Literaturgefluester

2019-01-08

Drei Frauen bei den Textvorstellungen

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 23:15
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Mit den „Textvorstellungen“ moderiert von Mieze Medusa, deren „Freischnorcheln“, ich ja im Dezember im Schrank gefunden habe, ist es in der „Alten Schmiede“ gleich weitergegangen und da hat die 1975 geborene Mieze Medusa drei sehr interessante und auch sehr unterschiedliche Texte ausgewählt, zwei mehr feministisch und der dritte sehr poetisch war.

Mit der 1941 geborenen Feministin  Eva Geber, die ein Buch über die französische Anarchistin „Louise Michel  – Die Anarchistin und die Menschenfresser“ geschrieben hat, das sie, glaube ich, schon in Leipzig vorgestellt hat und das sich der Alfred auch besorgte.

Es ist ein Monolog erklärte Eva Geber in der Einleitung und ein Buch in dem die 1830 als Tochter einer Dienstmagd und des Schloßherrn, die von dessen Eltern aufgezogen wurde, sich an der Belagerung von Paris beteiligt hatte, nach Neukaledonien verbannt wurde und 1905 in Marseille gestorben, selbst ihr Leben erzählt und auch ihre Gedichte und die Mythen, die sie von den „Menschenfressern“ mitgenommen hat, in dem Buch enthalten sind.

Sehr interessant, ein Stück Frauengeschichte zu hören und auch, die mir bisher unbekannte Lilly Axster, eine, wie ich „Wikipedia“ entnehmen, Mieze Medusa hat ins „Schmiede-Programm keine Biografien geschrieben, weil man die ja, wie sie sagte, googlen kann, eine 1963 geborene deutsche Filmregisseurin ist, die auch an einer Beratungsstelle gegen sexualisierte Gewalt tätig ist und diesbezügliche Jugendbücher zu schreiben scheint.

Das vorgestellte „Die Stadt war nie wach,“ das auch in dem, wie sie erklärte, queren „Zaglossus-Verlag“ erschienen ist, ist jedenfalls ein solches, wobei Lilly Axster queer, als schräng beschrieb. Es handelt jedenfalls von fünf Freunden, die an ihrer Schule diese Gewalt erleben.  Lilly Axster trug ihren Text mit sehr lauter Stimme im Stehen vor und Mieze Medusa stellte im anschließenden Gespräch die Frage, ob das Buch ein Jgendbuch sein, Lilly Axster meinte, sie hätte es nicht als solches geschrieben, behandelt aber diese Themen, wenn es auch sehr modern und sprachgegendert zu sein scheint.

Die dritte Autorin, die 1994 in Bregenz geborene Sarah Rinderer, war dann mit ihren noch unveröffentlichten Text „Mutterschrauben“ das literarische Kontrastprogramm, weil sehr sehr poetisch. Mieze Medusa brachte in ihrer Einleitung auch den Bezug zu Ingeborg Bachmann, so daß ich denke, daß ihr Prosatext, der von zwei Schwestern, einer Mutter und einer Großmutter handelte, zwar nicht unbedingt zu den zwei vorher vorgestellten passte, aber ein weiteres Stück starker Frauenliteratur einer sehr jungen Autorin, die schon den Vorarlberger-Literaturpreis bekommen hat und wahrscheinlich sowohl mit der Maya, als auch mit der Ursula rinderer von „Kremayr und Scheriau Verlag“  verwandt sein dürfte, präsentierte.

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