Literaturgefluester

2018-09-29

St. Pöltner Höfefest

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 20:02
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Das St. Pöltner Höfefest fand heute  zum einundzwanzigsten Mal statt, ich bin aber erst das zweite oder dritte Mal dort gewesen, denn eine Zeitlang fand es gleichzeitig mit dem Volksstimmefest statt, dem ich natürlich den Vorrang gegeben habe, 2010 war ich dann an einem sehr regnerischen Samstag dort, habe ein paar Lesungen gehört und bin dann mit dem Rad zurückgefahren, weil ich mit dem Alfred zur Barbara Frischmuth Lesung ins Stadtmuseum wollte, der hat mich aber verpsst, so daß es nicht mehr pünktlich ausgegangen ist, die letzten drei Jahre, habe ich gehört, hat es auch keines gegeben und heuer bin ich auch erst am Markt daraufgekommen, daß es eines gibt und, daß es ab vierzehn Uhr stattfindet.

Es gab nicht nur  ein Programm in den verschiedenen Höfen, sondern sogar einen Poetry Slam Train, das heißt dieses Waggerl, das durch St. Pölten fährt, stand in der Kremsergasse vorm Bahnhof, eine junge Frau namens Marlies Eder  in einer Schaffneruniform verteilte Zählkarten und hatte mit Andi Pianka, die sogenannte Reiseleitung.

Der war dann gleich auch das Oferlamm, das heißt begann mit einem Slam über Bahnhöfe. Die Regeln waren in etwa gleichm wie im Literaturhaus oder beim ersten Slam, den ich im Cafe Stein erlebte, wo ich lesen wollte, aber nicht durfte.

Jetzt konnte man sich bis 22. 9. anmelden, zehn konnten das, hatten das aber nicht getan, denn ich habe den Robert beim Fahrradständer getroffen und der hatte sich sehr kurzfristig angemeldet und außerdem gab es noch drei junge Männer und eine junge Frau und, wie beim Cafe Stein gab es eine Jury. Das heißt man konnte sich dazu melden, erhielt Karten von eins bis fünf, die man dann hochhalten mußte. Das hab ich im Cafe Stein schon einmal getan, die Regeln aber falsch verstanden und gedacht eins wäre das beste, jetzt habe ich ich es geschnallt.

Es gab auch einen Probleauf mit dem Opferlamm und dann rollte das Wägelchen durch die Innenstadt bis zum Hotel Metropol, blieb an fünf Stationen stehen und je einer performte einen fünf Minuten Text, der Robert war unter dem Künstlernamen Trebor Egil, der dritte, brachte zwei Sonette, eines über das Slamen und erzählte mir auch, daß er in seinem Kunststudium eine Arbeit über Poetry Slams geschrieben hat und einen auf Englisch über das Radfahren, kam aber nicht in die Endrunde, die in einem Hof, nämlich dem Löwenhof in der Linzerstraße neben der Bühne am Hof stattfand, wo dann eine junger Mann namens Daniel, der von allen fünf Jjurymitgliedern je fünf Punkte bekommen hatte, eine junge Frau namens Lena, die über die Liebe performierte und dann noch ein Johannes, dazwischen war ich mit dem Robert  noch im Weinhof, wo es Wein statt dem kulturellen Programm gegeben hat und er mich auf ein Achtel St. Laurent einlud, obwohl ich ihn ja nur mit der Note „drei“ beurteilt habe.

Die zweite Runde fand dann mit Kopfhörern statt.  Daniel hat wieder haushoch gewonnen und ich bin  zum Literatur Hotspot ins Sparkassenhaus in der Herrengasse gegangen, denn da hatte es schon, um drei eine Christine Nöstlinger-Lesung gegeben, um viertel Sechs trat Chropstpher Just auf, den ich mit seinem „Modsdetektiv“,mit dem er auch für den „Perutzpreis“ nominiert war, schon bei den O-Tönen hörte, jetzt hat er bei „Milena“ einen neuen Roman herausgebracht „Catania Airport Club“ mit Namen, der als „selbstironischer genreübergreifender Krimi noir“ im Programm angekündit stand und sowohl von einem Musiker handelt, der in der Hypnose erkennt, Menschen umgebracht zu haben, als auch von einem Fernsehprogramm, das man um einen Woche vorspulen kann und einem japanischen Jungen, der Harald heißt, weil sich die Deutschen oder Österreicher den Namen „Haruki“ nicht merken können.

Man wüßte wohl das Ganze lesen, um denSinn zu erfassen. Es gab auch einen Büchertisch und um sieben noch eine Lesung mit Martin Prinz aus seinem neuen Roman „Die unsichtbaren Seiten“ vom „König von Lilienfeld“, da ich aber nicht gerne mit dem Rad im Finstern fahre und eine Lesung daraus, glaube ich, schon im Musa hörte, habe ich das ausgelassen und werde mich stattdessen demnächst in die Badewnne begeben, um mein aktuelles Buch auszlesen.

Ein Musik- und anderes Programm hat es in den anderen Höfen auch gegeben und in der Bühne im Hof, in der ich kurz schnuppern war, habe ich auch Eva Riebler getroffen, mit der ich zu Ostern immer um den Viehofnersee spaziere.

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2018-02-01

Therapiesitzung im Kino

Erwin Steinhauer, Daniel Glattauer, Aglaia Szyszkowitz, Michael Kreihsl, Christoph Wagner (Cinema Paradiso)

Erwin Steinhauer, Daniel Glattauer, Aglaia Szyszkowitz, Michael Kreihsl, Christoph Wagner (Cinema Paradiso)

Diesmal hat das verlängerte Harland-Wochenende mit einem Besuch im Cinema Paradiso begonnen und die Literatur hat sich, wie ja auch in meinem Leben mit der Psychotherapie vermischt.

Hat mich der Alfred doch schon vor einigen Tagen auf  die Filmpremiere der „Wunderübung“ nach dem Erfolgsstück von Daniel Glattauer aufmerksam gemacht.

„Magst gehen?“, hat er mich gefragt und ich habe zugesagt, obwohl ich  von Daniel Glattauers Erfolgstück keine Ahnung hatte und zuerst auch dachte, daß es eine Lesung wäre.

Ich bin ja kein besonderer Glattauer Experte. Habe aber „Gut gegen Nordwind“,   gelesen, sowie den „Weihnachtshund“ und von der Anna einmal zu Weihnachten das Hörbuch von „Geschenkt“ geschenkt bekommen.

Es ist dann auch noch meine sechs Uhr Stunde ausgefallen, so daß es sich bequem ausgegangen ist und wir auch noch zuerst nach <Harland fahren und die Anna abholen konnten, die mitgegangen ist.

Wie gesagt keine Ahnung von dem Stück und keine, daß ich nach meinen heutigen  Stunden noch eine extra Therapiesitzung erleben werde. Obwohl da handelte es sich, um eine Paartherapie und habe von systemischer Familientherapie auch nicht viel Ahnung, obwohl ich einmal zwei diesbezügliche Grundseminare machte.

Und dann kam ich gleich in eine solche, denn der ganze Film stellte eine dar. Das heißt, zuerst sieht man ein Paar, sich gegenseitig giftige Blicke zuwerfen, dann mit der U-Bahn fahren und dann getrennt die therapeutische Praxis aufsuchen. Die Frau nimmt die Stiegen, der Mann den Lift. Der Therapeut war Erwin Steinhauer mit Bärtchen und die Therapiesitzung hatte eine Pause. Bis dahin zerstritt das Paar sich nur, absolvierte zwar die therapeutischen Übungen, wo es sich spüren und  die gegenseitigen Ziele vereinbaren sollte.

Nach der Pause kam es dann zu einer Wendung. Der Therapeut bekam ein SMS, wirkte zerstört, trank dann fast eine Flasche Whisky oder Cognac und gestand der fragenden Frau, seine Frau hätte ihn verlassen.

Die Leute im Publikum lachten wieder an Stellen, die so überhaupt nicht lustig waren, das zu therapierende Paar verließ nicht einsichtsvoll die Praxis, sondern begann den Therapeuten auszufragen und sich im Laufe der Sitzung zu versöhnen und die Faustübung, die zu Beginn so gar nicht klappte, mit Bravour zu absolvieren.

Zwei Deutungen habe ich mir während des Schauens gedacht, entweder die Pointe ist die Schwäche des Therapeuten ein Schwächling oder er hat sie bewußt eingeplant?

So war es dann auch „Wieder einmal paradoxe Intevention!“, sagte er am Telefon zu seiner Annika, nach dem das Paar versöhnt die Praxis verlassen hatte. Er hat allerdings vorher auf sein Honorar verzichtet und den Cognac auch dem Mann angeboten und der wäre, wenn er zum Therapieplan gehört hätte, nicht echt gewesen.

Ein paar andere interessanten Pointen, um den  Menschen im Therapeuten zu zeigen, hat es auch noch gegeben. So ißt er während seine Klienten üben schnell ein Joghurt und patzt sich damit an und am Schluß beginnt er sich mit seiner Frau zu streiten und mit ihr herumzukeppeln.

Nachher gab es eine Diskussion mit den Hauptdarstellern, wo Daniel Glattauer erzählte, daß er bevor er zum Schriftsteller wurde, eine Ausbildung zum Sozialberater machte und da diesbezügliche Seminare absolvierte und einen Umtrunk mit Bier und Saft gesponsert von der Firma Ottakringer gab es auch und interessante News zu Daniel Glattauers Schaffen.

So wurde zufälligerweise gerade „Geschenkt“ in St. Pölten verfilmt. Deshalb gibts vielleicht noch die Weihnachtsbeleuchtung auf den Straßen und „Gut gegen Nordwind“, soll das, wie der Autor erklärte, auch werden.

Wir haben die Ingrid und den Herbert von Alfreds Wandergruppe getroffen und für die nächste Filmpremiere mit Josef Hader haben wir schon Karten gekauft.

2016-03-26

Osterspaziergang am Viehofner See

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 20:15
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Der Osterspaziergang der literarischen Gesellschaft St. Pölten, entweder am Samstag vorm Palmsonntag oder am Ostersamstag, hat schon Tradition.

2000 bin ich, glaube ich, das erste Mal, noch unter der Leitung von Alois Eder mitgegangen, von St. Pölten bis zum Bootshaus und habe meine Osgtereiergeschichte aus der „Viertagebuchfrau“ gelesen, dann kam eine Pause und wir  sind wieder 2007 oder 2008  mit der Ruth und dem Robert Eglhofer, ich glaube, in den Kaiserwald gegangen. Gelesen habe ich “ Harland- Stadt“, es gab ein Ostereierverstecken und ab 2009 gings dann immer um den Viehofner See mit einem Picknick, wenn es das Wetter erlaubte oder gleich in die „Seedose“, wenn es regnete, kalt war oder schneite.

Gelesen habe ich immer einen Text mit St. Pölten Bezug, sowieit vorhanden, aber irgendwas hat sich immer gefunden, das „Sommer am Wasser“, meine „Frequencygeschichte“, den „Hochschwabblick“ etcetera, kann man alles nachlesen und die Fotos anschauen, die der Alfred machte, wenn er mitgegangen war.

Das Publikum hat gewechselt, der Ruth und die Robert sind verschwunden und haben sich inzwischen auch getrennt,  Manfred Lagler-Regall meinen eifrigen Kommentierer habe ich dort kennengelernt, Maria Seitz, Eva Riebler und und und heuer war es wieder etwas kalt und noch naß vom Regen und elf Damen und zwei Männer, der Manfred Lagler-Regall und der Alfred sind mitmarschiert und zum Lesen hatte ich die „Fatma-Szene“ aus meinem neuen Buch, das ja zum Thema passend von der „Sommerfrische in Harland bei St. Pölten“ handelt, allerdings ist es ein Sommer- und kein Osterbuch.

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Wir sind ja schon ein paarmal um den ganzen See herummarschiert und haben som wie im letzten Jahr, das Picknick, es gibt dann ja immer ein Ostereierpecken bei der Aussichtswarte gemacht, aber diesmal waren die Leute nicht sehr gehfreudig, weil eben sehr windig und kalt.

Ich habe diesmal noch bei diesen Sitzgelegenheiten, die ausschauen, wie aus dem Museumsquartier, zum Lesen begonnen, dann gings ein Stückerl weiter zu einem Bankerl und eine Dame las ein Gedicht von Berthold Brecht „An die Nachgeborenen“.

Es werden ja nicht immer eigene Texte gelesen, so las Eva Riebler ein Stück aus den „Legenden“ von Gesa Olkucz, weil sie das Buch für „Etcetera“ besprochen hat. Und Manfred Lagler-Regal, der ja sehr religiös ist, hatte einen Text zu Ostern passend, zur „Auferstehung.“

Maria Seitz brachte einen Dialog von einem Paar, die in ein zu großes Haus eingezogen ist, dann gab es noch Gedichte, besinnliche Texte, etcertera, bevor es  zurück zur „Seedose“ gegangen ist, wo es das Picknick diesmal, bei heißen Tee oder Schokolade, gegeben hat.

Den Osterspazierung des ersten Wiener Lesetheaters der ja immer am Ostermontag durch die verschiedenen Bezirke Wiens gegangen ist, gibt es nicht mehr, habe ich gehört, schade er war ja sehr interessant, aber den der LitGes wird es vielleicht noch geben und wenn das Wetter im nächsten Jahr wärmer  ist, wird er vielleicht auch wieder länger und ausführlicher sein.

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2016-02-11

Macht Kunst Macht

Im Sommerreflektorium  der Erzdiözöse St. Pölten  scheint es jedes Jahr zu Beginn der Fastenzeit eine vom katholischen Akademikerverband veranstaltete Ausstellung zu geben.

Ich weiß von Doris Kloimstein davon, die ja bei der Erzdiözöse arbeitet, die hat die Ruth vorige Woche bei der Schreibgruppe dazu eingeladen, aber die war heute zwar in St. Pölten allerdings im Landestheater und ich habe mir genau aufgeschrieben, daß man die Ausstellung bis Ostern jeden Sonntag besuchen kann.

Am Sonntag hat mir dann die Ruth bei ihrem Brunch die Einladung gegeben und mir ist eingefallen, daß wir ja genausogut auch zur Vernissage gehen könnten, weil wir jetzt  schon immer am Donnerstag fahren, seit der Alfred in Altersteilzeit ist.

Doris Kloimstein, die ich dort treffen könnten, ist eine der Kuratorinnen ist, hat mir zwar gemailt, daß sie krank ist, aber Robert Eglhofer könnte kommen, Eva Riebler von der Lit Ges vielleicht und die Handvoll St. Pöltner, die ich kenne und die sich für Kunst interessieren.

Begonnen hat es um halb sieben im Dom mit einer „Fastenbesinnung“, aber wir sind ja nicht katholisch, so sind wir gleich zu der Ausstellung gefahren und waren viel zu früh daran.

„Macht Kunst“ ist ja ein gewaltiges Thema und die Idee ist, glaube ich, daß einige Galeristinnen einige Künstler einladen, die ihre Bilder und Skulpturen zu diesem Thema ausstellen und Doirs Kloimstein, die ja beim PEN ist, einige Literatinnen, die dazu Texte schrieben.

Die Literatinnen waren  IIshraga Mustafa Hamid, die ich, glaube ich, von der „Wiederstandsanthologie“ kenne, die der „Milena-Verlag“ zu Zeiten von Schwarz-Blau herausgegeben hat, Helga  Neumayer, Dorothea Nürnberg und Magdalena Tschurlovits, Magdalena Tschulovits kenne ich, glaube ich, auch vom PEN-Club beziehungsweise von den IG Autoren, Helga Neumayer hat mich angesprochen, daß ich ihr im Amerlinghaus einmal mein „Literaturgeflüster-Kärtchen“ gegeben hat und allmählich füllte sich der Raum mit all der Prominenz.

Die Eröffnungsreden wurden gehalten und die ausstellenden Künstler vorgestellt, „Macht Kunst“ ist ja ein weites Thema und es gab auch einen Performer der live den Einfluß der Werbemarken auf uns, bezeihungsweise die Gesellschaft. zum über die Schulter schauen darstellte.

Dann lasen die anwesenden Literatinnen ihre Texte, der Vertreter der Diözese forderte alle Künstler auf ihr Talent zu nützen und weil der Direktor des Landesmuseums, der auch eröfnen hätte sollen, noch nicht da war, wurde das Buffet eröffnet, das für die Fastenzeit eigentlich sehr reichhaltig war, Wein, Brot und verschiedene Käsesorten.

Am Sonntag kann man die Ausstellung von neun bis eins ansehen, eine Führung mit den Kuratorinnen gibt es auch und am 6. März die Vinissage beziehungsweise Abschlußbrunch und da könnte sein, daß wir in Harland sind und anschließend nach Wien zu Ruth Aspöcks Veranstaltung zum Frauentag fahren, wo auch Margot Koller aus Salzburg lesen wird.

Und was das schreiben, meiner „Trans-Geschichte“ betrifft, da bin ich auch  sehr fleißig gewesen, habe den Text jetzt umgeschrieben, dem Paul , der früher eine Paula war, das „er“ Wort gegeben. Beim „Fräulein Paula“ bin ich beim „er“ geblieben.

Ganz sicher, ob es stimmt, bin ich noch nicht, ein paar Korrekturgänge werden wohl noch nötig sein.

Das „Sigmund Freud-Museum“ ist jetzt eine „Berg-Galerie“ geworden, die „Villa“ wurde vom „Rosa Haus“ zum „Maribou“ und eine Danksagung an meine geduldige Beraterin und Testlesterin gibt es auch, während ich das Gedicht, das mir Richard Weihs bei den letzten „Wilden Worten“ schrieb, wahrscheinlich nicht verwenden werde, weil Paul und Paula mit ihren Stöckelschuhen und Schirmkappen ja zwei verschiedene Personen sind.

2015-08-02

Experimentelles und Sozialkritisches im Sonnenpark

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:41
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Bezüglich meiner Sommerfrischepläne in Harland bei St. Pölten, lesen in der Badewanne, Schreiben auf der Terrasse, Radfahren in Richtung Wilhelms- oder Herzogenburg, am Samstag Treff am Markt, am Sonntag Rudolfshöhe könnte man ja einwenden, wie es meine Tochter Anna einmal tat „Ist dir da nicht fad?“

Nein, ist es nicht und heuer sowieso nicht, ist da doch in knapp drei Wochen der Sommerroman im Rohkonzept entstanden, aber ein bißchen eintönig und strukturiert ist es schon und vor allem gibt es zwei Monate lang keine literarischen Veranstaltungen, nur am Montag das Filmfestival am Rathauspark und diesen Montag werde ich vielleicht zu einer Lesetheater Rolf Schwendter Performances in Weinhaus Sittl ins Pelikan Stüberl oder den Hof davor gehen, während ich das andere was in Wien los ist, das Sommerfestival im Read!!ingroom, die Ö-Töne im Museumsquartier versäume, macht ja nichts, muß man doch nicht überall sein, natürlich klar, aber dann war es doch ganz schön, als Freitagvormittag, als ich gerade mit dem Harand-Buch fertig geworden bin, ein Mail von der lieben Ruth aus Wien mit der Mitteilung „Das  ist nicht weit von euch, wäre das nicht etwas für dich?“, gekommen ist

Und die Veranstaltung war ein interdisziplinäre Symposium, das vier Tage lang vom Donnerstag bis Sonntag im Sonnenpark oder Parces  del Sole am Spratzener Kirchenweg stattgefunden hat und am Samstag gab es zwischen fünf und sieben einen literarischen Schwerpunkt mit Melamar, Andi  Pianka, Jopa Jotakin und Michaela Hinterleitner, also  Autoren um die GAV bzw. Ilse Kilics „Fröhlichen Wohnzimmerkreis“.

Am Freitag bin ich einmal auf meiner Fahrradtour zum Spratzener Kirchenweg gefahren, um mir das interdiszipliäre Festival anszusehen, um drei Uhr Nachmittag war da nicht sehr viel zu sehen, als ein Park mit ein paar Standl, wo ein paar Leute gesessen oder herumgegangen sind.

Am Abend ist dann die Anna nach Harland gekommen und als ich ihr von diesem Fest erzählte, hat sie gesagt, sie war im Vorjahr dort und wird wieder mitfahren und dann ist mir noch eingefallen, daß mir die Ruth von einer alternativen Bewegung oder einer Besetzung dieses „Sonnenparks“ erzählt hat.

Am Samstag mußte ich dann nur noch den „Weißen Saal“ finden, in dem der Literaturschwerpunkt stattfand, was sich nicht als schwer herausfinden sollte, stellte ich doch mein Rad an einer weißen Hauswand ab und als ich mich  auf die Suche begeben wollte, rief der Robert Eglhofer schon „Hallo Eva!“, heraus.

Und drinnen, ein Raum in dem die Ansicht eines alten Autos ausgestellt war, ein altes Radio aus den Fünfzigerjahren, wie wir auch ein solches einmal zu Hause hatten und ein alter Sonnenshirm war zu sehen, hat die Lesung dann zugleich mit Michaela Hinterleitner, der einzigen Autorin, die ich nicht kannte, begonnen.

Eine sehr freundliche extrovertiert wirkenden junge Frau, die ihre Texte gelesen hat, von denen einige in einem „Fröhlichen Wohnzimmerheftchen auch erschienen sind, die hinter dem Lesetisch auf einem Klavier zusammen mit Jopa Jotakins Bücher und dem „Feribord“ das Melamar gewidmet ist, ausgestellt waren.

Jopa Jotakin folgte, den ich, glaube ich schon bei der GAV-Neuaufnahmelesung gehört habe und der auch einmal bei einer meiner Veranstaltungen im Amerlinghaus war.

Ein eher experimenteller oder performenter Autor würde ich schätzen, tritt er ja, wie der liebe Rudi, mit einer großen Tasche an das Vortragspult, aus der packte er dann zuerst wie Franzobl, eine Dose Bier, eine Megaphon und einen Sazstreuer, ein paar Blätter und sein Buch „für die fisch“, in der edition ch erschienen, war auch dabei, beziehungsweise ist dieses schon vorher am Lesetisch gelegen und dann ging es los mit einen sehr experimentellen, Texten, die er auch teilweise lautperformend präsentierte und dann einen, wie einmal Philiph Weiss beim Bachmannpreis, auch verspeiste.

Er teilte das Blatt aber vorher in einige Portionen, bestreute die Teile jeweils mit Salz und spülte auch jeweils mit einem Schluck Bier nach und die Blätter warf er nach dem er gelesen hatte auch auf den Boden.

Melamar folgte, auch sie ist, glaube ich, GAV-Mitglied und zum ersten Mal habe ich sie vor Jahren einmal in der „Gesellschaft für Literatur“ gehört, vor zwei Jahren habe ich dann ihr Buch in einen der Schränke gefunden und auf einer unserer Hochschwab-Wanderungen gelesen, jetzt hatte sie auch das „Feribord 13, im Jänner 2015 erschienen, aus dem sie ihr Gedicht „i try not to cry“ rezitierte, dann folgte eines Bücher den Ärger, das schon starke gesellschaftliche Bezüge hatte, denn es ist ja heutzutage in Zeiten wie diesen, wo so absonderliche Dinge passieren, wie überfüllte Flüchtlingslager, sekundäre Analphabeten, etcetera etcetera, wie man täglich in den Nachrichten hören oder lesen kann, nicht so leicht sich nicht zu ärgern oder zu weinen und Andi Pianka, den ich glaube ich das erste Mal im Cafe Anno sah und dann auch noch bei einem Poetry Slam im „Cinema Paradiso“ hörte, folgte gleich mit einigen sehr starken politischen Texten, der erste Bezog sich auf die Bundesbahn, auf eingestellte Bahnlinien und den „Schatz im Silbersee“, der das einzige Buch ist, das der Landeshauptmann, glaube ich, gelesen hat oder liest, dann ging es weiter in die aktuellere Politik zu der Frau Merkl und ihren Sätzen, die sie jungen Flüchtlingsmädchen sagte oder zu den Booten ,die überfüllt sind und zu den „Sehr geehrten Damen und Herren Asylanten und auch Negern!“, denen der Staat Österreich derzeit ja so ein herzliches Willkommen gibt. Der Text war aber auch schon älter, so daß man sehr gut sehen konnte, daß es vor ein paar Jahren auch nicht wirklich besser gewesen ist.

Das war dann schon nach der Pause, die es vorher gab, so daß ich mich mit dem Robert, der Anna und ihrem Hund Ouzo durch das Areal ein sehr schöner großer Park, der jetzt auch verbaut werden soll, so daß es auch eine Unterschriftaktion zur „Rettung des Sonnenparks“ gab, gewandert bin, es gab auch zwei Bücherregale zur freien Entnahme, wo man zwei Bücher von Melamar und dann noch das von der Katja Petrowskaja finden konnte, leider hatte ich beide schon und mir vor eineinhalb Jahren vom Alfred statt „Vielleicht Esther“ nicht doch Sasa Stanisic „Vor dem Fest kaufen lassen“, aber es gab noch einen Richard Powers, einen Haruki Murakami und und und.

Nach der Pause gab es noch einen Durchgang von allen vier und ging es schon wieder nach Harland, da der Alfred zum Grillen rüstete, im Sonnenpark hätte es noch Konzerte, Filme und auch einen Jazzheurigen gegeben. Aber man muß ja nicht alles haben und das Experimentelle oder stark sozialkritische im Sonnenpark war sowieso eine interessante starke Abwechlung im Sommerfrischeneinerlei.

2015-07-18

Schreib- und Sommerfrischenbericht

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Der Montag und der Dienstag waren ein wenig hektisch. Vier Befunde, die Lesung, die noch vorbereitet mußte, Besuch der Linda, Besuch beim „Wolf“ und dann bin ich noch aufs Bezirksamt gegangen und habe für die Wien-Wahl im Herbst für „Wien anders“ unterschrieben und dem Manfred Lagler-Regall, der mein 1000 Kommentierer war, habe ich auch das versprochene Buch geschickt.

Da hat es mich ja sehr gefreut, daß ich in der Woche um meinen Bloggeburtstag, die fehlenden Zehn so schnell zusammenbekommen habe.

Der Gewinner hat mir zwar sehr direkt geschrieben, daß ihm lieber wäre, wenn ich seine Bücher endlich lesen und auf „Kathpedia“, „Read.me cc“, „Wikipedia“ oder bei mir bespreche.

„Amazon“ hat er dabei vergessen, aber er ist auch ein „Selbermacher“ , der noch das Wort „Eigenverlag“ verwendet. Das war zwar ein wenig kränkend, nach zweiundvierzig Jahre erfolglosen Schreibens und sieben Jahren bloggen darüber, habe ich mich aber schon daran gewöhnt, daß sich niemand für mein Schreiben interessiert und kann auch verstehen, daß das Egene wichtiger ist.

Aber die „Lektüre vor dem Schlafengehen“ liegt sowieso schon ganz vorne bei den Leseplänen. „Die alten und die neuen Häuser“ habe ich ein wenig reuig und ambivalent hervorgeholt, weil sie ja wirklich weit hinten gelandet waren, Andererseits werde ich ja nicht alles, was ich mir für heuer vorgenommen habe, schaffen und war bei der Durchsicht in schlaflosen Stunden dann auch erleichtert, da das zweite Buch eine Wiederholung, beziehungsweise Ergänzung des ersten, also schnell zu lesen sein wird.

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Die Post hat mich auch noch etwas verunsichert, als sie für das dünne Büchlein in dem orangen Kuvert plötzlich das doppelte Porto, als die letzten Male haben wollte und mir  erklärte, das wäre die Farbe des Kuverts und  am Mittwoch wieder auf das Land gefahren, um an meinen achtunddreißig Seiten Sommertext, den ich in der vorigen Woche wirklich flott vor mich hingeschrieben habe, weiterzumachen.

„Ist dir nicht fad?“, hat mich die Anna vor Jahren einmal bezüglich meiner Sommerfrischepläne gefragt.

Ist mir nicht, denn Lesen in der Badewanne, Radfahren an der Traisen ist ja schön und mein Sommerroman treibt mich auch voran, beziehungsweise heizen da ja auch die politschen Ereignisse, die heuer wirklich rasant auftreten, an.

Da ist vom Sommerloch heuer  keine Spur und es war nur etwas schwierig, nach den zwei turbulenten Arbeitstagen wieder in den Plot hineinzukommen.

Bin aber zuerst in den Traisenpark gefahren, habe für die Schwiegermutter zum Geburtstag und für mich je eine Packung Meeresfrüchte, statt der üblichen Katzenzungen, in der „Schokothek“ gekauft, in der Seedosen-Telefonzelle gab es für die Oma zwei der von ihr gewünschten „Reader`s-Digest-Sammelbände“, für mich gab es zwei Bücher wo ich nicht sicher war, ob ich nicht schon hatte.

Aber Paul Austers „Sunsetpark“ habe ich noch nicht gelesen., Wolfang Katzers „Yellowstone“ habe ich schon in Wien gefunden, die Schwiegermutter ist aber eine begnadete Krimileserin und Juli Zehs „Corpus Delicti“, das ich mir am Samstag vom Alfred doppelt kaufen lief, habe ich in den Schrank hineingelegt.

Ja langsam verliert man den Überblick und auf den Blogs wird heiß über Literatur diskutiert. So werden auf der einen Seite die Buchpreisblogger auf der dbp Facebookseite vorgestellt, auf der anderen wurde die  „Hotlist“, die alternative Buchpreisliste der unabhängigen Verlage, die es seit einigen Jahren als Ergänzung zum dBp gibt vorgestellt, da kann man seine Kanditaten wählen, das einzige Buch, das ich von dieser Liste kenne, war das Graphic Novel „Irmina“, das mir sehr gut gefallen hat.

Buzzaldrin berichtete über eine Büchersendung und verlost ein paar Bücher davon, sie hat aber einen so großen Zugriff, daß ich wahrscheinlich nicht bei den Gewinnern bin, dafür habe ich vor zwei Wochen beim „Bücherschmaus“ den Clemens Haipl gewonnen, den ich  schon gelesen habe, obwohl ich gar nicht so genau wußte, daß ich da bei einem Gewinnspiel mtmachte, als ich über meinen Besuch in der neuen Buchhandlung bloggte.

Nach dem leicht griechischen Mittagessen, gebratene Melanizani mit Joghurt, Reis und gebratene Tomaten in Zwiebel und Knoblauch, versucht wieder in den Text zu kommen, die  dreizehnte und vierte oder fünfte Sandra Szene geschrieben. Da wechselt sich die Sandra ja immer mit jeweils einer ihrer Freundin ab und die war, bevor ich nach Wien zu den Lesungsvorbereitungen gefahren bin, an der Traisen schwimmen, beziehungsweise ist sie auf einem Badetuch mit einem Buch dort gelegen und wurde von der Pflegehelferin Stefania, die ihre Oma im Rollstuhl dorthin fuhr, besucht und ein Mail von der Eleni, ob sie sie mit ihrem Freund besuchen darf, wenn sie mit einem Hundetransport nach Wien kommt, ist auch gekommen. Der Anschluß, den ich gefunden habe war dann, daß die Sandra wieder nach Hause fährt und mit der Großmutter beim Fernsehen ein wenig plaudert und in der nächsten Szene, die ich am Mittwoch geschrieben habe, plant die Eleni mit dem Gioros ein paar Tage mit ihrem Hund Ouzo nach Wien zu kommen, beziehungsweise drängt sie Giorgos  den doch ein paar Stunden in seiner Wohnung zu besuchen und da ihr der Vater ein paar Kondome gegeben hat, kann ja nichts passieren.

So geht es weiter in der Sommerfrische, Radfahren, Mittagessen und dann am Nachmittag zwei Szenen auf der Terrasse schreiben.

Am Donnerstag war als Radtour wieder Wilhelmsburg geplant, wo es sich  an der Traisen sitzen läßt und bei einem beim „Spar“ gekauften Cafebecher und einem Croissant vom „Penny“ ein paar Szenen in das „Stadtschreiberbüchlein“ schreiben käßt und die Sandra kann  dann auch die „Sommer am Wasser-Tour“ wiederholen, in der Seedosen-Telefonzelle ein paar Bücher finden, ist sie ja sicher auch eine bibliophile Frau, auf die Aussichtswarte steigen und vielleicht begegnet ihr da, statt einem Kind auf den Schultern seines Opas, ein junger Mann, der ein bißchen mit ihr flirtet, während die Fatma, die inzwischen in Lampedusa angekommen ist, sich von Frau Leila und ihrem Enkel trennt und sich nach Wien durchschlägt und die Jelena hat ja auch ein Mail geschrieben und gefragt, was Sandra von den Heiratskatlogen hält?

Wie bitte? Aber deren Antrag auf ein Visum und ein Forschungssemester in Wien, damit sie ihre Dissertation über Bertha von Suttner weiterschreiben kann, wurde schon wieder abgelehnt. Da erzählte ihr eine Freundin von einem Heiratskatalog, in dem man sein Foto stellen und einen Mann in Österreich, Deutschland oder wo auch immer finden kann und vielleicht findet die Jelena, da einen pensiopnierten Deutschlehrer mit dem sie wegen ihrer Großmutter, die sie nicht verlassen will, wenigstens in Briefwechsel bleiben kann.

So weit so what, dreiundvierzig Rohseiten und 20 277 Worte gibt es derzeit schon und es flutscht wirklich flott dahin. Daneben schaue ich mir „You Tube-Filmchen“ über Griechenland, Donezk und die Flüchtlingssituation an, um mich über meinen Stoff zu informieren und das Coverfoto für „Selmas Kopftuch“ gibt es inzwischen auch.

Die schöne alte Puppe meiner Mutter mit den langen Zöpfen, der habe ich ein grünes Seidenkopftuch aufgesetzt und wahrscheinlich bekommt sie zu Weihnachten, die rote Weihnachtsmütze und dient als Cover für die „Nika Weihnachtsfrau“.

Ja, so dümpelt es dahin und während ich es auf der „Selfpublisherschiene“ mit der Handvoll Zuhörer und wenn es hoch kommt drei „Gefällt mir Kommentare“ in der Woche tue und mich mit alten Büchern im „Longlistenlesen“ übe, werden anderswo die Preise vergeben.

Wer heuer den „Veza Canetti Preis“ bekommen wird, weiß man offiziell noch nicht, zumindest habe ich das im Netz noch nicht gefunden, im Vorjahr hat das die Olga Flor sehr rasch auf ihrer Seite bekanntgegeben.

Der oder die Erich Friedpreisträgerin wird auch erst im September verlautet, aber Reinald Goetz konnte man vorige Woche lesen, der der sich beim Bachmannlesen mit der Rasierklinge ritzte, mit „Abfall für alle“ und „Klage“ ein früher Blogger war und 2012 mit „Johann Holtrop“ auf der Longlist stand, wird der neue Büchner-Preisträger sein. Den „Reinhard-Priesnitz“ Preis 2015 wird für mich überraschend, die zweite „Alpha-Preisträgerin“ Anna-Elisabeth Mayer, erhalten, hätte ich die doch nicht für so experimentell gehalten.

Aber Anna Weidenholzer ist ja auch „Priessnitz-Preisträgerin“, dafür bekommt eine Lyrikerin nämlich Barbara Hundegger den „Anton Wildganspreis“ 2014, denn der wird ja immer ein Jahr verspätet, wahrscheinlich auch im Oktober vergeben und ich werde weiterschreiben, beziehungsweise in die Badewanne lesen gehen.

2015-07-08

Zu Doris Kloimstein ins Cafe Schubert

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Die erste Sommerfrischenwoche ist vorbei und die zweite hat mit ein bißchen Regen begonnen, ganz so heiß, wie in der  ersten, die durch das „Bachmannhören“ sehr rasant gewesen ist.

Ein bißchen bin ich zwischendurch Rad gefahren, einmal zum Einkaufen zum „Lidl“, einmal nach Wilhelmsburg und da sind in das kleine Büchlein vom Tag des Buches, das es jetzt das dritte Jahr in Folge gibt, ein paar Textbrocken bezüglich „Der wunderbaren Sommererlebnisse der prekären Literaturstudentin Sandra Winter“ entstanden.

Die ersten eineinhalb Textseiten sind in der Juni-Schreibgruppe beim „Sommerschreiben“ entstanden und dann ist das Ganze erstmals liegengeblieben und ich habe an „Selmas Kopftuch“ korrigiert, mich aber entschloßen pünktlich in der Sommerfrische mit dem Sommertext zu beginnen, den Klaus Khittel in der Schreibgruppe  als viel zu ehrgeizig konzipiert gesehen hat.

Am Freitag als ich nach Wien zur Lesung bezüglich des Wiedner Hauptstraßen Straßenfestes gefahren bin, habe ich mir die Texte für die Lesung bezüglich des Sommerfestivals am nächsten Montag vorbereitet, die eineinhalb Seiten, der „Sandra Winter“, dann was aus „Tauben füttern“, „Sommer am Wasser“, wie mein Lesungstetitellautet und dann noch den Beginn der „Miranda“.

Die eineinhalb Seiten habe ich dann am Montag korrigiert und hätte weiterschreiben wollen, aber irgendwie war alles weit weg und ich habe erst einen Anlauf gebraucht, bis ich die eineinhalb Seiten auf sechs ergänzt und die Sandra Winter nach Harland nach St. Pölten fahren habe lassen.

Dort sitzt sie dann mit der slowakischen Pflegerin Minka und der dementen Großmutter beim Fernsehen und sieht den Bericht über das Referendum der Griechen bezüglich des Einsparkurses, denkt an ihre Freundin Eleni und der ist dann die zweite Szene gewidmet.

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Zwei Szenen, zehn Seiten und 4154 Worte habe ich jetzt und noch einige Pläne. Als nächstes fährt die Sandra Einkaufen zum Lidl, kauft griechisches Joghurt und griechische Antipasti, dann bekommt sie ein SMS, von Fatma Challak, ja die kennen wir schon, ihr Bruder Fahrid ist von der IS erschossen worden. Da haben die Eltern sie in ein Boot gesetzt und sie ist jetzt auf den Weg nach Lampedusa, beziehungsweise nach Wien, denn sie hat ja an der deutschen Schule in Damaskus maturiert und Eleni Soualaki, die prekäre Literaturstudentin aus Athen, jobt in einer Hundefängerorganisation und verliebt sich da in einen kleinen Hund namens Ouzo.

Der ist autobiographisch, beziehungsweise heißt der, den die Anna und der Andreas seit einiger Zeit haben so, kommt aus Griechenland und die waren jetzt alle drei auch in Harland und am Samstag habe ich mir bevor ich mit dem Rad zum Markt gefahren bin, um dort das obligatorische Würstl bzw. einen Toscana Burger zu essen, mit der Doris Kloimstein vereinbart, sie am Mittwoch, um zehn im Cafe Schubert zu treffen.

Das haben wir schon einmal gemacht, vor einigen Jahren, damals bin ich durch das Frecency Treiben gefahren, habe mich geärgert und dem Bürgermeister einen Brief geschrieben und Manfred Lagler-Regall, einer meiner eifrigen Kommentator, den ich regelmäßig bei den Osterspaziergängen der LItGES treffe, hat mir da das erste Mal geschrieben und er ist auch, Tusch und ein Hoch an ihn, mein tausendster Kommentar, denn ich habe es wirklich geschafft, seit meinen Geburtstagsartikel die gewünschten zehn Kommentare zusammenzubekommen.

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Jetzt kann ich auch der Ruth auf ihren 999 Kommentar antworten, denn ich wollte nicht die Tausendste sein und mit der Doris Kloimstein, die ich ja einmal bei einer Regionalversammlung der IG Autoren in einem Hochhaus in St. Pölten kennengelernt habe, die lange Zeit die Obfrau der LItGES war und jetzt auch eifriges Mitglied unserer Schreibgruppe, gab es dann auch ein eifriges Plaudern. Zum Beispiel über den Roman, den sie gerade plant, zwischendurch wurde sie immer wieder von einigen Bekannten angesprochen, denn St. Pölten ist ja ein Dorf und die Doris eine bekannte Person.

Am Markt haben wir sie auch schon einmal getroffen und einmal war ich mit ihr während der Sommerfrische auch mit ihr griechisch essen und anschließend mit Brigitte Schramm, die ich zufällig getroffen habe, im Cinema Paradiso, Cafe trinken. St. Pölten ist ein Dorf beziehungsweise Landeshauptstadt und ich nütze die Sommerfrische auch immer gerne zu literarischen Begegnungen, obwohl ich dort nicht so viele Leute kenne und es im Sommer auch kein Literaturprogramm zu geben scheint.

Aber jetzt habe ich  vor einen Roman über die Sommerfrische zu schreiben, einen Sommerroman über die prekären Erlebnisse einer Studentin und ihren drei Freundinnen, die aus prekären Orten wie Athen, Damaskus und Donezk kommen. Da bin ich jetzt wieder zuversichtig, daß ich das kann, obwohl ich es irgendwie nicht schaffe, die anderen auf mein Schreiben aufmerksam zu machen.

Die dritte  und die vierte Szene, die der Sandra und der Fatma Challaki werde ich demnächst schreiben und dann mit den „Erlebnissen einer Anarichistin in Griechenland“ in die Badewanne steigen.

Dieser Sommer kann interessant werde, auch wenn es jetzt stark regnet und ich infolgedessen im Wohnzimmer zwischen den beiden Bücherregalen statt auf der Terrasse sitzen und die Linda aus Amerika werden wir am Montag auch treffen und deren Sohn Niklas war ja, glaube ich oder habe ich gehört mit der Milena Michiko Flasar einmal befreundet.

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