Literaturgefluester

2016-01-09

Quantitätsschreiben

Ich bin ja eine sehr Schnelle und geniere mich schon fast dafür, daß ich an die vierzig selbstgemachte Bücher habe, die eigentlich niemand wirklich sehen, lesen oder anschauen will und, das Jahr für Jahr jetzt schon drei Bücher im Jahr  von mir entstehen.

„Schreib nicht so schnell!“, sagen der Alfred, der das ja alles korrigieren muß und die Elfriede Haslehner und schreibe das dann ins „Literaturgeflüster“, tue weiter, denke aber, ich sollte nicht, denn es zählt ja die Qualität und die sogenannten Hochautoren habe ich einmal beim „Frankfurtsurfen“ beobachtet, brüsten sich ja geradezu damit, drei bis fünf Jahre für ein Buch zu brauchen, während die sogenannten „Selfpuphlisher“, wie Wolfgang Tischer auf seiner Seite schreibt, ihre Texte in  ein paar Monate oder Wochen hinunterklopfen und manche sogenannte „Gebrauchsautoren“, die, die mit den Pseudonymen also beispielsweise Julia Kröhn oder  Carla Federico, Sophia Kronberg, Leah Cohn, etcetera schreiben, müßen das wahrscheinlich schon wegen ihrer Verlagsverträge tun.

Und ich schreibe ja immer und tue das auch bei meinem neuen Projekt wieder, daß ich sehr gern ein Jahr lang an dem Text arbeiten will, um ihn kommen, entstehen, reifen, sich entwickeln lassen, etcerta kann, was mir bisher nicht wirklich gelungen ist, denn nach vier bis sechs Wochen ist der Rohtext fertig, ich in meinen alten Bahnen, beziehungsweise Klischees drinnen, das fertige Produkt  interessiert dann niemanden und ich habe mir allmählich gedacht, das ist eben so, ich kann aus meiner Haus nicht heraus und jede oder jeder, wie sie oder er es kann!

Dann gibt es noch den „Nanowrimo“, dieses jährliche Schreibprojekt aus Amerika, wo  alles anders ist und man nicht auf den Kuß der Muse wartet, sondern in kreative Schreibkurse geht, beziehungsweise man solchein der Schule hat, wo im Monat November in dreißig Tagen ein Roman mit mindestens fünfzigtausend Wörtern geschrieben wird.

Daran nehmen jährlich tausende Personen, meist Amateuere, ein paar Profi-und Zwischenschreiber, wie ich es wahrscheinlich bin, gibt es auch, teil.

Die meisten werden vielleicht nicht fertig. Viele aber schon und viele nehmen jedes Jahr daran teil. Ich habe heuer meinen fünften Nanowrimo geschrieben,  bin mit dem Korrigieren daran gerade fertig geworden und denke auch, daß ich über das Stadium in einen Monat mal schnell fünfzigtausend Worte hinzufetzen hinaus bin und jetzt in die Tiefe gehen sollte, wenn ich es kann…

Beziehungsweise bin ich da milder und denke, geht es nicht so ganz allein und unbeachtet dorthin zu kommen, mache ich was ich kann, aber das schlechte Gewissen, ich bin eine Quantitätsschreiberin, was ja  fast schon ein Schimpfwort ist, ich habe vierzig selbstgemachte Romane, die niemand lesen will und ich mich schon fast genieren muß, wenn ich das wem erzähle, bleibt.

Ich tue es natürlich trotzdem und habe das Jahr auch damit begonnen, bzw. beendet meine Lieblingsbücher im Netz vorzustellen, beziehungsweise überhaupt die Romananfänge hineinzustellen,  bin ich ja eine ehrliche Frau, auch wenn ich, wenn es geht für die „Paul und Paula“ wieder ein Jahr brauchen will und das vielleicht auch muß oder daran scheitere, weil das ja Neuland ist, was ich hier betrete.

Also haben wir gelernt, nur die Qualität ist wichtig, und die bekommt man nicht in einem Monat, man braucht Jahre oder den Musenkuß respektive, die Schreibschule a la Leipzig, Hildesheim oder Wien, wenn man dort genommen wird, um das zu entwickeln, dann hat man aber eine Chance bei „Hanser“, „Suhrkamp“ oder „Rohwohlt“, zu erscheinen, während das Internet beziehungsweise der „böse Amazon“ es möglich machen, in drei vier Wochen seinen Roman hervorzuklopfen, der dann eben keine „Qualität“ ist und den niemand lesen will.

Das sind Klischees natürlich und sie werden zum Glück auch aufgebrochen, obwohl ich fürchte, daß sich im großen und Ganzen nicht wirklich sehr viel ändert und die große Kehrtwende nicht wirklich kommt, denn Vorurteile sind hartnäckig und so kann man bei den Literaturbloggern noch immer lesen, daß sie keine Romane von „Indieautoren“ annehmen oder nur Verlagsseiten von richtigen Verlagsautoren suchen und mir hat „Wikipedia“ auch einige Bücher hinausgeschmissen, weil Selbstgemachtes, nein, das wollen wir nicht, obwohl es in Frankfurt odeer Leipzig schon ganze Hallen mit Ständen solcher Bücher gibt.

Es gibt aber Ausnahmen auf die ich in der letzten Zeit auf der der einen und der anderen Seiten gestoßen bin, die diese Voruteile vielleicht  ein Stück aufbrechen und ich beginne mit der sogenannten Profiseite, nämlich dem „Hanser-Verlag“, wo ja am Montag das große Projekt „Morgen mehr“ mit Tillmann Rammstedt startet, der da jeden Tag ein Kapitel seinens neuen Roman schreiben wird, das man abonnieren kann und ein paar Montae später, im Mai, glaube ich, gibt es das Buch bei „Hanser“ zu kaufen.

Das ist sicher ein Zwischending zwischen Selbstgemacht und Verlag, beziehungsweise Qualität und Quantität, wenn man in diesen Lagern bleiben will. Man kann auch sagen, Joe Lendle hat den Mut, da ein wenig aufzubrechen und sich auf beide Seiten zu begeben, beziehungsweise sie zusammenzubringen.

Denn Tillmann Rammstedt, ist sicher ein Qualitätsautor, ein Bachmannpreisgewinner, obwohl mir sein „Kaiser von China“, nicht gefallen hat, weil mir zu aufgesetzt. Aber sicher einer, der den Mut hat, sich ein bißchen auf die andere Seite zu begeben, sich beim Schreiben in die Karten schauen zu lassen und zu sagen, in fünf Monaten gibt es den fertigen „Hanser-Roman“, obwohl ich  erst am Montag zum Schreiben beginne und, daß man sich da ins Eck schreiben kann, habe ich schon öfter erlebt.

Nun gut, Joe Lendle und Tillmann Rammstedt sind mutig und trauen sich etwas, wie das ankommt, werden wir beobachten und ich habe wieder einmal vor, ein Jahr für meinen neuen Roman zu brauchen, obwohl ich derzeit noch nicht weiß, ob ich über den Prolog hinaus, den ich schon habe, etwas Brauchbares zusammenbringen werde.

Daneben habe ich zu schauen, daß meine letzten drei Bücher, „Die Pensionsschockdepression“, die das bald sollte und der sogenannten „Sommer-„ und der „Winternanowrimo“ fertig werden und da sind wir schon beim zweiten Beispiel.

Denn ich habe früher so 2009 oder so, sehr viel auf der Seite „Schriftsteller werden.de“ von Jacquine Vellguth nachgeschaut, die den schon sehr lang betreibt, eine eigene Schreibwerkstatt hat und auch viel beim „Nanowirmo“ mitmacht.

2009 habe ich ja bei einer ihrer Ausschreibungen mitgemacht und dabei auch etwas gewonnen. Jetzt bin ich  längere Zeit nicht bei ihr gewesen, gestern aber wieder hingekommen, denn ich will  ja nachdem der Prolog zu „Paul und Paula“ fertig ist, ein Brainstorming machen, um herauszubekommen, ob ich überhaupt soviel Handlungsstränge habe, um einen Roman über die Begegenung der Beiden, die vorher anders hießen, machen zu können?

Da ist mir auch die „Schneeflockenmethode“ eingefallen, die Jacqueline Vellguth einmal übersetzte und ein paar diesezügliche Artikel in ihren Blog stellte.

Eine Methode, die auch nicht wirklich etwas für mich ist, beziehungwweise bin ich bei der „Paula Nebel“ und der „Wiedergeborenen“ nicht wirklich mit ihr weitergekommen, weil man sich da hinsetzt, zuerst einen Satz über seinen Romaninhalt schreibt, dann drei, bzw und am Schluß konzipiert man Szene für Szene. Dann trinkt man vielleicht ein Glas Bier oder Wein und setzt sich, das ist vielleicht ein Jahr später und schreibt den Roman in einen Zug hinunter.

Das ist wahrscheinlich nichts für mich, ich habe mir die Artikel aber gestern wieder aufgerufen, um es vielleicht beim Brainstorming für die Matieralsammlung damit zu versuchen und bin auf einen sehr interessanten Artikel beziehungsweise  Projekt von Jacqueline Vellguth, der diplomierten Physikerin gestoßen, die das sogeannte Quantitätsschreiben damit auf die Spitze stellt oder das Qualitätsschreiben umkippt.

Denn sie will, hat sie verlautet im Jahr 2016 zwölf Romane schreiben und veröffentlichen, jedes Monat einen „Nanowrimo“ sozusagen, ruft dazu andere zur Unterstützung, beziehungsweise zum Mitmachen auf.

Sie will damit, glaube ich, auch Geld verdienen und auffallen und da sie eine große Fangemeinde hinter sich hat, wird ihr da auch einiges gelingen.

Wenn ich ein Bild von meinen Romanen in das Netz stelle oder bei einer „Vorschau“ ein Gewinnspiel veranstalte, bekomme ich  keine Reaktionen und ich hätte auch Bedenken, was die zwölf betrifft.

Denn das kann ich von mir sagen, mehr als drei bis vier Bücher sind wahrscheinlich nicht zu schaffen, wenn man  nicht wirklich hinunterhudeln will.

Denn nach dem Monat hat man ein Rohkonzept und das habe ich bei meinem Letzten ja ganz gut gesehen. Da habe ich im Oktober mit der Recherchearbeit angefangen,  am ersten November mit dem Schreiben, war am einundzwanzigsten fertig und habe dem Alfred, das Rohkonzept vorgestern zum Fertigmachen übergeben.

Das Buch wird dann wahrscheinlich in einem Jahr erscheinen und in den letzten Jahren habe ich immer drei Bücher pro Jahr geschrieben und herausgebracht.

Bei zwölf im Jahr sehe ich schon die Gefahr, daß man in seinen Klischees stecken bleibt. Jaqueline Vellguth ist aber eine Profiautorin, die,  glaube ich, schon viel länger als ich, beim „Nanowrimo“ mitschreibt.

Sie wird also schon wissen, was sie verspricht und wenn sie genügend Fans hinter sich hat, werden ihre Bücher auch gelesen. Ob sie damit in den Literaturbetrieb hineinkommt, weiß ich nicht. Hat sie auch jetzt erst ihr erstes Buch bei „Amazon“ veröffentlicht, obwohl sie schon länger schreibt und Thomas Wollinger hat,  glaube ich, das Projekt an dem er jahrelang im Internet geschrieben hat, auch nicht wirklich veröffentlicht. Denn die Vorurteile sind vermutlich beharrlich.

Es ist aber sicher ein interessantes Experiment und kann auch mir Mut machen, zu meinen drei Büchern im Jahr zu stehen. Auch wenn ich jetzt wieder ganz ehrlich und wahrhaftig vorhabe, ein Jahr für die Paula und den Paul zu brauchen und ich mich da auch wirklich in das Thema einarbeiten muß, um weiterzukommen.

Aber da habe ich von Klaus Khittl, der viel darüber weiß, schon Hilfe und Internetseiten angeboten bekommen und das Scheitern denke ich, ist  auch sehr wichtig.

Wenn ich mit dem Projekt nicht weiterkomme und im „Literaturgeflüster“ darüber schreibe, ist das auch eine wichtige Erfahrung und so finde ich es sehr spannend mit welchen literarischen Projekten hüben und drüben das neue Jahr beginnt und denke nach wie vor, daß jeder, der es will, schreiben soll und darf und, ob die sogenannte Hochliteratur wirklich nur aus Worträuschen a la Valerie Fritsch und Andrea Winkler oder Negativen wie Thomas Bernhard beziehungsweisen „Unverständlichen“ wie Arno Schmidt, Ulrich Peltzer, etcetera, besteht, ist die Frage und ich antworte gleich, daß ich es nicht glaube und es wahrscheinlich schon ein wenig seltsam ist, daß die Leute zwar alle von Proust und James Joyce schwärmen, ihre Bücher aber wahrscheinlich nicht gelesen haben, während sie bei Stephenie Meyer und „Schades of Grey,“ etcerta,“ Pfui, das liest man nicht!“, schreien.

Seltsam, daß die Bücher aber trotzdem Millionenauflagen haben. Das ist wirklich eigenartig und vielleicht auch verlogen, denkt eine, die gerne über den Tellerrand schaut, im Jahr 2016 zu ihren vierzig selbstgemachten Büchern stehen will, aber nichts dagegen hat, für die „Paul und Paula“ vielleicht doch einen wirklichen, echten Verlag zu finden oder wenigstens damit literarisch wahrgenommen zu werden.

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2015-03-22

Indie Bookday

Filed under: Literaturbetrieb — jancak @ 07:48
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Gestern war wieder einmal Indie-Bookday, seit drei Jahren gibt es schon diese Intitiative, der unabhängigen Verlage, das sind offenbar die, die keinem Großkonzern, wie „Bertelsmann“, „Fischer“ oder „Suhrkamp“ angehören, aber oft auch sehr bekannt, wie „Residenz“, „Jung und Jung“, „Droschl“, um das Österreichische zu erwähnen. sind und einer der unabhängigen Verlagsleiter hat vor drei Jahren dazu aufgefordert, am 21. März, dem Frühlingsbeginn, die Buchhandlungen zu stürmen und sich eines dieser „Indies“, ganz gleich welches, „Eines, das man ohnehin schon immer haben wollte!“, steht auf der Indie-Website und sich mit dem Buch auf Facebook oder sonstwo zu präsentieren.

Nun habe ich den Begriff „Indie“, glaube ich, 2011, im Zusammenhang mit den Selbstpublischern das erste Mal gehört, da hat sich eine Autorin, auf einer Seite sehr beklagt, daß die „Indies“ so schlecht sind und daher in der Szene einen großen Schaden anrichten oder so.

Da habe ich dann  einen Artikel mit dem Titel „Sogenannte Indie Bücher“ geschrieben und mein Selbstgemachtes zum ersten Mal auf einer Seite im Gesamteindruck vorgestellt.

Das habe ich dann noch ein paar Mal wiederholt und am ersten Indie Bookday dann auch eines meiner Bücher zum Gewinn angeboten.

Später habe ich dann gehört, daß der Indie-Bookday nur für die kleineren unabhängigen Verlage da ist und daß man ja auch einen Selbstpublisher Tag machen könnte.

Kann man natürlich und es gibt auch andere Initiativen, wie den Welttag des Buches am 23. April, wo Shakespeare und Cervantes entweder geboren oder gestorben sind und man deshalb seinen Frauen und wahrscheinlich auch Männern, Rosen und Bücher schenken sollte.

Der Hauptverband des österreichischen Buchhandels gibt an diesem Tag jährlich ein Gratisbüchlein zu einem bestimmten Thema, diesmal werden es die Krimis, zusammengestellt von Eva Rossmann sein, mit Textproben, heraus, das man sich von bestimmten Buchhhandlungen, die immer weniger werden, weil die Buchhändler was dafür zahlen müßen, holen kann, was ich regelmäßig tue.

In Deutschland gab es das vor einigen Jahren, wo man sich von bestimmten Büchern dreißig Stück holen und die dann verschenken konnte.

Wolfgang Tischer hat da mit Peter Stamms „Agnes“ schlechte Erfahrungen gemacht, weil er sich damit auf die Straße stellte und die Leute die Bücher oft gar nicht haben wollten.

Ja, es ist vielleicht gar nicht so leicht mit dem Lesen, sehr viele Leute scheinen das nicht mehr zu können, sondern haben die Schule als sekundäre Analphabeten verlassen, das Internet, die Videos, die Computerspiele, das Fernsehen und andere Medien, sind wahrscheinlich auch eine große Konkurrenz und dann gibt es immer mehr Leute, die schreiben wollen, das Selberpublizieren bietet eine gute Möglichkeit dazu, die aber oft gar nicht an den Büchern der anderen interessiert sind.

Und ich höre ja immer, daß die Leute acht oder neun Bücher im Jahr und manche auch gar keine oder viel weniger lesen.

Ich pendle mich inzwischen an die Hundertziebzig jährlich ein, mehr ist für mich, glaube ich, nicht zu schaffen, obwohl ich viel mehr Bücher habe, die auch sammle und, wie ich immer schreibe, gerne über den Tellerrand schaue und an allem interessiert bin.

Für den Buchhandel dürfte ich ein schwarzes oder rotes Tuch sein, denn ich und das schreibe ich auch immer wieder, kaufe mir eigentlich keine Bücher, die zehn oder zwanzig Euro kosten, ziehe aber gerne aus den Abverkaufskisten welche um ein bis drei Euro heraus, so gesehen, bin ich eigentlich auch keine Freundin der Buchpreisbindung, aber dafür, möglichst alles, beziehungsweise möglichst vielfältig zu lesen und habe auch nichts gegen große Verlage und Mainstreambücher, aber auch nichts gegen das Selbstgemachte und wenn da ein paar Rechtschreibfehler drin sein sollten, habe ich wahrscheinlich auch kein Problem, die zu überlesen und würde das wahrscheinlich auch sehr interessant finden.

Wenn man so auf meine Leseliste schaut ,findet man auch durchaus Vielfältiges und sich Widersprechendes.

So habe ich Arno Schmidt im Bücherschrank gefunden, gelesen, bzw. als ich gar nichts mehr verstanden habe, nur mehr überflogen, weil ich mir ganz ehrlich, kein Jahr Zeit nehmen wollte, um in seine Welt hineinzukommen. Dazu lockt das andere zu sehr und seit ich blogge, werden mir auch Bücher angeboten, an die ich früher wahrscheinlich nicht gekommen wäre. So habe ich im Vorjahr einen BDSM-Roman gelesen und heuer schon einen erotischen. Der Holzbaum-Verlag, warhscheinlich auch ein „Indie“ schickt mir seine Cartoons und Satirebücher, ein Genre, das mir gut tut, weil ich  eigentlich nicht viel Spaß verstehe und Kabaretts oft genug nicht lustig finde.

Ich würde also empfehlen alles zu lesen und gebe auch zu, daß ich das manchmal sehr gerne bei Chicklits mache, nur manchmal, weil meine Leseliste inzwischen so lang geworden ist, daß auch ich mich beschränken muß und leider nicht alles lesen kann, Krimis auch, obwohl ich selber keine schreiben kann, weil ich gegen Gewalt bin und am literarischen Morden eigentlich keinen Spaß empfinde und empfehle natürlich auch, sich an das Selbstgemachte heranzutrauen und das nicht von Vornherein, wegen angeblicher mangelnder Qualität abzulehen.

Das wird auch besser werden, weil es in Leipzig ja schon fast eine ganze Halle mit den entsprechenden Ständen gab, die Selbstpublischer Fibeln herausgeben, die den Selbermachen Lektorat, professionelles Cover und was auch immer empfehlen.

Das Problem ist wahrscheinlich das Lesen, die Leute lesen immer weniger, aber die Selbstpublisher scheinen ihre Leser zu finden und manche haben damit, wie ich ebenfalls immer höre, sich an die obersten Rankinglisten geschrieben und vier-bis fünfstellige Zahlen verdient.

Das kann ich mir ganz ehrlich zwar nicht vorstellen und habe es bis jetzt auch noch nicht geschafft, meine Bücher auf „Amazon“ oder sonstwo einzustellen.

Da bleibe ich auf meiner Seite, gebe da immer eine Vorschau, präsentiere  das Buch nach Erscheinen und Schreibberichte, gibt es seit einiger Zeit auch immer, ich werde auch immer schneller beim Schreiben, schaffe zwei bis drei Bücher im Jahr, etwas, was andere, meist die sogenanten Gebrauchsautoren, die mit mehreren Pseudonymen oft ebenfalls machen, bin aber inzwischen offenbar schon so schnell, daß der Alfred mit dem PDF und dem Druckfertigmacjem nicht mehr nachkommt.

So liegen jetzt schon zwei Rohtexte auf seinen Schreibtisch und derzeit habe ich ja Computer und Druckerprobleme und kann daher an der „Bibliophilin“ nicht weiterschreiben, also mehr lesen könnte man sagen, da bin ich, wahrscheinlich auch durch die „Leipzig-Fahrt“ bedingt, momentan auch sehr langsam und habe noch einige Rezensionsexemplare auf meinem Stapel liegen, die mich daran hindern, meine Leseliste, wie geplant, hinunterzulesen, bin aber selber Schuld daran, weil ich immer wieder der Versuchung erliege, mir Neues zu bestellen und manchmal kommt das auch und vor ein paar Tagen habe ich sogar das erste unverlangte PDF, das auch ein interessantes Buch ist, das mir sonst entgangen wäre und das ich demnächst besprecjem werde, zugeschickt bekommen.

Sonst werden mir die nur angeboten und da kann ich inzwischen schon nein sagen, denn wenn ich alle ChickLits und erotischen Romane, bzw. Finanzbücher annehme, käme ich mit meiner Leseliste in arge Turbulenzen, aber einiges habe ich davon im letzten Jahr gelesen und es war auch sehr interessant.

Jetzt kommt auch bald Ostern und da werde ich hoffentlich einiges vom Harlander Bücherstapel hinunterlesen, bei einem bin ich gerade dabei und sollte damit demnächst in die Badewanne marschieren und dann fahren wir baldwieder ein paar Tage nach Ungarn und da nehme ich ja immer Bücher ungarischer Autoren mit, die auf meine Liste stehen.

Es gibt also sehr viel zu lesen und am gestrigen Indie Tag, bin ich, ich gestehe es, in keine Buchhandlung gegangen und habe mir ein schönes Buch gekauft, nur kurz daran gedacht in den „Schubert“ zu schauen und danach zu fragen, was er mir empfehlen könne?

Ich habe es aus Angst „Was wo wie Indies?“, vielleicht zu hören, nicht getan und auf der entsprechenden Facebookseite auch gelesen, das manchen Leuten das passiert ist, daß die Lieblingsbuchhänder, keine Indie-Bücher hatten.

Aber man kann sie sich natürlich bestellen und „Jung und Jung“ hat, glaube ich, auch gepostet, daß man seine Bücher das ganze Jahr kaufen könne und da ist auch gestern zufällig die Besprechung von Olga Flors neuem Buch auf meiner  Seite erschienen, also  ein kleiner Beitrag,  auch wenn ich mir das Buch nicht gekauft habe.

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