Literaturgefluester

2018-09-04

Saisoneröffnung in der Gesellschaft für Literatur

Und die scheint, wie Manfred Müller in seiner Einleitung erklärte, traditionsgemäß etwas mit den Österreich-Bibliotheken oder dieser Außenministerium-Kulturtagung, bei der ich früher ein paarmal gewesen bin, zusammenzuhängen.

Jedenfalls sprach auch eine Frau Ulla Krauss-Nussbaumer und die legte den Bibliotheken beziehungsweise den anwesenden Bibliothekarinnen wahrscheinlich nahe, die lesenden Autorinnen auch zu ihnen einzuladen und die waren Susanne Gregor, die ich schon vor ein paar Monate im Literaturhaus aus ihrem neuen Erzählband „Unter Wasser“ zusammen mit Mareike Fallwickl lesen hörte und Angelika Reitzer von der ich jetzt schon länger nichts mehr hörte, da sie  nicht mehr in der „AS“ moderiert, um, wie sie damals sagte sich mehr ihrem Schreiben widmen zu können.

Das hat sie offenbar auch getan, ist doch schon im Frühjahr ihr neuer bei „Jung und Jung“ erschienener Roman „Obwohl es draußen kalt ist“ erschienen und diese Bücher wurden vorgestellt.

Bei Susanne Gregor ist es, wie Manfred Müller erklärte das dritte Buch. Das Erste ist noch in der „Exil Edition“ erschienen und ist durch einen Irrtum zu mir gekommen, die schon bei „Droschl“ erschienenen „Territorien“ habe ich mir mal bei einem Literaturhaus-Flohmarkt gekauft, aber noch nicht gelesen und bei „Unter Wasser“ dürfte die Autorin, die selbe Geschichte oder einen Teil von ihr, wie damals im Literaturhaus gelesen haben, nämlich die, wo die Ich Erzählerin ihren Mann Jakob verläßt und sich dabei an ein Abendessen mit Enno und Oia erinnert, wo sie sich am Balkon in Enno verliebt und Pia kurz darauf stribt.

Bei der 1971 in Graz geborenen Angelika Reitzer, die ja sehr lange sehr schöne Textvorstellungen in der AS moderierte, wo ich Valierie Fritsch, Anna Weidenholzer, Nadine Kegele, etcetera, kennenlernten konnte, ist es das fünfte Buch.

Das Dritte und das Vierte habe ich gelesen und dieses ist ein Liebesroman, das von einem Paar handelt, das schon zwei Kinder hat, das dritte wird erwartet und, um das Fotografieren beziehungsweise, um das Hören geht es dabei auch.

In der Diskussion ging es darum, daß man bei einem Liebesroman sehr aufpassen muß, damit er nicht kitschig wird und, ob die Frage, ob nicht nur bei Erzählungen, sondern auch bei Romanen jeder Satz sitzen muß, was Angelika Reitzer, die auch Literaturwissenschaftlerin ist und inzwichen am „Institut für Sprachkunst“ lehrt, energisch betonte.

Ein interessanter Abend, jetzt bin ich nur neugierig ob und was davon auf die östBpliste kommt, die Norgen verlautbart wird.

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2018-04-10

Susanne Gregor und Mareicke Fallwickl im Literaturhaus

Zwei Neuerscheinungen, präsentiert von Sebastian Fastuber im Literaturhaus und zu beiden Autorinnen habe ich meine besonderen Beziehungen.

Ist das erste Buch, der 1981  geborenen Susanne Gregor doch auf einer Buch Wien zu mir gekommen, als ich eigentlich ein anderes Buch von der „Edition Exil“ haben wollte und die in der Slowakei geborene hatte damals gerade den „Exil Literaturpreis“ gewonnen und, wie das dort so ist, ihr erstes Buch „kein eigener ort“ herausgegeben, das dann auf der Buch Wien präsentiert wurde.

Dann gab es eine Präsentation auf der Literaturhausschiene, bei dieser Gelegenheit habe ich, glaube ich, auch Cordula simon kennengelernt, deren neuen Buch zu mir gekommen ist, nachdem ich mich in Leipzig bei einer „Residenz-Vertreterin“ beschwert habe, daß die mir keine Bücher und Vorschauen mehr schicken.

Susanne Gregors zweites Buch „Terretorien ist dann schon bei „Droschl“ erschienen und wenn ich mich nicht sehr irre, habe ich es mir einmal bei einem der Literaturhaus-Flohmärkte gekauft, aber dann ist in meinen Bücherbergen verschwunden und noch nicht von mir gelesen.

Jetzt hat die junge Frau mit den sehr blonden Haaren bei „Droschl“ einen Erzählband „Unter Wasser“ herausgebracht, bei dem es, wie Sebastina Fastbuber einleitetete, um gescheiterte Beziehungen geht.

Einen Teil der letzten Geschichte, wo eine Frau ihren Mann verläßt, hat die Autorin gelesen. Dann gab es ein Gespräch in dem Susanne Gregor betonte, daß ihr die Sprache  wichtiger, als der Plot sei, daß sie viel reduziere und wegstreiche und zwischen ihren Büchern auch gern einmal Kurzgeschichten einschiebe, das ist wahrscheinlich, so wie bei mir bei „Besser spät als nie“ und der vorliegendene Erzähband ist auch aus diesen Kurzgeschichten entstanden, beziehungsweise wurde er aus diesen erweitert.

Dann kam die 1983 in Hallein bei Salzburg geborene Mareike Fallwickl, die ich als Bloggerin kenne.

Eine sehr kritische Vielleserin und zweifache Mutter, die dadurch auffällt, daß sie sich weigert, ein zweites Buch von jemanden zu lesen, denn man hat ja nur begrenzte Lesezeit. Dann hat man aber auch Pech mit Mareike Fallwickls neuen Roman, der in den Blogs fast, wie ein Komet aufgestiegen und euphorisch beschrieben wurde „Dunkelgrün fast schwarz“, denn es ist, obwohl Sebastian Fasthuber das Gegenteil behauptete und ich das Buch schon als Debutroman gehandelt sah, nicht der erste Roman der Autorin, die glaube ich, als Texterin oder Lektorin in einer Agentur arbeitet, hat sie doch schon bei „Schwarzkopf und Schwarzkopf“, den Roman „Auf Touren“ herausgegeben.

Mareike Fallwickl die Vielleserin, über hundert Büchert im Jahr, die sie auf ihren Blog „Bücherwurmloch“, den sie seit 2009 betreibt, beschreibt, ist auch sehr kritisch und hat eine Kolumne „Mariki“ mottzt. Sie war auch Buchpreisbloggerin und ist Juroin beim „Blogbuster“ und da hat sie heuer nichts vorgeschlagen, weil sie leider leider nichts wirklich überzeugte. Sie ist da also sehr streng, mit ihrem bei „FVA“ erscheienenen Buch aber. wie schon beschrieben, fast komentenhaft aufgestiegen.

Ein Buch das ich leider noch nicht bekommen kann, also eigentlich nicht sehr viel mehr darüber sagen kann, als daß mir einige originelle Wortfindungen und Formulierungen aufgefallen sind, da ich ja keine bin, die ein Buch nach zehn Seiten Lesebprobe, dreißig Sekunden Lektoratsarbeit oder auch nach einer Lesung berteilen kann. Obwohl ich ja sehr gern und sehr viel zu Lesungen gehe und die auch sehr mag, Mareike Fallwickl weniger, sie antwortete auf Sebastian Fasthubers Frage fast ein wenig motzig, daß ihr die zu langweilig wären.

Mir nicht und in dem Buch geht es, um eine Dreiecks oder Vierecksegeschichte. Da gibt es eine Marie mit einem Sohn namens Moritz „Motz“ genannt. Der hat einen Kindergartenfreund manens Raffaelund der ist ein sogenanntes „Arschlochkind“, eine, wie Mareike Fallwickl im anschließenden Gespräch sagte, wirklich auf dem Spielpülatz gemachte Erfahrung und der taucht sechzehn Jah re später bei Moritz und seiner Freundin auf und quartiert sich bei ihr ein.

Diese Stelle hat Mareike Fallwickl eine junge  Frau mit schwarzen Haaren, einem grünen Kleid und hohen Stöcklschuhen gelesen. Dann gibt es noch eine Johanna von ihr wurde auch ein Stückchen präsentiert. Das Buch ist ziemlich dick und  Mareike Fallwickl hat, wie sie  sagte, eine fünfzig Seite Leseprobe bei einer Agentur eingreicht, dann wollte bei der letzten Buchmesse, die Agentin mehr von ihr und das ganze im Februar herausbringen. Da hatte sie noch nicht mehr, das Schreiben aber trotzdem geschafft und ich bin jetzt gespannt, ob ich  das noch zu lesen bekommen werde oder nicht? Interessant wäre es allemal und auch zu hören, wie sich Mareike  Fallwickls literarische Entwicklung noch weiter gestalten wird.

Nicht besonders viele Leute im Literaturhaus, aber Annette Droschl, Henrike Blum unde eine Frau, die einmal bei Richard Weihs gelesen hat, die sich angeregt mit ihr unterhielt. Ich habe Rotwein Wein getrunken, mich umgehört und umgeschaut und bin jetzt, wie gesagt, sehr gespannt, lese mich aber gerade durch ein Debut von einer Mareike Schneider, das ich mir aus Leipzig mitgenommen habe.

2015-10-21

Fremde Welten

Heute wieder Entscheidungsvielfalt. In der Hauptbücherei der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan, der von Frankfurt wohl nach Wien geflogen ist, bei Petra Hartlieb stellte Cornelia Travnicek ihre „Jungen Hunde“ vor und im Literaturhaus gab es auch zwei Neuerscheinungen, nämlich Susanne Gregors bei „Droschl“ erschienene „Territorien“ und Anna Baars „Die Farbe des Granatapfels“.

Brigitte Schwens- Harrant, die im Rahmen der „Buch-Wien“den Staatspreis für Literaturkritik erhält, hat eröffnet und einleitende Worte über die beiden Autorinnen gesprochen.

„Die Klammer“ zwischen beiden Texte“, hat sie gemeint, wäre das Fremde, geht es doch bei  Susanne Gregors neuem Buch, die 1981 in der Slowakei geboren wurde, um eine umgekehrte Emigration.

Eine Wienerin folgt ihrem Mann nach Afrika und erlebt dort das Fremdsein und die 1973 in Zagreb geborene Anna Baar, schildert in ihrem Buch das Aufwachsens eines Kindes zwischen der kroatischen Großmutter und der Mutter in Wien.

Die Ferien verbringt sie in Kroatien, dann kehrt sie ihr Land zurück und die beiden Großmütter zerren sie hin und her, die eine spricht von Faschisten, die andere von Partisanen und das Kind kennt sich nicht aus oder doch vielleicht.

Dann haben die beiden Autorinnen gelesen, die mir nicht unbekannt sind.

Susanne Gregor kenne ich seit ich bei einer Buch-Wien ihr erstes Buch „Kein eigener Ort“, eher durch einen Irrtum bekommen habe, dafür war sie 2012 beim „Alpha“ nominiert, beziehungsweise bei den drei Finalisten.

Das Literaturhaus hat sie dann im Rahmen der „Auftritte“ vorgestellt und jetzt das zweite Buch, wo sie den Beginn, nämlich die Reise der Emma nach Afrika, weil Samuels Vater gestorben ist, gelesen hat und Anna Baar kenne ich, seit sie heuer mit einem Ausschnitt aus eben diesen Buch beim „Bachmannpreis“ nominiert war.

Es hat dann Spekulationen gegeben, ob sie damit auf die Longlist kommt? Sie kam nicht, war aber in Frankfurt bei der Buchmesse und jetzt hat sie drei oder vier Stellen gelesen um die Liebe des Kindes, der kleinen Annuschka, also wieder wahrscheinlich höchst autobiografisch zwischen der Großmutter zu belegen, die eine starke Raucherin ist und um die Liebe der kleinen in Wien aufwachsenden Enkeltochter buhlt, die dann größer geworden, nach Wien studierren geht, als gerade der Jugoslawienkrieg ausgebrochen ist und am Schluß hustet die Großmutter, sie schleppt sie zum Arzt, sie ist aber ganz gesund.

Nur wenig Publikum, aber viel Prominenz, so habe ich beispielsweise Josef Winkler gesehen, der eine Art Weihnachtsmütze trug  und eine sehr extravertierte Dame unterhielt sich mit Brigitte Schwens-Harrant über das neue „Literarische Quartet“, wo ja Ilija Trojanows neuer Roman, den ich ja eigentlich auch nur für durchschnittlich halte, sehr verißen wurde und erzählte dann Susanne Gregor über ihre Erfahrungen in Frankfurt wo sie letzte Woche gewesen ist und in Shanghai war sie auch.

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