Literaturgefluester

2010-12-06

Sophie Hungers in der Alten Schmiede

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:56
Büchertisch

Büchertisch

Karin Rick, Ilse Kilic

Karin Rick, Ilse Kilic

Heute habe ich in der Alten Schmiede gelesen, bei den Textvorstellungen war es, glaube ich, das siebente Mal, sonst habe ich wahrscheinlich zehn bis fünfzehn Mal dort gelesen. Das erste Mal 1980 in dieser Literatureck genannten Veranstaltung, die honorierte Nachfolgerin für die noch nicht so Erfolgreichen, die sich meistens selbst bewerben sind die Textvorstellungen, da habe ich 1987 – 1989 zum Teil noch im zweiten Stock unter der Moderation von Herbert J. Wimmer aus der „Gasse oder Marthas Wohnungen“, „Zwischen Hütteldorf und Heiligenstadt“ und den „Hierarchien“, wenn ich mich nicht irre und nichts durcheinanderbringe gelesen. Dann kam eine Pause bis 1995, da hat mich dann Ruth Aspöck eingeladen. Ich habe mit Walter Baco gelesen, das weiß ich noch, aus dem „Alternativen Leben“, dann kam wieder eine Pause. 2002 wurde ich mit Uwe Bolius zu einer „Am Werkplatz“ genannten ńeuen Reihe, mit dem halben Honorar in der Energiewoche um 17 Uhr eingeladen. Da habe ich meinen Freundeskreis mitgebracht, Christl Greller ist gekommen und ich hab schon aus einem Buch, nämlich aus der Globalisierungsnovelle gelesen, vorher waren es immer Manuskripte. Mit den „Hierarchien“ bin ich 1990, nachdem sie bei Jack Unterweger herausgekommen sind, nochmals eingeladen worden.
Dann kam wieder lange nichts, ich hab zwar meine Bücher immer hin geschickt und die „Fluchtbewegungen“ bei einer Sitzung der IG Autoren auch der Moderatorin Renata Zuniga gezeigt. Hilde Langthaler, die neben mir gestanden ist, hat ein Jahr später gelesen. InIzwischen hat es aber auch bei mir geklappt und Renata Zuniga mich mit der „Sophie Hungers“ zum Motto „Die Liebe der Frauen“ eingeladen.

Renate Zuniga

Renate Zuniga

Karin Rick

Karin Rick

Nun ist die „Sophie Hungers“ ja nicht unbedingt ein Liebesroman, habe ich sie eher als Reaktion auf die Wirtschaftskrise geschrieben. Der Roman beschreibt aber die stille leise Liebe zwischen den beiden Außenseitern Valerie Oswald und Felix Baum und diese zwei Szenen, habe ich am sechzehnten November in der Galerie Heinrich gelesen, da war Frauensicht auf Liebe auch das Thema.
Anmerken muß ich noch, daß ich inzwischen noch zweimal bei den Textvorstellungen gelesen habe und zwar hat mich Reinhard Wegerth 2007 mit dem Wiener Stadtroman eingeladen, 2009 Friedrich Hahn mit „Und Trotzdem“. Da habe ich mit Cornelia Travnicek, David Schalko und Christine Werner gelesen, also mit einer ziemlichen Prominenz. Diesmal waren, wie Renata Zuniga in ihrer Einleitung betonte, lauter Frauen angesagt, nämlich Karin Rick und Gabi Kreslehner und ich habe, als ich um dreiviertel sieben mit meiner Büchertasche durch den Morawa gegangen bin, Ilse Kilic getroffen.
„Kommst du in die Alte Schmiede?“, habe ich gefragt, sie hatte zufällig Zeit, weil sie erst etwas später im Porgy und Bess einen Gesangauftritt hatte. Außerdem sind noch Dorothea Macheiner, Marinko Stefanovic, Erika Parovsky Alfred und fünf andere Interessierte gekommen.
Karin Rick hat mit „Chaosgirl“ begonnen, aus dem sie, wenn ich mich nicht irre, bei Rund um die Burg in der Erotiknacht gelesen hat, denn Karin Rick schreibt, wie Renate Zuniga in ihrer Einleitung erklärte, erotische Romane über Frauen. Ich kenne die 1955 geborene vom Wiener Frauenverlags, dort sind auch ihre ersten erotischen Romane erschienen.

Eva Jancak

Eva Jancak

Gabi Kreslehner

Gabi Kreslehner

Mindestens eine Lesung habe ich in der Alten Schmiede schon von ihr gehört und „Chaos Girl“, das im Konkursbuchverlag erschienen ist, schildert die sexuellen Begegnungen zweier Frauen, die in einem Magistrat arbeiten und ihre erfrischenden Begegnungen in oder außerhalb des altbackenen Amts schwungvoll ausleben.
Dann kam ich und wurde in der Einleitung zu meiner Buchentstehung befragt, mit der man ja sogar in der Alten Schmiede lesen darf und habe die ersten drei Eingangszenen gelesen, da wird die Liebe zwar nur angedeutet. Valerie Oswald und Felix Baum reisen ja erst später von Wien über Graz, München, Berlin, Dresden, Bratislava bis Prag, während Sophie Hungers ja nur Bücher liest, am Donaukanal und im Rathauspark spazierengeht und trotzdem die seltsamsten Begegnungen hat, die den Roman entstehen lassen. Renate Zuniga hat die Krisenbewältigungsversuche der Sophie als sehr positiv empfunden, das würde ich nicht so sehen, die Geschichte hat aber ein Happy End, denn die beiden Außenseiter finden sich und lassen Hubert Oswald, als der zurückkommen will, im Regen stehen….
Dann folgte Gabi Kreslehner aus Oberösterreich, die ich eigentlich nicht zu kennen glaubte, Renate Zunigga erwähnte aber in der Einleitung etwas von einem erfolgreichen Kinderbuch und da ist mir eingefallen, daß ich im letzten Jahr doch von der Autorin hörte, die Lehrerin ist und wie sie erzählte, siebzehn Jahre nichts geschrieben hat, was Marinko Stefanovic im späteren Gespräch wunderte, daß man das tun kann.
Es geht in dem bei Picus erschienenen Roman „In meinem Spanienland“, um ein aus Frust essendes Mädchen Namens Carmen und ihre Mutter Steffi, die einen angeblichen Spanier als Vater hat, der in Wirklichkeit Johann heißt und in ihrem Leben inige Sonderbarkeiten erlebt, über die sie leicht und locker plaudert.
Nachher gab es keine Diskussion, ich habe aber zwei Bücher verkauft und wurde von einem jungen Mann zu der „Sophie Hungers“ angesprochen. Das Wort „Winterschlaf“ hat ihn dabei gefallen, aber das ist nur eine Metapher für den vermeintlichen Rückzug aus dem sozialen Leben. Ein Herr hat mich eingeladen Texte für die nächste Nummer der Zeitschrift „Landstrich“ was zu schicken und Marinko Stefanovic hat sich sehr euphorisch über das Projekt geäußert „Mimis Bücher“ auf bosnisch oder kroatisch zu übersetzen. Rudi Lasselsberger, den die Post inzwischen zum Horterzieher umgeschult hat, Felix Baum wurde das nur angeboten, hat sich krankheitshalber entschuldigt und auch Ruth Aspöck konnte nicht zur Lesung kommen, weil sie am Montag mmer im Vocalgestöber singt, ansonsten war die Lesung ein Erfolg und ich bin zufrieden.

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