Literaturgefluester

2015-07-30

Die besten Wortwitze der Welt

Filed under: Bücher — jancak @ 00:00
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Ich bin ja eigentlich eine sehr humorlose Person, die nicht gerne lacht, vor allem nicht in Kabarets, wenn sich der Kabaretist über irgendwelche Mißgeschicke lustig macht oder Frauen Anregungen gibt, ihre Männer umzubringen, da geht es mir machmal recht schlecht und ich schaue dann auch meist recht böse und da ist der „Holzbaum-Verlag“ dahergekommen und versorgt mich in regelmäßigen Abständen mit seinen Cartoons, was ich für eine gute Therapie betrachte, in den Witz hineinzukommen, denn der Humor, das wußte ja schon Papa Freud, ist ein guter Abwehrmechanismus.

Allmählich komme ich auch darauf und jetzt Erzählungen und Zeichnungen von „Damenkloschwert und Co“:

„Wenn Witze sehr wörtlich genommen werden und man trotzdem lacht mit den besten Wortwitzen der Welt passiert das tatsächlich. Hier finden sich besondere Sprichwörter und Redewendungen in einer von namhaften Cartoonisten neu gezeichneten Verpackung wieder. Da kann aus dem guten alten Damoklesschwert schon mal das unverbrauchte Damenkloschwert werden.“

Und so weiter und so fort könnte man so schreiben, aber erst geht es zum Vorwort von  Leo Fischer, der uns den Kalauer neu deutet, über Wortspiele und Blödeln schreibt und das gleich mit dem „Speermüll“ erklärt, dort kommen dann in Afrika oder dort, wo die mit den Baströckchen und den großen Lippen wohnen, die abgebrochenen Speere hin und wenn wir gleich bei der verhunzten Sprache sind, über die ja öfter, auch auf diesen Blog gestöhnt wird, da geht bei Henning Christiansen schon mal „Die Kunst vor die Hunde und das korrekte Deutsch auch!“, das müßte man sich jetzt im Bild ansehen können, wie da der Duden voran maschiert, aber wir kommen gleich zur Literatur, das ist ein Stoß Bücher und der „Liter-Artur“, ein grinsenden Männchen mit dem Bierglas in der Hand.

„Ist der Schuldschein schon gedeckt, fragt die Blume, das Weizenkorn? – Ährensache!“

Nicht alles erscheint mir logisch und verständlich, manches schon und dann kommt man auch ein bißchen weiter mit der Sprache, beziehungsweise mit dem diesbezüglichen Verständnis.

So kommt man zum Beispiel gleich zu den großen Unterschieden zwischen Mann und Frau, worüber ja schon ganze Sachbuchreihen geschrieben wurden. Ar Plikat macht es mit einem Bild ganz klar. Da sitzen Silvia und Rolf beim Frühstückstisch: „Reden ist Silvia, Schweigen ist Rolf!“

Den „Zwingerclub“ mit Hunden gibt es auch, eine wahre Horrorvorstellung für die Sexlustigen wahrscheinlich.

Und wenn einer seine Torte und sein Brötchen in den Zug mitnimmt, dann heißt es in der Durchsage: „Wir wünschen eine gute Fahrt!  Bitte achten Sie auf ihr Reisegebäck!“

Der alte Herr erinnert die alte Dame am Friedhof: „Nicht vergessen, heute Nacht werden die Urnen umgestellt!“, das findet die Moralikerin in mir ein bißchen weniger lustig, aber es geht schon weiter mit den „Amputationen“ und den Kartoffeln, die angeblich von Friedrich den Großen er- oder gefunden werden „Oral oder anal!“, ist hier die Frage.

Der Horrorfilm für Brötchen, sprich Semmeln auf Österreichisch, denn eine solche ist auch auf dem Bild „In drei Tagen bist du Kot!“ und diesen Satz habe ich, Zufall oder nicht, seit einigen Tagen auf meinen Suchanfragen.

Hat da vielleicht Oliver Ottitsch bei mir nachgeschaut. Denn gibt es bei mir ja, nachdem ich alle seine Bücher gelesen habe, sehr oft zu finden.

Hochwürden hat eine rote Nase wenn er statt in der Bibel, die Bärbl erwischt „Lesen oder nicht!“, ist hier die Frage.

Und wieder kommt das Witzchen für mich: „Du hast was?“, schreit der Mann verzweifelt seine Frau an „Meinen Nobelpreis verliehen?“, ich glaube ich habe den meinigen verloren und werde ihn wohl nie mehr finden!

Wenn die IS mit den Kalschnikoffs vom Autohändler ein „Auto für den Dschihat!“, fordert, fragt der Händler ungerührt „Mehrtürer!“

Die neue „Kon-Frau“ gibt es natürlich auch und die „leisen Fohlen“, sowie die „City-Miaut“, die von den Katzen fünf Euro fürs Herumstreunden verlangt. Die Kätzchen zahlen murrend.

Oliver Ottitschs dealendes Hündchen habe ich, glaube ich, schon in den „Cartoons über Hunde“ gesehen. Dann gibts noch  das „Lamm- Mett“ zu Weihnachten beim Döner,  den „Mammograf Dracula“ im Krankenhaus und und und.

Ansehen würde ich raten und darüber lachen oder nicht! Ein bißchen ist das Schmunzeln sogar mir gekommen und die Cartoons, herausgegeben von Lea Willimann und Jan Blum stammen von Ari Pliat, BECK, Denis Metz,  Dorthe Landschulz, Egon Foreyer, Hannes Richert, Hauck & Bauer, Henning Christiansen, HUSE, Jean La Fleur, Kalle Capri, Katharina Greve, Kittihawk, Leonhard Riegel, Marie Lars, Matrattel, Miriam Wurster, Nicolas Mahler, den Leipziger Literaturpreisträger, der vor kurzem wieder mit seinen „Dachbodenfunden“ im „Leporello“ war, Oliver Ottitsch, Peter Thulke,  Piero Masztalerz, RATTELSCHNECK, Rudi Hurzlmeier, Stephan  Rürup, Teja Fischer und Till Mette.

Ob die Behauptung die besten Witze der Welt in das Buch gefaßt zu haben stimmt oder ein bißchen hoch gegriffen ist, kann man dann selbst beurteilen.

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