Literaturgefluester

2019-03-01

Identitätsfragen

Die, die meinen Blog schon länger lesen, wissen, daß das Schreiben mir sehr wichtig ist und  ich damit, vielleicht kann man es so formulieren, nicht sehr viel Glück hatte.

Ich habe es gleich nach meiner Matura und neben meinem Psychologiestudium relativ isoliert versucht, hatte wenig Ahnung vom Ligeraturbetrieb der Neunzehnhundertsiebzigerjahre und auch keine Connections dazu. Habe also zu schreiben angefangen, mit kurzen abgehackten Sätzen und vielen Bindestrichen, wie ich mich erinnern kann, vielleicht war das mein Versuch mich experimentell auszudrücken, denn das man damals sollte mußte, das habe ich schon irgendwie verstanden, obwohl ich eigentlich immer realistisch, psychologisch, sozialkritiasch schreiben wollte.

Dann habe ich eine solche Geschichte geschrieben, sie unkorrigiert liegen lassen und nicht recht gewußt, was ich damit anfangen soll?

Dann kam, glaube ich, so etwas wie ein Schreibblockade, obwohl ich wahrscheinlich auch nicht wußte, daß das so heißt und 1976, glaube ich, da bin ich im Sommer zu einem Workcamp nach Hamburg gefahren und habe da den Rudolf B. kennengelernt, ist die „Geschichte „Einladung zum Tee“ entstanden.

Eine recht konventionelle Dreiecksgeswchichte für eine dreiundzwanhzigjährige gehemmte Studentin, würde ich heute wahrscheinlich sagen und wenn mir eine solche gezeigt wird , würde ich „Super!“, antworten.

„Ich sehe das ist dir wichtig!“ und nicht „Das ist,schlecht, ich kann dir aber auch nicht sagen warum!“

Das ist mir, meine Leser wissen es wahrscheinlich circa 1978 zweimal passiert und der Rudolf B. hat mir aus Hamburg, als ich ihm mein Leid klagte, geraten, doch nur für mich zu schreiben und den Literaturbetrieb zu lassen!

Etwas, was ich inzwischen wahrscheinlich bis zur Perfektion betreibe, damals aber nicht passte, was der rudolf nicht verstanden hat, als ich ihm wahrscheinlich antwortete: „Aber die Jelinek tut das doch auch nicht!“

Die Monika, eine von den beiden Kritikern, die mich dann aber zum „Arbeitskreis schreibender Frauen“ brachte, hat, glaube ich, einmal gemeint, daß meine Texte, die ich ihr damals zeigte, sozialistische Schundromane wären.

Aber das waren sie doch auch nicht und sollten nicht so sein, nicht trival und nicht kitschig, obwohl mir damals noch das Handwerk natürlich fehlte und man damals noch nicht glaubte, daß man schreiben lernen kann.

Zumindstens nicht in Schreibwerkstätten, sondern nur allein und durch den Kuß der Muse und so habe ich auch nicht aufgegeben, sondern mich weitergewurschtelt und das schreibe ich jetzt auch, obwohl ich weiß das das schon manche erstaunte Frage und Kopfschütteln auslöste, ich den Nobelpreis haben wollte, was für mich wahrscheinlich das Synonym für literarische Anerkennung ist.

Den werde ich nicht bekommen, das weiß ich inzwischen auch, ein wenig Anerkennung kann aber trotzdem nicht schaden und so hat mir, glaube ich, Maria Gornikiewiecz auch einmal geantwortet:

„Fang doch mit einem etwas kleineren Anspruch an!“

Das wäre die richtige Antwort, die ich auch geben würde, während der Uli „Das meinen Sie doch nicht ernst?“,fragt und Elfriede Haslehner mich einmal gefragt hat, ob ich  betrunken wäre?

War ich nicht und ich denke, man muß das auch nicht sein, wenn man sich das wünscht und bin in den Achtzigerjahren auch in den Arbeitskreis schreibender Frauen gekommen, was vielleicht damals die Form einer Schreibwerkstatt war. Für mich war es die „Gruppe 47“, habe ich gedacht und auch mein erster Eintritt in den Literaturbetrieb, wo ich Frauen wie Marie Therese KerschbaumerElfriede Haslehner, Valerie Szabo, Hilde Langthaler, Christa Stippinger und und kennenlernte.

Dadurch bin ich, 1987, glaube ich, auch in die GAV gekommen, habe angefangen meine Texte herumzuschicken und mich bei Stipendien zu bewerben. Sie waren dafür wahrscheinlich oft nicht genug genug, weil man im Arbeitskreis das Schreiben auch nicht wirklich lernte. Ich habe aber weitergeschrieben, meine Texte an Verlage geschickt, sie zurückbekommen oder auch nicht und 1980 dann den Preis für ein nicht rollenspezifisches Kinderbuch mit „Güler will kein Kopftuch mehr“ das in dem „J u. V- Buch“ „Mädchden dürfen pfeifen, Buben dürfen weinen“ veröffentlicht wurde,  das dann auch einen Teil des Kinderbuchpreises gewonnen hat.

In den Literaturbetrieb, wie ich es wollte und glaubte, bin ich auch dadurch nicht hineingekommen, aber erste Veröffentlichungen in kleineren Literaturzeitschriften hats gegeben und als ich in die GAV aufgenommen wurde, gabs sogar die „U-Bahngeschichten“ im „Wespennest“.

Ich habe in den achtziger Jahre als ich schon als junge Psychologin halbtags auf der Sprachambulanz der II HNO-Klinik arbeitete, einige Lesungen bei den „Textvorstellungen“ in der „AS“ gehabt, damals im zweiten Stock, glaube ich, in dem Haus, das nicht mehr zur „AS“ gehört und moderiert von Herbert J. Wimmer, der das damals machte, habe meine Texte an die“ Editon Wortbrücke“ geschickt, der Literaturzeitschriften des Jack Unterweger, der dann gleich die „Hierachien“ machen wollte, während ich schon damals an das Selbermachen dachte und glaube sogar, um einen Zuschuß dafür beim Bund eingereicht habe.

Das Buch ist dann in der „Edition Wortbrücke“ erschienen, ist also mein erstes Buch in einem Kleinstverlag das es schon lange nicht mehr gibt. Kisten davon stehen immer noch in Harland herum, die Kritiken waren schlecht und Jack Unterweger war dann auch nicht mehr lange literarisch tätig.

Also habe ich meine Manuskripte weiter an Verlage geschickt an „Residenz“ und „Fischer“ oder „Suhrkamp“, ja, ich gebe es zu, aber auch an kleine Verlage, bis mir der Alfred dann die „Wiener Verhältnisse“, im Digitaldruckverfahren herausgegeben in einer fünfzig Stückauflage zum Geburtstag schenkte und ich dachte, fein „Das mache ich jetzt immer! Ab nun erscheint jedes Buch von mir!“ und hatte keine Ahnung, in welches Fettnäpfchen ich mich damit setzte, denn wir schrieben das Jahr 2000 und „Eigenverlag, nein, das wollen wir nicht!“

Das war soetwas, als wenn man zu einem Zuschußverlag gegangen wäre, denen ein paar tausend Schilling oder Euro hingeblättert und zum Schaden den Spott bekommen hätte!

„Aha, ein illegales Buch!“, hat der Martin auch, glaube ich, gesagt und ich war mir eigentlich nie ganz sicher, ob ich jetzt ein Buch habe oder nicht und daran vielleicht auch ein bißchen selber schuld bin, weil ich ja aus Kostenkünden und auch, weil ich merkte, daß das ja auch bei den „Hierarchien“ nichts brachte und ich das Buch trotzdem in Schachteln und nicht in den Buchhandlunghatte, auf die ISBN-Nummer verzichtet habe und auch nicht „Eva -oder was auch immer Verlag“ daraufgeschrieben habe, wie ich von einigen weiß, das sie so machten.

Aber so mit immer zwei Büchern in der Tasche, die man dann im Literaturhaus oder in der „AS“ tapfer herumzeigt, sitzt man bald im Fettnäpfchen und die Leute schauens es angesichts der Bücherfülle, die es schon gibt, nicht an, sondern rümpfen die Nase und sagen „Eigenverlag wollen wir nicht!“

Das hat sich durch den bösen „Amazon“, der ja den Selfpublishern, die Türen und Toren öffnete, inzwischen stark verändert. Die Selfpublischer boomen, aber die stellen ihre Bücher bei „Amazon“ hinein, schauen auf die Rankingliste und lassen sich nicht fünfzig Stück drucken mit denen man offenbar noch immer zwischen den Sesseln sitzt oder steht.

Denn damit bekommt man zwar in der „AS“ einen Termin bei den „Textvorstellungen“, wenn man Glück hat. Das Literaturhaus hat mich wahrscheinlich aber, obwohl nie so ausgesprochen aus diesen Gründen, die „Mittleren“ nicht mehr dort machen lassen, die „Gesellschaft für Literatur“ nimmt nicht selbstgemachtes und schüttelt bei meinen vorsichtigen Anfragen nur bedauernd den Kopf und die Chance auf einen Buchpreis oder eine Buchpreisprämie hat man sowieso nicht, denn schaut man die meisten Ausschreibungen durch, steht da immer Selfpublishing ausgeschlossen, obwohl die in Leipzig und in Frankfurt schon ganze Halle füllen und es auch nicht mehr stimmt, daß man, wenn man mal was selber machte, nie mehr die Chance hat, bei einem Verlag genommen zu werden.

Wenn man da erfolgreich ist, reißen sich die wahrscheinlich sogar um einen. Aber da scheine ich wieder nicht hineinzupassen, denn ich schreibe ja Literatur, also realistische sozialkritische psychologische Romane und kein Genere. Keine Fantasy, keine Krimis und kein Chicklit. habe inzwischen schon über vierzig selbstgemachte Bücher, mit denen ich auch regelmäßig in der „AS“, beim Volksstimmefest oder auch woanders lese, bekomme aber immer noch Absagen nach dem Motto „Nein, Selbstgemachgtes nehmen wird nicht!“

Das war die erste Antwort, die ich von Luis Stabauer bekommen habe, als ich fragte, ob ich in der neuen Cafe-Westend Lesereihe lesen kann?

Das heißt, nein, er hat gefragt „Hast du nichts Verlagsmäßiges?“ Und das habe ich ja auch, zwei Fachbücher übers Stottern, die „Hierarchen“ und die „Linken Wort-Anthologien“, denn die gehen zum „Globus-Verlag“ oder schreiben das darauf und lassen ebenfalls bei „Digitaldruc“k drucken, die ja auch schon mal einen Stand auf der „Buch Wien“ hatten.

Die IG Autoren, auf deren GV ich ja erst vor kurzem war, setzen sich an sich für alle Autoren ein, haben bei ihren Messen in Leipzig oder Frankfurt, aber auch nur für die, die ein Verlagsbuch haben, Platz und nehmen das Selbstgedruckte auch nicht in ihren Verlagskataglog auf.

Gut, ein Verlagsprodukt ist es ja nicht. Aber ein Interview könnte ich schon einmal in Leipzig geben und hatte ja auch einmal ein Portrait in der „Autorensolidarität“, denn da gibt es eine Eigentverlagsreihe und das war schon zu Zeiten, wo noch kein Mensch, das Wort „Selfpublishing“ gekannt hat.

Ich habe also angefangen ab 2000 meine Bücher selber zumm achen und irgedwann aufgehört meine Manuskripte an Verlage zu schicken. Habe 2009 mit dem Bloggen begonnen und da auch angefangen, meine Bücher vorzustellen, herzuzeigen, den Schreibprozeß zu beschreiben, ein Gewinnspiel zu machen, Artikel über meine Bücher und mein Schreiben hineinzustellen, so etwa, wie man es wohl auch bei den Marketingkursen der Selfpublisher lernen würde, glaube ich, der Erfolg hält sich auch da in Grenzen und so hadere ich nach, wie vor ein bißchen mit der Frage, bin ich jetzt eine Autorin oder nicht?

Der Uli will mich ja so gerne in die Hobbyschiene abschieben und wundert sich, daß ich bei Lesungen nach dem Honorar frage und dann, weil ich es ja gern tue, trotzdem lesen, es aber versuche und auf Anraten der Ruth vor vier Jahren mich auch um einen Aufenthalt, um eine Autorenwohnung in Veneding der „Literarmechana“ bemüht habe. Da bekam ich zur Antwort, daß das nicht ginge, weil mein literarisches Werk zu klein sei? Aber ich hatte schon damals über fünfunddreißig Bücher und habe jetzt wahrscheinlich zehn mehr.

Habe nie mehr darum angesucht, frage den Gerhard Ruiss aber jedes Jahr bei der GV, ob ich noch immer nicht in Leipzig meine Bücher ausstellen oder vorstellen kann und bleibe mit der Antwort:

„Eigenverlag, nein, können wir nicht! Da sind wir überfordert!“, etwas ratslos zurück, obwohl ich ja schon längst nicht mehr, die einge Selfpublisherin bin und ich nicht nur erst, seit ich blogge, weiß , daß es die verschiedensten literarischen ausdruckformen gibt.

Ich bin eine davon mit meinen über vierzig selbstgemachten Büchern, meinen Berichten über mein Schreiben und dem Literaturbetrieb im „Literaturgeflüster“, versuche es immer und leider nicht sehr erfolgreich literarisch damit aufzufallen und weiß vielleich nach wie vor noch nicht so recht, bin ich jetzt eine Autorin, weil es mir mit meinem  Werk offenbar nicht und nicht gelingt, literarisch aufzufallen, obwohl ich es nach wie vor tapfer versuche und inzwischen auch einige Lesungen, im Republikanischen Club im Mai,  im Cafe Westend im Juli aus der „Unsichtbaren Frau“ anzubieten habe, wo man mich kennenlernen kann und zwei Stadtspaziergänge zu der „Kunst des öffentlichen Raums“ gibt es im April auch und sonst wird es wahrscheinlich so weitergehen mit meinen Weg durch, neben oder um den Literaturbetrieb, als nicht so erfolgreiche, aber literarisch sehr bemühte schreibende Frau und wer möchte, kann sich immer noch an meiner Leserunde bei der „Unsichtbaren Frau“ oder meinen anderen Büchern beteiligen und was mich sehr freuen würde, mit mir in einen diesbezüglichen literarischen Diskurs eintzutreten, weil man, was ich nach wie vor glaube, die Qualität eines Buches erst beurteilen kann, wenn man es in die Hand nimmt und es gelesen hat.

2017-03-18

Wieder einmal Indie-Bookday

Den „Indie-Bookday“ gibt es jetzt schon seit einigen Jahren, eine Initiative eines kleinen und sogenannten unabhängigen Verlags, um sich gegen die großen Konzernen, die mit ihren Büchern den Markt überschwemmen zu wehren oder auf sich aufmerksam zu machen.

Da soll man, rufen die Blogger und die, die sich um die unabhängigen Verlage kümmern, auf, die Buchhandlungen stürmen, sich irgendein Buch, egal welches, es muß nur aus einem dieser Verlage sein, kaufen, sich damit fotografieren und das Foto auf Facebook, Instagram etcetera posten und auf den Begriff „Indie“ bin ich ein bißchen früher in Zusammenhang mit einer Autorin, die sich darüber sorgte, daß die sogenannten Selfpublisher, die es ja auch immer stärker gibt, ihr mit ihrer sogenannten schlechten Qualität den Rang ablaufen könnten, gestoßen.

Mich hat sie nicht damit gemeint und mich gar nicht gekannt, aber ich habe damals die „Wiedergeborene“ geschrieben und bin damit nicht recht weitergekommen, weil ich mir dachte, was soll es, wenn ich damit fertig bin, schaut es ja wieder niemand an.

Das war dann auch so, durch meine damalige Krise bin ich aber durch das „Literaturgeflüster-Texted-Buch“, das ich danach machte, herausgekommen und den Begriff „Indie-Autor“ und „Indie-Bücher“ habe ich dann begonnen für mich zu verwenden, habe einen diesbezüglichen Artikel geschrieben, dann dam der sogenannte „Indie-Bookday“, wo ich lernte, daß ich mit meinen fünfzig „Selbstdruck-Büchern“ nicht damit gemeint bin, sondern, daß man die Bücher der Autoren aus kleineren Verlagen damit fördern soll, habe aber trotzdem einen Artikel darüber geschriebe oder bei meinem Tagesaktuellen einen Hinweis darauf gestellt und den dem es interssiert ein Buch von mir angeboten.

Hat sich wie üblich niemand gemeldet, der es haben wollte, eh klar, denn der Markt ja von den jährlich neunzigtausend  Neuerscheinungen, die ja auch nächste Woche in Leipzig liegen werden, überschwemmt und wenn man acht bis neun Bücher im Jahr liest, wird man wahrscheinlich jetzt im Frühjahr zu Julian Barnes „Der Lärm der Zeit“ oder Hanya Yanagiharas „Ein wenig Leben“ greifen, denn das sind die Bücher von denen man jetzt überall hören und lesen kann und die sind wahrscheinlich in keinen „Indie-Verlag“ erschienen, wobei mir die Definition, was ein solcher ist, überhaupt eher schwer fällt, denn da gibt es ja eine Liste, wo die Namen darauf stehen und das ist glaube ich, um in Österreich zu bleiben, wo ich mich besser als im großen deutschen Raum auskene „Haymon“, „Droschl“ „Resisdenz“ dabei, die ich eigentlich für keine kleinen Verlage halten würde, aber eh klar zu „Bertelsmann“ etcetera, gehören sie nicht.

Bei „Deuticke“ ist dann dann wahrscheinlich schon wieder anders, denn der gehört ja zu der „Hanser-Gruppe“ und das ist, glaube ich, kein „Indie-Verlag“ und da bin ich schon bei dem Problem, zu dem ich ja immer komme, wenn ich was bezüglich „Indie-Bookday“ schreibe oder kommentiere, denn mir ist es eigentlich wurscht in welchen Verlag die Bücher, die mich interessieren erscheinen und ich möchte mich eigentlich weder dem „Amazon“ noch dem „Großverlag-Mobbing“ anschließen sondern, so weit ich das kann und das kann ich, habe ich erst unlängst geschrieben, ohnenin nicht wirklich, allles lesen.

Also dann wenigstens eine bunte Mischung und da kann meiner Meinung nach ruhig einmal Mainstream dabei sein, dagegen habe ich nichts und auch nichts gegen den „Deutschen Buchpreis“, den das ja ursprünglich, glaube ich, auch angeprangert wurde, daß da nur der Mainstream gefördert wird.

Stimmt, glaube ich, so nicht, aber natürlich wenn ich zwanzig aus hunderttausend aussuche, bleibt der Großteil über. Dem versuche ich mit meiner Leseliste und meinem Leseverhalten entgegenzusteuern und ich lese ja durchaus Kleines und wenn ich da an beispielsweise an das „Fröhliche Wohnzimmer“ oder an den experimentellen „Ritter-Verlag“ denke, weiß ich gar nicht, ob die jetzt in der „Indie-Definition“ drinnen sind, beziehungsweise, glaube ich nicht, daß dann sovoviele Leute sich mit diesen Büchern posten.

Da ist dann wahrscheinlich eher Julia Wolf, die beim vorigen „Bachmannpreis“ gelesen hat, dabei,  deren „Herr Nowak bleibt liegen“ in der „FrankfurterVerlagsanstalt“ erschienen ist und das ist, glaube ich, ein „Indie“ und hat auch den letzten „Buchpreisträger“ Bodo Kirchhoff verlegt.

Es ist also kompliziert oder ich würde sagen spannend und ich möchte alles lesen, Indies Großǘerlage, selbstgemachte, Krimis ChickLits und und und das Alte und das neue und die Mischung machts, habe ich auch erst unlängst geschrieben.

Aber natürlich ist es gut und wichtig auf die vielen schönen Bücher der vielleicht kleineren Verlage aufmerksam zu machen und heuer im Frühjahr nicht nur Hanya Yanagihara und Julian Barnes zu lesen, sondern vielleicht auch Tiljan Silas „Tierchen Unlimeted“.

Ist „Kiwi“ jetzt ein „Indie-Verlag“?

Wahrscheinlich nicht, aber Sofi Oksanens „Die Sache mit Norma“ würde ich sehr empfehlen, ganz egal, wie groß oder klein, der Verlag jetzt ist und natürlich möchte ich auch wieder auf meine Bücher hinweisen, die ja sonst immer überbleiben. Denn da ich mich nicht dazu aufraffen kann, sie bei „Amazon“ hochzuladen und, daß der den „Selfpublishern“, die Türen und die Tore weit geöffnet hat, rechne ich ihm hoch an, falle ich ja auch bei „Selfpublisher-Preisen“ heraus. Aber sonst sind die ja nach, wie vor bei allen Preislisten ausgeschlossen. Deutscher oder österreicherischer Buchpreis und sogar Buchbloggerdebut, bitte nicht.

Die „Selfpublisher“ sind aber zumeist sehr selbstbewußte junge Frauen, die, wie mir Annika Bühnemann vor cirka einem Jahr geschrieben habt, sich um den Literaturbetrieb nicht viel scheren. Sie wollen vom Schreiben leben, machen Coachings, kaufen sich ein Lektorat und ein Cover, besuchen vielleicht noch einen Marketingkurs und schreiben und ich lese auch das sehr gerne und habe mir im Vorjahr auch aus Leipzig ein paar selbstgemacht Bücher mitgebracht, die ich noch lesen muß und die „Selfpublisher“ hatten vor kurzem, glaube ich, auch ihre „Indie-Aktion“, wo sie ihre Bücher zum Sonderpreis von achtzig oder neunzig Cents anboten.

Es gibt also sehr viel. Viel mehr als die vier Bücher, die da vierteljährlichh beim „Literarischen Quartett“ hochgehalten wurden und das hat Wolfgang Tischer vom „Literatucafe“ sehr beklagt, daß da immer nur Mainsrtream gezeigt wird. Die zwei drei Bücher von denen jetzt alle sprechen und in einem halben Jahr sprechen alle von den zwanzig, die auf der deutschen Longlist stehen und die Buchhändler beklagen sich daüber, daß zwanzig für den Durchschnittsleser viel zu viel sind und sich ihre Kunden, wenn überhaupt nur für Shortlist interesssieren.

Denn sechs gehen sich gerade aus und da kann man auch noch ein paar davon zu Weihnachten verschenken.

Es gibt aber viel viel mehr , das Alte und das Neue und für mich ist ja an den offenen Bücherschränken besonders interessant, daß ich dort das finde, was sonst an mir vorübe gegangen wäre.

Die Bestseller von vorvorgestern beispielsweise, denn Bücher haben ja inzwischen eine irrsinns kurze Verkaufs- oder Haltbarzeit. Das heißt, sie halten natürlich sehr lange, haben eigentlich kein Ablaufdatum, aber trotzdem fliegen sie nach ein paar Wochen von den Bestsellerlisten und landen, was ich auch sehr schön finde, in den Abverkaufskisten, weil ich sie mir dann von dort herausziehe und auf meinen Bücherstapel lege. Aber weil ich jetzt schon so viele Neuerscheinungen habe, auch nicht alles lesen kann.

So hoffe ich, daß ich wenn ich in zwei Monaten mit der Ruth und den Alfred, um den Bodensee radeln werde, mir doch Michael Köhmeier „Zwei Herren vom Strand“ mitnehmen kann, das wenn ich mich nicht irre, mir die „Bücherinsel“ einmal in den „Wortschatz“ gelegt hat und Arnos Geigers „Uns geht es gut“ und nach Leipzig habe ich mir eigentlich „Clemes Meyer „Im Stein“ mitnehmen wollen, denn das ist ja, glaube ich, ein Leipziger. Jetzt wird es wahrscheinlich Feriduns Zaimoglus Luther-Roman werden, denn die Wartburg ist ja, glaube ich, von Leipzig nicht so weit entfernt.

In einem Blog, den eine Buchhändlerin betreibt, habe ich einmal gelesen, daß sie bedauert, daß sie keine Bücher lesen kann, die inzwischen vergriffen sind.

ich weiß nicht, ob sie sich das selbst auferlegte, oder ob die Buchhandlungen, das tatsächlich von ihren Verkäufern verlangen. Ich habe ihr jedenfalls energisch abgeraten sich daran zu halten und so gesehen ist es auch immer gut, daß Bücher wiederaufgelegt werden.

„Kurz nach 4“ vielleicht, was ja für mich ein Parradebeispiel ist, aber wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gehe und dabei an Anna Jellers Schaufesnter vorbei komme, ist es mir schon mehr als einmal passiert, das dort etwas liegt, was ich eigentlich für vergriffen hielt und auf meinen Stepel habe.

Die „Moravias“, Sagans, etcetera werden Gottsei Dank wieder aufgelegt, für mich ein weiterer Beweis, daß man alles lesen soll, was man will.

Auch Kerstin Gier und Donna Leon, die Mainstreambücher, die die Leser lieben und  Verkaufsumsatz bescheren, auch darüber braucht man nicht die Nase rümpfen.

Dank der offenen Bücherschränke habe ich Donna Leon recht viel gelesen, Kerstin Gier habe ich auch schon gefunden, komme, wie ich fürchte, aber in der nächsten Zeit nicht dazu sie zu lesen und denke wieder die Mischung machts.

Nicht nur die zwischen alt und neu, sondern auch die zwischen Mainstream und Nische, Indie und Konzern, Krimi, Chick Lit oder die sogenannte Hochkultur, von der ich, trotz der entsprechen Ratgeberlektüre noch immer nicht weiß, was das ist, aber ich möchte ja eigentlich offen sein und mich für alles interessieren und da wurde ich ganz ehrlich eigentlich auch noch nicht enttäuscht.

Natürlich auch mir gefallt nicht alles und mit den zu witzigen Autoren, wie Radek Knapp, David Sedaris oder Wladimir Kaminer beispielsweise habe ich meine Schwierigkeiten und manche Chicklits halte ich für übertrieben, machne wieder, wie Sophie Kinsells „Schnäppchenjägerin“, für ein tolles und sehr empfehlenswertes Buch und ich war oder bin noch immer ein Courths-Mahler Fan, obwohl ich auch nicht mehr dazu komme sie zu lesen.

So gesehen freue ich mich auf den „Indie-Bookday“ auch wenn ich mir wahrscheinlich kein Buch kaufen werde, habe aber einmal daran gedacht, den Hunderter, den ich zu Weihnachten immer von der Schwiegermutter bekomme bei „Thalia“ auszugeben oder mich von der Frau Jeller beraten zu lassen.

Ich habe es nicht gemacht, denn wann soll ich die Bücher lesen? Würde mir aber sehr sehr wünschen zu Weihnachten oder zum Geburtstag einmal einen „Thalia-Gutschein“ zu bekommen.

Die Anna, die mir eigentlich nicht gerne Bücher schenkt, hat das zum letzten gemacht und ich habe mir Tillmann Rammmstdts „Morgen viellecht und Fiston Mwanza-Mujilas  „Tram 83“ gekauft..

Die Bücher liegen jetzt im Badezimmer und ich muß mich wahrscheinlich sehr anstrengen, sie heuer noch zu lesen, werde aber versuchen es zu tun und freue mich auch auf die Bücherberge, die nächste Woche in Leipzig auf mich warten.

Also allen einen schönen „Indie-Bookday“ mit schönen Bücherkäufen oder -funden und wenn ein Mainstream oder ein selbstgemachtes Buch dabei sein sollte, stört mich das nicht, sondern biete wieder gerne den Ersten oder auch Zweiten, der sich bei mir meldet, ein solches aus meiner  Produktion an.

Eine ganz aktuelle Neuerscheinung habe ich diesmal zwar nicht. Die Sommergeschichte „Claire-Klara-Clarisse“ wäre da mein letztes, wil ich am „Frühstück“ ja noch korrigiere.

Aber voriges Jahr ist zum „Indie-Bookday“ die Sommerfrischengeschichte mit der Sandra Winter, der Fatma Challaki, der Jelena Malatschuk und der Elenei Soulaki erschienen.

Da habe ich auch noch Exemplare, also wer übeer den Tellerrand schauen will und sich dafür interessiert, was eine seit über vierzig Jahren schreibende Frau, die ihre Bücher selber macht und sich mit ihren Kritikern darüber streitet, ob sie jetzt eine Hobbyautorin ist oder nicht, verfaßt, dem schicke ich es gerne zu.

Und hier noch ein Programmpunkt beziehungsweise österreichischer Werkschautip

2017-01-11

Zwölf in zwölf

Vor cirka einem Jahr habe ich ja von Jacqueline Vellguths,  wie sie selber schreibt: „wahnsinnigen,  völlig durchgeknallten, genialen, lehrreichen, supermotivierenden Projekt“ in einem Jahr zwölf Bücher zu schreiben und damit aufzufallen und berühmt zu werden berichtet.

Jacqueline Vellguth und ihren Blog „Schriftstellerwerden.de“ , kenne ich, seit ich blogge oder vielleicht auch ein bißchen länger, habe bei ihrem „Schreibtinten-Wettbewerb“ mitgemacht und einen Buchgutschein gewonnen, als ich ihr bei meinem ersten „Nanowrimo“ immer regelmäßig meine Schreibberichte sandte und sie ist auch die Vorlage für eine Figur der „Heimsuchung“, die bei diesen Projekt entstanden ist.

Sie ist eine sehr rührige Schreiberin, hat immer viele Tips fürs Schreiben, ein paar Mal bei den „Nanowrimos“ mitgemacht und nun dieses Projekt, das ich mit Spannung verfolgte, aber ein wenig skeptisch war und bin, weil ich denke, daß zwölf Romane in einem Jahr wahrscheinlich zuviel sind.

Habe ich ja schon Schuldgefühle, daß bei mir im letzten Jahr fünf Bücher herausgekommen sind und alle schreien „Schreib doch nicht soviel!“, denn es kann ja keine Qualität bedeutet, wenn man in vier Wochen ein Buch herausklopft und das in dieser Zeit dann auch noch veröffentlicht.

Dem „Nanowirimo“ sagt man ja auch nach, daß es kein Qualitätsschreiben sein kann, wenn man in einem Monat fünfzigtausend Worte schreiben soll.

Nun, das ist ja auch erst der Anfang und dient dazu, daß man sich warm schreibt, nicht aufgibt, was fertig bringt. Korrigieren und veröffentlichen kann man ja nachher und das Schreiben ja, glaube ich, auch die Organisatoren so.

Das „Selfpublishing“ hat aber viel verändert und da hat sich irgendwie die Idee durchgesetzt, daß man öfter ein Buch herausbringen soll, um damit aufzufallen, nicht vergessen zu werden, etcetera.

Ob, das außer Jacqueline Vellguth in diesem Tempo noch jemand so macht, weiß ich nicht, obwohl ich ja eine lose Serie von sogenannten Indie- oder Selbpublishern habe.

Habe ich ja Martina Gerckes Schreiben einige Zeit verfolgt, über Bela Bolten geschrieben und nun Jacqueline Vellguth, die 1982 geborene Diplomphysikerin, die schreibt und schreibt, aber vor 2016 noch nichts veröffentlicht hat oder doch vielleicht ein Buch, einen sogenannten Probelauf, hat sie im Monat davor herausgebracht .

„Zauberhaftes Aschenputtel“ im Dezember 2015 erschienen und das sind wir schon bei den Genres, die die Selfpublisher ja gern verwenden und Jacqueline Vellguth hat sich, glaube ich, in dem Jahr, das zwölfte Buch ist ja pünktlich noch am 31. Dezember erschienen,  heißt  „Von Worten berührt“, handelt davon, wie die Heldin Schriftstellerinwird und ist allen, dieSchreibberichten auf ihrer Website gerne schreiben, gewidmtet, durch alle Genres geschrieben.

Die Bücher sind bei „Amazon“ erschienen. Es gibt, glaube ich, auch eine Printform, ein paar Blogartikeln mit  und auf „Schriftsteller-werden.de“.

Auch ein paar Interviews sind im Netz erschienen und bei „Amazon“ kann man sich jeweils die Leseproben lesen.

Es gab auch einen Newsletter den man bestellen konnte, dann bekam man noch mehr Einblick in Jacqueline Vellguths Schreiben. Konnte vielleicht auch Testlesen und einen kleinen Skandal mit ein paar Sternrezensionen hat es auch gegeben.

Die sind inzwischen verschwunden, die anderen Reaktionen waren durchaus positiv und das ist es ja auch, was ich befürchte, daß mir meine Kritiker die Einsternrezensionen „Wui, ist das schlecht!“, hinknallen, wenn ich bei „Amazon“ veröffentliche würde.

Tue ich nicht, ich bleibe auf meiner Website und meinen „Vorschauen“ und habe Jaqueline Vellguths Bücher, da ich sie ja kaum in den Bücherschränken finden werde, nicht gelesen.

Von Annika Bühnemann habe ich das im letzten Jahr mit „Küss mich Superstar“ getan und auch zwei von Martina Gerckes Bücher.

Da ist auch gleich interessant, daß die Selfpublisher oft im Duett schreiben und Jaqueline Vellguth hat bei ihren Büchern, glaube ich, auch öfter New York als Schauplatz erwählt.

Die Cover vor allem, die letzten mit den Herzen und den Cupcakes sind sehr schön und knallig und ich bewundere Jaqueline Vellguths Fleiß und Energie und werde mich wenigstens durch die Probekapiteln lesen und verfolgen, wie berühmt man wirklich mit zwölf Büchern im Jahr werden kann.

Bei einem Interview, das ich hörte, hat sie  auch davon erzählt, daß die Verlage schon auf sie aufmerksam wurden. Sie ist aber, glaube ich, noch zu keinem gewechselt, aber jetzt überhaupt erst auf Urlaub, bevor sie ihren Abschlußartikel schreiben wird.

Das erste Buch, das noch im Jahr 2015 erschienen ist, war also eine Fortsetzung des Aschenputtels.

Im Jänner kam der Urban Fantasy Roman „Die Welt zwischen den Zeilen“.

Dann folgte eine Serie von Februar bis April, nämlich „Die unsichtbare – die sichtbare und die Superheldin“

Es gibt die Fantasy Romance  „Wald der Wunder“ im August erschienen, die „Liebesromane „Ein magischer Sommer“ und „Folge deinem Herzen“

„Cherry on the top“ im November erschienen, ist glaube ich ein Liebesroman, der in New York spielt und von einer Bächerin handelt, die die besten Cupcakes erzeugt.

Im Oktober ging es schon in einen Buchladen nach New York „Der Duft von Büchern und Kaffee“  und am 31. Juli erschien das „Manuskript vom Schreiben und Sterben des Henry Jones“.

Ein Weihnachtsbuch mit einem wunderschönen Cover „Die schönste Zeit des Jahres“ gibt es auch und jetzt kann man noch auf Jaceuline Vellguths Seite nachsehen, ob ich etwas vergessen habe.

Toll denke ich, ich könnte das nicht und bin ja auch ein wenig ausgeschrieben, nach meinen einundvierzig selbstgemachten Büchern, meinen depressiven Frauen, meiner Flühctlingstrilogie, mein Buch über den Steinhof, dem Sterben nach Krebs oder Alzheimer, der Mimi, den „Dreizehn Kapiteln“ und und und…

Berühmt bin ich nicht damit geworden und denke, daß das den Selfpublischern, wo ja immer noch sehr viele Vorurteile bestehen und sie ja auch nicht auf die meisten Buchpreislisten dürfen, auch nicht so einfach ist.

Obwohl, wie ich ja immer höre und lese sehr viele sehr erfolgreich wurden, zu Verlage finden und auch große Verkaufszahlen haben.

In Leipzig und in Frankfurt gibt es schon ganze Hallen von ihren Büchern und ich habe auch noch ein paar „Kindle direkt  Publishing Printausgaben“ in meinen Harlander Regalen, die ich mir im letzten Jahr aus Leipzig mitnahm und die ich noch lesen muß.

Jetzt werde ich mich, wie beschrieben ein bißchen durch Jaqueline Vellguths Probekapitel wühlen und bin gepannt, was ich noch alles von ihr hören werde und natürlich wünsche ich ihr weiterhin viel Erfolg, denn ich denke man kann es auch durchaus selber machen und ich tue das ja auch.

 

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