Literaturgefluester

2018-10-04

Es ist wieder Donnerstag

Filed under: Gesellschaftspolitik — jancak @ 23:20
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Als es 2000 die erste schwarzblaue Regierung gegeben hat, hat es einen starken Protest  dagegen gegeben. Es gab die sogenannten Sanktionen und in den ersten Tagen eine tägliche Demonstration, die später in die Donnerstagdemos gemündet ist, wo man durch die ganze Stadt gegangen ist und die Leute aus den Fenstern einem zuwinkten und anfeuerten.

Da kann ich mich erinnern, daß ich am Graben in einer Buchhandlung gesessen bin, wo Peter Henisch gerade seinen“Schwarzen Peter“ präsentierte, als die Demo draußen vorbeimarschierte und ein anderes Mal war ich im Literaturhaus bei einer Veranstaltung der IG Autoren, ich glaube über die Künstlersozialversicherung, wo auch der damalige Kunststaatssekretär Franz Morak am Podium gesessen ist, der dann von Gerhard Ruiss begleitet durch die Hintertür geflüchtet ist, als die Demonstranten, die Stiegen hinabkamen. Ich bin aber auch regelmäßig mitgegangen, nach St. Marx, wie ich mich erinnern kann, hinausmarschiert und sicher noch in andere Stadtteile.

Im Volksstheater hat es, glaube ich, täglich oder wöchentlich eine Lesung nach der Vorstellung gegeben und am Ballhausplatz, die von El Awadalla organiserten Widerstandslesungen  und leider hat sich das Ganze dann irgendwie ausgehöhlt.

Die nächste Regierung war dann zwar wieder rotschwarz, aber viel besser ist es dadurch auch nicht geworden und seit Anfang 2018 wieder schwarz oder wie das jetzt modern heißt, türkisblau unter Kurz und Strache und der Widerstand dagegen hat sich erst zaghaft und allmählich dagegen gebildet.

Zwar war ich im Jänner oder Februar mit dem Alfred auf einer großen Demonstration, wo wir vom Westbahnhof zum Ballhausplatz marschiert sind. Im Sommer gab es eine gegen den zwölf Stunden Tag, der im September eingeführt wurde. Die Krankenkassen sollen zusammengelegt werden, in der Schule wieder Noten eingeführt und eigene Deutschlassen für noch nicht Deutsch sprechende Kinder, die Mindersicherungen gekürzt und und und seit heute wird es wieder wöchentliche Donnerstag Demonstrationen geben.

Die erste war ab sechs am Ballhausplatz und da ich leider eine sechs Uhr Stunde hatte, weil die Klientin nicht anders konnte, bin ich erst um sieben in den Volksgarten gekommen, wo der Alred schon gewartet hat und wir uns langsam durch die meist sehr jungen Menschenmassen nach vorne gekämpft haben.

Zwanzigtausend habe ich auf der Bühne gehört, sind auf den Ballhausplatz gekommen und seltsamerweise habe ich darunter nur die Schriftsteller gekannt, Robert Schindel, Markus Köhle, Peter Clar, Kurto Wendt und ob es wirklich  Erich Hakl war oder nur jemand der ihn ähnlich sah, habe ich nicht ganz erkennen können.

Auf der Bühne vorn am ballhausplatz, neben dem Deserteursdenkmal und zwischen Bundeskanzleramt und Präsidentschaftskanzlei war die Bühne, wo sowohl künstlerische Darbietungern gegen schwarzblau als auch Reden stattfanden.

Ein Mann im Rollstuhl hat gegen die Ausgrenzung der Minderheiten gesprochen, türkische Rapper haben versichert, daß sie sich nicht vertreiben lassen werden und jemand hat die Teilnehmer aufgefordert, sich fünf Minuten lang zu unterhalten und sich sozusagen kennenzulernen.

Da haben uns ein paar junge Leute angesprochen und uns gefragt, ob wir auch schon 2000, wo sie noch zu jung waren, dabei gerwesen sind und, wie das war und wir haben ihnen ein bißchen von damals erzählt, wo mit den Schlüßeln gegen Schüßel gerasselt wurden und am Tag der Angelobung die Eier und die Tomaten geflogen sind, während die Regierung unterirdisch zur Angelobung marschiert ist. Da bin ich mit der Elfi weit hinten gestanden, weil vorne alles voll war und wir nicht nach vor gekommen sind.

Das war  alles heute und heuer nicht, dafür ist die zweiundneunzigjährige Schauspielerin Erni Mangold aufgetreten und hat eine engagierte Rede gehalten,sowie Stefanie Sargnagel, die sich ja im Netz sehr intenisv gegen rechts engagiert und dabei, glaube ich, auch sehr angefeindet wird.

Eine tolle Stimmung und nächste Woche geht es weiter, da werde ich, weil wieder Klienten und wir auch nach Harland fahren, nicht teilnehmen können. Es ist aber jede Woche Donnerstag, wie die Veranstalter versicherten und das auch auf einem Plakat zu lesen war, das jetzt in meinem Vor-und Wartezimmer hängt und der Atem, den man braucht, wird lang sein, wie auch auf der Bühne versichert wurde.

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16 Kommentare »

  1. Hallo Frau Jancak,
    sorry, wenn ich nachfrage, aber ich hab’s eben erst gelesen: Sie demonstrieren nicht wirklich „dagegen“, dass in Schulen Noten eingeführt werden sollen?

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-08 @ 14:33 | Antwort

  2. Lieber Uli!
    Wie Sie wissen, bin ich in meinem Brotberuf Psychologin und Psychotherapeutin und habe, das wissen Sie wahrscheinlich nicht, meine ersten Startversuche vor Jahren, im Schulpsychologischen Dienst der Stadt Wien gemacht und mich seither kontinuierlich mit Kindern in Therapie und Diagnostik beschäftigt. Eine fünfunddreißigjährige Tochter, die in eine Alternativschule gegangen ist, habe ich auch, kenne mich daher in Sachen Schule etwas aus und da denke ich, daß die verbale Beurteilung schon ihre Vorteile hat, aber natürlich sollten die Klassen klein sein, die Pädagogen gut geschult, es sollte Sprachpädagogen, Lernunterstützung, etcetera, was es alles eigentlich auch recht gut gegeben hat und inzwischen eingespart wurde, geben!
    Aber die Pädagogik, da bin ich für eine Gesamtschue, ist nur ein Teil der Veränderungen, die man, seit wir die türkis-blaue Regierung haben, täglich in den Nachrichten hört. Es gibt noch sehr viele andere rassante Veränderungen, die eine, wie mich zum Kopfschütteln bringen könnte.
    Gerade habe ich mir beispielsweise die Sicherheitstips angesehen, die das Innnenministerium der Bevölkerung gibt.
    Es gibt also sehr viel weswegen, man sich empören könnte, da regt mich die Tatsache, ob es jetzt Noten geben soll oder nicht, gar nicht so besonders auf!
    Eine gute verbale Beurteilung tut es sicher auch, aber da braucht man Zeit und auf der Demo, auf die ich, weil ich eine Stunde hatte, zu spät gekommen bin, daher sicher vieles, wie wahrscheinlich auch die Rede der Elfriede Jelinek, versäumte, bin ich gerade zuerecht gekommen, als dieser Punkt erwähnt wurde. Der Zwölfstundentag, wäre ein anderer, die Kürzung der Mindestsicherung, die Tatsache, daß die kritischen Medien nicht mehr informiert werden sollen, ein anderer und und und…
    Und weil ich das gerade hörte, habe ich das erwähnt, das, was ich versäumte nicht und wenn Sies genau wissen wollen, ein weiterer Vorschlag der neuen Regierung ist auch, ab nächsten Jahr oder so, die Kinder in extra Deutschklassen speziell zu unterrichten. Also von den anderen zu trennen, bis sie genug Deutsch können.
    Das wurde von den jungen Frauen auf der Bühne auch sehr als Ausgrenzung kritisiert. Wenns Sies genau wissen wollen, ich als Psychologin, glaube gar nicht, daß das so schlecht ist, sondern denke, wenn die Kinder erst einmal Deutsch können, tun sie sich leichter, als wenn sie in der übervollen Klasse sitzen, nichts verstehen und daher vielleicht auch nicht aufpassen und herumzulaufen beginnen.
    Aber ich habe mich da nicht empört, sondern würde das nur jemanden so sagen, wenn er mich nach meiner pädagogischen Meinung fragt. So weiß ich auch wirklich nicht, ob die Abschaffung der Sonderschulen, den Kindern, die einen speziellen Förderbedarf haben, wirklich so gut tut.
    Denn wenn sie in der normalen Klasse sitzen, haben sie zwar einen Förderlehrer, der ihnen zur Seite stehen sollte, aber wenn dann die Klassenlehrerin krank wird und vielleicht für Monate ausfällt, muß der die Klasse übernehmen und das Kind hat keine zusätzliche Förderung mehr.
    Wahrscheinlich kann man alles so oder so machen und wenn der Lehrer sich seine Notengebung gut überlegt, ist das vielleicht besser, als wenn er eine schlampige verbale Beurteilung gibt.
    Das muß sicher im Einzelfall entschieden werden, daher die Schulautonomie und nicht das Drüberfahren von oben!
    Das zu den Donnerstagsdemos, die es wieder gibt und wo ich mich auch überzeugen konnte, daß an der letzten viele junge engagierte und auch ein paar ältere Menschen teilgenommen haben und von Gewalt und Terror keine Spur!
    Habe mich schon gewundert, daß Sie sich nicht gemeldet haben!
    Alles Gute und schauen Sie sich, wenn Sie wollen die Vedeos an, die es darüber im Netz zu finden gibt. Mich sehen Sie dabei nicht, obwohl ich am Schluß in der ersten Reihe gestanden bin, aber ein paar meiner engagierten Bekannten!
    Und damit Sie nicht extra nachfragen müssen, über den neuen Erlaß, daß Asylwerber keine Messer mehr haben sollen, ich aber in meiner Radfahrtasche immer eines bei mir habe, wenn ich Bärlauch suchen gehe, könnte man vielleicht auch den Kopf schütteln. Aber Sie werden mir jetzt sicher schreiben, daß das eine sehr gute Idee ist, die man auch in Deutschland auch einführen sollte!

    Kommentar von jancak — 2018-10-08 @ 15:13 | Antwort

  3. Jesses, Frau Jancak, Sie hätten nicht gleich eine Abhandlung darüber schreiben müssen, das war doch nur eine Frage 🙂 Natürlich bin ich für die normale Notengebung, wie soll denn sonst ein späterer Arbeitgeber entscheiden, ob er den Bewerber nimmt, bzw. ob er für den Beruf geeignet ist? Obendrein gibt es keine objektivere Methode, jemandes Leistung zu beurteilen. Und ja, ausländische Kinder sollten in getrennten Klassen erstmal unsere Sprache lernen, keine Frage.

    Ihre lange Antwort hat mich aber an einem Punkt zum Schmunzeln gebracht. Sie erwähnen so stolz, dass es auf Ihrer Demo weder Gewalt noch Terror gegeben habe. Wie auch? Schließlich ist es nicht Usus von Patrioten oder Konservativen, Demos Andersdenkender zu stören oder mit Sitzblockaden zu verhindern. Ich verkneife mir ausdrücklich, wessen Vorgehensweise das ist, denn wir wissen es beide, nicht wahr?

    Und zu diesem Messer-Erlass, naja. Hier bei uns ist vor ein paar Monaten in Hamburg ein „Schutzsuchender“ in einen EDEKA gegangen, hat ein Messer aus dem Regal genommen und Allahu-Akbar-gemäß einen Mann getötet und sieben verletzt. Von daher, wie will man kontrollieren, ob so einer verbotenerweise ein Messer bei sich führt? Eigentlich sollte es jedermanns Alarmglocken schrillen lassen, dass solche hilflosen Erlasse überhaupt notwendig sind.

    https://www.journalistenwatch.com/2017/07/31/hilflose-antiterror-aktion-edeka-in-hamburg-barmbek-nimmt-messer-aus-sortiment/

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-09 @ 10:40 | Antwort

  4. Das wissen wahrscheinlich nur Sie, da Sie meiner Meinung nach hier ein ziemlich verzerrtes Weltbild haben, das meiner Wahrnehmung nicht entspricht!
    Ja, ich antworte manchmal gerne lang und ausführlich und die Pädagogen werden vermutlich ein anderers Bild über die richtigen Unterrichtsmethoden, als Sie haben, der wahrscheinlich eine Schule das letzte Mal, als Schüler von innen gesehen hat, auch wenn Sie es noch so diktatorisch auscdrücken!
    Aber darüber brauchen wir nicht streiten!
    Die Rechten versuchen momentan die Welt zu verändern, die Nazis zu verharmlosen, die Linken zu verteufeln, gegen Ausländer zu hetzen und den Leuten das andere Weltbild ziemlich absolutorisch aufzudrücken und da tun Sie ja sehr eifrig mit und das mit den Alamglocken ist etwas, was mich wieder zum Zauberlehrling führt.
    „Die ich rief die Geister, werd ich dann nicht los!“
    Klar, daß sich ein Land verändert, wenn es plötzlich hunderttausend neue Bewohner hat und wenn die alten Bewohner dann vor Neid aufstöhnen, zu schreien und zu hetzen beginnen, wird die Gegenseite vielleicht auch reagieren!
    Lassen wir also dieses Thema und wenden uns schöneren Dingen zu. Was halten Sie von der Gewinnerin des deutschen Buchpreises und was von der österreichischen Buchpreisliste? Und sagen Sie jetzt nicht „Da kenne ich nichts davon, denn das interessiert mich nicht!“, denn Sie führen ja einen Bücherblog und wir haben uns im Literaturcafe kennengelernt!

    Kommentar von jancak — 2018-10-09 @ 11:25 | Antwort

  5. Na kommen Sie, diesmal waren Sie die erste, die den Begriff „Terror“ und „Messer“ erwähnt hat 😉 Es ist eigentlich schade, dass unser Dialog zu diesen Themen so einseitig verläuft. Sie behaupten was, ich widerlege es mit Quellen und Fakten und dann kommt nix mehr von Ihnen. Auch Ihre Bezeichnung „dass sich ein Land verändert“ ist von solch erschreckendem Unwissen geprägt, von solch schlimmer Verharmlosung, dass es einen schaudert. Aber gut, lassen wir es. In Ihrer Straße ist noch nichts passiert, also passiert auch anderswo nichts. Sie werden es aber nicht verhindern, dass ich auch fortan schlichtweg falsche Behauptungen geraderücke. Nicht, um darüber zu diskutieren oder mich als Besserwisser darzustellen, sondern weil Falschdarstellungen korrigiert werden müssen, ok? 🙂

    Ganz ehrlich? Ich verfolge diese ganzen Preisverleihungen nicht. Nicht bei Büchern, nicht beim Film. Ein Buch gefällt mir oder eben nicht, ob es anderen gefällt, ist zweitrangig. Ich gebe auch unumwunden zu, dass ich da eher einfach gestrickt bin. Wenn ich so die Themen der Preisträger betrachte, ist nichts darunter, was mich bewegen würde, das Buch zu kaufen. Deshalb kann ich mich aber trotzdem für Bücher und Autoren und fürs Schreiben interessieren. Ich mag Dan Brown, ich mag Stephen King, ich mag auch die älteren Romane von John Saul und Dean Koontz. Von Chuck Hogan (Autor) und Guillermo des Toro (Autor und Regisseur) gibt es eine Vampirtrilogie (The Strain), die kongenial als Serie verfilmt wurde. Als ich das dritte Buch zuende hatte, musste ich gleich beim ersten wieder anfangen, so spannend war das! Einfache, spannende und, ja, vielleicht, anspruchslose Literatur. Genauso, wie ich auch schreibe, nämlich Geschichten, die ich selbst gern lesen würde, die Leute unterhalten und nicht belehren. Was die niveauvollen, wichtigen(?) Bücher und Handlungen angeht, die ja deswegen auch Preise kriegen und auf Listen landen, da sind Sie eindeutig kompetenter, das ist einfach so. Ihre Leseleistung ist uneinholbar und Ihr Fleiß, darüber zu schreiben, bemerkenswert.

    Meinerseits interessiere mich was – nennen wir es mal kritische – Bücher angeht, für jene, die Missstände als solche aufzeigen und anprangern. Stefan Schubert, Thilo Sarrazin, Markus Gärtner, Henryk M. Broder. Autoren,die garantiert nie einen Preis bekommen werden, und wahrscheinlich auch nie beim Literaturcafé erwähnt werden, weil die Wahrheit zumeist unerwünscht weil unschön ist und somit nicht honoriert wird. Aber genau dafür, dass sie Widerständen trotzen, bewundere ich sie und honoriere sie, indem ich das Buch kaufe.

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-09 @ 12:16 | Antwort

  6. Dann schreiben Sie mehr über darüber, statt zu schimpfen, danke für das Kompliment und Sie ahnen es wahrscheinlich, für unwissend und verharmlosend halte ich mich nicht, aber wenn man beispielsweise Bücher, wie ich iest, kommt man schnell darauf, daß Gewalt überall passiert, in der Familie, in den Kriegen, im dritten Reich, Im Mittelalter, in der Fantasyliteratur, etcetera und nicht nur, wenn einmal ein Asylwerber mit dem Messer wackelt oder zu einer Frau „Ficki, ficki!“, sagt und das hetzerisch zu mißbrauchen, wie es momentan geschieht, halte ich für nicht gut!

    Kommentar von jancak — 2018-10-09 @ 12:25 | Antwort

  7. Möchten Sie darauf eine Antwort? Sie könnte länger ausfallen, deswegen frage ich lieber vorab.

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-09 @ 13:37 | Antwort

    • Wie Sie möchten, aber unsere Standpunkte sind wahrscheinlich ohnehin klar und ich werde nachher nicht rechter und Sie nicht linker sein!

      Kommentar von jancak — 2018-10-09 @ 13:58 | Antwort

  8. Och Frau Jancak! Kein Mensch will Sie „rechter“ machen, was soll denn das, was ist das denn überhaupt für eine Formulierung? Was ich mir wünschen würde – einfach nur w ü n s c h e n würde – ist, dass Sie und Ihre Fraktion sich nicht andauernd den Tatsachen, den Fakten so vehement verweigern und jene, die eben diese Fakten nachweisbar mit Quellenangaben veröffentlichen, als „Hetzer“ bezeichnen würden. So ein Verhalten ist jemandem mit einer akademischen Bildung einfach nicht würdig.

    Sie nennen es „… wenn ein Asylbewerber mal mit dem Messer wackelt …“ Ich nenne es 7600 dokumentierte Gewalttaten (Körperverletzung/Mord (Versuch + vollendet), sonstige Gewaltdelikte) seit 2016.

    Sie nennen es „… oder zu einer Frau „ficki-ficki“ sagt …“ Ich nenne es 1821 dokumentierte Sexualvergehen (verbale + körperliche Belästigung, Vergewaltigung (versucht + vollendet) Zwangsprostitution/Ausbeutung, sonstige Gewalttaten) seit 2016

    Quelle: https://www.refcrime.info/de/Crime/Chronology

    Was Sie selbstverständlich tun können und was Ihnen absolut unbelassen bleibt, ist, es sich in Ihrer Vorstellung von der Welt, so wie Sie sie gern hätten, gemütlich zu machen und alle Fakten vorsätzlich auszublenden. Wenn Sie das möchten, kein Problem. Nur, wie schon erwähnt, bitte ich Sie in diesem Fall aufrichtig darum, Realisten nicht als „Hetzer“ sowie Tatsachen nicht als „hetzerisch missbraucht“ zu bezeichnen, ok?

    Selbstredend gab und gibt es Gewalt schon immer. In Ihrem Land, in meinem, in anderen. In Büchern, in Filmen, im Theater. In diesem Jahrhundert, im letzten und dem davor. Niemand streitet das ab. Viele jedoch lehnen die zusätzliche(!!!) importierte Gewalt ab. Gewalt, die aus archaischen Gesellschaftsformen zu uns kommt. Aus Ländern, in denen Gewalt die einzige Form der Auseinandersetzung ist.

    Gewalt, die von Leuten kommt, die bei uns angeblich Schutz vor Gewalt suchen! Mit diesen Menschen kann man auch nicht reden oder sie umerziehen. Das sind vollständig in ihrer Art sozialisierte Personen, die eben diese ihnen anerzogene Form der Auseinandersetzung zu uns mitbringen und ausüben.

    Wurde in München an einer vhs ein Selbstverteidigungskurs für Jugendliche ab 11 Jahre gegen Messerangriffe angeboten, weil ab und zu mal ein Asylbewerber mit dem Messer wackelt? Die polizeiliche Statistik spricht immer noch von ca 3200 registrierten Taten bis 2017.

    So sieht – leider – die Welt neben den Buchpreislisten aus. Nein, Frau Jancak, nochmal, ich will weder Sie noch sonstwen „rechter“ machen. Ich wünsche mir von Ihnen eigentlich dasselbe was Sie auch immer wieder fordern: Über den Tellerrand hinausschauen und akzeptieren, dass es eine andere Realität gibt, über die sich immer mehr Menschen aus guten Grund und mit vollem Recht empören.

    Aber darf ich raten, wie Ihre Erwiderung lauten wird?

    „Ja, das sehen Sie so, aber ich seh das ganz anders.“

    Stimmt’s? 🙂

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-09 @ 14:51 | Antwort

    • Scheint so zu sein, denn ich könnte jetzt natürlich jede Gewalttat, die in der Familie passiert oder von katholischen Geistlichen oder in Kinderheimen passierte oder passiert aufzählen und mit dem Finger wackeln.
      Wir leben in einer gewalttätigen Gesellschaft, früher wurden die Kinder von den Lehrern geschlagen und die Frauen wohl immer noch von ihren Männern und da könnte sich ein jeder an der Nase nehmen und in Deutschland und in Österreich sind seit 2015 oder auch schon vorher viele Menschen eingewandert, was manche Leute nicht wollen und sich bedroht fühlen.
      Aber wenn man da jetzt jede Gewalttat, die angeblich oder tatsächlich passiert, aufzählt, kommen wir nicht weiter, denn wer Hass säht, wird Hass ernten, heißt es doch wohl schon in der Bibel oder wo sonst auch immer!
      Ich will keine autoritäre Gesellschaft, sondern immer noch eine multikulturelle, pluralistische, liberale und wenn Sie jetzt auch schreiend an die Wand springen, denke ich doch, daß das möglich ist und erlebe es auch so, auch wenn auch ich schon einmal Gewalt erlebt habe, liebe Grüße!
      Und wenn wir schon bei den Formulierung sind, was heißt das, ich habe keine Fraktion und bin auch kein Teil einer solchen, sondern eine sozial engagierte Frau, die so denkt, wie es wohl auch andere Akademiker tun!
      Eine Frage hätte ich noch, wann sind Sie, abgesehen von Ihren Statistikquellen, das letzte Mal mit einer realen Gewalttat eines Ausländers real konfrontiert worden?

      Kommentar von jancak — 2018-10-09 @ 16:34 | Antwort

  9. Sie haben sich selbst einmal als „Linke“ bezeichnet, daher verorte ich Sie in dieser Fraktion, Gesinnung, Orientierung, wie auch immer man das bezeichnen mag.

    Richtig, wer Hass sät … Nur, wer sät denn den Hass? Wir, die wir Grenzen öffnen, die wir 50 Milliarden € aufwenden für die Flüchtlinge, die herkommen, ohne Papiere, ohne jegliche Legitimation, aber mit besten Klamotten und modernen Smartphones, wir, die wir aus Steuergeldern für sie neue Häuser bauen, während Einheimische keine Wohnungen mehr finden und Schulen, KiTas und Infratruktur verrotten? Oder ist es nicht eher der Hass und die Verachtung gegenüber unseren Werten, unserer offenen Lebensweise, die in Gewalt uns gegenüber ausartet, anstatt froh zu sein, von einem modernen Land aufgenommen worden zu sein?

    Niemand „sät Hass“, wenn er hingeht und die mittlerweile fast nicht mehr zählbaren Verbrechen von Migranten uns gegenüber dokumentiert. Ich kann mir allerdings sehr wohl vorstellen, dass diese Fakten Unbehagen hervorrufen bei denjenigen, die Multikulti immer noch für erstrebenswert halten und dass jene sich nicht anders zu helfen wissen, als den Überbringer der schlechten Nachricht zu verurteilen, anstatt die Verursacher.

    Die letzte Frage, Frau Jancak, ist so „Links“ wie sie nur sein kann und ist leider so abgenutzt wie ein alter Reifen. Aber dennoch:

    Ich selbst muss überhaupt gar keine Erfahrung oder Konfrontation mit Ausländergewalt gehabt haben, um zu wissen, dass sie beinahe tagtäglich (seit dem 01.10. 311 dokumentierte Fälle) gibt. Ich muss auch kein Erdbeben selbst erlebt haben, um zu wissen, dass es in Indonesien im Moment katastrophal aussieht. Ich muss auch keinen schweren Autounfall gehabt haben, um zu wissen, dass es solche Unfälle gibt. Ich kann auch gegen Windräder sein, ohne dass auch nur eins davon in meiner Sichtweite ist. Ich kann auch ohne in Essen oder Berlin zu wohnen, die dortige Clankriminalität anprangern und Parteien unterstützen, die dieses in meiner Heimatstadt erst gar nicht aufkommen lassen wollen. (Übrigens sind das Clans u. a. von Libanesen, die in den 70er Jahren als „Flüchtlinge“ aus dem Libanon hierher kamen!) Im Gegenteil, jeder, der nichts tut, nur weil er nicht persönlich davon betroffen ist, macht sich mitschuldig! Im weitesten Sinne könnte man das sogar als unterlassene Hilfeleistung ansehen.

    Frau Jancak, bitte, Sie sehen, diese Argumentation entbehrt jeglicher Grundlage. Sie offenbart nur eines. Nämlich Hilflosigkeit mangels tatsächlicher Argumente gegenüber stichhaltiger Fakten.

    In einem haben Sie recht: Wir leben wahrhaftig seit 2015 in einer noch gewalttätigeren Gesellschaft!

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-09 @ 18:07 | Antwort

  10. Nein, das sehe ich alles nicht und Sie sehen offenbar auch nicht, daß das alles vielleicht ganz anders ist, weil Sie nur das eine sehen wollen!

    Kommentar von jancak — 2018-10-09 @ 22:58 | Antwort

  11. Nein, es ist nicht „vielleicht“ ganz anders. Es ist so, wie es ist und wie es täglich dokumentiert wird. Aber gut, bleiben Sie in Ihrer heilen Welt, wenn Ihnen das behagt. Nur bitte erwarten Sie nicht von anderen, sie mögen „das Ganze“ sehen, während Sie sich dem gleichzeitig standhaft verweigern. Deal?

    Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-10 @ 09:38 | Antwort

  12. Es ist aber mein Eindruck, daß Sie und auch die anderen, die die Welt von links auf rechts umformen wollen, sich da verrennen, ich bleibe dabei, einen Deal erwarte ich mir nicht, aber ich werde weiterhin auf die anderen Realitäten hinweisen und jetzt schaue ich mir ein bißchen Frankfurt an und da habe ich gelesen, daß es nur eineinhalb Verlage sind, die da in den Mittelpunkt wollen!

    Kommentar von jancak — 2018-10-10 @ 10:50 | Antwort

    • Was bzw. welche sind denn „eineinhalb Verlage“ und in welchen „Mittelpunkt“ wollen die denn?

      Kommentar von Uli Lucas — 2018-10-10 @ 17:09 | Antwort

      • Schauen Sie nach, ich habe mir ihre Namen nicht gemerkt, kann man wahrtscheinlich bei den Buchmessen-News finden, es geht um die rechten, die in die stille Ecke sollen, was Sie in ihren letzten Artikel ja sehr bedauerten.

        Kommentar von jancak — 2018-10-10 @ 21:26


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