Literaturgefluester

2019-11-25

Vom utopische Raum zum roten Wien

Seit einigen Jahren gibt es ja im November die „Literatur im Herbst“ im „Odeon“, die Walter Famler  und die „Alte Schmiede“ veranstalten, beziehungsweise wurde die „Literatur im März“ dadurch abgelöst und in den ersten Jahren waren meist osteuropäische Länder das Thema. Die ersten Jahre habe ich wegen meines Geburtstagsfestes ohnehin versäumt, dann bin ich, glaube ich, als Griechenland das Thema war, das erste Mal hingegangen, bei Rumnänien war ich, glaube ich, auch, dann wurde „Jugoslawien revisited“, gegendert wurde auch, Japan war daran und vor zwei Jahren ging es um die „Dialektik der Befreiuung“, da wurde, glaube ich, schon das Thema „Zukunft“ thematisiert, im Vorjahr ist es um Utopien beziehungsweise Dystopien gegangen und da wurde von Walter Famler schon der utopische Raum, ein Ort für diesbezügliche Diskurse geschaffen, während ich mit dem Uli und das war vielleicht auch eine Utopie, „Sungs Laden“ gelesen habe.

Im Frühjahr hat es dann im Schauspielhaus eine „Debattenschmiede“ zu diesem Thema gegeben und ich glaube auch noch ein paar Mal, die ich aber versäumte und heuer ist das ganze Festival diesem Thema gewidmet und, wie ich auf einem Blick ins Programm befürchte, mir zu theoretisch und zu wenig Literatur.

ich habe aber die Autogrammsammlerin und Erika Parovsky im Publikum gesehen. Walter Famler hat verkündet, daß der Eröffnungsvortrag in englischer Sprache stattfinden wird und die deutsche Übersetzung ausgeteilt. Die Kulturstadträtin der Stadt Wien, Veronica Kaup-Hasler hat eröffnet und dann kam der Eröffnungsvortrag „Europäische Utopie von unten“, der sich haupsächlich auf die Wende von 1989 bezog von der 1946 geborenen britischen Autorin Mary Kaldor die anschließend darüber mit  Shalini  Randeria, der Rektorin des Instituts für Wissenschaften diskutierte.

Am Samstag ging es dann zum „Utopischen Raum I“, zum Thema „Weltbürger und Grenzen“.

„Willkommen!“, begrüßte der Moderator und Organisator Ilija Trojanow, die beiden Vortragenden Andreas Cassee und Niccolo Milanese.

Der  1982 geborene Schweizer Philosoph Andreas Cassee, der ein Buch über die „Globale Bewegungsfreiheit“ geschrieben hat, setzte sich sehr für diese ein, während das Referat des 1984 geborenen, in Paris lebenden Niccolo Milanese über die „heimatlosen Weltbürger ging.

Dann wurde es Realpolitisch, beziehungsweise wurde nach den Utopien in der Politik gefragt und da diskutierte Oliver Scheiber mit der grünen Vizebürgermeisterin Birgit Hebein, die ja gerade mit den Türkisen die neue Regierung verhandelt und der 1980 im Kongo geborenen Ärztin und stellvertrende Bezirksvorsteherin des erstens Bezirks Mireille Ngosso, sowie Daniela Patsch, die für die Europawahl kanditierte und die sich autofreie Straßen wünscht,  über dieses Thema.

Am Schluß gab es noch ein utopisches Konzert, nämlich zwei Dänen, die sich ihre Musik zusammensampeln und im Anschluß noch darüber diskutierten, wie das mit dem Copyright ist.

Am Sonntag ging es zuerst in die „Alte Schmiede“ und da gab es wieder in englischer Sprache, wahrscheinlich wegen der Transnationalität am Podium ein Gespräch über  „Transnationalism or Barbarism“, wobei den Disktutanten Holly Case, Niccolo und Jyoti Misttri, die Barbarei etwas abhanden gekommen waren.

Jyoti Mistry die aus Südafrika kommt und jetzt in Göteburg lebt zeigte zuerst einen Film „When i get up i become a black man“, wobei ein Schwarzer durch die Gegend rannte, das Alphabet rezitierte und ein kleiner Buc aus den fünzigerjahren natürlich „Wenn ich groß werde, werde ich Neger!“, sagte und ich habe Walter Famler auf die fehlende Literatur angesprochen, aber Holly Case, hat den „Magicmountain“ erwähnt und ich habe mir gedacht, daß Sibylle Bergs „Buchpreisbuch“ gut dazu gepasst hätte.

Am Nachmittag ging es dann im Odeon-Theater weiter mit dem „Utopischen Raum“, da diskutierte Ilija Trojanow mit Alexandra Strickner von Attac und Ulrich Brand, der für Harald Weizer eingesprungen ist, was ein gutes Leben ist und welche Visionen oder Phantasien es dafür braucht  und darüber, daß der Mensch vor den Investitionen kommen muß.

Dann kam der 1935 geborene französische  Etnologe und Antropologe  Marc Auge, der mit seiner Übersetzerin ein Stück aus seinem Buch „Die Zukunft der Erdbewohner“, las und dann folgte nach einer längeren Pause, wo ich ich endlich dazu kam, im zweiten öst Debutbuch Tanja Raichs „Jesolo“ zu lesen, die Abschlußdiskussion „Alle Wege führen nach Utopia“, wo Walter Famler seine Ideen zum „Utopischen Raum“, den er weiterverfolgen will, noch einmal mit Ilija Trojanow, der auch daran beteiligt ist, vorstellte und die anderen Podiumsteilnehmer, beziehungsweise das Publikum befragte, welche Themen sie sich dazu wünschen?

Mein utopischer Raum ist wahrscheinlich das „Literaturgeflüster“, politisch bin ich allerdings auch und wünsche mir eine bessere, empathische, achtsamere und solidarischere Welt und am ging es im Schauspielhaus mit dem „Roten Wien“, das ja auch sehr wichtig ist oder war, weiter, so daß sich der utopische Raum in die „Gegenwart des roten Wiens“ eingliederte, was eine weitere Veranstaltungsreihe der „Alten Schmiede“,darstellt, die diese Woche dort stattfinden wird.

In der „Debattenschmiede diskutierte Walter Famler mit dem experimentellen Dichter Dieter Sperl, endlich Literatur könnte man sagen. Es ging aber um Architektur und um die Ausstelung, die es im MUSA zu sehen gibt, die von Werner-Michael Schwarz, dem zweiten Diskutanten am Podium, kuratiert wurde.

Vor hundert Jahren haben die Sozialdemokraten die Wahlen gewonnen und mit dem sozialen Wohnbau im Gemeindebau begonnen.ich bin ja in einem solchen aufgewachsen. Es gab aber was ich nicht wußte, auch eine Siedlerbewegung und eine „Freihaussiedlung“ und die lud Dieter Sperl offenbar zu einem Projekt ein, so daß er dort eine Zeitlang herumspazierte, schrieb, fotografierte und mit den Bewohnern ins Gespräch kam. Einen Teil eines so entstandenen Textes „Lost Paradise“ las er vor und ich habe ja im roten Gemeindebau die soziale Kontrolle sehr stark und als eher unangenehm empfunden. De Dame neben mir war aber sehr begeistert von der Idee, daß den Arbeitern eine Trutzburg oder Schlößer gebaut wurden und das rote Wien war damals ein utopischer Raum, der sich verändert hat in dieser Art und Weise aber  noch immer besteht.

2018-11-26

Anderswelten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:02
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„Über Dystopien und Utopien“, heißt das heurige Thema der „Literatur im Herbst“, die Walter Famler schon seit einigen Jahren im „Odeon“, dieser ehemaligen Getreidebörse in der Taborstraße veranstaltet.

Zuerst waren die osteuropäischen Länder das Thema, dann ist es zu den Frauen und bis nach Japan gegangen und heuer sind die „Utopien“ daran, ein Thema mit dem ich mich mit Stephan Teichgräber ja auch im vorigen Semester beschäftigt habe.

Da hat er George Orwell vorgeschlagen und ich bin daraufgekommen, daß die Gegenwartsliteratur dieses Thema derzeit häufig zum Gegenstand hat, so habe ich im Frühjahr Helmut Krausser gelesen und Andre Kubicek.

Der „Report der Magd“ von Margaret Atwood ist auch ein utopischer Roman und der Gegenspieler ist die Dystopie, in der Jugendliteratur häufig anzutreffen und einige solche Bücher habe ich ja auch erst vor kurzem gelesen und wenn man sich so durch das Programm schaut ist auch einiges, wie Jonathan Cohen oder „Sungs Laden“ anzutreffen, das ich irgendwo auf meinen Bücherstapeln haben muß, was ich eigentlich gar nicht für so utopisch gehalten habe.

Utopisch ist also wahrscheinlich alles und überall und die Literatur wimmelt von Dystopien und obwohl der utopische Roman etwas phantastisches hat, ist die politische Dimension auch nicht zu übersehen und wahrscheinlich besonders interessant und natürlich auch hauptsächlich in dem von Walter Famler, Ilia Trojanow und Jana Folkman kuratierten Festival anzutreffen.

Die neue Stadträtin, die eröffnete, hat deshalb auch von den wilden Räumen gesprochen, die in diesen drei Tagen in Wien anzutreffen sind und der Eröffnungsreder der 1970 geborene Dietmaar Darth der mit „Die Abschaffung der Arten“ 2008 auf der Shortlist des dBp gestanden ist, entpuppte sich  in seinem Text „Besser Kunst als Hoffnung besser Kunst als Angst“, als wahrer Science Fiction Spezialist, auf jeden Fall zog er einen Bogen über die gesamte Bandbreite der phantastischen Literatur und teilte die Utopien in das Postive, die Dystopien in das Negative ein, eine Unterscheidung, die ihm nicht zu gefallen schien, aber offenbar in der Literatur, als so gegeben gilt.

Danach gab es ein Gespräch zwischen ihm und dem 1952 geborenen Philosophen und Kulturwissenschaftler Thomas Macho das Ilia Trojanow moderierte und das von einem Herrn im Publikum auch kritisert wurde.

Interessant war dabei für mich, um wieder den Bogen von all den Weltuntergangsphantasien, die in der Jugendliteratur derzeit Gang und Gebe sind, zu den Utpien zu ziehen mit denen, die Schreckenregime des zwanzigsten Jahrhunderts und wahrscheinlich auch den früheren begonnen haben, ansonsten sind die meisten Romane, weil ja nur das Schrecklichste zählt, wohl eher dystopisch, als utopisch, weil das ja oft als kitschig angesehen wird und die heutige Zeit lockt wohl auch zu Weltuntergangstimmungen und so wird der utopische  wilde Raum in der Taborstraße wohl  interessant werden, der am Samstag mit einem Debattenforum über das Bankenwesen und der Utopie von einer Sozialversicherung für alle begann.

Sehr utopisch denke ich der Wunsch des Schweizer Wirtschaftsjournalisten Jürg Müller, die Banken abzuschaffen. Es wurde ihm von Ulrike Hermann, die ein Buch mit dem Namen „Kein Kapitalismus ist auch keine Lösung“ geschrieben hat, auch widersprochen.

Dann wurde es, wenn auch noch nicht unbedingt utopisch, so doch literarisch, kam doch der Schwede Peter Fröberg Idling mit seinem Kambodscha-Buch „Pol  Pots Lächeln“.

Dann folgte die die 1965 geborene Karin Kalisa von der ich mich schon gewundert habe, daß ihr „Sungs Laden“ zur utopischen Literatur zählt. Gut zu wissen, sie wunderte sich auch und die Utopie bei dem Buch, das ich noch lesen muß, ist wohl, daß es eine Gesellschaft in Ostberlin schildert, wo sich die deutsche Bevölkerung mit den vietnamnesichen ehemaligen Gastarbeitern verbindet und mit ihnen Brücken baut, Puppenfeste und noch anderes veranstaltet.

Wenn man so, wie ich mit dem Uli diskutiert, der übrigens auch phantastische Romane schreibt, aber gegen das Fremde ist oder nach „Chemnitz“ schaut, kann man das wahrlich nur utopisch nennen und ich würde mich wahrscheinlich auch nicht trauen, eine so positive Utopie zu schreiben, aber warum eigentlich nicht, warum muß man alles schwarz malen, nur weil das die Leser angeblich so haben wollen, das ist es was ich mir dem Festival mitnehme.

Nach der Pause wurde es  phantastischer, kam da nämlich die Amerikanerin Annalee Newitz mit ihrem Science Fi Roman „Autonom“ wo es von Humans und Robots nur so wimmelte und Drogengebrauch auch eine Rolle zu spielen schien, gefolgt von Georg Klein, der 2000 den Bachmannpreis gewonnen hat und heuer in Leipzig mit seinen Roman „Miakro“ nominiert war, in dem es auch sehr phantastisch mit einer Innenwelt und einer Außenwelt zuzugehen scheint.

Am Sonntag wäre es mit einer Matinee in der „Alten Schmiede“ weitergegangen, da war aber im Literaturhaus die „Fried-Preisverleihung“ und da die Veranstalter das obwohl sie ja miteinander verbunden sind und immer wieder gemeinsame Veranstaltungen machen, nicht besser koordinieren können, bin ich erst  am Nachmittag ins „Odeon“ gekommen, wo es das Debattenforum II im utopischen Raum, also eine Diskussion zwischen Luise Meier, die ein Buch „MRX Maschine“ geschrieben hat und Georg Sesslen, der eines mit dem Titel „Freiheitstraum und Kontrollmaschine“ hat, das war wieder sehr philosophisch theoretisch und daher für mich auch nicht sehr verständlich.

Es ist aber gleich literarischer geworden und zwar mit einem Debut, das auch auf der Bloggerdebutlonglist steht, nämlich Josefine Riecks „Serverland“, die es zwar nicht auf die Shortlist schaffte, ich aber sehr interessant fand, wird hier ja eine Welt in der es keinInternet gibt, geschildert und jetzt von Jugendlichen wieder erobert wird.

Dann hätte Jan Koneffke den Rumänen Stefan Agopian und dessen „Handbuch der Zeiten“ vorstellen sollen, der ist aber erkrankt, so hat es Jan Koneffke allein gemacht und das war sehr spannend, ist das Buch des 1947 geborenen Autors schon 1984 in Rumänien erschienen, aber jetzt erst auf Deutsch herausgekommen und dort geht es sehr phantastisch zu, obwohl es auch politisch zu interpretieren ist und ganz am Schluß kam, glaube ich, der Höhepunkt und etwas mir Bekanntes, nämlich eine szenische Lesung aus Joshua Cohens „Buch der Zahlen“, Ilija Trojanow, der am Vormittag den „Toleranzpreis des Buchhandels“  bekommen hat und Walter Famler haben gelesen, der Autor hat das musikalisch begleitet am Schluß eine englische Leseprobe gegeben und danach mit Ilija Trojanow über das Buch, das ich schon gelesen habe, gesprochen und dann war das dreitägige Literaturfestival schon beendet.

Walter Famler hat nochmals darauf hingewiesen, daß der utopische Raum und die Diskussion darüber weitergehen wird und wenn ich ein Resume ziehen soll, es war diesmal eine sehr spannende und interessante Veranstaltung, die meinen Begriff über Utopien und Dystopien sehr erweitert hat und zum Schluß wiederhole ich am Besten noch einmal das Motto des Einführungsvortrags „Besser Kunst als Hoffnung besser Kunst als Angst“ und das war es wohl und vermutlich werde ich in Zukunft sowohl Dystopisches als auch Utopisches weiterlesen.

2018-03-21

Utopie-Workshop

Das letzte Utopie-Workshop in der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur habe ich ja ausgelassen, weil wir vorigen Mittwoch von Essen nach Leipzig gefahren sind und so ging es vor den Osterferien noch einmal damit weiter.

Wieder zwei Teilnehmer, ich und die kroatische Dame. Herr Eder scheint dieses Semester nicht zu kommen oder an den Utopien nicht so interessiert zu sein. Ein Thema aber, das ich sehr spannend finde und so bin ich nach meinen heutigen Vormittagsstunden, diese Woche ist es ja nach dem Deutschlandurlaub wieder sehr dicht bei mir, mit den George Orwell und der Mappe mit den Samjatin-Ausdrucken in die Spengergasse marschiert.

Ein kleines Geschenk hatte ich für Stehphan Teichgräber, nämlich einen tschechischen Neuerscheinungskatalog, den ich ihm von Leipzig mitgebracht habe und dann natürlich als besonderes Highlight, den Hammer 95 mit Ruths und meinen Texten vom öffentlichen Raum und da muß ich am 18. 4. wenn ich mit der Ruth und dem Robert vom Ballhausplatz, zur Servitenkirche und zum Turyhof gehe, wieder ein Workshop ausfallen lassen, denn unser Spaziergang findet ja an einem Mittwochnachmittag statt.

Aber vielleicht kann ich die Beiden überreden mitzukommen und die Utopie in den öffentlichen Raum zu verlegen und zwei wochen Osterferien gibt es vorher auch.

Den nächsten Mittwoch werde ich in meiner Praxis verbringen und wenn gewünscht ganz normale Stunden machen, die Woche darauf, wo auch noch Uni-Osterferien sind, lese ich ja in der „Alten Schmiede“ beziehungsweise stelle ich dort mein „Literaturgeflüster-Buch“ vor, was vielleicht auch ein bißchen utopisch ist.

Zumindest gibt es in meinem Blog schon ein paar Besprechungen von utopischen Romanen, habe ich ja beobachtet, daß in diesem Frühjahr eine ganze Reihe Bücher erschienen sind, die sich mit Dystopien beziehungsweise dem Szenario von der Machtübernahme der Rechten und der Islamisierung beschäftigen.

Stephan Teichgräber hatte da auch seine Leseliste, die ja mit Thomas Morus anfängt, beziehungsweise weiter in die Antike zu den alten Griechen zurückgeht. Ich bin da mehr an der Gegenwartsliteratur interessiert, an der deutschen beispielsweise, während der Slawist sich vorwiegend mit der russischen beschöftigt und da hat er seine Leseliste noch um ein paar Bücher erweitert und sie heute vorgestellt.

Den Houllebecq hat der Sprachkünstler, wie er uns erzählte, auf Französisch zu lesen angefangen und dann gibt es noch eine ganze Menge anderer Bücher, die sich mit den Utopien oder Dystopien beschäftigten.

Da gibt es in Stephan Teichgräbers Sekundärliteratur ganz genaue Unterscheidungen und der Übergan zur Science Fiction ist ja auch nicht so ohne und da zitierte Stephan Teichgräber zunächst einmal den Klassiker H G. Wells, der 1866 in Bromley geboren und 1946 in London gestorben ist und von dem ich, obwohl er einige sehr berühmte Bücher, wie die „Zeitmaschine“ oder „Den Krieg der Welten“ geschrieben hat, noch nie etwas gehört habe.

Aber ich bin keine große SF-Leserin und habe da gerade ein bißchen Stanislaw Lem Erfahrungen und interessant, daß es in der Diskussion auch darum ging, ob Robinson Crusuo als utopische Literatur gilt? Nein, würde ich auch spontan sagen, was auch stimmt, weil die Klasssifizierung eines utopischen Romans offenbar die ist, ob es dabei um ein Einzelschicksal oder um die Gesellschaft geht?

Stephan Teichgräber zitierte dann noch, daß es in den Achtzigerjahren eine ganze Reihe von utopischen Romanen gegeben hat, die sich mit den Klimaveränderungen und Katastrophen beschäftigt hat, während ich ja gerade beobachtete, daß es bei den Neuerscheinungen, um den Rechtsruck und die Islamisierung geht, die die Gegenwartsschfiftsteller und offenbar auch die Leser derzeit sehr beschäftigten.

Jules Verne ist vielleicht mit seinen Büchern auch zu den Utopisten zu zählen und am Schluß ging es wieder zu George Orwell und wir lasen wieder in den ersten Seiten. Stephan Teichgräber in der Originalausgabe, ich in meinem alten 1950er  Buch und da staunte er , daß die deutsche >Übersetzung des „Screen“ „Televisor lautete, obwohl es 1948 offenbar noch keine Fernseher gegeben hat.

Und jetzt bin ich noch daraufgekommen, daß Margaret Atwoods „Der Report der Magd“, das ich einmal im Schrank gefunden habe, den dystopischen Romanen zuzuordnen ist. Wenn ich es in meinen Bücherbergen finde, kann ich es das nächste Mal in den Workshop mitnehmen.

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