Literaturgefluester

2011-05-13

Der zweite KOLIKslam

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:09
Manfred Müller

Manfred Müller

Karin Fleischanderl

Karin Fleischanderl

Wieder einmal KOLIKslam in der Gesellschaft für Literatur, das gibt es schon, wie Manfred Müller wieder in seiner Einleitung erklärt, schon seit Jahren, da werden zweimal im Jahr von den beiden KOLIK-Herausgebern Gustav Ernst und Karin Fleischanderl meist drei Autoren ausgewählt, die Texte in der Zeitschrift KOLIK haben und vorgestellt. Einmal habe ich es geschaftt, hinzugehen und dabei Auszüge aus Linda Stifts neuem Buch gehört. Jetzt war ich wieder da und habe in Anne Jan eine Autorin kennengelernt, die ich noch nicht kannte, während ich Katharina Riese aus der GAV kenne und sie auch 1998 zu meiner Frauenlesung in der Alten Schmiede, statt Marie Therese Kerschbaumer eingeladen. Die dritte Autorin war Sandra Gugic, die Studentin der Sprachkunst, die ich das erste Mal 2008 bei der Exilpreisverleihung im Amerlinghaus kennenlernte, voriges Jahr bei den Textvorstellungen in der Alten Schmiede und im Jänner bei der Studentenlesung im Literaturhaus hörte. Sandra Gugic hat zu lesen begonnen, Karin Fleischanderl hat den Fehler ihrer Biografie, die im Programm abgedruckt hat, richtiggestellt und in ihrer Vorstellung hinzugefügt, daß sie 2010/11 ein Staatsstipendium für Literatur bekommen hat und vor kurzem den Hohenemser Förderungspreis. Der Text den sie gelesen hat, geht um Entfremdung erklärte Karin Fleischanderl noch, der eine Reise nach Mexiko beschreibt und von einer Demonstration erzählt, bei der Steine fliegen, die Sprache war sehr schön und weniger realistisch als „Zwischenräume“ von Anne Jan, die den Vormittag eines Zwangspatienten schilderte.

Sandra Gugic

Sandra Gugic

Anne Jan

Anne Jan

Von Anne Jan habe ich noch nichts gehört, im Programm steht kein Geburtsdatum, nur etwas von einer Lebens- und Sozialberaterin. Karin Fleischanderl hat es dann noch durch Organisationsentwicklerin und Supervisorin im Psychiatriebereich ergänzt. Der Text war sehr beeindruckend. Ich habe in „Taubenfüttern“ ja auch einen Zwangspatienten beschrieben und gelegentlich solche Kienten. Anne Jan erzählte von einem Felix, der von seinem Bruder betreut wird, zu seiner Therapeutin gehen soll, ständig zählt und über Ritzen springt und dabei ein junges Mädchen kennenlernt, das ihn auf einen Kaffee eindlädt, mit ihr statt zur Therapeutin in einen Park geht und sie sogar küßt, am Ende findet ihn die Putzfrau vom Mc Donald nackt am Klo, seine Kleider, die er zuerst gewaschen hat, hat er in den Müll geschmissen.

Katharina Riese

Katharina Riese

Katahrina Rieses Texte waren auch sehr interessant.Sie hat sehr verschiedene gelesen und nicht nur aus dem Buch „Vilma heiratet ihre Enkelin“, wie Karin Fleischanderl angekündigt hat. Katharina Riese ist 1946 geboren, GAV- Mitglied, war oder ist in der Frauenbewegung tätig und ihre Shortstory von ihrer Waschmaschine und dem Messer, das sprechen kann und beim Zwiebelschneiden immer „fuck fuck“ sagt und sie muß es belehren, daß es sich zu benehmen hat, denn mit einer solchen Sprache ist man sofort unten durch, außer man heißt George Bush.
Ein Stückchen aus dem dem Buch, das ihre Familiegeschichte erzählt hat sie auch gelesen und der Kolik-Slam, der diesmal nicht nur junge Autoren präsentierte war wieder interessant. Neben mir ist Claudia Erdheim gesessen und hat in einem Manuskript geblättert und spannend welch realistische Texte es inzwischen im KOLIK gibt.

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