Literaturgefluester

2012-08-20

Deutscher Buchpreis- und andere Listen

Filed under: Uncategorized — jancak @ 00:28

Diesesmal sind wir ein bißchen später als gewöhnlich von unserem Urlaub zurückgekommen, denn die Longlist zum deutschen Buchpreis, auf die ich ja immer schon sehr warte, ist schon bekannt gegeben und als ich vor dem Bloggen mich ein bißchen bei den anderen umsah, konnte ich schon einige Informationen finden.
Clemens J. Setz neues Buch, das erst erscheinen wird, steht auf der Liste, twitterte beispielsweise Cornelia Travnicek und Buzz Aldrin, deren Blog ich gern verfolge, hatte auch schon die Liste bekanntgegeben und ein bißchen darüber philosophiert und das werde ich jetzt auch tun, denn diese deutsche Buchpreisliste, die es seit einigen Jahren zum Auftakt für die Buchmesse und das Weihnachtsgeschäft gibt, ist ja sehr interessant.
Im August werden die angeblich zwanzig besten Bücher des Jahres bekannt gegeben, zehn aus der Frühjahrs-, zehn aus der Herbstproduktion, dann wird sie auf sechs geschrumpft, die sechs müssen nach Frankfurt fahren und dann haben wir das angeblich beste Buch. Sigrid Löffler hat sich, glaube ich, einmal darüber aufgeregt, daß dann die anderen guten Bücher keine Chance mehr haben und Buzz Aldrin schreibt auch so etwas und natürlich ist es klar, es gibt mehr als zwanzig gute Bücher. Viel mehr, denn die Leute schreiben ja sehr viel und so werden auch mir gleich sehr viele Neuerscheinungen einfallen, die nicht darauf sind und, daß das eine Buch dann wirklich das beste ist, habe ich nie geglaubt, denn Preisentscheidungen sind ja sehr subjektiv und es gibt auch die Gruppendynamik und andere Machtverhältnisse. Die Leute scheinen es aber zu glauben und schreien auf, wenn sie anderer Meinung sind.
Was steht nun auf der Liste, gehen wir sie einmal der Reihe nach durch und schauen wir, wieviele Autoren oder Bücher ich davon kenne?
Ernst Augustin „Robinson blaues Haus“ steht am Anfang und das Buch wurde, glaube ich, schon am blauen Sofa vorgestellt und der Name erscheint mir auch bekannt. Bernd Caillaux „Gutgeschriebene Verluste“. keine Ahnung, von dem Autor habe ich noch nie etwas gehört. Jenny Erpenbeck kenne ich natürlich, ist sie ja, glaube ich, eine Bachmannleser- oder sogar Gewinnerin. Von „Aller Tage Abend“ habe ich auch noch nichts gehört, was ich auch nicht gut kann, da das Buch erst im September erscheinen wird. Michiko Milena Flasars „Ich nannte ihn Krawatte“ habe ich im Gegensatz zu Buzz Aldrin zwar auch noch nicht gelesen, ich war aber auf einer Lesung, das Buch wurde in Leipzig vorgestellt und da die Autorin ja St. Pöltnerin ist, habe ich wieder einen Heimvorteil und das Buch wird überall sehr gelobt. Also darf man sehr gespannt sein. Rainald Goetz, das ist doch der mit dem Messer beim Bachmannpreis und ein Blogger ist er, glaube ich, auch. „Johann Holtrop“ heißt sein Roman, der auch im September erscheinen wird. Olga Grjasnowa „Der Russe ist einer, der Birken liebt“, kenne ich, zumindest wurde es in Leipzig und auch sonst öfter vorgestellt und ich würde es, wie das Flasar Buch, gerne lesen. Habe aber heuer noch nicht meine Geburtstags-und Weihnachtswünsche bekanntgegeben und tue das vielleicht auch nicht.
Wolfgang Herrndorf „Sand“ hat, glaube ich, den Leipziger Preis gewonnen und von dem Autor habe ich „In Plüschgewittern“ gelesen und vorher im Bücherschrank gefunden. Bodo Kirchoff „Die Liebe in groben Zügen“, der Name erscheint mir bekannt. German Kratochwil „Scherbengericht“ wieder keine Ahnung, da würde mir nur Alina Bonskys „Scherbenpark“ einfallen. Ursula Krechel „Landgericht“ bei Jung und Jung erschienen. Den Namen kenne ich natürlich, gelesen habe ich, glaube ich, noch nicht sehr viel.
Von Dea Loher „Bugatti taucht auf“ habe ich auch keine Ahnung, kann die Besprechung aber bei Buzz Aldrin nachlesen. Angela Meier „heimlich heimlich mich vergiß“ ist mir ebenfalls unbekannt. Sten Nadoldy kenne ich natürlich. „Netzkarte“ habe ich gelesen, es hat mir aber nicht so gefallen und dann natürlich „Die Entdeckung der Langsamkeit“. War das nicht der, der beim Bachmanlesen, seinen Gewinn unter den anderen aufteilte?
Christoph Peters „Wir in Kahlenbeck“, hätte ich jetzt fast vergessen.
Michel Roes „Die Laute“. Wieder keine Ahnung. Von Patrick Roth habe ich mir, glaube ich, etwas, um einen Euro gekauft und noch nicht gelesen. Frank Schulz „Onno Wietz und der Irre vom Kietz“ hat einen interessanten Titel und dann kommt schon Clemens J. Setz, der 2009 mit den „Frequenzen“ auf der Shortlist stand und in Leipzig vor einem Jahr gewonnen hat. „Söhne und Planeten“ habe ich gelesen. Ist wahrscheinlich auch ein Kanditat, da ich aber nicht sehr viele der Autoren kenne, ist mein Urteil eingeschränkt.
Stefan Thome „Fliehkräfte“ gibt es noch. Der stand glaube ich, auch schon mal auf einer solchen Liste und Ulf Erdmann Ziegler für den glaube ich, das gleiche gilt.
Wenn man auf die Seite des deutschen Buchpreises geht, kann man sich wahrscheinlich wieder Leseproben holen, das Lesebuch habe ich schon bestellt. Erwartungen gebe ich diesmal keine ab, weil ich außer Michiko Milena Flasar und Clemens J. Setz die Autoren nicht wirklich gut kenne, bin aber sehr gespannt, obwohl ich das Ganze immer gelassener sehe.
Denn es gibt ja noch sehr viele andere gute Bücher. Von mir ist im Frühling auch eines herausgekommen und ein anderes wird hoffentlich bald erscheinen. Aber ich habe ohnehin keine Chance und Anna Weidenholzer, Cornelia Travnicek und viele andere sind auch nicht darauf gekommen.
Also abwarten und wer mir eines der Bücher schenken will, ist willkommen, ich werde sie gerne lesen und auch später aus dem Bücherschrank nehmen oder um einen Euro kaufen.
Noch etwas anderes gibt es zu vermelden und das ist für mich weniger erfreulich, nämlich die Shortlist des Alpha Preises. Da bin ich ja im ersten Jahr engagiert hingegangen und habe berichtet, im zweiten haben sie mich hinausgeworfen, obwohl die Veranstaltung öffentlich angekündigt war, im dritten Jahr haben sie mir wieder eine Einladung versprochen, ich fürchte, das war aber nicht sehr ernst gemeint. Die Preisverleihung wird jedenfalls am 8. November sein. Das ist ein Donnerstag. Am neunten November ist mein Geburtstag, das passt gut für das literarische Fest, das ich diesmal nicht wegen dem Alpha verschieben werde und da ich da schon einige Bücher gelesen habe, wird es auch nicht so schwer sein, darüber zu bloggen.
Also schauen wir uns die österreichische Variante der Literaturförderung einmal genauer an. Neun Werke wurden ausgewählt, von denen Angelika Reitzers „Unter uns“ glaube ich, schon im Vorjahr auf der Liste stand. Dann steht Michiko Milenar Flasar darauf und Susanne Gregors „Kein eigener Ort“, nach der wurde vor dem Urlaub sehr viel bei mir gegooglet. Von Maria Christina Landerl habe ich nur einiges gehört und noch nichts gelesen, das trifft auch für Lukas Meschik zu. Von dem habe ich aber ein Buch auf meiner Leseliste, um zwei Euro beim Morava gekauft. Mieze Medusa kenne ich natürlich vom Slamen und von Veranstaltungen. Gelesen habe ich aber nur Anthologie-Beiträge von ihr. Und Carolina Schutti ist mir auch vom Namen und von Veranstaltungen bekannt, Julya Rabinowich natürlich auch. Hinrich von Haren, ein Luftschacht-Autor kenne ich dagegen überhaupt nicht.
Sehr viele Frauen, fällt mir auf. Ich werde sicherlich über die Veranstaltung berichten und nun selber lesen gehen, denn Haymon hat mir wieder einige Vorab-E-Books geschickt und auch noch einiges andere, das ich mir noch teilweise abholen muß. Ich habe aber auch keine Scheu vor älteren Büchern und da ohnehin noch so viel nicht gelesen und schreiben will ich ja auch, was für mich immer noch das Wichtigste ist.

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