Literaturgefluester

2022-07-08

Die erste Juli-Woche

Der Sommer mit der Hitzewelle ist da, ich sitze vom Wanderwochenende in der Steiermark zurückgekommen auf der Wiener-Terrasse und gehe in mein fünfzehntes Literaturgeflüster-Jahr. Die „Alte Schmiede“, das Literaturhaus und die „Gesellschaft“ haben ihre Pforten geschlossen.

Dafür begannen am Donnerstag die O-Töne im wieder normalen Modus. Eine Praxiswoche noch und dann hinein in die Ferien. Der Alfred, der ja sehr reiselustig ist, will nach der Corona-Reisepause unbedingt nach Kroatien fahren.

Ich bin ja nicht so reiselustig und würde den Sommer auch in Harland mit dem Schreiben und den Lesen verbringen. Da wartet ja eine lange Backlist auf mich, bevor im August die deutsche Buchpreisliste bekanntgegeben wird. Die ersten Neuerscheinungen sind auch schon angekommen und warten auf das Gelesenwerden und das Schreiben?

Da war ich ja im ersten Halbjahr äußerst produktiv. Drei zugegeben sehr kurze Corona-Bücher sind da im ersten Halbjahr entstanden, von den eines, das „Frauenleben“ schon erschienen ist.

Das zweite „Die Uhren haben ihre Zeit verloren“ hat jetzt schon ein vorläufiges Cover und muß von mir noch durchgesehen werden, bevor es an die Druckerei gehen kann. Dann warten noch die „Gestohlene Jahre“, die vom Alfred noch gesetzt werden müssen und ich trödle mit dem nächsten Projekt, der Steffi Schuster und ihrer chinesischen Patentochter „In den Wolken leben oder die Verkehrsbeschränkung“ hieße jetzt der Arbeitstitel, nach wie vor herum.

Habe da jetzt siebzehneinhalb Seiten, die ich nochmals durchgegangen bin, acht Szenen und 8 244 Worte, um den richtigen Schwung zu bekommen. Nach wie vor weiß ich aber nicht wirklich über was ich schreiben will?

Die Steffi Schuster ist in Pension und schwappt derzeit durch die Sommercoronawelle und was macht sie jetzt? Schreibt sie darüber oder über etwas ganz anderes?

Momentan komme ich kaum dazu, weil da die Gesundheitskasse ihr Kontingent geöffnet hat, wieder mehr Klienten und ansonsten schwappe ich durch die Krisen.

Da ist zwar die Impflicht weil nicht verhältnismäßig aufgehoben worden, dafür wurde aber schon vorher das Epidemiegesetz noch einmal verändert und eine Verkehrsbeschränkung auf Verdacht ermöglicht, so daß man vielleicht, wenn ungeimpft nicht mehr demonstrieren gehen kann. Die Zahlen steigen wieder an und man muß auf den Herbst schauen, wo es ja immer Grippewellen gegeben hat, aber die Pandemie muß nach wie vor in den Griff bekommen werden, obwohl man das wohl gar nicht kann, denn das Virus wird wahrscheinlich nicht verschwinden. Man könnte nur anders damit umgehen und ich könnte wahrscheinlich endios darüber schreiben, bin aber nicht sicher, ob ich das soll?

Also in den Sommer. So ganz unbeschwert wird das nicht gehen, denn es wird ja alles teuer und die Gaszufuhr womöglich abgesperrt. Also frieren für den Frieden und weniger duschen. Die Klimakatastrophen sind auch im Aufschwung, obwohl man das im täglichen Leben, waren wir da ja erst vor kurzem in einen Luxusrestaurant, noch nicht so spürt. Meine Betriebskosten sind aber um sechzig Euro angestiegen und eine Nachzahlung hat es auch gegeben.

Überall Krisenstimmung. Zwei Jahre Corona-Angst, die ja nach wie vor noch geschürt wird .Jetzt kommt noch die Angst vor den Kriegsauswirkungen und der Wahnsinnsinflation, beziehungsweise der Kimakrise, den Überschwemmungen oder Waldbränden dazu und die Flügen fallen auch aus, weil kein Sicherheitspersonal vorhanden, was mich, da ich schon zwanzig Jahren nicht geflogen bin, am wenigstens stört.

Entspannt in den Sommer wird also gar nicht möglich sein und die Sommerfrischenwochenenden fallen heuer auch ziemlich auch aus, obwohl ich diese Woche wieder eines haben werde. Also am Freitag nach Harland fahren. Da habe ich noch einige Stunden. Dann vielleicht die Doris Kloimstein wieder einmal am Markt treffen und am Sonntag auf die Rudolfhöhe. Dann geht es schon in den Urlaub. Der erste nach drei Jahren und dann wird es spannend, wie es Corona mäßig weitergehen wird und wann die nächste Maskenpflicht wieder kommt?

Da war ich vor kurzem in einem Supermarkt, um Champginons, eine Avocado, Milch und einen Blätterteig für das Mittagessen einzukaufen und habe da nicht nur keine Leute mit Masken sondern eigentlich überhaupt keine gesehen, wo soll man sich da also anstecken können?

Wir müßen lernen mit den Virus leben, hört man zwar jetzt öfter, aber so wirklich wird das wohl nicht praktiziert , weil da sofort jemand schreit, die Maskenpflicht muß wieder her und wir können es nicht einfach durchlaufen lassen, sondern müssen alles korrigieren.

Also auf in einen Krisenherbst, aber vorher einen schönen Sommer erleben.Das wäre das Ziel, obwohl ich zugeben muß, daß ich wahrscheinlich alternbedingt mehr unter der Hitze leide. Es hatte aber auch noch nie so früh über fünfunddreißig Grad und daran muß sich der Körper wohl gewöhnen.

Also vielleicht ein nicht so planbarer Sommer mit vielen Krisenphantasien und unsicher, wie es im Herbst weitergehen wird? Da habe ich ja zwei Lesungsgtermine, ausgemacht und bin gespannt ob ich sie maskenlos absolvieren kann und das Volksstimmefest wird, was ich ja schade finde, wieder ohne Lesung stattfinden. Zumindestens werde ich dort nicht lesen, weil es da ja andere Organisatoren gibt. Wir werden aber wenn es geht, hingehen und nach dem Urlaub auch noch zwei Sommerfrischenwochenenden haben und dann sehen, wie normal oder abnormal es weitergeht und wie ich es mit dem Schreiben machen werde? Da bin ich gespannt, ob ich die Steffi Schuster durch die vielen Krisen schiffen lasse oder über etwas anderes schreiben werden und da wäre positives Feedback natürlich fein.

2022-06-11

Nicht hysterisch werden

Vor elf Tagen wurde in Österreich nach großen Druck, die meisten Corona-Maßnahmen gelockert oder aufgelöst, so daß es einen schönen Sommer mit einer Maskenpause geben kann. Das heißt auch keine im Supermarkt und in den Verkehrsmittel, so daß man solche nur mehr in den Spitälern und Pflegeheimen tragen muß.

Da gab es vorher viel Druck vom Handel, da das den Beschäftigten nicht mehr zumutbar war, den ganzen Tag im Supermarkt mit Maske herumzulaufen, während man die in den Baumärkten schon seit Ostern nicht mehr brauchte, eigentlich unlogisch, wie das auch ist, daß ich jetzt fast jeden Tagen in mehr oder weniger überfüllten Veranstaltungen sitze, im leeren Sjpermarkt aber ein Maske gebraucht hätte, um die vulnerablen Gruppen, die einkaufen müßen, zu schützen.

Aber wenn die eine Maske tagen, sind sie, glaube ich, zu neunzig Prozent geschützt und wenn der Supermarkt leer ist, ist auch der Abstand gewahrt und die vulnerablen Gruppen, die in den Supermarkt gehen, werden auch manchmal Schuhe kaufen oder ins Kino wollen.

Also hörte man schon ein paar Tage später von der Patientenanwältin Sigrid Pilz, die Masken- und die Testpflicht muß wieder her und Wien hat da sowieso nicht zur Gänze mitgemacht. Denn da muß man auch in den Öffis und in der Apotheke Maske tagen.

Die Impfpflicht wurde wieder für ein paar Monate ausgesetzt, weil, wie Ministerin Edtstadler sagte, derzeit nicht verhältnismäßig. Aber im Hintergrund wird schon eifrig daran gearbeitet, sie im Herbst scharfstellen zu können. Ich glaube, da werden schon Juristen angestellt, um das zu exekutieren, ein Brief an die Ungeimpften soll auch kommen und im Herbst soll der vierte Stich kommen. Die über Fünfundsechzigjährigen können das schon früner tun, denn die Immunität läßt nach.

Aber der derzeitige Impfstoff hilft nicht oder wenig gegen Omikron und angeblich läßt die Immunität danach schon nach drei Monaten ab und weil sich ja alle impfen sollen, weil soviel Impfstoff eingekauft wurde, wird der Genesenstatus für den Impfpaß nicht mehr anerkannt und wie lange man wirklich immun ist und Abwehrkörper hat, wird nicht wirklich erforscht und auch nicht anerkannt.

Dagegen hört man überall die nächste Variante B4 und B5 kommt oder ist in Portugal schon da und Gesundheitsminister Lauterbach warnt schon länger von einer Killervariante, die spätestens im Herbst, wenn nicht schon im Sommer wirklich kommt.

Dabei glaubte ich doch, daß sich die Viren abschwächen und Omikron eigentlich ein Segen ist, denn da sind wir alle durch und können das Virus, wie eine Grippe behandeln.

Sollten wir, wollen die Politiker und die Experten offenbar nicht und die Zahlen, die inzwischen bei zweitausend waren, stiegen wieder auf vier -oder fünftausend an und alle wurden nervös und hysterisch. Die Maskenpflicht muß wieder her, hört man allethalben und wenn die Zahlen zehn Tage steigen, wird sie wieder eingeführt.

Ob da die Menschen mitmachen werden, hört man dann manchmal und ich, die ich das ja interessiert beobachte, weiß das nicht wirklich, denn ich war, weil der Alfred so eifrig einkaufen geht, seit ersten Juni oder eigentlich schon seit zwei Jahren noch in keinen Supermarkt, bin aber am Pfingstsonntag mit den Zug von Traismauer bis Traisenpark gefahren und der war, glaube ich, vollkommen leer. Drei Reihen vor mir ist ein Fahrrad gestanden und da hätte ich eine Woche vorher eine Maske gebraucht.

Das ist schon ein bißchen komisch und bei den Literaturveranstaltungen habe ich ganz gut beobachten können, daß das Maskentragen abnimmt. In der „Schmiede“ im Literaturhaus in der „Gesellschaft“ tragen, die, die Mitarbeiter und letzten Donnerstag hieß es in der „Schmiede“ FFP2-Maske, weil die Vortragenden das so wollen, aber in „Gesellschaft“ hatte, die dann niemand und so kann ich beobachten, daß die Leute da lockerer werden und das Leben auf der Straße ist auch sehr voll, während man in den Medien immer hört „Die nächste Welle kommt bestimmt und es wird viel gefährlicher werden!“, also muß die Politik was machen, „Denn die Pandemie ist noch nicht vorbei!“ und so wird es, wenn man nicht endlich mit der Panik aufhört, wohl ewig weitergehen,, denn Viren hat es und wird es immer geben und wenn man sie sucht und herbeitestet wird man sie auch finden.

Jetzt gibt es B4 und B5 und die Sommerwelle. Da hört man zwar auch schon, die sind zwar ansteckend aber so harmlos, wie eine Grippe. Das hörte man aber eigentlich schon im März 2020, daß die meisten nicht krank werden, während andere von der Killervarianten schreien und, daß man die Leute schützen und die Impfllücken schließen muß und ich fürchte, daß es dann im herbst vielleicht mit den Grippeviren so weitergeht.

„Denn das Maskentragen ist ja angenehm. Daran haben wir uns schon gewöhnt. Da hatten wir zwei Jahre keine Grippe, also bitte weiter Masken tragen, auf andere Rcksicht nehmen und wir werden jetzt alles kontrollieren und die Impfpflicht scharfstellen, etcetera!“

Daneben schießen die Preise in die Höhe, alles wird, um sechzig, siebzig, achtzig, neunzig Prozent teurer, die Mieten, die Lebensmittel, die Fernwärme, das Benzin, etcetera und wie soll das gehen, wenn der Lohn gleich bleibt?

Die Restaurants sind zwar noch immer voll und die Geschäfte auch, aber die Angstspirale dreht sich immer schneller weiter und, daß es für die Psyche nicht gut sein kann, wenn man ständig in Panik gehalten wird, dazu muß man nicht Psychologie studieren, um das zu wissen und ich denke, das ständige Maskentragen hält das Immunssystem auch davon ab, selber mit den Viren fertig zu werden und sie als normal zu betrachten, wie das früher war und ob das wirklich so gesund ist, das werden wahrscheinlich die nächsten Jahre zeigen.

Schlimm, schlimm, schlimm, da kann oder muß man ja depressiv werden oder viel verdrängen. Ich habe schon im März 2020e gefürchtet, daß das so weitergeht, wenn man sie Stratgien nicht ändert und das will man wahrscheinlich nicht und so kann man nur gespannt sein, wie weit und wie lange sich die leute das gefallen lassen?

Denn vieles ist ja wirklich widersprüchig, wenn ich die Geschichte so durchgehe. Das 3G zum Beispiel das man im Vorschah in den Schanigärten brauchte und dann während der Lockdownzeit für Ungeimpfte, wo man seinen Ausweis und Impfpaß zeigen mußte, wenn man ins Schuhgeschäft oder Restaurant wollte. In Wien hat das ja bis Ostern angedauert und das mit den Zügen, daß man, wenn man in Linz einsteigt, in Purkersdorf, die Maske aufsetzen muß.

„Da sind die Viren ja schon da!“, hat die Patientenanwältin richtig gesagt. Aber ich setze ja auf Eigenverantwortlichkeit, statt auf Zwangsverordnungen, die ja unsinnig sein müssen, wenn man mit den Maßstab drüberfährt und wenn man sich bei Begrüßung dann mit Maske küsst, denke ich, kann das auch nicht gesund sein und wenn man den Leuten das logische Denken abtrainiert und sie in ständige Angst versetzt, kann das nicht gut sein.

Aber leider sind wir schon dahin gekommen und so auf in einen hoffentlich doch ganz schönen Sommer! Ich bin wieder gespannt wie es weitergeht und versuche mein Leben möglichst angstfrei und ohne Hysterie zu genießen und dafür meinen Verstand einzusetzen.

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