Literaturgefluester

2019-06-11

Pfingstmontag mit Christoph Braendle

Publikum

Publikum

Richard Weihs

Richard Weihs

Weil der Alfred am Dienstag nach Pfingsten immer auf Betriebsausflug fährt, sind wir schon am Montagnachmittag von Harland nach Wien gefahren und konnten so zu den „Wilden Worten“ ins Amerlinghaus gehen.

Denn Richard Weihs ist ja ein Hardliner, der ja auch am Ostermontag und zu Pfingsten seine Veranstaltungen macht, diesesmal mit dem 1953 in Bern geborenen Christoph Braendle, von dem ich, als es noch die Büchertürme und die „Literatur im März“ gab, mir von dort „Jede Menge Kafka“ mitgenommen und gelesen habe.

Den „Meermacher“ sehe ich gerade, muß ich auch wohl irgendwo gefunden haben und wenn ich mich nicht täusche, war ich auch schon einmal in der „Alten Schmiede“ bei einer Lesung.

Jetzt ging es, um das noch druckfrische neue Buch, wieder in der „Bibliothek der Provinz“ erschienen.

„Aus den Augen“, heißt es und der Text der im Programm steht, lautet: „Eine Dreiecksbeziehung im Schatten männlicher Altersimpotenz“.

„Nun ja, nun ja!“, könnte man da schreiben, vor allem wenn man es als ältere Frau, nicht so gerne mit der männlichen Erotik hält.

Der Journalist und Autor, der glaube ich, auch in Marokko lebt und dort Zimmer vermietet, las jedenfalls drei Stellen daraus, nämlich die, wo der Ich- Erzähler in einem Cafe in Rom von einem Deutschen angesprochen wird, der möchte, daß er seine Frau nackt malt.

Dann, die, wo der Deutsche etwas aus seinem Leben erzählt und dann noch, weil, wie Christoph Braendle meinte, die Veranstaltung ja „Wilde Worte“ heißt, noch eine sehr erotische, wo der Maler, die üppigen Formen der üppigen Lisa malt, sich dabei vorstellt, wie er den Auftraggeber mit dieser Frau betrügt, bezeihungsweise mit ihr nach Üaris durchgehen wird.

Man soll sich nicht über den Inhalt täuschen, meinte der Autor noch am Schluß, denn da ist vielleicht nichts so, wie es scheint und solle das Buch kaufen und sich selbst überzeugen.

Christoph Braendle

Christoph Braendle

Christoph Braendle

Christoph Braendle

Der Alfred hat es getan, jetzt kann ich es auf meine lange Leseliste sitzen und abwarten, bis ich zum Lesen komme, vorläufig ist aber Norbert Gstrein mit seinen „Kommenden Jahren“ dran, was ich mir von der Trude K. zu meinem letzten Geburtstag wünschte.

Ja und das Wunschgedicht vom letzten Mal, wo Richard Weihs schon eine prophetische Wende vorausnahm, denn das Gedicht habe ich mir ja vor der „Ibiza-Affaire“ gewünscht:

„Mausi, Mausi komm heraus und lauf,

im Reiseladen ist heut Schlußverkauf!

Buch einen Flug gleich bei Ibiza-Tours,

dort geht der Herrenmensch auf Kuschelkurs.

Und Red Bull- Wodka macht geistige Nullen

in Nullkommanichts zu geilen Bullen.“

Spannend, spannend, für meine Works on progess werde ich es wohl nicht brauchen, obwohl ich das „zweite Literaturgeflüsterbuch“ wieder mit dem „Literaturarchiv-Gedicht“, einleiten werde.

 

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2019-05-13

Wieder bei den Wilden Worten

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:16
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Jetzt  war ich ja zweimal nicht bei den „Wilden Worten“. Am elften März war das nicht geplant, denn da hat ja im „Tiempo Nuovo“, die Abschiedslesung von der Bruni stattgefunden, bei der ich dann allerdings auch nicht war, weil abgestürzt und mit dem Gips im Krankenhaus und im April hatte ich noch meine Veranstaltungspause, allerdings Karin Ivancsiscs „Die Gastgeberin“ inzwischen schon gelesen und jetzt habe ich mich, als ich Rchard Weihs Einladung bekommen habe, dafür entschieden, obwohl in der „AS“ ja, glaube ich, gerade das Lyrikfestival  „Dichterloh“ stattfrindet, aber Stefan Kutzenbergers Roman „Friedinger“ klang interessant und von Stefan Kutzenberger hatte ich in der Vorwoche auch noch nichts gehört. Das hat sich zwar inzwischen geändert, da er nächste Woche auch im Cafe Westend lesen wird und am Donnerstag bei Stephan Teichgräbers Centrope-Festival“, also doch umdisponieren?

Ging nicht, weil schon eine sechs Uhr Stunde, also werde ich den 1971 in Linz geborenen Literaturswissenschaftler demnächst zum dritten Mal hören, was ich ja eigentlich zu vermeiden versuche, aber ein Roman, wo der Protagonist Stefan Kutzenberger heißt, klingt interessant, obwohl das ja nicht so neu ist.

Der macht dann noch einen Schreiburlaub in Griechenland, wo er den Herrn Friedinger trifft und der erzählt ihm etwas von einem „Noricum-Skandal“ und verbotenen Waffenlieferungen, wie in der Ankündigung steht.

Dann kam es doch ein bißchen anders, denn der junge Mann, dessen Debut bei „Hanser“ erschienen ist, erzählte etwas von  Bob Dylan und dann von einer Sexszene im einer Clelia und dann doch das oben erwähnte, aber um nicht zu spoilern konnte er nichts von der Krimihandlung lesen, weil er wollte doch die drei mitgebrachten Bücher verkaufen.

Also ging es um Sex statt, um Crime bei der Lesung und Richard Weihs bedauerte, daß er dann nicht das, sondern die „Noricum-Handlung“ ins Programm geschrieben hat.

Dem Publikum hat es trotzdem gefallen und applaudierte heftig und bei den Wunschgedichte, die dann verlesen wurde, konnte ich erahnen, wer aller im April im Publikum war.

Die Mechthild Podzeit-Lütjen, die Ruth Aspöck, die Judith Gruber-Rizy, die Susanne Toth, das who ist who, der heimischen Literaturszene und wahrscheinlich der Freundeskreis von Karin Ivansciscs. Diesmal waren Margit Heumann da, ein Autor, der vor cirka einem Jahr gelesen hat und ein paar Freunde von Stefan Kutzenberger und ich kann gespannt sein, welche Szenen er am Donnerstag und Dienstag lesen wird und, wie er dann sein Publikum unterhält?

Freie Wildbahn hat es diesmal keine gegeben, beziehungsweise keinen Autor, der sich honorarlos in sie hineinbegeben wollte. So habe ich meine Wunschgedichtworte, auf das Wunschgedichtformular geschrieben, ein bißchen in dem Buch geblättert und mir auch von Margit Heumann versichern lassen, daß sie morgen in den „Republikanischen Club“ kommen wird.

Und weil der Alfred ja in Kuba ist, gibt es diesmal kein Bildmaterial

2019-01-14

Wunschgedichtesammlung

Ich gehe ja schon sehr lang und regelmäßig zu den „Wilden Worten“, die Richard Weihs mit Franz Hütterer und Michaela Opferkuh, ich glaube, zuerst einmal im „Siebenstern“ kreirt hat. Die Idee ist, glaube ich wieder von Martin Auer gekommen, der das letzte Mal Gast dort war.

„Wilde Worte – Wunschgedichte und freie Wildbahn“ heißt der ganze Titel und die freie Wildbahn bedeutet, daß jeder, der, das will, im Anschluß lesen kann, während für den Beginn ein Gast eingeladen wird, ich war das 2009 mit der „Sophie Hungers und dem „Haus“.

Damals war noch Franz Hütterer dabei und für die freie Wildbahn finden sich nicht immer Leute, die ihre Texte lesen wollen, ich habe das einmal vor meiner offiziellen Lesung getan, konnte mich aber nicht mehr genau erinnern, ob das an dem Tag war, wo Judith Gruber-Rizy gelesen hat. Da war ich das erste Mal bei der Veranstaltung und  Publkum, bin ich regelmäßig da und fülle auch regelmäßig das Formular für das Wunschgedicht aus und irgendwann ist mir die Idee gekommen, daß ich die Worte, die man da darauf schreiben soll, die in dem Gedicht vorkommen sollen, passend für mein jeweiliges Work in Progress wählen kann, bei der „Anna“ war das dann das erste Mal.

Simon Konttas

Simon Konttas

Simon Konttas

Simon Konttas

Da ist das Gedicht

„Anna kämpft gegen ihr Vergessen an

Dr. Alzheimer saugt ihr Gedächtnis aus

wie weiland graf Dracula die Jungfrauen

und der Stahlenschutzstecker hilft kein Deut

gegen die Überhitzung ihrer alten Heizdecke,

die sie wieder einmal vergessen hat abzuschalten

Und während die allerletzte Erinnerung verglimmt

erhellt das lodernde Bett ihr ewiges Schlafzimmer.“

Als Sophie Reyer die Gästin war, war das Buch fertig und ich im Anschluß, weil man ja nur einmal als Gästin lesen kann, Buch und Gedicht in der freier Wildbahn vorgestellt und mir eifrig weiter gewünscht, so wie ich  auch in den Schreibgruppe immer Szenen für mein jweiliges Work on Progress geschrieben habe.

Als ich mit dem Alfred bei einer Führung im Literaturarchiv war, habe ich eigentlich im Anschluß in die „Alte Schmiede“ gehen wollen, aber die Führung hat zu lang gedauert und wir wären zu spät gekommen, während die „Wilden Worte“ ja erst um acht beginnen und dann ist, glaube ich, das schönste oder treffenste Wunschgedicht entstanden, das in den „Berührungen“ zu finden ist:

„Da steh ich da und steh auch voll daneben

mit Schreibblockaden kann ich aber leben

nur eines schmerzt mich dabei wirklich tief

so komm ich nie ins Literaturarchiv“

Da habe ich das Buch nach Fertigwerden Richard Weihs sozusagen als Belegexemplar übergeben. Es aber bei den „Wilden Worten“ nicht vorgestellt. Dafür aber am Volksstimmefest, als dort in Arbeit das Thema war. Da habe ich die Szene im Himmel mit Stefan Zweig, Heimito von Doderer und Anne Frank am Fest gelesen und vorher das Gedicht und bei der Benefizveranstaltung ums Amerlinghaus, dasselbe auch noch einmal.

Manchmal geht auch etwas schief, wenn man soviele Wunschgedichte wie Richard Weihs verfaßt. so ist das Gedicht zum „Bibliotheksgespenst“ eigentlich kein Gedicht, sondern ein Prosatext geworden, den ich dann als Beschreibungstext verwendet habe und bei der „Unsichtbaren Frau“ hat  Richard Weihs aus dem „Schäfchen“ ein „Schälchen“ gemacht, obwohl es ja das Schäfchen ist, das Amanda Siebenstern, die Tarnkappe aufsetzt und sie damit zu Minister Basti schickt.

Das Buch ist jetzt fertig und so ist mir die Idee gekommen, es bei den heutigen „Wilden Worten“, wo der in Finnland geborene Simon Konttas, der bei „Sisyphus“ und auch sonstwo einige Bücher herausgebracht hat, vierzehn unveröffentlichte Gedichte und den Teil einer Erzählung, wo ein Mann aus Rache, weil er nicht zur Hochzeit seiner Tochter eingeladen wurde, ihr einen bösen Strech spielt, gelesen hat, wieder in der „Wildbahn“ aufgetreten und das Buch vorzustellen, also das Gedicht:

„Wahlkampf im düsteren Reich der Schattenspieler

Die Kanditaten nehmen eh alles auf ihre Tarnkappe

Die Jury schlürft charmant ein Schälchen Schierling.

Schwarzblaue Schlagschatten fallen schräg zu Boden.

Zwischen den Wahlurnen aber geistert gespenstisch,

tief verschleiert, ohne ihren Gatten,

die unsichtbare Frau ohne Schatten.“

Dann habe ich die fünfte und erste Schäfchenszene gelesen, die ich ja bei dem „Writersretreat“, das ich weil ich über den Schreibmarathon, wo ja ein Teil des Rohkonzepts entanden ist, gebloggt habe, bekommen habe, meiner Schreibpartnerin vorgelesen habe und während des Marathons habe ich  die „Nobelpreisszene“, die auch im Blog zu finden ist, Feedback geholt und gelesen habe ich aus dem Buch, das ja  Anfang Jänner erschienen ist, wo man sich noch für die Leserunde melden kann, auch sehr viel.

Wer errät wo und was ich jeweils gelesen habe, hat auch noch die Chance ein Buch zu gewinnen.

Die Antworten sind, glaube ich, im Blog zu finden und für die „Magdalena Kirchberg“, mein derzeitig work on Progress, habe ich mir auch ein Gedicht von Richard Weihs gewünscht:

Eva Jancak

Eva Jancak

Eva Jancak

Eva Jancak

„Magdalena Kirchberg sag, was tust du da? Seit Stunden schon

sitzt du an der Kreuzung in deinem weißen BMW und bloggst

einen Roman von ungeheurer Menge in dein schwarzes Smartphon!

Sag siehst du nicht? Die Ampel springt von Rot auf Grün auf Rot

und bald schon, Magdalena Kirchberg, bald schon bist du mausetot.“

Diesmal war ich zwar nicht wunschlos, hatte aber kein Projekt und Buchwünsche, obwohl das Richard Weihs bei mir schon fast vermuten wird, sondern habe ein paar Farben aufgeschrieben und mir zu dem Titel „Farbenlehre“ den Beginn „Der alte Goethe“ gewünscht.

Und das Wunschgedicht vom letzten Mal, das Richard Weihs heute vorgelesen hat, hat auch mit Farben zu tun:

„Lebenshindernisse – Schau einmal, schau – Veilchen, karierte Bluse“

„Schau einmal, schau: Das Veilchen so blau, so blau!

Doch wenn ich noch ein Weilchen steh und schau,

verwelkt das Veilchen und wird grauslich grau.

 

Hör mir doch auf mit dem Gefühlsgedusel“

Du bist doch keine affektierte Muse:

Drum raus aus der karierten Bluse!

Wer nicht pariert, der ist nicht schlau:

Gleich hau ich dir ein Veilchen blau!“

Bin schon gespannt, was daraus wird. Es war jedenfalls spannend und auch sehr voll, scheint Simon Konttas doch seinen Fankreis mitgebracht zu haben. Es war aber auch Luis Stabauer da.

2018-12-10

Wilde Worte mit Martin Auer

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:30
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Richard Weihs

Richard Weihs

Martin Auer hat, erzählte Richard Weihs in seiner Einleitung die „Wilden Worte“ vor zweiundzwanzig Jahren mit ihm gegründet, da waren auch noch Franz Hütterer und Michaela Opferkuh im Programm, jetzt gestaltet Richard Weihs, die monatlich stattfindende Veranstaltung zu der immer ein Gastautor eingeladen wird, allein.

Martin Auer ist aber, glaube ich, manchmal im Publikum, hat jetzt seinen dritten Gedichtband  „Der Himmel ist heut aus Papier“, bei „Klever“ erschienen, vorgestellt und ich kenne den 1951 geborenen, glaube ich, aus freien Schule Hofmühlgasse, hat er doch dort soweit ich mich erinnern kann,  eine Schreibwerkstatt oder mit den Kindern ein Buch gemacht, denn er ist auch Kinderbuchautor, ansonsten auch Musiker und Sänger, der auch in verschiedenen Bands spielte, Schauspieler war und dort, wo heute der „Mandelbaum-Verlag“ ist, hatte er, 2003, glaube ich, auch einen Kuturraum, wo man zwar Eintritt zahlen mußte, es gab aber auch einen „Openmike“ und da habe ich einmal, soweit ich mich erinnern kann, mit Christa Urbanek gelesen.

Jetzt also der dritte Gedichtband, von dem Nils Jensen wahrscheinlich im Vorwort schrieb „Ein wunderbares Buch mit lauter feinen, kleinen Geschichten. Egal, ob er reimt oder im freien Versmaß hinlangt: Auer ist lebendig und witzig und klar im Inhalt.“

Dem ist nichts hinzuzufügen, außer, daß der Schauspieler seine Texte auch noch sehr gut vorgetragen und manchmal auch gesungen hat und der Inhalt war ein Gang durch die Stationen, es gab sehr politische Gedichte und Lieder beispielsweise zu der Flüchtlingssituation, die erwähnten Haikus und dann noch ein paar Texte auf Englisch, die von einem Mädchen mit einem Teddybärhut handelten, das ihn durch Dehli und dort in ein Museum führte, wo er nur einen schmutzigen Lichtschalter am Klo fotografieren durfte und dann ein Gedicht daraus machte.

Hoffentlich bekomme ich jetzt nicht wieder eine Kommentar, daß ich die politische Dimension dabei übersehen hätte, aber die war bei Martin Auer zweifellos vorhanden und der Autor hat zwischendurch auch sehr viel über die Entstehungsgeschichte erzählt.

Im Anschluß durfte man dann wieder fragen, was eine Dame, die offenbar zufällig zu der Veranstaltung gefunden hatte, auch sehr ausgiebig getan hat und so erzählte Martin Auer wieso er so gut Englisch könne, daß sein Vater 1938 mit einem Kindertranport nach England gekommen ist, seine Großeltern hatten es dann nicht mehr geschafft und wurden in Treblinka ermordet, daß seine Mutter gut gezeichnet und Schauspielunterricht genommen hat und zählte die verschiednen Bands auf, in denen er gespielt hat.

Martin Auer

Martin Auer

Sehr interessant, wie es auch die Wunschgedichte waren, meines, das ich mir im Vormonat zur politischen Situation wünschte, ich war jetzt, glaube ich, zum dritten Mal im Stück anwesend, kann ich zitieren:

„Rechts und links und vorn und hinten

ho-ruck ruckzuck mit fiesen finten

Heißer Herbst auf mieser Tour

und keine Spur von Streitkultur“

„Sehr schön!“, kann ich nur sagen und habe mir diemal etwas mit „karierter Bluse“ mit dem Anfang „Schau einmal, schau“ gewünscht und bin schon sehr gespannt, auf das was herauskommt.

Ein Buffet gab es zum ersten Mal in der „Wilden Wort-Geschichte“, wie Richard Weihs erwähnte auch, hatte doch ein Stammbesucher, Säfte und Knabbereien mitgebracht, so daß es diesmal vielleicht längere Smalltalkgespüräche gab.

Peter Moser war da, den ich auch in der „Freien Schule“ kennenlernte, einen Büchertisch, wo man auch die anderen Gedichtbände kaufen konnte, „Weihnachten kommt bald!“, wie auch Richard Weihs erwähnte, gab es ebenfalls und im Anschluß haben wir im Hof des Amerlinghauses auch noch einen Orangenpunsch, beziehungsweise einen Glühwein getrunken.

2018-11-12

Angelika Stallhofer bei den Wilden Worten

Angelika Stallhofer

Angelika Stallhofer

Nach der intensiven vorigen Woche, mit drei Lesungen, der österreichischen und der europäischen Buchpreisverleihung und Buch-Wien ist es heute gleich weiter mit der Literatur gegangen. Zwei Termine standen zur Auswahlt.

In der „Alten Schmede“ wurde Vladimirs Vertib neuer Roman „Viktor hilft“ vorgestellt, den ich schon auf der „Buch-Wien“ auf der „Standard-Bühne“ hörte, das Buch aber nicht habe und Richard Weihs stellt die 1983 in Villach geborenen Angelika Stallhofer mit ihren Debut „Adrian oder Die  unzählbaren Dinge“ vor, wo ich das Buch in meinen Regalen liegen habe, die Autorin aber noch nicht kannte.

Ich entschied mich für Richard Weihs und seine „Wilde Worte“, von dem ich mir das letzte Mal ein Gedicht für die „Magdalena Kirchberg“ gewünscht habe, traf Luis Stabauer und noch ein paar bekannte Gesichter dort. In dem Buch geht es um den Werbetexter Adrian, der mit einer Autorin namens Anna zusammenlebt und offenbar immer mehr in die schöne Smartphone Welt abgleteitet.

Bei der Diskussion gab es keine Fragen aus dem Publikum, dafür vom letzten Mal achtzehn Wunschgedichte. Eines davon war, wie beschrieben meines, das mir auf dem ersten Blick gar nicht so passend erschien:

„Magdalena Kirchberg sag was tust du da? Seit Stunden schon

sitzt du an der Kreuzung in deiem weißen BMW und bloggst

einen Roman von ungeheurer Länge in dein schwarzes Smartphone!

Sag siehst du nicht? Die Ampel springt von Rot auf Grün auf Rot

und bald schon, Magdalena Kirchberg, bald schon bist du mausetot.“

Das ist nicht so ganz das, was meiner Magdalena Kirchberg in meinem Roman widerfährt, von dem ja seit Anfang November, der absolute Rohtext steht und jetzt korrigiert werden sollte. Dann dachte ich beim Hören aber, vielleicht passt es doch und kann  als Neugiermacher verwendet werden.

Einen freien Wildbahn-Leser gab es auch, der unter einem Pseudonym aufgetreten ist, Gedichte las, die Zettel dann auf den Boden rieseln ließ und den ich schon bei der letzten Sprachkunstlesung im Literaturhaus hörte.

Waren sehr spannend die heutigen „Wilden Worte“ jetzt muß ich das Buch noch lesen, was allerdings noch ein wenig dauer wird, weil ich derzeit noch beim Wollf Wondratschek bin. Das Cover, das ein „Botticelli-Motiv“ zum  Inhalt hat, gefällt mir aber, das kann ich schon verraten, nicht so sehr!

2018-10-08

Ein wilder Hunderoman

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:13
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Eigentlich hätte ich heute in die „Alte Schmiede“ gehen wollen, denn da wurde um sieben Michelle Steinbeck und Ally  Klein, die beim letzten Bachmannpreis gelesen hat vorgestellt und Michelle Steinbeck ist ja vor zwei Jahren auf der Longlist des dBp gestanden und der 2018 wurde um sechs in Frankfurt vergeben, wo es ja einen Livestream gab.

Da habe ich mir in den Vorjahren immer eine halbe Stunde angeschaut, dann bin ich in eine Veranstaltung gehetzt und zu Hause die Überraschung, aber da hats dann meistens kein Video mehr gegeben.

So dachte ich, bleibe ich gleich zu Hause, um nichts zu versäumen, aber dann hatte ich wieder eine sechs Uhr Stunde und die „Wilden Worte“ gab es auch, wo heute Eva  Woska-Nimmervoll gelesen hat, die ich vom Volksstimmefest kenne.

Der Alfred wollte hingehen, also habe ich mir nach meiner Stunde, den Schluß der Übertragung angeschaut, kam da gerade in das Video von Stephan Thome, dachte kurz „Also doch nicht der Biller oder die Haratischwili!“, aber die Bekanntgabe kam erst später und damit eigentlich die Enttäuschung oder große Überraschung, denn das hätte ich nicht gedacht. Aber dazu erst später, um die Spannung zu steigern.

Also um halb acht den Laptop abgedreht und ins Amerlinghaus gegangen, das sehr voll war, denn die  1969 in Mödling geborene Journalistin und Schreibtrainerin, hatte offenbar ihren Fankreis mitgebracht und stellte ihr im Frühjahr bei „Kremayr& scheriau“ erscheinend sollenden Roman „Heinz und sein Herrl“ vor.

Eine humoristische Hundegeschichte, ein verkappter Krimi oder ein literarisches Debut? Ganz ist mir das aus der Lesung nicht klargeworden. Der Heinz ist jedenfalls ein Hund und der Nachbar des Herrl hört auch auf den Namen Heinz. Der Hund stürzt auf den Nachbarn zu. Das Herrl schreit „Halt Heinz!“, der Nachbar fühlt sich angegriffen. Das Herrl ergreift den Besen. Der Hund bespringt den Nachbarn und der stirbt ein paar Tage später und das Herrl zeigt sich selber bei der Polizei an.

Soweit die Lesung, ein Herr im Publikum erkundigte sich dann, ob es Sexszenen darin gäbe? und meinte, daß er keine solche wolle und die Autorin verriet, daß sie ihr Buch noch nicht ganz zu Ende geschrieben habe, es daher noch nicht wisse und also auch nicht spoilern könne.

Sie verriet aber eine Menge über den Schreibprozeß und, daß man sich zum Schreiben motivieren muß. Anfangen, dann geht es los und sie meistens mit Kurzgeschichten beginne, die sie dann zu Wettbewerben schickt und auch schon ein paar  gewonnen habe.

Interessant, dann ging es zu den Wunschgedichten und da ist meines, das ich mir das letzte Mal passend zu unserer Neusiedlerradreise gewünscht habe, sehr kurz geworden:

„Und wie auf Knopfdruck setzt die Urlaubsstimmung ein

Im Herbst bin ich im Burgenland und lese nichts – als Wein“

Heute bin ich wieder meiner Tradition, mir ein zu meinem jeweiligen Work on Progress passendes Gedicht zu wünschen, nachgekommen und meine Wünschen waren, glaube ich:

„An der Kreuzung – Magdalena Kirchberg- weißer BMW – bloggt einen Roman“, mal sehen was Richard Weihs daraus macht und jetzt ab zu den beiden Buchpreisen, wo der deutsche Gewinner ja schon feststeht und die österreichische Shortlist morgen bekanntgegeben werden wird.

2018-09-11

Wilde Worte im September

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 00:37
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Lydia Haider

Lydia Haider

Richard Weihs

Richard Weihs

Langsam langsam beginnen die literarischen Veranstaltungen, da hat es schon in der Vor- und Vorvorwoche was gegeben, die O-Töne waren mit dreißigsten beendet, die Sommerlesereihe im Weinhaus Sittl schloß heute ihre Pforte und Richard Weihs begann seine „Wilden Worte“ mit Lydia Haider als Gästin, die ich kenne, weil sie schon einmal auf der „Alpha-Shortlist“ stand und einmal auch mit ihrer Zeitschrift zu Gast in der „Alten Schmiede“ war. Das Wetter ist jetzt wieder heiß und schön, der Sommer ist sozusagen zurückgekommen und Lydia Haiders Roman „rotten“ ist eigentlich eine Litanei und ist wieder, wie ihr ersten Buch bei „Müry Salzmann“, dem kleinen feinen Verlag, erschienen.

„Das Lager, der Steinbruch, der besudelte Boden“ steht auf Richard Weihs Aussendungsblatt und Lydia Haider hat sich um für die richtige Stimmung zu  besorgen, eine zweite Stimme und eine gedämpfte Beleuchtung besorgt und wurde für ihre Art des Vortrag vom Publkum auch sehr gelobt und das „rotten“ ist offenbar eine Zusammensammlung von Jugendlichen, die sich am Steinbruch von Mauthausen treffen. Dort ein Buch finden, wo die Namen, de einstigen Täter stehen, die jetzt, wie von unsichtbater Hand ausgerottet werden sollen. Die Bibel spielt dabei eine Rolle, wie die 1985 in Steyr geborene, beim anschließenden Gespräch erzählte.

Ihr drittes Buch schein auch schon geschrieben, bezieungsweise hat es einen langen Namen und dann kamen wieder die Wunschgedichte, beziehungsweise die Zettel auf denen man seine Wünsche eintragen sollte.

Andreas Schewein

Andreas Schewein

„Und auf Knopfdruck Urlaubsstimmung“, habe ich geschrieben und mir dann, glaube ich, noch die Worte: Weinlese, Neusiedlersee und Herbst gewünscht. Mal sehen, was Richard Weihs aus Ruths Urlaubsanregungen macht, eigentlich hätte ich mir auch was für Magdalena Kirchbergs Roman wünschen können, aber das ist mir erst später eingefallen, als die Wunschgedichte vom letzten Mal schon gelesen waren und  Andreas Scheiwein, den ich hier schon einmal hörte, wieder mit einem Gedicht die freie Wildbahn betrat, denn im Anschluß kann ja jeder vortragen, was er will und Andreas Scheiwein tritt am Mittwoch auch im „Bepbop“, einem Lokal in der Breitensserstraße auf, wo ich m  nächsten Samstag mit dem lieben Rudi lesen werde, weil der mich dorthin eingeladen hat.

Manchmal bekomme ich ja diesbezügliches Feedback und Andreas Scheiwein hat mich auch zu seiner Lesung eingeladen, beziehungsweise mir den Ankündigungszettel hingestreckt, wo ich gleich die Einladungen hinzulegte, die mir der liebe Rudi geschickt hat. Es kam dann noch ein zweiter Herr mit einem anderen Gedicht; bevor Richard Weihs, den Oktobertermin ankündigte, wo ich vielleicht auch hingehen werde.

2018-04-09

Literaturhausflohmarkt und noch einmal Amerlinghaus

Daß es im Literaturhaus einen Flohmarkt gibt, wo regelmäßig einmal im Jahr die Neuerscheinungen, um ein paar Euro abverkauft werden, bin ich erst vor zwei Jahren draufgekommen. Das heißt, so richtig, denn, als ich noch meine „Freiheit des Wortes“ dort machte, hat mir Silvia Bartl einmal davon erzählt, ich dachte aber, da gibts ein paar alte übergebliebene Bücher um zehn Euro oder mehr und bin nie hingegangen.

Vor zwei Jahren war ich in Zuge meiner Weihnachtsrecherche dort, habe  Daniel Zippls „Eine Hand voll Rosinen“ in die Hand genommen und wieder hingelegt, weil ich es mir als Rezensionsexemplar schicken lassen hätte können,  das aber verabsäumt hatte.

Als ich es dann am nächsten Tag, vor meiner Lesung im „Readingroom“ kaufen wollte, war es natürlich nicht mehr da und im Jahr darauf bin ich schon mit zwei vollen Säcken davon gegangen, denn da habe ich den letzten Tag erwischt und alles hat nur einen Euro oder so gekostet.

Jetzt habe ich den ersten Tag erwischt, da waren die Preise natürlich höher, ich habe aber worauf ich spekulierte, einige Neuerscheinungen bekommen, darunter Hans Pleschinkys „Wiesenstein“ das ich zwar angefragt habe, es mir C. H. Beck aber nicht geschickt hat.

Jetzt habe ich fünf Euro für das Leseexemplar  investiert und frage mich, wann ich es lesen werde, denn die beiden Andrea Winkler Bücher von vor zwei Jahren liegen ja noch immer ungelesen in meinen Stapel.

Anneke Reinekes „Leinsee“, die ja beim „Diogenes-Bloggertreffen“ in Leipzig kurz vorgelesen hat, hat dagegen nur drei Euro gekostet, bei Serhij Zhadans war das ebenso und noch bei zwei anderen schon etwas älteren Bücher. Mareike Fallwickls „Dunkelgrün fast schwarz“, die morgen im Literaturhaus lesen wird, auf das ich fast gehofft hätte, war leider nicht dabei und auch nicht das Buch der Ljuba Arnautovic, das „Picus“ mir leider nicht geschickt hat.

Vielleicht frage ich bezüglich Mareike Fallwickl noch mal an, wird doch das Buch in den Blogs sehr hochgelobt und dann ist es am Abend noch einmal ins Amerlinghaus gegangen, von den göttlichen Frauen der Anita C. Schaub ist es diesmal zu den „Wilden Wortes“ des Richard Weihs gegangen und da war ein Stefan Reiser heute Gast.

Stefan Reiser

Stefan Reiser

Stefan Reiser, Richard Weihs

Stefan Reiser, Richard Weihs

Stefan Reiser, kenne ich nicht, habe ich beim Hingehen gedacht und dann in der Galerie einen großen jungen Mann getroffen, der am Büchertisch einige „Kolik-Hefte“ und einige „Rampen“ fein säuberlich mit einem Preisschild versehen, ausgestellt hatte.

Des schönen Wetters wegen wahrscheinlich nur sehr wenige Leute, aber Thomas Northoff war da und Susanne Toth, die mit dem, wie ich inztwischen weiß 1981 in OÖ geborenen Dichter befreundet scheint und der brachte eine Reihe von Minitatiren und Prosaskizzen, die er alle theatralisch langsam mit ausdruckvollen Blicken vortrug, in dem es, mir sehr ähnlich und nicht unbekannt, um das Schreiben oder die Verkennung des Künstlers geht.

„Kann man die vom Schreiben leben?“, lautete doch die Frage, der Mutter eines Kindergartenfreundes, den der Erzähler am Ostermarkt von Eggerding traf, dann ging es nach Wien und Rom.

In Rom war er vielleicht einmal in dieser Stipendiumswohnung. In Wien hat er einige Freunde getroffen, die ihm von Projekten vorschwärmten, die dann nie stattgefunden haben oder nein, das war schon im Zug von Linz nach wien in St. Pölten.

Eine audiovisuelle Performance mit einer „Vernissage in zwanzig Bildern“ gab es auch und am Schluß wurde es, wie Stefan Reisner sagte, noch experimentell. Denn da kam das Mantra „Ab sofort bin ich unendlich erfolgreich….

„Etwas was man im „Literaturgeflüster“ wohl auch öfter finden kann und ich damit wahrscheinlich schon manche meiner Leser nervte und jetzt habe ich noch seinen Text für die „Funkhausanthologie“: „Warum mein  Freund Alexander das Funkhaus verkauft“ vergessen, auf den ich ihm am Schluß ansprach und dabei die Erfahrung machte, daß ich den Autor schon einmal in der „Kolik-Lounge“, die es ja nicht mehr gibt gehört habe und GAV-Mitglied ist er seit 2015 auch , also ein deja vue Erlebnis, eine interessante Wiedergebgegnung und jetzt bin ich wieder gespannt, was ich von dem  Autor vielleicht noch alles lesen und hören werde.

Und einen uralten Martin Walser, eine „Rororo-Taschenbuchausgabe“ aus dem Jahr 1963, von der sich schon das Cover gelöst hat, habe ich im „Wortschatz“ auch noch gefunden.

2017-12-11

Writers Retreat und Wilde Worte

Richard Weihs

Richard Weihs

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Ich interessiere mich ja für jede Form des Schreibens, bin so auf das „Writersstudio“ gestoßen, wo ich ziemlich regelmäßig zu den Schnupperworkshops gehe, da kann man dann immer etwas gewinnen, einen Gutschein, für die Schreibnacht vielleicht oder das „Writersreatreat“, das ich gerne einmal machen wollte, aber nicht gewonnen habe. Ich glaube, man hätte auch schon ein anderes Seminar dafür haben müßen, deshalb habe ich vielleicht etwas anderes angekreuzt.

Dann kam der „Nano-Marathon“, wo es sozusagen zwei Wochen lang so ein Retreat gab, man konnte ein Foto davon auf Facebook stellen und einen Gutschein für ein Retreat gewinnen. Ich habe gebloggt und den Gutschein bekommen und heute war es so weit.

Irene Steindl hat mir schon gestern ein Mail geschickt, daß ich mir bequeme Schreibkleidung und mehrere Projekte mitnehmen soll, ich habe aber nur eines, die „Unsichtbare Frau“ korrigieren, die ich ein bißchen für den Nano geschummelt habe, denn ich habe die fünfzigtausend Worte diesmal nicht in einem Monat sondern wahrscheinlich in zwei geschrieben, wurde aber fertig und habe das Wochenende in Harland getrödelt, so daß ich nicht zum Korrigieren kam, weil ich wahrscheinlich dachte, ich fange das dann auf der „urbanen Insel“ an.

Ich habe mich für diese Schreibtage  immer schon interessiert und auch versucht sie mir selber zu machen. Das Schreiben in der Gruppe ist aber anders, obwohl ich inzwischen auch alleine schreiben kann und das „one day writerretreat“, ist anders als der Marathon, man sollte das auch nicht glauben.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Es ist von neun bis fünf und beginnt mit einem Frühstück, man muß sich anmelden und normalerweise füfnzig oder siebzig Euro dafür zahlen, dafür bekommt mab ein Skriptum und die Teilnehmerzahl ist auch sehr klein. Sechs Frauen und ein Man. Man saß im Kreis in der Lounge, gab ein Blitzlicht ab und verlas dann die Regeln, daß man nicht im Hof rauchen darf, den Schreibplatz wechseln soll und eben an mehreren Projekten arbeiten.

Man bekam auch einen Schreibpartner und mit dem hat man dann sein Ziel besprochen, meine Partnerin war eine Üpsychologin, die ich, glaube ich, schon bei den Schnupperseminaren gesehen habe. Die anderen Teilnehmer waren mir eher unbekannt, obwohl sie, glaube ich, alle einen Gutschein hatten.

Eine hat schon einen Preis bekommen, eine andere sechs Bücher vor sich liegen, die dritte suchte einen Verlag und wünschte sich dafür ein Coaching und der Mann in der Runde hat an seinem Roman gearbeitet, wo er schon vierhundert Seiten hat.

Ich bin dann mein graues Buch durchgegangen und habe zu korrigieren angefangen, das erste Drittel ist ja schon ziemlich fertig, weil das habe ich  schon mehrmals korrigiert und ich fühlte mich auch ein bißchen krank, so daß ich öfter die Augen schloß, zu Mittag mich noch einmal am Frühstückbuffet bediente, dann waren die anderen schon weg, man sollte ja, glaube ich, gemeinsam auf eigene Kosten Mittagessen gehen. Ich habe die Zeit ein bißchen vor mich hingedöst und die Psychologin, die an ihrer Websseite schrieb und an einem ein Sachbuch über „Traumatherapie“ arbeitet, wollte mir Feedback geben.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Ich glaube, sie war ein bißchen neugierig von meiner „Unsichtbaren Frau“ zu hören. Aber gut, immer zu, ich las die erste Basti Quasti Szene und hatte dazu auch eine Frage, ob ich das so lasssen kann, daß der Minister nichts sagt und nicht die Polizei holt, auf die Psychiatrie kommtm etcetera.

Sie meinte ich solle es so lassen und ich habe am Nachmittag weiterkorrigiert, neun Szenen, dreißig Seiten, also ein knappes Drittel und der Rest wird dann zu Weihnachten drankommen und das „Writerretreat“ ist toll.

Es giab zu Miittag und am Nnachmittag immer Runden, wo man mit seinem Partner den Fortschritt brsprach und dann um halb fünf eine Abschlußrunde.

Kekse und Tee gab es auch und wieder viel Applaus, obwohl ich diesmal sehr verhalten war, bin aber mit mir zufrieden und habe außer an den Schupperworshops auch schon mal an einem Schreibcafe mit Joga teilgenommen und an einer „Schreibfabrik“, von der ich gar nicht mehr weiß, ob es das noch gibt. Und wer es wissen will, es hingen noch viele Schreibmarathonfiguren an der Wand, manche sind über den Anfang nicht hinausgeklommen, mache waren schon am Ende, ich habe meine aber schon am fünften November mitgenommen und hier gepostet.

Am Abend hätte ich sowohl in die „Alte Schmiede“ zu Laura Freudenthaler und Anna Elisabeth Mayer gehem können, war aber bei Richard Weihs im Amerlinghaus, weil dort der Alfred lieber hingeht, obwohl ich Nadine Kegeles „Leben muß man unfrisiert“ schon gelesen habe und auch in Leipzig aus dem Buch hörte.

Diese Lesung war aber anders, hatte Nadine Kegele, sie doch als szenische Lesung angekündigt, so daß sie in die verschiedensten Rolle schlüpfte und eine vierzig Minuten Performance aus ihrem Buch bot.

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Nadine Kegele

Margit Heumann war da, ihr habe ich das „Bibliotheksgespenst“ für die Leserunde übergeben, bis ich merkte, das Buch gehört  auchRichard Weihs, weil  der hat mir statt einem Gedicht.den Brschreibungstext geliefert und bei den „Wunschgedichten“. ich hatte mir zwei Zetteln genommen, war ich zuerst ganz brav und wünschte mir was vom Winterbeginnn. Dann habe ichumdisponiert und schrieb „Unsichtbare Frau“ auf dem Zettel, Tarnkappe, Schäfchen und schwarz blau und bin jetzt sehr gespannt, was herauskommt und ob ich das Gedicht für mein Buch brauchen kann.

Einen Orangenpunsch haben wir dann mit Margit Heumann, im Hof des Amerlinghauses auch getrunken.

2017-11-13

Wilde Worte mit Gerald K. Nitsche

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:46
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Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Gerald K. Nitsche

Nach der Buch-Wien  ging es gleich zu Richard Weihs „Wilden Worten“, den ich auch am Freitag bei der „Poet Night“ getroffen habe, wo er eine Auswahl aus den Wunschgedichten brachte und diesmal hatte er einen besonderen Gast und auch ein besonderes mit eher unbekanntes Publikum, nämlich einige Tiroler, lebt oder lebte, der 1941 Gerald Nitsche, der sich aus Protest gegen die Fremdenfeindlichkeit, im zweiten Vornamen Kurdoglu nennt, doch in Tirol, war dort  und auch im St. Georgs Kolleg in Istanbul, als Lehrer tätig, ist aber auch Galerist und Herausgeber im Bereich der Wenigerheitenliteratur.

So waren sowohl Leander Kaiser, der Zwillingsbruder des Konstantin, als auch Felix Mitterer im Publikum, beide warenwohl mit Gerald Nitsche im Paulinum, dem bischöflichen Gymnasium in Schwaz und auf dem Büchertisch lagen einige Anthologien im Bereich der sogenannten Wenigerheitenliteratur, das sind die Roma, Jenischen, Lappen etcetera, beziehungsweise ein Roman des Autors „2084 – aufzeichnungen aus 2001 Nacht, die unter dem Namen Orge Geo (r) well herausgegeben wurden.

Man sieht schon, der Künstler ist sehr originell und seine Lesung bestand auch aus einem wahren Streifzug durch die sogenannte Minderheitenliteratur, was ein Begriff Ceija Stoikas sein dürfte, die im Amerlinghaus auch eine Ausstellung ihrer KZ-Alptraum-Bilder hat.

Richard Weihs

Richard Weihs

Eine der aufliegenden Anthologien trägt den Titel „Steine am Weg“ und beinhaltet eine Sammlung der „Fahrenden Europas“ und aus der begann Gerald K. Nitsche seine Lesung und las oder plauderte sich schwungvoll durch das Buch, gab  Textproben, plauderte aus seinem Leben und bezog dabei  auch das mit ihm befreundete Publikum ein, forderte es  zum Lesen, der in der Anthologie enthaltenen Texte auf, so las der neben mir sitzende Journalist und Autor Hüseyin Simsek sein in einem der Bücher enthaltenes Gedicht auf Türkisch und Richard Weihs bedauerte nach der etwa einstündigen Vortragslesung, daß Gerald Nitsche nur wenige seiner Werke vorgetragen hat.

Das holte er nach den Wunschgedichten noch nach. Die Diskussion beziehungsweise das Gespräch entfiel diesmal, weil der Autor schon sich selbst schwungvoll und beeindruckend und vielleicht manchmal etwas zu schnell, um wirklich mitzukommen, vorgestellt hat.

So habe ich diesmal einen mir völlig unbekannten  Künstler und seine interessante Verlagsreihe kennengelernt, was ich sehr spannend fand.

Das nächste Mal wird Mal wird es wahrscheinlich wieder etwas vertrauter werden. Hat Richard Weihs da doch Nadine Kegele angekündigt, ich bin gespannt und habe von ihr auch schon einiges gelesen und gehört.

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