Literaturgefluester

2020-06-08

Wieder zu den Wilden Worten

Eva Schörkhuber

Eva Schörkhuber

Corona Regelungen

Corona Regelungen

„Zusperren ist einfacher als aufsperren!“, hat Kanzler Kurz schon mehrmals gesagt und das scheint bezüglich der Veranstaltungen ganz besonders zuzutreffen, denn seit Ende Mai sind diese wieder möglich, das Programm geht aber nur ganz zögernd an.

Die „Alte Schmiede hat im Juni drei literarische Veranstaltungen, Eintritt nur mit Maske und mit Zählkarten, obwohl die Maskenpflicht ja mit nächster Woche weitgehend fällt, der „Republikanische Club“ beginnt, glaube ich, nächste Woche und Richard Weihs, der beharrliche hat pünktlich zum zweiten montag im Monat wieder mit seinem Programm begonnen und Eva Schörkhuber dazu eingeladen und erfreulich, Zutritt auch ohne Maske.

„Nur die Sessel rücken wir ein wenig weiter auseinander!“, hat er mir auf meine Anfrage gemailt. Die Claudia vom Amerlinghaus hat aber auf einem Tisch Masken, Desinfektionsmittel und ein Info blatt mit den Veranstaltungsregeln aufgelegt und laut Richard Weihs, die Sesseln in einem Schachbrettmuster aufgelgt, vier oder fünf Reihen mit je vier Stühlen und ich habe mich auch bemüht, rechtzeitig da zu sein.

Denn keine Ahnung, wie groß oder klein der Andrang sein wird. Denn normalerweise Platz genug, aber da stehen die Sessel dichter beieinander und jetzt gab es zwei Monate keine Veranstaltungen.

Wenn also alle, die gerne hinkommen kommen und Eva Schörkhuber noch ihren Fankreis mitbringt? Dann war es nicht so arg, denn Platz genug, aber die Ruth war da, die Silvia Bartl, die früher das Programm vom Literaturhaus organisierte, der habe ich gleich mein neues Buch entgegengestreckt, den Richard Weihs nicht, obwohl seine Wunschgedichte ja darin enthalten sind, Eva Geber ist später gekommen und der Alfred auch, denn der mußte noch in den kubanischen Club schauen, der ja jetzt auch geöffnet hat.

Richard Weihs begrüßte und Eva Schörkhuber, die ich ja von den Volksstimmefestlesungen kenne und deren erstes Buch ich einmal gefunden habe, hat passend zur Lage zwei Texte ausgewählt, die sich mit dem Thema Altern, bezüglich der Risikogruppen, wie sie erwähnte und Angst, bezüglich Corona ausgewählt.

Publikum beim Abstandhalten

Publikum beim Abstandhalten

Der Essay über das Altern ist in der PS-Politsch schreiben, deren Redaktionsmitglied sie ja ist, enthalten und da war ich ja im Jänner im Literaturhaus, wo sie einem Text gelesen hat, der in einer anderen Nummer enthalten ist und der Text zum Thema Angst stammt aus dem dystopischen beziehungsweise hypnotischen Roman, wie Richard Weihs in seiner ausschreibung ankündigte „Nachricht an den großen Bären“, der schon 2017 bei „Atelier“ erschienen ist und der offenbar komplett an mir vorbeigegangen ist.

Dystopoische Romane sind ja in Zeiten wie diesen besonders passend, so steht im Beschreibungstext auch etwas von der nahen Zukunft, wo die Rechtspopulisten die Macht übernommen haben und Eva Schörkhuber, die ein Stück vom Ende gelesen hat, erklärte anschließend, daß der Roman eigentlich aus einer Erzählsammlung entstanden ist und es in dem ganzen Buch im eine Zugfahrt geht, wo eine Rebellin die Papiere über die Grenze bringen will, immer wieder verschiedene Personen trifft und das Hypnotische besteht aus Entspannungsformeln, die sich die Heldin offenbar immer wieder suggeriert, die Eva Schörkhuber auch vorgelesen hat.

Interessant eine Veranstaltungsreihe in Corona-Zeiten damit zu beginnen, die Diskussion begann auch mit dem Thema Riskogruppe und den Einkastelungen, die wir in der letzten Zeit erlebten, dann folgte, wie Rihard Weihs erwähnte eine Menge Wunschgedichte, offenbar waren bei der letzten Märzveranstaltung, wo ich ja bei der Frauenlesung im Literaturhaus war, besonders viele Leute und einge haben sich da schon das Thema Corona gewünscht und das habe ich auch auf mein Wunschzettelformular geschrieben, nämlich als Thema, dann als Beginn glaube ich „Es kann nicht sein“ und dann noch „Maskenpflicht“, „Überwachungsapp“ und „Ausgangssperre“, eher banal habe ich gedacht, aber vielleicht passt das Resultat zum „Frühlingserwachen“.

Mal sehen, was Richard Weihs daraus machen wird, die nächste Veranstaltung hat er ja schon angekündigt, wird vielleicht schon im Juli sein, beziehungsweise im September, da wird er dann auch Gitarre spielen und dann wird der Alfred wahrscheinlich mit dem Korrigieren noch nicht fertig sein, so daß es sich ausgehen wird, dem Text, wenn es passt, auch noch das Gedicht anzufügen.

2 Kommentare »

  1. Wie schön – die Wilden Worte sind wieder da! Danke für deinen Bericht. Wenn Richard Weis im Juli wieder einlädt, bin ich dabei!

    Kommentar von Margit — 2020-06-13 @ 13:17 | Antworten

  2. War sehr interessant und abgesehen von dem Maskentisch im Hintergrund fast normal! Jetzt müßte sich das nur noch auf andere Veranstaltungen übertragen! Da gibt es ja , wie beispielsweise, das was ich über das Filmfestival am Rathausplatz hörte, fast gespenstige Szenarien, mit Anmeldung, Loge, Namensabgabe, etcetera!
    Ich hoffe nur, daß das bei den O Tönen, falls es die gibt, etwas normaler ist?
    Auf dem Stabauer- Herbstprogramm, das er mir vor ein paar Tagen schickte, habe ich dich nicht gefunden, denn das wäre auch sehr interessant und würde mich freuen, wenn wir uns da sehen können!
    Liebe Grüße, habe deine Videos gesehen, wo bist du? In Nürnberg oder in Wien?

    Kommentar von jancak — 2020-06-13 @ 14:13 | Antworten


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