Literaturgefluester

2017-07-03

Neun Jahre Literaturgeflüster

Es ist so weit, das „Literaturgeflüster“ gibt es neun Jahre und ist mit seinen über dreitausend Artikel damit sicher zu einem Urgestein der literarischen Bloggerlandschaft geworden und seit dem ich mit dem Bloggen begonnen habe hat sich sicher viel verändert.

Damals hat es glaube ich noch nicht sehr viele Blogs gegeben, nur ein paar die mich, während sie über den Bachmannpreis 2008 diskutierten auf die Idee brachte es ebenfalls zu probieren, damals konnte man glaube ich sich auch kreativ ausbreiten und für sich herausfinden wie man es machen will.

Heute habe ich gelesen, gibt es über tausendzweihundert deutsche Litblogger und die berühmtesten schreiben schon Bücher darüber und geben Seminare, die die sogenannten Anfänger dann bevorzugt besuchen und die Diskussion, ob man überhaupt bloggen darf, was ein guter und ein schlechter Blog ist, hat mich auch von Anfang an verfolgt.

Für mich ist, meine Leser wissen es wahrscheinlich, das „Literaturgeflüster“ eine gute Möglichkeit auf mich und mein literarisches Leben hinzuweisen und mich solcherart zu präsentieren und ich führe eigentlich drei Blogs in einem, den, wo ich über die Veranstaltungen, die ich vornehmlich im Wiener Rum von Tag zu Tag besuche, berichte, den, wo ich die Bücher die ich lese bespreche und den über mein Schreiben.

Dann gibts immer noch ein bißchen, was Gesellschaftspolitisches, meine Reiseberichte oder überhaupt eine Art Tagebuch über mein literarisches Leben.

Ich finde es gut, daß es das gibt und, daß man das kann, schreibe viel, regelmäßig und lang, für meine Leser vielleicht ein bißchen ungenau, schleichen sich, wenn man das Blogen nach Beruf, Familie, dem Lesen und dem Schreiben in einer Stunde erledigen will, weil man  auch schlafen muß, sich immer wieder Flüchtigkeitsfehler ein und dann will ich  eigentlich auch plaudern und flüstern und keine wissenschaftlichen Abhandlungen machen.

Mir schwebt ein leichtes lockeres Plaudern über die Literatur, so hat es Ilse Kilic einmal genannt, eine Art Seitenblicke der Literatur vor, mein Kritiker Uli nennt das manchmal plappern.

Aber alles, was ich schreibe, stimmt oder ist meine persönlicher Eindruck und meine subjektive Meinung und weil ich vielleicht nicht alles zitieren kann und will, schreibe ich dann öfter, glaube ich, was meinen Kritiker auch störte, für mich aber eine Arbeitserleichterung ist.

So ist das „Literaturgeflüster“ in den neun Jahren seines Bestehens zu einem bedeutenden Archiv geworden und wenn man schnell wissen will, was  vor knapp neun Jahren literarischen los gwesen ist und welche Veranstaltungen es im September darauf in der „Alten Schmiede“ im Literaturhaus oder in der „Gesellschaft für Literatur“ gegegeben hat, wer beim „Volksstimmefest“ gelesen hat und wie es beim zweiten „Ohrenschmaus“ und auf der ersten „Buch-Wien“ gewesen ist, wird bei mir schnell einmal fündig und vieles findet man da wahrscheinlich auch wirklich nur bei mir.

Und da bekomme ich auch regelmäßig feedback und in der „Alten Schmiede“ oder im Literaturhaus auch meistens zu hören, daß man den Blog selbstverständlich kennen würde.

Gelesen wird er, glaube ich, nicht so viel und vielleicht auch nicht so regelmäßig und da ist wahrscheinlich die Meinung schuld, daß das, was im Netz zu finden ist, nichts Wert ist, eine Meinung, die ich nicht teile und die meiner Meinung nach auch oft nicht stimmt und dann wahrscheinlich auch, weil ich versuche einen großen Bogen zu spannen, gerne über den Tellerrand schaue und mich eigentlich für sehr viel interessiere.

Also genauso über experimentelle Literatur, die „MUSA-Veranstaltungen“, den „Bachmannpreis“ den „Buchpreis“ als auch über den „Blogbusterpreis“ oder Annika Bühnemanns Schreibchallenges berichtet und das passt vielleicht nicht alles zusammen und hat nicht die gleichen Interessenten.

Ich intteressiere mich für das „Selfpublishing“ genauso wie für Österreichs schöcnste Bücher, berichte über Frankfurt und Leipzig, aber auch über die Kleinst- und Kleinmessen, weil ich eigentlich alles interessant finde und so lese ich auch mal einen Comic von Ilse Kilic, man ein Chicklit so gar ein SM habe ich schon gelesen und seit zwei Jahren lese ich mich auch durch die Buchpreisliste und betätige mich als sogenannt inoffizielle Buchpreisbloggerin, vorher habe ich nur so darüber gerichtet und bin diesen Leseprobenbüchlein nachgerast.

Habe schon Arno Schmidt gelesen und so manchen Krimi und bin auch eine regelmäßige Besucherin der offenen Bücherschränke und schreibe dann über meine Funde.

So gesehen, seit es die Schränke und die Rezensionsexemplare gibt, die sich bevorzugt nach meinen Bp-Anfragen eingestellt haben, lese ich auch sehr viel.Ich lese eigentlich jedes Buch zu Ende,  schreibe auch über jedes und auch da bevorzuge ich das leichte Plaudern.

Ich vergebe keine Sterne, Hauben oder Mützen und schreibe eigentlich auch nie,Inhalt, ja ich  das ist ein Flop sondern erzähle den Inhalt, ja ich bin eine bekenndende Spoilerin und sehe darin eigentlich nichts Schlechtes, sondern eine Erinnerungshilfe. Deshalb schreibe ich über die gelesen Bücher auch, gebe, wenn ich kann, ein Portrait des Autors und wenn möglich noch eine Verbindung zu mir und meinem Schreiben. Ich lese auch sehr viele Blogs, kommentiere dann auch gern, bin seit dem Vorjahr auch, was ich sehr schön und spannend finde, auch in der „Blogger-Debutpreis-Jury“ und benütze meinen Blog, was ich nach und nach entwickelt hat, auch für die Darstellung meines Schreibens.

Da werkle ich zugegeben ein wenig oder sehr isoliert vor mich hin, weil sich wahrscheinlich niemand für meine inzwischen über vierzig selbstgemachten Bücher interessiert.

Mein Kritiker Uli hat sich auch darüber belustig, aber was ist so schlecht daran, seine Bücher selbst herauszugeben, wenn es mit der Verlagswelt nicht klappt und das tut es bei mir irgendwie nicht, obwohl ich mich trotzdem für keine Hobbyautorin halte und  seit ich blogge auch nicht mehr versuche einen Verlag zu finden.

Als ich zu bloggen angefangen habe, habe ich gerade an der „Radiosonate“ gearbeitet, damit hatte ich dann 2009 sogar eine Radiosendung, das „Haus“ ist  gefolgt und bei beiden Büchern hat es dann schon eine Vorschau gegeben, die ich auch beigehalten habe.

Ist ein Buch beim Fertigwerden, gibt es eine Vorschau und ist es dann da, nehme ich es in die Hand und lasse mich damit fotografieren.

Seit einigen Jahre versuche mit drei Fragen und einen Gewinnspiel auch eine sogenante Leserbindung herzustellen, das, ich weiß auch nicht warum, funktioniert bei mir nicht sehr, obwohl ich, regelmäßige Leser habe, die mir immer wieder Mal ein „Gefällt mir“ schicken. Die kommetieren aber offenbar nicht so gern und wollen keine Bücher gewinnen oder rezensieren.

Nun gut, ich mache das, glaube ich trotzdem weiter, weil ich es für eine gute Darstellungsform halte und habe auch vor beim nächsten Buch, das ist dann das „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“ eine Leserunde vorzuschlagen und da wär es gut, wenn sich fünf Leute fänden, die mit mir über das buch diskutieren wollen.

Bei den „Berührungen“ habe ich ein „Mimikry-Spiel“ gemacht und das hat einmal geklappt und ich habe auch ein paar andere Aktionen, die sich durch das Bloggen entwickelt haben.

So ist   das „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ mit ausgewählten literarischeren Texten herausgekommen und die „Nika Weihnachtsfrau“ wird man jährlich im Dezember auszugsweise finden können und das letzte, was ich schreibe besteht inzwischen überhaupt nur aus Blogartikeln, da habe ich ja im Mai angeregt von Annika Bühnemann zehn Geschichten Challenge damit angefangen zu meinem Handlungsgerüst einfach Geschichten zu schreiben, so sind vier oder fünf im Mai entstanden, dreizehn im Juni und jetzt hat sich herausgestellt, daß ich damit eigentlich fertig bin und das das Ganzue wahrscheinlich nur mehr zusammenstellen muß, daß man also „Besser spät denn nie“ jetzt schon als Ganzes im Blog finden kann und natürlich wird es dann wahrscheinlich auch ein Buch geben.

Das sind so die Blogexperimente und die Blogerfahrungen, die ich in den letzten neun Jahren gemacht habe und ich wiederhole es auch gerne, mir hat das Bloggen großen Spaß gemacht.

Als ich damals vor neun Jahren mit meinen ersten paar Sätzchen fertig war, hatte ich schon einen Kommentar einer Niederösterreichin. Auch das hat sich intzwischen geändert, inzwischen kommentieren die Leute nicht mehr so gern sonder liken oder twittern.

Ich hatte im ersten Jahr aber eine Handvoll Kommentierer oder Leser, die Anni Bürkl, Cornelia Travnicek, Otto Lambauer, Andrea Stift, Sarah Wipauer, Consens, der liebe Rudi, etcetera.

Die sind irgenwie  verschwunden und die die Kritiker, Frau Heidegger, JuSophie und der Uli kamen und natürlich kann man meine Rechtschreibfehler bemängeln obwohl ich diese Debatte eigentlich müßig oder engstirnig finde. Ich schreibe lange Sätze und scheine manchmal etwas unverständlich zu sein.

Das ist etwas was mich ein wenig verwirrt, wiel ich ja eigentlich denke, ich schreibe ohnehin sehr einfach und erkäre alles hundert Mal, aber das Netz fördert wahrscheinlich das flüchtige Lesen und da macht man es mit langen Artikeln wahrscheinlich schwer. Aber die langen Artikeln haben sich bei mir so entwickelt und ich stehe auch dazu, daß man bei mir alles sehr genau und ausführlich finden kann.

So gesehen hat sich in den letzten neun Jahren viel verändert, denn damals habe ich für die GAV ja noch die „Mittleren“ und den „Tag der Freiheit des Wortes“ organiert, war in einer BUMUK Jury, jetzt gehe ich auch noch zu den GAV-Sitzungen, lese beim „Volksstimmefest“ und bei der „Poet-Night“ organisere aber nicht mehr und werde auch nicht sehr oft eingeladen.

Beim „Ohrenschmaus“ bin ich noch immer, jetzt in der Blogger-Jury, lese inoffiziell die Buchpreisbücher und gebe eingentlich über alles Literarisches ungefragt meinen Senf und meine Meinung ab.

Im Dezember werde ich wieder die „NIka“ in den Blog stellen, beim zehn Jahresfest wird es sicher wieder ein großes Gewinnspiel geben obwohl das mit den dreißig Fragen zu den dreißig Büchern ja auch ein Flop war.

Aber ich tue was ich kann und wenn es mir schon nicht gelungen ist in den Literaturbetrieb hineinzukommen, ich weiß noch immer nich so ganz wieso, so mache ich es eben in diesen Rahmen, gehe seit über vierzig Jahren mehrmals in der Woche zu literarischen Veranstaltungen, lese pro Jahr etwa hundertfünzig Bücher und schreibe selber drei bis fünf, die ich seit 2000 selber herausgebe und jetzt vermehrt im Blog darstelle und präsentiere.

Schade, daß ich damit nicht sehr auffalle. Ich tue es aber trotzdem weiter intensiv mit Herzblut und wer sich dafür interessiert, wird wahrscheinlich viel bei mir finden und wenn  mir wer mir seine Meinung über den Blog sagen will, wird mich das freuen.

Ich vergebe auch gern ein Buch nach Wahl dafür, wenn eine diesbezügliche Diskussion entstehen kann und werde sicher weiter machen.

So gesehen freue ich mich schon auf das zehnte Jahr, gehe jetzt in meine Sommerfrischenwochenenden, vorerst ist ja noch die Sommerakademie und der Bachmnnpreis. Auch das ist gleichgeblieben und dann nehme ich mir meine Fortsetzungsgeschichten her und versuche einen Roman oder wahrscheinlich eine Erzählung darüber zu machen und auch darüber werde ich berichten und meine Leser daran teilnehmen lassen.

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2015-07-03

Sieben Jahre Literaturgeflüster

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Heute ist es sieben Jahre her, daß die „Literaturflüsterin“ eine offenbar sehr erfolglose seit ihrer Matura schreibende Frau, die seit dieser Zeit oder seit es in Wien die „Alte Schmiede“ gibt, fast täglich zu Literaturveranstaltungen geht, schon seit der Kindheit aus dem Bücherkasten ihrer Eltern oder kurzfristig aus den städtischen Büchereien viel gelesen hat, als Studentin habe ich mir die Bücher auch gekauft, später, als mir die Verlage meine Manuskripte zurückschickten oder formlos „Leider nicht!“ schrieben, habe ich damit aufgehört, bin 1996 auf eigene Faust nach Klagenfurt zum Bachmannlesen gefahren und habe mir, als das dann möglich war, den Wettbewerb live über meinen Laptop gegeben, so auch 2008. Da bin ich darauf gekommen, daß sich in den Mittagspausen einige Blogger hinsetzen, um darüber zu schreiben und so ist die Idee zum „Literaturgeflüster“, das ursprünglich „Eva Jancaks Literaturgeflüster“ heißen sollte, entstanden.

„Kann ich das auch?“, habe ich, glaube ich, den Alfred gefragt, der mir etwas von „Veranstaltungen und Büchern über die ich schreiben könnte“ antwortete und so habe ich, schnell, schnell, der Alfred mußte auf die WU und ich bin eine Computerniete, den ersten sehr kurzen Eintrag über die „Sommerfrische“ geschrieben, denn dahin war ich ja  unterwegs und im ersten Sommer hatte ich in Harland kein Internet.

Also nur sehr kurze und alle paar Tage Artikel, die von Autoren wie Elfriede Jelinek, Angelika Reitzer handelte und als wir am „Nordpol“ wo wir mit der Anna zu Alfreds Geburtstag wahrscheinlich essen waren, Gustav Ernst gesehen haben, habe ich darüber berichtet, auch daß es in Passau, da waren wir ja mit den Hundertmarks Radfahren, ein Plakat mit der Mitteilung, daß dort Manfred Chobot gelesen hat und so ist das Literaturgeflüster entstanden und die unermüdliche Bloggerin, die sich manchmal im worldwide Netz sehr inoffiziell und verloren fühlt, aber seltsamerweise schon auf den ersten Eintrag einen Kommentar bekommen hat.

Christiane Zintzen hat sich  gemeldet und mich in der Bloggerwelt willkommen geheißen und als ich dem Otto davon erzählt habe, hat der auch gleich zu bloggen angefangen und inzwischen wieder aufgehört.

Der hat mir dann eine Zeitlang sehr sehr aufmunternde Kommentare geschrieben und auf seinen Blog berichtet, daß er Andrea Stift in Zeitschriften wie „Kolik“ oder „Manuskripte“ gelesen hat, worauf sich die bei ihm meldete und ich das auch auszuprobieren begann, ob das funktionierte.

Hat, so habe ich sie kennengelernt und als es dann ein bißchen später die erste „Buch Wien“ gab, hat Cornelia Travincek auf dem Literaturcafe darüber berichtet, ich habe ihr geantwortet, daß man zu dem „Droschl-Verlagsfest“ ins Schauspielhaus keine Einladung brauchte und so haben sie, der Otto und Andrea Stift mir zu meinem ersten Geburtstag gratuliert.

Das waren noch Zeiten, könnte man sagen, denn dann hat sich bald meine erste kritische Stimme oder Spamerin Frau Haidegger gemeldet und hat ihre leicht provokanten Kommentare abgegeben, daß man bei der „Poetnight“ oder dem Volksstimmefest nicht lesen soll, wenn man nicht Marlene Streeruwitz, Goethe oder Thomas Bernhard heißt, etwas worauf ich natürlich antworten muß und es haben sich mir auch einige angeschlossen.

Ilse Kilic, die GAV Sekretärin hat meinen Blog gleich toll gefunden, einige andere Kollegen haben es dgegen für anmassend empfunden, daß ich über sie und ihre Veranstaltungen, die ich besuchte, schreibe, aber ich habe mir gleich von Anfang an vorgenommen, nie zu verreißen, sondern immer wertfrei zu berichten, trotzdem hat mich Katharina Riese in der „Alten Schmiede“ einmal scharf angefahren, als ich sie nach dem Datenschutz fragte, wenn man „Billa-Rechnungen“ in seinem Buch abdruckt und Hans Raimund hat mein Bericht über die slowenische, Kärtner und italienitsche Literatur, die ich im Literaturhaus hörte, auch nicht gefallen.

Paul Jaeg hat sich gemeldet und gemeint, ich solle ihm ein Manuskript für das übernächste Jahr schicken, das habe ich mit der „Sophie Hungers“ über die ich mit Frau Haidegger ja sehr intensiv diskutierte, getan, aber, weil ich sehr ungeduldig bin, gleichzeitig auch an den „Digitaldruck“, denn ich mache mir meine Bücher seit 2000 ja selbst und so hatte ich, als mir seine Tochter  absagte, schon eine Lesung bei den „Textvorstellungen“ und damals, 2008, 2009 habe ich für die GAV ja noch den „Tag der Freiheit des Wortes“ organisiert, seit 2001 habe ich das getan, dann hieß es nur mehr eine Veranstaltung, ich habe mich für die „Mittleren“ entschieden, die ich jetzt auch nicht mehr mache, weil ich nicht  mehr im „Literaturhaus“ lesen darf und es mit dem Amerlinghaus eine Zeitlang sehr schwierig war und es mich auch nervte, wenn  jeder, den ich eine Einladung entgegenstreckte den Kopf schüttelte und „Keine Zeit, keine Zeit!“, antwortete.

2008 war ich aber in der Jury für die Buchpreisprämien und in der des „Ohrenschmauses“ bin ich seit 2007 auch, also vielleicht doch nicht so literarisch unbedarft, wie sich meine zweite Kritikerin Ju Sopie, die glaube ich, über Thomas Wollingers Blog, den ich eine Zeitlang kommentierte, zu glauben schien. Der hat meine „Mimi“, den Roman, wo ich die Ereignisse um den deutschen oder Leipziger Buchpreis mit dem Schreiben mit Lernbehinderung verband, nicht gefallen, das ist sehr schade, aber ich schreibe weiter und meine Blogartikeln sind auch immer länger und länger geworden.

Der Otto hat mich schon mal gefragt und Friedrich Hahn hat das in der „Alten Schmiede“ vor kurzem wiedergetan, ob ich meinen Blog, der inzwischen wirklich ein sehr wunderbares und umfangreiches Archiv des Wiener Literaturbetriebs ist, auch wenn er sehr subjetiv geschrieben ist und auch ein paar Rechtschreib- und Flüchtigkeitsfehler hat, nicht veröffentlichen will?

„Nein!“, habe ich den Otto, damals warhscheinlich so zwischen 2009 und 20010 gesagt.

„Da müßten die Verlage selber kommen!“

Aber 2012 kam eine Krise mit der „Wiedergeborenen“ und „Paula Nebel“, die, wie ich inzwischen glaube, keine meines Schreibens war, sondern, daß ich blogge und blogge und keiner antwortet mir darauf, so ist die Idee des „Literaturgeflüster-Texte-Buch“ entstanden, daß es seit 2013 gibt und dazu gibt es auch schon eine sehr schöne Rezension von Lev Detela. Leider ist es mir nicht gelungen, auch eine solche im „Literaturhaus“ zu bekommen, aber Gerhard Jaschke hat sich sehr begeistert gezeigt und ich denke, das Bloggen ist  eine sehr schöne Eigenintiative, die man nutzen kann, es einfach selber zu versuchen, wenn es im Literaturbetrieb nicht geht, also daneben oder nebenbei und das ist nicht aggressiv oder negativ, auch wenn ich als echte Wienerin, wahrscheinlich eine Jammerin bin.

Eine schöne Sendung in Ö1 hatte ich 2009 auch und 2010 mit Anni Bürkl, die mich eine Zeitlang kommentierte, eine Diskussion, die sich ergab, als“ leselustfrust“ „Ausgetanzt“ besprochen hat, eine Diskussion über die Qualität, die mich seither ein bißchen verfolgt, weil es im Internet offenbar üblich ist schnell einmal zu schreiben „So etwas schlechtes habe ich noch nie gelesen“, „Was ist denn das für ein trotteliger Artikel“, etc.

Ich habe mir vom Anfang an angewöhnt, darauf zu antworten, das auch sehr freundlich zu tun und trotzdem meine Meinung zu sagen, da das Bloggen für mich sehr wichtig ist und auf Hans Raimunds Frage, was ich damit will, noch einmal zurückzukommen, ja ich will mich damit im Literaturbetrieb präsentieren und auf mich und mein unermüdliches Schreiben und mein Interesse an der Literatur hinweisen und auch mein großes Wissen, das ich habe, weil ich seit fast vierzig Jahren fast täglich zu Veranstaltungen gehe, den anderen zur Verfügung stellen, wenn sie das wollen.

Der Erfolg, hält sich, wie beschrieben in Grenzen, aber wenn ich in die „Alte Schmiede“ oder sonstwohin gehe, kann es inzwischen schon passieren, daß Leute von denen ich nicht wußte, daß sie mich und meinen Blog kennen, auf mich zukommen und mich darauf angsprechen.

So haben sich Judith Nika Pfeifer und Andreas Pittler einmal bei mir für meine Berichterstattung bedank und Robert Sommer hat im Geflüster nachgesehen, was ich schreibe, als er bei der zweiten „Weltbefragung“ nicht war, aber da war ich im „Theaterbrett“ beim „Literarischen Lenz“ und als Marie Therese Kerschbaumer im Literaturmuseum gelesen hat, habe ich ihren Namen und Eva Jancak Literaturgeflüster auch bei meinen Suchanfragen gehabt.

Ich war, glaube ich, auch die erste die über Valerie Fritsch berichtet hat, die ja heuer beim „Bachmannpreis“ liest und als sie den FM4 Preis gewonnen hat, häuften sich die Suchanfragen und als Rolf Schwendter starb, hat  Gerhard Jatzek bei seinem Nachruf Alfreds Foto vom Volksstimmefest verwendet.

Anfragen bezüglich Fotos sind auch schon öfter gekommen und das von Nikoleiken gibt es inzwischen in einem Katalog über das jüdische Leben in Ostpreussen beziehungsweise dessen Vertreibung.

Die Artikel sind sind den sieben Jahren immer länger geworden und häufiger, zuerst fast jeden Tag, jetzt gibt es manchmal zwei, denn 2010 hat der erste offene Bücherschrank in Wien eröffnet, inzwischen gibt es zahllose Kästten und Kisten an beinahe jeden Ort und so habe ich mir inzwischen zwei neue Bücherregale in Wien und Harland gekauft,  mein Leseverhalten hat sich eindeutig gesteigert und die Bloggerwelt hat sich auch verändert, vor allem in Deutschland gibt es eine sehr aktive Szene, die nach Leipzig und nach Frankfurt fährt und auch den dBp eifrig und offiziell bebloggen.

Ich tue das seit sieben Jahren „wild“,“noffiziell“ aber auch sehr bemüht und gründlich in meiner subjektiven Art, in der ich auch schon einmal berichte, daß ich auf dem „Volksstimmefest“ lese,  gegen die schwarz blaue Regierung war und es für einen Wahnsinn halte, daß die ÖVP noch immer keine Gesamtschule will.

Ich blogge für mich und mein Gedächtnis, auch wenn ich immer wieder Rezensionsexemplare anfrage, die mal bekomme und mal nicht und da auch schon einmal eine herbe Antwort, wie „Das ist ja nur ein Blog!“, bekommen habe oder sich die „Deuticke-Pressedame“ über meine elendslange Leseliste wunderte, auf die aber sehr stolz bin, auch wenn ich zugebe, daß ich bei meinen Bücherbeschränkungsplänen immer wieder scheitere.

An die fünfunddreißig selbstgemachte Bücher sind es inzwischen auch geworden und seit dem ich blogge sind einige neue und sehr schöne hinzugekommen.

Ich habe mich auch den Gewinnspielmoden, die ich auf den anderen Blogs kennenlernte, angeschlossen und seit einiger Zeit gibt es bei mir bei jeder „Vorschau“ die ich immer auf meine neue Bücher mache, drei Fragen und das entsprechende Buch zu gewinnen und vor zwei Jahren zum fünften Geburtstag und dem dreißigsten Buch, habe ich einen „Dreißig Fragen- zu dreißíg Bücher- Katalog“ entwickelt, da war ich auch in Radio Fro, trotzdem hat sich für mich und meine Bücher niemand interessiert, was einerseits sehr traurig ist, aber andererseits auch nichts macht, denn die Ära der Selbstpublischer ist in den sieben Jahren auch gekommen, auch wenn „Wikipedia“ meine Digitabücher mit dem Argument „Nur Verlagsprodukte“ hinausgestrichen hat.

Macht ja nichts, ich kann sie auf meinen Blog promoten, weil ich es noch immer nicht geschafft habe, meine Bücher auf „Amazon“ zu stellen und das wahrscheinlich auch weiterhin nicht tunen will, also nur im Literaturgeflüster, diesen beharrlichen Blog, einer literarisch beseessen schreibenden Frau und Psychologin, der inzwischen seine 276 000 Aufrufe, an die 2285 Artikel und wenn die Worldpress Statistik stimmt, 990 Kommentare hat.

Eine schöne Zahl und als ich um Pfingsten herum, einen etwas regeren Zulauf hatte, habe ich gedacht, daß ich es vielleicht zum Geburtstag schaffe, den Tausender zuerreichen.

Scheint nicht so sein, also ergreife ich die Gelegenheit zu einem Aufruf, mir zum Geburtstag zu gratulieren, vergebe an den tausendsten Kommentierer ein Buch aus meiner Produktion nach Wahl und verspreche, daß ich auf den 999 Kommentar nicht selber antworten werde und eine Lesung zum Geburtstag gibt es auch, nämlich das „Wiedner Hauptstraßen Straßenfest“, da lese ich um 17. 30 in der Buchhandlung auf Nummer 131 und lade meine Wiener Leser herzlich ein, zu kommen,  mit mir auf den Geburtstag anzustoßen und verspreche jeden, der mich darauf anspricht, so weit vorhanden, eines meiner Bücher vom Büchertisch.

Feiern wir zusammen  Bloggeburtstag, denn ich finde es schön, daß es die Möglichkeit des Digitaldrucks, des Selbermachen und des Bloggens gibt und, daß jeder nachlesen kann, was ich seit 2008 geschrieben,  bzw. gelesen habe und bei welchen Veranstaltungen ich war, finde ich auch sehr schön.

Eine vielleicht verrückte Idee trage ich auch in meinen Kopf herum.

„Die offiziellen Bücherblogger“ um „Buzzaldrin“, „Schöne Seiten“, „Sätze und Schätze“ und „Klappentexterin“ haben mich darauf gebracht, daß ich ab dem zwanzigsten August, ja wirkliche eine Rezensionsanfrage stellen, mich in die Buchhandlungen setzen, mit dem lieben Otto, der das vielleicht auch wieder macht, vernetzen,  mir auch die anderen Bücher kaufen und eine eigene Shortlist machen und ins Netz stellen könnte, auch wenn ich meine Leseliste damit gehörig durcheinanderbringe.

Mal sehen, noch ist Zeit und jetzt gibt es das Bachmannlesen zu verfolgen, mit dem alles angefangen hat, also feiern und sich freuen!

Mit dem lieben Rudi, meinem eifrigsten Kommentierer, der das schon sechundsechzig Male tat, das hätte ich jetzt fast vergessen , kann ich wahrscheinlich auf jeden Fall anstoßen, denn,  der liest vor mir, was ein weiterer Grund ist, sich das Wiedner Hauptstraßen Straßenfest, das nur bei Schönwetter stattfindet, anzusehen.

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