Literaturgefluester

2016-06-30

Brot & Spiele

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„Holzbaum“ sorgt für Fußball und Olympia und gibt Cartoons & Karikaturen zu den zwei wichtigsten Themen der Welt heraus und zur „Arena“, beziehungsweise  zum „Buffet“ marschieren auf der einen Seite, die Gladiatoren, auf der anderen warten schon die Löwen, denn „32 Zeichner haben die angewärmten Couchplätze verlassen und ihren gedopten Humor in die Arena geschickt.“

Einige der Zeichnungen, wie beispielsweise das Cover hat die routinierte „HolzbaumStammleserin“ schon in anderen Verlagspublikationen gesehen, denn wieder haben schon bekannte Zeichner, wie Oliver Ottisch, Uwe Krummbiegel, Matrattel, HUSE, Jürgen Marschall, Jean la Fleur, Dorte Landschulz und andere mitgemischt und am Anfang ist man etwas verwirrt, wenn man sich Fußball und Olympia erwartet, denn da geht es erstmals „nur“ ums Essen.

Denn der „Bäcker verarscht uns!“, knurrt der Mann, wenn die Frau die Brötchen aus der Tüte zieht und „Würdest du woanders fasten!“, sagt eine andere beim Dinner, wenn ihr der Mann mit heraushängender Zunge gegenübersitzt.

Der „Health Angel“ faßt den Kleinen mit dem Hamburger in der Hand, der ihm daraufhin sofort entfällt „Weißt du nicht, was du deinem Körper da antust!“ und „So, Schluß für heute, ich habe Hunger!“, sagt Mister Freud zum Würstchen, ja Ari Plikat ist genial und weiter geht es mit Dorthe Landschulzs „Ernährungspyramide“, die uns weiter hinten von Uwe Krumbiegel nochmals vorgestellt wird.

Dazwischen wirds dann auch noch sportlich, denn „Ihr Mann hat Fußballfieber! Schnell holen Sie kaltes Bier und stellen Sie den Fernseher an!“, sagt der Arzt zur Frau des zu untersuchenden Patienten und der umgeschulte Fußballkommentator, führt seine Gruppe natürlich zum „Brandenburgertooooor!“

Der südamerikanische Fußballnachwuchs wird auf der Straße trainiert und ist wahrscheinlich deshalb so unschlagbar, behauptet Dorte Landschulz weiter, die Feuerwehr rennt mit dem Schlauch dem olympischen Feuer beziehungsweise seinen Träger nach und um die Siegerplatzierungen geht es  auch.

Pech  natürlich, wenn die bei der „Parlympics“ nicht barrierefrei sind und der Designer der „Verlierertreppchen“, hat das auch, denn keiner will in der Leistungsgesellschaft, wo sich alle dopen müßen, um schneller und besser zu werden, das sein und dann fragt, um wieder zum Brot zurückzukommen, die Riesentaube, nach dem „genmaipulierten Vogelfutter“, das ist ein Cartoon von Martin Zak, der noch die Eltern der „Familie Fleisch“ irritiert, wenn ihnen Töchterchen einen aus „Tofu“, als neuen Freund  vorstellt.

Ja, so ist das mit den „Brot und Spielen“ zwischen Fußball und Olympia, Papa sitzt mit dem Bier vor der Glotze und die Frauen “ quatschen beim Kaffee über den Irak“.

Man kann sich aber während der W- und der EM auch sehr gut, die von Clemens Ettenauer und Matthias Hütter herausgegeben Cartoons und Karikaturen „Chips in der Wampe und Fußball im Fernsehen – Mehr braucht`s nicht zur Glückseligkeit“, stehtam Bu chrücken, ansehen und weil es zwischen EM und Olympia auch nach Klagenfurt geht, wirds auch demnächt literarisch, wie ich schon verraten kann.

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2016-06-29

Fremde Refrains, andere Lieder

Oder der siebzehnte Abend der vierten „Poliversale“ mit Albert Ostermaier, Franz Josef Czernin und Oswald Egger. Michael Hammerschmied moderierte vor einem Pult stehend und stellte die drei Autoren vor, um mit ihren zuerst ein Gespräch zu  beginnen und ihnen einige Fragen zu ihrem Werk zu stellen.

Der Titel weist schon darauf hin, es geht um Bezugnahmen und Referenzen auf andere Dichter, vor allem bei den ersten beiden Autoren wurde das deutlich oder sagen wir besonders bei Franz Josef Czernin, dessen „Winterrreise-Verwandlung“ mit der „Krähe“, ich schon im „Literaturmueseum“ gehört habe.

Also etwas Bekanntes und das war auch ein bißchen  bei dem Dramatiker und auch Romanautor  Albert Ostermaier, 1967 geboren, so, dessen Gedichtband „Außer mir“ bei „Suhrkamp“ erschienen ist, denn sein Stück „Letzter Aufruf“ habe ich vor Jahren  im „Arsenal“ gesehen.

Jetzt also den Lyriker, waren wir ja bei der „Poliversale“ dem vierten internationalen Lyrik-Festival und da begann es mit einem Gedicht über die Liebe, das auch einen Filmbezug hatte, Michael Hammerschmid erwähnte es in seiner Einleitung und dann ging es zu Shakespeare, beziehungsweise zu einem Zyklus der sich auf ihn bezog oder überhaupt zu Theatertexten oder Gedichten und am Schluß kam etwas Poetologisches, wie Alber Ostermaier erklärte, nämlich am „Anfang ist was Wort“, also auch etwas recht Bekanntes, wenn dann auch die Abwandlungen kamen.

Danach der mir ebenfalls bekannte, 1952 geborene und „H.C.Artmann Preisträger“ Franz Josef Czernin, der in seiner neueren Arbeit Wilhelm Müllers „Winterreise“ neu verwandelte.

Michael Hammerschmid stellte den Dichter auch als Sprachforscher vor und der erklärte, daß man heute nicht mehr so wie Wilhelm Müller reimen könne. Albert Ostermaier hat das zwar ein bißchen in seinen Theatergedichten so getan, der „H. C. Artmann Preisträger“ ist aber ein experimenteller Dichter, also kamen die Verwandlungen und Franz Josef Czernin projezierte  die „Krähe“ und dann noch zwei Gedichte aus dem Zyklus, las zuerst sie und dann seine Verwandlungen von denen es wieder einige Abwandlungen gab.

Sehr interessant und dann zu Oswald Egger,  1963 in Südtirol geboren und mir auch kein Unbekannter, habe ich ihn ja vor kurzem im Literaturhaus gehört, als dort der „Preisträger der Literaturhäuser“ Ulf Stolterfoht gelesen hat und in dessen Verlag ist  auch sein Gedichtband „Gnomen und Amben“ erschienen.

Damals habe ich mich etwas über die lässige Art der beiden Dichter aufgeregt und auch ein bißchen über die Sprachgewalt von Oswald Egger „Ich schluckte das Ferkel und ich schluckte zwei Stuten“, jetzt erklärte zuerst Michael Hammerschmid und dann noch genauer der Dichter seine Vorgehensweise, wie er verdichtet und mit „Zwirn und Faden“ zu seinen Sprachgebilden kommt, die er wieder in wahrlicher  Sprachgewalt vortrrug.

Am Schluß forderte Michael Hammeschmid das Publikum, das sehr zahlreich war, zum Kaufen der Gedichtbände und zum Wiederkommen, der noch zwei stattfindenden Abende auf und ich ging nach Hause, um von der Lyrik zur  Prosa zu schwanken, das heißt mir die Eröffnung des „vierzigsten Bachmannpreises“ anzusehen und kam gerade zur Eröffnungrede von Burkhard Spinnen, dem für seine Verdienste als langjähriger Juryvorsitzender die „Klagenfurt Medaille“ verliehen wurde und morgen wird Stefanie Sargnagel den Eröffnungreigen beginnen, was vielleicht kein gutes Omen ist, weil die Ersten haben, glaube ich, noch nie gewonnen, ich bin gespannt und werde versuchen mir auch noch den Rest der Eröffnung anzusehen..

2016-06-28

Jeder stirbt für sich allein

Filed under: Bücher — jancak @ 00:05
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Von Rudolf Ditzen, respektive Hans Fallada, 1893-1947, habe ich schon einiges gelesen, beziehungsweise in den Schränken gefunden.

Das erste war „Wer einmal aus dem Blechnapf frißt“, das habe ich wie „Bauern, Bonzen und Bomben“ eher langatmig und schwer zu verstehen, gefunden.

Von „Kleiner Mann, was nun?“, das jetzt von „Aufbau“ wieder aufgelegt wurde, habe ich sogar die „Rororo-TB-Ausgabe Nr 1, von 1950 und dann habe ich Anfang des Jahres noch eine Liebesgeschichte von ihm gelesen, die habe ich nicht gefunden, sondern in einer der nicht mehr bestehenden Buchhandlungen auf der Wiederner Hauptstraße, um zwei oder drei Euro gekauft.

„Jeder stirbt für sich allein“, kurz nach dem Krieg geschrieben und vom späteren DDR-Kulturminister Johannes R. Becher in Auftrag gegeben, wurde vor kurzem, zum ersten Mal vollständig von „Aufbau“ wieder aufgelegt und ein großer Erfolg geworden.

Jetzt ist es zu mir gekommen und ich kann nur bestätigen, es ist der beste Fallada, den ich gelesen habe.

Lang ist es auch, siebenhundert Seiten, einige davon sind aber Anhang, aber flotter und packender geschrieben, als das, was ich bisher von ihm gelesen habe und es geht um ein brisantes Thema.

Johannes R. Becher soll ihm die Unterlagen eines wahren Falles gebracht und den Widerstandsroman in Auftrag gegeben haben, wogegen sich Fallada erst einmal wehrte.

Ein Ehepaar  Hampel, beide um die fünfzig, eine Berliner Arbeiterfamilie, die Postkarten gegen Hitler schrieben, in Häuser legten und dafür hingerichtet wurden, hat es gegeben. Fallada machte einen spannenden Roman daraus, in dem es auch noch einige Seitenstränge gibt, die eigene Geschichten sind.

Ob sich das Ganze wirklich so zugetragen hat, weiß ich nicht. Fallada schreibt im Vorwort, daß er sich gar nicht sosehr mit den realen Fakten, um besser erfinden zu können, beschäftigt hat und er hat erfunden, beziehungsweise geschrieben und es wirkt auch so, als hätte es ihm Spaß gemacht.

Da trägt die Briefträgerin, Eva Kluge, 1940, als Frankreich gerade kapitulierte, Post in das Haus Jabloskistraße 55, in dem oben am Dach eine alte Jüdin, dann ein frühpensionierter Gerichtsrat, eine Nazifamilie und das Ehepaar Quangel wohnt, beide Arbeiter, er bei der Arbeitsfront, sie bei der NS-Frauenschaft, der einzige Sohn im Feld und auch das nicht mehr, denn Eva Kluge bringt die Todesnachricht.

Ein Schlag für die Mutter, der darauf ein zorniges „Du mit deinen Führer!“, zu Otto Quangel, einem Möbeltischler, entfährt.

Das ist die Wende beziehungsweise der Auftakt, denn Otto Quangel fängt zuerst zu denken und dann zu schreiben an.

Die Frau, des wortkargen Mannes unterstützt ihn dabei und bevor sie das tun, entledigen sich beide ihrer NS-Positionen.

Eva Kluge tut das auch, tritt aus der Partei aus und flüchtet aufs Land, denn sie hat einen widerlichen Ehemann, den Enno Kluge und einen Sohn, der ihr bei der SS Schande machte und das ist schon die Nebengeschichte.

Denn da geht es auch, um zwei kleine Gauner, den Spitzel Backhausen und den arbeitsscheuen Enno, der aber ein Pechvogel ist, denn er ist ausgerechnet beim Arzt, um sich wieder einmal krank schreiben zu lassen, als dort eine dieser Karten „Mutter, Hitler hat dir deinen Sohn ermordet!“, eingeworfen wird und die Sprechstundenhilfe ist ohnehin spitz auf ihn, holt die Polizei und verdächtigt ihn.

Kommissar Escherich, ein alter Hase, erkennt zwar sofort den Irrtum, ist aber selber in Bedrängnis, denn sein Gestapo-Vorgesetzter macht großen Druck und will sich nicht seiner Polizeiarbeit, mit Fähnchen, die Standorte, wo die Karte gefunden werden, denn das Berlin zwischen 1940und 1942 ist so verängstigt und jeder etwas zu verbergen, daß fast alle Karten sofort abgeliefert werden,  zu markieren und so den Täter einzukreisen.

Er braucht einen schnellen Erfolg, so zwingt er den feigen Enno zu einer Unterschrift und treibt ihn schließlich in den Selbstmord. Diese Stelle gefällt mir weniger, aber sonst glaube ich, daß Fallada ein ausgezeichnetes Bild über das Leben der kleinen Leute in den Berlin, wo alle „Heil, Hitler!“, sagen mußten und es keinen Widerstand gegeben durfte, gelungen ist.

Es gibt den Widerstand doch, er ist aber leise und leider unwirksam und die Gestapo ist roh und verkommen, die Söhne bringen ihre Väter in die Psychiatrie und lassen sie niederspritzen und jeder beraubt und bespitzelt jeden.

Die Quangels haben aber zwei Jahre Glück und können ihre Karten ziemlich unbemerkt niederlegen, bis ihnen Fehler passieren und der Kommissar dank seiner Fähnchen entdeckt, daß der Täter in der Jablonskistraße wohnen muß.

So werden Otto und Anna verhaftet, Trudel Herweg, die frühere Braut des gefallenen Ottos, eine aufrechte Arbeiterin wird auch noch in den Fall verwickelt, sie erwischt den Fastschwiegervater beim Karten auslegen und ihr nunmehriger Ehemann wird auch noch mit einem Koffer eines ehemaligen Widerstandkämpfers entdeckt.

Lange wird dann noch die Zeit im Gefängnis, die Verhöre, bis zum Urteil, beschrieben.

Fallada ist wahrscheinlich ein eher umständlicher Schreiber, hat aber selber angemerkt, daß ihm damit sein bestes oder wieder ein gutes Buch gelungen ist, das ich zum Lesen sehr empfehlen kann, denn man bekommt ein ausgezeichnet Bild darüber, wie es damals gewesen war, so daß man besser versteht, warum das alles geschehen konnte und sich keiner wehrte.

2016-06-27

Poliversale mit literarischer Erleuchtung und kanadischen Star

„Eigen Sinn moderner Lesart alter Dinge“, unter diesem etwas kryptischen Titel, stellte die1936 geborene Marie- Therese Kerschbaumer, die ich vor fast vierzig Jahren im „Arbeitskreis schreibener Frauen“ kennenlernte und dann immer wieder in der GAV und bei den IG-Autoren traf, in der „Alten Schmiede“ im Rahmen der „Literarischen Erleuchtung“ Rainer Maria Rilkes „Buch der Bilder“, „Neue Gedichte“ und „Marienleben“ vor und tat das in ihrer  Lesart auf eine sehr interessante Weise

Vorher kommentierte Kurt Neumann ein bißchen die Zusammenhänge zwischen Rilke und der anschließend auftretetenden  Anne Carson, dann ging es hinein in den speziellen Rilke Ton, den wir  noch von der Schule im Ohr haben und am Sonntagmorgen bei der „Holden Kunst“ im Radio hören.

Interessant, daß Marie Therese Kerschbaumer, von ihrer Aufregung sprach, die sie vor der Lesung hatte.

Julian Schutting, Lisa Fritsch, Herbert J. Wimmer, waren unter anderen im Publikum, die Kollegen, von denen sie auch öfter geschprochen hat.

Sie begann mit einem 1924 entstandenen Gedicht, das sich auf den Sommer und die Sonnenwende bezog und das wie sie anschließend erklärte, kurz vor dem Tod des Dichters, der von 1875 bis 1926 lebte, entstanden ist.

Dann kamen noch ein paar biografische Daten.

Ingeborg Bachmann wurde 1926 geboren, Friederike Mayröcker 1924 haben also eine Zeit gemeinsam mit dem großen Dichter gelebt, Hugo von Hoffmannsthal und Marcel Proust erwähnte Marie Therese Kerschbaumer noch und ich ergänze Stefan Zweig, der ja in der „Welt von Gestern“ erwähnt, daß er Rilke, während des ersten Weltkrieg im Kriegsarchiv untergebracht hat.

Der Sensible war ja nicht sehr kriegstauglich, obwohl er eine militärische Schulbildung durchlaufen hat, dann eine Handelsschule besuchte und danach schon seine ersten Gedichte schrieb, die von „Engeln“ handelten und manchmal nicht immer jenen charakteristischen Ton hatten, der sich sofort zuordnen läßt.

„Du bist das Bild, ich aber bin der Rahmen“ oder das berühmte“Herbstgedicht“ „Herr, es ist Zeit“, der „Panther“, den der legendäre Horaft Unger, der früher die Kunstsektion leitete und die Stipendien vergab, wie Marie Therese Kerschbaumer zu  erzählen wußte, auswendig konnte.

Sie erzählte auch von der Frömmigkeit, die Rilke einmal in russischen Kirchen, sie während ihres Studiums in Bukarest erlebte und glitt so langsam durch Rilkes Leben.

Dann gab es  eine Pause in der ich mich ein bißchen mit der Dichterin unterhielt.

Die Autogrammsammlerin tauchte auf, denn, um acht gab es einen kanadischen Star, nämlich die 1950 geborene kanadische Dichterin Anne Carson, deren Buch „Decreation – Gedichte-Oper-Essays“ von der 1973 in Schwandorf geborenen Autorin Anja Utler übersetzt wurde und der Raum füllte sich.

Michael Hammerschmid, Angelika Reitzer, der ungarische Dichter Zoltan Lesi, den ich vor kurzem in der „Gesellschaft für Literatur“, sowie im „Literaturhaus“ hörte und und und….

Anja Ultler leitete ein und stellte die Autorin vor, dann begann eine zweisprachige Lesung, die fast eine Performance war.

„If- oder „Wenn-“ Gedichte, die wie Anne Carson erklärte, zu dreiviertel um wären, wenn das Wort „Freud“ zu hören wäre.

Dann kam ein Essay über Proust beziehungsweise seine Albertine und dann ein Talk mit dem Publikum, das Anne Carson in zwei Teile beziehungsweise zwei Chlre einteilte, die „Kauf ein“ bzw. „Es ist ein tolles Schnäppchen!“ rufen mußten.

Eine interessante  Lyriksession und eine ungewöhnliche Dichterin, die dann noch ihre Bücher signierte und ich habe wieder eine neue Stimme kennengelernt, beziehungsweise mein Rilke-Schulwissen aufgefrischt, von dem ich mir im Sommer nach meiner Matura eine dreibändige Werkausgabe kaufte und von Marie-Therese Kerschbaumer, die mich  durch den „Arbeitskreis schreibender Frauen“ und indirekt in die GAV führte, habe ich auch schon einiges gelesen, beziehungsweise sie auf den verschiedensten Veranstaltungen in Wien, Mürzzuschlag, etcetera gehört und dort bin ich mit ihr und mit Gerhard Kofler, glaube ich, auch einmal ins Brahms-Museum gegangen, als es dort die Feste für Ernst Jandl, Gerhard Rühm, Friederike Mayröcker, etcetera, zu denen die GAV ihre Mitglieder eingeladen hat, noch gab.

2016-06-26

Von St. Aegyd und Wartholz

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Dieses Wochenende war wieder Wandern mit Alfred ehemaligen Lehrer und Schulkollegen angesagt, sozusagen Sladky 28, ich habe ja schon öfter darüber geschrieben.

Alfred hatte im Gymnasium einen jungen Turnlehrer, der mit seinen Schülern auf Wanderwoche ging. 2000 ist der dann in Pension gegangen, hat seine ehemaligen Schüler zu einem Diaabend eingeladen und seither gehen wir zwei Mal im Jahr vor und nach dem Sommer sozusagen mit ihm wandern und dazwischen treffen wir uns auf einen sogenannten Fototermin.

Freitagabend sind wir nach St. Aegyd am Neuwald zu der Herzerl-Mitzi, in deren Jausenstation wir Quartier nahmen losgefahren, das ist nicht sehr weit von St. Pölten, wenn wir auf den Göller oder den Hochschwab gehen, kommen wir dort vorbei und zweimal sind wir auch bis nach Mariazell zu Fuß gegangen, das erste Mal haben wir in St. Aegyd übernachtet, das zweite Mal sind wir gleich von dort losgestartet und die Herzerl-Mitzi ist eine urige Frau, die in ihrer Wirtsstube viele Lebkuchenherzen liegen hat, die sie  mit Zuckerglasur bespritzt und man sich von ihr Sprüche, wie „St. Aegyd grüßt die ganze Welt“ oder auch ein bißchen derber „Is dei Oade bled und zwida, sauf die auf der Wies nieder“, oder auch „Alles Liebe“, „Viele Grüße“, „Schatzi“, etcetera aufpritzen lassen kann.

In den Zimmern und den Ferienwohnungen gibt es Badeteppiche in Herzform, die Häferln haben ihreAufschrift und die Mitzi erzählte uns  von dem vierzig Quadratmeter großen Rekordherzen,
das sie einmal in St. Aegyd aufbaute und für einen guten Zweck spendete.

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Sie war auch einige Mal in Berlin bei der grünen Woche mit ihren Herzen und erzählte uns von ihren Pannen und  mußte gerade sie für eine Hochzeit Herzchen in Tischkartenform mit den Namen der Erwarteten bespritzen, was sie dann bis in die Nacht und auch am Morgen während des Frühstücks betrieb.

In dieser urigen Umgebung haben wir den Freitagabend verbracht, am Samstag ging es auf den Gippel und als wir am Nachmittag zurück waren und ein paar die Fußballspiele ansehen wollten, gab es viel Betrieb im „Holzhof“ in dem es auch einen Heurigen im ehemaligen Kuhstall gibt. Es gab auch kurzfristigen Regen und am Abend viel selbstgemachte Musik, die die Gruppe mittels Ziehharmonia, Waschbrett, etcetera herstellte und die Gäste an den anderen Tische, wie einen kleinen Buben anzog, der sich „Yellow Submarine“ wünschte, eifrig mitsang und von seinem Vater dabei fotografiert wurde.

Heute ging es noch zu einem kleinen und einen großen Wasserfall und dann ins Gasthaus Perchthold in St. Aegyd zum Mittagessen, in dem wir bei unserer ersten „Mariazell-Wallfahrt“, ich bin nicht religiös und bin nicht aus diesen Gründen dorthingegangen, nächtigten und während all das stattfand und ich nur ein paar Seiten in meinem Sommerbuch, die Sonnwendfeiern gab es gleichzeitig auch, Siri Husquedts „Ein Sommer ohne Männer“ las, fand andernrorts die  Literatur statt.

Noch nicht „Bachmannpreis“ in Klagenfurt, obwohl die ja gestern ihren neunzigsten Geburtstag hatte, sondern der „Wartholzer Literaturpreis“ lief von Donnerstag bis Samstag, wen ich mich nicht irre, in einer Kirche in Wiener Neustadt ab und das ist eine Änderung, denn der Wartholzer Literturpreis, der eigentlich nach dem Schloß Wartholz an der Rax genannt wird, gab es bisher, glaube ich im Jänner oder Februar.

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Das ist ein eher kleinerer österreichischer Literaturpreis, man kann seine Text hinschicken, sechshundert Leute haben das heuer getan, ich nicht und habe das, glaube ich, auch nie, zwölf Text wurde ausgewählt und ihre Autoren, bei denen heuer Cornelia Travnicek, Robert Prosser, Katharina Tiwald, Jürgen Lagger, Josef Kleindienst, Didi Drobner, Marlen Schachinger und Ursula Wiegele von den mir bekannten Österreichern waren, durften sie, live, wie in Klagenfurt den Juroren Günter Kaindlsdorfer, Olga Flor, Angelika Klammer und den mir unbekannten Germanisten Wynfried Knefelder, sowie einem zahlenden Publikum vorlesen.

Gewonnen, habe ich Cornelia Travniceks- sowie der Wartholz Seite entnommen die Deutsche Susanna Mewe, sowie Robert Prosser, der hat den NÖ und den Publkumspreis bekommen. ein paar kleinere Preise, sowie Stipendien wurden auch vergeben.

Soviel Öffentlichkeit, wie der Bachmannpreis hat der Preis, glaube ich, nicht, aber Andrea Winkler hat ihn einmal gewonnen, Christian Steinbacher, Karin Peschka und und und an mir geht er wieder einmal vorbei, beziehungsweise informiere ich mich im Internet darüber und dort habe ich auch erfahren, daß Sandra Gugic, die ehemalige Exil-Preisträgerin und Sprachkunst-Absolventin in Herbst den „Priessnitz-Preis“ bekommen wird.

Ja, so läuft der österreichische Literaturbetrieb, an mir läuft er leider vorbei, aber das „Literaturgeflüster“ wird ja demnächst acht Jahre alt und das ist  ein Grund zum Feiern und das Wanderwochenende war wieder einmal sehr schön, obwohl es ein paar persönliche Differenzen gegeben hat und an dem „Nein“ der Briten zur EU und an den verlorenen Fußballspielen haben wir wohl auch noch zu kiefeln.

2016-06-25

Zum Bachmann-Geburtstag

Am fünfundzwanzigsten Juni 1926 wurde Ingeborg Bachmann in Klagenfurt geboren, die am siebzehnten Oktober 1973 in Rom ihren Brandtverletzungen erlegen ist. Da war sie siebenundvierzig und ich noch nicht zwanzig und hatte gerade mit meinem Psychologiestudium begonnen.

Ob ich vorher in der Straßergasse oder sonstwo viel von ihr gehört habe, weiß ich aber nicht. Die Todesnachricht habe ich wahrscheinlich durch das Fersehen mitbekommen.

„Eine der bedeutendsten Lyrikerinnen und Prsaschriftstellerinnen des deutschsprachigen Raums!“, wie heute in „Wikipedia“ steht.

Damals habe ich mich, glaube ich, noch nicht so sehr für die zeigenössische Literatur interessiert, obwohl ich schon geschrieben habe und mir im Sommer nach meiner Matura auch viele Bücher kaufte.

Stifter, glaube ich, Doderer, Musil.

„Den Mann ohne Eigenschaften“ habe ich, glaube ich im Jahr danach gelesen. Die Grazer Autorenversammlung hat sich im Sommer 1973 gegründet, das habe ich, glaube ich, im Gartenhäuschen am Almweg mitbekommen, aber ich wollte ja von der Bachmann schreiben und, wie sie mich beeinflußt hat?

Den  1976 entstandenen Film „Drei Wege zum See“, mit Guido Wieland, kann ich mich erinnern, habe ich in der Wattgasse im Fernsehen gesehen und er hat mich, glaube ich, mehr beeindruckt, als die Verfilmung des „Radetzkymarschs“, die es wahrscheinlich zeitgleich gegeben hat.

Und eine Bachmann-Gesamtausgabe, vier Bände, von der „Büchergilde Donauland“, wo zuerst meine Schwester, dann meine Mutter Mitglied war, habe ich einmal zu Weihnachten bekommen.

Ich weiß nicht mehr genau, wann, kann mich aber erinnern, daß ich einmal, ich bin in den Ferien, als ich noch in der Wattgasse gewohnt habe, aber auch später, öfter in den Türkenschanzpark gegangen und da den „Fall Franza“ vielleicht oder „Malina“ gelesen habe und das eher altmodisch und nicht so besonders gefunden habe.

So könnte ich auch nicht sagen, daß ich eine besondere Bachmann-Experitin oder Kennerin bin. Aber wenn man sich  für Literatur interessiert, kommt man natürlich nicht darum herum.

Und dann gibt es den „Bachmannpreis“, der 1976, der Klagenfurter Dichterin zu Ehren, die diese Stadt ja, glaube ich, nicht sehr gemocht hat und aus ihr zuerst nach Wien, später nach Rom geflüchtet ist, von Humbert Fink und Ernst Willner gegründet wurde und an den ich gerne teilgenommen hätte.

Was die Bachmann dazu gesagt hätte, ist fraglich und sehr viel hat das, was und wie die heutigen Autoren schreiben wohl nicht mit ihr zu tun, auch, weil dort ja keine Lyrik gelesen wird.

Aber da geht es um den Namen, den die zwei Herren gemeinsam mit MRR, der ja in den ersten Jahren in der Jury war, gewählt haben und die Stadt schmückt sich damit, während es, wie Josef Winkler einmal aufdeckte in der Stadt noch immer keine öffenliche Bibliothek gibt oder gab.

Das hat aber auch nicht sehr viel mit der Bachmann zu tun außer, daß man ihre Bücher dort hineinstellen könnte und ich habe mich in der Erzählung „Wilder Rosenwuchs“ ja mit einer weißhaarigen älteren Frau beschäftigt, die dort plötzlich im Studio auftaucht und sich mit einem geblümten Kleid in die erste Reihe setzt.

Das habe ich 2007 geschrieben und 2006 wäre die Bachmann achtzig geworden und da gab es ihr zu Ehren ein großes Symposium in der „Akademie der Wissenschaften“ und eine Ausstellung im Palais Palfy. Eine Führung durch Bachmanns-Wien hat es auch gegeben.

Da bin ich, glaube ich, an einem Sonntagvormittag zu Pfingsten mit ein paar Interessierten durch Wien herumgefahren, von der Ungargasse zum Cafe Raimund, wo ja einmal der Hans Weigel thronte und die jungen Dichter und Dichterinnen, um ihn herum in seinem Kreis aufnahm oder vielleicht auch nicht.

Die Bachmann hat er aufgenommen und sie zu seinem „Geschöpf“ gemacht, so habe ich gehört und einen Brief gelesen, den ich kopiert, einmal als Geburtstagsgeschenk erhielt, wo er sie aufforderte, sich doch nicht politisch zu betärigen.

Der junge Mann, der uns herumführte, erzählte von Hans Weigels „Unvollendeter Symphonie“, die ich jetzt endlich Dank dem „Atelier-Verlag“ und seiner Wiederauflage gelesen habe.

Und „Mythos Bachmann“ habe ich gelesen und ein Buch über die „Gruppe 47“ und als ich 2005, glaube ich, war es, in der Bücherei Pannaschgasse endlich einmal einen Preis gewonnen habe, die Edith Brozca hat mit zwei Cousinen, glaube ich, für mich gestimmt,  der Alfred und die alte Dame die uns einige Jahre zu einer Frauenlesung in die Galerie Heinrich eingeladen hat, habe ich einen „Thalia-Gutschein“ bekommen und mir dafür ein Bachmann-Bilderbuch eingetauscht und jetzt ist es wieder soweit, die Bachmann wäre neunzig geworden und der ORF hat einen Bachmann-Schwerpunkt.

Eine Veranstaltung im Literaturmuseum hat es vorige Woche auch gegeben, zu der ich leider nicht gegangen bin, weil wir vom Urlaub zurückgekommen, noch schnell den Martin mit der Linda treffen mußten, die zwei Tage später wieder nach Amerika flog.

Aber 2006 hat es, glaube ich, auch eine Veranstaltung im Radio Kulturhaus gegeben, da waren  ihre Geschwister und die hat man gefragt, warum sie keinen Widerstand geleistet hat?

„Meine Schwester war ein Kind!“, hat die jüngere Schwester, glaube ich, geantwortet. Sie hat aber ein Kriegstagebuch geführt, war mit einem jungen Juden befreundet und hat in Wien, wo sie Philosophie studierte, auch beim Sender „Rot weiß Rot“, im heutigen Literaturhaus gearbeit und da angeblich oder tatsächlich an einigen Folgen der „Familie Floriani“ mitgearbeitet. Das gleichnamige Buch habe ich inzwischen gefunden und den Celan-Bachmann Briefwechsel habe ich inzwischen auch gelesen.

So weit, so what und schon wieder was vergessen, denn ich habe ja noch einen Literaturpreisgewonnen, einen „Hörbuchpreis“ in jener „Thalia-Filiale“, wo ich auch den Gutschein einlöste, da gab es einen für Hörbücher und so habe ich eine Originalaufnahme von ihr, wo sie mit dünner Stimme ihre Gedichte liest, die mich sehr an die der Valerie Fritsch erinnert, die auch sehr lyrisch ist und Valerie Fritsch ist die heurige Stadtschreiberin von Klagenfurt. Nadine Kegele war es vor ein paar Jahren und hat jetzt einen Text über die Bachmann geschrieben, der vor ein paar Tagen im Radio zu hören war.

Die CD kann ich wieder hören, vielleicht sollte ich mir auch die Gesamtausgabe, die ich, glaube ich, nicht zur Gänze gelesen habe, wieder zu Gemüte führen.

Vielleicht verstehe und interpretiere ich die Bachmann heute anders. Ganz sicher sogar, aber ich habe wegen meiner langen Leseliste keine Zeit dazu und heuer schon Stefan Zweig und Heimito von Doderer gelesen und die Vicki Baum soll auch noch ihren Schwerpunkt haben.

Interessant dazu, daß es schon zwei neunzigste Geburtstage von Dichterinnen, die älter geworden sind, gegeben hat, deren Werk für die österreichische Literatur wohl die gleiche Bedeutung hat.

2016-06-24

Sommerwende

Der Sommer ist jetzt doch herangekommen und da geht es ja bei mir immer nach Harland nach St. Pölten in die Sommerfrische, die heuer, das habe ich ja schon geschrieben, ein wenig anders werden wird. Ist der Alfred ja seit einem halben Jahr in Altersteilzeit, das heißt Montag und Dienstag zu Hause und so werde ich heuer auch drei Praxistage machen und am Donnerstagabend sozusagen zu einem Sommerfrischenwochenende bis Montag Abend oder Dienstag früh, nach Harland fahren.

Die Sommerfrische hat bei mir ja Tradition, denn damit hat ja vor fast acht Jahren mein Blog angefangen, nach dem Bachmannpreis, der damals noch Ende Jini war, heuer ist er das wieder und beginnt am nächsten Donnerstag, so daß ich ihn heuer in Wien und in Harland aufder Terrasse erleben kann.

Dann gibts das Blogjubiläum und was zu feiern, denn ich habe die letzten Jahre die Sommerfrische meistens auch mit Sommerbüchern, Sommerschreiben, ja einmal sogar mit einer selbsternannten Stadtschreiberprofession begonnen, denn bei mir ist alles selbstgemacht und so stecke ich mir seit ein paar Jahren auch einen Zwanziger oder Füünffziger in meinen Rucksack, wenn ich auf meine Radtouren nach Traisen, Wilhelmsburg oder Herzogenburg gehe, um mir einen Kaffee zu kaufen, ein Kipferl oder ein Donat.

Den offenen Bücherschrank bei der“Seedose“ gibt es ja auch, leider ist meine Bücherliste so lang und zugepfstert, daß ich nicht mehr so einfach miteinem Buch daraus auf Lesetour gehen kann.

Aber der „Sommer ohne Männer“ wartet in Harland ohnehin als Sommerbuch auf mich und mit einem solchen habe ich auch im letzten Jahr meine Sommerfrische nach dem Bachmannpreis begonnen, das heißt genaugenommen mit einer Lesung beim Sommerfestival im „Read!“!ingroom“ und dann habe ich mich auf die Terrasse gesetzt und „Die ereignisreichen Sommererlebnisse vier prekärer Literaturstudentinnen geschrieben“, die jetzt fertig geworden sind und die ich, meinen Lesern, wenn sie ein Sommerbuch suchen, auch empfehlen kann.

Ansonsten werde ich vermutlich zumindestens zeitweise an etwas völlig atypischen korrigieren, nämlich dem „Adventkalender“ und den werde ich dann höchstwahrscheinlich auch als mein neues Buch irgendwann vorstellen. Man kann sich ja den Artikel mit dem Bildchen von der Puppe mit der Weihnachtsmütze anschauen, eine kurze Notiz machen und dann zum Sommerbuch übergehen, denn ich stelle die „Nika“ im Dezember dann ohnehin nochmals vor und werde nur der schönen Ordnung wegen, auf das Buch, wenn es fertig ist, hinweisen.

Die Hauptarbeit werden dann ohnehin  die „Berührungen“ sein, die ich im Sommer korrigieren werde und dann wird es heuer noch zwei Änderungen geben, die erste ist nicht ganz so neu, denn wenn ich übernächste Woche Dienstag bis Donnerstag in Wien bin, kann ich ja zwei Tage zur Sommerakademie des Instituts für jüdische Geschichte in die WU gehen und da dann auch mit dem Alfred Mittagessen, aber das habe ich auch schon an früheren Sommer so gemacht.

Neu werden die Ö-Töne sein, denn die sind ja ab dem vierzehnten Juli am Donnerstag und die werde ich mir geben und erst dann nach Harland fahren.

Ansonsten gibt es wahrscheinlich auch die Filmfestivals, da habe ich mich noch nicht so genau nach dem Programmen erkundigt und  im August, das mache ich dann zum zweiten Jahr das Buchpreisbloggen und wenn ich dazwischen in der Sommerfrische oder auch in Wien mit meinem Vicki Baum Schwerpunkt weitergekommen bin, wäre das sehr schön.

Das ich, wieder vielleicht  ein bißchen verrückt, dann zum Nanowrimo eine Sommergeschichte, nämlich die, die ich mir aus Kroatien mitgebracht habe und die am Campingplatz von Trogir spielen wird, ist auch eine Neuerung oder ein Schreibeplan, aber vielleicht komme ich schon im September ode3r Oktober dazu, das ist ja abhängig, wie lange ich  zum Korrigieren brauche.

Dazwischen werden wir im August für ein Wochenende nach Innsbruck fahren, weil der Alfred da Karten für ein Konzert gewonnen hat, ein Fest wird dann auch geben.

Dann komme ich Ende August zurück nach Wien, der Alfred fährt mit dem Karli allein nach Japan, ich gehe aufs Volksstimmefest und habe hoffentlich wieder einen schönen ereignisreichen Sommer verbracht, mit dem ich in mein „neuntes Literaturgeflüsterjahr“ starten werden, das, wie man sieht sowohl Stabilität als auch Veränderungen aufzuweisen hat, also fleißig schreiben und fleißig lesen, als selbsternannte Stadtschreiberin oder Literaturgflüsterfeiererin, denn das will ich mir heuer eine ganze Woche lang geben, ist egal und ausmalen in der Krongasse steht auch irgendwie noch an.

2016-06-23

Poetische Blickwinkel auf Homers Odysse

Im „Hammer“, Nummer 75, der Zeitschrift der „Alten Schmiede“ ist im vorigen Jahr Barbara Köhlers „Penelopes Gewebe“ ein Text als „Zentralstruktur der Odyssee des Homers“ erschienen und heuer hatte die 1959 in der DDR geborene Lyrikerin, die am Johannes R. Becher Literaturistitut studierte, die Ernst Jandl Dozentur für Poetik, ein „Gemeinschaftsprojekt der „Alten Schmiede“ und des „Instituts für Germanistik“ inne, was bedeutete, daß im Rahmen der „Poliversale“ zwei Abende zum Thema „Seitenverhältnisse -Andererseits – Einerseits- (des eigenen Blickwinkels auf die Homersche Odyssee“ stattfanden,  in denen die „Seitenverhältnisse von lechts und rinks, vom vom zum zum, vom Ost und/nach West, von Schrift und Raum, Poetik und Poesie von Realem und Imaginären u.s.w. und darüber hinaus“, wie im Programmfolder steht, beleuchtet werden sollten und die sich vorwiegend an Studierende wandte, die, wenn ich es richtig verstanden habe, sich schon ein ganzes Semester lang unter der Leitung von Thomas Eder mit diesen Thema beschäftigten, das am Mittwoch noch mit einem eigenen „Konservatorium“ für die Hörer und Hörerinnen der beiden Vorlesungen beendet werden sollten.

Das habe ich wiederum nicht so genau gelesen, so daß ich ziemlich unbedarft in die Veranstaltung hineinplatzte, während die Studenten, die auch trotz der gleichzeitig stattdindenden Fußballmatsches und Österreich hat wiedermal gespielt, zahlreich erschienen waren, wie Thomas Eder in der Einleitung erklärte, sich in einer eigenen Veranstaltug auf die Fragen vorbereiteten, die sie der Autorin stellen sollte.

Ich war zwar nicht die einzige, die das allgemeine Publikum darstellte, der Lehrer aus Retz und Dine Petrik waren auch gekommen, bin aber bezüglich Homer und Odyssee, bezüglich meiner Hauptschulbildung ein bißchen ahnungslos, obwohl sie mir Barbara Köhler schon einmal in einer „Stunde der literarischen Erleuchtung“, näherbrachte.

Was das Bloggen und meine Beschäftigung mit der Literatur betrifft, bin ich aber , sowohl mutig als auch neugieig, also hinein in das Vergnügen und versuchte zu verstehen, was zu verstehen war.

Denn es begann mit den Fragen der Studenten, danach folgte aber eine Textprobe aus dem „Hammer“ und der Student der neben mir saß, las dann noch ein Stückchen auf Altgriechisch vor und so wurde von links nach rechts von oben und nach unten gewandert, beziehungsweise die beiden von mir versäumten Vorlesungen durchbesprochen und ich bekam, ob der Fragen der Studenten auch noch einen allgemeineren Einblick in die Werke Barbarba Köhlers, die ich ja auch schon  in der „Alten Schmiede“ in ihrer Funktion als Übersetzerin hörte.

Barbara Köhler erläuterte ihre Art zu arbeiten, gab Einblick in ihre Altgriechischkenntnisse und meinte, daß man ihre Texte am besten laut lesen solle, damit ein Geräuschraum entsteht und meinte, daß sich sich noch mehr und intensiver mit Homer und der Odyssee beschäftigen wolle, von dessen Nachdichtungen sie, die von Joyce, als die ihrer Meinung nach beste lobend erwähnte.

Am Schluß der Fragenrunde, wo es auch, um Namen und ihre Zuordnung ging, las Barbara Köhler  noch einen Text, wo es um die Schönheit ging und die Studenten konnten sich anschließend,  zu einer Prüfung anmelden.

Mir bleibt es den „Ulysses“, der sich ja auf meiner Leseliste befindet, endlich mal zu lesen und mit Barbara Köhler läßt es sich, die vor ihrem Literaturstudium Textilfacharbeiterin und Altenpflegerin war, auch noch beschäftigen.

Im Netz sind jedenfalls einige Videos mit Lesungen von ihr zu finden.

2016-06-22

P (margin-botton:m;) nervenkostüm schlange

Was ist denn das für ein unverständlicher Titel, könnten meine Leser vielleicht fragen?

Frau Heidegger hat das vor langer langer Zeit bei meinem „Wunderschönen Tintentraum“ einmal getan und richtig, das „Bachmannpreislesen“ naht nächste Woche, der Bachmannsche neunzigste Geburtstag auch, acht Jahre „Literaturgeflüster“ kommt dann auch.

Aber vorher endet das Semester, die Unis schließen und im Literaturhaus gab es da, wie Barbara Zwiefelhofer einleitete, die traditionelle Studentenlesung des Instituts für Sprachkunst.

Traditionell, ja natürlich, den Hochschullehrgang für Sprachkunst gibt es seit 2009. Robert Schindel hat ihn, glaube ich, mit Gustav Ernst und Ferdinand Schmatz gegründet.

Da bin ich im Herbst des Jahres durch Cornelia Travniceks Blog darauf gekommen, die auch dorthin wollte, aber nicht konnte, weil sie „zu überqualifiziert“ war.

Sandra Gugic und andere waren das nicht, denn im ersten Jahr konnte man sich noch die Namen der Aufgenommenen aus dem Internet anschauen und ausdrucken. Es gab dann im folgenden Semester einen Tag der offenen Tür an der „Angewandten“ und zwei sogenannte Studentenlesungen gab es auch.

Es gab das „Symposium der Sprachkunst“ und Lesungen bekannter Autoren, die extra für die Studenten ins Literaturhaus eingeladen wurden.

Das gibt es nicht mehr, aber seit einigen Jahren Semensterabschlußlesungen im Literaturhaus und auch in der „Alten Schmiede“, bei einigen war ich, die „Jenny“ gibt es auch und einige der Absloventen sind inzwischen auch bekannt geworden.

So hat Sandra Gugig die „Astronauten“ geschrieben und den „Open Mike“ gewonnen, Irmgard Fuchs hat ein Buch herausgebracht, Bastian Schneider liest nächste Woche in Klagenfurt und und und..und Ianina Ilicheva hat bei „Kremayr und Scheriau“ im vergangenen Herbst gemeinsam mit Irmgard Fuchs, Daniel Zipf und Marianne Jungmaier ein Buch herausgebracht und sie dürfte jetzt in der Abschlußklasse sein, denn sie hat bei der heutigen  Institutslesung gelesen beziehungsweise performiert und diese Lesungen haben seit einiger Zeit einen Titel, siehe oben,  ich habe das letzte Mal den Veranstalter, der glaube ich Dominik heißt und heute Geburtstag hat, nach dem wieso und warum gefragt?

Gustav Ernst und Ferdinand Schmatz sind nicht mehr im Publikum, aber sehr viele Studenten und die sind auch sehr lange draußen gestanden, beziehungsweise haben sie sich vielleicht über die gleichzeitg stattfindenden Fußballspiele unterhalten, denn Barbara Zwiefelhofer bezog sich in ihren Moderationen immer wieder darauf und gab auch Zwischenstände bekannt. Vielleicht ist sie ein Fußballfan.

Begonnen hat jedenfalls Frank Ruf, der wurde 1977 in Deutschland geboren und schreibt, wie er in seiner Einleitung erzählte, seit drei Jahren an einem Roman über Edward Snowden. Er war auch inzwischen in Amerika und hat aus seinen daraus entstandenen Texten gelesen.

Dann kamen zwei Frauen, die Lyrik hatten, die fast ein wenig, an die Bachmann erinnern könnten. Kadisha Belfiore, 1991 in Lustenau war die erste.

Sandra Hubinger hat bei „Art und Science“ schon den Gedichtband „Kaum  Gewicht und Rückenwind“ herausgebracht und las daraus.

Als vierte vor der Pause kam Gianna Virginia an die Reihe und die hatte einen Film, beziehungsweise ein Video, eine Frau räkelt sich mit einem weißen Luftballon auf einem weißen Laken, lutscht an einem Strohhalm, stößt Gurgellaute aus, sprach ein zwei Sätze, ja das Institut für Sprachkunst ein Crossing over und nach der Pause kam Isabel Walter an die Reihe und die las aus einem längeren Text, in dem eine Frau in ein Haus oder Hotel geht, dann auf einer Abschiedsparty landet, wo man sich beruhigende, euphorisierende oder auch narkotisierende Drinks mixen lassen kann und schließlich mit einer anderen in einem Zimmer verschwindet.

Dann war schon Ianina Ilicheva dran und die 1983 in Usbekistan geboren ist auch eine Performerin beziehungsweise Crossingoverkünstlerin und hatte eine Mischung aus einem wissenschaftlichen Text über Schrödingers Katrze würde ich mal sagen und Musik zusammengestellt, zu der sie mitsang und tanzte und anschließend großen Applaus erzielte.

Wahrscheinlich nicht ganz so viel, wie Rick Reuther, der auch schauspielerisches Talent zu haben scheint und eine ganz andere Stimme in die Sprachkunstsession brachte, die diesmal eine ganz besonders durchnmischte war.

„Guten Tag ich bin der Rick aus Hamburg, vielen Dank für die Einladung!“, moderierte er sich selbst. Stellte ein Fläschchen Rum gegen Aufregung, wie ihn die Oma riet auf den Tisch und begann dann aus einem Roman zu lesen, der 1919 also nach dem ersten Weltkrieg spielt und von einem Fuhrmann handelt, der Scheiße auf der Straße verbreitet, ein neuer Fallada würde ich unken, die gerade „Jeder stirbt für sich alleine“ liest und stellte dann noch  da, wie die Schupo auftritt und welche Laute und Sprüche sie dabei hat.

Sehr interessant und spannend die unterschiedlichen Sprachkunstlesungen. Ich war, glaube ich, die einzige Zuhörerin, die sich  nicht aus Freunden und Bekannten zusammensetzte. Richtig Robert Prosser war auch dabei, aber vielleicht hat sich der auch einmal beworben und so kann ich der interessierten Öffentlichkeit flüstern, was sich bei der ganz jungen Literaturszene tut.

Daß Deutschland und Polen gewonnen hat, hat Barabara Zwiefelhofer den sportlich Interessierten verraten, das dritte Spiel hatte da gerade begonnen und ich bin jetzt auf  den Bachmannpreis und Bastian Schneiders Lesung gespannt, der diesmal  wahrscheinlich auch ganz anders werden wird.

2016-06-21

Veränderter Leselistenplan

Wenn man sich so meine heurige Leseliste ansieht, wird man merken, daß ich sie wieder nicht einhalten kann. Zuviel hinaufgesetzt und hineingestopft werden meine Kritiker wahrscheinlich, in Zeiten wo man in den Blogs überall von Loslass und Aufräum- und Bücheraussetzplänen lesen kann, mahnen.

Da bin ich nun nicht unbedingt eine Freundin dvon und geabe noch immer nur doppelte Bücher her, daß es mit meinen Leselisten nicht mehr ganz klappen wird, ist aber schon seit zwei Jahren so und auch kein wirkliches Problem, wenn ich im Laufe des Jahres etwas anderes gelesen habe, als ich eigentlich plante.

Wenn ich das wieder zusammenfasse, bin ich auf die Idee mit der Leseliste eigentlich 2010 gekommen, vorher hatte ich keine, nur sehr viele ungelesene Bücher in den Regalen, weil es ja damals schon die Büchertürme bei „Literatur im März“ gegeben hat, die offenen Bücherschränke noch nicht, die sind erst 2010 nach Wien gekommen und da hat es dann im Herbst eine Herbstlese- beziehungsweise etwas später eine hundert Bücher Callenge, das war, glaube ich schon 2011, gegeben, wo ich mir  hundert Bücher aufgeschrieben und die dann auch wirklich und darüber gelesen habe. Das war der Beginn der Bücherliste, die angewachsenen ist und angewachsen…

Angewachsen ist auch mein Leseverhalten, von neunzig Bücher, auf hundertfünfzehn, hundertvierundfünfzig, bis auf hundertsechsundsiebzig, dann war aber Schluß und ich habe angefangen jedes Jahr etwas weniger zu lesen und heuer werden es wahrscheinlich an die hundertzwanzig bis hundertdreißig Bücer sein.

Es stehen aber schon über zweihundert auf meiner Liste, beziehungsweise liegen im Badezimmer auf dem Stoß und ich merke, daß ich das nicht schaffe, habe ich von ersten Büchern ja erst zwölf gelesen, dafür aber schon neunundreißig ungeplante andere, komme nicht und nicht zu meinem Vicki Baum Schwerpunkt, dafür habe ich heuer aber schon einen Stefan Zweig und einen Heimito von Doderer Schwerpunkt eingeschoben, weil ich die für mein Work in Progress brauchte und das Buchpreisbloggen, auf dessen Idee mich Mara Giese eigentlich schon 2013 brachte, 2015 bin ich es dann wirklich angegangen, wird es heuer in moderaterer Form auch geben, das heißt ich werde ich Verlage anschreiben und lesen was kommt, mehr wahrscheinlich nicht, also keine Buchhandlungssessions, etcetera, dafür wird es heuer aber einen österreichischen Buchpreis geben und da stehen dann auch zehn Bücher auf der langen Liste, wovon es zwar wahrscheinlich einige Überschneidungen zur deutschen geben wird, aber da will ich auch darüber bloggen.

Jetzt haben wir Mitte Juni, also Halbzeit, ich schaue mit etwas schlechten Gewissen, auf die fünf Bücher, die ich noch lesen sollte, bevor es endlich an die Vicki Baum geht und in eineinhalb Wochen geht es auch in eine, wenn auch etwas reduziertere Sommerfrische mit einem eigenen Bücherstoß und Mitte August kommt schon die dBp lange Liste, Rezensionsexemplare warten auch und wollen dazwischen geschoben werden.

Wie soll ich das alles schaffen? Richtig, ich soll und muß gar nicht, ich will eigentlich, unbedingt den Richard Schuberth lesen, die Vicki Baum, den Franzobel und und….

Bei anderen habe ich mich schon abgefunden, daß ich es im Dezember, wie in den letzten zwei Jahren wieder zurücktragen werden, aber das und das will ich eigentlich lesen, habe ich gedacht und schon gestern morgen zu räumen und zu zählen begonnen und mir dann im Badezimmer einen Stoß von den Bücher gemacht, die ich unbedingt lesen will.

Das sind etwa siebenundzwanzig Bücher, den in Harland muß ich noch machen und wenn man dann rechnet, daß von den dreißig deutschen und österreichischen Bp-Büchern circa die Hälfte zu mir kommen könnten, dann geht es sich mit den sechzig Büchern, die ich in diesem Jahr noch lesen werde, vorausgesetzt, daß ich nicht zuviel außertourlich anfrage und nicht zu oft bei Angeboten, die zu mir kommen, nicht nein sagen kann, ganz gut aus und für das nächste Jahr habe ich wieder vor mehr auf meine Leseliste zu achten Da aber da schon über hundertfünfzig draufstehten und ich vielleicht nur hundertzwanzig schaffe, ist eigentlich klar, daß es vielleicht wieder nicht ganz klappt.

Also komme auch ich wahrscheinlich nicht ganz darum herum ein wenig selektiver zu lesen, das heißt mehr nein zu sagen, obwohl ich das eigentlich nicht will und das ist wahrscheinlich der Knackpunkt, jemanden zu sagen „Ich will dein Buch nicht lesen!“

Deshalb lese ich ja vielleicht auch Krimis, Chicklits, Selbstgemachtes, neben dem Experimentellen und dem Buchpreisroman und will das eigentlich auch nicht rangreihen.

Aber alles kann auch nicht lesen und ein bißen genauer schauen, kann vielleicht nicht schaden und wenn es nicht klappt, macht es zwar auch nichts, nur wenn ich jetzt zum Bcherschrank gehe und dort vielleicht die neue Julya Rabinowich oder den neuen Köhlmeier finde und weiß, daß ich das erst in zehn Jahren lesen kann, ist es auch nicht so lustig, also doch ein bißchen selektiver, obwohl es mit meinen Bücherbeschränkungsplänen, die ich vor ein paar Jahren, ganz ehrlich vorhatte, nicht klapte.

Macht aber nichts, wenn ich dann eine ganz andere Liste, als gelplant lese und so habe ich heuer ja auch schon den Bora Cosic, die Jagoda Marinic und Marica Brodozic neben dem Stefan Zweig und Heimatio von Doderer vorgezogen und werde die Pearl S. Buck die ich ja auch lesen wollte, auf später verschieben.

Also mal sehen, ob ich den neuen Bücherstoß im Badezimmer schaffe und bin ich natürlich schon neugierig, was da auf den beiden Buchpreisisten stehen wird, die im August und September veröffentlicht werden?

Sehr viel davon werde ich ja wahrscheinlich nicht gelesen haben, die Ronja von Rönne vielleicht, die Anke Ravic Stubel, der Jan Böttcher, die Nellja Veremej, die Gertrud Klemm?

Denn soviel habe ich im Frühjahr nicht angefragt. Also wird es vielleicht ganz spannend sein,  im Hebst das Fehlende zu ergänzen und etwas anderes.

Diese Mischung aus Alten und aus Neuem machts vielleicht interessant  und es gibt bei den Bloggern ja auch diese ältere Bücherschallenge, die ich heuer ganz besonders erfüllt habe.

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