Literaturgefluester

2011-12-06

Weihnachtsbowle mit Susanne Ayoub

Filed under: Uncategorized — jancak @ 21:30

Eigentlich habe ich ja in die städtische Bücherei Gumpendorferstraße, dort, wo ich einmal Ulrich Bechers „Kurz nach 4“ gefunden habe, zu El Awadallas Dialektliteraturveranstalltung gehen wollen, aber dann lockte der Weihnachtsmann bzw. die Kekse und die „Weihnachtsdramolettln“ mit Susanne Ayoub in der städtischen Bücherei Pannaswchgasse. Ich weiß, das heißt jetzt anders, aber als Hauptschülerin bin ich einmal in die Städische Bücherei am Elterleinplatz gegangen, habe einen Krimi lesen wollen und wurde von der älteren Dame dort belehrt, daß daß für Kinder kontengiert ist und in der berühmten Arbeiterbücherei in der Sandleitengasse war ich auch einmal eingeschrieben. Für eine Büchersammlerin wie mich ist eine Bücherei, wo man die Bücher wieder hergeben muß, nicht das richtige und so bin ich erst durch eine Lesung, bzw. einen Aufruf in der Bezirkszeitung im Jahre 1998 oder 1999, es war jedenfalls Europawahl und Hannes Swoboda hat mir das Mikrophon gerichtet, in die Pannaschgasse gekommen, bzw. zu einer Lesung am Platz davor. Das war dann nicht ganz das Richtige, in die Kartei der Szene Margareten bin ich trotzdem gekommen und bei den damals monatlichen Literaturveranstaltungen, wo die Margaretner Literaten der Reihe nach vorgestellt wurden, habe ich, glaube ich, auch Susanne Ayoub kennengelernt und dann immer wieder gesehen, zum Beispiel beim Siemens Literaturtechnikpreis, bei dem ich ja eifrig und erfolglos immer hinschickte und da habe ich sie auch einmal gefragt, ob ich mit ihr im Auto nach Hause fahren kann, weil sie ja, glaube ich, auch im fünften Bezirk wohnte und als 2004 bei Buch und Wein in der Schäffergasse Anita C. Schaubs Frauenbuch, wo ich auch ein Portrait drinnen habe, vorgestellt habe, ist gerade ihr erster Roman „Engelsgift“ erschienen, da habe ich sie auf ihren Erfolg angesprochen. Ich habe es gut gemeint, sie dürfte es mißverstanden haben, jedenfalls hat mir die B. so etwas gemailt, ich war dann aber auch bei einer Lesung des Romans beim Thalia in der Landstraße und habe ihn dort durchgeblättert. Es erschienen dann noch „Schattenbraut“ und „Mandragora“ und auch Gedichte, Filme, Reportagen über Bagdad, wo Susanne Ayoub ja geboren wurde. Seit einiger Zeit ist sie auch in der GAV, ich habe sie in Leipzig einmal getroffen und bei der Buch-Wien bin ich ihr auch begegnet und in diesem Monat ist sie, glaube ich, zweimal in der Alten Schmiede, ein erfolgreicher Aufstieg also und heute die „Weihnachtsdramolettln“ zu den „komischen Seiten des besinnlichen Festes“ unter dem Titel. „Wenn zu Nikolo der Weihnachtsmann kommt..“ und das ist ja, glaube ich, heute.
Die städtische Büchereifiliale, in der ich auch schon ein paar Mal gelesen habe, 2002 hätte ich es sollen, Herr Winter von der Szene Margareten hat mich aber wegen Honorardifferenzen kurzfristig ausgeladen, 2004 habe ich „Tauben füttern“ vorgestellt, dann zweimal um die „Goldene Margarete“ gelesen und zweimal beim Festwochen-Literaturwettbewerb, das zweite Mal habe ich ihn gewonnen und jetzt gibt es wahrscheinlich krisenbedingt weniger Veranstaltungen, jedenfalls war ich, glaube ich, seit es das Literaturgeflüster gibt, nicht mehr dort, war jedenfalls weihnachtlich beleuchtet und geschmückt und eine eher unkonventionelle Weihnachtsmusik gab es auch.
Es gibt einen jüngeren Mann als neuen Leiter, der begrüßte und Susanne Ayoub las drei Dramolette. Das erste handelte von einer Frau, die einen Mann auf der Margaretenstraße mit ihrem Weihnachtsbaum umstößt und daraufhin in eine Diskussion über den Sinn von Weihnachten gerät. Der Mann der keine Ahnung von Weihnachten hat, entpuppt sich zuerst als Kommunist, dann nimmt er ihr den Weihnachtsbaum ab und stürzt sich mit einer Säge oder Axt auf ihn. Beim zweiten baumelt das Christkind mit nackten Füßen vor dem Fenster eines desillisionierten Mädchens, das gerade alle ihre Wünsche zusammenschreibt und mag die Weihnachten nicht mehr und beim dritten taucht Mary Madonna beim Filmproduzenten Jo auf und erzählt ihm etwas von einer feministischen Geburt von Jesus Noel.
Danach gab es die versprochene Weihnachtsbowle, die Kekse und Gespräche mit der B., Herrn Blaha und noch einigen anderen und das war die besinnliche Vorweihnachtsfeier in einem Advent, den ich blogmäßig diesmal gar nicht so besonders begehen wollte, da mir aber mit Max von der Grün „Stellenweise Glatteis“ auch ein Buch, das zumindest Anfangs zu Weihnachten spielt, in die Hände gefallen ist und nächste Woche sowohl der Umgang als auch xxxxx-Small ist, komme ich wahrscheinlich doch nicht herum und ich mag Weihnachten ja auch und bin, wie ich immer schreibe, keine Weihnachtshasserin, denn Punsch und Kekse und jetzt auch Bowle, die mir Susanne Ayoub extra einschenkte, schmecken ja sehr gut.

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