stunde und der Klient wollte auch diese Woche, um fünf anrufen.

„Geht sich gerade aus, wenn wir danach nach Harland fahren!“, habe ich gedacht und bin darauf gekommen, die Veranstaltung fängt schon um sechs an und, um halb acht gibt es noch eine Veranstaltung.

Was also machen, da wir ja nach Harland wollten und man eigentlich genaugenommen wegen des Lockdown light, ja um acht zu Hause sein muß?

„Macht ja nichts!“, könnte man denken. Derzeit gibts doch keine Liveveranstaltungen und Videos haben kein Ablaufdatum. Aber alle Livestreames der „Alten Schmiede“ sind nachher nicht mehr verfügbar. Nur ein paar Ausgewählte. Man kann aber anfragen, zumindest habe ich das bei Gerhard Jaschke einmal getan und es hat geklappt und so habe ich das auch getan und Annalena Stabauer hat mir auch gemailt, sie wird sich darum kümmern und gibt mir dann Bescheid. Aber ich hätte mir das Video am liebsten gleich anschließend angeschaut, um zeitgerecht darüber bloggen zu können und wollte, weil ich das Buch schon gelesen habe, auch nicht bis sieben in Wien bleiben und dann die andere Veranstaltung versäumen. Dann ist es wieder anders angekommen, denn Barbara Brunner hat mir ein Buch geschickt, das bis viertel acht kommen hätte können und einen Brief hatte ich auch noch zu schreiben.

Also während ich meine Stunden eintrug und der Alfred die mitzunehmenden Sachen einpackte, den Livestream eingeschaltet und die Ruth mit einer Blume im Haar aus dem Buch lesen gesehen.

Danach nach Harland gefahren, dort knapp nach halb acht angekommen, dabei habe ich Benedikt Wells „Hard Land“, das ich eigentlich zu Ende lesen wollte, im Badezimmer vergessen. Die ausgelesenen Bcher eingetragen und dann wieder in die „Alte Schmiede“, wo Jana Volkmann zwei Neuerscheinungen vorstellte. Sie tat das gerade mit der mir bisher unbekannten Volja Hapeyeva einer Lyrikerin und Übersetzerin aus Moldawien, deren Romandebut „Camel Travel“ bei „Droschl“ erschienen ist. Denn sie war im Vorjahr Stadtschreiberin von Graz. Ist derzeit, glaube ich, im unabhängigen Literaturhaus Krems Gast und wird im März, wie ich ergooglet habe, nach München gehen. Den Titel ihres, von Thomas Weiler übersetzen Romanes, habe ich nicht ganz verstanden, denn Volja Hapeyeva war gerade im Gespräch im Jana Volkmann und hat dann eine Stelle von einem Kind gelesen, dem die Mutter immer Grütze kochte, was es nicht essen wollte und den Brei dann an die Tauben verfütterte, das aber um die Mutter nicht zu enttäuschen, so tun wollte, damit sie es nicht merkt.

Es geht in dem Buch, das, wie in der Beschreibung steht, vom Heranwachsen in der SU handelt. Volha Hapeyeva wurde 1982 geboren, auch um Mode. Jedenfalls fragte Jana Volkmann, die Autorin danach und bin gespannt, ob ich einmal an das Buch kommen werde und dann begrüßte Jana Volkmann, die 1975 als Doris Mitterbacher in Schwetzingen geborene Mieze Medusa, die derzeit auch regelmäßig in der „Schmiede“ moderiert.

Zuletzt hat sie sie sich mit „Literatur und Rap“ beschäftigt und ich habe sie auch als Poetry Slamerin kennengelernt oder eigentlich 2008, als sie bei der „Rund um die Burg“ ihr Debut „Freischnorcheln“ vorstellte. Das Buch, das mich damals sehr interessierte, habe ich inzwischen auch gefunden. Zum Lesen bin ich aber noch nicht gekommen. Dafür war ich einmal in der „Gesellschaft“, als sie ihre „Mia Messer“ präsentierte und jetzt das neue bei „Residenz“ erschienene Buch, das „Du bist dran“ heißt und das Interessante daran ist, daß es darin auch, um drei Protagonisten zu gehen scheint, die, wie bei Carolina Schutti nichts oder scheinbar nichts mit einander zu tun haben. Eine Idee, die mich seit gerstern auch für mein nächstes Buch interessiert.

Da geht es um drei Generationen, die achtzehnjährige Agnesa, den vierzigjährigen Computernerd Eduard und die siebzigjährige Feministin Felicitas und da sagte Mieze Medusa etwas, was ich schon oben andeutete, daß es offenbar keine über siebzigjährigen Schriftstellerinnen gebe und ich dachte mir. was sagt sie nur?

Ich kenne jedenfalls viele. Kunststück bin ich das ja auch bald schon. Um den Gegensatz von Stadt Land scheint es in dem Buch auch zu gehen und, um Computer, denn die Generation der Agnesa ist ja damit aufgewachsen, während sich, wie Mieze Medusa zu meinen scheint, die fast Siebzigjährigen eher schwer damit tun. Interessant und spannend zu lesen, wenn ichs mals finde.

Da meine Leseliste aber sehr lang ist, brauche ich mich auch nicht besonders bemühen, habe ich ja nicht nur den Benedikt Wells zum Weiterlesen vergessen. Dafür aber heute einen Roman von dem mir bisher unbekannten Emil Bobi bekommen und der ist, habe ich herausgefunden ein 1958 geborener Journalist. Also einer der auch bald siebzig werden wird.

2021-02-11

Mittagessen bei Ruth, Donnerstag-Demo und verpasste Mahnwache

In Zeiten wie diesen kann man ja leicht depressiv werden, wenn man wie beispielsweise ich, in Wien mehr oder weniger zu Hause sitzt, jetzt vielleicht auch nicht mehr auf Demonstrationen kann, die Literaturveranstaltungen nur mehr bei Livestream miterlebt, wenn man da nicht Intiativen setzt.

Meine Initiative ist ja das „Literaturgeflüster“, mein Fenster zur Welt, wie ich immer schreibe, in dem ich meine Gedanken zu Stuation formuliere, mein drittes Corona-Buch korrigieren, OE24TV höre, um die Lage der Situaion zu erfassen, wo ich beispielsweise hörte, daß es bei Finanzminister Blümel eine Hausdurchsuchung gegeben hat, die Ruth ist da vielleicht initiativer, hat sie mir doch letzte Woche einen Brief geschickt und mich zu einem „Freiluftprivatissimus für Freudinnen und Freunde“ eingeladen, wo sie in den nächsten drei Monaten auf Grillparzers Spuren vor dem Grillparzer Denkmal Griechenland, Bratislava und Istanbul erkunden will.

Nächste Woche ist sie auch in der „Alten Schmiede“ und stellt da ihre und Brigtitte Kronauers Gedanken über James Ensor vor und zum Mittagessen hat sie uns jetzt auch eingeladen, wo man ja in Zeiten, wie diesen jetzt schon zwei Haushalte treffen kann.

Also hat sie bei dem Chinesen in ihrem Haus „sweet sour tiger prawns“ bestellt und einen Eierlikörguegelhupf gekauft. Der Alfred hat eine Flasche Champagner mitgebracht und fertig war das ideale Mittagessen und ein gesprächiger Nachmittag mit Erika Brunngraber, der Tochter des „Zucker aus Cuba-Dichters“, hätte ich nicht eine Stunde um fünf gehabt und dann gibt es da ja jetzt ab sechs wieder Donnerstag Demonstrationen.

Da war ich ja vor drei Wochen, habe ein interessantes Gespräch mit einer Sängerin geführt und mir ein paar „gerettete Lebensmittel“ darunter tolle Okras, die ich mir am näcsten Tag kochte, mitgebracht. Die Woche darauf sind wir nach Harland gefahren und vorige Woche wa rich nicht sicher ob ich wieder hingehen sollte, weil ein bißchen niedergeschlagen, da den ganzen Tag mit meinen Text allein zu Hause und dann hat es wieder einen Livestream gegeben. Am nächsten Tag sah ich dann ein „Standard-Video“ darüber und habe mich ein bißchen geärgert, also diese Woche mit dem Alfred hingehen.

Aber der wollte zuerst die Pressekonferenz über den eventuellen Blümel-Rücktritt hören und dann zur Mahnwache bezüglich der Schließung der ÖGB-Buchhandlung gehen. Also sind wir zuerst beide auf den Platz der Menschenrechte marschiert, wo ich ein paar Champignon und ein paar Fru-Frus für das morgendliche Mittagessen gerettet und mich mit einem Julius über die linken Demos-Initiativen, er war da sehr zuversichtlich, unterhalten habe. Der Alfred ist inzwischen schon zur Rathausstraße marschiert, ich bin etwas später nachgekommen, da zwar die Buchhandlung, aber keine Mahnwache gefunden und später im „Auge-Newsletter“ gelesen, daß der Weiterbestand der Buchhandlung bereits gesichert ist und Minister Blümel ist, wie ich höre, auch noch nicht zurückgetreten, kann mich aber erinnern, daß ich ihn einmal im Belvedere bei der Verleihung des „Europäischen und dann noch bei dem des österreichischen Buchpreis“ getroffen hat, als er noch Kanzleramtsminister war.

Und heute wäre der Opernball gewesen.

2021-01-20

James Ensor nachgespürt

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Das neue Buch meiner Freundin Ruth Aspöck, die ich, ich weiß nicht genau seit wann ich sie kenne und auch nicht mehr, wo ich sie kennengelernt habe, im „Arbeitskreis schreibender Frauen“ war sie nicht und ich eigentlich nicht wirklich in der Auf-Bewegung, ich kann mich aber erinnern, daß ich einmal mit der Bruni und der Elfriede Haslehner wahrscheinlich im Cafe Jelinek gesessen bin und eine der Frauen mir erzählte, daß die Ruth einen neuen Verlag hat, in den wir,vielleicht veröffentlichen könnten.

„Da gehe ich hin!“, habe ich, glaube ich, gedacht odergesagt und es auch versucht. Hat leider nicht geklappt, obwohl die Ruth einige meiner Freundinnen und Bekannten verlegt hat, die Doris Kloimstein, die Irene Wondratsch, die Margot Koller sogar den Johann Barth, obwohl sie ja als eine der österreichischen Feministinnen und deshalb auch im Literaturmuseum abgebildet ist, gilt, den Verlag „Die Donau hinunter“ hat es bis 2007 gegeben.

Dann ist die Ruth in Pension gegangen, die ich ja spätestens durch die GAV kenne und wir sind mit ihr ein großes Stück auf ihrer Donauradreise von Wien nach Bamberg mitgefahren. Danach hat sie ihre Bücher beim „Löcker-Verlag“ herausgegeben, die ich gelesen habe und auch zu den Präsentationen gegangen bin, es gab ihr Tagebuch, ihr Reisebuch mit Grillparzer, die Geschichte der Kassiererin der Kantine, wo sie essen geht, eine Geschichte über ihr Schreiben und ihre Nachkriegskindheit und jetzt die Nachspürung des belgischen Malers James Ensor, von dem ich, ich gebe es zu, erst von der Ruth gehört habe, sie ist ja eine Zeitlang mitzu den Workshops von Stephan Teichgräber gegangen, da hat sie mir davon erzählt. Das Buch ist im Herbst erschienen. Die Lesung, die im Stifterhaus stattfand, kann man im Netz nachhören. In Salzburg hat sie, glaube ich, auch daraus gelesen und mir das Buch gebracht, als sie im Oktober mit dem Peter Czak bei uns essen war, weil die Jasminka nicht aus Brüssel kommen konnte und im Februar wird sie, glaube ich, in der „Alten Schmiede“, die „Büchner-Preisträgerin“ Brigitte Kronauer vorstellen, die, glaube ich, auch überJames Ensor geschrieben hat, der1860 in Ostende geboren wurde und 1949 dort gestorben ist.

Die Ruth hat ja einen eigenen literarischen Stil, den man glaube ich, als Personal Essay bezeichnen kann, dabei hat sie mit „Emma oder die Mühlen der Architektur“, einen Roman, glaube ich, angefangen. Dann gibt es, damals,noch im „Frauenverlag“ „Der ganze Zauber nennt sich Wissenschaft“.

Sie hat ja Theaterwissenschaft studiert und war dann, glaube ich, auch in verschiedenen Instituten tätig, dann gab es einige Bücher in ihren Verlag, über ihren Spanienaufenthalt, ihre Kubareisen bis zu „Kannitverstan“, bis sie jetzt eben als freie Schriftstellerin tätig ist, GAV-Vizepräsidentin war oder ist sie auch lang gewesen und da bekannte Persönlichkeiten wie eben den Franz Grillparzer oder den Maler James Ensor mit ihrer Biografie verbindet, auf ihren Reisen nachfährt und dabei einiges über sich selbst erzählt, was ich für interessant und spannend halte.

Bezüglich James Ensor ist sie mit ihrer Freundin Jasminka Derveux-Filipovic, mit der sie studierte und die in Brüssel als Dolmetscherin tätig war und, die ich auch einmal bei einem kultupolitischen Arbeitskreis kennenlernte, in Ostende gewesen und dort in das Ensor-Haus gegangen, in dem es im Erdgeschoß ein Souveniergeschäft gibt und auch die Familie Ensor hat dort offenbar seine Werke, Masken und auch anderes verkauft. Er hat Masken und Totenköpfe gemalt. Ein solches Bild ist am Cover zu sehen und ist da wohl auf den Geschmack gekommen, dem Maler nachzuspüren, der später, obwohl ich noch nicht viel von ihm gehört habe, offenbar sehr berühmt war. Sie wollte auch seine politische Wurzeln aufspüren und ist deshalb in die verschiedenen Archive gagangen. War Ostende doch in der Zwischenkriegszeit ein Hotspot der jüdischen Emigranten, so hat er dort vielleicht Stefan Zweig kennengelernt, Volker Weidermann hat ein Buch darüber geschrieben und mit Alfred Kubin hat Ruth ihn auch verglichen.

Der belgische Dichter Emile Verhaeren hat ein Buch über James Ensor geschrieben, der außer den Masken, und derben Motiven auch ein Triptychon und andere religiöse Motive gemalt hat.

Ruth Aspöck beschreibt ein wenig Ensors Arbeiten, der eigentlich keinen Stil zuzuordnen ist, beschreibt aber, was ich sehr sympathisch finde, sehr genau, wie sie dazu gekommen ist, über James Ensor zu schreiben, wie man das machen kann.

Es ist kein wissenschaftliches, sondern ein literarisches Werk, steht am Schluß des Buches. Trotzdem braucht man um über einen Maler zu schreiben, wohl einige Fachkenntnisse und auch Interesse an der Materie und das hat Ruth Aspöck war sie ja einmal mit dem Maler Franz Ecker befreundet und ist das noch mit Lore Heuermann, der Mutter von Sarah Wiener, die ihr die Technik der Lithographie erklärte, daß Jasminka Dervea-Filipovicux als Übersetzerin behilflich war, habe ich schon geschrieben.

Sie reist also nach Wien zurück, besucht dort die National- und andere Bibliotheken, um Unterlagen zu James Ensor zu finden. Sie beschreibt einen Sommer in Wien, wo alle ihre Freunde in ihren niederösterreichischen oder burgenländischen Häuser mit Gargten oder auf Reisen waren. Da habe ich das erste Mal aufgehört, etwas später dann noch einmal, als sie „die Radfahrt zu dritt um den Neuseiedlersee“ beschreibt, wo sie ständig an James Ensor gedacht hat. Davon habe ich nichts mitbekommen, in diesen Punkt ist die Ruth sehr schweigsam.

Im Buch steht, daß sie sich 2018 entschloßen hat über James Ensor hzu schreiben, daß sie dabei auf einen Roman von Brigitte Kronauer gestoßen bin, habeich schon gewußt, denn da hat sie mich, als sie an meinem Geburtstag bei mir war, darauf angesprochen und mich nach ihren Büchern gefragt.

Vor allem aber hat sie James Ensor, wie es schon im Untertitel steht, auf Reisen nachgespürt. Hat seine Bilder in München angesehen, war zu dritt am Gardasee, mit Jasminka in Brüssel und Venedig und immer wieder in Ostende, wo Ensor ja sein Lebens verbrachte, in Brüssel studierte, nie verheiratet war, aber in Augusta Boogaertes eine Lebensgefährtin hatte. Ansonsten hat er zuerst mit seiner Mutter und Schwester mit seiner Schwester zusammengelebt. Sein Vater war Engländer, daher wahrscheinlich der Vorname und außer für die bildende Kunst hat er auch geschrieben und war als Musiker tätig. Im Buch gibt es eine von Jasminka Derveaux übersetzte Skizze, wie er seinen Akademieaufenthalt erlebte und in der Albertina gab es 1942, also mitten im Krieg, eine von dem österreichischen Dichter George Saiko kuratierte Ausstellung.

Ein interessantes Buch in dem man, glaube ich, sowohl über den Maler, als auch über Ruth Aspöck Zugang zu dem Maler viel erfahren. Sie hat es bei der Lesung im Stifterhaus, als ein gutes Buch erwähnt und dazu gesagt, daß es ihr wichtig war, daß sich jeder daraus etwas Anderes mitnehmen kann, entweder über Ensor oder vielleicht über Franz Ecker. Mir hat es und das ist auch interessant meinen Zugang zu der Ruth und ihrem Schreiben noch mehr verstärkt.

2020-10-14

Literarisches Mittagessen

Die Ruth hat ein neues Buch geschrieben und zwar hat sie dem Maler James Ensor nachgespürt und ist dazu mit ihrer Studienkollegin Jasminka Derveaux-Filipiovic, die ich, glaube ich, schon einmal bei einem kulturpolitischen Arbeitskreis hörte in Brüssel, Venedig, Ostende und Gent gewesen und hat dort die Archive aufgespürt.

Das Buch „James Ensor aufgespürt – Neine Reisen zu dem Maler“ ist jetzt bei „Löcker“ erschienen und wurde am 28. September im „Stifterhaus“ vorgestellt. Ein Video über die Lesung kann man sich auf der Stifterhaus-Seite ansehen und es war oder ist, glaube ich, eine Lesetheateraufführung geplant, wo die Ruth gemeinsam mit Jasminka Derveaux-Filipovic auftreten wollte.

Da wollte sie zu uns zum Mittagessen kochen. Der Alfred kocht ja gern und viel, aber Corona beziehungsweise, die Reisewarnungen und Risikogebiete sind dazwischen gekommen, so daß Jasminka Deveaux-Filipiovic nicht aus Brüssel, wo sie wohnt, herkommen konnte.

In der „Alten Schmiede“ und im Literaturhaus werden ja auch laufend Veranstaltungen abgesagt, weil die eingeladenen Autoren nicht nach Wien kommen können, so hat die Ruth das Essen abgesagt, der Alfred hat aber gemeint, sie könne ja allein kommen oder jemanden anderen mitbringen und so ist ihre Wahl auf Peter Czak von unserer Schreibgruppe gefallen. Der ist ja, glaube ich, durch Robert Eglhofer in die Gruppe gekommen und hat sie als die eigentlich mit der Amerlinghaus-Lesung beendet war, weiter aufrechterhalten, so daß sie, als das Cafe Ludwig verschwunden war, eine Zeitlang bei mir stattfand, dann hat er aber den Termin verschieben wollen und ich bin einige Male mit der Ruth oder der Doris Kloimstein alleine dagesessen, so daß sich die Gruppe vor zwei Jahren auflöste.

Den Musiker Peter Czak zieht es aber doch zum Schreiben, so hat er mich schon vor ein paar Monaten angerufen und gemeint er würde nach Corona die Gruppe wieder beleben und jetzt gab es ein literarischen Mittagessen mit den Vorspeisenresten vom Sonntag, wo der Karl mit seiner Begleitung gekommen ist, überblieb, Spaghetti mit Tomatensauce, Saltimbocca mit Rosmarinkartoffeln und Salat und als Nachspeise den Käse, den der Karl am Sonntag mitbrachte, den restlichen Apfelkuchen, Mango und Gespräche über Literatur.

Die Ruth hat das Buch mitgebracht. Ich habe ihr und dem Peter die Meinen gezeigt. Da gibt es ja meinen Werkkatolog beziehungsweise, das „Literaturgeflüsterbuch II„, beziehungsweise das Dummie vom „Frühlingserwachen“, das gestern gekommen ist.

Die GAV hat auch einen neuen Folder in der sie sich, ihren Mitglieder und der Welt vorstellt. Die GAV-GV wird aber coronabedingt auch ausfallen, wie ja viele Veranstaltungen zumindestens für mich, weil ich ja schon wie erwähnt ein riesengroßer Maskenmuffel bin, was aber auch nicht so viel macht, da ja gleichzeitig die Frankfurter-Messe digital beziehungsweise per live stream stattfindet und da habe ich, weil ich ja coronabedingt jetzt außer meinen Stunden nicht soviel andere Termine habe, ja Zeit mich durch die verschiedenen Livestreams zu surfen und lesen, ja zu lesen habe ich auch sehr viel, so daß ich eigentlich gar keine neuen Bücher mehr brauche. Das neue Buch der Ruth ist aber sicherlich interessant und ich freue mich schon darauf, denn von James Ensor, der 1860 geboren wurde, habe ich eigentlich auch noch nicht soviel gehört.

Und mit der Doris Kloimstein habe ich auch telefoiert, da wir das Wochenende ja wieder nach Harland fahren, können wir sie ja am Markt, da man da ja für die Stehtische und das Essen und das Trinken keine Maske braucht, treffen und sie kann mir erzählen, wie das im Skriptorium im Stift Setenstetten und mit „Noahs Fest“ war.

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