Literaturgefluester

2018-02-27

BuK mit Lyrik

Filed under: Uncategorized — jancak @ 22:52
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Der März, der Monat der Lyrik naht, wo es das Podium mit seiner Gedichtsonderausgabe gibt, die „Gesellschaft für Literatur“, die Lyrik feiert und die GAV hat  auch ihren speziellen Tag mit der speziellen Veranstaltung, weil das Gedicht ja ein Genre ist, das sonst weitgehend untergeht, in den Buchhandlungen höchstens die Nischen füllt, aber sonst alle stöhnen oder aufjubeln, wenn den Leipziger Buchpreis einmal ein Lyrikband bekommt.

Es gibt sie aber die Nischen und die Nischenverlage und die die eigene Lyrik herausbringen, wenn sie auch nicht den Mainstream füllen und sich die Buchhändler wahrscheinlich auch nicht den Lyrikpreisträger wünschen, wenn sie schon mit dem Buchpreisträger meistens unzufrieden sind.

Es gibt aber auch  Joachim Ringelnatz, Eugen Roth und H. C Artmann, man sieht wie vielfältig und widersprüchig dieses Thema ist und da bin ich noch gar nicht bei der Einleitung, die das BuK Team, dieser Buchhändler oder Verlagsstammtisch zu dessen Veranstaltungen ich seit einiger Zeit regelmäßig gehe, für ihre heutige Veranstaltung „You don`t realy care for lyric, do you“, entworfen haben und auf jeden Fall haben sie eine hochkarätige Diskutantenrunde aufgestellt. das Who is who der Wiener Szene könnte man so sagen, Stephan Eibel Erzberg, der Paradedichter, ser sein wöchentliches Gedicht in der Wienerzeitung hat und damit angeblich oder auch tatsächlich hunderttausend Leser findet, Michael Hammerschmid, der „Alte Schmiede-Lyric-Festival“ Veranstalter und „Priesnitz-Preisträger,“ Johanna Öttl, die glaube ich, Assistentin in der AS ist oder war und Verlegerin des kleinen aber feinen „Hochroth-Verlages“, den ich in letzter Zeit ständig überm Weg laufe und Violetta Parsini, die Sänger Songweritering, die ich  bei den O Tönen hörte und moderiert wurde, das Ganze von Slamer Robert Prosser, ein hochkarätiges Programm also für das gar nicht so große Buchhändlerpublikum, aber vielleicht war das kalte Wetter schuld daran.

Und das Thema ist ja vielfältig, wir alle haben oder die älteren von uns Gedichte in der Schule gelernt, dann schreibt man sie vielleicht auch, aber wer liest sie schon? Aber wenn es Poetry Slam im Literaturhaus gibt, muß man eine Stunde vorher dort sein, um einen Platz zu kommen, aber Slams sind keine Lyrik, natürlich klar und so eröffnete Robert Prosser die Diskussion auch mit einem Rundumschlag und einem Anriß sämtlicher Themengebiete, erzählte von einer Lyrikveranstaltung bei der er gestern war und die ein durchaus junges Publkium und durchaus junge Lyriker hatte und er hatte ja auch erst vor kurzem eine Veranstaltung in der AS , wo er für die „Lichtungen“ die lyrischen Vereine zusammenstellte.

Johanna Öttl, dieHochroth Verlegerin stellte ihre Reihe vor, Michael Hammerschmid seine Festivals, jetzt wird ja auch bald wieder eines in der AS geben und das gibt es das kleine „Dichterloh“ und die größere „Poliversale“ und er meinte seine Organisationstätigkeit würde aus dem Lesen bestehen und darauf würde dann das Programm für seine Veranstaltungen entstehen.

Violetta Parsini meinte, daß sie gar nicht massentauglich sein wolle und wurde prompt von Stephan Eibel Erzberg unterbrochen, der mit seinen Ideen für die Gedichte ja die Runde macht, er hat zwar einen anderen Lyrikbegriff, wie Johanna Öttl, spricht aber Politiker an, mit der Idee Wien am fünfzehnten März zur „Stadt der Poesie“ zu machen, wo alle Schwarzfahrer keine Strafe zahlen müßen, wenn sie ein Gedicht aufsagen können und da  wären wir, wenn das ginge, schon bei den Massen und ich muß Viloetta Parsini auch widersprechen wenn sie meint, daß man zumLyriklesen länger braucht, ich eher nicht, wenn ich das mit den langen Romanen vergleiche, die ich sonst eher lese, dieLyrikbändchen blättere ich durch, auch wenn ich da vielleicht nicht immer so aufmerksam bin und Stephan Eibel Erzbergs Lyrik ist ja auch nicht so komploiziert auch wenn die Tageszeitungen die er Ansprucht keine mit erotischen Symbolen haben wollen. Zu politisch sollen sie auch nicht sein, aber Stephan Eibel Erzberg ist als politischer Provakateur sehr erfolgreich und Ernst Jandl hat ja auch einst die Carnegie gefüllt.

Die Lyrik ist also, wie man sieht, sehr widersprüchlich, schwer zu verkaufen, aber schnell zu schreiben, weshalb vielleicht auch soviele Leute Lyrik schreiben, angeblich mehr, als die die welche lesen. Aber dann ist die Lyrik wieder sehr verdichtet, weshalb ja Rainer Kunze seine Gedichte auf aufforderung bereitwillig auch zweimal liest. <man kann sie schnell schreiben und lesen, hat sie aber dann vielleicht nicht verstanden, beziehungsweise versteht sie jeder vielleicht auch anders, etcetera.

Diskussion und das ist vielleicht auch interessant, gab es diesmal keine,Johanna Öttl forderte aber die buchhändler und die Verlagsleute zum Lyrikkaufen auf, beziehungsweise verwies sie auf den Büchtertisch den es diesmal gab. Stephan Eibel Erzberg hat auf seinen neuen Gedichtband und seineä nchste Veranstaltung im Literaturhaus am Tag der Lyrik, der werden wir in Leipzig sein, hingewiesen und es ist ja auch der Auftakt für die vielen Veranstaltung zum Tag oder dem Monat der lyrik im März, auch wenn sie in den Buchhandlungen vielleicht nicht so viel verändern wird, war der heutige Buchhändler und Verlegerstammtisch trotzdem sehr interessant.

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