Literaturgefluester

2019-10-04

Kramer-Preis an Claudia Erdheim und Martin Pollack

Plakat

Plakat

NoMaden im Speck

NoMaden im Speck

Zu der „Theodor Kramer- Preisverleihung für das Schreiben im Widerstand und Exil“, die es seit 2001 gibt, gehe ich schon sehr lang. Zuerst waren sie in Krems, jetzt schon seit einigen Jahren in Niederhollabrunn in dem kleinen Dörfchen, wo Theodor Kramer 1897 als Sohn des Gemeindearztes geboren wurde und das ist ein idyllisches Dörfchen, wo es um sechs Uhr  immer eine Führung von Harald Maria Höfinger gibt, der immer einige Kramer-Gedichte vorliest  und im Pfarrheim findet dann die Preisverleihung statt, die diesmal  Claudia Erdheim und Martin Pollack bekamen.

Diesmal hielt statt Karl Müller Peter Roessler, den ich von den „Musa-Veranstaltungen“ kenne, die Einleitungsreden.

Ein Musikprogramm gab es wie immer auch und die Laudatio an die 1945 geborene Claudia Erdheim, die ich öfter in der „Alten Schmiede“ sehe und die früher auch die „Podiums-Prückl-Lesungen“ organiserte, hielt ein Prof. Alois Woldan, der sich darin vor allem auf die Bücher „Längst nicht mehr koscher“ und „Betty, Ida und die Gräfin“ bezog und bei der letzteren war ich, glaube ich, einmal bei einer Vorstellung.

Von dem 1944 geborenen Martin Pollack habe ich sowohl „Anklage Vatermord“, als auch „Der Tote im Bunker“ und „Kontaminierte Landschaften“ gelesen. Jetzt hat er ein neues Buch „Die Frau ohne Grab“ geschrieben, wo es um seine Tante geht, die von den Partisanen entführt wurde und dabei gestorben ist.

Claudia Erdheim

Claudia Erdheim

Martin Pollack

Martin Pollack

Martin Pollack, der auch in Leipzig einige Veranstaltungen organisierte, ist ein sehr engagierter Autor, wie auch sein Laudator Dr. Bela Rasky hervorhob.

Dann gab es eine Lesung der Preisträger. Claudia Erdheim hat aus „Längst nicht mehr koscher“, über ihre Familiengeschichte gelesen. Ein Buch, das ich mir, glaube ich, mal um einen Euro kaufte, aber noch nicht gelesen habe, und Martin Pollack, den ich fast nicht mehr erkannt hätte, da er seit einigen Jahren an einer Krebserkrankung leidet, aus seinem neuen Buch.

Dann gabs wieder ein Musikprogramm von der Gruppe „NoMaden im Speck“, wo diesmal auch getanzt wurde und das bewährte Heurigenbuffet und es war wieder eine idyllisch gute Stimung an einem idyllisch schönen Ort.

2017-09-09

Theodor Kramer Preis an Renate Welsh und Nahid Bagheri-Goldschmied

Renate Welsh-Rabady

Renate Welsh-Rabady

Nahid Bagheri-Goldschmied

Nahid Bagheri-Goldschmied

Den „Theodor Kramer Preis“, der von der „Kramer-Gesellschaft“ für das „Schreiben im Widerstand und im Exil“ vergeben wird, gibt es seit 2001.

Damals hat ihn  die 1916 in Wien geborene Stella Rotenberg bekommen. Ich war bei der Preisverleihung im „Esra“ dem „Zentrum für psychosoziale und therapeutische Integration“, damals habe ich ja auch das erste Mal den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisiert, wo ich Detail am Rand Nahid Bagheri-Goldschmied eingeladen habe, die ich damals, glaube ich, bei einer Veranstaltung des Frauenverlags oder des Kosmostheater kennenlernte und die dadurch auch vielleicht in Kontakt mit Konstantin Kaiser gekommen ist.

Später waren die Preisverleihungen dann im Krems zuerst in der ehemaligen Karmeliterkirche, dann im Literaturhaus, seit einigen Jahren finden sie, was eigentlich auch stimmiger ist, in Niederhollabrunn, dem Geburtsort des 1987 geborenen und 1958 gestorbenen Theordor Kramer statt.

Wir waren bei einigen Preisverleihungen, in Krems und sind dann immer nach Harland ins Wochenende gefahren, an die von Michael Guittenbrunner und Georg Stefan Troller kann ich mich erinnern, über die von Ilana Shumeli und Josef Burg, Elazar Benyoetz und Ruth Klüger habe ich schon gebloggt und 2015 und im Vorjahr waren die Veranstaltungen dann in Niederhollabrunn.

Cecily Corti

Cecily Corti

Konstantin Kaiser

Konstantin Kaiser

So auch heute, wo der Preis an die Kinderbuchautorin Renate Welsh, die sich jetzt ja Renate Welsh-Rabadi nennt und im Vorjahr den „Preis der Stadt Wien“ bekommen hat und an die 1957 in Teheran geborene Nahid Bagheri-Goldschmid vergeben wurde.

Die Fahrt in das kleine niederösterreische Dörfchen, wo es zwei Kindergärten, eine alte Schule, die Kirche und das Pfarrheim gibt, ist ja immer sehr idyllisch und vor der Veranstaltung  gibt es auch eine Führung durch das Dorf und diesmal sind wir gerade zurechtbekommen, wo das Gedicht über den „Michelberg“ verlesen wurde.

Dann ging es los im Pfarrheim mit dem musikalischen Intermezzo von Sigi Finkel, der Bürgermeister und Gabriele Ecker vom der niederösterreichischen Kulturabteilung haben eröffnet und Konstantin kaiser  die Laudiationes gehalten.

Renate Welsh, die ja, glaube ich, auch Päsidentin der IG-Autoren ist und da immer zu den GVs kommt ist ja sozial sehr engagiert, so hält sie verschiedene Schreibwerkstätten unter anderen in der VinziRast, und Cäcily Corti, die sich sehr dafür engagiert, hielt auch noch eine Dankesrede.

Nahid Bagheri-Goldschmied, die Lyrikerin, engagierte sich dagegen für Theodor Kramer, das heißt sie hat ihn ins Persische übersetzt und las auch zwei seiner Gediche in dieser Sprache vor, bevor Andrea Pauli, vom Lesetheater zuerst eine sehr berührende Geschichte von Renate Welsch „Fräulein Emma“, die in der Nachkriegszeit spielt, vielleicht ein wenig autobiografisch ist und wo es interessanterweise, wie in „Ikarien“, das ich vor kurzem gelesen habe, auch um ein behindertes Kind geht und dann gemeinsam mit Nahid Bagheri-Goldschmied einige ihrer Gedichte.

Sigi Finkel

Sigi Finkel

Gabriele Ecker

Gabriele Ecker

Danach gab es wieder ein Buffet und einen Büchertisch, wo man sich mit den Werken der beiden Preisträger versorgen konnte, gab es auch und einen kleinen Nachtrag in anderer Sache kann ich auch noch anfügen.

Seit heute gibt es einen neuen offenen Bücherschrank in der Belverderegasse, der am Vormittag mit einem gemeinsamen Frühstück eröffnet wurde.

Das bin ich zwar zu spät gekommen, aber als ich  nach dem Essen hinging, habe ich noch ein Buch von Elif Shafak, der türkischen Autorin, die heuer den „Ehrenpreis des Buchhandels für Toleranz im Handeln und Denken“ bekommen wird,  gefunden, was ja gut dazu passt.

Andrea Pauli

Andrea Pauli

Kirchenplatz Niederhollabrunn

Kirchenplatz Niederhollabrunn

2015-09-12

Ein Abend in Niederhollabrunn

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Jetzt war ich schon länger nicht mehr bei den „Theodor Kramer Preisverleihungen für Literatur im Exil und Widerstand“, die jährlich von der „Theodor Kramer Gesellschaft“, sprich Konstantin Kaiser vergeben werden, seit 2001 gibt es den Preis, da wurde er an Stella Rothenberg im „Esra“ dem jüdischen psychosozialen Zentrum verliehen und ab dann im Krems Stein in der Minoritenkirche.

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Wir waren öfter da, das letze Mal 2011 wor er schon im niederösterreichischen Literaturhaus an Ruth Klüger verliehen wurde, dann wechselte die Jahreszeit und der Ort und Preisverleihungen fanden in Niederhollabrunn, dem Ort, wo Theodor Kramer, der Arztsohn, dessen Mutter 1942 in Theresienstadt ermordet wurde, geboren wurde.

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Was sehr interessant ist, denn da konnte man das Geburtshaus besichtigen, das inzwischen ein Kindergarten geworden oder gewesen, jetzt eine „Theodor Kramer Ausstellung“ barg und ein Niederhollabrunner Harald Maria Höfinger führte durch das kleine Örtchen, las dabei Gedichte und zeigte die Volksschule in die Theordor Kramer gedgangen ist, etc.

Die Preisverleihung fand im Pfarrsaal statt und heuer wurde der Preis an die 1945 in London, als Tochter von Emigranten geborene und in Berlin lebende, Hazel Rosenstrauch, eine Kulturwissenschafttlerin, die Bücher über den Wiener Kongreß etc, geschrieben hat, da habe ich sie schon im Radio gehört, verliehen wurde.

Der Bürgermeister eröffnete, sagte die „Kramer Gesellschaft“ sollte ihn unterstützen, damit das Geburtshaus nicht abgerissen wird, ein Kramer Raum mag ja drinnen bleiben, denn kein Thoedor Kramer ohne Niederhollabrunn, kein Niederhollabrunn ohne Thodor Kramer.

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Dann kam Gabriele Eckert in Vertretung des Landeshauptmannes und Karl Müller und Harald Maria Höfinger leiteten ein, der eine stellte glaube ich Kramer, der andere die Preisträgerin vor und einen Sänger der Kramer Vertonungen sang, gab es auch.

Die Laudatio hielt die ehemalige Botschafterin Gabriele Matzner-Holzer.

Dagmar Schwarz las Texte von Hazel Rosenstrauch, nämlich aus dem Buch „Karl Huß der empfindsame Henker“ und aus dem Essayband „Juden, Narren, Deutsche“, dann kam die Dankesrede, wo Hazel Rosenstrauch erklärte, daß sie den Preis in „Schreiben über Exil und Widerstand“ für sich umbenennen würde, weil sie nicht in Exil, sondern in Berlin lebt, sie hat aber auch in Wien an Orten und in Straßen gewohnt, wo auch Theodor Kramer einmal gelebt hat.

Dann gab es ein sehr gutes Heurigenbuffet und ich habe wieder ein sehr interessantes Stück Literaturgeschichte kennengelernt, das ich noch nicht kannte.

Leider gab es am Büchertisch nicht, wie ich eigentlich hoffte, das Longlistenbuch Vladimir Vertlib „Luciar Binatr und die russische Seele“, dafür konnte ich Konstantin Kaisers kleine Tochter kennenlernen, der sich nach Sieglinde Bolbechers Tod wieder verheiratete und Matthias Fallenstein berichtete mir über den Schlaganfall, den Christel Fallenstein im Juni erlitten hat.

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