Literaturgefluester

2020-04-02

Fertig mit dem Fräulein No

Hurrah, hurra, ich bin fertig mit dem Korrigeren, meines siebenten „Nanwowrimo“, „Fräulein Nos Nachtcafe“, wo ich im November zwischen „Buch Wien“ und „Buch Basel“ und auch noch andere Events den Rohtext geschrieben habe.

Den Text dann bis Jänner, glaube ich, liegen gelassen habe, weil ich ja noch das „Zweite Literaturgeflüsterbuch“ fertig zum Korrigieren hatte und den Text ab da fertig korrigiert habe.

Jetzt bekommt ihn der der Alfred, damit er das Buch druckereifertig machen kann und ich kann nur hoffen, daß es in Zeiten, wie diesen mit den Coronanöten den „Digitaldruck“ dann noch gibt und vorher sollte das zweite „Literaturgeflüstertexte Buch – Mein Schreiben – meine Bücher“ fertig werden. Das hat der Alfred jetzt soweit durch, ich muß es noch durchsehen und das Cover brauchen wir auch.

Da habe ich ja schon einige Ideen, nämlich ein Bild von mir mit einem Buch beispielsweise das und dann eines von meinen Büchern. Der Alfred will etwas Neues machen, mal sehen, wie es wird?

Das Cover vom „Fräulein No“ ist auch noch zu gestalten. Da haben wir noch kein Bild und da hötte ich an ein Cafehaus oder Beisl gedacht. Aber das wird ja jetzt, wo man nicht hinausgehen darf oder soll  schwierig. Es ist aber noch etwas Zeit dazu, weil der Alfred den Text ja erst durchsehen muß.

Fünf Szenen habe ich wie schon öfter geschrieben aus dem Text hinausgeschmissen, die sind jetzt vollständig im Blog zu finden, so daß sich meine Leser, denen vielleicht Coronabedingt fad ist, schon ein bißchen ein Bild davon machen können, bis es dann, wenn wir das Cover haben, zur „Vorschau“ kommt, wo ich natürlich wieder ein Gewinnspiel machen werde, und zur Leserunde aufrufen werde und dann ran an das neue Schreiben, etwas, was man ja jetzt, wo es keine Veranstaltungen und auch keine besondere Ablenkungen gibt, wahrscheinlich besonders gut kann und auch besonders zu empfehlen ist und wenn meine Leser jetzt vielleicht fragen sollten, wie das jetzt mit meinen Schreibednungs- oder Schreibanfangsritualen ist?

Die fallen, fürchte ich, diesmal aus oder sind  ein bißchen anders oder auch nicht, denn da gibt es ja wieder das deja vue Erlebnis.

Denn im vorigen Jahr, als ich mit der „Magdalena Kirchberg“ endlich fertig war, war ich ja noch nicht so gut bei Fuß, um in der Stadt herumzustreifen und dann waren wir schon in Harland und ich habe mich, glaube ich, mit dem „Traisenparkcenter“ begnügt und heuer könnte ich ja nicht shoppen gehen und will auch nicht mit Maske herumlaufen, die man ja demnächst zumindestens in den offenen Geschöften  tragen muß und über fünfundsechzig bin ich  auch schon, aber es gibt etwas anderes für den Neuanfang und das hatte ich ja irgendwie auch vor, wie meine  regelmäßigen Leser vielleicht wissen.

Denn ich habe ja immer die Idee, es vielleicht doch einmal mit der „Heldenreise“ zu probieren, das heißt einen Roman mit Spannungsbogen zu schreiben, trifft mich ja immer der Vorwurf, daß bei mir nichts passiert, beziehungsweise das, was niemanden interessiert. Da habe ich mir ja Gustav Ernsts Buch „Romane schreiben“ dafür schicken lassen und zum Jahreswechsel die Unterlagen und die Probeseminare der Jurenka Jurk dafür studiert.

Dann war ich im Jänner bei diesesn Schütte-Lihotzky-Abend und habe dann bald die idee geboren im nächsten Buch, die Beziehung einer Frau, eine Museumskuratorin ist mir das vorgeschwebt, deren Mann einen Schlaganfall oder Alzheimer hat, also von ihr gepflegt wird, sich in einen Jüngeren verlieben zu lassen und darauf die Handlung vorher nach Stufenplan aufzubauen, bevor ich mit dem Rohtext beginne.

Als ich das plante, war ich, glaube ich, gerade mit dem „Literaturgeflüsterbuch“ fertig und die Rohtextüberarbeitung des „Fräulein Nos“ folgte, dann kam Corona und, daß ich darüber schreiben will, ist ja irgendwie naheliegend aber vielleicht nicht möglich, weil wir stecken ja mittendrin im Geschehen und haben keine Ahnung, wohin uns der Weg noch führt. Trotzdem was eignet sich dazu, wenn nicht das?

Und so werden meine Leser vielleicht bemerken, daß ich auch eine Art Corona-Krisentagebuch führe und die Idee, die Roswitha sich in Quarantänezeiten sich in ihren Viktor, heißt er, glaube ich, verlieben zu laßen und das Ganze darum herum, einzubeziehen, ist auch naheliegend, obwohl ich, wie gesagt, ich keine Ahnung habe, ob und wie sich das realisieren läßt.

Dazu einen Erinnerungssplitter, als ich eine junge Studentin war, habe ich mich in einen älteren Mann verliebt und wollte, naiv wie ich damals war, darüber schreiben. Es ist nicht gegangen, weil ich viel zu sehr befangen von der Chose war.

Das könnte jetzt ähnlich werden. Es läßt sich aber probieren und das nach Romanfahrplan schreiben, läßt sich glücklicherweise auch ohne Jurenka Jurks Lehrgang zu besuchen, wie, ich glaube, jetzt auch besuchen, veranstaltet ja Ronny Rinderer derzeit einen „Quarantimo“ und stellt dazu jeden Samstag ein Video ein, wo er spezielle Aufgaben zur Romanentwicklung gibt.

Diese Videos habe ich mir bisher immer angeschaut, ein bißchen mitgeschrieben, die Aufgaben aber nicht gemacht. Jetzt könnte ich das am nächsten Samstag tun. Die aufgaben nachholen und mit dem Romanplanen  beginnen.

Ob ich vorher noch die Fenster putze oder nicht, weiß ich nicht so genau, ist das vielleicht  ja, da der Alfred  Homeoffice macht, derzeit etwas schwierig. Aber am Freitag fährt er immer nach St. Pölten, um mit der Vierundzwanzigstundenbetreuerin einzukaufen. Da ginge es vielleicht und da gibt es auch ein Quarantäneschmankerl über das ich dann auch berichten will.

Nämlich eine Online Schreibenacht des Writersstudio. Man sieht an Schreibimpulsen gibt es derzeit keinen Mangel und so werde ich mein neues Projekt vielleicht ein bißchen anders, aber ebenso kreativ starten und nur hoffen, daß das „Schreibebuch“ und das „Fräulein No“ auch trotz Corona erscheinen können.

2017-07-09

Sommerstruktur

Der Mai und der Juni waren ein wenig anstrengend, das heißt vollgestopft mit literarischen Programm. So sind wir ja Anfang Mai mit der Ruth zu ihrem siebzigsten Geburtstag um den Bodensee gefahren. Dann fuhr der Alfred mit dem Karli in die USA, ich bin dageblieben, habe bei Annika Bühlemann zehn Geschichtenchallenge mitgemacht, beziehungsweise für mein neues Schreibprojekt Stoff gesammelt und Geschichten zu ihren Schreibimpulsen verfaßt.

Dazwischen mit der Ruth den öffentlichen Raum, Wien auf eigene Faust erforscht und es später, als der der Alfred schon wieder da war der Ute und dem Andreas aus Leipzig Wien gezeigt.

Daneben meine Praxis gemacht, meine Bücher gelesen, literarische Veranstaltungen besucht und nach und nach ist die Saison zu Ende gegangen und ein Sommer mit lauter verlängerten Sommerfrischenwochenenden steht mir jetzt bevor.

Das heißt, ganz so einfach war es nicht, es war schon ein bißchen hektisch. Denn kaum hatten sich die Hs. aufs Rad gesetzt, um Richtung Budapest zu radeln, begann in Wien die jüdische Sommerakademie und in Klagenfurt der Bachmannpreis, im MQ die O-Töne und danach sind wir am Donnerstag spätabends nach Harland hinausgefahren und ein Sommer voller Sommerfrischenwochenende beginnt.

Das heißt Freitag bis Montag Harland und das ist ja auch ganz schön verplant, Radfahren, am Freitag nach Wilhelmsburg oder auf die Schubertburg, am Samstag zum Würstlessen auf den Markt in St. Pölten, am Sonntag Rudolfshöhe und vorher will der Alfred meistens grillen und am Montag vielleicht dem Vilshofersee und dem Bücherschrank bei der Seedose einen Besuch abstatten.

Dazwischen Sommerbücher lesen, da steht ja einiges auf meiner Leseliste, bevor die Herbstneuerscheinungen kommen und die dBp LL am fünfzehnten August bekannt gegeben wird.

Und schreiben natürlich auch, das ist ja der Sinn der Sache, aus den achtzehn Kurzgeschichten, die sich im Mai und im Juni auf meinen Blog angesammelt haben, einen Fortsetzungsroman oder zumindestens eine längere Erzählung machen.

Da nehme ich mir entweder den ganzen Sommer dazu Zeit oder wenn es länger wird, überhaupt bis November, bevor dann der „Nanowrimo“ beginnt, bei dem ich wieder gerne mitschreiben will.

Voriges Jahr habe ich auch schon meine Sommerfrischenwochenenden gemacht, vorher, war ich Montag und Dienstag in Wien in meiner Praxis und den Rest der Zeit amLand, habe geschrieben und gelesen, mein kleines Stadtschreiberbüchlein angefüllt, einen Lesemarathon gemacht, St. Sankt Pölten erforscht und beschrieben, etcetera.

Da war ich ja immer sehr bemüht etwas Besonderes aus den Sommern zu machen und einen literarischen Touch hineinzubringen, über den ich dann seit 2008 blogge, habe mich zur Stadtschreiberin erklärt, meine Romane und Erzählungen geschrieben und dazwischen meine psychotherapeutische >Praxis betrieben und bin am Montag Abend meistens mit dem Alfred auf den Rathausplatz gegangen.

Jetzt habe ich jeweils drei Wien Tage und da auch schon ein striktes Programm, habe ich mir ja vorgenommen, im Juli am Dienstag ind Cafe Prückl zu Christa Nebenführs Sommerlesereihe zu gehen, am Mittwochauf den Rathausplatz und am Donnerstag mit dem Alfred zu den O-Tönen. Der fotografiert dann auch, ich blogge und bekomme so nebenbei vielleicht mit, was dann im Herbst auf der öst. LL stehen wird, die ich ja beide wieder lesen möchte, die deutsche und die österreicherische und so geht wahrscheinlich wieder ein Sommer mit Minimalanspruch dahin.

Meine achtzehn Kurzgeschichten hat mir der Alfred schon übertragen. Jetzt geht es ans Durchlesen, Erweitern, Korrigieren und versuchen eine Sommergeschichte oder mein neues Buch daraus zu machen.

Ich bin ja literarisch immer sehr bemüht und aktiv, auch wenn es trotz Blog niemanden auffällt und nur so nebenbei geschieht und aus dem Sommer bevor es wieder mit dem normalen Veranstaltungsprogramm im Herbst weitergeht, bin ich auch versucht, das Beste zu machen und mich in Harland in St. Pölten auch erholen und in Wien den Sommer mit seinem Programm genießen und dazwischen schreiben, lesen und versuchen durch den Blog im Literaturbetrieb aufzufallen oder meine Stelle darin zu zu markieren, was mir ja immer am allerwenigsten gelingt.

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