Literaturgefluester

2017-08-09

Vorschau auf „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“

Filed under: Buchpromotion — nagl @ 00:29
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Morgens um Neun erschien im Winter regelmäßig die Obdachlose Dorothea Wewerka vor der öffentlichen Bücherei und begehrte Einlass, der ihr in der Regel auch gewährt wurde.

Frau Wewerka pflegte dann ein wenig zu lesen, wärmte sich auf und wurde meistens auch mit heißem Kaffee bewirtet. Eines eiskalten Wintertages fiel jedoch in dem öffentlichen Gebäude die Heizung aus und die Bibliothek blieb geschlossen.

Mehrmals kehrte Frau Wewerka an jenem Tag zur Bücherei zurück und rüttelte am verschlossenen Eingangstor.

Nach ihrem letzten vergeblichen Versuch kauerte sie sich in einem Winkel des Portals zusammen, um sich
ein wenig auszurasten. Aber bald schon fiel sie in einen tiefen Schlaf, aus dem sie nie wieder erwachen
sollte: Als man sie am nächsten Morgen fand, war sie schon ganz steif gefroren. Und seither geistert das
Bibliotheksgespenst Dorothea Wewerka jeden Winter durch die Bücherei. Manch ahnungsloser Besucher glaubt ja, es wäre der raue Winterwind, der da an der Eingangstüre rüttelt – die Angestellten der Bibliothek jedoch wissen es freilich besser.

Richard Weihs

 

Wieder gibt es eine kleine Vorschau auf mein nächstes Buch, die Geschichte von der Dorothea Wewerka, die, weil sie keine Wohnung hat oder um ein Buch zu lesen, eine Zeitlang in der Hauptbücherei schläft. Die Tage verbringt sie auf den Straßen und in Fastfood-Restaurant und macht dort die Begegnung mit einem jungen Identitären, der sich dann in die Schwester der Bibliothekarin Karoline Prohaska verliebt, die sich Sorgen, um ihre depressive Freundin Therese Schwarzenberg macht, die statt sie zu treffen mit einem Bus nach Belgrad und dann nach Graz, Salzburg und sogar bis Berlin fährt.

Im Dezember habe ich die Geschichte von meinem „Bibliotheksgespenst“, die sich wieder mit der aktuellen politischen Situation beschäftig,t begonnen.

Ein Stück daraus werde ich am zweiten Septembember am Volksstimmefest lesen.

Hier gibt es wieder als kleinen Vorgeschmack den ersten Satz:

„Punkt neun, der Wecker klingelte schrill und laut.“

Wer will kann mir wieder einen Absatz dazu schreiben und am besten per Mail schicken.

Bekomme ich zwei oder drei Anfänge, stelle ich sie, wenn das Buch fertig ist, in den Promotionsartikel, so daß man wieder raten kann, welcher Anfang von mir ist?

Für den Ersten ders errät, gibts  das Buch und ich möchte dann auch gerne eine kleine Leserrunde machen. Das heißt ich stelle dann bis zu fünf Bücher für die, die sie lesen und mir dazu kommentieren wollen, zur Verfügung. Vormanmeldungen nehme ich schon entgegen.

Jetzt gibts wieder wie üblich drei Fragen zu dem Buch. Der Erste, der sie rerät, bekommt nach Erscheinen ein Exemplar.

Damit das Erraten nicht zu schwer wird, verlinke ich hier wieder die Artikel, die sich auf das Entstehen des Buches beziehen:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13

 

  1. Warum ist die Dorothea Wewerka ein Bibliotheksgespenst?
  2. Warum fährt Therese Schwarzenberg von Belgrad sofort nach Graz und was erlebt sie dort?
  3. Wo werde ich das erste Mal aus dem Buch lesen?

 

Viel Spaß beim Raten und weil es sich nicht für die vierte Frage ausgegangen ist, vielleicht noch ein paar Worte zu dem Beschreibungstext, der diesmal von Richard Weihs stammt und auf den ersten Blick so gar nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun hat. Die Dorothea erfriert ja nicht, sondern geht nach getaner Mission nach Hause.

Der Text ist, auch wenns auf den ersten Blick wieder nicht so aussieht, ein Wunschgedicht.

Da kann man Richard Weihs ja bei den „Wilden Worten“ ein Formular ausfüllen mit dem Titel, den Anfang und einigen Worten, die das Gedicht enthalten soll. Und da gebe ich ja manchmal Worte an, die zu meinem „Work on progress“ passen und da ist der Text entstanden, der, glaube ich, auf das Buch neugierig macht und darauf hinweist, wieso ich die Dorothea „Bibliotheksgesepenst“ nenne, denn das ist mir bei der ersten Szene, die ich ja in der vorigen Dezemberschreibgruppe noch im Cafe Ludwig angefangen habe, so eingefallen, obwohl es dann gar keinen Bezug mehr darauf gibt.

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