Literaturgefluester

2018-08-01

Zum letzten Mal lebenslang

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 01:20
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In die Podiums-Sommerlesereihe, die Christa Nebenführ, wie sie betonte, heuer zum letzten Mal kuratiert und die im nächsten Jahr von Birgit Schwaner fortgeführt werden wird, bin ich ich dieses Jahr nur dreimal gekommen.

Beim Auftakt mit Ljuba Arnautovic, Harald Darer und Barbara Keller in die „Alte Schmiede“, dann war ich einmal im Cafe Prückl als Patricia Brooks und Gabriele Petricek ihren neuen mehr oder weniger experimentellen Romae vorsteltlen und jetzt gabs die Abschlußveranstaltung im Cafe Florianihof, vielleicht Ilse Kilic  und Fritz Widhalm zu Ehren, die dort in der Nähe ja ihr Glücksschweinmuseum haben mit drei weiteren Buchvorstelleungen, nämlich dem von Reinhardt Wegerth, Judith Gruber-Rizy und Petra Ganglbauer und als ich das Kaffeehaus in der Florianigasse, das sich, glaube ich, genau gebenüber dem Standesamt befindet, in dem ich geheiratet habe und wenn ich mich nicht irre, ein paar Mal bei dem Kinderbuchstammtisch in den Neunzigerjahren war, wo ich meine beiden Kinderbücher „Lore und Lena“ und „Mutter möchte zwanzig Kinder“ geschrieben habe, war es sehr heiß und sehr leer.

Die Leute, wie Ruth, Thomas Northoff, die Kilics und und sind draußen gesessen und wurden von Christa Nebenfuhr in den Saal geholt, wo schon Hermann Hendrich und Waltraud Haas wartete und Christa Nebenführ stellte, nachdem sie wieder auf den Folder hinweis, damit man sehen konnte, was man alles versäumt hat, ich beispielsweise Sisi Klocker, Thomas Stangl, Isabella Breier, Birgit Schwaner Barbara Rieger, Erwin Uhrmann, Christa Nebenführ, Dorothea Nürnberg beispielsweise und auch noch einige andere , den ersten Autor nämlich Reinhart Wegerth vor, der Jus studiert hat mit Nils Jensen und einigen anderen die Zeitschrift „Frischlfleisch und Löwenmaul in den Siebzigerjahren gegründet hat, wo ja eigentlich unser Arbeitskreis schreibender Frauen-Buch „Gewalt gegen Frauen- Frauen gegen Gewalt“ erscheinen hätte sollen und der unter anderen auch lange Redaktuer in der AS var und mich hier ein paar Mal zu den Textvorstellungen eingeladen hat, er hat auch einige Bücher geschrieben, eines habe ich gelesen und sein neues „Himmelsstiege“ behandelte ein sehr berührendes Thema nämlich den Krebstod seiner Frau, die er zwei Jahre lang durch alle Bhandlungen im AKH etcetera begleitet und das sehr lakonisch aufgeschrieben hat.

„Judith Gruber-Riyzs lebensveränderter Text „Eines Tages verschwand Karola“ habe ich ja schon gelesen und auf bei der Präsentation im der Buchhandlung Kuppitsch gehört und dann kam die GAV-Präsidentin Petra Ganglbauer 1958 in Graz geboren mit einer Liebeserkärung an diese Stadt, wo sie Graz mit allen seinen Sinnen, „Graz riecht nach Lebertran oder ist eine Schneekugel“ von allen seinen Seiten und die Erlebnisse, sowie die Bücher, die sie dort geschriebe hatte, beschrieb.

Drei sehr interessante und auch sprachlich und formal verschiedenen Texte also, die auch in sehr interessanten österreichischen Kleinverlagen erschienen sind, sehr interessant und sehr heiß, wie schon beschrieben und jetzt geht es weiter mit dem Sommer und im nächsten Jahr wird die Sommerlesereihe vielleicht ganz anders oder aber auch sehr ähnlich sein und natürlich wäre es sehr schön, wenn ich dort lesen könnte, denn ich habe ja  auch nicht ganz Uninteressantes zu bieten und jetzt auch wieder mit Elan und Schwung ein neues Projekt begonnen, das sich dort vielleicht präsentieren läßt.

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2018-07-02

Zauner lesen

Den am 2. Dezember 1959 in geborene und am 30. Juni 2016 verstorbenen Hans Jörg Zauner habe ich in der GAV und im Umkreis des „Fröhlichen Wohnzimmers“ kennengelernt, obwohl er in seiner Dichtung, glaube ich, radikaler und experimenteller, als Ilse Kilic und Fritz Widhalm war. Er hat auch in der „Editon neue Texte“, die von Heimrad Bäcker herausgegeben wurde, verlegt und war ein „Ritter-Autor“, wenn man bei „Wikipedia“ nachgooglet, staunt man über die Vielzahl der Texte, die er herausgebracht hat. Er hat auch eine Menge Preise bekommen und 1996, wie immer im rosa Anzug und einer futoristischen Brille in Klagenfurt als Erster gelesen, in dem Jahr, wo ich mir den Spaß gegeben habe und einmal auf eigene Faust und eigene Kosten hingefahren bin.

Gewonnen hat er nichts und kam glaube ich auch nicht in die Endauswahlrunde und dann habe ich ihm auch noch ein bißchen später einmal in einer Galerie bei einer experimentellen Lesung gehört. Im vorigen Jahr war ich im Cafe Prückl bei der Sommerlesereihe, als ich von seinem Tod, er ist, glaube ich, nach einer Narkose nicht mehr aufgewacht, erfahren habe.

Heute gab es in der Sommerlesereihe des Lesetheaters eine von Christine Huber initierte Gedenkveranstaltung, wo  wieder Freunde und Weggefährten und nicht die üblichen Lesetheaterleser, sondern Gerald Jatzek, Christian Futscher, Kurt Neumann, Jopa Joakin, Ilse Kilic und Fritz Widhalm, Peter Pessl, Thomas Havlik, Richard Obermayr und Erhan Altan, die ganze experimentelle Riege halt, eingeladen hat, aus dem 2016 bei „Ritter“ erschienenen Buch “ 99.144 gedichtnasenlöcher schiessen auf mich bis alles passt“ und ich muß sagen, ich habe nicht gewußt, daß Hans Jörg Zauner ein solcher Hardcoverexperimenteller war, wie man wahrscheinlich schon am Titel des Buches erkennt.

Eine Aneinanderreihe lauter schöner neu zusammengesetzter Worte und kein Sinn. Ja nicht einmal ganze Sätze. Wo bleibt da der Inhalt, kann die realistisch schreibende Autorin, die ja schon einiges in Sachen Experiment gewohnt ist, fragen? Hat das auch, beziehungsweise große Mühe, alles zu verstehen und die Worte möglichst aufzuschreiben, denn von Sinnerfassen konnte nicht die Rede sein.

Trotzdem war es sehr eindrucksvoll, haben doch Ilse Kilic und Fritz Widhalm im Duett gelesen, Erhan  Altan hat sich seinen Zauner teilweise auf Türkisch übersetzt oder ihn übersetzt bekommen und Richard Obermayr, der zufälligerweise wie ich mich erinner kann 1996 auch in Klagenfurt gelesen hat und der für mich eigentlich zusammen mit Andrea Winkler der Inbegriff der Sprachrauschler ist, aber der bildende Künster Hans Jörg Zauner ist mit Sicherheit experimenteller,  hat eine mich beeindruckende Variation auf die Worte „Ach bleib“ gelesen und hinzugefügt, daß diese Variationen das Thema bis zu Unkenntlichkeit verzerren kann.

Da fällt es der realistischen politischen psychologisch schreibenden Autorin schwer, den Sinn der Sache zu verstehen. Obwohl es sicherlich ein schöner Wortrausch und Neusprachschöpfungsregen war, der von den Lesenden teilweise als Gedicht bezeichnet wurden. Nun Gedichte sind für mich etwas anderes, trotzdem war es interessant, sich an Hans Jörg Zauner in seinen rosa Anzug und seine schmale Brille zu erinnern.

Ich habe mich auch mit einem Chemiker, den ich vorige Woche bei der Ungar-Lesung in der „Alten Schmiede“ getroffen habe, auch lange über die Zaunersche Sprachkunst unterhalten, dabei auf den Alfred gewartet, der wieder aus Amerika zurück ist, der kommen wollte, es aber nicht bis dreiviertel neun, wo ich gegangen bin, schaffte

2017-07-25

Zum letzten Mal auf ins Glück

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:18
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Diesmal war es im Cafe Prückl so voll, daß mich der Kellner übersehen hat und ich mir den roten Gespritzten ersparte und es waren auch drei Lesende angesagt, zwei Bibliothekare der NB, die Bibliotheksmaffia, wie es einer von ihnen, nämlich Werner Rotter, nannte, den ich von irgendwoher schon kannte und Christa Nebenführ erläuterte, daß es diesmal einen literarischen Text und dann einen Essay über das Glück in dasLiteratur geben würde, den Werner Rotter offenbar zusammengestellt hat und ihn gemeinsam mit einer Schauspielerin, die Stimme der Wiener Linien, vortrug.

Aber zuerst kam die Bibliothekarin Claudia Karolyi, die vor ihrer Lesung etwas erläuterte, über das ich mir auch schon Gedanken machte, nämlich über das, was Glück ist, in den Texten der letzten Woche war das beispielsweise nicht sehr zu finden und die Claudia Karolyis sechs Gedichten auch nicht, aber die Liebe ist ja Glück, das Reisen, etcetera und manchmal ist es auch imUnglück versteckt.

Dann kamen Texte über ein „nicht zu junges Fräulein“, das im Herbst als Buch erscheinen wird, was vielleicht ein Glück ist, daß ich ja nicht so habe, außer wenn ich es mir selber nehme oder mache und die Szene, wo das Fräulein mißmutig im Regen auf einer Aussichtsterrasse sitzt und sich dann  beim Kulissenmaler, die schöne Aussicht brestellt, habe ich sehr originell gefunden und mich nur gewundert, daß „Sonderzahl“ etwas so konventionell Geschriebenes verlegt.

Dann kam der Essay oder besser der Streifzug durch die Ligteratur und die Beschimpfungsorigie des alten Meisters übers Burgtheater, das sich dann nicht aus dem gleichnamigen Roman, sondern aus dem Stück „Heldenplatz“ entpuppte, ist ja viellei cht auch nicht gerade ein Glücksmoment.

Aber „das Glück is a Vogerl“, das kam dann noch als Zugabe und vorher enthüllte Werner Ruttter, daß Franz Schuh sein „Magazin des Glücks“ Ödon von Horvath „gestohlen“ hat und die österreichische Nobellpreisträgerin ist ja auch nicht gerade eine Glücksritterin, das zitierte Stück scheint aber aus den „Liebhaberinnen“ zu stammen.

Also eher ein Literaturquizz und Claudia Erdheim war da, Christian Katt, Helene Hofmann von der „Salzburger Leselampe“, die sie einmal, lang lang ists her, betreute und dann wars aus mit dem Glück.

Zumindestens für mich, da ich ja auf mein verlängertes Sommerfrischenwochenende bestehe, denn am Freitag geht es ja zuerst ins Glückschweinmuseum und dann ins Cafe Florianihof.

Da werden dann Ilse Kilic, Ann Cotten und Katharina Riese lesen und, daß die letztere, die ja mein Blogen nicht so will, ein Glück hat, daß ich die Sommerfreitage auf dem Land verbringe, habe ich ihr schon bei der Eröffnungsveranstaltung in der „Alten Schmiede“ gesagt.

2015-08-17

Joe Berger im Sommerlesetheater

Joe Bergers Prosatexte aus dem Nachlaß und verstreut Publiziertes wurde 2009 vom „Ritter Verlag“ unter dem Namen „Hirnhäusl“ herausgegeben, da war ich bei der Buchpräsentation in der Wien Bibliothek, ich glaube, es gab sogar ein Symposium und eine Ausstellung und jetzt wurde der „von der Presse als Querkopf, Provokateur und Poseur“ bezeichnete 1939 geborene und 1991 verstorbene Autor vom Lesetheater aufgeführt und das Pelikanstüberl des Gasthaus Sittls war bummvoll als ich es erreichte.

Hilde Schmölzer, Hilde Langthaler und und und Christian Katt, der vor zwei Wochen den „Einstein“ gelesen hat, war der Veranstalter und gelesen wurde in zwei Blöcken mit einer Pause, einen Frauen und einen Männerblock, ob Zufall oder Absicht weiß ich nicht, aber zuerst lasen Helga Eichler, Eva Fillipp, mit der ich unter Schwarz  Blau einmal bei einer Widerstandslesen in Eisenkappl gelesen und bei Longo Mai übernachtet habe, Heidi Hagl und Hanna  Held und es begann mit einem Text namens die „Wiederholung“, da hat sich einer verheiratet und trifft seine Jugendliebe und alles wiederholt sich oder beginnt von vorn, obwohl er ja der Einfachkeit halber nur mehr mit einer Person Sex haben wollte.

Dann kamen Notizen aus einem Kalender, wo alles aufgeschrieben wurde, mit wem er den Maiaufmarsch verbrachte, daß die Ruth ein Kind von ihm will und seine Mutter ein Verhältnis mit einem Delikatessenhändler hatte, der zur Begrüßung einen Obstler mitbrachte.

Briefe an das Christkind gab es auch und Texte zum österreichischen Provinzialismus beziehungsweise zur österreichischen Seele, die sich dann im Männerblog, wo Ottwald John, Richard Weihs, Christian Katt und Thomas Northoff gelesen haben wiederholte.

Da gab es dann auch einen Störer oder Stänkerer, der zuerst allgemeinen Unmut und Geschrei erregte, dann von Christian Katt hinausgeworfen wurde, während Ottwald John meinte, daß man das aushalten müße, wahrhschein hat der Joe zu seinen Lebzeiten, wie ja, glaube ich, auch der Hermann Schürer ebenfalls sehr oft gestänkert und wurde oft hinausgeschmießen.

Jetzt hat Letzterer ein Ehrengrab neben Wilhelm Szabo am Zentralfriedhof, der Joe wird wohl in Kaltenleutgeben begraben sein, wo er auch geboren wurde und lebte.

Es kamen dannTexte zur österreichischen Seele, die von einem Professor Sigmaul Leid erläutert wurden und dann Texte zu Bilder eines Vorarberger Malers, der Joe Berger ein Honorar dafür zahlte, daß er, wie Ottwald John erläuteterte bei der Fahrt von Dornbirn nach Wien im Speisewagen versoffen hätte.

Ich bin ja auch einmal mit dem Koffer von Werner Kofler im Abteil nach Klagenfurt gefahren, der sich dann die ganze Zeit nicht mehr blicken ließ und Joe Bergers zerstreute Texte sind manchmal scharf zynisch, manchmal lustig, manchmal skurril und manchmal auch ein bißchen unverständlich.

Ottwald John und Christian Katt wiesen auch auf die Bücher, sowie auf die Festveranstaltung zu fünfundzwanzig Jahre Lesetheater hin, die am siebzehnten September um siebzehn Uhr stattfinden wird.

Bei der Zwanzigjahrfeier war ich ja sehr involviert, die fünfundzwanzigste ist bis jetzt dagegen eher an mir vorbeigegangen.

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