Literaturgefluester

2019-01-15

Wiedermal ein Buchgespräch

Heute war ich eine Weile ratlos, was ich am Abend machen sollte? Weil in der „AS“ zwei Debutantinnen, die ich schon bei den O-Tönen gehört habe, eine davon hat sogar den öst Bp gewonnen und da ich mir ja nicht gerne zweimal das Selbe anhöre und im Literaturhaus und in der „Gesellschaft“ nichts war, wäre die Alternative gewesen in der Badewanne „Troll“ auszulesen, was ich auch nicht wirklich wollte, also das Programm der Hauptbücher durchgesehen und da fündig geworden.

Dort am Gürtel, wo ja auch eines meiner Bücher spielt, komme ich jetzt eher selten hin, aber um den Jahreswechsel haben die da immer eine Ausstellung der „Schönsten Bücher der Schweiz, Österreich, Deutschland und Niederlanden mit sogenannten Buchgesprächen darüber und ich kann mich erinnern, daß ich schon einmal am Jahresanfang mangels einer anderer Alternative dorthin gegangen bin, obwohl mich an Büchern ja mehr der Inhalt als die graphische Gestaltung interessiert, ich bin aber auch ein paar Jahre zu der Preisverleihung der „Schönsten Bücher Österreichs“ gegangen.

Also rasch durch die Ausstellung gegangen, ich war eher spät daran, die diesbezüglichen Prospekte eingeholt und dann festgestellt, daß ich eines der prämierten bücher schon gelesen habe und im Vortragssaal waren viele schick gekleidete junge Leute, höchstwahrscheinlich Grafikstudenten und die Autogrammsammlerin, mit der ich mich ein bißchen unterhalten habe, am Vortragstisch tummelten sich wieder ein paar Leute, um den Computer und es hat nicht angefangen und nicht angefangen, weil der eingeladene Teo Schifferli, ein Graphiker aus der Schweiz, der den Katalog der schönsten Schweizer Bücher gestaltet hat, einen Computer hatte, mit dem die Hauptbücherei offenbar nichts anfangen konnte. Dann ging es aber doch und der Vortragende erklärte, daß er jetzt drei Jahre lang den Katalog gestalten würde und erzählte sein Konzept, wie er dabei vorgegangen ist, projezierte Abbildungen, zeigte dann auch noch einen film dazu und im Anschluß gab es eine rege Diskussion.

Interessant, interessant habe ich gedacht und bin dann mit meiner Büchertasche, dem schicken Beutel des „Ghetty Centers“, den mir der Alfred von seiner letzten Amerikareise mitgebracht hat, die ebenfalls mit Büchern voll gefüllt war, denn der Wortschaftz und der Schrank in der Zieglergassen waren beide sehr voll, offenbar räumen die Leute nach Weihnachten ihre Regale aus, nach Hause gegangen.

Etwas wirklich Aufregendes war nicht dabei, aber ein Gang durch den „Harry Potter“ in sechzig Minuten, ein Buch über einen unbekanten Wiener Bürgermeister, eines über die Kindheit vom Maxim Gorki, das ist etwas, das wahrscheinlich eher Stephan Teichgräger interessieren würde, dessen Workshop morgen wegen einer Konferenz, die er besuchcen will, ausfällt und dann noch etwas über einen Poetry Slam, was vielleicht von der Gestaltung wegen, am ehesten zu den schönsten Büchern passt.

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2016-01-12

Buchgespräche

In der Hauptbücherei findet derzeit die jährliche Ausstellung zu den „Schönsten Büchern, Österreich, der Schweiz und der Niederlande“ statt.

Am ersten Dezember war die Eröffnung, da war, glaube ich, der „Ohrenschmaus“ und das Grafikdesign ist auch nicht unbedingt das meine.

Trotzdem habe ich mir diese Ausstellung immer wieder angesehen, war auch ein paar Mal bei der österreichischen Preisverleihung, des Wettbewerbs die der österreichische Hauptverband veranstaltet und in Leipzig kann man diese Bücher auch bewundern.

Außerdem gibt es dazu verschiedene „Buchgespräche“. Zur Eröffnung gab es das Erste und heute kam diesbezüglich Markus Dreßen aus Leipzig und obwohl es auch in der „Alten Schmiede“ ein Programm gegeben hätte, habe ich mich dafür entschieden.

Der Veranstaltungssaal war auch sehr voll, außer der Autogrammsammlerin und einem Stammbesucher, den ich kannte, höchstwahrscheinlich lauter Grafikstudenten und Insider, denn Küßchen hier, Küßchen da und herzliche Umarmungen.

Dann wurde die Veranstaltung eröffnet und Markus Dreßen, der 1971 in Münster geboren wurde, in Leipzig einen Verlag,  ein Büro hat und auch schon einige Preise bekam, vorgestellt, der dann zwei Vorträge hielt.

Einen aus dem Jahr 2010 zur Buchgestaltung, interessant ist, daß die ausgestellten Bücher, die ich mir  später angeschaut habe, aus dem Jahr 2014 stammen und dazu gab es einen Film, den ich als sehr interessant empfand, wurden da nämlich zwanzig Minuten lang oder so verschiedene schön designete  Bücher aufgeschlagen, angegegriffen, umgeblättert, etcetera.

Der zweite Vortrag ging dann von der Buchgestaltung etwas weg und interessierte in der Diskussion vielleicht deshalb besonders, denn Markus Dreßen betreut seit einigen Jahren auch die Grafikschiene des Schauspielhauses Stuttgart und erläuterte hier das Konzept. Wie er nämlich mit Faustkeilen und Steinen, Programmhefte und Plakate gestaltet, beziehungsweise, weil er ja in Leipzig sitzt, Vorschläge für den Hausdesigner macht.

Auch das war optisch nachzuvollziehen und Marukus Dreßen erläuterte dazu, daß er sich mit einem Sechzigerjahree design an das Stammpublikum über fünfzig wandte, damit die etwas Vertrautes vorfinden. Er wurde im ersten Jahr auch manchmal angegriffen und kritisiert und ändert jedes Jahr das Konzept, was ebenfalls für ein wenig Verwirrung sorgte.

Aber sonst sehr interessant, sich durch die Spielpläne des Stuttgarter Schauspielhaus, wo ich  noch nie war, zu klicken.

Nachher wurde viel gefragt, auch ob man davon leben kann?

Ich habe mir die Ausstellung angesehen und aus meiner eigenen Produktion zu vermelden, daß es schon das Cover für mein „Sommerbuch“ gibt.

Ob ich damit  zu den schönsten Büchern käme, weiß ich nicht, da wären wohl eher die „Dreizehn Kapitel“, die „Schreibweisen“ oder auch das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ geeignet.

Es ist jedenfalls Annas Hund Ouzoa zu sehen. Der liegt in Harland auf der Wiese und schaut die potentiellen Leser treuherzig an. Das könnte  auch im Buch passieren, kommt da ja der Hund Ouzo mit Eleni und Giorgos nach Harland um, von dort Sandra Winter abzuholen.

Ich hätte mich ja für ein anderes Hundefoto entschieden, nämlich eines mit Hund am Wasser, zwar nicht Meer, sondern Wien oder Donaukanal, aber das erschien dem Alfred als nicht scharf genug.

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