Literaturgefluester

2019-02-04

Literaturliteratur

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 22:06
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JÜRGEN BERLAKOVICH

JÜRGEN BERLAKOVICH

Ein Abend über das Schreiben im Schreiben bei den „Textvorstellungen“ in der „Alten Schmiede“ ein Thema mit dem ich mich in meinen Schreiben auch schon lang und sehr vielfältig beschäftigt habe und so war es sehr interessant zu sehen, daß die anderen ihren Suppen auch mit dem gleichen Wasser kochen und sich die Ideen wiederholen können, obwohl Friedrich Hahn, der ebenfalls schreibende Moderator von dem ich die Idee übernommen habe, zu meinem sechzigsten Geburtstag sechzig Minuten aus meinen damals dreißig Büchern zu lesen, das wohl bewußt so ausgewählt hat und die Schreibstile der drei präsentierten Autoren auch sehr unterschiedlich waren, der des 1970 geborenen Jürgen Berlakovich, der auch Musiker ist, ist sehr experimentell, so ist sein Buch „Tobmann“ auch bei „Klever“ erschienen und der Held der Geschichte, ein Herr Tobmann spaziert einen Tag mit einer Smartwatsch, die er von seinem Therapeuten bekommen hat, in der Stadt herum und die schreibt seine Gedankenströme auf, formiert seine Träumen und seine Gedanken zum Roman und das war wohl der Bezug zu der Literatur im Text, die sonst eher experimentell musikalisch abgehandelt wurde, während der 1980 geborene Florian Gantner, der bei der letzten „Floriana“ gewonnen hat und Komparatistik studierte, seinen  Helden im „O.M“ sein Opus Magnum schreiben läßt, in dem er sich in den Kopf verschiedener großer Literaten, wie Marcel Proust, Jean Jaqcues Rousseau und Franz Kafka, um nur die bei der Lesung erwähnten, begibt und die in Bremen gebornene Corinna Antelmann, mit der ich mich schon durch eine Psychose und in die Spuren der Vergangenheit gegeben hat, läßt in „Drei Tage drei Nächte“ ihre Schriftstellerin am Ende stehen, der Freund und der Mann hat sie verlassen, der Verleger will kein Buch mehr von ihr und so begibt sie sich in ihren Kopf und denkt über ihr Leben nach, das ist wahrscheinlich, das Gemeinsame an den drei Texte, denn die Literatur oder das Schreiben über das Schreiben kommt ja eher bei Florian Gantner vor, jedenfalls so, wie ich es in meinen Schreibweisen beschrieben habe, aber bei Corinna Antelmann beginnt es mit „Eine Frau steht am Fenster und schaut hinaus“ und dann steht irgendwo in dem Buch, daß das einer der häufigsten Schreibanfänge sei und dieses Webinar der „Schreibdilettanten“, habe ich, glaube ich, unlängst auch gehört, als ich meine „Magdalena Kirchberg“ wo es auch um das Schreiben im Schreiben geht, als ich noch Szene für Szene korrigiert habe.

FLORIAN GANTNER, FRIEDRICH HAHN

FLORIAN GANTNER, FRIEDRICH HAHN

Jetzt bin ich schon in der laut lese Phase, korrigiere konzentrierter und habe mir von diesem Abend mitgenommen, daß die anderen auch nur mit Wasser kochen oder mit der selben Tinte beziehungsweise Laptop schreiben, die einen tun es experimentell, die anderen realistisch und meine Maria Mattuschek, füge ich hinzu, versucht beides und der Schmiedesaal war wieder gut gefüllt und es waren, glaube ich, die eher experimentell orientierten Autoren, die dazu gekommen sind.

tCORINNA ANTELMANN

CORINNA ANTELMANN

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