Literaturgefluester

2017-10-21

Nur den Samstag bei der GAV

Filed under: Literaturbetrieb — jancak @ 23:59
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Ich bin ja seit 1987, glaube ich, Mitglied bei der Grazer Autoren-Autorinnen Versammlung, der größten österreichischen Schriftstellervereinigung, die sich 1973 in Graz vom damals sehr konservativen PEN abgespaltent hat, daher der Name.

1986 habe ich, wie ich mich zu erinnern glaube, den ersten Antrag gestellt, 1987 wurde ich dann aufgenommen. Damals war, wenn ich mich nicht irre, Ernst Jandl der Präsident und Josef Haslinger der Generalsekretär und seither pendle ich Jahr für Jahr zu den Generalversammlungen und wenn mich jemand fragt, warum ich Mitglied bin oder warum die GAV mir wichtig ist, ist da die Antwort wahrscheinlich der Kontakt zu den anderen Schriftstellern und Autorenkollegen, während ich sonst  eigentlch immer ziemlich außerhalb und neben dem Literaturbetrieb stehe oder in der „Alten Schmiede“ und im Literaturhaus auf der Publikumsseite sitze.

Die Abgrenzung von der Hobby- zu der professionellen Autoren zum Beispiel, die mir mein Kritiker ja immer unterstellt, daß ich die bin, aber da sitze ich dann einen Tag unter Autoren und es wird ein Tag lang über das Schreiben, die geplanten Veranstaltungen, die Neuaufnahmen, etcetera gesprochen.

Seit ich in der GAV bin, hat sich einiges am Procedere verändert. So war ich, das muß dann 1988 gewesen sein, das erste Mal bei einer Vollversammlung, Joosef Haslinger hat mich und Ronald Pohl, der heute im „Standard“ schreibt, als neue Mitglieder vorgestellt und inzwischen gibt es die Vollversammlung, das Treffen im Frühjahr nicht mehr jährlich.

Die Generalsversammlungen waren damals im November und dauerten das gesamte Wochenende beziehungsweise auch den Sonntag Vormittag. In den letzten Jahren gab es am Freitag Nachmittagvor der GV einen sogenannten „Kulturpolitischen Arbeitskreis“, wo in kleiner Runde sogenannte gesellschaftspolitische Aspekte besprochen wurden.

Ruth Aspöck hat ihn moderiert beziehungsweise veranstaltet und am Abend gab es in den letzten Jahren in der Alten Schmiede immer die sogenannte Neuaufnahmelesung.

Da haben dann die Mitglieder die im letzten Jahr aufgenommen wurden, ein paar Minuten aus ihren Werken gelesen und ein Heftchen mit ihren Textproben gab oder gibt es immer auch.

Inzwischen ist die GAV ja sehr gewachsen, hat, glaube ich, an die siebenhundert Mitglieder und im letzten Jahr wurden  soviele Leute aufgenommen, daß man zwei Lesungen machen hätte müßen, also ist die Lesung gestern ausgefallen.

Der kulturpolitische Arbeitskreis hat zum Thema „Entwicklung der GAV“ stattgefunden. Ilse Kilic hat ihn jetzt geleitet und ich habe nicht teilgenommen, weil es gleichzeitig in der Versicherung der Eisenbahner ein Treffen bezüglich des neuen elektronischen Überweisungssystem bei der Psychodiagnostik gegeben hat und so war ich am Abend in der Hauptbücherei und bin erst heute zur GV in die „Alte Schmiede“ gewandert.

Da gibt es dann immer ein striktes Programm, der Kassabericht wird besprochen. Vom gestrigen Arbeitskreis wurde berichtet und dann ging es zu den Neuaufnahmen, wo es diesma auch an die vierzig neue Mitglieder gibt. Die berühmtesten,  beziehungsweise mir bekannten sind Harald Darer, Livia Getreider, Rhea Krcmarova, Peter Krobath, Norbert Kröll, Lukas Meschik, Irtene Suchy, Otto Tremetzberger und Erwin Uhrmann.

Ich weiß jetzt nicht genau, wie alt die neu angenommenen Mitglieder im Durchschnitt sind. Es wurde aber bei der Versammlung deponiert, daß sich die GAV um die jungen Autorenschaft kümmern und neue Talente aufnehem soll und dann ging es am Nachmittag zu den Regionalberichten beziehungsweise zu den geplanten Veranstaltungen.

Die werden da ja immer durchbesprochen und genehmigt. Jedes Mitglied kann da eine Veranstaltung im Jahr organisieren und ein paar Kollegen dazu einladen.

Ich habe 2001 und dann von 2003 bis 2009 den „Tag der Freiheit des Wortes“ organiserit und dann einige Male eine Frauenlesung unter dem Titel die „Mittleren“

In den letzten Jahren organisiere ich nichts mehr, weil es sehr mühsam ist die Leute hinzubekommen, lasse mich aber gerne von anderen einladen und diesmal hat ja die Ruth mit der ich im Mai und Juni den öffentlichen Raum abgeklappert bin und circa fünfzehn Spontatnetexte zu der diesbezüglichen Kunst geschrieben habe, eine Veranstaltung eingereicht, wo wir erstmal nur an einem Nachmittag zu drei Orten führen und die entsprechenden Texte vorlesen werden.

Ein Höhepunt der Generalversammlung ist sicher das gemeinsame Abendessen und böse Stimmen behaupten, daß es Leute gäbe, die nur deshalb um Aufnahme ansuchen würden.Was natürlich ein Blödsinn ist, da man sich ja, um den jährlichen Mitgliedsbeitrag das Abendessen selber bezahlen könnte. Dann aber wahrscheinlich nicht in so illustrer Gesellschaft das Schnitzel oder den Tafelspitze und danach den Apfelstrudel oder die Paltaschinke verzehren würde.

Ich bin jedenfalls wieder mit dem Rudi, der Margot Koller, der Ruth,  Elisabeth Ernst, Hilde Schmölzer und einigen anderen an einem Tisch gesessen und habe, weil ich mir noch einen Schilchersturm bestellen wollte, versäumt, Doron Rabinovici der an mir vorbeigegangen ist, zu sagen, daß mir seine „Außerirdischen“ sehr gut gefallen haben und daß ich es sehr schade finde, daß sie nicht auf die Shortlist des ÖstBp gekommen sind.

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