Literaturgefluester

2017-05-02

Schreibgruppe: Sucht

Annika Bühnemann gibt schon seit einiger Zeit Tips, beziehungsweise Anregungen für ihre im Juni geplante Challenge „Zehn Geschichten in dreißig Tagen“ zu verfassen.

Eine davon lautet: „Beschreibe eine Szene, in der ein Abhängiger seiner Sucht nicht nachgehen kann. Achte auf Emotionen + Gefühle“ und das hat mir sehr gefallen, umsomehr da ich mit manchen Anregungen, beispielsweise mit der „Wie es wäre wenn ein Kaninchen, die Weltherrschaft übernehme?“, nicht so viel anfangen kann, obwohl es etwas Ähnliches höchstwahrscheinlich schon gibt.

Und da ich ja letzten Dienstag mit dem „Frühstück“ fertig geworden bin und eigentlich noch nicht so schnell mit meiner nächsten Depressionsgeschichte anfangen will, habe ich mir ja sozusagen zwei Monate für Studien und Recherche vorgenommen und da auch schon die erste Challenge-.Geschichte: „Schreibe eine enthusiastische Szene über Hausarbeit“ geschrieben, wenn die auch erst nächste Woche, wenn wir schon auf der Bodensee-Radfahrt sein werden, erscheint.

Es gibt da auch noch eine dritte Schreibanregung mit einem Bild mit einem Bus und der Aufforderungen. „Lass uns abhauben“- Emils Augen glänzten. „Einfach wegfahren und das Leben genießen!“

Und gestern am ersten Mai habe ich mir auch schon ein paar Gedanken darüber gemacht, wie es mit meiner Geschichte gehen könnte?

Da sehe ich ja immer eine Frau in der Pizzeria an der Straßenecke sitzen, wenn ich von der „Alten Schmiede“ nach Hause gehe und da habe ich mir gedacht, daß sie Mathilde Schmidt heißen könnte, ihr dann eine Tochter namens Lily, die in New York lebt, angedichtet und gedacht, daß die Tochter wollen könnte, daß sie zum Begräbnis ihrer Tante, beziehungsweise Schwester Natalie gehen soll und dort trifft sie deren Ex-Mann und Lilys Vater Moritz Lichtenegger wieder und dem habe ich eigentlich die Sucht anhängen wollen.

Dann habe ich mich aber entschlossen, Mathilde Schmidt, 65, die einmal Verlagssekretärin war und die ihr Achterl immer in der Pizzeria Venezia trinkt, eine solche, beziehungsweise eine Lungenentzündung zu verpassen und mir das, als Thema für die heutige Schreibgruppe gewünscht, die sehr klein gewesen ist, nur die Ruth und Peter Czak waren da, es ist aber trotzdem ein sehr intensives Schreiberlebnis geworden, das ich hier als erste oder zweite Challenge-Geschichte vorstellen will:

„Sie hatte von einem Glas Rotwein geträumt, von einem herrlichen Valpolicella aus der Toscana, den ihr Guiseppe, der Kellner im „Venezia“ extra empfohlen hatte.

„Wir haben  heute ein spezielles Tröpferl, Signora!“, hatte er geflüstert, die Flasche hochgehalten, an der weißen Serviette mit der er vorschriftsmäßig ihren Hals umschlungen hatte, gewischt und ihr die rote Flüßigkeit in das Glas geschenkt.

„Buon Appetito, Signora!“, hatte er  noch gewünscht, die Speisekarte zugeschlagen, um, die von ihr gewünschte Pizzastange mit Prosciutto und Mozarella in der Küche in Auftrag zu geben und sie hatte nach dem Glas gegriffen „Grazie, Guiseppe!“, ebenfalls geflüstert, dann den guten Saft getrunken und getrunken….

Und danach aufgewacht mit einem krächzenden Hals und einem brennenden Gefühl im Kopf und als sie sich an die Stirne griff, war die naß vor Schweiß und der excellente Valpolicella war verschwunden und nie dagegwesen. Auf dem Nachtkästchen neben ihrem Bett stand nur auf dem Stövchen, der russische Tee mit Hong und Zitrone, den ihr die Frau von der Volkshilfe, die derzeit jeden Morgen und jeden Abend zwanzig Minuten nach ihr schaute, vorsorglich hingestellt und sie daran erinnert hatte, daß sie davon trinken könne, bis sie morgen um halb neun wieder kommen würde, um neuen Tee zu kochen und ihr das Frühstück zu bereiten.

„Damit Sie etwas zum Erfrischen haben, Frau Schmidt!“, hatte sie ebenfalls fürsorglich gesagt. Dann hatte sie ihre Jacke und ihre Tasche genommen und war gegangen. Hatte sie mit ihrem Fieber, der Lungenentzündung und dem krächzenden Hals zurückgelassen und sie hatte auf die Uhr geschaut und  wehmütig gedacht, daß das die Zeit war, wo sie jeden Abend in die Pizzeria Venezia, die sich in ihrem Wohnhaus befand, hinunterzugehen pflegte, um sich bei ihrem Lieblingskellner Guisellpe, der, wie sie vermutete, in Wahrheit Mehmet hieß und kurdischer Türke war, ein Glas Valpolicella und dazu einen Insalata mista oder eine Prosciutto Mozarella- Pizzastange zu bestellen.

Wie sie das seit fast dreißig Jahren tat, seit es die Pizzeria an der Ecke ihres Hauses gab. Am Abend ging sie hinunter, setzte sich in das Lokal, um eine Kleinigkeit zu essen und ein Glas Rotwein zu trinken oder auch zwei.

Jeden Abend, seit fast dreißig Jahren. Nur heute ging das nicht. Gestern und vorgestern war sie auch nicht dort gewesen, denn da plagte sie eine hinterlistige Lungeentzündung, die ihr ihr Hausarzt Dr. Wolfgruber diagnostiziert hatte. Antibiotica und Penecelin verordnete und ihr die Frau von der Volshilfe schickte, die ihr ihr Bett machte, Tee kochte, die verordneten Medikamente verabreichte und sehr freundlich war.

Sie servierte ihr Kamillentee oder russischen mit Zitrone, aber keinen Rotwein. Dafür hatte sie kein Verständnis und schien, wie sie aussah auch eineAntialkoholikerin zu sein, die nur den Kopf schütteln würde, wenn sie von ihren Gelüsten wüßte.

Von ihren geheimen Gelüsten und den Schweißperlen, die sich jetzt auf ihrer Stirn gesammelt hatten. Denn jetzt war es schon drei oder sogar schon fünf Tage her, daß sie bei Guiseppe in der Pizzeria Venezia gewesen war, wie sie das schon seit fast dreißig Jahren regelmäßig jeden Abend tat. Ob sie ihm abging und er sie vermißte? Aber vielleicht hatte Dr. Wolfgruber, der seine Praxis auf der anderen Straßenseite hatte, ihm Bescheid gegeben oder die Frau von der Volkshilfe hatte ihn informiert, daß sie an einer Lungenentzündung litt und  die nächsten Tage oder vielleicht Wochen ausfallen würde.

„No problema!“, würde der wohl mit einem strahlenden Lächeln seiner weißen Zähne antworten.

„No problema, Signora!“ und ihr alles Gute wünschen. Aber gut war es nicht, wie sie merkte, als sie nach nach ihrer Stirne griff und dann mit einer verzweifelten Bewegung zu dem Stövchen, dessen Kerze längst aufgegangen war und die Tonkanne befühlte, in dem sich der von der Frau von der Volkshilfe angepriesene heiße Tee mit Zitronensaft und Honig befinden sollte, der ihr so gar nicht schmeckte.

Überhaupt nicht tat er das, wenn man von einem wunderbaren Tröpfchen, einem Valpolicella aus der Toscana geträumt hatte oder war es ein Chianti, den ihr Guiseppe angepriesen hatte und sie mußte in ihrem Bett und in ihrem Fieber ausharren,  konnte nicht hinuntergehen und sich von ihm das edle Tröpchen servieren lassen.

Brachte es nicht zusammen, ihre Kräfte reichten dazu nicht aus. Auch wenn sie sich nicht genieren würde, im Nachthemd, die drei Stockwerke bis zur Pizzeria Venezia hinunterzusteigen. Als Stammgästin die sie ja seit fast dreißig Jahren war, konnte sie sich das sicher leisten. Sie konnte aber nicht. Ihre Kräfte reichten nicht dazu aus.

Das hatte sie schon gestern ausprobiert und war nicht weitgekommen. Sie konnte nicht einmal in das Vorzimmer zu ihrem Festnetzanschluß hinauswanken, um Guiseppe anzurufen und sich von ihm das edle Tröpferl heraufbringen lassen. Konnte und schaffte es nicht, obwohl ihre Sucht mit allen Sinnen danach lechzte.

Denn jetzt war es, wie sie auf ihrer Uhr ersah, schon weit nach Mitternacht. Die Pizzeria Venezia würde geschlossen sein und Guiseppe-Mehmet nach Hause in die Gemeindewohnung im fünfzehnten Bezirk, wo er mit seinen Eltern und seinen Schwestern lebte, gegangen sein und sie mußte im Trockenen bleiben. Konnte sich nur den Schweiß von der Stirne wischen, der sicher von ihren Entzugserscheinungen und nicht von der Lungenentzündung herkam.

Sich sich mit einem kalten abgestandnenen Zitronentee begnügen, der ihr, wie sie sicher war, nicht schmecken würde. Mußte ausharren und würde bis die Frau von der Volkshilfe morgen, um halb neun wieder kam, dachte sie verzweifelt und ihre Stiirn war naß vor Schweiß und ihre Hände zitterten, als sie jetzt doch nach der Teekanne griff, um sich von den Zitronentee in die bereitstehende Tasse einzuschenken.

2017-02-03

Schreiben in der Krongasse

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Die sogenannte Schreibgruppe „Westbahn spontan“, die nun schon vor ein paar Jahren von der Ruth, dem Robert und der Ingeborg Reisner gegründet wurde und bei der ich nach anfänglicher Skepsis, weil ich ja nicht so gerne konsumiere, mehr oder weniger eifrig teilnahm, um auch an meinen jeweils aktuellen Texten weiterzuschreiben, ist in eine sogenannte Wende eingetreten.

Denn Ruths und Roberts anfängliche Begeisterung, Ingeborg Reisner ist schon bald ausgeschieden, erlahmte irgenwann und sie wollten die Gruppe mit einer Abschlußlesung im Amerlinghaus eigentlich beenden, da ist aber Peter Czak aufgetreten und hat sie weiter organisiert, der aber im Sommer die Gruppe krankheitsbedingt auflösen wollte, wir, die Ruth, der Robert, die Doris Kloimstein und der Klaus Khittl haben uns aber weiter, wenn auch manchmal in sehr kleiner Besetzung weitergetroffen und wollten auch ab Februar wieder ins Cafe Fortuna, das einmal Ludwig hieß, in die Westbahnstraße gehen, aber da kam schon im Jänner von Doris Klomstein die Mitteilung, das Cafe Fortuna ist geschlossen, wir wissen eigentlich nicht genau weshalb, aber vorige Woche, während ich in Salzburg war, hätte dort die Lesetheater Aussendung gemacht werden wollen, es ist aber immer noch zu.

Also doch ein anderes Lokal suchen, ich bot die Krongasse an, weil bequemer, ich stelle eine Flasche Wein auf den Tisch und kann, wenn niemand kommen sollte, die wieder wegräumen und habe  keinen Aufwand. Die Ruth wollte zuerst nicht, der Robert hat dann ein Cafe Poesie gefunden, wir haben uns heute aber doch einmal bei mir getroffen. Es ist sehr schön gewesen und ich habe wieder geschwankt, was ich als Thema vorschlagen sollte.

Ich schreibe da ja, das hat sich während der Gruppe so entwickelt, immer gerne an meinen jeweiligen Work on Progress weiter, weil das ja sehr spannend ist zu beobachtet, wie sich das weiterentwickelt, wenn die nächste Szene ein jeweiliges Thema hat.

Aber jetzt bin ich in der Korrekturphase des „Frühstücks“, das inzwischen nur mehr 44 813 Worte hat und ich gerade mit dem Korrigieren bis zur Szene vierunddreißig gekommen bin.

Da gäbe es sicher noch sehr viel zu erweitern und zu ergänzen und ich habe auch überlegt, ob ich mir nicht das Thema „Gespenst“ wünschen soll, um da vielleicht eine neue Szene zu schreiben, aber dann hatte ich eine andere Idee.

Hat doch der Alfred irgendwann vor einigen Wochen die Eva Riebler vom „Etcetera“ in St. Pölten getroffen, die ihm die neue Ausgabe ihres Heftes gegeben hat und da stand darin, daß Doris Kloimstein eine Nummer zum Thema „Köpfe kuratieren wird und irgendwie ist es vielleicht doch ganz spannend, wieder etwas in einer Literaturzeitschrift zu haben, um nicht zur Gänzue weg vom Fenster zu sein.

Aber so schnell ist mir zu diesem Thema nichts eingefallen. So habe ich gedacht, ich schlage dieses Thema vor und entsteht ein Text daraus kann ich ihn ja Doris Kloimstein geben.

Die kuratiert zwar inzwischen nicht mehr, wir haben aber trotzdem dieses Thema gewählt und das war eine ganz spannende Geschichte.

Hat die Doris, die mir übrigens ein Buch von Alice Schwarzer mitgebracht hat und der Robert hat mich vorher angerufen und gefrragt, welche Sorte Wein ich haben will, hat ein wenig zu der Vorgeschichte erzählt.

Dann haben wir geschrieben und geschrieben und es war sehr interessant, daß mir das Schreiben nicht sehr leicht gefallen ist. Ich habe zwar sehr viel geschrieben, aber nicht genau gewußt worüber und hatte auch immer den Zensur im Kopf, hoffentlich ist das gut genug für das „Etecetera“ und nein, das ist zu politisch, etcetera.

Dann habe ich vom Köpfe rollen während der französischen Revolution geschrieben, sowie vom Pisa Test und wiederum sehr interessant, das Thema Kopftuch, das ja inzwischen ein sehr bewegendes ist, ist mir gar nicht dabei eingefallen.

Der Doris Kloimstein, die ja eine syrische Flüchtlingsfamilie betreut, aber schon und wieder interessant beim „Frühstück“ geht es auch um Köpfe, nämlich, um die zweiundsechzig abgeschnittenen, der Rassismusopfer, die die Künstlerin Jovanka Gordelevic in Graz ausstellen will und Klaus Khittl hat diesmal ein Gedicht dazu gemacht.

Der Robert hatte auch eines, das sich auf den „Kochtopf“ bezog und die Ruth beschrieb, die Denkmäler am Rathausplatz und punktete durch ihr historisches Wissen und ich fand es wiederum sehr spannend, wie unterschiedlich unsere Texste waren.

Danach haben wir noch lange diskutiert, Wein getrunken und gefeiert, weil der Robert  mit seinem Studium der Kunstgeschichte, das er nach seiner Pensionierung begonnen hat, fertig ist und die nächsten Termine haben wir auf den Dienstag verschoben und ich kann meinen Text jetzt korrigieren und nach St. Pölten ans „Etcetera“ schicken.

Mal sehen, ob die ihn dort nehmen, das wäre wirklich fein, weil ich ja nicht immer nur ganz unten und als letzte übrig  bleiben will.

2016-12-01

Schreibgruppe und Adventbeginn

Unsere Schreibgruppe, die von Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und Ingeborg Reisner 2013 gegründet wurde, dümpelt seit sie im Sommer von Peter Czak, der sie nach der Lesung weiter organisierte, aufgelöst wurde, so dahin.

Im September und Oktober haben wir uns mit Doris Kloimstein, der Ruth, Klaus Khittl, dem Robert und jeweils einer weiteren Person weitergetroffen.

Im November rief mich zuerst Doris Kloimstein an und sagte, daß sie krank sei, danach Robert, der auch nicht kommen wollte und ich wollte ja eigenlich zum Pup n pub ins „Siebenstern„, so daß ich die Gruppe absagte und diesmal bekam ich am Montag einen Anruf vom Robert, daß er und Doris Kloimstein nicht kommen und ich dem Wirt absagen soll, aber da habe ich mich mit Klaus Khittl, der mir ja für mein „Berührungen-Mimikry-Spiel“, einen Text geschrieben hat, halb verabredet, daß ich ich ihm das versprochene Buch in die nächste Gruppe bringen will und er hat „Fein!“, geantwortet, so daß ich dem Robert mailte, ich gehe auf jeden Fall hin und warte mit dem Ausmachen der weiteren Termine vorläufig ab, weil ich sie ja nicht jedesmal absagen will.

Gestern habe ich dann die Ruth auf dem Weg in die „Alte Schmiede“ getroffen, fragte sie, ob sie kommt und sie antwortete, sie hätte sich mit Ingeborg Reisner verabredet.

Fein, vielleicht wird noch was aus dem Treffen, das ich mir eigentlich schon abgeschminkt hatte, mir dann aber einfiel, daß ich ja, als Thema „Bibliothek“ nehmen könnte und da vielleicht eine Vorstudie zu meinem nächsten Projekt, daß ja, um eine Frau namens Dorothea Wewerka gehen soll, die in einer Bibliothek wohnt.

Wir waren dann zu dritt, Ruth, Klaus Khittl und ich und haben lange über die Rolle der Literatur geredet, bis wir dann doch zu schreiben anfingen und das war diesmal, im Gegensatz zu den letzten zwei Malen, auch noch sehr intensiv, schlug Klaus Khittl doch vor, daß wir intensiver über die jeweiligen Texte diskutieren und jeder etwas Positives und was Negatives dazu sagen solle und das haben wir bisher eher nicht getan, sondern vorgelesen „Schön oder toll!“, gesagt und dann von etwas anderem zu reden begonnen. Was mir eigentlich sehr recht war, denn meine Erfahrungen vom „Arbeitskreis schreibender Frauen“ waren nicht so, als daß ich, die dort geübte Kritik, als konstruktiv empfunden hätte und in der Schreibgruppe der Gewerkschaft in der ich einige Zeit war, wurde auch nichts dazu gesagt, was ich als sehr angenehm empfand. Aber man lernt nur durch Feedback, da hat Klaus Khittl schon recht und so empfindlich bin ich nach vierzigt Jahren Schreiberfahrung auch nicht mehr und weiß ohnehin, was stimmt oder nicht, also habe ich zu meinem Erstaunen gesagt, ja machen wir das so!

Von Klaus Khittl kam dann der schöne Satz „Zur Bibliothek fallen mir nur Bücher ein“, er ist ja ein Sätzeschreiber und was soll man da positiv und negativ sagen?

Positiv, der Satz ist schön und  ich hätte ihn auch gern in meinem Text, zum negativen, er ist kein Text und die Ruth brachte wieder, was in der Gruppe ja oft geschrieben wird, eine Art Essay zu ihren Büchererfahrungen, mit einer überraschenen Wende, daß sie sie nach ihrem Tod verschenken will, worüber wir dann sehr lange diskutierten und ich habe wieder einen sehr langen Text geschrieben, den ich dann nicht recht lesen konnte und wo ich sicher noch zwei, dreimal drüberfahren hätte müßen, daß er einigermaßen zum Diskutieren wäre.

Es wurde aber dann sehr lang darüber geredet, ob man sich zum Kaffe oder aufs Klo begeben kann oder ob das zu überhöht, beziehungsweise schon eine ironische Brechung ist?

Sehr interessant und ich habe viel gelernt, denn eigentlich weiß ich ja noch nicht wirklich, was und worüber ich schreiben will.

Über die Begegnung mit den Büchern oder doch über Dorotheas soziale Situation? Der Satz mit dem „Bibliotheksgespenst“ ist schon aufgetaucht und eigentlich könnte  Dorothea auch woanders wohnen und eine Oberschicht oder bürgerliche Vergangenheit haben, also nicht nur eine ganz arme Frau sein.

Eine intensive kleine Schreibgruppe zum Adventbeginn und über den will ich ja auch schreiben.

Der Dezember ist ja auf meinem Blog immer eine Art Adventkalender, da hat bei mir schon Tradition, aber diesmal kommt mir vor, ist der Dezember bei mir schaumbegrenzt und wir wissen ja auch noch nicht wirklich, ob wir heuer einen Krampus oder einen Nikolo bekommen und den vielleicht auch noch zu Ostern mit einem Osterhasen wiederholen müßen.

Die Weihnachtsdekorationen sind aber schon hergeholt und am letzten Samstag, dem ersten Advent, waren wir auch  Punschtrinken in Nußdorf an der Traisen, der Adventkalender für die Anna ist gekauft und werde, nachdem ich im September meine Leseliste entrümpelt habe und jetzt trotzdem noch zu viel draufstehen habe, heuer wahrscheinlich  nur ein Weihnachtsbuch lesen, nämlich „Weihnachten im Weltall“ von meinem Kritiker Uli und das Adventwandern am Montag werde ich auch auslassen, weil es da im Literaturmuseum eineVeranstaltung über Ilse Aichinger und in der „Alten Schmiede“ wieder ein „DichtFest“ gibt.

Auf meinen Blog will ich Weihnachten aber nicht auslassen, denn da gibt es ja einen Adventkalender, nämich die „Nika, Weihnachtsfrau“ und da ich diesbezüglich sehr fleißig war, kann ich  schon einige Fenster präsentieren.

Daie Idee dazu ist mir ja schon 2013 bei den „Dreizehn Kapitel“ gekommen“ und dann habe ich schon zwei Fenster in den Dezember gestellt. Vor zwei Jahren, habe ich glaube ich, in der Schreibgruppe dazu eine Krampusgeschichte geschrieben und im Vorjahr eine andere zum Thema „Dämonen“, eine Szene in einer anderen Perspektive, aus der des alten Lehrers mit Parkinson, der eine Einkaufshilfe in der kleinen Jessica findet.

Zum fünften, achtzehnten und fünfundzwanzigsten  Dezember gibt es schon ein Fenster, aber die werde ich erst dann verlinken, jetzt genügt die Website, denn da gibt es ja den Beginn, als Leseproben.

Und für alle die sich nicht auskennen, die Nika Horvath, eine Germanistikstudentin verdingt sich im Dezember bei einem Kaufhaus auf der Mariahilferstraße als Weihnachtsfrau,  Fatma Challaki und ein afghanischer Flüchtling namens Hasan kommen vor, Nika findet ihre große Liebe, ihre Schwester bekommt ein Kind von einem Mann den sie nicht will und ihre Lebenspartnerin einen Toten in ihrer Praxis und das ganze wird wie ein Adventkalender von Tag zu Tag erzählt.

Meine Leser können sich von den Schnäppchen überraaschen lassen, wenn es sich ergibt, stelle ich auch ein neues Fenster ein, aber das Programm ist wahrscheinlich sehr dicht, habe ich ja noch einige andere Bücher zu lesen, wenn ich zumindest die Rezensionsexemplare auf meiner Leseliste schaffen und vielleicht doch noch zu der einen oder anderen Vicki  Baum kommen willl und man kann das Buch natürlich auch als Ganzes lesen, das ich vorigen Jahr im November während des Nanwowrimos geschreiben habe und jetzt, da wir ja keine Willkommenskultur mehr haben, auch nicht mehr so aktuell ist oder doch vielleicht und vielleicht auch interessant zu lesen, also werde ich im Dezember öfter auf meine „Weihnachtsfrau“ hinweisen, lade herzlich zum lesen ein und schaue was sonst noch passiert.

Abgesehen vom Punschtrinken und Vanillekipferlessen, gilt es ja auch noch den „Kroatienroman“ fertig zu korrigieren und das ist ja eine Sommer oder Frühlingsgeschichte und vielleicht fällt mir dann auch etwas zu meiner Bibliotheksbewohnerin ein.

Es gibt aber auch die „Auge-Weihnachtssfeier“, am Freitagabend und was das Netz betrifft den bewährten Adventkalender vom „Literaturcafe“ und „Aufbau“ heuer einen  mit der Weihnachtsgans Hermine, wo man, glaube ich, auch etwas gewinnen kann.

2016-10-07

Schreibgruppe zur Eröffnung

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Unsere abgesagte Schreibgruppe scheint sich blendend zu erholen, denn diesmal waren wir wieder zu sechst, Ruth, Robert, Gloria G., Doris Kloimstein und Ingeborg Reisner, die ja ganz am Anfang die Gruppe mit Ruth und Robert gegründet hat, dann aber das Prozedere zu schulisch fand und ich hatte diesmal eigentlich kein Thema, da ich mit „Claire-Klara-Clarisse“ inzwischen im Rohentwurf fertig bin, derzeit aber nicht und nicht zum Korrigieren komme, das Longlistenlesen, die Praxis, die Einladungen zu meinem literarischen Geburtstagsfest, etcetera, hindern mich daran, es war aber klar, daß ich heute keine diesbezügliche Szene schreiben werde.

Also freies Schreiben und auch kein Thema, habe ich gedacht, dann habe ich gestern eine Einladung zu der Eröffnung eines neuen Geschäftes, in dem früher eine der zwei Buchhandlungen in der Wiedner Hauptstraaße war, bekommen und gedacht, wenn ich mit dem Befundschreiben rechtzeitig fertig bin, schaue ich vorbei und dann hatte ich ein paar Erlebnisse und voila mein Thema:

„Einladung“ habe ich zwar irrtümlich gesagt, wie ich einmal „Bierdose“ statt „Dosenbier“ sagte, aber das habe ich mir ja das vorige Mal gewünscht, also „Eröffnung“, alle haben sich auch darauf geeinigt und, das zweite Geschäft mit der zweiten Eröffnung an dem ich auf dem Weg in die Westbahnstraße vorbeigekommen bin, habe ich in der Geschichte ausgelassen.

„Auf der Wiedner Hauptstraße hat es einmal zwei Buchhandlungen gegeben. „Malota“ die eine und ich weiß gar nicht mehr, wie die andere geheißen hat, denn beide gibt es nicht mehr, weil die Leute keine Bücher kaufen und zu wenig lesen.

Die eine ist ein paar Jahre lang leergestanden und beherbergt jetzt eine Apotheke und, in der anderen, wo ich am Dienstag nach Ostern vor zwei Jahren, vom Begräbnis der Friedl Hofbauer kommend, am letzten Flohmarktabverkaufstag, Ralph Dutlis „Soutines letzte Fahrt“ um drei Euro kaufte, wurde heute ein schickes Geschirr- und Assecoiregeschäft eröffnet. Da ist gestern eine schicke Eröffnungskarte in meine Wohnung gekommen.

„Alles minus 10 % und ab achtzehn Uhr haben wir ein tolles Catering!“

Das ist etwas für mich, die „Leben ohne Geld-Schnorrerinnenseele“, aber leider oder glücklicherweise ist heute um sieben unsere wiederauferstandene Schreibgruppe, die ich nicht versäumen möchte.

Aber wenn ich um dreiviertel sechs weggehe, kann ich noch schnell ein Häppchen einwerfen, ein Glas Sekt trinken oder was es sonst so beim tollen Catering gibt, stelle ich mir vor und starte los.

Vor dem Geschäft, das ich in den letzten Tagen, wenn ich in die „Alte Schmiede“ ging, langsam fertig werden sah, stehen schon ein paar Leute und vor einem weißgedeckten Tischchen ein junges Mädchen und verteilt Sektgläser, die mit einer rosa Flüßigkeit gefüllt sind.

An der Kasse stauen sich die Menschen, die in die bereitstehenden Körbe schon Schüsseln, Servietten oder Christbaumkugeln gefüllt haben.

„Eins und eins ist gratis“, ist an den Teelichtern am Nebentisch angebracht und immer mehr schick gekleidete Bobos oder youg urban Mittelschichtler stauen sich in dem Lokal.

Es gibt Kerzen, Kekse, Pastapäckchen und immer wieder Leute, die aus einem Gläschen eine Schokocreme löffeln, die ich nirgends finden kann.

Ich habe mir ein Getränk geholt, halte nach den Cremegläschen oder anderen kulinarischen Häppchen Ausschau und frohlocke, als ein anderes junges Mädchen mit grauer Bluse und roter Schürze eine Etagere mit gefüllten Cherrytomaten und Prosciuttoröllchen vorbei trägt.

Ich schnappe mir zuerst ein Röllchen, später eine Tomate, traue mir kein zweites Glas Prosecco zu nehmen, erwische aber zwei  Törtchen, das eine mit noch etwas kühlen Obststückchen, das zweite mit einer köstlich schmeckenden Vanillecreme gefüllt, schaue auf die Uhr, viertel sieben und verlasse den Laden, will ich doch rechtzeitig bei der Schreibgruppe erscheinen, um, wie in der Schule zu einem bestimmten Thema zwanzig Minuten zu schreiben und weiß noch nicht worüber.

Vor dem „Biosupermarkt“ in der Margaretenstraße, der im Vorjahr eröffnet wurde, zwei Müsliprobesäckchen habe ich noch immer in meinem Küchenkasten liegen, steht ein „Augustin-Verkäufer“ mit einer Krücke und hält mir seine Zeitschrift hin. Ich greife nach dem Börsel, ziehe einen Euro heraus und dann weil der bärtige Mann mir signalisiert, daß er Hunger hat, die Eröffnungskarte.

„Da bekommen Sie etwas zu essen!“, sage ich, erkläre den Weg und haste mit ein bißchen schlechten Gewissen weiter, weil ich mir lebhaft vorstellen kann, was die „Schicki-Micki-Eröffnungsgesellschaft“ zu dem bärtigen schlecht gekleideten Mann mit der Krücke sagen wird und ich auch nicht weiß,  ob er mit einem halben Gläschen Prosecco und einem oder zwei einem Prosciuttoröllchen seinen Durst und Hunger stillen kann.

Aber ich habe keine Zeit darüber weiter nachzudenken, will ich doch in die Westbahnstraße zur Schreibgruppe und weiß jetzt endlich auch, welches Thema, ich vorschlagen will!“

So weit meinText, die anderen haben von Ausstellungseröffnungen und Vernissagen, dem Buffet und den Kunstgenuß geschrieben und etwas gibt es noch zu erwähnten, der Alfred hat den Umschlag für die „Berührungen“ mit meinem sehr verkürzten „Bierdosentext“ auch schon gemacht, so daß ich wahrscheinlich bald die neue „Vorschau“ einstellen kann, in der es diesmal ein „Mimikry-Ratespiel“ geben wird, wo ich schon drei Romananfänge zur Auswahl haben.

2016-09-01

Donnerstag mit drei Veranstaltungen

Als ich letzte Woche bei der Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl war, hat mir Ottwald John die Einladung für seine Stationenlesung zum Antikriegstag, wo, glaube ich, Texte von Ingeborg Bachmann, Stefan Zweig etcetera gelesen wurden, gegeben und ich habe mir gedacht, fein, da gehe ich hin, war ich ja auch schon vor zwei Jahren bei einer diesbezüglichen Veranstaltung, wo wir von der Nationalbibliothek auf den Spuren Bertha von Suttner durch die Stadt gewandert sind.

Letzten Montag ist wieder so ein Zettel auf dem Tisch gelegen und ich habe realisiert, daß die Veranstaltung am Donnerstag ist und Donnerstag war ja wieder Schreibegruppe.

Die wurde zwar im Juli vom Peter Czak, der sie bisher organisiert hat, krankheitshalber aufgelöst.

Ich habe aber bei Alfreds Geburtstagfest im August mit Doris Kloimstein beschloßen, daß wir uns weitertreffen wollen und die Doris hat auch gleich den Raum im Cafe Fortuna reserviert.

Aber am Donnerstag war auch das Finale der Ö-Töne mit Richard Schuberth und Heinrich Steinfest und da hatte ich auch hin gehen wollen und alles drei, noch dazu, wo ich um fünf, wo der Spaziergang beginnen sollte, eine Stunde hatte, war wohl nicht zu schaffen.

Es hat mich gestern auch noch Robert Eglhofer angerufen und sein Interesse bekundigt und Klaus Khittl oder Gloria G. wäre auch daran interessiert, aber jetzt noch nicht in Wien.

So bin ich also nach meiner fünf Uhr Stunde noch schnell einkaufen gegangen,  habe meine Betriebskosten einbezahlt und mich dann mit dem Bus ins Cafe Fortuna aufgemacht, wo es eigentlich sehr voll war, waren doch schon Robert Eglhofer und die Doris da, die auch noch jemanden mitbrachte und die Ruth, die auf den Antikriegsstationentag gewesen ist, ist später nachgekommen und Thema hatte ich auch eines oder zwei, denn ich benütze ja die Schreibabende gerne für mein jeweiliges Schreibprojekt und da kann es sein, daß ich  schon wieder anstehe, jedenfalls habe ich heute den Sonntag beschrieben, wo Klara von Splitzurückgekommen ist und nicht weiß, ob sie am  Sergejs Einladung zum Abendessen annehmen soll?

Also schlug ich Einladung oder Abendessen vor. Das Flüchtlingsthema und das Thema Taxi wurde auch noch eingebracht und habe dann den Beginn der Szene geschrieben, wo Klara Sergej in seiner Wohnung besucht, ihm ein Lavendelsträußchen mitbringt und von ihm Rosmarinkartoffeln zur Dorade und Mousse au Chocolat serviert bekommt.

Es kann sein, daß ich hier jetzt wieder anstehe und all mein Pulver schon verschossen habe.  Ich habe die Szene jedenfalls begonnen, aber die Klara schwankt irgendwie zwischen Eddy, der getreuliche E-Mails schickt und dem Russen Sergej mit seiner magersüchtigen Lieblingscousine hin und her und ich muß mich wohl noch weiter in die Claire und Clarisse Stränge einarbeiten, bin vielleicht aber derzeit durch mein Longlistenlesen ein wenig abgelenkt. So war es  sehr gut, daß es die Gruppe wieder gibt und weiter gehen wird.

Die nächsten Termine sind bereits fixiert und es wurde heute gar nicht so viel über die Texte, eher über die Veränderungen oder ganz allgemein beziehungsweise über Stefan Zweig und den Film „Vor der Morgenröte“ diskutiert.

Die Gruppe war auch nur sehr kurz, weil die Doris und der Robert zurück nach St. Pölten mußten, so blieb noch etwas Zeit zum Museumsquartier zu schauen, wo ich noch das Ende der Heinrich Steinfest Lesung mitbekam und sein Roman „Das Leben und Sterben der Flugzeuge“ der, wie Günter Kaindlsdorfer, der Moderator betonte, gerade heute erschienen ist, scheint, wie schon der Titel sagt, sehr skurill zu sein und dann handelte das Stückchen, das ich hörte, gar nicht so sehr von Fluzeugen, sondern von zwei Vögeln, die von einer alten Katze gefressen werden sollten, beziehungsweise sich dagegen wehrten.

Dann bedankten sich die Veranstalter und Günter Kaindlsdorfer lud ein, wenn alles gut gehe ,im nächsten Jahr zu den O Tönen wiederzukommen, die ich diesmal ziemlich vollständig hörte und daher auch einen guten Einblick in die österreischische literarische Jahresproduktion bekam und jetzt bin ich auf die öBp-Liste gespannt. Kann ja sein, daß Heinrich Steinfest von dem ich einmal, glaube ich, einen genauso skurillen Krimi las und ich ihn auch schon in Göttweig hörte, darauf stehen wird.

2016-07-21

Ende der Schreibegruppe?

Die Schreibgruppe „Westbahn spontan“, heißt sie, glaube ich, gibt es seit Anfang 2013 undwurde von Ruth Aspöck, Robert Eglhofer und Ingeborg Reiser intitiiert, weil, wie ich hörte, der Robert gerne in der Gruppe schrieb und es die der LitGes für ihn nicht mehr gab.

So haben sie eine Aussendung gemacht und mich eingeladen, mich einmal im Monat mit ihnen ins Cafe Ludwig zu setzen, das jetzt „Fortuna“ heißt und zwangig Minuten einen Text nach einem ausgewählten Thema zu schreiben und ihn  der Runde vorzulesen.

Ich bin erst im April glaube ich, dazugestoßen, als Ingeborg Reisner, der das offenbar zu schülerhaft war, nicht mehr mitmachte, weil ich ja nicht gerne ins Cafehaus gehe und nicht gerne konsumiere, es dem Robert aber irgendwie versprochen habe, es mir einmal anzusehen.

Das habe ich gemacht und bin geblieben, zwar nicht jedes Monat gekommen, weil wir ja Freitags, wo die Gruppe anfangs stattrfand, manchmal nach Harland fuhren und manchmal gab es auch Veranstaltungen, wie die „Hörspielgala“, etcetera, die ich vorgezogen habe, denn eigentlich habe ich das Schreibenlernen auch nicht mehr nötig und war ja schon in einigen Schreibegruppen, so würde ich den „Arbeitskreis schreibender Frauen“, wo ich ja, wie ich immer schreibe, literarisch sozialisiert wurde und ihn für meine „Gruppe 47“ halte, als solchen bezeichnen, obwohl mich dort die Kritik, die dort geǘbt wurde und die ich, noch immer nicht als konstruktiv bezeichen würde, störte.

1984 hat sich der Arbeitskreis aufgelöst, beziehungsweise, bin ich nicht mehr hingegangen, als er sich zu einem Verein mutierte, weil ich ja nicht so besonders gerne in Vereinen Mitglied bin, die GAV ist eine Ausnahme und, als ich dann 2000 war es, oder so, bei den „Luitpoldt Stern Preisen“ mitmachte, wurde ich auch in eine Gruppe eingeladen, die sich, glaube ich, an den Donnerstagen traf und von Evelyn Haas geleitet wurde. Man schrieb auch zu einem Thema, las vor, kritisiert wurde nicht, was ich sehr angenehm fand. Da war ich einige Jahre, Petra Öllinger war da und andere interessante Teilnehmer und weggeblieben bin ich, weil es mir irgendwie zu wenig war, nur einen zwanzigminüten Text zu schreiben.

So gesehen war „Westbahn spontan“ die dritte Schreibgruppe, eine sehr kleine mit ausgewählten Mitgliedern, die ich zum Teil schon kannte. Ilse Kilic, Fritz Widhalm, Ruth, Robert, Peter Czak ist dann bald dazugestoßen, Klaus Khittl kam gelegentlich und zuletzt auch Doris Kloimstein und ich bin aus zwei Gründen geblieben:

Erstens war es für mich. eine realistische Schreiberin sehr interessant und hilfreich dem Entstehen von experimentellen Texten, wie sie ja Ilse Kilic und Fritz Widhalm schreiben, beizuwohnen und habe, wie beispielsweise beim „Kokosnuß-Text“ auch damit gespielt und dann habe ich mir bald angewöhnt, wenn ich gerade an einem längerne Text gearbeitet habe, was oft, aber nicht immer der Fall war, das Thema zum Anlaß zu nehmen, daran weiterzuschreiben.

Es war in der Gruppe so, daß am Anfang jeder ein Thema sagte, über das er schreiben wollte. Danach wurde abgestimmt und eines ausgewählt und so habe ich, als ich an der „Brüderschaft“ geschrieben habe, mit dem Thema „Schwimmen“, eine andere Ebene in meinen Text eingeführt, was ich sehr interessant gefunden habe.

Das nächste war dann die „Anna“ oder  „Im Namen des Vaters“, da habe ich, glaube ich, zweimal an den Anfängen geschrieben und als ich bei der „Anna“ und dem Thema Vergessen“, das ich mir wünschte, vor dem Vorlesen, vorher kurz erzählte, um was es in meinem Text gehen würde, gab es eine Diskussion, ob man in der Schreibgrupe an einen Roman schreiben darf?

Etwas, das den anderen ja egal sein kann oder sie es auch als interessant empfinden könnten, den Entstehungsprozeß  mitzuerleben, die Ruth hat sich, glaube ich, dagegen ausgesprochen, ich habe gesagt, wenn ich das nicht darf, komme ich nicht mehr, und habe weitergeschrieben.

Die Gruppe hat sich aber Anfang 2015 ohnehin zu einem Ende entgegenentwickelt, jedenfalls haben Ruth und Robert  für März eine Lesung im „Amerlinghaus“geplant, womit sie sie beschließen wollten.

Peter Czak hat sie dann weiterorganisiert und ich habe weiter Szenen für mein jeweiliges „Work in Progress“  geschrieben, so habe ich zum Beispiel die „Ereignisreichen Sommererlebnisse vierer prekärer Literaturstudentinnen“ dort begonnen und im November zum Thema „Dämonen“ eine „Nika Szene“ geschrieben, das heißt keine, die in dem Buch vorkommt, das ja in der „Nika-Perspektive geschrieben ist, die Szene, die in der Gruppe entstand, hat Max Schröder zum Protagonisten und als „Dämonen“ bezeichnet er sein Zittern und, ich glaube, ein Jahr vorher habe ich mir schon das Thema „Weihnachten“ oder „Nikolo“ im Dezember gewünscht und diesbezüglich schon ein bißchen vorgeschrieben.

Der Anfang von „Paul undPaula“ ist auch in der Gruppe entstanden, da habe ich einfach das Wort oder Thema „Künstler“ ein paarmal in den Text geschrieben, was den Vorteil hatte, daß ich dann eine sachkundliche Beraterin und Testleserin hatte, die meine Hoppalas und Fehler bezüglich der Thematiak geduldig korrigierte.

Zuletzt war ich im April in der Runde und habe das Thema „Bierdose“ vorgeschlagen, da wollte ich eigentlich eine „Wurfgeschichte“ zu diesem Thema schreiben, entstanden ist eine, die meine damaligen „Berührungsschwierigkeiten“ zusammenfaßte und die ich jetzt stark verkükrzt, als Beschreibungstext verwenden will.

Da war ich das letzte Mal dort und habe gesagt, die nächsten zwei Male komme ich nicht mehr, denn im Mai war der Donnerstag, wo wir uns inzwischen trafen, damit ich regelmäßiger kommen kann, was durch Afreds Altersteilzeit dann aber nicht mehr stimmte, ein Feiertag und da wollte ich nicht von zu Hause weggehen und im Juni waren wir ja in Kroatien.

Die Mai- Guppe hat der Peter Czak abgesagt und die im Juni habe ich gehört, hat auch nicht stattgefunden und jetzt habe ich von ihm ein Mail bekommen, daß die Gruppe ausfgelöst werden soll.

Was ja an sich, einer allein gar nicht bestimmen kann, aber die Ruth hat inzwischen, die Lust daran verloren, der Robert kommt auch nicht mehr, Ilse und Fritz haben schon nach der Lesung aussteigen wollen.

Bleiben eigentlich nur noch ich, Klaus Khittl, der auch nicht so regelmäßig kam und Doris Kloimstein, die glaube ich weiterhin Interesse hat, übrig und ich muß sagen, mir ist es eigentlich egal, denn ich kann ja überall schreiben, praktiziere das auch regelmäßig und gehe auch nicht so gerne in Kaffeehäuser, aber das monatliche Scheiben zu einem bestimmten Thema war schon sehr lustig und interessant und vor allem finde ich es für die Romanentstehung durchaus nützlich.

So denke ich, wird mir im Herbst, wo ich mir die Termine schon bis Jahresende aufgeschrieben habe, sicher etwas fehlen.

Im Sommer bin ich die letzten Jahren wegen meiner Sommerfrische nicht gekommen, jetzt könnte ich zwar theoretisch, aber am Donnerstag sind ja die O-Töne,  es waren aber ohnehin keine Termine geplant.

Ich kann an meinen  Romanen alleine weiterschreiben und auch den Gespritzten, den ich mir dazu immer bestellt habe, auch zu Hause trinken, werde aber vielleicht trotzdem die beiden Übriggeblieben noch anmailen und fragen, ob sie Lust an einem Weitermachen haben, da auch bei mir ein prinzipielles Interesse entsteht und eine Schreibgruppe eigentlich schon eine schöne Sache ist.

2016-04-07

Schreibgruppe mit Bierdose oder Dosenbier

Als ich heute vom klinischen Mittag in die Praxis ging, habe ich Ottwald John in der Zieglergasse getroffen, der mir sagte, daß ich  um halb sieben ins Hofmobiliendebot zu einer Lesetheateraufführung kommen soll, aber da war ja unsere „Westbahnspontan-Schreibgruppe“ auf die ich mich schon freute, weil ich da ja meine erste „Wurfgeschichte“ mit dem Thema „Dosenbier“ ausprobieren wollte, da ich ja immer noch mit meiner Romanidee labouriere und noch immer nicht so weiß, über was ich schreiben will, obwohl ich inzwischen schon elf Szenen und einunddreißig Seiten habe. Die Hildegard Hadringer mit Zarah Bashrami in den Turnsaal gegangen ist, wo sie und Zoran Simic und Jurij Abrahamovic, ihr Stück über den „Zwölften Februar“ proben und bei Anna Augusta Augenstern hat sich ihre Nichte Angie Engel gemeldet, als sie gerade an ihrer „Dosenbiergeschichte“ schreiben wolte.

Das habe ich jetzt für sie getan. Denn es war kein Problem das Thema in der Schreibgruppe, die heute aus Ruth Aspöck, Peter Czak, Doris Kloimstein, Ilse Kilic und Fritz Widhalm bestand, Robert Englhofer scheint nicht mehr zu kommen, seit er und Ruth sich getrennt haben und Klaus Khittl, dem ich eigentlich das Sibyille Berg-Buch zurückgeben wollte, war verhindert, durchzubringen.

Nur habe ich leider „Bierdose“ statt „Dosenbier“ gesagt und bin erst beim Schreiben auf den Irrtum, beziehungsweise Schlampigkeit darauf gekommen und nun hurrah, meine erste Wurfgeschichte, die eigentlich und genaugenommen, eine Zusammenfassung, des bis jetzt Vorhandenen, beziehungsweise meiner Schreibunsicherheit ist.

Aber zwei Geschichten hätte ich jetzt schon für den „Dreizehn Wurfgeschichtenband“, die unten folgende und die „Präsidentin auf dem Opernball“ vom Februarschreiben, die es jetzt ja nicht geben wird.

Für mein Romanprojekt hat sie mich nicht wirklich weitergebracht  und ist wahrscheinlich auch  nicht dafür verwendbar.

 

„Bierdose“

„Wie bin ich nur auf dieses blöde Wort gekommen und was hat es mit  Zoran Simic  zu tun, der sie genau in diesem Augenblick aus seinem roten Rucksack nimmt und demonstrativ auf den runden Cafehausmarmortisch stellt, den er vorher mit Jurij Abrahamovic auf die Bühne des Turnsaals trug, in dem sie seit einiger Zeit Zarah Bashramis Stück zum zwölften Februar 1934 proben.

Sehr verwirrend, die Idee über eine Schreibblockierte, die einen Roman verfassen will und eigentlich nicht wirklich eine Ahnung hat, worüber er handeln soll?

Denn sie hat ja alles schon geschrieben oder angerissen und die Dose mit der Aufschrift „Gösser“ auf dem Marmortisch passt auch nicht dorthin.

Hat man doch wahrscheinlich am 12. 2. 1934, als in Wien die Straßenbahnen stehenblieben, der Strom ausfiel, die Sozialdemokraten aus den Gemeindebauten schoßen und die Heimwehr mit Panzern auffuhr, eine solche nicht gekannt und in dem berühmten Cafe Central, hat der ebenso berühmte Dichter Heimito von Doderer, der zu dieser Zeit bei den illegalen Nazis Mitglied war und an einem Manuskript  namens „Dicke Damen“ schrieb, das später als „Dämonen“ bekannt werden sollte, eine solche auch nicht bestellt, sondern beim Kellner Franz „Bitte sehr, bitte gleich!“, sicherlich eine Schale Gold, beziehungsweise einen kleinen oder großen Braunen.

Das Wort „Bierdose“ fällt mir jetzt noch ein, ist auch falsch gewählt und eine Verwechslung. Denn eigentlich wollte die Schreibblockierte eine „Wurfgeschichte“ über das Wort „Dosenbier“ verfassen. Weil sie keine Romanidee hatte, wollte sie sich an Kurzgeschichten ausprobieren und da ist ihr ein  Schreibratgeber in die Hände gefallen, der  Tips zur Ideenfindung gab.

Einfach in eine Bibliothek  gehen, sich mit dem Rücken vor das Regal  stellen und sozusagen blind und deppert nach einem Buch fassen. Es aufschlagen, ein Wort heraussuchen, es ins Notizbuch schreiben und dann noch eines aus einem anderen Buch. Nach und nach das Ganze vier bis fünfmal wiederholen und dann hat man schon vier bis fünf Wörter, über die man eine Geschichte schreiben kann.

Gesagt, getan, hineingefaßt und das erste Buch, das mir von meinen Bücherregalen in die Hände fiel, ich bin natürlich in keine Bibliothek gegangen, ist Cornelia Travniceks „Chucks“ gewesen und da stand „Dosenbier“ auf der ersten Seiten oder auch im Klappentext.

Dann sind noch „Erkundungen“,  „Geld“, „Feindschaft“ und „Lügen“ aus dem Roman „Die Lügen der Frauen“ der Russin Ljudmila Ulitzkaja  dazugekommen und in dem Fund aus dem offenen Bücherschrank, den ich ja sehr gerne und sehr häufig frequentiere, war auch noch eine Widmung von einem „P.“ an seinen „Schatz“ zu finden.

Ich hatte jetzt fünf Worte über die ich je eine „Wurfgeschichte“ für eine „Wurfgeschichtensammlung“ schreiben kann.

Dann bin ich  noch auf  Stoffsuche  durch Wien gegangen und von da die Idee zurückgebracht, jetzt doch einen Roman zu schreiben, wo eine schreibblockierte Schriftstellerin zu einem Psychiater geht und einen Roman über eine Lehrerin schreiben will, die nach ihrem Pensionsantritt eine Weltreise zu machen  plante, jetzt aber nicht mehr sicher ist, ob das in Zeiten der Flüchtlingsströmen noch statthaft ist und die in ihrer Bankfiliale, eine ehemalige Schülerin, die aus einer iranischen Familie stammende Zarah Bashrami, traf, die ihr erzählte, daß sie ein Stück über den zwölften Februar geschrieben hat, in dem sich Heimito von Doderer und Stefan Zweig im Cafe Central treffen, das sie mit den Schauspielschülern Zoran Simic und Jurij Abrahamovic im Turnsaal eines Studentenheimes probt, wo gerade der sechsundzwanzigjährige Zoran Simic, der als Säugling mit seinen Eltern von Sarajewo nach Wien geflüchtet ist, vor dem weißen Marmortisch Platz gekommen hat und eine Dose Bier aus seinem roten Rucksack nimmt…“

 

Ansonsten hat es Geschichten über das Recyclen von Alaminium und von Peter Czak eine von einem Teufel gegeben, der den Jugendlichen, die ins „Fluc“ kommen, gelbe Bierdosen um fünf Euro verkauft, in denen Extasy enthalten ist.

2016-02-05

Schreibgruppe und Opernball

Filed under: Schreibbericht,Textbeispiel,Uncategorized — jancak @ 00:25
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Am Donnerstag war wieder einmal Schreibgruppe, sowie der Opernball und, daß der ein dafür geeignetes Thema ist, habe ich mir schon auf dem Hinweg gedacht, hatte ich ja sonst keine besonderen Ambitionen, ist der Rohtext von „Paul und Paula“, den ich das letzte Mal begonnen habe,  schon eigentlich fertig, Klaus Khittl alias Gloria G. hat mir vorvorgestern seine Anmerkungen geschickt, so daß ich den Text diesbezüglich durchgegangen bin und den Paul vielleicht noch etwas erweitern sollte.

Also noch nicht so weit für mein Kurzgeschichtenprojekt, das ich als nächstes plane, themenlos in die Gruppe gegangen.  Peter Czak hat  „Opernball“ vorgeschlagen und nun ja, warum nicht?

Demo gibt es offenbar keine mehr, die war ja schon eine Woche früher bezüglich des Akademikerballs, in den Medien habe ich heuer auch noch nicht so viel darüber gehört, da ist die Flüchtlingsproblematik und die Verschärfung der Gesetze wohl aktueller.

Ich bin  keine Tänzerin und war in meinen Leben wohl nur auf zwei Bällen, das erste Mal etwas verunglückt in der Tanzschule Hernals und das zweite Mal mit dem Willi in den Sophiensälen, auf der Opernballdemo war ich früher, ich glaube, 2000, als der Hubsi Kramar als Hitler aufgetreten ist und wegen Wiederbetätigung festgenommen wurde und in „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ habe ich über eine früher stattgefundene Demo geschrieben und darauf beim „Wiener Dichter Fasching“ in der „Gesellschaft für Literatur“ gelesen und als ich das Wort Marianne. so heißt ja eine Protagonistin, die dort tanzt, aussprach, finden alle an zu lachen, was mich irritierte,  weil sie es wohl mit Marianne Gruber in Verbindung brachten.

Peter Czak, Ruth Aspöck Klaus Khittl, Doris Kloimstein und ich waren gekommen, Doris Kloimstein las über ihre negativen Ballerfahrungen,  Ruth erwähnte Josef Haslingers „Opernball“ und, daß sie gerne mal dorthin gegangen wäre, Peter Czak schrieb von den negativen Veränderungen, die die Ballkultur seiner Meinung nach machte, jetzt kann man keine Leute mehr dort kennenlernen, weil die Paare zusammen hingehen und Klaus Khittl reimte „Operball, Opernball, Hochmut kommt vor dem Fall (Knall)“ und dann gab es natürlich meinen diesbezüglichen Rundumschlag:

„Heute ist Opernball erfahre ich gerade aus der Zeitung. Hip, hop, Opernball, wie schön und aufregend. Gibt es wieder eine Demo, wie in den Achtzigerjahren oder zu Zeiten von  Schwarz-Blau? Aber nein, die hat gerade vor einer Woche vor der Hofburg,  beziehungsweise am Heldenplatz stattgefunden, weil dort die FPÖ ihre Akademiker feierte. Die ganze Innenstadt war abgesperrt und es war unmöglich, wie ich erfahren sollte, ins Literaturhaus zu kommen, weil der 49er nicht mehr fuhr.

Aber zurück zum Opernball, hip hop, Opernball, dieses großwirtschaftliche Ereignis, wo der Herr Bundespräsident mit Frack und Orden auffährt und der Herr Lugner seine Stars und Sternchen in seine Loge lädt.

„Lugner for president!“, heißt es doch auf einem Video, wo alle zwölf Präsidentschaftskanditaten, die abseits der glorreichen fünf, Griss, Hofer, Huntsdorfer, van der Bellen und Khol, antreten wollen, sofern sie sechstausend Unterschriften zusammenbekommen, präsentiert wurden.

El Awadalla will  auch in die Hofburg als Präsidentin und im Fall der Fälle im Abendkleid auch auf den Ball, um die Wirtschaftsbosse und die Staatsoberhäupter in ihren Logen zu begrüßen. Dann nicht mehr als Demonstrantin gegen den Akademikerball. Eine wunderschöne Vorstellung, wie die Präsidentin mit der weißen runden Brille, einem blauen oder roten Abendkleid und der Präsidentschaftsschleife am Ballhausplatz demonstriert.

Was werden da die Polizisten und die Staatsschützer machen?

Aber halt, zurück zum Thema, wir waren doch oder gehen auf den Opernball. Auf die Tribüne beispielsweise, auf die alle dürfen und wo das Glas Sekt und die Würsteln eine Menge Euro kosten oder zu den Debutanten, die im schwarzen Anzug oder weißen Abendkleid mit dem Krönchen auf  den auftoupierten Haaren zu der Polonaise tanzen.

„Alles Walzer!“, sagt der Zernmonienmeister, klopft mit seinem Stock den Takt und Herr und Frau Österreicher sind begeistert, sitzen vor der Klotzkiste und gehen Prominente schauen.

Wozu brauchen wir einen Opernball? Wenn das Volk dagegen ist, können wir ihn auch abschaffen, hat Kanzler Kreisky, glaube ich, einmal gesagt.

Das ist lange her, sicher dreißig, vierzig Jahre und heute denkt wahrscheinlich niemand mehr daran. Denn heute geht es um das Geschäft. Die Geschäfte, die angeblich in den Logen abgeschlossen werden. Die Polizisten, die draußen auf der Straße den Staat beschützen, bekommen eine Sonderzulage. die Friseure verdienen an den feinen Damen, die sich schnell einmal die Haare richten lassen. Herr und Frau Österreicher haben was zu schauen und die Demonstranten, wenn es noch welche geben sollte, zu demonstrieren.

Aber vielleicht sind die jetzt mit den Flüchtlingen beschäftigt. Mit den Flüchtlingsober- oder Untergrenzen. Ich schweife schon wieder vom Thema ab, denn dieses war ja Opernball und da gibt es  eine inzwischen nicht mehr sehr oft gespielte Operette von Richard Heuberger, dieses Namens.

„Komm mit ins Chambre Separee!“

Sie wissen schon oder können es sich vorstellen und da kommt, glaube ich, der Held aus Sankt Pölten angefahren, um sich ins  Geschehen zu stürzen und alles geht natürlich nach zwei Stunden Intrigen happy aus.

Ob das heute auch geschehen wird? Herr Lugner mit seinen Stars und Sternchen Freude am Geschehen hat? Herr und Frau Österreicher auf der Tribüne oder vor dem Fernsehkastel ihre teuren Würstel essen und den Sekt trinken und sich nicht daran verschlucken? Und, die Polizisten, sowie die Staatsschützer,  die vielen Flüchtlinge, die inzwischen die Festung Europa stürmen wollen, von dort zurückhalten können?

Aber das weicht schon wieder vom Thema ab, denn dieses war ja, hip, hop, Opernball. Alles Walzer, also, good luck and good night und es ist nur zu hoffen, daß wir uns an all den abgeschlossenen Geschäften, nicht den Magen verderben werden.

2016-01-07

Schreibgruppe und Musterbuch

Das neue Jahr bringt Fortschritte in meiner Textproduktion, bin ich doch gestern vorläufig mit der „Nika Weihnachtsfrau“ fertiggeworden. Den Buchtext gab es schon auf der „Nanowrimoseite“, so daß wir nur noch das Coverfoto, wieder ganz einfach und eigentlich eine Wiederholung, die schöne alte Puppe meiner Mutter mit der Weihnachtsmütze, brauchen und die Puppe ist auch schon das Covergirl bei der „Selma“.

Da ist heute das „Dummie“, Musterbuch heißt es offiziell und dazu gibt es jetzt ein Lesezeichen vom Digitaldruck, wo drauf steht, was man machen soll, wenn man keinen Fehler mehr findet und was, wenn es welche gibt, gekommen.

Und es gibt natürlich, denn ich bin eine eher schlampige Korrigiererin und habe als ich beim letzten Durchgang nur mehr das Jahr 2016 statt 15 zu beanstanden hatte, den Alfred gleich bestellen lassen, statt nochmals durchzusehen und mich auf das Dummie vertröstet.

Das ist jetzt da und wurde durchgesehen und dann geht es, während der Alfred noch das „Sommerbuch“ zu korrigieren hat, gleich an das neue Buch, an die Geschichte von  Paul und  Paula und da habe ich  schon geschrieben, daß ich, während ich im November am „Kalender“ gearbeitet habe, mir eigentlich nicht vorstellen konnte, noch was Neues zusammenzubringen. Denn es gibt ja schon so viel, ich bin ein wenig ausgeschrieben, soll ich mir das wirklich noch mal antun, etcetera, wenns ohnehin niemanden interessiert….

Ich will wahrscheinlich nicht, sondern muß und so ist  irgendwie die Idee gekommen von den beiden Menschen zu schreiben, die gemeinsam die Schule besuchten und sich fünfzehn Jahre später in einem jeweils anderen Geschlecht wiedertreffen.

Eine faszinierende Idee und den Prolog oder Eingangsszene hatte ich schon vor mir, was aber dann und was ist, wenn ich das Ganze wieder in vier – bis sechs Wochen niederschreibe und dazwischen merke, ich kann es nicht oder komme nicht aus meiner Haus heraus,  schaffe es nicht, damit aufzufallen, so daß es jemand zur Kenntnis nimmt, daß da eine ist, die schreibt und schreibt….?

Die alten Sachen halt und wenn man dann zum Schreiben anfängt und man kommt nicht weiter, komme ich wieder in die Krise und bei Transgender kenne ich mich eigentlich nicht sehr aus und das wären wirklich neue Bahnen, wäre aber eine Chance zu zeigen, was ich kann oder mich weiterzuentwickeln, etcetera.

So habe ich heute einen halben Putztag gemacht, das Dummie durchgesehen, mir dann im Internet ein paar Recherchefilme angeschaut und wußte schon, daß ich am Abend im Cafe Fortuna in der ersten Schreibegruppe im neuen Jahr damit beginnen werde und als Thema „Begegnung“ vorschlage, denn die Paula Paul trifft ja den neuen Paul im Gasometer, jetzt werde ich die „Villa“ daraus machen und so bin ich ziemlich erwartungsvoll in die Westbahnstraße aufgebrochen und heute waren wir auch fast vollzählich.

Nur der Robert war nicht da, der vielleicht auch nicht mehr kommen wird, aber sonst Klaus Khittl, Peter Czak, Ruth Aspöck, Fritz Widhalm, Doris Kloimstein und seit langem wieder Ilse Kilic und als das Thema abgestimmt wurde, entschieden sich die Meisten für „Künstler“ und ich war erst ein bißchen baff, weil das auf dem ersten Blick nicht recht passen könnte, dann habe ich aber gedacht, daß der Paul auflegt und die Paula vielleicht Karaoke singt und außerdem kann man das Wort Künstler ein paar Mal in den Text hineinschreiben.

Das habe ich dann auch gemacht und die ersten viereinhalb handgeschriebenen Seiten meines neuens Romanprojeksts sind jetzt entstanden.

Sehr viel weiter weiß ich noch nicht, auch nicht, ob und wie die Beiden zusammenkommen. Sie haben jedenfalls das gleiche Gymnasium besucht, Paula hat dann Kunstgeschichte studiert und im Sigmund Freud Museum gearbeitet, jetzt hat sie gekündigt und lernt Paul in einem Szenelokal kennen

Paul ist Informatiker und geht am Abend mit roten oder schwarzen Seidenkleidern in die „Villa“ und, wie ich in die Handlung hineinkommen soll, ob ich in der Vergangenheit erzählen oder in der Gegenwart bleiben soll, muß sich noch entscheiden.

Da wartet noch viel Arbeit und die Chance mich weiterzuentwickeln auf mich. Das Thema Künstler hat in der Gruppe  zu regen Gesprächstoff angeregt und wurde von allen Facetten angeschrieben.

Klaus Khittel war wieder kanpp und prägnat und verband die vorgeschlagenen Themen mit den Künstlerfesten. Denn Fest war auch noch im Gespräch und eines, das ich jetzt vergessen habe.

Dann kam Doris Kloimstein und betrachtete das Künstlerthema aus der Sicht der Therapeutin und Ruth Aspöck fiel auf, daß die Literaturen oft nicht für Künstler gehalten werden, weil Schreiben ja jeder kanm und das wurde dann auch heiß diskutiert.

Fritz Widhalm hatte, wenn ich den Namen richtig verstanden habe, einen Dialog zwischen dem Künstler  Joseph Beuys und  dem Künstler Fritz. Peter Czak zeigte den interessanten Widerspruch auf, daß die Leute sich zwar vor den Künstlern distanzieren, selber aber gern und viel Kunst konsumieren und Ilse Kilic hat sich in ihrem Text, glaube ich, auch mit Ähnlichen beschäftigt.

Wer ein Künstler ist, wie ein Bestseller entstehet und noch vieles anderes und ich werde meine viereinhalb handgeschriebenen Seiten jetzt eintippen und das Wort Künstler wahrscheinlich wieder herausstreichen, weil der Paul vielleicht doch keine Karaokesängerin ist.

 

2015-11-05

Novemberschreiben

Tag fünf des Nanowrimos und es ist etwas weitergegangen. Wenn man die bisherigen Schreibprozeße anschaut, habe ich ja am Montag sehr euporisch angefangen und etwa viertausend Worte, den ersten Dezember, Nikas Erlebnisse als Weihnachtsfrau und ihren ersten Arbeitstag aufgeschrieben.

Wow, toll, der zweite Tag war sehr hektisch mit mehreren Unterbrechungen, dann zwar siebentausend Worte, aber ich war nicht sicher, ob es so weitergehen kann. Hatte ich zwar mehrere Handlungsstränge, aber nur die Nika als Erzählfigur.

Wird das nicht zu eindimensional und habe ich mich nicht wieder damit an die Wand geschrieben?

Am Dienstag bin ich nicht zum Schreiben bekommen und gestern habe ich dann eine Szene, etwa tausendsechshundert Worte geschrieben, aber meine Zweifel  blieben.

Die Nika steht immer noch auf der Straße und es wird ihr alles erzählt, sie liest in der Zeitung von dem Mord an Peter Kronauer, der Journalist Harald Schwabeneder kommt zu ihr.

Kann es so weitergehen, da habe ich nicht wirklich eine Ahnung oder aber auch sehr viele Einfälle. Also alles nochmals durchkorrigieren und mir ein Handlungskonzept anlegen. Das habe ich heute auch getan und mit der vierten Szene mit der Nika weitergemacht, aber vielleicht doch ein wenig Schwung in das Ganze hineinbekommen. Sie wird mit Harald Vera in ihrer Praxis besuchen, Fatma Challaki, ja die aus der Selma und aus dem Sommernanowrimo, wird sich vielleicht um den Flüchtling Hassan kümmern und Max Schröder, das ist ein an Parkinson erkrankter ehemaliger Lehrer soll auch noch auftauchen.

Also ich so weit war, hatte ich noch einige Stunden Zeit und hätte vielleicht mit der fünften Szene anfangen können. Aber ich will diesmal nur jeden Tag eine schreiben. Aber da habe ich das Problem, das ich das nicht jeden Tag können werde, weil manchmal Stunden, wie am Dienstag, die Buch-Wien kommt, die Literatur im Herbst, etcetera und die einzelnen Szenen sind doch nicht so lang, wie erwartet. So habe ich am Tag fünf jetzt 11 406 Worte.

Ich habe  ausgerechnet, daß ich mit den Tagen, an denen ich schreiben kann, dann etwa bei Tag zwanzig bin, aber eigentlich soll es nicht vor dem vierundzwanzigsten Dezember enden.

Macht ja nichts, wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin habe, denn ich kann im Dezember weiterschreiben, da sind wir dann ohnehin in Ungarn und ich habe mehr Zeit und wenn ich die fünfzigtausend Worte bis dahin nicht habe, macht das eigentlich auch nichts und ein paar Handlungsfäden habe ich auch noch.

Als ich so weit war, habe ich mir meine Bücherliste nochmal ausgedruckt, um nach den 2016 Büchern zu suchen, die ich noch nicht gefunden habe und dann ist mir eingefallen, daß ich  eine Einladung zur Kunst- und Antiquitätenmesse habe und da eigentlich vor der Schreibegruppe zum Preview hingehen wollte.

Das habe ich getan und mir in die Schreibgruppe doch die Idee mitgenommen, am Max Schröder zu schreiben und daß ich das Thema „Dämonen“ vorschlagen wollte, das hatte ich auch geplant.

Also gut, Peter Czak, Fritz Widhalm, Ruth Aspöck und Klaus Khittl in der Gruppe. An anderen Themen hat es noch „Künstler“ und „Sadomaso“ gegeben und die Ruth hat von den Dämonen in Kuba geschrieben. Klaus Khittl alle drei Themen miteinander verknüpft und ich habe wieder eine lange Szene geschrieben:

„Das Zittern war vorhanden, als Max Schröder am zweiten Adventsamstag aufwachte. Es war sehr stark sogar. Stärker als sonst und betrübte den alten Mann, der schon in der Vorwoche diesbezüglich nicht aus dem Haus gekommen war. Betrübte ihn sehr, denn es würde ihm vielleicht am Einkaufen hindern und sein Wochenende sehr belasten. War ja schon der zweite Adventsamstag und noch immer kein Adventkranz im Haus, was zu den Zeiten, in denen seine Frau Rosi noch gelebt hatte, unmöglich gewesen war. Sie hatte dafür gesorgt, daß rechtzeitig am ersten Adventsonntag, der grüne Kranz mit den vier Kerzen am Wohnzimmertisch stand und sie hatte auch die erste Kerze am Sonntagmorgen beim Frühstück mit feierlichen Gesicht angezündet. Und jetzt war schon der fünfte Dezember. Krampus oder Nikolaus, etwas, das er sich nicht merken konnte und immer durcheinander brachte, obwohl er dreißig Jahre seines Lebens Lehrer gewesen war. Es war weder der Kranz, noch Milch und Brot im Haus und er würde, wenn er es nicht schaffte, die Wohnung zu verlassen und die zwei Stockwerke  auf die Straße und in den Supermarkt hinunterzukommen, das Wochenende hungern müssen. Das Zittern seiner Finger, das ihn stärker denn je überfiel, zeigte schon an, daß er es nicht schaffen würde.

„Das sind die Dämonen, die mich beherrschen, liebe Rosi!“, dachte er solcherart bekümert und schaute auf seine  Hände hinunter, beobachtete seine Finger und schüttelte den Kopf. Die Dämonen hatten ihn überfallen. Nicht erst jetzt, sondern schon vor fünf Jahren waren sie aufgetaucht und hatten ihm seine Frau geraubt. An einem furchtbaren, heimtückischen Krebs war sie gestorben und hatte ihn zurückgelassen, der seither allein mit dem Leben zurecht kommen mußte. Dann war noch das Zittern gekommen. Der Arzt hatte  Parkinson diagnostiziert und seither schwankte er, wenn es hochkam, wie betrunken über die Straße. Machte einen schlechten Eindruck und brachte ihn zu Unrecht in den Verdacht, Alkoholiker zu sein. Obwohl er sein ganzes Leben lang abstinent gewesen war und kaum mehr als zu Sylvester ein Glas Sekt, zu Weihnachten und zu den Geburtstagen ein Gläschen Wein getrunken hatte.

Wenn es hochkam, wankte er solcherart über die Straße und in den Supermarkt, um Brot, Milch, Kartoffelpürree und Gemüse für die kommende Woche zu besorgen und wenn er Pech hatte, schaffte er es nicht einmal in sein Hemd hineinzukommen und sich die Krawatte umzuzubinden.

„Das sind die Dämonen, die mich heimgesucht haben, mich beherrschen und mich nicht mehr verlassen, Rosi!“, wiederholte er, blickte immer noch auf seine zuckenden Finger und trat ganz langsam mit wiederkehrenden Unterbrechungen an das Schlafzimmerfenster.  Sah hinunter auf die Mariahilferstraße, die sich langsam mit den Kaufwütigen zu füllen begann. Dorthin mußte er, auf die Straße und in den „Merkurmarkt“, um seine Besorgungen zu machen und vielleicht auch einen kleinen Krampus oder Nikolo aus Briocheteig für das morgendliche Frühstück zu besorgen. Das hatte Rosi, als sie noch nicht von ihm gegangen war und die Dämonen ihn noch nicht besessen hatten, so gemacht. Einen kleinen Krampus oder Nikolo für ihn und die Nichten und Neffen, die Kinder, seiner und ihrer Geschwister besorgt.

Das war jetzt vorbei. Rosi an einem fürchterlichen Krebs verstorben. Die Neffen und Nichten längst erwachsen und kümmerten sich nicht mehr um den alten Onkel Max, der mit zittrigen Händen im Unterhemd vor seinem Schlafzimmerfenster stand und auf das Treiben der großen Straße hinuntersah, die sich langsam zu füllen begann. Mit Kindern, mit Hausfrauen, mit Weihnachtsgeschenkeinkäufern und er sah richtig und hatte sich nicht getäuscht, mit einer Weihnachtsfrau. Kein dämonenhafter Krampus stand mit einer Kohlenbutte und einer rasselnden Kette auf der  Straße, sondern ein junges Mädchen mit einer rotweißen Mütze  und einem Weihnachtsmannanzug. Santa Claus läßt grüßen und das Christkind, das immer zu ihm gekommen war, als er klein gewesen war, gab es nur noch auf dem Weihnachtsmarkt am Rathausplatz, während unten ein junges Mädchen als Weihnachtsfrau verkleidet auf der Straße stand und Zuckerln und kleine Schokoladestückchen an die Kinder verteilte. Wenn er sich nicht irrte, hatte er das junge Mädchen auch vor ein paar Tagen, als es ihm das letzte Mal gelungen war, auf die Straße zu kommen und in die Ambulanz, zur monatlichen ärztlichen Kontrolle, zu fahren, in der U-Bahn gesehen.“

So das muß nun morgen in der Nika-Perspektive in den fünften Dezembertag. Mal sehen wie es mir gelingt. Krampusse und Nikolofiguren kann die Nika auch verteilen und Harald Schwabenender wird sie abholen und ihr da einen Brotteilkrampus mitbringen und die Jessica Nikolic wird vielleicht für den Max einkaufen gehen oder ihm dabei helfen.

Klaus Khittl hat nach meiner Lesung gesagt „Die Weihnachtsfrau kenne ich!“

Natürlich er hat ja die „Dreizehn Kapitel“ gelesen, ich weiß nicht genau, ob es wirklich solche gibt oder ich sie mir als Feministin so erfunden habe, aber seit der „Selma“ tauchen in meinen Texten immer wieder Personen auf, die schon in früheren Büchern erschienen.

Die Fritzi Jelinek in der „Pensionsschokdepression, die Fatma Challaki im „Sommernanowrimo“ und die soll sich  wieder mit dem traumatisierten Hassan unterhalten und die Nika, beziehungsweise die Idee eines Adventkalenders schleppe ich wirklich schon zweieinhalb Jahren mit mir mit.

Genau weiß ich nicht woran das liegt, vielleicht weil ich schon so viel geschrieben habe, vielleicht auch wirklich, weil ich eine so Schnelle bin, die aus Unsicherheit Themen anreißt und sie nie zu Ende bringt, eine Frau Sisyphus halt, aber da waren wir ebenfalls schon.

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