Literaturgefluester

2019-07-12

Die Stille in Prag

Weiter geht es mit dem Backlistlesen, nämlich mit Jaroslav Rudis „Die Stille in Prag“, 2007, geschrieben, gekauft vor einigen Jahren bei einem dieser Literaturhausflohmärkte.

Es ist ein Sommerbuch könnte man anmerken, denn es spielt in diesem oder am Ende, lautet doch der letzte Satz „Der Sommer ist vorbei“ und es ist auch eines in dem man Prag kennenlernen könnte, leben die handeldnden Protagonisten doch dort und ziehen mehr oder weniger erfolgreich in der Stadt herum.

Da ist einmal Petr, er hat sein Studium abgebrochen und arbeitet jetzt als Straßenbahnfahrer. Dazu nimmt er, was eigentlich streng verboten ist, seine Hündin Malmö mit, er ist auch sonst ziemlich unangepasst.

So beginnt das Buch, daß er mit Vanda die Nacht verbrachte, die ist knapp achtzehn, einePunkerin oder Sängerin der Band „Kill the Barbie“, da soll sie am Abend als Vorprogramm auftreten. Einer der Bandmitglieder hat sie betrogen, so ist sie auf einer Bank vor einer Straßenbahnhaltestelle gesessen und Petr hat sie mitgenommen.

Sie hat auch Schwierigkeiten mit ihren Eltern, der Vater hat die Mutter betrogen und ist eigentlich ein Arschloch, seither lebt sie von Wein und Alkohol und der Vater gibt Vanda nicht das von ihr gewünschte Geld für einen Computer. Da soll sie erst ihr Abi machen, aber sie ist ja schon lange ausgestiegen.

Wayne heißt Wayne nach dem berühmten Schauspieler, weil sein Vater einen Cowboyhelden als Sohn haben wollte, er ist Amerikaner aus dem berühmten Delaware, lebt aber jetzt als erfolgreicher Anwalt in Prag und hat die „Kleine“ als Freundin.

Die heißt eigentlich Hana, hat Kulturwissenschaften studiert, in Berlin, Genf und sonstwo gelebt und befindet sich gerade auf einen Rückflug von Lissabon, wo sie auf einem Kongreß war. Dort hat sie mit einem Thomas gevögelt, den sie zwar nicht mehr wiedersehen wird, trotzdem aber Wayne  verlassen möchte und der hat auch Probleme, beziehungsweise Panikanfälle, hat er doch im Fernsehen einen Soldaten auf einer Bahre gesehen und denkt, daß es sein Bruder Mike sein könnte, der ja gerade im Irak stationiert ist.

Dann gibt es noch Vladimir, einen ehemaligen Musiker, der seine Frau verloren hat und deshalb am Durchdrehen ist, er haßt den Lärm, die vier anderen sind ja eher laut, so hat er eine Lärmzerstörungsmaschine gebaut, weshalb ihn seine Kinder in die Klapse bringen wollen. Er läuft auch mit Scheren in den Straßenbahnen herum und zerschneidet Passanten, wie beispielsweise Hana, das Kabel ihres Walkmans.

Dann will er sich nur heimdrehen, kauft eine Flasche Wodka, zermörsert sämtliche Tabletten, die er zu Hause hat und trinkt das Gemisch dann trotzdem nicht, stattdessen besucht er das Konzert auf dem sich sämtliche Protagonisten und auch der Hund Malmö, obwohl er das eigentlich nicht darf, befinden, dreht den Strom ab, um die gewünschte Stille zu erzeugen, eine Schlägerei beginnt. Vanda kommt in ein Krankenhaus, Wayne wird auf die  Polizei gebracht. Vladimir ist umgefallen und Petr geht mit Hana nach Hause, beschließt aber Vanda am nächsten Tag im Kankenhaus zu besuchen.

Ein spannender Roman über den man sicher geteilter Meinung sein kann, manchen wird er nicht genug literarisch sein, es ist aber wieder das, was mir auch zu schreiben vorschwebt und was ich auch schon seit einigen Jahrzehnten tue.

Jaroslav Rudis wurde 1972 geboren, ich habe ihn, glaube ich, beim ersten „Literatur und Wein“ in Krems kennengelernt, heuer hat er wieder dort gelesen, war auch mit seinem „Winterbergs letzte Reise“, das ich erst lesen muß, in Leipzig prominent und „Grand Hotel“ habe ich im letzten Jahr gelesen, weil „Wagenbach“ da eine Hotel-Serie herausgebracht hat.

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2019-03-25

Mein Tschechien-Schwerpunkt

Da ich ja heuer nicht in Leipzig war, habe ich mich auch nicht am Tschechienstand herumtreiben und die Sonderpublikationen einstecken können.

Informieren über  die neueste oder auch ältere tschechische Literatur konnte ich mich aber schon früher, hat doch Marina Büttner einen Beitrag gebracht, EX Libris hat berichtet, auch sonst war einiges darüber zu hören und dann war ich  auch schon früher in Leipzig, habe dort regelmäßig den Tschechienstand, den es auch auf der Buch-Wien gibt, besucht, die Leseproben eingesteckt, besuche in Wien öfter das tschechische Zentrum und ins „Doml“ gehe ich, wo Stephan Teichgräber ja sämtliche slawischen Sprachen spricht und tschechische Autoren auch regelmäßig zu seinem literarischen Lenz in das kleine tschechische Theater in der Münzwardeingasse einlädt, gehe ich auch.

Stephan Teichgräber hat mir auch, als ich ihm vor einiger Zeit auf den Schwerpunkt angesprochen habe, gesagt, daß es da einen Eklat gegeben hätte, weil Karel Gott eröffnen hötte sollen.

Ob er da hat weiß ich nicht, ich habe aber eine Biografie über ihn gelesen und bin auch sonst in der tschechischen Literatur bewandert und habe einige solcher Bücher auf meiner Leseliste und auch gelesen.

Vor ein paar Jahren den Klassiker Jaroslav Haveks „Braven Soldaten Schwejk“ in Alfred DDR-Ausgabe, dann habe ich vor ca einem Jahr Radka Denemarkova,  in der „Gesellschaft für Literatur“ gehört und mir sogar „Ein herrlicher Flecken Erde“, das Buch, das jetzt auf meiner Bücherwand im Schlafzimmer lag und ich es erst herausziehen mußte, aber meine Leseliste ist ja lang und da steht auch für heuer Jaroslav Rudis „Die Stille in Prag“ darauf, das ich mir, glaube ich einmal auf einem Literaturhaus-Flohmarkt kaufte und von dem, der mit seinem „Winterbergs Reise“ ja für den „Preis der Leipziger Buchmesse“ nominiert war, habe ich im Vorjahr bezüglich des „Wagenbachs-Hotel-Schwerpunkts auch „Grand Hotel“ gelesen.

Wegen der Neuerscheinungen, die noch auf mich warten, werde ich mir also auch mit der „Prager Stille“ Zeit lassen, habe aber schon ein Buch und da noch ein sehr interessantes, nämlich „Mendelssohn auf dem Dach“ des 1959 verstorbenen Jiri Weils gelesen und was steht sonst noch auf meinen Leselisten, beziehungsweise habe ich an tschechischer Literatur gelesen?

Den 1962 in Prag geborenen Jachym Topol habe ich, glaube ich, einmal bei der „Literatur im März“ gehört und von ihm „Nachtruhe“ auf meinen Stapel, sonst bin ich eher bei den älteren Autoren bewandert, habe von Pavel Kohhout, der, glaube ich auch auf der BM war, „Die Henkerin“ auch in einer DDR-Ausgabe gelesen und sonst noch einiges auf meiner Liste.

Von Karel Capek habe ich „Hordubal“ gelesen, von dem 1931 in Prag geborenen Ivan Klima habe ich den „Liebessommer“ und vielleicht auch noch „Liebe und Müll“ und natürlich viel von Kisch und Werfel, etcetera, die ja jetzt wahrscheinlich in der tschechischen Gegenwartsliteratur nicht mehr so aktuell sind.

Von Milan Kunderer, der ja jetzt auf Französisch schreibt,  habe ich einiges gelesen, von Kafka, den wohl berühmtesten, der aber auf Deutsch geschrieben hat, seine Tagebücher, aber sonst nicht viel, und auf der Buch-Wien, etcetera gibt es immer wieder tschechische Autoren zu hören. Stephan Teichgräber stellt sie, wie schon erwähnt auf seinem Festival vor und jetzt habe ich auch bemerkt, was ich schonin einem Interview hörte, daß mein Tschechienrundgang mit Ausnahme von Radka Denemarkova sehr männerlastig ist, obwohl ich von Lenka Reinerova, der letzten auf Deutsch geschrieben habenden Prager Autorin, auch was gelesen und gekauft habe. Das hat sich durch die siebzig Neuerscheinungen, die ja in Leipzig präsentiert wurden, sicher geändert und ich werde, wenn es sich ausgeht „Den Flecken Erde“ lesen, dann die „Sille von Prag“ und was sich sonst noch Tschechischeses in meinen Bücherbergen angesmmelt hat und mir Stephan Teichgräber empfehlen kann, mich auch unter meinen Leseproben umsehen und Rhea Krczmarvoa, die ja mit ihren Eltern aus Prag emigrierte und an der Sprachkunst studierte, fällt mir jetzt noch ein, kenne ich auch.

Und von der 1973 geborenen Marketa Pilatova habe ich ebenfalls schon zwei Bücher gelesen und bei meinem „Leipzig-Surfing“ auch einiges Neues kennengelernt.

 

2019-03-10

Mendelssohn auf dem Dach

Filed under: Bücher — jancak @ 00:11
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Nun kommt das zweite Buch das nach Leipzig mitnehmen habe wollen, denn die Tschechei ist da ja das Gastland und der 1900 in Prag geborene und 1959 dort verstorbene Jiri Weil ist ja ein Tscheche und sein 1960 in Prag posthum erschienener Roman, der 1992 bei „Rowohlt“ auf Deutsch herausgekommen ist und jetzt bei „Wagenbuch“ wiederaufgelegt wurde, ist eine Rarität, erzählt es doch die Okkupation der Nazis in Tschechien und es beginnt höchst satirisch bis es dann im Untergang endet.

Denn Reinhard Heydrich, der 1942 in Prag bei einem Attentat umkam, ist dort Reichsprotektor und außerdem ist er ein musikliebender Mann. So geht er abends in das Konzerthaus, das ihm zu Ehren Don Giovanni spielt und als er beim Weggehen auf das Dach schaut, entdeckt er eine Mendellsohn-Staue und fängt zu toben an.

Der Jude muß weg. Also schickt er einen Magistratsbeamten mit zwei Gehilfen dorthin, um die Statue entfernen zu lassen, nur stehen keine Namen auf den Büsten. So kommt der Beamte auf die Idee das Wissen anzuwenden, was er bei seinen Schulungen lernten.

Der mit der größten Nase muß der Jude sein. Nur leider ist das Richard Wagner, den sogar er erkennt und nun ist Rat teuer und man weiß auch nicht so recht, wen man um Hilfe holen soll, weil ja alle vor der Gestapo Angst haben, die sehr brutal zu reagieren pflegt.

Das geschieht schließlich doch. Die richtige Büste wird heruntergeholt und versteckt, bis der Spuk vorbei ist und der zieht sich nur langsam voran. Die Juden müssen ein Museum mit gestohlener Raubkunst anlegen. Der ehemalige Pförtner der jüdischen Gemeide muß die geraubten Möbel schleppen und ein Jude stirbt zu erst einmal im normalen, dann im jüdischen Spital in das er todkrank überstellt wird.

Die Statuenmetapher wurde hier gewählt und so erstarr sein Herz zu Stein. Er soll aber für die beiden versteckten Kinder Adela und Greta seiner verstorbenen Schwester sorgen, das besorgt ein Freund für ihn, bis die Pflegeeltern weggeholt werden, die verängstigen Kinder sich auf die Straße begeben und dann von der Gestapo zu Tode geprügelt werden, dabei in ihrer Angst ein Lied singen, aber die, die sie versteckt haben, nicht verraten.

Inzwischen werden die Juden abgeholt und entweder, wenn sie priveligiert sind, in die Festungshaft nach Theresienstadt oder gleich in den Osten gebracht, wo sie das Gerücht ängstigt, daß sie dort in den „Schornstein gejagt“ werden.

Sowohl satirisch, als auch scharf pointiert, zeichnet Jiri Weil, der 1933 als überzeugter Kommunist in den Osten ging, zwei Jahre später in die Heimat zurückkehrte und die NS-Zeit nur überleben konnte, weil er seinen Selbstmord vortäuschte, das Bild von der besetzen Stadt und der Judenvernichtung dort.

In der Nachkriegszeit hat er im jüdischen Museum in Prag gearbeitet und dort auch, wie im Anhang steht, Klaus Wagenbach kennengelernt, dessen Verlag jetzt seinen, glaube ich, dritten Roman nochmals auflegte, den ich sehr empfehlen kann, weil er alle, die das vielleicht vergessen haben oder nicht hören wollen, sehr eindringlich vor Augen führen kann, wie es damals war.

2016-07-15

Die Abenteuer des braven Sodaten Schwejk

Jetzt kommt etwas ganz Altes, ein Klassiker und eine „Aufbau-Ausgabe“ von 1982, die offenbar vom Alfred stammt, was  auch sehr interessant, daß das Buch, das so offen zur Rebellion und Wiederstand aufruft, in der DDR verlegt wurde. Ich nehme an, der Alfred hat es dort in einer Buchhandlung gekauft oder von seinen Verwandten geschenkt bekommen.

Ein Buch vor dem ich mich wahrscheinlich  lang gedrückt habe, weil ich in den Sechziger- oder Siebzigerjahre, den Film oder die Fernsehserie mit Fritz Muliar gesehen habe und da ist bei mir offenbar nur die Blödelei hängen geblieben, die ich ja nicht so mag, dabei ist es ein Buch, das über den ersten Weltkrieg handelt   und der hat mich  vor zwei Jahren sehr beschäftigt und eines der erste Bücher, wie ich bei „You Tube“ fand, das zum Widerstand aufrief.

Jetzt wurde es neu übersetzt, diese Übersetzung liegt oder lag bei Anna Jeller, die angeblich viel besser sein soll, weil das „Bömakeln“ fehlt, ich habe noch die alte, bin aber bei Neuübersetzungen ohnehin immer skeptisch, denn die Originalausgabe kann man ja auch nicht verändern und den Zeiten anpassen.

„Der brave Soldat Schwejk“ entnehme ich also „Wikipedia“ ist ein unvollendeter antimilitaristischer und satirischer Schelmenroman des, 1883 geborenen und 1923 verstorbenen, tschechischen Schriftstellers Jaroslav Hasek, der damit berühmt wurde. Er ist ursprünglich, 1921, in Zeitschriften erschienen und besteht aus vier Teilen.

Im ersten Teil „Im Hinterland“ wird gerade Franz Ferdinand in Sarajewo erschoßen und der Prager Hundefänger,  der wegen Blödheit aus dem Militärdienst entlassen wurde, geht wie jeden Abend in sein Stammwirtshaus, wo auch ein Spitzel sitzt, was dazu führt, das sowohl Wirt, als Gast wegen Hochverrats oder sonst noch einiges verhaftet werden. Der Wirt deshalb, weil er das Kaiserbild heruntergenommen hat, weil dort immer, die Fliegen darauf schissen. Der Wirt wird deshalb zu einigen Jahren verurteilt, Schwejk, der immer treuherzig schaut und „Melde gehorsam, Herr Oberlajtnant!“, sagt, kommt frei, beziehungsweise wird er bei der Musterung, als Simulant verhaftet, weil  er Rheuma hat.

Köstlich könnte man sagen, die Stelle, wo der Militärarzt, den Tauben, Lahmen, etcetera, Klistiere und Magenauspülungen verordnet, damit sie gesund werden und sich freiwillig melden.

Schwejk meldet sich auch und kommt zu einem besoffenen Feldkuraten, der eigentlich jüdischer Abstammung ist, aber irgendwie, den Katholizismus bevorzugte, der sauft sich arm, verliert beim Kartenspielen seinen Burschen, an den Oberleuntant Lukasch, der hat aber keine Freude an ihm, obwohl er ihm am Anfang beibringt, daß er alles machen, muß, was er ihm befiehlt.

„Wenn ich sage, spring ins Feuer, dann tue es!“

Schwejk denkt nicht daran oder doch, so einfach ist das bei einem, der immer treuherzig schaut und wegen Blödheit aus dem Militärdienst entlassen wurde, nicht festzustellen.

Der Oberleutnant hat ständig Frauengeschichten, bei denen Schwejk vermitteln muß. Dann soll er ihm einen Hund verschaffen, er tut es, in dem er einen von einem Oberst klaut, was den Oberleutnant in arge Schwierigkeiten bringt. Er wird an die Front versetzt und fährt mit Schwejk im Zug dorthin, der redet ihm wieder in seiner Treuherzigkeit, um Kopf und Kragen, zieht dann die Notbremse, wird verhaftet und muß  zu Fuß nach Budweis gehen, weil er das Geld für die Fahrkarte wieder treuherzig vertrinkt.

Und so weiter und so fort und irgendwie merkt man die Fortsetzungsgeschichten, weil jedes Kapitel eine eigene Handlung mit ähnlichen Wiederholungen hat.

Schwejk kommt  wieder zu Lukasch, der ihn zu einer Ungarin schickt, dort kommt es zu einer Schlägerei und der Oberleutnannt, der auch als Trottel geschildert wird, hat, wegen seinem Burschen wieder  Schwierigkeiten, will ihn eigentlich loswerden, die Vorgesetzten lassen es aber nicht zu, so bekommt er zwar einen anderen Burschen, mit dem er aber auch nicht viel Freude hat, denn der frißt ihm alles weg und Schwejk kommt mit ihm als seine Ordonnanz ins Feld.

Das passierte dann schon im zweiten Teil „An der Front“, im dritten Teil „Der glorreiche Zusammenbruch“ muß die Ordonnanz das Telefon bewachen und es kommt zu einem Durcheinander, weil man nicht mehr weiß, wann man ausrücken soll und, wie es mit der Marschverpflegung ist.

Dann geht es los  „Quer durch Ungarn“, die gemeinen Soldaten unterhalten sich übers Essen, während sich die Offiziere mit einem Ganghofer-Buch beschäftigen müssen um das Cheffrieren zu lernen. Nur leider hat der brave Soldat Schwejk, die zwei Teile verwechselt, beziehungsweise gedacht, daß man das Lesen mit dem ersten beginnt, eine heillose Verwechslung entsteht, die den  Kadetten Biegler, der schon von Offizierswürden träumt, als „Träger von Cholerabazillen“ in die Lazarettbaracke bringt, indessen bleibt der Zug in Budapest die ganze Nacht lang stehen, die Soldaten sollten, wie zuerst Salami, jetzt Emmentaler bekommen, allein sie bekommen wieder nur gute Sprüche und Ansichtskarten.

Italien erklärt den Krieg an Österreich-Ungarn, die Abfahrt wird alle drei Stunden verschoben, mildtätige Damen erscheinen und verteilen Pastillen und wollen den Soldaten dafür eine Ansprache halten, Oberleutnant Lukasch hat wieder Schwierigkeiten von seinem hungrigen Burschen, die nötige Verpflegung zu erhalten, bis der Abfahrtbefehl endlich kommt.

Dann gehts an die galizische Grenze mit Hauptmann Sagner, Oberleutnant Lakasch, dem esoterischen Koch Jurajda,  Rechnungsfeldwebel Wanek, Telefonist Chocounsky und dem eifrigen Leutnant Dub, vom Zivilberuf Lehrer, den Schwejk nur „Halbfurzer“ nennt und der diesen am liebsten wegen Hochverrats vor Gericht stellen will.

Es gibt zu wenig Essen und als Lukasch Schwejk befiehlt für ihn Kognac zu fassen, was streng verboten ist, schleicht Dub Schwejk nach und befiehlt ihm den Kongnac auszutrinken, weil Schwejk treuherzig behauptet, das das nur eisenhältiges Wasser ist.

Einen Einjährigenfreiwilligien, der schon die Bataillonsgeschichte im Vorraus schreibt und allen einen mehr oder weniger ruhmreichen Tod zukommen läßt, gibt es auch und noch verschiedene andere Verwirrungen und Verrenkungen, beispielsweise die, daß der hungrige Baloun in den leeren Gulschkessen fällt und ihn so schön, wie nie zuvor ausleckt.

Es gibt  ein Zwischenspiel in einem Bordell, in dem sich Leutnant Dub betrinkt, Schwejk muß die Kompanie im Dorf Liskowiec einquartieren, findet eine russische Uniform, zieht sie an und gerät in Kriegsgefangenschaft. Er soll gehängt werden, kommt dann aber doch wieder in seine Kompanie zurück.

Dann endet das Buch, mitten im Satz, steht bei „Wikipedia“, weil sein Verfasser, der offenbar ebenfalls sehr trinkfreudig war und seinen Schwej im Wirtshaus schrieb und dort auch den Gästen vorlas, „am 3. Jänner 1923 im Alter von vierzig Jahren gestorben ist.“

Es gibt Nachrufe von Egon Erwin Kisch, Kurt Tucholsky und F. C. Weisskopf.

In der Tschechai kennt jeder den braven Soldaten Schwejk, hat ihn in der Schule gelesen, kann ihn als Souvenier von seinen Reisen mitbringen und in sein Auto oder sonstwohin aufhängen und Denkmäler gibt es natürlich auch.

Es ist nicht so sehr ein Buch über den ersten Weltkrieg, sondern eines über die Dummheit der Menschen, habe ich einem der You-Tube Filme gesehen. Etwas, was ich eigentlich nicht so glaube, sondern das Buch eher für einedamalige Gegenwartsbewältigung eines vielleicht auch hoffnungslos Verzweifelten halte.

Für den zweiten Weltkrieg kann man den Bockerer von Ulrich Becher als Gegenbeispiel halten, wo einer auch durch seine vermeintliche oder wirkliche Dummheit, das Naziregime überlebt und Dummstellen ist wahrscheinlich genauso ein Abwehrmechanismus, wie der Humor einer ist und wenn Jarosav Hasek am dritten Jänner 1923 nicht gestorben wäre, hätte es vielleicht noch weitere Abenteuer des braven Hundefängers gegeben, der aber auch so, wie beispielsweise von Karel Vanek, weitergeschrieben worden ist.

2016-04-29

Die Wahrheit sagen

Der, 2008 in Prag erschienene „Brutale Roman über die Liebe zum Leben“ des 1969 geborenen, tschechischen Autors, Josef Formanek, wurde jetzt doch ins Deutsche übersetzt und mir von einem Literaturbüro zugesandt und erzählt auf etwa vierhundersiebzig Seiten, die Begegnungen eines Autors oder Journalisten, mit dem Namen Josef, der sehr mißtrauisch ist und manchmal eine etwas derbe Sprache hat, mit einem alten Mann, der viel Geld besitzt, in einer Hütte über einer Müllhalde lebt, den Müll sorfältig sortiert und ihn nach einer Frau namens Sophie fragt, der ihm sein Leben erzählt, damit er es aufschreiben kann.

1924 wurde der, Bernhard Mares mit Namen in einer Wiener Straßenbahn geboren, die Mutter wickelte ihn in die Jacke eines Fahrgastes ein, stieg aus und trug ihn zur nächsten Kirche, um ihn mit Namen versehen, dort abzulegen. Gefunden wurde er vom Pfarrer und vom Küster, die sich in einer rührenden Szene rührig hilflos um den Kleinen kümmern und ihn dann zur Schwester des Küsters aufs Land schicken. Die kümmert sich auch um ihn, wird aber von einer eifersüchtigen Freundin angezeigt, so kommt die Fürsorgerin, holt wie bei bei Erich Hackl, den Kleinen ab, um ihn ins Waisenhaus zu stecken. Die Schwester geht darauf ins Wasser und der Kleine verwaist noch einmal, weil sie ihn jetzt ja nicht besuchen kann.

Trost findet er in einem gestohlenen Wildwestbüchlein, als er ein anderes Buch klauen will, wird er noch der Oberin überrascht, die ihn unter die Schenkel greift und in die Badewanne steckt. Er will ins Priesterseminar, wird aber dort, weil unehelich hinausgeschmissen. So geht er in seine „Heimat“ Österreich, gerät nach Krems/Stein in eine unbezahlte Bäckerlehre und als er dort ein SS-Werbeplakat, es ist das Jahr 1942, mit einem Soldat mit ausgestreckten Arm und mit „Komm in deine Familie!“ oder so, sieht, meldet er sich freiwillig.

Wird nach Russland und an die Front gefahren, sieht der Ermordung der Juden in einem Dorf, die in einen Friedhof getrieben werden, zu, sieht seine Kameraden sterben und die russische Armee sich nähern.

Um Uniformen abzuholen wird er nach Mauthausen geschickt, dort sieht er die jüdische Gefangene Sophie Runbinstein, verliebt sich in sie, beziehungsweise sieht er in ihr das Mädchen seiner Träume.

So freundet er sich mit dem Unterscharführer Mold an und Sophie gibt sich, um gerettet zu werden ihm hin. Er befreit sie und einige andere Frauen auch und nimmt ihr das Versprechen ab, jeden Mittwoch in einem Park in Krems auf ihn zu warten.

Dann gerät er in das Gefangengenmassaker von Krems-Stein und wird schließlich Dolmetscher der roten Armee.

Er trifft Sophie wieder, wird Zeuge ihrer Vergewaltigung durch die Russen und will einen, der das tat erschießen, läßt es aber, als der ihm die Geschichte seiner Mutter erzählt. Für die Russen soll er in Wien bei den Amerikanern dolmetschen, dafür wird das Gastgeschenk gestohlen und als sich die Amerikaner auch Mädchen bringen lassen, wird er von dem, bei der er einmal in Krems wohnte, als SS-Mann enttarnt, wird gefangengenommen, von Nation zu Nation gereicht, bis er an einen verständnisvollen tschechischen Offizier gerät, der ihn entläßt.

Er fährt in die Tschechei zurück, geht zuerst zum Militär, macht dann kurzfristig bei der Kommunistischen Partei Karriere, erlebt dort, wie die Wahlen gefälscht werden und hat Angst als ehemaliger SS-Mann verhaftet zu werden. So kommt es zu einem Fluchtversuch, er wird verhaftet, für Jahre in Gefängnisse gesteckt, wo er sich zwischen „die Wahrheit sagen“, Rebellion und für Verrücktgehalten werden, hin- und her hantelt. Er wird zwischendurch entlassen, nimmt Kontakt zu Sophie auf, die verheiratet ist und schreibt beziehungsweise bekommt von ihr auch Liebesbriefe.

1969 wird er entlassen, geht nach Deutschland, wird dort Taxifahrer, führt ein Restaurant, kommt zu Geld und fängt ein Verhältnis mit seiner zweiten Liebe, der alten Hure Gitty an, dann fliegt er nach Südamerika, um nach seiner Mutter zu suchen, deren Grab er findet, an dem er sich betrinkt und in einer bizarren Szene eine Begnung mit einem Denkmal hat.

Die Mutter war Jüdin, also ist der SS-Mann auch ein solcher, was wieder die Bizarrtheit des Lebens zeigt, geht er nach Tschechien zurück, bezieht das Haus bei der Müllhalde, beginnt nach Sophie zu suchen und dem Schriftsteller Josef Formanek, oder Pepi wie er ihn nennt, sein Leben zu erzählen.

Das Buch, das manchmal ein wenig langatmig wirkt, ist zweigeteilt. Die Lebensgeschichte des Bernhard Mares, wechselt sich mit den Reisen, die er mit Formanek macht und dessen Leben ab.

So geht der nach dem  Tsunami von 2005 nach Indonesien, um dort zu helfen und ein Trinker ist er auch

Es wird in dem Buch, um die Wahrheit und wie sie manchmal scheinen kann, viel philosophiert, aber auch geflucht und wahrscheinlich auch geflunkert.

Am Ende stirbt der alte Mann, in seinem vierundachtzigsten Lebensjahr, aber nicht in Wien, wie ihm eine Wahrsagerin prohezeite, sondern im Zug nach Hamburg, auf dem Weg in ein Waisenhaus, das er mit seinem Geld unterstützte und zwischen den elf Kapiteln, gibt es immer mehr oder weniger lange fett gedruckte Motti, die ans Straßenbahnfahren erinnern.

„An alle, die noch im Wagen sind: Nächste Station! Wie sie heißt? Das ist ein Geheimnis!“, lautet eines davon.

Das Buch ist mit „Habis, Herbst 2008 datiert“.

„aus.gelesen“ hat es schon gelesen und auf der Rezension kann man auch einen Link zur Leipziger Buchmesse finden, wo Josef Formanek am Stand der Tschechen gelesen hat und gehofft wird, das das Buch bald eine deutsche Übersetzung findet.

Das ist jetzt geschehehen. Es ist nicht das erste Buch über den Holocaust, aber eines, das zeigt, wie verwinkelt das Leben und wie schwer es wahrscheinlich manchmal mit der Wahrheit ist, denn „der Mensch denkt, das Schicksal lenkt“, heißt es ja auf Seite 468.

2016-02-14

Die Henkerin

Filed under: Bücher — jancak @ 15:21
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Nun kommt wieder etwas ganz „Altes“ aus Alfreds Beständen, die er in Harland gesammelt hat, nämlich Pavel Kohouts „Die Henkerin“, die „Hoffmann und Campe-Ausgabe“ aus dem Jahr 1978, geht man zu „Wikipedia“ wird dort als Erscheinungsjahr 1993 angegeben, höre ich ja immer „Wikipedia“ sei sehr fehlerhaft, was ich eigentlich so nicht bestätigen kann und der 1928 in Prag geborene Pavel Kohout, der die Charta 77 unterschrieb, 1978 den österreichischen Staatspreis für europaische Literatur erhielt und seither in Wien lebt, seit der Wende wahrscheinlich auch in Prag, ist fast ein Klassiker.

Ich erinnere mich mit dem Willi, einem Freund meiner Studentenzeit, den ich im „Klub der logischen Denker“ kennenlernte, sein Stück „August August August“ gesehen zu haben. Gelesen habe ich noch nicht sehr viel, obwohl ich glaube, vor kurzem eines seiner Bücher im Schrank gefunden zu haben.

Als politischen Schelmenroman, der Klappentext schreibt von sich überbietender Absurdität, könnte man das Buch beschreiben und es ist ein sehr spannendes Stück Literatur, das einen voll sarkastischen Witz, in ein Stück der jüngeren Vergangenheit führt.

„Personen, Schauplätze und Geschehnisse sind leider frei erfunden!“, soll Kohout laut Klappentext dazu gesagt haben, „dafür sind die historischen Informationen und die zitierte Literatur gottlob streng authentisch“

Es geht gleich los in  sechs Kaptiel, die in zweiundsechzig Szenen unterteilt sind, die oft mitten im Satz aufhören und beginnen.

Die bildhübsche Linzinka, ein blonder Engel, fünfzehn Jahre alt, hat die Pflichtschule beendet und da müßen die Eltern in Prag, ich nehme an, die Handlung spielt dort, sich was für den weiteren Werdegang einfallen, beziehungsweise ihre Beziehungen und Reize spielen, lassen und Lizinka ist, sowohl bei der Eignungsprüfung fürs Gymnasium, als auch bei der des Konservatoriums durchgefallen.

Die Mama dreht durch, sperrt sich im Badezimmer ein, beschimpft den Papa, einen nutzlosen Philologen, der schon bei der Telefonseelsorge anruft, dann erscheint sie geschminkt und ruft den einflußreichen ehemaligen Liebhaber an. Der fährt zwar mit der Gattin auf Schiurlaub, verweist Mama Luzie aber an eine Kommission und der fällt zuerst Bäckerin und Melkerin ein, fragt dann aber, ob „Das Fräulein nicht vielleicht Vollstreckerin werden will?“

Lizinka nickt blauäugig, so rückt die Aufnahmekommission in die Wohnung der Tachecis an. Lizinka besteht mit Bravour und köpft, bezeihungsweise tötet im Badezimmer einen Fisch und einen Hahn, der aufrechte Papa bekommt zwar einen Tobsuchtsanfall, als er begreift, um welchen Beruf es sich handelt, aber Linzika-Täubchen nickt wiederum begeistert.

Die Aufnahmekommission bestand aus dem Scharfrichter Professor Wolf, seinen Assistenten Schimssa und den Gehilfen Karli und die ersten beiden begeben oder begaben sich gemeinsam mit einem nicht näher genannten Doktor, ein Jahr lang in ein Cafe, um dort den Lehrplan für ihre Scharfrichterakademie, ein einjähriger Jahrgang mit Abitur auszuklügeln.

Es gibt sieben Schüler, sechs Burschen und der Gleichberechtigung wegen, Linzinka, die die erste Henkerin der Welt werden soll und die Schüler beziehungsweise einer davon, der Fleischersohn Richard und die beiden Lehrer verlieben sich in die schöne Jungfrau.

Das wird mit der beschriebenen sich überbietenden Absurdität geschildert, dazwischen geht es in die Geschichte der Folterungen und Henkermethoden zurück und die sieben Schüler machen am Samstag mit ihren Lehrern auch immer Excursionen in Foltermuseen, etcerta.

Zuerst ist aber Weihnachten und da hängt bei den Tachecis ein so schweren Paket an der Tür, daß die Schnalle abfällt, Richard hat seiner Angebeten nämlich das beste Fleisch aus dem Hause seiner Eltern geschickt und kommt dann auf Besuch um sie zum Eislaufen auszuführen.

Das führt zu Streit zwischen den Eltern, ein Nebenbuhler taucht auch auf und als die Klasse zum Silvesterschiausflug aufbricht, hat die Klasse einen Schüler, nämlich Richard, weniger.

Das Leben geht aber weiter, denn im Juli muß die Meisterprüfung, sowie das Abitur bestanden werden.

Dann erfährt man viel vom Werdegang des Dozenten Schimssa, der vom Staat, das heißt von Waisenhäusern und Kasernen aufgezogen wurde, bevor er in Prof. Wolf seinen Mentor fand und bevor er Henker wurde, hatte er noch eine erstaunliche Karriere als Foltermeister hiner sich gebracht und der, obwohl er eigentlich auf schwarzhaarige Frauen steht, verliebt sich in das blonde Prinzesschen, so führt er, als Wolf der Hexenschuß plagt und die Samstagexcursion absagt, seinen Auftrag das auszurichten, nicht ganz aus, sondern fährt mit Linzinka in das Seminarhotel und will sie dann, damit sie Extrapunkte sammeln kann, als Gehilfin zu einer Vollstreckung mitnehmen. So führt er sie in sein Wochenendhaus, schickt sie in die Badewanne, füllt sie mit Whisky ab und dann kann er nicht. So schleppt er die noch Angetrunkene ins Gefängnis, holt den Deliquenten hinzu und die Schule hat dann einen Lehrer weniger und Wolf muß seine restlichen Schüler und die Schülerin alleine zum Abitur führen.

Aber erst beginnt er sie auf eine Excursion mitzunehmen, obwohl er zu Hause eine liebende Gattin hat, aber die kann ihm keine Kinder schenken, so nehmen die beiden einen Kranz und fahren damit nach Deutschland in ein ehemaliges KZ um ihn dort niederzulegen.

Das führt, wir ahnen es schon, zu Komplikationen, obwohl Engelchen Lizinka keinen Widerstand leistet und mit einem schwarzen Abendkleid und blonden Zöpfen ihren Lehrer und dem Leiter des KZ-Museums in ein Restaurant und dann zu einem makabren Spiel folgt, bei dem früher die Häftlinge, jetzt Hunde dran mußen.

Ein Kuß von Lizinka ist das Pfand, sie küßt am Ende beide und den sterbenden Hund und bevor sie zurückkommen gibt es im Zug noch eine unheivolle  Ent- oder Verwicklung, dann kommt Wolf aber reumütig zu seiner Marketa zurück und das Abitur beginnt.

Das besteht Linzinka mit Bravour, denn die Aufnahmekommission ist gnädig und die Mama hat ihr die wichtigen Fakten ohnedies auf die Handballen geschrieben, die praktische Meisterprüfung besteht aus einer Art Kabarett, das heißt ein Schwein wird gehängt, das bei der anschließenden Feier gleich gegessen wird, Dozent Schmimscha ist der zweite Aufknüpfungskanditat und mit dem Doktor gibt es, wie sich herausstellen soll, auch Probleme.

Prof. Wolf schwebt aber im siebenten Himmel, läßt sich von seiner Frau scheiden, hält bei der Feier um Linhzinkas Hand an, beschließt aber gleich, die Menage dann a la trois zu betreiben, mit Marketa, der schönen Ex, mit Mama Lucie die ihm auch Avancen macht und mit Engelchen Linzika, der weltweiten ersten Henkerin.

Ein wahres Schelmenstück der tschechischen Widerstandsliteratur, aber inzwischen hat sich die Weltlage ja geändert, geköpft und gehängt wird wahrscheinlich nicht mehr in der tschechischen Republik und was mir nicht so gefällt ist das Cover, da gibt es nämlich das Bild eines hübschen Blondchens mit  der Henkerkappe und einer Schlinge auf ihrem nackten Busen zu sehen.

Pavel Kohout spielt aber schon ein bißchen mit dem Weiblichkeitsklischee und stellt seine Heldin ein bißchen als nicht besonders eigenwillige femme fatal dar.

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