Literaturgefluester

2017-11-15

MUSA im November

Statt zur Zieleinlaufparty ins Writersstudio bin ich heute wieder ins MUSA gegangen, wo die Stipendiatin Alice Harmer und der Förderungspreisträger Daniel Zipfl aus ihren Werken lasen.

Alice Harmer habe ich vor Jahren oder eigentlich Jahrzenten in der GAV kennengelernt. Sie hatte einen kleinen Verlag, den sie dann aufgab und eine Schlußveranstaltung gab es im Literaturhaus ausgerechnet an dem Tag, wo Valerie Szabos  Begräbnis war. Da kann ich mich erinnern, daß ich zuerst am Zentralfriedhof war, danach in Grinzig bei einem Heurigen, dann in der Zieglergassa und man konnte sich ein paar Bücher, experimentelle Literatur, aber auch eines von Thomas Northoff, die man sich mitnehmen konnte.

Dann habe ich länger nichts mehr von ihr gehört und gesehen, erst im letzten Jahr im MUSA wieder und jetzt ist sie Stipendiatin „Wow!“, trug ein rotes Kleid und las zwei poetisch surreale Texte, einer hieß „Requiem an meinen Vater“ der andere „Die Farbe der Veränderung“.

Akkordeonmusikbegleitung gab es auch und laut Julia Danielcyck, die meisten Besucher seit ever, nämlich einige Studentenklassen aus Budapest und sonstwo und Daniel Zipfl Debutroman „Eine Hand voll Rosinen“, für den er einige Preise bekommen hat, ist mir bisher entgangen, obwohl ich ja fast alles von der „Kemayr& Scheriau-Literaturschiene“ gelesen habe und er ein sehr brisantes Thema, nämlich die Flüchtlingskrise hat, allerdings eine, die schon 2003 passierte und der junge Autor las sich wieder durch durch seine drei Protagonisten, dem Ministerialrat, der einen Flüchtling vor der Abschiebung bewahren wil, dem Schlepper, dem Flüchtling selbst und dann gibt es noch einen Burnoutgefährdeten Priester der als einziger uneigennützig hilft.

En wenig rätselhaft ist mir der Handlungsstrang immer noch, obwohl ich ja schon in der „Gesellschaft für Literatur“ und den „O Tönen“ draus hört und mir Wolfgang Helmhart, dem treuen MUSA-Stammbeuscher, mit dem ich mich bei Wein und Brot darüber unterhielt, mir das nicht glaubte.

Ansonsten kann ich vermelden, daß ich bei mir mein Alltag, der die letzten zwei drei Wochen ja sehr hektisch war wieder normalisiert. Ich habe statt dem „Partisanenworkshop“, das heute ausgefallen ist, mein „Frühstücksdummie“ korrigiert und einen Fehler gefunden.

Das heißt den habe ich schon gefunden, als ich die „Poet-Night“ vorbereitete, weil er aus der dort gelesenen Fabian-Szene stammt und „Besser spät als nie“ zur Hälfte, so daß ich mich  am Wochenende hoffentlich ungestört meinem „Nanowrimo“ widmen kann.

2017-05-03

Vom Centrope ins MUSA

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:49
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im Centrope-Workshop ist es heute mit der semanitsichen Ebene weitergegangen. Das Programm zum „Literarischen Lenz-Literaturfestival“, das vom achtzehnten bis neunzehnten Mai im Theaterbrett stattfindet, gibt es auch schon.

Da werden Edith Kneifl,  Gabo Schein, IlijaTrojanow, Petr Porkovec, Michal Hvorecky, Eva Rossmann, Mila Haugova, Stefan Slupetzky, Denes Krusovsky und Irena Douskova lesen.

Aber da werden wir wahrscheinlich in Harland sein, so daß ich mich mit der literarischen Analyse begnügen muß und die semantische Ebene, wo es um Metaphern und Symbole geht, ist ja auch sehr interessant. Wir haben Peter Roseis und Stefan Slupetzkys Texte analysiert  und sollen das auch zu Hause mit einer Texteite machen, aber für mich ging es wieder ins MUSA, wo diesmal Gabriele Petricek die zum dritten Mal das „Canetti-Stipendium“ zu erkannt bekam und und der Stadt Wien Stipendientat Jopa Joakin Jopa Jotakin präsentiert wurden.

Im MUSA gibt es auch eine neue Ausstellung, die am Montag eröffnet werden wird, Jörg Hartigs „Realpopp“ und zu den beiden Stipendiaten sind einige Bekannte, wie Hermann Hendrich, Fritz Widhalm,Gerhard Jaschke, Michaela Hinterleitner, Alice Harmer und noch einige andere gekommen.

Gabriele Petricek, die auch einmal bei den „Mittleren“ gelesen hatte und zuerst eine Ausbildung in der Modebranche machte, las eine Tetcollage, wo es um Jacky Kennedys Chanellkostüm, eine Schriftstellerin und auch eine Gebirgswanderung ging.

Dann kam Jopa Jotakin, den ich aus dem „Fröhlichen Wohnzimmer“ kenne und der jetzt, glaube ich, im GAV-Sekretatiat arbeitet. Ich habe ihn schon bei einer Lesung in St. Pölten gehört, er spricht, steht in seinem Lebenslauf Finnisch und Dada, hat experimentelle Texte, wo er mit seinem Körpereinsatz, aber auch mit Musik und anderen performanten Mitteln arbeitet und er hat mir bis jetzt auch sehr gefallen.

Diesmal möchte ich mich aber von seinen Kochrezepten, die  teilweise ziemlich unerträglich zu hören waren, distanzieren, denn gebackene Mäuse, wo die lebenden Tiere in den Germteig getaucht und dann herausgebraten werden, schmecken mir, glaube ich, nicht und ich finde sie auch nicht sehr literarisch und die Faschistenleiberl sind wahrscheinlich auch nicht das, was ich mag, weil ich ja kein Freund des Rechtsradikalen Gedankenguts, aber auch keiner von Gewalt bin.

Den Leuten hat es wieder sehr gefallen und sie haben auch beim „Häupl-Salat“, wo der Wiener Bürgermeister, der in eine Marinade von Rot-und Weißwein gegoßen wurde, gemeint war, sehr gelacht.

Dann habe ich zwei Gläschen Wein getrunken und drei Stück Brot gegessen und beim Weggehen, Jopa Jotatkin gesagt, daß es mir nicht gefallen hätte.

„Macht nichts!“, hat er mir fröhlich geantwortet. Mir aber schon, weil ich ja gegen Gewalt bin und mir auch bei der Literatur etwas Dertariges nicht gern vorstellen und darüber lachen  möchte.

Danach bin ich schnell nach Hause gegangen, denn da gab es ein Fest, hat der Alfred ja seine WU-Betriebsratkollegen eingeladen und ihnen Schinken mit Melone, Schweinslungenbraten in Kartoffelpanier und danach noch einen Tpfenstrudel gemacht.

Ein sehr gutes Essen von dem ich noch ein bißchen mitbekommen habe und das war gewaltfrei und so stelle ich mir das Leben und die Literatur eigentlich auch vor.

2016-05-04

Sehr politische experimentelle Literaturstipendiaten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:56
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Weder einmal MUSA, das letzte Mal vor dem Sommer, was eigentlich ein bißchen schade ist, daß es im Juni keine Literatur im MUSA mehr gibt und wiedermal bin ich sehr früh hingekommen.

War am Nachmittag nämlich die Muttertagsfeier des Bezirkes Mariahilf, wozu ich immer eingeladen werde und diesmal ist es mit dem Bus in die Blumengärten nach Hirschstetten, vielleicht gibt es am Sonntag eine diesbezügliche Glosse oder Wurfgeschichte, gegangen und um halb fünf von dort wieder zürück, so daß ich vor Ralph Klever, das Museum betreten habe und Iris Lechner gerade die „Reservierungenkarten“ auf die erste Sitzreihe legte.

Macht ja nicht, konnte ich mir die Ausstellung von Eva Choung-Fux „Nach dem Ende der Welt“ in aller Ruhe ansehen und dann den Büchertisch, den diesmal Ralph Klever betreute. die heute lesenden Autoren, Ann Cotten und Florian Neuner haben bei ihm verlegt und so gab es eine Reihe Bücher.

Ann Cotten verlegt zwar auch bei „Suhrkamp“, es gab aber auch ein „Klever-Buch“ und der 1972 geborene Florian Neuner, der mir bisher relativ unbekannt war, gibt bei „Klever“ auch die Literaturzeitschrift „Idiome“ heraus, die glaube ich, schon Veranstaltungen im Literaturhaus hatte, wo ich allerdings nie hinkam.

Zwei sehr experimentelle Autoren also, dachte ich beim Durchblättern der Bücher und sagte das auch so dem Chemiker Manfred, den ich in der Wien-Bibliothek kennenlernte und schon länger nicht gesehen hatte, diesmal ist er aber gekommen und hat nach mir gefragt, hoffentlich nicht zu emperimentell für ihn, der mir ja immer von Kafka, Werfel, Satre, etcetera erzählt.

Und dann wurde es wieder spannend, man sieht, man kann sich immer irren und heute Mittag tat ich das schon einmal bei den Radogeschichten.

Da gab es nämlich eine sehr spannende von einem „Hans im Glück“, eine sehr absurde, aber auch eine, die immer wieder moderne Wörte hatte und ich dachte, wem hat das Dummheit dieses Hänschen auch nicht gefallen?, weil ich zwischendurch ans Telefon mußte, habe ich den Autornamen versäumt und wer war es? Kurt Schwitters, welch Überraschung und die kam dann auch bei der 1982 geborenen Ann Cotten, die mich sehr beeindruckte, daß sie, als sie den „Priessnitz-Preis“ gewonnen hat, im Literaturhaus sagte, sie hätte sich am liebsten in eine Kiste gesetzt.

Sie dürfte also sehr experimentell sein. Einmal habe ich sie, glaube ich, in der „Alten Schmiede“ beim Zeichnen beobachtet und beim Fest für Ernst Jandl, als ich wieder mal fertig war, daß die anderen alle literarisch Erfolg haben und ich nicht, hat sie das mitbekommen und mich gefragt, wie es mir geht?

Diesmal überraschte sie mich mit einem Versepos. Hej was soll das, eine experimentelle Autorin, die reimt und dann hat das Ganze auch noch einen sehr kuriosen Inhalt.

„Verbannung“, heißt, glaube ich, das Buch und da ist eine junge Frau auf eine Insel verbannt, lernt dabei einen Bürgermester kennen, es gbt eine Revolution und am Ende ein Kapitel, das nur aus S beziehungsweise zusammengesetzten Worten, die mit See beginnen, besteht, was Kritiker dazu veranlaßte, von einer Seekrankheit, die man beim Lesen dieses Textes bekommen würde, zu sprechen.

Beim Gespräch mit Julia Danielcyk stellte sich heraus, daß Ann Cotten ein „Meyer-Konservationslexikon“ im Müll gefunden hat und darüber einen Text schreiben wollte, daß eine Person damit auf eine Insel verbannt ist, interessant, daß ich für den nächsten „Nanorimo“ schon ähnliche Pläne habe.

Da will ich den Roman nämlich aus lauter Wurfwörtern schreiben. Das ging bei Ann Cotten aber nicht in Prosa, so wurde ein Versepos daraus, das, wie Julia Danielcyk mehrmals betonte, außerdem noch sehr lustig ist.

Den 1972 geborenenen Florian Neuner. kenne ich, glaube ich, aus der „Alten Schmiede“, beim Durchsehen seiner Werke beim Büchertisch hatte ich einen sehr experimentellen Eindruck von ihm und dann wurde es sehr politisch.

Denn in seinem in einer Berliner Zeitschrift erschienen Text  „Gefecht Übung“ geht es um den Krieg, beziehungsweise, um die Kämpfe, die die Kriegsbefürwörter und die Kriegsgegener miteinander ausfechten, um paramilitärische Übungen auf einem großen Truppenübungsplatz in Ostdeutschland und ich dachte mir die ganze Zeit, was hat das mit Literatur zu tun?

Das ist sehr interessant, hoch politisch und auch scharf pointiert formuliert, aber mehr ein Essay, eine Gesellschaftsanalyse, als ein literarischer Text.

Julia Danielcyk nannte es im Gespräch  eine literarische Reportage. Florian Neuner verneinte und ich habe wieder zwei interessante literarische Entdeckungen gemacht und mein literarisches Urteil  revidiert.

Im Oktober geht es wieder weiter mit der neuen Veza-Canetti Preisträgerin, die wie Julia Danielcyck erklärte, noch nicht ermittelt wurde, so daß man wieder raten kann, wer das werden wird?

Julya Rabinowich, Judith Gruber-Rizy, fallen mir dazu ein, aber vielleicht wieder jemand ganz anderer, bin ich ja nie sehr gut im Raten, Marlen Schachinger könnte es gut sein, aber auch Marlene Streeruwitz, Angelika Reitzer, Lydia Mischkulnig und viele mehr.

2016-03-02

Musik im MUSA

Wieder einmal „Literatur im MUSA“, wieder einmal eine Stipendiatin und ein Stipendiat der Stadt Wien, diesmal war auch Musik dabei und die Ausgezeichneten waren mir zwei alte Bekannte, nämlich Christine Huber und Daniel Wisser und Daniel Wisser, den ich einmal, lang lang ist her, bei einer Wohnzimmer-Veranstaltung“ im Amerlinghaus kennenlernte, wo er sein „Ritter-Buch“ „Dopplergasse 8“ vorstellte und ich mir dachte, so realistisch bin ich auch, hat schon einmal das „Canetti-Stipendium“ bekommen und seinen „Weißen Elefanten“ im MUSA vorgestellt. Mit „Standby“ hat er beim Bachmannpreis glesen, mit dem „Elefanten“, war er bei den „Alpha-Finalisten“ und eine seiner „Solo-Performances“ habe ich im Literaturhaus auch einmal gehört und Christine Huber, die experimentelle Lyrikerin, GAV-Generalsekretärin und „Dicht-Fest-Veranstalterin“, kenne ich auch schon sehr lange. Einmal als sie noch nicht so experimentell war, wurden wir beide nach Klagenfurt zum „Preis der Arbeit“ eingeladen. Sie hat neben Bernhard C. Bünker mit einem Text über ein Zimmermädchen gewonnen und jetzt hat sie ihre Gedichte aus einem „Art und Science Band“ gelesen.

Sehr experimentelle Gedichte, deren Sprache ein wenig an Jandl erinnerten und sie hat dann Julia Danielcyck auch genau erklärt, wie sie ihre Lyrik verstanden haben will.

Wenn sie das Wort Pfirsich schreibt, stellt sich jeder das runde Ding vor. Sie will aber keine Geschichte darüber schreiben, sondern die Sprache verknüpfen und ärgert sich immer, daß es seit zwanzig Jahren keine Avantgarde mehr gibt, sondern, daß das Erzählen wieder in ist, weil sich die amerikanischen Romane angeblich so gut verkaufen lassen, was sie immer ärgert.

Mich ärgert das nicht so sehr, obwohl ich ja keine so goße Freundin der großen Amerikaner bin, aber realistisch psychologisch vor mich hin erzähle und Daniel Wisser, dessen „Ritter-Buch“ ich damals sehr realistisch fand, überraschte mich mit seiner Performance aus seinem eneuen „Klever-Buch“ „Kein Wort für Blau“ mit seiner Realistik oder war das erst bei dem Musikbeitrag, wo Liese Lyon einhändig begleitet von Oskar Aichinger vier seiner Lieder sang, die erstaunlich erzählend und erstaunlich konventionell klagen.

Ja so dreht und wendet sich alles nach vorne und auch nach zurück und das neue Buch besteht aus lauter kleinen Erzählungen, nach wahren Begebenheiten, wie Daniel Wisser betonte und so stand er wieder mit dem Wasserglas vor dem Mikrophon, sagte dreimal den Titel der Geschichte und dann sprach er seine Texte ab, von denen ich einige, wenn ich mich nicht irrte, schon bei seiner letzten Performance im Literaturhaus hörte.

Sehr viel Publikum, Gerhard Jaschke, Susanne Ayoub, die mich sehr freundlich begrüßte, Herbert J. Wimmer, Alexandra Millner, Walter Famler, Dine Petrik, Wolfgang Helmhart und und und es gab wieder Brot und Wein, Gespräche und die Bücher der beiden Stipendiaten konnte man sich auch kaufen und nach Hause mitnehmen, um dort in Ruhe lesen, was wie Julia Danielcyck im Gespräch erwähnte, vor allem bei Christine Hubers Gedichten sehr hilfreich ist.

2016-02-04

Wieder einmal MUSA

Die letzten beiden MUSA-Literaturveranstaltungen habe ich versäumt, weil ich als Elisabeth Reichart den „Preis der Stadt Wien“ bekommen hat, mit meiner Familie in Ungarn war und als Elisabeth Klar und Milena Michiko Flasar gelesen haben, ich mit dem Martin, der Zaruhi und dem Alfred im Rabenhof-Theater war, dabei war Milena Michiko Flasar einmal mit dem Sohn von Martins Freundin Linda befreundet, aber jetzt ist es wieder gegangen und im Februar haben die „Canetti Stipendiatin“ Karin Peschka, die ich ja von einigen Lesungen kenne und der „Literatur Stipendiat“ Christian Futscher gelesen.

Sehr wenige Leute im Publikum, es sind ja Semesterferien, wir aus Salzburg aber schon zurück und Karin Peschka hat das Werk an dem sie gerade arbeitet vorgestellt.

„Fanni Pold“ wird es heißen oder ist das nur der Arbeitstitel? Und es geht dabei, um eine Frau aus einem kleinen Dorf, die ihren Freundinnen erzählt, daß sie Krebs hat und dann hängt sie mit einem Piloten an einem Baum, so hat es jedenfalls Julia Danielczyk in ihrer Einleitung erzählt und Karin Peschka hat angemerkt, daß sie ja selbst aus einem Wirtshaus aus einem kleinen oberösterreichischen Dorf stammt, dann war sie lange krank und jetzt rechnet sie mit ihrem Text mit Eferding ab und die Geschichte oder der Ausschnitt aus dem sie gelesen hat, spielt auch an einem dritten Februar oder an dem Tag, an dem in der Kronenzeitung von einem Piloten zu lesen war, der von der IS in einem Käfig verbrannt wurde, die Heldin Fanni nicht sehr glücklich verheiratet, zwei halbwüchsige Kinder, liest das und geht dann mit ihrem Mann Bernhard und der Tochter in die Pizzeria essen, wo einmal das Wirtshaus stand, das vielleicht Karin Peschkas Eltern gehörte.

Julia Danielczyk fragte dann zu ihrem Bezug nach dem Tod und zu den kleinen Dörfer und Christian Futscher, den ich eher für einen experimentellen Autor gehalten habe und den ich, glaube ich, unter anderem bei der „Literatur und Wein“ aber vielleicht auch im „El Speta“ hörte, kommt aus Vorarlberg und hat selber einmal ein Wirtshaus in der Piaristengasse gehabt oder darin gearbeitet und unter anderen hat er ein Buch über eine alte Frau geschrieben, die einmal Stammgast in diesem Wirtshaus war oder auch dort kochte „Frau Gretes Hang zum Schönen“ und diese Frau Grete, die noch das Jahr 1934 in einem der Gemeindebaus erlebte, ist eine sehr redselige Frau „große Goschn“ nannte es Christian Futscher und so erzählte sie aus ihrem Leben und das Publikum lachte, bei den Geschichten mit den angeschissenen Unterhosen, die eigentlich wahrscheinlich gar nicht so lustig waren und Julia Danielzcyk fragte nach der Kleinbürgerlichkeit, aber wahrscheinlich wird die Frau Grete aus einem Arbeiterhaushalt und dem roten Wien gekommen sein und ich habe einen sehr erstaunlich realistischen Christian Futscher erlebt, aber alles ändert sich und ich schreibe ja auch eher oder sehr realistisch und habe heute, als ich dem Alfred schon den Rohtext von „Paul und Paula“ übergeben hatte, ein sehr genaue und ausführliche Anmerkung von Klaus Khittl oder Gloria G. zurückbekommen, die ich nun in meinen Text einarbeiten kann.

Wein und Brot hat es im MUSA auch wieder gegeben und das nächste Mal wird Daniel Wisser, der ja schon einmal im MUSA war, Musik machen und Christine Huber wahrscheinlich ihre Lyrik lesen.

2015-11-04

Dramatikerstipendien und vierter Nanowrimotag

Im MUSA wurden heute die Dramatikerstpendiaten für 2015, Valerie Melchiar und Thomas Arzt, 1982 und 1982 geboren, vorgestellt.

Valerie Melchiar hat einmal bei den „Exil-Preisen“ gewonnen und präsentierte mit zwei Freundinnen und Thomas Arzt, eine Szene aus ihrem Stück, wo drei Frauen, die nur ein Auge und einen Zahn haben, an einem See sitzen, ins Leere starren und dann diesen, um eine Million oder Milliarde Dollar zu verkaufen, um sich dafür eine schönes Gebiß machen zu lassen und gut essen zu gehen.

„Absurdes Theater!“, alla Becket nannte das Julia Danielczyk in der Diskussion. Aber vorerst kam Thomas Arzt an die Reihe, dessen Stück „Totes Gebirge“ im Jänner in der Josefstadt aufgeführt werden wird.

Er hatte schon einmal ein Dramatikerstipendium und die Stücke „Grillparz“ und „Alpenvorland“ geschrieben, die im Schauspielhaus, wo er Stipendiat war, aufgeführt wurden.

Die Berge spielen eine große Rolle, obwohl das Stück, woraus er allein eine Art Voraufführung las, in einer psychiatrischen Klinik a la fin sciecle, handelt.

Man sieht, die Seele ist ein weites Land, beziehunsweise ein totes Gebirge und das ist  eigentlich das Gegenteil, der Krankenpfleger heißt aber Priel und spielt für die Patienten zu Weihnachten Puppentheater.

Raimund Schönberg wird dort eingeliefert, weil er sich in einer psychiatrischen Krise befindet. Nepomuk N. im Gitterbett lallt vom Weltuntergang und das Tote Gebirge ist mir ja auch nicht so ganz unbekannt, habe ich es ja diesen Sommer zweimal durchwandert.

„Retro!“ hat Wolfgang Helmhart, der MUSA Stammbesucher diese Stückauswahl genannt, Julia Danielczyk sind die Globalisierungszeiten eingefallen, mir haben sie zugesagt, obwohl ich ja keine Dramatik-Spezialistin bin.

Ansonsten kann ich zwei Erfolgsmeldungen verlauten, nämlich gestern zweimal Mails von der Buch-Wien.

Erst einmal bekomme ich wieder meine Gratiskarten und zweitens habe ich mich am Montag fast aus Trotz, weil man ja zum Ö1 Quizz gratis hinein kann und die dort noch Kanditatinnen suchten, dafür angemeldet, das Bücherquizz wäre mir zwar lieber, aber da nehme ich , wie es aussieht, wieder als Zuhörererin teil und was den „Nanowrimo“ betrifft, wieder eintausendsechshundertzwölf Worte mehr. Ich halte jetzt bei  8853, nachdem ich gestern mit dreimal Diagnostik nicht zum Schreiben gekommen bin und weiß nach wie vor nicht, wie es weitergeht.

Das heißt, daßs ich morgen, wo ich keine Klienten habe, nochmals alles durchkorrigieren werde und mir  einen Plan mache, wie es weitergeht.

Die Handlung muß ja nicht nur von der Nika getragen werden, Ruth Horvath und Andrea Herbst können mitmischen, beziehungsweise Harald Schwabeneder.

Mal sehen, wie es weitergeht, ich bin sehr gespannt, obwohl das Denken, daß ich es nicht kann, nach wie vor vorhanden ist.

Ich liege aber  im Zeitplan und Handlungsfäden habe ich auch, nur wie verbinde ich sie und wird ein Toter in eine psychotherapeutischen Praxis wirklich interessieren?

Aber Sandra Winter und Fatma Challaki vom „Sommernanowrimo“, beziehungweise der „Selma“ könnten auch noch auftreten.

 

2015-05-06

Wieder einmal MUSA

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:07
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Die letzte Literatur im MUSA habe ich ja ausgelassen, weil da ja Karwoche war und ich schon am Dienstagabend nach Harland gefahren bin, die einzige seit Bestehen dieser Veranstatlungsreihe, wo die Stipendiiaten und Preisträger der Stadt Wien präsentiert werden.

Man kann bei mir also ziemlich vollständig nachlesen, wer aller  bei der Stadt Wien ein Stipedndium oder einen Preis bekommt und da macht man eine wahrscheinlich nicht sehr neue Feststellung, es sind die experimentellen Autoren und auch die Dramatiker, zumindest gibt es drei Dramatikerstipendien und zwei von den Stipendiaten wurden heute, bevor das MUSA in die Sommerpause geht, am ersten Mittwoch des Junis wird zwar Friederike Mayröcker Ehrenbürgerin, aber das ist eine andere Veranstaltung, dazu braucht man eine Extraeinladung und die ist, Dank, der lieben Christel Fallenstein heute zu mir gekommen, vorgestellt und dazu noch Margret Kreidl, die zwar ein Literaturstipendium bekommen hat, aber auch Dramatisch schreibt und die Dramkiker waren die 1986 geborene Anna Gschnitzer, die ich bei der Studentenlesung I kennengelernt habe und Ferdinand Schmalz, nicht Schmatz, der Professor für Sprachkunst und höchst experimenteller Autor, wie die schlampige Eva im ersten Moment gelesen hat, sie war damit aber offenbar nicht allein, fragte Julia Danielcyk doch bei Gespräch nach dem Namen, des 1985 Geborenen, dessen Stücke schon im Burgtheater und im Zürcher Schauspielhaus gespielt werden. Der ist natürlich ein Pseudonym und angeblich kannte der etwas stärkere junge Mann den Professor der Sprachkunst nicht, er dürfte aber gern essen, ein Freund hat ihn etwas üppig gezeichnet und schon war der Künstlername da und Ferdinand Schmatz soll angeblich schon mit seinem neuen Stück „dosenfleisch“ irgendwo eingeladen worden sein.Ferdinand Schmalz wirkte aber sehr sympathisch und offen und erzählte von seinem Tryptichon, der erste Teil heißt „Am Beispiel der Butter“ der dritte soll irgendwas mit „Herzerl“ heißen und das Stück das im Casino am Schwarzenbergplatz aufgeführt werden wird, besteht aus vielen Monologen und aus drei seltsamen Leuten die sich an einer Tankstelle treffen und einem Fernfahrer der durch das Stück führt.

Der junge Autor wirkte sehr sympathisch und seine Monologe fielen mir durch ihre Wortschöpfungen auf und ein bißchen Sozial- oder Gesellschaftskritik liegt auch darin.

Sehr spannend also und fast schade, daß ich eigentlich nicht ins Theater gehe, aber Dank dem MUSA beziehunsweise Julia Danielcyk bekomme ich auch so ein bißchen was davon mit.

Und Anna Gschnitzer, die Dramatikerin, die ich das erste Mal bei der „Studentenlesung“ im Literaturhaus hörte, erinnerte mich ein bißchen an Peter Handkes Publikumsbeschimpfung, obwohl ich die nicht wirklich kenne.

Da stellte sich die junge Frau an das Mikirophon und sprach „Keine Angst, wir haben alles geprobt, wir werden sie genau beobachten, etc!“, hinein und im Hintergrund lief ein Video einer Tanzperformance und das Ganze wurde gestern in München uraufgeführt und morgen noch einmal dort wiederholt.

Und Margret Kreidl ist meines Wissens zwar keine wirkliche Dramatikerin, ihr Stück „Schwalben Falten“ das auf der Hot List dieser Indeüpendent Verlage stand, wurde von ihr aber vor kurzem im „Kabinetttheater“ aufgeführt und jetzt las sie aus ihrem Buch Einfache Erklärung-Alphabet der Träume“, für das sie sowohl ein Stipendium als auch eine Buchprämie bekommen hat. Und das besteht aus zwei Teilen im ersten erzählt sie Träume die sie erfunden bzw. aus Traumbüchern konstruiert zu haben scheint und im zweiten Teil gibt sie immer eine „einfache Erklärung“, weil die Journalisten von den Autoren ja immer die Bücher in ein bis zwei Sätzen zusammengefasst haben wollen.

Und die einfachen Erklärungen wären dann in eta „Gedichte werden nicht gebügelt“ oder „Über allen Gipfeln ist Ruh.“

Ich bin ja weder eine Dramatikerin noch eine experimentelle Autorin, so habe ich mit diesem Abend, sagen wir einmal, nicht so besonders viel anfangen können.

Margret Kreidl und das unterscheidet sie von vielen anderen Autoren, die mich irgnorieren und wegsehen, wenn ich sie grüßen will, ist auf mich zugegangen, hat mit mir angestoßen und sich dann noch extra von mir verabschiedet.

Ich kenne sie von der GAV bzw. von den IG Autoren und war glaube ich schon bei einigen ihrer Veranstaltungen. Nachher gab es wieder Brot und Wein, Wolfgang Helmhart, ein MUSA Stammbesucher und die Angela, eine Stammbesucherin waren da und viele, die mich eben nicht grüßten oder nicht gesehen haben und jetzt geht das MUSA in die Somerpause und beginnt im Oktober das dritte Jahr mit der neuen Veza Canetti Preisträgerin, wo ich ja den geheimen Verdacht habe, daß das Julia Rabinovich sein könnte.

Mal sehen wer es wird, ich liege mit meinen Schätzungen ja meistens weit daneben, bin aber sehr gespannt und werde mich bis dahin in mein Sommerloch beziehungsweise mein Sommerschreiben begeben, aber auch im Reading!!!Room lesen und vorher noch beim „Fest für Kunst und Kultur“ im Amtshaus Margareten ein Stückchen aus der „Miranda“, die es bis dahin vielleicht schon geben wird, das „Dummie“ soll jedenfalls morgen kommen, bis dahin kann man die Gewinnfragen, die es auf der „Vorschau“ gibt noch beantworten und da Buch nach Erscheinen gewinnen.

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