Literaturgefluester

2013-11-20

Peter Stamm im Literaturhaus

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:11

Über den Schweizer Autor Peter Stamm habe ich, glaube ich, auf einer der Buchmessen über seinen Erzählband „Seerücken“ das erst Mal etwas gehört und ihn dann auch noch mit Gregor Sanders verwechselt.
Mit dem Roman „Sieben Jahre“ war er 2009 auf der Longlist des dBps und als im vorigen Jahr der deutsche Börseverein des Buchhandels zum Tag des Buches einen Haufen Bücher an die Leser verschenkte, stellte sich Wolfgang Tischer mit Stamms ersten Roman „Agnes“ auf die Straße und wunderte sich, daß das Buch niemand haben wollte.
Inzwischen habe ich „Wir fliegen“ bei „Morawa“ um einen Euro gefunden und im Frühling hat Malte Bremer noch „Agnes“ im Literaturcafe untersucht und ich glaube, für nicht sehr literarisch empfunden.
Da hatte ich schon „Agnes“ und „Sieben Jahre“ auf meiner Leseliste, gab es beides ja zum Jahreswechsel bei „Thalia“ in der Kremsergasse im Abverkauf und im Herbst ist „Nacht ist der Tag“ erschienen, das nicht auf die dBP Longlist kam und auch nicht für den Schweizer Literaturpreis nominiert wurde, trotzdem hat der 1963 geborene Peter Stamm am Dienstag im Rahmen der Lesefestwoche im Literaturhaus gelesen und ich habe, da meine sechs Uhr Stunde ausgefallen ist, auch hingehen können.
War im Gegensatz zu Montag auch sehr früh daran, aber dann war es gar nicht so voll im Literaturhaus, weil sich die Wiener offenbar nicht so sehr für die Schweizer Literatur interessieren. Der Schweizer Kulturrat war aber wieder da und Stefan Gmünder, ein Berner, ich habe ihn, glaube ich, für einen Vorarlberger gehalten, hat moderiert und eingeleitet und der Roman handelt von einer Frau, die bei einem Autounfall ihr Gesicht verliert. Ihr Mann kommt dabei ums Leben, vorher hat sie sich von einem Maler nackt fotografieren beziehungsweise malen lasen, weswegen es zwischen ihr und ihrem Mann zum Streit kam.
Ein interessantes Thema und Peter Stamm scheint auch ein interessanter Autor zu sein, der sagte, daß er sich gar nicht sosehr für seine Figuren interessiere und auch keine Biografien, wie die Schreibratgeber raten, über sie schreibe und das Schreiben ist für ihn wichtig, weil er nichts anderes kann.
Obwohl es, weil man ja gut sein muß, sehr viel Druck verursacht, hat er noch gesagt, was ich ebenfalls sehr interessant fand.
Nachher beim Wein und den Käsecrakern habe ich mich mit dem Chemiker, den ich immer in der Wien-Bibliothek sehe, den jungen Tschechen, den ich bei der Schweizer Buchpreislesung kennenlernte und Robert Huez unterhalten, der mir sagte, daß er ein Fan von Peter Stamm sei, das bin ich nun nicht unbedingt, habe mich aber sehr gefreut, einen interessanten Autor, von dem ich bisher nur immer hörte, persönlich kennengelernt zu haben und habe mir am Büchertisch die vielen Erzählbände und Romane, die er geschrieben hat, angesehen.

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