Literaturgefluester

2021-09-06

Buchpreisblogbericht

Die heurige deutsche Buchpreisliste wurde am 24. 8. bekanntgegeben, die österreichiche am 2.9. und ich bin, wie meine Leser wissen, spätestens seit 2015 daran interessiert, da habe ich angefangen die deutsche Liste zu lesen, die österreichische ein Jahr später, denn die wurde ja erst 2016 auf Drängen der Autorenschaft, glaube ich, eingeführt und mit der Schweizer, das sind nur fünf Bücher, habe ich erst 2019 begonnen. Seit 2016 gibts auch noch das Bloggerdebut und da juriee ich mit und meine Leser wissen es, es macht mir großen Spaß und das Lesen der Neuerscheinungen, gibt mir, glaube ich, auch einen guten Überblick was in der Gegenwartsliteratur passiert. Das kann man natürlich auch kritisch sehen, denn Erstens fehlt da die Zeit für die internationale Literatur oder die Klassiker weg, da würden ja die Bücherschränke entsprechenden Lesestoff bieiten und dann fällt natürlich alles weg, was unter dem Mainstream liegt, also auch das Selbstgemachte, was mich ja auch sehr, weil ich es auch so mache, interessiert und auf den Buchpreislisten stehen ja keine Krimis, zumindestens keine konventionelle, keine Chicklits, keine Fantasy, etceterta.

Das lese ich zwar ohnehin weniger, am ehesten noch Krimis und weil ich bezüglich Bücher ohnehin nur schwer nein sagen kann, bin ich da auch ganz gut versorgt. Bekomme ich ja immer wieder Bücher angeboten, manchmalsind es auch Selfpublischer oder Autoren, die sich melden und so bin ich eigentlich auch am Laufenden und sage mehr zu, als ich vernüftigerweise sollte, um in keinen Lesedruck zu kommen, denn ich weiß ja schon seit einigen Jahren, ab Mitte August ist es aus, da kommen die vierzig Buchpreisbücher und Weihnachtsbücher würde ich ja auch ganz gern im Dezember lesen.

Das wäre also ganz gut, wenn ich mich ab Mitte August darauf konzentrieren könnte, da es aber noch andere Neuerscheinungen gibt, als die angeblich dreißig besten Bücher, passiert es mir nun schon seit einigen Jahren, daß ich gar nicht pünkltlich zum Buchpreislesen komme, weil ja noch andere Neuerscheinungen warten und das Problem ist auch, daß die Bücher die da im Juli oder August bei mir eintrudeln, oft die Auflage haben, erst am zwanzigsten August oder Anfang September erscheinen. Also lasse ichsie liegen, denn ich habe ja eine Backliste, die ich auch auflesen will. Ein paar Tage vor Ende der Sperrlist fange ich dann doch zu Lesen an und so ist es auch heuer passiert, daß ich am 24. 8. noch fünf oder sechs ungelesene Bücher auf der Liste hatte und jetzt sind es noch zwei.

Ich lese gerade Thomas Mulitzer „Pop ist tot“ aus dem „Kremayr &Scheriau-Verlag“, dessen Debut ich seltsamerweise versäumt habe, obwohl ich sonst ja fast alles von deren Literaturschiene gelesen habe. Dann wartet noch ein Krimi auf mich, der mir von „Literaturtest“ empfohlen wurde, nämlich „Das weiße Haus“und ich gebe es zu, ich lese hin und wieder gerne einen solchen, obwohl ich mir beim selber schreiben schwer tue und mich darum herumschummle und dann kommt noch bevor ich zur der Buchpreisliste kommen Sven Regner mit seinem „Glitterschnitter“, das ich zwar schon, glaube ich, ein Monat im Badezimmer liegen habe, weil der Erscheinungstermin, glaube ich, erst der neunte September ist und erst dann komme ich zum ersten deutschen Buchpreisbuch, nämlich zum Franzobel, weil mir Susanne Rössler von „Zolnay“ immer sehr schnell das PDF schickt und was Ungelesen von der Liste hatte ich ja diesmal nicht. Da hätte ich zwar auch auf den Regner und dann auf den Ulrich Woelk,den Georg Klein und den Adolf Muschg getippt und ich muß gestehen, so spät, wie heuer war ich mit dem Buchpreislesen noch nie dran und ich glaube auch, daß ich jetzt langsamer und weniger lese, obwohl ich, weil ja keine Veranstaltungern mehr Zeit habe, aber wahrscheinlich ist das Alter schuld daran, ich tue ja jetzt auch sehr viel weniger, weil ich kaum aus dem Haus gehe, aber da ist Corona oder die Politik schuld daran und die Leseliste ist mit den Buchpreisbüchern voll, weil man die deutsche und die österreichische Liste seit einigen Jahren auch bei Netgalley bekommen kann, obwohl es jetzt wieder Öffnungsprobleme zu geben scheint.

Ich frage aber immer noch die Verlage an, weil ich ja lieber Prints als e pubs lese und außer Buchpreisbüchern lese ich auch kaum welche. Beim Buchpreis packt mich aber der Ehrgeiz und so habe ich jetzt schon eine elendslange Leseliste und auch viel Neugier, was mich da in den nächsten Monaten erwarten wird. Blogger, die darüber berichten, gibt es, glaube ich, weniger, seit es die Buchpreisblogger in diesen Sinn nicht mehr gibt. Es werden jetzt zwar je ein Buch an zwanzig Blogger, Instagramer, etcetera, verteilt. Aber da gibts keine Diskussion darüber, zumindestens habe ich die jetzt noch nicht mitbekommen.

Den „Papierstaupodcast“ gibts aber seit letzten Jahr. Das sind ein Mann und zwei Frauen, die in den Wochen bis zur Shortlist, alle Bücher lesen und besprechen und auch ein internes Ranking geben und da habe ich in der ersten Folge deren Fastination für Heinz Strunk von dem ich zwar Bücher habe, aber noch nichts gelesen habe, Franzobel, mein Erstlingskanditat, die mir bisher unbekannte Mithu Sanyal, Christian Kracht und Ferdinand Schmalz bekanntgaben. Das wird mich also in der nächsten Zeit begleiten, sonst habe ich von anderen Bloggern noch nichts gehört, die sich für den Buchpreis interessieren und ihre Prognosen geben.

Aber ein bißchen was, weiß ich selber und bin ja nicht so, auch wenn mir das manche Leser vielleicht nicht glauben, nicht so unbedarft im Literaturbetrieb und ich finde, ganz ehrlich, beide Listen sehr gut und sie geben glaube ich, auch einen guten Einblick in die Gegenwartsliteratur.

Zu meinem Erstaunen fehlt Michael Köhlmeier. Da werde ich mir, das weiß ich schon „Matou“ zum Geburtstag wünschen. Auf den Ferdinand Schmalz freue ich mich, da muß ich das Buch erst bekommen, wurde mir aber schon zugesagt und das Netgalley-Exemplar kann ich nicht öffnen. Felizitas Hoppes „Die Nibelungen“ liegt schon neben mir, da hatte ich mit dem „Picknick der Friseure“ meine Schwierigkeiten, bin aber gespannt.

Also lesen, lesen, lesen! Ein paar andere Bücher wird es dazwischen wahrscheinlich auch noch geben, aber nicht so viele. Allerdings konnte ich mir nicht verkneifen vor ein par Tagen auch Uwe Wittstocks “ Februar 33″ anhzufragen, weil ich fürchte, daß es da Parallen zur Jetztezeit gibt.

Also lesen, lesen, lesen! Auf meiner Leseliste und die über die jeweiligen Buchpreise, kann man meine geplante Reihenfolge gut ersehen. Es isind sehr viel E- books aber auch ein paar Prints dabei, die ich dann in der Badewanne lesen kann. 2016 habe ich mir, glaube ich, angewöhnt, als ich da auch im Lesedruck war, in die „Gesellschaft“ oder „AS“, wenn man auf den Beginn und das akademische Viertel abwarten mußte, ein Buch mitzunehmen. Das gibt es jetzt nicht mehr. Jetzt lese ich jeweils in der Früh und am Abend in der Badewanne. Manchmal bin ich, wenn ich sehr viel geschrieben oder gebloggt habe, dann oft schon müde und in der Früh oft unruhig den Postzusteller nicht zu versäumen, weil ich den ja nicht unbekleidet öffnen kann.

Nun ja, das sind so die Sorgen einer Profileserin, aber mir macht das Buchpreislesen, ich wiederhole es, großen Spaß und kann es wirklich nur weiterempfehlen. Mein literarischer Verstärker, der Otto, wie ich immer schreibe, hat mir ja schon vor Jahren erzählt, daß er immer alle Buchpreisbücher liest und sie auch bei seiner Lieblingsbuchhändlerin bestellt. Ich weiß nicht ob er noch dabei ist. „Papierstau“ beklagt, glaube ich, daß sie die einzigen sind, die alles lesen. Aber stimmt ja nicht, ich tue das auch, auch wenn ich dabei sehr verborgen und, wie es früher hieß, als es noch die offizellen Blogger gab, auch nicht offiziell bin. Aber was heißt das schon? Zum Lesen kann sich jeder ligitimieren und sollte das meiner Meinung nach auch tun, auch wenn ich mit den Büchern länger als bis zur Shortlistverkündung brauche.

10 Kommentare »

  1. „und da juriee ich mit“
    „Ich frage aber immer noch die Verlageerlage“
    „daß es da Parallen zur Jetztezeit gibt“

    Frau Jancak, Sie machen einen wahnsinnig! 🙂

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2021-09-06 @ 08:04 | Antworten

  2. Warum? Weil ich gerne lese, in der Bloggerdebutpreisjury bin, mich für Literatur und dafür interessieren, wie die Schriftsteller 1933 auf die politische Situation reagiert haben?
    Das ist doch sicher interessant und kein Grund zum Wahnsinnigwerden, selbst wenn man sich nicht so sehr dafür interessiert!
    Ich hätte aber etwas für Sie, um dieses Gefühl eventuell noch zu steigern! Nämlich eine Broschüre zur Genderkritik von der „Heinrich Böll Stiftung“
    Sie haben mir ja einmal eine geschickt! Soll ich mich damit revanchieren und sie Ihnen zukommen lassen?
    Danke übrigens für den Hinweis auf den Fehler! Mein Computer bleibt sehr oft hängen!

    Kommentar von jancak — 2021-09-06 @ 09:51 | Antworten

  3. DEN Fehler? Sie meinten wohl „Die haarsträubenden Fehler, die einem die Tränen in die Augen treiben.“ Und nein, es liegt nicht an Ihrem Computer, meine Liebe 🙂

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2021-09-06 @ 10:12 | Antworten

  4. Ja, wenn man berufstätig ist, das literarische Schreiben für das Wichtigste hält, jetzt auch noch „Buchpreis“ liest und einen Computer hat, der Schwierigkeiten macht und das alles ganz allein betreibt, passieren die halt, schlafen muß ich ja auch!
    Trotzdem glaube ich nicht, daß die Texte wirklich so davon strotzen! Wenn ich welche finde, bessere ich sie aus und ich kann nur wiederholen, daß Sie wieder etwas behaupten, was sie nicht wirklich beurteilen können!
    Denn Sie kennen ja meinen Computer und die Schwierigkeiten die ich damit habe nicht! Ich habe aber schon einen neuen, den ich bald benützen kann, also wird das vielleicht besser werden!
    Es grüßt Sie, Ihre „Fanin“, mein lieber Rechter!

    Kommentar von jancak — 2021-09-06 @ 10:26 | Antworten

  5. Oh, ein neuer Computer! Dessen Textprogramm hat mit Sicherheit auch eine eingebaute Rechtschreibprüfung. Gut, die wurde mit Sicherheit von Rechtsextremisten programmiert, aber – ob Sie es glauben oder nicht – die funktioniert! Probieren Sie es mal aus. Bei den meisten aktiviert man sie, indem man auf die Schaltfläche „abc“ klickt. Sie liebenswerte Kommunistin, Sie 😉

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2021-09-06 @ 11:04 | Antworten

  6. Ganz ehrlich, ich habe keine Ahnung, ob das Rechtschreibprogramm von Rechts- oder Linksextemen stammt, sondern denke eher, es waren Programmierer!
    Aber Sie haben es Recht, ich verwende es nicht, denn es besteht sicher aus der neuen Rechtschreibung und ich verwende die Alte und glaube, daß ich die, abgesehen von den „s“ und den Fällen, aber da haben wir ohnehin schon endlos diskutiert, in Ordnung ist!
    Mein Problem ist, daß der Computer immer hängen bleibt!
    Ob das am Programm oder am Computer liegt, weiß ich gar nicht so genau! Tatsache ist aber, daß ich immer noch das „y“ bei bei „Wikipedia“ verlinke und das haben wir, glaube ich, schon heute vor einem Jahr so diskutiert!
    Soll ich die Broschüre jetzt in ein Kuvert stecken oder fordern Sie sie selbst von der „Böll-Stifutung“ an?

    Kommentar von jancak — 2021-09-06 @ 12:02 | Antworten

  7. Sie haben völlig Recht! Verwenden Sie auf keinen Fall ein Tool, mit dem Sie möglicherweise lesbare Texte erzeugen könnten! Gar nicht auszudenken wäre das! Ich bin sicher, es müssen Rechte sein, die so etwas programmieren, denn die sind es ja auch, die sich gegen die Verhunzung der Sprache stark machen. Den Linken hingegen ist das wurscht. Aber ja, schicken Sie mir gerne mal diese Broschüre.

    Oh, und wenn der Computer hängenbleibt, kann das auch ein Hardwarefehler sein. Aber auch der wäre keine Ausrede für Ihre uns beiden bekannte Schlampigkeit beim Schreiben 😉

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2021-09-06 @ 12:30 | Antworten

  8. Haben Sie eine „Rechte-Paranoia?“
    Darum geht es doch gar nicht, denn ich verhunze, wenn ich „Töchter“ sage, gar nichts!
    Ganz im Gegenteil, da bin korrekt, denn es stimmt ja nicht, wenn ich „…bist du großer Söhne!“, singe und dabei an Friederike Mayröcker, die erste Ehrenbürgerin der Stadt Wien, denke!
    Auch wenn Sie das zu glauben scheinen und die gewiße Schlampigkeit, die gehört nun mal zu mir!
    Das sollten Sie schon wissen! Wenn es Sie stört, lesen Sie micht mehr und gehen woanders hin Geisterbahn fahren!

    Kommentar von jancak — 2021-09-06 @ 12:57 | Antworten

  9. Na, na, wer hat denn hier eine Rechte-Paranoia? Doch wohl Sie, die Sie lieber weiter die Linken unterstützen, anstatt diejenigen, die sich um ein normales Leben bemühen. Und Gendern IST gleichzusetzen mit verhunzen, nur scheinen Sie das auf ein paar unbedeutende Wörtchen zu reduzieren, anstatt die allgemeine Gefahr für Sprache und Denken zu erkennen.

    Natürlich gehört die bekannte Schlampigkeit zu Ihnen. Das soll sie auch, nur beim Schreiben … ach egal. Was weiß ich schon 🙂

    Kommentar von Ulrich Lucas — 2021-09-06 @ 13:48 | Antworten

  10. Lieber, lieber Uli, ich bin und bleibe eine Lilnke, da wird sich wohl nichts daran ändern,a uch wenn ich Corona für nicht so gefährlich halte und mich, was ich eigentlich für links halte, auch gegen die Einschränkung der Freiheitsrechte sowie den Impfzwang einsetze!
    Aber und das war ich schon lange vor Corona-, sonst würde ich Ihnen nicht immer wieder antworten ,-ich schaue gern nach links und nach rechts, beschimpfe niemanden, sondern setzte mich mit allen kritisch auseinander!
    Leider haben Sie in manchen Recht, beispielsweise, wenn sich eine weiße Person, um keinen Posten an der Uni bewerben soll und ich finde den Ausdruck „Alter weißer Mann“ blöd, auch wenn die Gesellschaft sicher mehr junge, ich weiß nicht was, für Frauen braucht!
    Bin aber für das Gendern und verstehe nicht, wie jemand was dagegen haben kann?
    Ich habe also keine Rechten-Phobie und schreie, auch nicht, wie Sie es gerne tun „Alle Rechten und Lnken sind so oder so und daswird sich niemalsändern…!“, sondern bin für das Miteinander, das Zuhören, die Akzeptanz, das Ausdikutieren und gegen die Spaltung der Gesellschaft!!!

    Kommentar von jancak — 2021-09-06 @ 15:02 | Antworten


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