Literaturgefluester

2008-11-15

In die weite Welt des Palais Niederösterreich

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:30

Gestern gab es keine Eintragung, weil literarisch nichts los war, „nur“ eine Einladung zur Ausstellungseröffnung „George Braque“ im Bank Austria Forum. Das erste Mal, daß ich diesbezüglich eine Einladung erhielt. Ich weiß auch nicht, wem ich sie zu verdanken habe, meinem Bankfreund Reinhold Rheden oder der Tatsache, daß ich mich gelegentlich bei Gewinnspielen der Bank Austria beteilige und schon die ganze Edition „Zwei“ – Wiesers zweisprachige Reihe zur osteuroäischen Literatur, eine Milena Krimi-Anthologie und eine Führung in die Schütte-Lihotzky Ausstellung gewonnen habe. Oder aber, weil es sehr voll war und es offenbar zwei Arten von Einladungskarten gab, infolge der Bankenkrise, die Empfängerkartei erweitert worden war?
Es war jedenfalls sehr festlich, mit Fernsehkameras, Peter Weck und Bundespräsidenten und auch sehr interessant, denn ich habe von dem Picasso-Freund und Weggefährten noch nie etwas gehört, weil er offenbar nur selten ausgestellt wird und in Österreich noch nicht zu sehen war. Und am Eingang standen junge Mädchen, die die kleinen Büchlein mit dem Buch-Wien Lesefestwochenprogramms verteilten.
Am Freitag wurde es auch wieder literarisch. Ich habe am stundenfreien Vormittag korrigiert und bei den Nanowrimo-Writern herumgegooglet und einen Blog gefunden, der Cornelia Travniceks neuem Buch alles beste wünscht.
Kauft „Die Asche meiner Schwester“, rät der Blogger, der auch empfiehlt, nett zu den Schriftstellern zu sein, die damit leben müssen, die Flut der unverständlichen Absagebriefe zu ertragen (schriftstellerwerden.blogspot.com) und ich hatte ja eine Einladung zu der Verleihung der Hans-Weigel-Literaturstipendien, der Hans Weigel Buchpräsentation, sowie zur Travnicek-Lesung und dem philosophischen Salon, zu dem ich mich schon angemeldet hatte, abgesagt und bin in das Palais Niederösterreich in die Herrengasse gegangen.
Es war sehr voll und bin wegen meiner letzten Stunde wieder etwas zu spät gekommen und sah zwei Reihen vor mir meinen lieben Hausgenossen Josef Fröhlich mit Partnerin sitzen, hab ihn aber beim Buffet nicht mehr gesehen, um das sich alle drängten und die Brötchen und die Wurstsemmeln waren auch bald weg.
Ich bin herumgegangen, habe die Bekannten begrüßt und mit denen geredet, die mit mir Smalltalk treiben wollten. Cornelia Travnicek habe ich ebenfalls nicht mehr gesehen und den Namen der einen Stipendiatin nicht recht verstanden gehabt.
Gabriele Ecker von der Kulturabteilung NÖ, bei der ich vor Jahren einmal in St. Pölten eine Frauenlesung veranstaltet habe, hat ihn mir auf Anfrage genannt und ich habe, von einem Glas Wein ermutigt, überlegt, wie ich ihr sagen soll, daß ich „Die Asche meiner Schwester“ gerne lesen will.
Dine Petrik hat mich schon vorher angesprochen und ich habe auch mit Gabriele Petricek geplaudert, ihr meine Bücher gezeigt und von meinen Blog erzählt.
„Das lese ich nicht gerne!“, hat sie mir gesagt. Es ist aber sehr interessant, auch wenn es Zeit kostet und eine manchmal weg vom Schreiben bringt.
Ich bin nach einer weiteren Runde am Prominententisch mit der Lektorin, Peter Paul Wiplinger und Sascha Manowicz und den Autorinnen gestanden und habe zögernd mein Anliegen herausgestottert.
„Gebe ich Ihnen gerne“, hat Gabriele Ecker gleich gesagt und jetzt habe ich den neuen Travnicek-Roman und kann ihn, wenn ich ihn gelesen habe, im Literaturgeflüster besprechen. Was allerdings noch dauern wird, habe ich doch gerade mit dem Uwe Tellkamp begonnen und das ist ja ein umfangreiches Buch und literarisch ist an diesem Wochenende und in den nächsten Wochen bis zur Buch-Wien viel los.

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