Literaturgefluester

2018-09-10

Und auf Knopfdruck Urlaubsstimmung

Filed under: Glosse,Reisebericht — jancak @ 00:00
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„Jetzt sind wir auf Urlaub!“, hat die Ruth am Donnerstag zu mir gesagt, als ich mit ihr und dem Alfred den Neusiedlersee entlanggeradelt bin.

„Es ist keine Sport- sondern ein Genußradeln, wir können uns Zeit lassen und den Ausflug genießen!“, noch ein oder zwei Mal hinzugefügt.

„Nun ja! Na klar!“, habe ich gedacht.

„Natürlich!“ und mich ein bißchen gewundert, daß sie das so extra betonte. Denn kann man auf Knopfdruck in eine solche Stimmung kommen?

Auf Knopfdruck natürlich nicht und normalerweise denkt man wohl auch nicht daran, daß man jetzt in Urlaubsstimmung kommt, wenn man die  Radtasche packt, das Bahnticket löst, sich in den Zug hineinsetzt und später zu Radeln beginnt.

Die Stimmung kommt wahrscheinlich dann von selber. Noch dazu, wo das Wetter ja sehr schön war, warm und sonnig und auch das Radfahren gut von statten ging.

„Wir sind zu schnell! Wir sollten eine Pause machen!“, sagte der Alfred zwar am Anfang öfter, offenbar weil er  an die gute Kondition nicht so ganz glaubte. Dann haben wir aber schon, um zwölf bei einem Heurigen in Donnerskirchen Mittagsrast gemacht, ein gutes und auch sehr billiges Menu zu uns genommen. Leberknödel- oder Grießnockerlsuppe, Surbraten mit Linsen. Haben Sturm oder auch ein „Lüfterl“, dazu getrunken, ein Gläschen Wein oder ein Bier und ich habe mir auch die Zitronennockerln mit Schlagobers und Erdbeersauce bestellt und damit die Urlaubsstimmung ganz von selber und ohne Knopfdruck in mir gespürt. Und am Nachmittag sind wir, um den See zu sehen,  nach Rust geradelt, sind  ein bißchen auf der Wiese gesessen und haben in das Wasser geschaut.

„Jetzt spüren wir die Poesie des Segelbootes!“, hat die Ruth gefordert, wohl um die Urlaubsstimmung  noch ein bißchen zu verstärken und zu verankern.

„Schreiben wir ein Gedicht über diesen Pullover!“, hat sie gemeint. Denn am Rand des Sees lag ein Stück Stoff, was zwar an sich nicht so besonders poetisch scheint. Aber natürlich man kann sich einige lyrischeZeilen  ausdenken, wie das Stück Stoff wohl an das Land gekommen ist?

Es könnte ein Badender vergessen haben oder ist es  aus einem Boot geworfen worden? Vielleicht hat von dort ein schönes Mädchen ihrem Liebsten zugewinkt und ihren Pullover dabei verloren?

Sich die Geschichte des Strandgutstpückes ausdenken, wenn man nur poetisch wäre. Aber ich schreibe  keine Gedichte und ein Pullover ist an sich auch kein sehr poetischer Gegenstand, sondern ein Gebrauchstück und die Urlaubsstimmung war auch schon da.

Ganz von selber und ohne Knopfdruck ist sie gekommen, als wir im Strandcafe auf den See und die Poolbar schauten, einen „Hugo“ schlürften und der Alfred von dem Schmalzbrot schwärmte, das er nachher bei einem Heurigen zu einem guten Glas burgenländischen Rotwein trinken wollte.

Der Heurige war dann ein Landgasthaus und das Schmalzbrot, ein Bauerntoast, denn das Gasthaus setzte auf internationale Küche, auf Bruschetta und  Prosciutto, beispielsweise.

Die Urlaubsstimmtung wurde aber am nächsten Tag durch einige Telefonate der Anna, die, die Nachricht von einem geschwollenen Bein der Oma und dem Tod der Mutter ihrer Pflegehelferin überbrachte, erschüttert und auch das Radeln am Rand der dicht befahrenen Landstraße von Sopron nach Balf, am freitäglichen Stoßverkehr erforderte, wohl mehr Konzentration als Urlaubsstimmung, aber die ist später wieder zurückgekommen und war auch in Apetlon vorhanden, als wir am Abend das Gasthaus Zum fröhlichen Arbeiter“ besichtigten und rätselten, ob sich dort die Arbeiter in der Zwischenkriegszeit oder wann auch immer getroffen haben, um bei einem Maß bier oder einem Stifterl Wein die Revolution zu besprechen.

Denn das Wetter war sehr schön, der Wein gut und auch das Radeln hat zumindest auf den mehr oder weniger gepflegten Radwegen, wo man auch die Weinlese beobachten und sich die reifen Trauben von den Lauben sozusagen in den Mund stecken konnte, Spaß gemacht.

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2018-09-09

Um den Neusiedlersee

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 20:14
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Blick von oberhalb Oggau auf den Neusiedlersee

Blick von oberhalb Oggau auf den Neusiedlersee

Sopron

Sopron

Um den Neusiedlersee bin ich ein paar Mal mit dem Alfred und der Anna geradelt, als sie noch ganz klein war. Da kann ich mich an ein Wochenende Anfang der Neunzigerjahre erinnern, als wir mit der Iris und ihren Kindern losgeradelt sind.

Ich habe gerade „Lore und Lena“ geschrieben und war diesbezüglich sehr beschäftigt, so daß ich die anderen ein paar Mal veroren habe und als wir dann mit dem Zug zurückgefahren sind, habe ich, glaube ich, versucht eine Szene zu schreiben, was einem Bestrunkenen aufgefallen ist, der auf Annas Antwort, was ich denn schreiben würde: „Die Mama schreibt ein Buch!“, die ganze Zeit wissen wollte, ob das Buch über ihn gehen und er drin vorkommen würde? Darüber hab ich, glaube ich, dann auch was geschrieben, was irgendwo, glaube ich, auch wo veröffentlicht wurde.

Am Tomalom Fürdö in Sopron

Am Tomalom Fürdö in Sopron

Ein kurzer Radweg von Sopron nach Balf

Ein kurzer Radweg von Sopron nach Balf

Dann wollten wir, glaube ich, noch einmal radeln, beziehungsweise, die Anna vom Neusiedlersee abholen, die dort eine Woche mit einer Freundin und deren Oma verbrachte. Wir waren aber zu spät daran, weil der Alfred unbedingt noch amMarkt von St. Pölten einkaufen mußte. Die Räder mußten wird auch aufmontieren, so daß die Anna schon in Wien war und wir mit ihr dann noch einmal hingefahren sind, aber ich glaube, nur zu einem Heurigen und gleich wieder zurück, weil, die Anna nicht mehr radfahren wollte.

Ja, ich hasse, zu spät zu kommen und unpünktlich zu sein, aber diesmal sind wir vier Tage von Donnerstag bis Sonntag mit der Ruth, mit der wir ja schon zweimal Rad gefahren sind, um den See gefahren und sogar ein kleines Stücken nach Sopron und alles hat ganz gut geklappt.

Obwohl man den See eigentlich nicht sehr oft und sehr gut sehen kann, aber die Radwege sind fast immer schön, von Sopron nach Balf hat es keinen gegeben, sonst aber schon, auch das Wetter war sehr schön und die Weinernte war auch überall zu beobachten, als wir am Donnerstag von Nejusiedl am See nach  Oggau geradelt sind und in Donnerskirchen bei einem Heurigen ein Menu und dann noch sehr gute Zitronennockerln gegegssen haben. Überall gab es schon Sturm zu trinken und in Oggau hatte der Alfred ein schönes Zimmer reserviert und wir sind, weil wir sehr flott unterwegs waren, noch nach Rust gefahren, um den See doch ein bißchen zu sehen.

Schloß Esterhazy in Fertőd

Schloß Esterhazy in Fertőd

Apetlon

Apetlon

Am nächsten Tag ist es dann über Mörbisch nach Ungarn gegagen und da hatten der Alfred beziehungsweise die Ruth vorgeschlagen, daß wir vom See noch weiter weg und nach Sopron radeln sollten, weil sie für eine Freundin etwas in einer Apotheke besorgen wollte.

Der Radweg von Mörbisch nach Sopron war zwar nicht ganz eben, aber gut zu befahren und wir haben bei einem Bad in einer Imbißstube einen sehr guten Fisch gegessen.

In Sopron, wo ich schon ein paar Mal im Zuge dieser Werbefahrten, die ich früher ganz gern gemacht habe, war, haben wir Kaffee getrunken, beziehungsweise Eis gegessen und sind am Freitagnachmittag auf einer dcht befahrenen Ausfahrtstraße nach Balf in das „Krodil-Panzio“ gefahren, wo der Alfred Zimmer reserviert hatte, was ich eigentlich nicht so gerne mache, aber gut geklappt hat.

Apetlon

Apetlon

Danach ging es am Samstag  über einen Stop beim Schloß Esterhazy, wieder nach Österreich und zwar nach Apetlon zurück, wo wir in einem  schönen Gasthaus übernachteten, das Gasthaus zum „Fröhlichen Arbeiter“ besichtigten und dann bei einem Heurigen ein Schmalzbrot, beziehungsweise eine Heurigenplatte aßen und am Sonntag über Ilmitz, Podersdorf nach Neusiedl zurück, wo wir wieder vom See nicht sehr viel gesehen haben, aber guten Wein und Sturm getrunken haben und ich durch die  Ruth auch einige literarische Impressionen über das Radfahrwochenende bekommen habe, die ich, glaube ich, noch verarbeiten werde.

2018-08-21

Züricher Buchhandlungen

Camp in Zürich

Camp in Zürich

Zürich

Zürich

Ich habe mir von dem im Badezimmer und in den Regalen angesammelten Schweizer Bücher einen guten Vorrat für die zehn Tage Urlaub mitgenommen, Donat Blums „Opoe“, eine Herbstneuerscheinung, dann die „Gebrauchsanweisungen für die Schweiz“, die mir der Alfred kaufte, Markus Werners „Festland“, das ich kurz davor in Aspern gefunden habe, das „Gastland Schweiz-Auftrittslesebuch“, Urs Widmers „Schweiz-Geschichten“ und Elisabeth Junkers „Die Villa“.

Sechs Bücher müßen eigentlich reichen, habe ich gedacht, weil ich derzeit nur so zwei bis drei, die Woche lese. Dann habe ich den Donat Blum schon auf der Fahrt ausgelesen, der Markus Werner war auch nur kurz und ich dachte schon „Uje, uje, hoffen wir, daß ich in den Bücherkästen etwas entsprechendes finde!“

Im ersten Bücherschrank, ein lustiges buntes Kasterl in dem zweisprachigen Fribourg gab es dann den  Karl Ove Knausgard „Alles hat seine Zeit“ aus dem Jahr 2009, also nicht gerade passend.

Dann kamen wir nach Bern und in den Keller des „Weltbild-Buchladens“ und das Problem hatte sich gelöst. Das Bern reichlich mit Bücherkästen und Tauschbibliotheken gesegnet ist, habe ich schon erwähnt, vom Wert des Lesens stand, glaube ich, auch etwas auf der Gebrauchsanweisung an der Kastentür und die Büchertasche war sehr voll und Schweizerisches war auch genug dabei.

Zürich

Zürich

Zürcher Limmatschwimmen

Zürcher Limmatschwimmen

Dann ging es nach Zürich, die letzte Station unserer drei oder vier Städtereise und als wir da am Donnerstag von der Seepromenade übern Bürkliplatz die berühmte Bahnhofstraße erreichten, war es sehr voll und heiß.

Lauter Banken, Juweliere, Modegeschichäfte, eine Sprüngli-Konditorei , aber keine Bücher auf der berühmten Straße.

„Auf der Kärntnerstraße findest du die auch nicht mehr und ich suche dir die Schweizer Buchgeschäfte heraus!“, sagte der Alfred und wir zogen am Freitag los.

Die erste Zürcher Buchhandlung war gleich, wie das Geschäft behauptete, die schönste oder sie befand sich auf dem schönsten Platz von Zürich, nämlich die Buchhandlung Beer, ein kleiner feiner Laden mit kleinen feinen Büchern, ein bißchen was zum Buchpreis, ein bißchen Poesie, ein Buch übers Lesen und auch schon das Herbst Winter Programm und ein paar schöne Lesezeichen gab es auch.

Dann gings zurück zur Bahnhofstraße beziehungsweise in eine ihrer Abbiegungen, wo sich „Orell Füsseli“, der Schweizer „Thalia“, würde ich meinen, befand. Da könnte man sein Geld lassen, denn die Schweizer Bücher sind sehr teuer. Das was in Deutschland und in Österreich mit zwanzig Euro, in Österreich kommen noch ein ppar Cent dazu, angeschrieben ist, kostet hier über dreißig und so zog ich den Alfred zu der Abverkaufskiste, als er mich fragte ob ich was haben will?

Zürcher Theaterfestival in der roten Fabrik

Zürcher Theaterfestival in der roten Fabrik

Reverend Billy and the Church of Stop Shopping am Zürcher Theaterfestival

Reverend Billy and the Church of Stop Shopping am Zürcher Theaterfestival

Ich hätte zwar schon etwas gefunden, die Gianna Molinari, den Adolf Muschg und vielleicht sogar Maxim Billers „Sechs Koffer“, aber in der Abverkaufskiste lag Stephan Lohse „Ein fauler Gott“, zum halben Preis, aber aufpassen und nicht so voreilig sein, denn wenn das mit 31 Franken etcetera angeschrieben ist, bleiben noch sechzehn Franken über und der Alfred kaufte sich auch ein Buch und einen Kalender für die Oma und zahlte so mit Karte siebzig Franken oder das umgerechnet in Euro und dann noch dreißig Rappen für die Tüte.

Die dritte Buchhandlung befand sich im Bahnhof im unteren Geschoß und war gar nicht so leicht zu finden aber gut, sehr gut sortiert. Das übliche von den Herbsterscheinungen, ein bißchen was vom Frühling und unter der Kassa gab es einen Stoß mit Christine Nöstlinger Bücher, der Wiener Kinderbuchautorin, die vor kurzem gestorben ist.

Die vierte Buchhandlung führte wieder in das alternative Viertel, am Bahnhof, einer Baustelle und einer Kaserne in das sogeannte Volkshaus, wo die Kellnerin ein schwarzes Kleidchen mit weißen Kragen und weißer Schürze trug und der gesellschaftskritische Buchladen nebenan, sehr viel Marx hatte und Antonio Fians „Das Polykrates-Syndrom“, das Longlistbuch von 2014 in der Abverkaufskiste ohne roten Punkt, aber auch im fünf Franken hatte. Sehr gut, fein. Österreichisches Lesen geht ja auch und Antonio Fian bin ich ja einmal sogar schon bis in den Bregenzer Wald gefolgt und er ist auch der heurige „Priessnitz-Preisträger“.

Dann gab es noch im Altstadtviertel eine Reisebuchbahndlung, die mich bekanntlich weniger interessiert, aber Josef <haslinger „Phi Phi Island“ um drei Franken in derKiste, die ich fast übersehen hätte.

Eine Architekturbuchhandlung haben wir am nächsten Tag auch noch gefunden und beim Theater Spektakel  Festival gab es auch eine Buchhandlung mit gesellschaftskritischen Büchern, also auch ohne Bücherschrank sehr viel zu lesen in der Stadt Zürich und ein feiner kleiner Buchhandlungschnitt, den „Diogenes Verlag“ gibt es in Zürich, glaube ich, auch. Den habe ich aber nicht gesehen und auch nicht besucht, wurde von ihm aber schon zu einem Bloggertreffen nach Frankfurt eingladen und von dort ist ja Urs Widmer mit einer dicken Frau und einem Piloten einmal mit einem Ballon in die Schweiz geflogen, aber davon später, denn das ist ja ein Fund aus einem Wiener offenen Bücherschrank.

Ja und richtig, fast hätte ich es vergessen in Zürich gibt es auch ein Literaturhaus, das am 30. 8 wieder seine Pforten öffnet, eine Lesung mit Michelle Steinbeck um etwa zwanzig Franken anbietet. Es gibt einen Lesekreis in einer Kirche, Alex Capus neues Buch „Königskinder“ wird von „Orell  Füssli“ vorgestellt und dort gibt es auch ein Regal mit dem Hinweis auf Bücher, die in Zürich spielen und das ist, fast hätte ich es übersehen, das ehemalige für den Schweizer Buchpreis nominierte, Thomas Meyers „Wolkenbruchs wundersame Reise in die Arme einer Schickse“ dabei, das ich auch vor kurzem im Wiener Schrank gefunden habe und mir also mitnehmen hätte können.

2018-08-19

Der Schweiz-Urlaub

Sonnenuntergang am Bodensee

Sonnenuntergang am Bodensee

Zurück vom Urlaub melde ich mich wieder mit meinem mehr oder weniger literarischen Reisebericht aus der Schweiz, dem Land, das sehr schön und sehr teuer ist und in das es mich ähnlich, wie nach Holland und Skandinavien immer wieder hinzieht und mich auch sehr interessiert.

Es war mein sechster Schweiz-Aufenthalt, bin ich doch 1972 mit meinen Eltern, als die mich während meines drei monatlichen Pflichtpraktikum im Hospitz Hotel in St. Christoph besuchten, einen Tag dort gewesen und da kann ich mich erinnern, daß mein Vater Züricher Gschnetzeltes gegessen hat, weil das einer ja tun mußte, meine Mutter, meine Schwester und ich, aber Würstchen, Rösti oder Suppe, was mich offenbar so beeindruckt hat, daß ich es immer noch erwähne.

1984 haben wir die Ingrid aus der DDR am Plattensee mit der kleinen Anna besucht und da einen Schweizer, der wohl eher die DDRler, als uns eingeladen hat, besucht und waren da auch Zürich und als wir uns entschloßen, da das  Geschnetzelte zu essen, war es schon zwei vorbei und daher die Essenszeit vorüber.

Wir haben aber, kann ich mich erinnern, der Anna einen Kinderwagen dort gekauft. Dann waren wir einmal im Tessin, 2005 als mich die Erika Kronabitter zu der Text und <kritik Werkstatt auf die Silvretta-Höhe eingeladen hat, sind wir vorher in Grindlwald auf einem Campingplatz gewesen und sind auf den Spurren eines Courths-Mahler Romans nach Interlaken und sogar mit der Jungfraubahn gefahren und im vorigen Jahr mit der Ruth bei unserer Bodenseerundfahrt auch ein paar Mal dort, beziehungweise sind wir auch während der Schifffahrt lustig hinundhergehoppelt.

Über meine literarischen Schweizerlebnisse habe ich schon ein bißchen was geschrieben und mir auch einen Sack voll Schweizer Literatur eingepackt, als wir vor einer guten Woche losgefahren sind.

Zuerst nach Bregenz, wo wir auf einem Campingplatz am See übernachteten und einen Tag vorher hat mich ein Klient, als ich ihm sagte, daß ich nächste Woche auf Urlaub und in der Schweiz fahren werde gefragt, ob ich den an den Seen verbringe?

„Nein!“, habe ich geantwortet und die Städte Genf, Bern, Zürich aufgezählt, denn, die habe ich auch dem Alfred genannt, als er mich fragte, wohin ich in der Schweiz denn möchte?

Basel ist mir dabei, glaube ich, nicht eingefallen oder habe es mit Bern verwechselt, so daß wir noch eine Destinationsmöglichkeit für einen zukünftigen Urlaub hätten und an Seen, dem Zürcher- und den Genfer  haben wir unseren Urlaub sehr wohl verbracht, denn am nächsten Tag, den Samstag sind wir nach Genf gefahren, da haben wir in Bern schon mal Halt gemacht und dort Mittag gegessen und sind mit den Schweizer Preisen bei der geschnetztelten Leber, schon in Berührung gekommen, das Berner Geschnetzelte, habe ich, wie das Zürcher, das es im Mondseer-Rosenberger, der auch nicht gerade billig war, ausgelassen.

In Genf war es dann schwierig zum Camp hinzukommen, weil alles wegen dem Feuerwerk, das am Abend stattfand, abgesperrt war, so daß der Alfred sehr fluchte und sogar in eine Fußgängerzone hineingefahren ist.

Der Campingplatz lag ein paar Kilometer außerhalb der Stadt, am See, so daß man direkt hingehen und banden oder Bootfahren konnte, aber ich bin ja keine Schwimmerin. So haben wir uns zwei Tage lang, die Stadt angesehen und ich habe auch ein bißchen versucht, meine Französisch Kenntnisse aufzufrischen, denn Genf liegt ja in der Französischen Schweiz jenseits der Röstigrenze, wie mich die mitgenommenen Reiseführer belehrten und dann gang es am Dienstag über einen kurzen Trip nach Frankreich, um auf der anderen Seite des Sees entlangzufahren über Fribourg, wo wir ein sehr gutes und mit zwanzig Franken auch sehr billiges Menu auf einer Restaurantterrasse einnahmen, nach Bern fuhren, wo der Campingplatz diesmal  an keinem See aber direkt an der  Aare lag, so daß wir am nächsten Tag am Fluß entlang in die Stadt marschierten, obwohl wir ein Bern Ticket hatten, aber ich liebe Stadtspaziergänge und da sind wir auch an einigen offenen Bücherschränken vorbeigekommen, die es im Gegensatz zu Zürich in Bern sehr reichlich gab und es gibt auch einen „Weltbild-Laden“ in der Hauptstraße, den ich eigentlich für sehr uninteressant gehalten habe, aber der Alfred blätterte in einen Reiseführer, so bin ich in den Keller zu den reduzierten Büchern und dann wieder hinauf und hoch einmal hinunter gegangen, weil da ein großer Abverkauf angekündigt war und da waren die Bücher mit Punkten markiert, die mit einem roten kosteten fünf Franken, es gab aber auch ein paar ein Franken Bücher und da war Franz Hohlers „Immer höher“ und Peter von Matts „Das Kalb von der Gotthardpost“ dabei, so daß ich meine Schweiz-Kenntnisse auch in Zukunft auffrischen kann, aber eigentlich war ich da schon im deutschen Buchpreisfieber, denn die deutsche Longlist wurde ja am vierzehnten August bekanntgegeben und da sind wir gerade in Bern eingetroffen.

Daß ich da wieder etwas erstaunt oder enttäuscht war, wie sehr sie von meiner eigenen Schätzung abwich, werde ich noch genauer beschreiben, aber Arno Geigers „Unter der Drachenwand“ war dabei und das lag auch auf dem Abverkaufstoß mit dem roten Punkt.

Nun ja es ist eine Frühjahrsneuerscheinung und Bücher haben offenbar ein sehr schnelles Ablaufdatum und da Arno Geiger ein Vorarlberger und kein Schweizer ist, hatte ich auf der Rückfahrt gleich mein erstes Buchpreisbuch zu lesen.

Wir besuchten aber noch die Bücherkästen, wo sich auch noch einiges Schweizerisches  fand und am Abend gab es auch eine Freiluftkino-Aufführung mit einem Überraschungsfilm, so daß wir auch da noch ein bißchen das Schweizer Kunst- und Sommer Feeling genießen konnten, obwohl ein Quentin Tarantino-Film gezeigt wurde.

Am Donnerstag sind wir dann nach Zürch gefahren und da lag der Camp wieder am See und war im Gegensatz zu dem in Genf sehr voll, weil der Platz auch für Tagesgäste offenstand, so daß sich die Zelte dicht aneinander befanden und vor einem am See die Leute badeten und die Kinder spielten.

Idyllisch schön war es aber auch und wir sind  in der Altstadt herummarschiert, die berühmte Bahnhofstraße auf und abgegangen, bei Sprüngli und beim Coop Schokolade für die Anna eingekauft, die dann im Auto heute ein bißchen weich wurde.

Zweimal haben wir das Zürcher Geschnetzelte und einmal Fisch bei „Fischers Fritze“ am Campingplatz gegessen. Die Buchhandlungen, ich glaube, fünf oder sechs Stück haben wir auch besucht und dabei auch wieder etwas Österreichisches eingekauft.

Ein paar Mal Hugo getrunken, um sich auszuruhen und ein internationales Theater Spektakel an der Landiwiese, zwischen bem Bürkliplatz und dem Camp gelegen, gab es auch, wo wir zwar ein paar Tage brauchten, um uns hinzutrauen, aber am Samstag ein paar schöne Tanz und Pantomineaufführungen verfolgten und auch für „Reverend Billy und seinem Chor“ abstimmen konnten, der für den Publkumspreis nominiert war.

Heute sind wir dann mit einem Sack voller Bücher, ich kann es ja nicht lassen und einem erweiterten Schweizbild über den Arlberg zurückgefahren, wo wir in St. Christoph Mittaggesessen und Bergkäse gekauft haben. Hin sind wir über München  und also nicht ganz so schön gefahren und jetzt geht es los mit dem Buchpreislesen, obwohl die Schweizer  Literatur  auch sehr interessant ist, aber da ist ja auch ein Schweizer, nämlich Adolf Muschg nominiert und dessen Buch habe ich in einigen Buchhandlungen liegen gesehen.

2018-08-17

Berner Bücherkastentour

Filed under: Büchergeschichten,Reisebericht — jancak @ 12:05
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Bern

Bern

Bern

Bern

Die Stadt Bern, die heimiche oder offene Hauptstadt der Schweiz, scheint auch in Sachen Bücher ganz vorn zu liegen, wenigstens was die Bücherschränke betrifft, denn zwei hat der Alfred in „Wikipedia“gefunden und eine „Kornhaus Tauschkreis-Initiative“ scheint es auch zu geben, denn da gibts zwei mit Anleitung ausgeschriebene Bücherkästen an der Aare und im ehemaligen Bürgerspital, wo man die Bücher mitnehmen, aber auch vor Ort lesen kann und ich dann relativ neue Bücher von Silvia Bovenschen, Julia Franck, Elisabeth Strout und natürlich auch etwas Schweizerisches, wie das Büchlein von Dragica Rajcic, die ich glaube ich, einmal in der „Alten Schmiede“ hörte und das „Senter Tagebuch“ von Angelika Overath einer in Deutschland geborenen aber in der Schweiz lebenden Autorin, die auch im „Auftritt-Gastland Leipzig-Lesebuch“ von 2014 erwähnt wird, fand.

Bern

Bern

Bücherschrank in Fribourg

Bücherschrank in Fribourg

Aber Schweizerisches habe ich kurz danach auch im der Abverkaufsteilung der „Weltbild-Buchandlung“ in der Getreide- oder Kramgasse gefunden, nämlich Peter von Matts „Das Kalb vor der Gotthardpost“ und Franz Hohlers Kletterbuch „Immer höher“, um einen Franken.

Dafür hatte Arno Geigers „Unter der Drachenwand“, einen roten Punkt und kostete daher fünf Fränkli, aber das, habe ich gelernt, darf man nicht sagen. Fünf Franken also für das neue Longlistenbuch und, daß es auf der Buchpreisliste steht, habe ich dem Verkäufer erst gesagt, als es der Alfred schon bezahlt hatte „Wissen sie ohnehin-!“, aber der hat auch beim zweiten Mal mein österreichisches Deutsch wahrscheinlich nicht verstanden.

Der erste „offizielle Bücherschrank“ befand sich dann im Universitätsviertel, da stand auch etwas darauf um welche Initiative es sich dabei handelt und außer mir gab es da auch andere Anwärter, die sich dafür interessierten. Sehr voll mit Bücher mit und ohne den „Kornland- Aufkleber“ und mit der schon vollen Büchertasche habe ich mich dann zuerst vor das „Haupt Atelier 14 B“ am Falkenplatz, der kleinen feinen Buchhandlung, gesetzt, später, als der Alfred von dort hinauskam, bin ich auch hinein, habe auf die Frage, ob ich „Luaga?“, möchte, „Nur schauen!“, geantwortet und sowohl die Elisabeth Wandeler-Deck also auch F. Ms „Pathos und Schwalbe“ gefunden, „Bleib bei mir“ lag da, das neue „Picus-Buch“ vom Felix Kucher und was die Buchpreisliste betrifft, das Schweizerische von Adolf Muschg und Gianna Molinari.

Bücherschrank Falkenplatz Bern

Bücherschrank Falkenplatz Bern

Bücherschrank Lagerweg 12, Bern

Bücherschrank Lagerweg 12, Bern

Sehr schön, sehr fein und dann ging es nach dem Essen, wo wir in einer sehr hektischen Pizeria am Hauptplatz landeten, wo sie nach uns, dann alle Tische reservierten, offenbar, um in die Siesta zu gehen, zu dem zweiten angegeben Bücherschrank, der eigentlich aus den  ehemaligen Briefkästen aus einem offenbar besetzten Haus bestand. Wir waren also im Alternativviertel Berns gelandet. Brot lag in einer Schachtel und in den Kästen nichts für mich Interessantes An Nicolas Sparks und Ludmilla Ujutzkaya auf Ungarisch kann ich mich aber noch erinnern. Nebenan gab es ein Loklal, den „Wartsaal“, wo sich die jüngern und älteren Alternitiven trafen, ich meinen Hugo trank und einem älteren Herrn beim Telefonieren zusah.

Bern ist eine Bücherstadt, denke ich und werde mich über das Arno Geiger Schnäppchen wohl immer freuen und die Anektdote munter weitererzählen. Leider haben wir  in Zürich keinen „Weltbild-Laden“, wo sie sie im Keller die anderen Frühjahrsnomierungen abverkauften, mehr gefunden.

Lokal "Wartesaal" in Bern

Lokal „Wartesaal“ in Bern

Bücherschrank im Generationenhaus in Bern

Bücherschrank im Generationenhaus in Bern

2018-08-15

Genfer Impressionen

Filed under: Reisebericht — jancak @ 10:14
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Eichhörnchen am Camp

Eichhörnchen am Camp

Camp am Genfer See

Camp am Genfer See

An einem Samstag im August nach Genf fahren, um dort ein verlängertes Wochenende an einem Campingplatz am See zu verbringen.

Das war Alfreds Plan und so sind wir Samstag früh von einem Campingplatz bei Bregenz nach dem Frühstück, das aus Croissants und Automatencafe bestand und wir vor dem Campinglädle, denn in Bregenz spricht man auch schon ein schweizerisches Deutsch, genossen und dabei beobachteten, wie sich einige Männer schon um acht Uhr früh ihr Bier reinzogen, los und durch die Schweiz gefahren.

An Rorschach, wo wir vor einem Jahr mit der Ruth und der Erika Kronabitter mit dem Rad nach Bregenz gefahren sind, vorbei über Bern, wo der Alfred, der nicht in einem Autobahnrestaurant essen wollte, Halt machte, das Auto in der Rathausgarage abgestellte und wir dann in den Rathauskeller eingefallen sind und ich statt dem Berner Geschetzelten, die geschnetzelte Leber mit dem Speck-Rösti gegessen haben, dann kam die Sprachgrenze, nämlich der sogenannte Röstigraben, der laut den Reiseführerbüchern, die ich zwischendurch gelesen habe, keiner ist und wir fuhren am Nachmittag durch die Stadt und der Alfred fluchte, weil ihm die Genfer Polizei nicht dorthin fahren ließ, wo er laut Navi sollte, weil wegen dem großen Feuerwerk am Abend schon alles abgesperrt und umgeleitet war.

Camp in Vesenaz/Genf

Camp in Vesenaz/Genf

Camp am Genfer See

Camp am Genfer See

Irgendwann sind wir dann doch am Camp beim See gelandet, wo der Alfred schon seinen Premiumplatz am See bestellt und angezahlt hatte. Direkt ein paar Meter vor uns, wo wir das Zelt aufstellten, der See, mit einer Kette abgetrennt und da schwammen oder paddelten die Camper. Enten watschelten herum und auf dem großen Baum beimZelt spielten die Eichkatzerl fangen.

Vor der Rezeption fand die „Mercedes-Sommertour“ statt, das heißt Wasserbälle lagen wahrscheinlich für die Kinder zur freien Entnahme bereit und vor einem Grill verteilten zwei jungeLeute in weißen T-shirts Würstchen, fragten auf Deutsch, nicht auf Franhzösischt „Is die guat?“, die Kinder und die Erwachsenen, die sich dafür antellten und wir fuhren nach dem Genfer Überraschungsessen,  mit dem Bus in die Stadt, der weil das Feuerwerk das Ereignis, wie wir bald erfahren sollten, war, schon sehr voll war.

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

Überall drängten sich die jungen und auch älteren Menschen, saßen im Gras oder an der Kaimauer, Buden, wo man Bier, Drinks, Süßigkeiten und auch Essen kaufen konnten, waren aufgestellt. Wir spazierten durch das Gedränge, erfuhren, daß das Feuerwerk, um halb zehn beginnen würde und fanden dann auch ein Plätzchen auf einem Mauerstück.

Das Feuerwerk war sehr  imposant, Musik und Reden gab es auch, die Stimmung gut, obwohl ich denke, daß wir vom Zeltplatz das Ganze wahrscheinlich in einer ruhigen Atmosphäre auch sehr gut gesehen hätten, wohl aber nicht die Stimmung dieses Genfer Volksfestes mitbekommen hätten, so daß das Gedränge im Bus bei der anschließenden Heimfahrt wohl einzurechen war.

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

In Genf in Erwartung des Feuerwwerks

Die nächsten zwei Tage noch ein bißchen in der Stadt und am See herumspaziert, in ein berühmtes Messergeschäft gegangen und dort  den Uhrenverkauf an ein japanisches Paar beobachtet, die englischsprechende Verkäuferin brachte Proben, erklärte, räumte die Schaustücke dann weg und holte ein Köfferchen um an der ausgesuchten Uhr dann herumzuschrauben und zu hämmern. Einmal Pizza gegessen und einmal Mozarella mit Tomaten, als wir in einem schönen Gasthausgarten vor einer schönen buchhandlung verspätetet Alfreds Geburtstag feierten, denn Genf befindet sich jenseits der Röstigrenzi, obwohl das, wie schon beschrieben, wohl ein Vorurteil sein dürfte, aber ein Genfer Rösti, stimmt, habe ich nirgendwo gesehen.

Buchhandlung in Genf

Buchhandlung in Genf

Bücherschrank am Genfer See

Bücherschrank am Genfer See

Dafür aber an der kulturellen Bademeile, an der wir auch vorübergekommen sind, so etwas, wie einen offenen Bücherschrank. Ich habe neugierig darin gewühlt, obwohl ich wegen der Sprachgrenze sehr viel Französisches erwartet habe und wurde nicht enttäuscht, sehr viel Readers Digst und ein Comic, die Stimmung aber war gut und Genf sehr schön.

Das Henri Dunant- Denkmal, dem Begründer des roten Kreuzes haben wir gesehen, im Universitätspark sind wir herumspaziert und irgendwo wurde auch die Kaiserin Sisi 1898 ermordet.

Rousseau-Denkmal in Genf

Rousseau-Denkmal in Genf

Wohnhaus von Jean Jacques Rousseau

Wohnhaus von Jean Jacques Rousseau

2018-08-12

Schweizer Literatur

Da wir heuer unseren Urlaub in der Schweiz verbringen und uns die schönen Städte Zürich, Bern und Genf anschauen werden, kommt jetzt ein kleiner Rundgang durch die Schweizer Literatur, denn die  Tage vor dem deutschen Buchpreis oder überhaupt dem Neuerscheinungslesen gehört ja der Schweizer Literatur, habe ich mir ja irgendwann einmal angewöhnt im Urlaub landesspezifische Bücher, beziehungsweise Autoren zu lesen, habe mir nach Ungarn ungarische Bücher mitgenommen, bin in Litauen auf einen litauischen Literaturstreifzug gegangen, habe in Kroatien was Kroatisches und in Deutschland mich durch deutsche Autoren gelesen, etcetera  und so liegt auf meinem Schreibtisch, während ich das hier schreibe auch ein ganzer Stapel von Schweizer Büchern, von denen ich mir wahrscheinlich nur einen kleinen Teil mitnehme und dann auch nur einen  Teil lesen werde, denn die Schweiz ist zwar ein kleines Land, seine Literatur  aber reichhaltig, gibt es da ja Friedrich Dürenmatt und Max Frisch, Robert Walser und von den Klassikern ist natürlich Gottfried Keller mit seinem „Grünen Heinrich“ zu nennen.

Dann gibt es noch ein paar Jahre länger als in Österreich den Schweizer Buchpreis und Bücher von Schweizer Autoren stehen auch immer wieder auf der deutschen Buchpreisliste oder lesen beim Bachmannpreis. So bin ich mit einigen jüngeren Autoren bekannt geworden, habe natürlich auch ein bißchen was von Martin Suter und Alex Capus gelesen und Peter Bichsel und Urs Widmer gehören wahrscheinlich zu den moderneren <klassikern.

In der „Alten Schmiede“ gibt es immer wieder Abende mit Schweizer Autoren und da gibt es auch einige eperimentelle wie  Felix Philipp Ingold, Jörg Steiner, Paul Nizon, Elisabeth Wandeler Deck und und ..

Es gibt die Schweizer Migranten, die dann die Buchpreise gewinnen wie  Melinda Nadl Abonji oder Dana Grigocea, es gibt Peter Stamm, Lukas Bärfuß, Jonas Lüscher, Monique Switters, Ruth Schweikart und und und, als die Schweiz einmal das Gastland in Leipzig war, hat es ein Lesebuch gegeben, das ich mir auch für meinen Schweizaufenhalt hergerichtet habe, um mich da, bevor es an das doppelte oder dreifache Buchpreislesen geht, ein wenig in die Schweizer Literatur einzuilesen, obwohl ich da, wie beschrieben, mich schon ein bißchen durch den Kraut und Rübenbüchergarten gelesen habe.

Der Alfred hatt mir, als zu Jahresanfang klar war, daß wir den heirigen Urlaub in der Schweiz verbringen werden, eine „Piper – Gebrauchsanweisung für die Schweiz“ gekauft und kurz darauf habe ich im Wortschatz, als ich ins Doml zu dem Mittwoch Workschop wollte, auch einiges Schweizerisches gefunden nämlich die „Villa “  und „Gestern brennt“ von Elsabeth Juncker aus der „Edition  8“ und dann noch Gerold Späths „Das Spiel des Sommers neunundneuzig“ aus „Lenos“.

Beim Scghweizer Leseabend in der „AS“ im Jänner, habe ich mir Jörg Steiners „Schnee bis in die Niederungen“ gekauft und dann hat sich bei mir aus den Bücherschränken auch noch einiges von Peter Stamm angesammelt oder habe ich mir „Nacht ist der Tag“  und „Seerücken“ beim Morava-Flohmarkt gekauft?

Kann sein. Von Urs Widmer habe ich aber „Der Geliebte der Mutter“ gefunden und dann noch und das werde ich mir sicher mitnehmen „Schweizer geschichten“, weil das ja vermutlich leicht zu lesen ist.

Von Peter Bichsel, von dem ich mir schon früher immer wieder etwas aus den Abverkaufskisten zog, habe ich mir was hergerichtet und dann liegen in meinen Stapeln und Regalen auch sicher noch einiges von Martin Suter ,Alex Capus und und und…..

Ja, die Schweizer Literatur ist vieilseitig und alles kann man in zehn Tagen auch nicht lesen. Mal sehen, was ich mir mitnehmen werde?

Eine Herbstneuerscheinung „Opoe“ des 1986 in Schaffhausen geborenen Donat Blum werde ich mir sicher mitnehmen und dann vielleicht in der Schweiz auch etwas finden.

Mal sehen, alles ist möglich und die Scheizer Literaturkenntnisse aufzufrischen und zu erweitern, bevor es ans doppelte Buchreislesen geht, ist sicher interessant und nochmal mal sehen, vielleicht ist dann auch was auf der dBp langen Liste und ich kann mit der Scwheizer Literatur gleich weitermachen, obwohl ich das Schweizer Buchpreislesen aus Zeit- und Kapazitätsgründen wahrscheinlich wieder verweigern werde, aber auch das wäre natürlich eine Möglichkeit und auf der Buch-Wien konnte man auch bisher immer in der diesbezüglichen Long oder Shortlist lesen oder blättern.

2018-08-05

Radausflug zum Hauermarkt nach Wagram an der Traisen

Filed under: Alltagsgeplauder,Reisebericht — jancak @ 18:58
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Die Sommerfrischenhalbzeit ist abgeschlossen, die diesmal, da der Alfred ja erst am ersten Juli aus den USA zurückgekommen ist, etwas langsam angelaufen ist.

Sind wir doch erst die Woche darauf nach Harland, da war der „Bachmann-Preis“ und der Schwiegermutter sechsundachtzigster Geburtstag und ich habe korrigiert und korrigiert und bin nur pro forma und ganz kurz mit dem Rad eine Runde bis zum dem Sportverein nach Spratzern und wieder zurück gefahren. Dazwischen drei Tage Wien mit Praxis, den letzten Veranstaltungen, der Podium Sommerlesereihe, den Filmfestivals am Rathaus und am Karlplatz,  sowie an den Donnerstagen die O-Töne.

Den Martin haben wir in Pernitz einmal besucht und sind mit ihm die Myra-Fälle hinaufgeklettert. Bei der Ingrid waren wir letzte Woche in Nejuwaldegg.

Am Hochschwab waren wir auch, dazwischen bin ich mit dem Korrigieren fertiggeworden, habe das neue Projekt angefangen und bin mit dem Rad nach Wilhelmsbeurg und in das Traisenpark Einkaufscenter, sowie eine Runde um den Viehofenersee und zur Seedose gefahren.

Dazwischen das Alltägliche. Samstag Markt, da haben wir gestern die Doris Kloimstein getroffen, die mir einen Sack voll Bücher, ihre Urlaubslektüre, sie ist einfach in die Buchhandlung Schubert gegangen, hat dort gefragt, was die leute am meisten lesen und hat dort eine „Kängaruhtrilogie“, das Machwerk eines Kabarettisten, überreichte.

Auf der Rudolfshöhe waren wir ein paarmal auch und dieses Wochenende war wieder Hauermarkt in Wagram an der Traisen.

Steckerlfische, richtig gemacht

Steckerlfische, richtig gemacht

Das Traisental ist ja ein Weinbaugebiet und wir haben auch unseren Lieblingswinzer, zu dessen Verkostungen wir regelmäßig radeln. Zu Pfingsten gibt es den Pfingstmarkt in Nußdorf an der Traisen, nach Traismauer ins Donaugasthaus radeln wir zu Ostern meistens auch und im August gibts den Hauermarkt in Wagram an der Traisen in der dortigen Kellergasse. Zweimal waren wir schon dort. Voriges Jahr wollten wir auch hinradeln, leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber diesmal hat es wieder geklappt. Zum größten Teil jedenfalls. Auf der Rückfahrt sind wir ein bein bißchen naß geworden. Das macht mir aber eigentlich nicht viel aus.

Also in der Früh aufgestanden, die Wasserflasche eingepackt, das Sonnenkappel, da habe ich vor kurzem ein lustiges buntes gefunden, aufgesetzt. Der Alfred hat vorsorglich die Klappräder von Wien mitgenommen, damit wir bei der Rückfahrt in Traismauer einsteigen und bis nach St. Pölten mit dem Zug fahren können und sind dann losgeradelt.

Kurz vor zwölf waren wir am Ziel, das heißt, in der Kellergesse, wo es an beiden Seiten Stände mit Essen, Trinken und Weinproben gab. Am Eingang standen junge Mädchen die das Gratissechzehntel, Wein und Brot, leider nur ein Weißer, anboten. Aber ich habe mich, da ich gerne Hugo trinke, Sangria und Erdbeerbowole, ohnehin schon auf Kaiserspritzer umgestellt und da gab es mal einen zu der gebackenen Blunze beim Winzerhaus Schöller.

Der Alfred hat ein Surschnitzl gegessen, was er alsbald bereute, nicht, daß es nicht gut war, aber auf der anderen Seite beim Haimel, gab es Steckerlfische und die dufteten köstlich.

Dazu mußte man dort aber erst einmal hinkommen. Ein bißchen an den Weinreben vorbei. Wir sind aber zu hoch hinaufmarschiert, so daß wir fast nicht hingefunden hätten.

Dazwischen haben wir aber noch Erdbeerfrizzante gekostet, beziehungsweise eine Himbeerbowle getrunken. Der süße Schlatz eben, der gut schmeckt, aber die Kalorien macht. Dann hat der Alfred, die Fische fotografiert und beschloßen sich vor der Rückfahrt doch eine Forelle zu gönnen. Einen Eisckaffee gab es auch noch uind dann auf nach Traismauer, das einen Kilometer von Wagram entfernt ist. Der Zug kam bald und wir waren bis auf drei Burschen, glaube ich, die einhzigen Gäste. Auch einen Schaffner habe ich nicht gesehen,  nur eine sympathische Frauendurchsagstimme, die die nächsten Haltestelle und Austiegsrichtungendurch gab.

Der Alfred hat sich dann ein paarmal bei mir erkundigt, ob ich nicht doch bei der „Seedose“ aussteigen will.

„Nein!“, habe ich tapfer geantwortet.

Ich habe doch scchon genügend Bücher und das war auch gut so. Denn, als wir St. Pölten erreichten, hatte sich der Himmel verdunkelt und der Regen hat begonnen, so daß ich wiedermal ein bißchen naß wurde. Ansonsten ein schöner Ausflug und eine schöne schöne Abwechlung in der Sommerfrische.Morgen geht es wieder intensiv mit dem Romanschreiben weiter, was eigentlich ganz gut geht.

2018-03-19

Leseprobenbeute

Von unserer Deutschlandreise nach Leipzig über Würzburg und Essen zurückgekommen, habe ich die letzten Stunden damit zugebracht, die drei bis vier Taschen mit Büchern, Prospekten, Zeitschriften und Messiegoodies auszupacken und einzuordnen und kann denen, die jetzt aufstöhnen und sagen, warum soviel, entgegnen, daß ich jetzt schon sehr viel sparsamer einpacke und immer vorher, wenn ich nach etwas greife, überlege, ob ich das wirklich brauchen kann und lesen werde?

Aber trotzdem waren es drei bis vier Taschen und darunter eine Menge Leseproben, die ich meistens interessiert einsammle und katalogisiere und dann doch nicht lese, denn wenn schon, denn schon, das ganze Buch.

Aber interessant sind sie trotzdem und diesmal das kann ich gleich anmerken, bin ich schon nach Leipzig mit einem Stapel Leseproben gekommen, sind wir ja am vorigen Samstag in Würzburg in den „Hugendubel“ eingefallen und die hatten einen ganzen Leseprobenständer und da dachte ich noch, nehme ich sie mit, weil ich habe für die  neun Tage Deutschland ja nur drei Bücher eingepackt und das erste schon fast ausgelesen, was ist wenn ich dann nichts mehr zu lesen habe?

Das war dann natürlich doch nicht so, denn auf der Fahrt nach Leipzig habe ich dann zwar das „Engele“ ausgelesen, den Gunnar Kaiser aber eigentlich erst heute so richtig begonnen und bei „Hugendubel“ hatten sie dann auch noch einen Stapel Abverkaufsbüchej und da habe mich mir zwei  wenn auch nur ein deutsches, und in Deutschland lese ich ja gerne deutsche Bücher, kaufen lassen und war dann noch am Sonntag und am Montag bei zwei offenben Bücherschränken, wo ich auch ein bißchen was gefunden habe.

In Essen gab es dann die „Mayersche-Buchhandlung“, das ist auch so eine Kette und da waren wir in zwei Filialen, mein Leseprobenvorrat hat sich ausgeweitet und in Leipzig hatten die größeren Verlage meistens auch so kleine Heftchen zur allgemeinen Entnahme liegen.

Da habe ich dann noch drei Bücher bekommen und die vier Tage natürlich überhaupt nichts gelesen, weil ich ja  die Messeimpressionen bloggen wollte und jetzt nach Hause gekommen, erwarteten mich wieder zwei Bücher und die Frage, welchen Artikel soll ich heute schreiben, weil ich ja, wie mein Kritiker Uli anmerken wird, eine Contentschreiberin bin und eigentlich täglich über mein literarisches Leben plaudern oder flüstern möchte.

Also bietet sich ein Streiftuzg durch die Leseprobensammlung an und die ist interessant, denn bei dem Stapel Heftchen die da vor mir liegen, ist sehr viel Unbekanntes dabei und nur  ein paar, wo ich den Autor schon kannte, bezeihungsweise bei den Verlagsständen oder Vorschauen auf das Buch aufmerksam wurde.

Was ist also das Interessante, was ich mir da aus Deutschlang mitgebracht habe und vielleicht, wenn ich dazukomme, lesen werde, es wartet ja schon ein ganzer Stapel Bücher in meinem Badezimmer, wie meine Leser wahrscheinlich  wissen werden?

Ein paar Highlights sind schon darunter und da fange ich vielleicht einmal mit Margriet de Moor „Von Vögeln und Menschen“ bei „Hanser“ erschienen an, was, glaube ich, ein Neuerscheinungshighlight der Saison ist.

Dann folgt in einem ganz anderen Genre Rachel Joyce „Mister Franks fabelhaftes Talent für Harnonie“ und das ist die Autorin der „Unwahrscheinlichen Pilgerreise des Harold Frey“, das vor einigen Jahren großes Aufsehen machte und von der ich einmal „Das Jahr das zwei Sekinden hatte“ gefunden und noch nicht gelesen habe.  Die Leseprobe des „Harold Frey“ ersehe ich gerade in meinen Katalog, habe ich auch einmal gefunden  und könnte jetzt danach suchen.

Sehr ansprechend auch das Cover von Anja  Baumeiers „Kranichland“. Da sieht man zwei Frauen im Profil die Neunzehnfünfzigerjahrekleider tragen und das Buch ist mir dann auf der Messe auch aufgefallen.

Und weil ich ja ein Wien Fan bin, da wird natürlich auch sehr viel für den allgemeinen Publikumsgeschmack geschrieben und da ist bei „Aufbau“ Caroline Bernhards „Die Muse von Wien“- „Klimt war Almas erste Liebe, Gustav Mahler ihr Leben und ihr Schicksal“.

Ein Buch, das sehr interessant klingt und ich wahrscheinlich nicht lesen werde, herausgekommen und dann noch als Pendant bei „Pendo“ Michael Wallners „In Zeiten der Liebe und des Krieges“, in dem es, wie am Heftchen steht, um Wien im Sommer 1912 geht.

Dazu passend und dennoch ganz was andeeres, wäre Mary Shellys „Streifzüge durch Deutschland“, die deutsche Erstausgabe und von Wolfram Eilenbergers „Zeit der Zauberer – das große Jahrzehnt der Philosophie“, das ich, glaube ich, in Würzburg gefunden habe und dann in Leipzig noch einen ganzen Reader dazubekommen habe.

Sehr interewsant, aber ich bin ja eigentlich keine Sachbuchleserin.

Bei „Diogenes“ der mir inzwischen  Antony Mc Cartens Buch über Jack Kerouac schickte, habe ich am Stand, die Leseproben von Chris Kraus „Das kalte Blut“ und Emanuel Bermanns „Der Trick“ gefunden und bin daraufgekommen, daß ich das Buch wahrscheinlich auf meinen Harlander Lesestapel liegen habe, weil es das einmal bei „Thalia“ im Abverkauf gegeben hat und auch noch nicht gelesen habe. Aber ich bin ja eine Sammlerin und werde das wahrscheinlich bleiben.

Bei der „Frankfurter Verlagsanstalt“ gab es ein Leseheft von Marcia Zuckermabns „Mischpocke“, das auch schon 2016 erschienen ist und ich wäre jetzt schon fast durch mit meinen Highlights, obwohl ich noch einen ganzen Stapel Thriller und ein paar Liebesromane vor mir liegen habe, die höchstwahrscheinlich nicht zu mir kommen werden, aber sicher ebenfalls sehr interessant sind.

Also lesen, lesen, lesen und vorher, die große Büchertasche, in die ich meine Leseausbeute umgebpackt ist, nach Harland transportieren, wo ich mehr Patz habe und demnächst mit Gunnar Kaisers „Unter die Haut“ in die Badewanne gehen, denn das Badewannenlesen ist in den letzten Tagen auch zu kurz gekommen.

Und ein unkorrigiertes Leseexemplar eines „Kleinen Nick-Heftchens“, das man nicht vor dem 28. 3. besprechen soll, ist, sehe ich gerade, in Leipzig auch zu mir gekommen und kann es in meinen Lesekatalog aufnehmen.

2018-03-13

Bloggerdebutpreis an Klaus Cäsar Zehrer

Christian Bangel

Christian Bangel

Klaus Cäsar Zehrer

Klaus Cäsar Zehrer

Am Montag sind wir dann nach einem gemütlichen Hotelfrühstück in Würzburg  nach Essen zur Verleihung des zweiten Bloggerdebutpreises an Klaus Cäsar Zehrer abgefahren, zu der mich ja die Frauen vom „Deburt“ eingeladen haben, und weil ich  gern zu Preisverleihungen gehe und es sich auch gut mit Leipzig verbinden läßt, sind wir schon ein paar Tage früher von Wien weg und haben uns wegen der Umweltzone sogar ein Auto dafür gemietet.

Sind in der Stadt, in der Elke Heidenreich, wie ich in einem Interview las, geboren wurde, ich aber noch nie war,  kurz nach eins eingetroffen,  haben das Auto in der Nähe des Cafe Livres, wo die Veranstaltung stattfand, abgestellt. En sehr gutes und preisgünstiges Mittagsmenü in einem Asia-Snackrestaurant eingenommen und sind durch die Stadt marschiert, um uns die Sehenswürdigkeiten anzusehen.

Zum Bahnhof, zum Dom, durch die Rathausgalerie, bis zu  der Marktplatzkirche vor der der Herr Krupp steht, dem Essen offenbar viel zu verdanken hat und danach in die Rüttenscheiderstraße, wo es einen der offenen Bücherschränke, die hier von großen Firmen gegründet wurden, gibt und habe dort ganz passend, ein Buch über Alfried Krupp und Beitz  Berthold  gefunden, so daß ich, wenn es sich bei all den Bücherbergen ausgeht, auch über dieses Stück Essener Geschichte nachlesen kann.

Danach haben wir uns in das Cafe Extrablatt gesetzt und einen Caffe Latte getrunken, bevor es zu der Preisverleihung in das Kaffeehaus ging, in dem Bozena Anna Badura, Sarah Jäger und Janine Hasse seit einiger Zeit Debutlesungen veranstalten und zum zweiten Mal der Bloggerdebutpreis vergeben wird, in dem es schon sehr voll war.

Das Cafe hat seinen Namen von den Bücherregalen, die überall aufgestellt sind und hinter und am Lesetischchen waren schon die Debutbücher aufgereiht, die man später kaufen und von den zwei Meistplazierten signieren lassen konnte.

Außer mir waren von der Bloggerjury noch Silvia Walter von den „Leckeren  Keksen“ und sonst noch Tobias Nazemi vom „Buchrevier“ anwesend, der, wie ich hörte, in Essen eine Werbeagentur hat

Bozena Anna Badura moderierte, stellte den Preis, die fünf Shortlistnominierten, die aus den vierundsechzig eingereihten Büchern ausgewählt wurden, sowie den Preisträger Klaus Cäsar Zehrer, der von den dreizehn mitstimmenden Bloggern 46 Punkte bekommen hat, also in der Abstimmung weit vorne lag,  vor.

Der mit 23 Punkten Zweitplazierte Christian Bangel war auch eingeladen und las ebenfalls aus seinem Debut vor. Dann gab es ein Interview zu der Entstehungsgeschichte und die Frage, wie die Autoren zu ihren Büchern gekommen sind und interessant waren die Gemeinsamkeiten, die Christian Bangel bei den eigentlich sehr unterschiedlichen Büchern,  das eine eine Biografie über ein tatsächlich gelebt habendes amerikanisches Wunderkind, das andere ein Stück DDR-Geschichte mit wahrscheinlich autobiograschen Bezug, denn auch Christian Bangel stammt aus dem Osten Deutschlands, fand.

Christian Bangel, Klaus Cäsar Zehrer, Bozena Anna Badura

Christian Bangel, Klaus Cäsar Zehrer, Bozena Anna Badura

Beide Bücher sind aus vorher geschriebenen Artikeln hervorgegangen. Klaus Cäsar Zehrer hat seit 2009 recherchiert und fünf Jahre an dem Buch geschrieben, Christian Bangel zwei oder zweieinhalb Jahre und wurde von seinem Agenten zu dem Buch motiviert, das dann gleich sehr erfolgreich war

Dann gab es noch überraschend und sehr spannend, je einen anderen Text der Autoren, um die unterschiedliche Bandbreite  aufzuzeigen und da meinte Christian Bangel, der den journalistischen Text aus seinem Handy vorlas, das sein Buch sein erster literarischer Einstieg wäre, während Klaus Cäsar Zehrer schon kürzere literarische Texte geschrieben hat.

Einen, mit dem er schon einmal einen von der Zentralen Intelligenz Agentur von Kathrin Passig und Sascha Lobo einen etwas skurillen Preis gewonnen hat, weil das Puplikum offenbar mit Stromstößen die Leselänge bestimmen konnte, las er vor und erzählte, daß er mit dem Buch für den byrischen Literaturpreis nominiert war, den dann Franzobel gewonnen hat und, wie Franzobel der sich ja bei der Preisverleihung sich darüber „freute“ diesen Preis und nicht den dBp gewonnen hat, bedankte er sich mit sehr ähnlichen Worte für den  Preis, der  mit einem Abendessen  in einem Innenstadtlokal zu Ende ging, bei dem wir sozusagen mitkommen mußten, weil wir bei Bozena Anna Badura zweimal übernachten, bevor es nach Leipzig weitergeht und ich habe einer sehr interessanten Veranstaltung beigewohnt und das Gästebuch gesehen, in dem sich schon die anderen Debutanten eingetragen haben, die im „Livres“ gelesen haben und man konnte wieder sehr schön sehen, daß Blogger und das Bloggeschehen für den Literaturbetrieb nicht ganz unwichtig sind.

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