Literaturgefluester

2019-08-27

Die Zeit und wir beim 48 Tandler

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:25
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Die 1940 in Wien geborene Christl Greller, die in einer Werbeagentur gearbeitet hat und seit1995 literarisch tätig ist, hier schon einige Prosa- und Lyrikbände herausgegeben hat und auch GAV-Mitglied ist, veranstaltet ihre „Die Zeit und wir-Reihe“, glaube ich, nun schon zum elften Mal.

Dazu sucht sie immer ungewöhnliche Orte aus, so hat sie mich einmal in die Klimt-Villa dazu eingeladen, einmal war sie in einer Kirche, ich glaube auch am Zentralfriedhof und  jetzt eben in einem Altwarenladen, denn wo kann man, wie in der Einladung stand, die Vergänglichkeit der Zeit besser erleben, als an alten Schuhen, alten Möbeln, alten Büchern? An den letzeren wahrscheinlich nicht so sehr, aber in der Siebenbrunnenfeldgasse gibt es seit einiger Zeit, den „48-Tandler“, wo man schöne Waren aus der Müllabfuhr günstig erweben kann.

Die Ruth hat, glaube ich, da einige Stücke für ihre neue Wohnung bezogen und ich war obwohl ich ja schon seit den Neunzigerjahen im fünften Bezirk arbeite und wohne, noch nie in diesem Laden und mußte auch jetzt erst im Stadtplan nachsehen, um hinzufinden.

Um sechs fing die Veranstaltung mit Rudolf Kraus und Wolfgang Kauer als Gäate an. Ab fünf konnte man schon hinkommen und sich umsehen, wie in der Einladung stand und da ich, um zwei meine letzte Stunde hatte, bin ich auch nach vier aufgebrochen und bin da ziemlich bald bei den Büchern gelandet, obwohl auch alles andere, die Spielsachen, die Kleidung, etcetera sehr liebevoll und, wie ich glaube mit dekoratorischer Hilfe aufgebaut war und die Bücher waren, wie ich mit Erstaunen feststellte zum Teil noch neu und originalverpackt und da die Hardcover zwei Euro kosteten, konnte ich mich natürlich nicht zurückhalten und habe fünf Stück eingepackt, obwohl heute auch fünf oder waren es sogar sechs, nämlich die Irmi Fuchs doppelt, die ich an die Doris Kloimstein weiterreichen werde, zu mir gekommen sind. Das Postfach war übervoll, als wir von Harland nach Wien gekommen sind, „Ein neuer Rekord!“, sagte der Alfred und die Ruth zu mir, als sie beim Tandler eintraf: „Wo findet man dich, wenn nicht bei den Büchern?“ und in dem Veranstaltungssaal, der etwas später eröffnet wurde und auch guten Publikumshzulauf hatte, es gab Getränke und Brötchen, Soletti und Chips, später Wein, gab es auch einen Büchertisch, aber da habe ich nicht so zugeschlagen, wie bei den gutsortierten Bücherregalen und der 1961 in Wiener Neustadt geborene Rudolf Kraus, der in der Hauptbücherei als Bibliothekar tätig ist, begann auch mit Ausschnitten aus einer Familiengeschichte und fügte dann ein paar Gedichte über die Zeit an. Auf der Bühne waren dekorativ alten Uhren aufgebaut und eine musikalische Begleitung gab es auch.

Der 1957 in Linz geborene Wolfgang Kauer mit dem ich schon in Salzburg gelesen habe, folgte mit drei ausschnitten aus seine neuen Buch über die Felsmalereien in den Alpen, sein neues Hobby oder Leidenschaft.

Dann folgte Christl Greller mit ihrem Gedichtband „und fließt die zeit wie wasser wie wort“, den ich schon gelesen habe und besprechen durfte.

Nachher gab es, wie schon erwähnt, Wein, Brötchen und Gespräche und es war eine schöne Veranstaltung in einem schönen Ambienten mit vielen zum teil sehr neuen Büchern und alten Sachen die die Vergänglichkeit der <zeit zeigen.

Ein Ort, den ich vor allem wegen seiner originellen Dekorierung und Gestaltung sehr empfehlen kann.

2013-06-08

Die Zeit und wir

Filed under: Uncategorized — jancak @ 23:14
Christl Greller

Christl Greller

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Das ist eine Lesereihe, die Christl Greller im Rahmen der GAV veranstaltet und diesmal hat sie mich mit Gerhard Jaschke, Manfred Ach und Erika Kronabitter eingeladen, mitzulesen.
„Die Zeit und wir“, da fällt einer natürlich der „Rosenkavalier“ und die Marschallin ein und das passt ganz vortrefflich zu dem Ort, den Christl Greller für die Lesung wählte. Sie wollte nämlich die sogenannte Klimt-Villa, die seit einigen Jahren reneoviuert und öffentlicht zugängig ist, dafür haben und das ist für die Grazer Autorenversammlung vielleicht ein ungewöhnlicher und neuer Leseort, die Lesung war aber trotzdem sehr schön und sehr gut besucht.
Hundert Leute faßt der Raum, der über dem ehemaligen Atelier von Gustav Klimt liegt und die sind, glaube ich, in etwa auch gekommen. Ich schaffe das ja nicht, wenn ich jemanden zu einer Lesung einlade, bedeutet das eher das Gegenteil, aber Christl Greller hat einen großen Verteiler und das hat sie mir auch gesagt, als sie sich einmal bei mir für die „Mittleren II“ angemeldet hat.

Das war die Zeit, wo mich das Literaturhaus hinausgeschmissen hat und die „Mittleren II“, dann unter Erika Kronabitters freundlicher Vermittlung in einem ähnlich feudalen Rahmen in Vorarlberg stattgefunden haben.

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Christl Greller hat bei den „Mittleren III“ im Amerlinghaus gelesen und ich habe sie, glaube ich, im Rahmen der Gewerkschaft einmal kennengelernt. Hat sie doch bei einer Werbeagentur gearbeitet und ist dann in Pension gegangen, hat zu schreiben angefangen und in die GAV ist sie auch einmal gekommen.

Als ich, glaube ich, 2002 mit Uwe Bolius vor fast keinen Leuten in der „Alten Schmiede Werkstatt“ um siebzehn Uhr in den Energieferien gelesen habe, ist sie im Publikum gewesen.

Eva Jancak

Eva Jancak

Manfred Ach

Manfred Ach

Dann hat sie mit ihrer „Zeitreihe“ begonnen, beim ersten Mal hat es nicht geklappt, aber jetzt hat sie mich eingeladen und Christl Greller hat auf den feudalen Ort, der sogenannte Klimt-Villa in Hietzing bestanden, wo Gustav Klimt, der große Maler des Jugendstils und des Fin de siècle sein letztes Atelier gehabt hat.
Das war damals ein Gartenhäuschen, 1918 ist der Meister gestorben, die sogenannte Villa wurde erst später erbaut und wäre dann fast verfallen, bevor sie die Stadt Wien renovierte und einem Verein übergeben hat.

So fand im ersten Stock die Lesung statt und vorher gab es Führungen durch das Atelier. Sehr interessant in den nachgebauten Räumen herumzugehen und zu hören, daß vor allem die Japaner von dem großen Meister sehr begeistert sind. Die Amerikaner sind das, glaube ich, auch und ich war sehr begeistert vor einem vollen Haus zu lesen. Passiert mir das ja leider nicht sehr oft und ich habe außer Christel Fallenstein, Ruth Aspöck und Anton Blitzstein auch nicht sehr viele Leute gekannt und habe als erste gelesen.

„Die Zeit und wir“ lautete das Thema, als ich mich bei Christl Greller angemeldet habe, habe ich wahrscheinlich an ein anderes Buch gedacht.

Gerhard Jaschke

Gerhard Jaschke

Erika Kronabitter

Erika Kronabitter

Diesmal dachte ich an „Zum Sterben sollte man zu Hause sein“ und das hat einen doppelten Zeitbezug. Erst einmal ist es ja als „Nanowrimo“ vom 1. bis 30. November entstanden und zweitens geht es um das Sterben bzw. um das Vermeiden desselben in einer sogenannten „Anti-Aging Senioren Residenz“ und ich habe aus den Fahnen, dem sogenannten Dummie gelesen, habe am Mittwoch doch immer noch Fehler gefunden und Donnerstag und Freitag war das „Archiv-Symposium“ im Literaturhaus und die Zusteller schmeißen die Sendungen neuerdings ja irgendwo hin und da ich nach den Büchern nicht suchen wollte, war ich froh, daß sie erst am Montag ausgeliefert werden.

Macht ja nichts, habe ich ja noch viele andere Bücher für den Büchertisch und verkaufe meistens ohnehin nicht sehr viel. Ich habe jedenfalls die erste Szene gelesen, zwölf Minuten war mein Zeitlimit, das ich ein bißchen überzogen habe. Dann kam der GAV-Kollege Manfred Ach, der mir bisher unbekannt gewesen ist und las Aphorismen zum Thema Zeit. Gerhard Jaschke folgte mit einem Text zum Thema „Vierzig“, den ich, glaube ich, schon einmal gehört habe und Erika Kronabitter, die liebe Kollegin aus Vorarlberg hatte Gedichte aus zwei Gedichtbänden, die bei der Edition Art Science erschienen sind, deren Lyrikreihe sie seit einiger Zeit betreut.

Ruth Aspöck

Ruth Aspöck

Christel Fallenstein

Christel Fallenstein

Eines ging um den Tod einer Mutter und zählt auf, was sie alles nicht mehr machen kann, nie mehr ins Badezimmer gehen, nie mehr bügeln, etc.
Christl Greller brachte einen Romanausschnitt und las die Stellen mit Zeitbezug vor. Da gibt es ein älteres Ehepaar und der Mann bekommt plötzlich eine jüngere Vorgesetzte, was ihn in eine große Krise stürzt.

Nachher sind wir noch lange auf der Terrasse gestanden und haben Sekt getrunken. Anton Blitzstein, der jetzt auch bei der GAV um Aufnahme ansuchen wird, war da, und ich erhielt ein bißchen positives Feedback, habe ein Buch verkauft und bin mit dem Alfred dann noch einige Zeit bei einem Heurigen gesessen, den es auch in der Feldmühlgasse gibt.
Es war eine wirklich schöne Lesung und wenn ich will kann ich Erika Kronabitter bald wieder begegnen, da sie am Montag bei den „Wilden Worten liest, Da gibt es allerdings auch eine „Gedichtkonferenz in der Alten Schmiede“ und da würde Stephan Eibel-Erzberg lesen. Aber sein „Licht aus“ habe ich schon gehört und auch sein Buch gelesen.

2019-09-13

Es wird Zeit

Filed under: Bücher — jancak @ 00:28
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Bevor es doch an das Buchpreislesen geht, da sind schon alle Bücher da, aber bisher erst ein Einziges gelesen, jetzt noch ein Frauenroman von Ildiko von Kürthy.

Ich habe, die ich ja manchmal auch Chicklits und Krimis lesen von der 1968 Geborenen schon einige Bücher gelesen und sie haben mir, glaube ich, nicht so besonders gefallen. Hier ist es anders, aber auch ein bißchen ambivalent.

Geht es doch, um die Bewältigung einer Midlifekrise einer Frau, um die Fünfzig mit drei Söhnen, einen Zahnarzt, als Gatten mit einer Ehe, wo nicht mehr viel läuft, in einem Vorort von Hamburg, wo sie all das macht, was die Mittelschichtfrauen halt so machen, die Kinder zur Schule bringen, dort im Elternverein oder sonstwo helfen, halbtagstätig ist, kocht, putzt, bügelt, mit der Putzfrau verhandeltund mit ständig schlechten Gewissen wegen des Übergewichts doch noch ein bißchen Nutella aus dem Glas nascht.

Das ist Judith Rogge und deren Mutter ist gestorben und nun muß sie zur Beerdigung der Urne und zum Verkauf des elterlichen Hauses in das Dorf, wo sie aufgewachsen ist und das ist keine gute Idee, hat sie dort doch ein großes Geheimnis, das sie die letzten zwanzig Jahre sehr belastet hat.

Das wird nun nach und nach und manchmal durchaus sehr langatmig und so geschrieben, als käme es aus einem Ratgeberbuch aufgeklärt, manche Szenen sind wieder sehr lustig und am Schluß ist alles gut und die Mittelschichtfrau geht glücklich in ihr neues Leben hinein?

Doch nicht so ganz, denn vor zwanzig Jahren, hatte Judith eine beste Freundin und die hatte einen Freund mit dem sie in die Anwaltskanzlei ihres Vater einsteigen wollte, aber der macht zuerst noch eine Reise, kommt von dort nicht mehr zurück und Judith plagt das schlechte Gewissen, hat sie sich doch in Michael verliebt und ist nun schwanger.

Kopflos verläßt sie die Freundin und das elterliche Haus, zieht nach Hamburg, heiratet Joachim, bekommt drei Söhne und nun steht sie am Friedhof des elterlichen Dorfes, um das künftige Grab ihrer Mutter zu besichtigen und fällt dort fast hinein, als Anne sie entdeckt.

So was hatten wir schon ein oder zweimal in der Literatur und es geht auch gleich weiter, denn der der dasHaus kaufen will, ist eine andere Jugendliebe, ich glaube, der, der sie mit Vierzehn oder Fünzehn entjungfert hat und auch ihr Meerschweinchen ermordete, also ein Arsch.

Das ist er noch immer, verheiratet und das Haus will er auch zu Spekulationszwecken, aber Judith verliebt sich in ihm und hält nun während es zu verunglückten Treffen kommt und die Urne doch nicht so schnell, wie gedacht beerdigt werden kann, schier endlose Mologe über das glücklose Leben einer Mittelschichtfrau und dem fluch des Älterwerdens.

Dabei ist das Leben der anderen noch viel schlimmer. Anne hat nämlich Krebs im letzen Stadium. Die Freudinnen versöhnen sich wieder, Judith begleitet sie zu den Behandlungen, beschließt das Haus doch nicht zu verkaufen, sondern mit ihren Freunden in einer Art Altershippiekommune glücklich zusammen zu leben.

Sie erfährt, daß Michael nicht gestorben, sondern nur ausgestiegen und das Kind auch nicht von ihm ist, trennt sich glücklich von ihrem Joachim, der sich mit einer Seljacht statt mit einer Frau fortan vergnügen will und alles wird gut, bis, daß Anne doch stirbt und das den anderen irgendwann auch nicht erspart bleiben wird.

Ein vergnüglicher Roman über die Midlifekrise könnte man so sagen und ich denke, daß er wahrscheinlich hauptsächlich von Frauem, um die fünfzig oder noch älter, wie ich beispielsweise, gelesen werden wird und frage mich, wie das Buch auf sie wirkt?

Ich habe mich ja schon in meiner Jugend mit der Mildlifekrise beschäftigt und als ich noch nicht viel davon verstanden habe, eine Dissertation darüber geschrieben und als ich am vorigen Donnerstag das Buch gerade angefangen hatte, und zum Salten-Symposium ins Rathaus ging, meine Straßergassenfreundin auf der Straße getroffen, die mir von ihrem Krebs und der sechsten Chemotherapie erzählte, die sie erwartete.

So wird es wahrscheinlich auch den anderen Frauen gehen, das Übergewicht ist da, die Ehe im Heimer und das Buch gibt manchmal sehr lustig, beispielsweise die Stelle, wo der achtzehnjährige Sohn mehrmals anruft, weil er nicht weiß, wie man eine Waschmaschine betätigen muß, sich die Mutter gerade in einem Schweigekloster befindet, manchmal sehr langatmig gute Ratschläge, wie man das Leben bewältigen kann, die wahrscheinlich auch mehr oder weniger gut wirken werden.

So bin ich gespannt, wie das Buch von den Lesern aufgenommen wird  und kann auch noch spoilern, daß sich Ildiko von Kürthy derzeit auf Lesereise befindet, war doch dem Buch ein Flyer beigelegt, auf dem man die genauen Termine von September 2019 bis Juni 2020 finden kann.

2021-05-02

Wir sind allein unter den Bäumen

Filed under: Bücher — jancak @ 00:39
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Jetzt kommt wieder ein Debut und wieder ein Roman der eigentlich keiner ist, sondern eine beeindruckende Skizzensammlung in einer sehr schönen künstlerischen Sprache des 1983 in Zwickau geborenen Jonathan Böhm, der in Leipzig lebt und auch am Literaturinstitut studierte, vor der Danksagung betauert er, daß alles in diesem Buch, die Handlungund die Personen frei erfunden wäre und wenn man trotzdem Ähnlichkeiten erkennte müßte man „die Wirklichkeit beschuldigen, weil sie Verhaltenswisen hervorbringt, die man wiedererkennt.“

Also auch sehr schön formuliert und es geht um eine Schulklasse in der ehemaligen DDR, die dort aufgewachsen und vielleicht sogardas Abi machten und danach in alle Winde verschwanden und einer von ihnen, Richard ist verstorben. Nun tragen sie ihn zu Graben und reflektieren dann über ihn und das Leben und tun das, wie am Klappentext steht „Richard ist tot. In seinem ersten Roman erzählt der Autor in eindringlicher sprache von einer Gruppe junger Menschen, die einst Freunde Richards waren und später in verschiedenen Berufen und auf denkbar unterchiedlichen Wegen ihr Lebensglück versuchen. Böhm schafft es aus verschiedenen Erzählperspektiven und Erzählzeiten ein Puzzle zu entwerfen, und wir Leser schauen wie durch ein Kaleidoskop auf die Biografien der Protagonisten, was uns bis zur letzten Zeile in Atem hält“ und ich schreibe wieder, daß es hier ein wenig schwierig für mich wurde, weil ich mich nicht immer auskannte, da die handelnden Personen immer in der „Ich-Perspektive“ sprachen, so daß ich oft nicht wußte, wer ist wer?

Richard ist tot und da gibtes einen Christoph, eine Dora, eine Damris, eine Kristina, eine Sophie und und, also die Klassenkollegen, die erzählen und auch die Erzählzeiten, was mir im Klappentext ein wenig weiterhalf, waren nicht immer klar. Wann ist Richard jetzt gestorben? Nach dem Abi oder erst später? Denn er ist nach Bremen gegangen und hat auch in verschiedenen Berufen gearbeitet.

Eine große Rolle spielt ein See, vor dem sich alle treffen, hingehen und ihre Erinnerungen an Richard davon. Einezieht ins alte Land und züchtet alte Äpfel und ein Plastwerk spielt auch eine große Rolle in dem Buch, das eigentlich könnte man sagen aus verschiedenen Szenen besteht, die lose meist mit schönen Metaphern und Überschriften verbunden, zusammenhängen.

So machen die Abiturenten in diesem Werk ein Praktikumund müßen den Wachmann fragen, wenn sie in den Pausen oder auch so an den See wollen. Der hat ein Bildchen mit einer Fee irgendwo hängen und das treffen wir späterin einem Hospitz wieder, wo eine der Abiturentinnen Krankenschwester ist und der Wachmann seiner Leukämie erlag. In dem Werk soll umgebaut werden, die Leiharbeiter entlassen. Nur einer setzt sich durch und ein anderer Klassenkamerad, ich glaube Jakob, wollte Schauspieler werden.Später wurde er Lehrer. Vorher spielte er aber in einem Becket Stück.

Sehr eindrucksvoll und schön erzählt. Für mich, die ich es ja gerne ganz genau auserzählt haben will, ein wenig unklar. So weiß man beispielsweise bis zum Ende nicht, wer Richard eigentlich war. Von einigen seiner Freunden erfährt man viel. So geht eine mit Sophie am Meer entlang, um nach Dänemark zu sehen und erzählt dabei, daß ihr Vater, der Pfarrer, die Mutter mit der Katechetin betüg tund die Eltern der anderen sind auch geschieden und die Mutter hat sich nach ihrem Krankenschwesterberuf doch noch entschloßen Medizin zu studieren. Schöne undauch sozialkritische Szenen von der Veränderung der DDR in die das vereinte Deutschland und der 1983 geborene Autor als Kind erlebte.

Schön erzählt und eindrucksvoll. Von Jonathan Böhn wird man wahrscheinlich noch einiges hören. Ein Roman ist es, denke ich, trotzdem nicht, es sollte aber auf Long- oder Shortlist des Bloggerdebuts und vielleicht auch noch auf andere Listen kommen.

2021-03-25

Zeitschriftenvorstellung Triedere

Filed under: Veranstaltungen — jancak @ 21:04
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In der „Alten Schmiede“ gibt es derzeit die dritte “ Nachtschicht-Staffel“, wo sich Walter Famler und Oliver Scheibner immer ein oder zwei Gäste einladen und mit ihnen unterschiedliche gesellschaftliche Themen diskutieren. Da geht es um die Philosophie und die Politik, die Schule, das Theater und nur sehr wenig um Literatur, aber am letzten Sonntag, wo die dritte Staffel begonnen hat, war das etwas anders, denn da wurden Dieter Bandhauer und Matthias Schmidt vom „Sonderzahl-Verlag“ vorgestellt,der ja auch sehr essayistisch-experimentell ist. Herbert j. Wimmer verlegt dort seine Bücher, ich habe einmal die „Rom-Anthologie“ gelesen und kann mich an eine Theateraufführung am Petersplatz erinnern,wo ein Bandmit Dramuletten vorgestellt wurde, in dem die „Alte Schmiede“ damals in die Saison ging.

Den „Kreisky- Preis“ hat Dieter Bandhauer auch einmal gewonnen. Daß sein Verlag zwei Zeitschriften herausgibt, habe ich auch nicht gewußt. Die wurden, glaube ich, hauptsächlich im Sonntagsvideo vorgestellt und auch der Herausgeberder Zeitschrift „Triedere“, das ist ein Ausdruck der von Robert Musil kommt, nämlch Matthias Schmidt, der offenbar der Mitarbeiter und Nachfolger Dieter Bandhauer sein dürfte und diese Zeitschrift beziehungsweise, das neue Heft, das Autoren, die, nicht, die deutsche Muttersprachen haben, das von Ann Cotten, die ja auch nicht in Österreich geboren wurde, wurde Donnerstags in der „AS“ vorgestellt, was ich am Sonntag sehr bedauerte, denn da war ich ja noch der Meinung,daß wir dieses Wochenende nach Harland fahren, das habe ich mich wegen der steigenden Inzidenzen dann nicht getraut, so daß ich mich nach meiner sechs Uhr Stunde,die das verhindert hätte, mich in die „Alte Schmiede“ streamen konnte und das war interessant, obwohl ich ja keine so besondere Zeitschriftenexperten bin und habe also ein mir bisher unbekanntes Journal kennengelernt.

Als man noch in die „Alte Schmiede“ gehen konnte, die man ja durch die Zeitschriftengalerie betritt und dort vorher in der Pause oder auch nachher wenn es Wein gab, herumstand, lagen manchmal auch Zeitschriften zur freien Entnahme auf, die ich mir aus Platzgründen manchmal nicht genommen habe und jetzt eine neue experimentelle Zeitschrift, denn die1982 in Iowa, geborene Ann cotten, ist auch eine experimentelle Autorin und sie hat die Autoren für das Heft ausgesucht drei heute lesen lassen und da war für mich nur ein bekannter dabei. Nämlich der 1982 in Ungarn geborene Zoltan Lesi, den ich, glaube ich, sowohl in der „Gesellschaft“, vielleicht auch im Literaturhaus und bei Stephan Teichgräbers Festival kennenlernte, aber als ich in den Stream kam, ich war wieder ein bißchen spät daran, weil ich noch auf die Bank mußte, hat gerade die 1985 in Rumänien geborene Alexandra Patzgu gelesen, die war ein bißchen schwer zu verstehen, hat aber, glaube ich, ich von der Gemeinschaft und Hilfsbereitschaft gelesen und der 1995 in Kabul geborene Ibrahim Rahimi, der seit 2015 in Wien lebt, las etwas von einem Begräbnis. Zoltan Lesi, dessenMutter Deutschlehrerin war, hatte einen interessanten Text, wo es um die Zwangsimpfung ging und Ann Cotten erkundigte sich im anschließenden Gespräch,was für die Autoren Sprache bedeutet?

Man kann viel damit machen. erklärte Ibrahim Rahimi, Zoltan Lesis Mutter war, wie beschrieben, Deutschlehrerin und Alexandra Pazgu ist in die deutsche Schule in Sibiu gegangen. Dann ging es auch um die Fehler und das war interessant, weil mir, die obwohl ich ja deutsche Muttersprachlerin immervorgeworfen wird, daß ich zuviele haben und man das nicht darf. Ann Cotten meinte aber, auf einen Fehler wird man aufmerksam, sind es zwanzig, wird es interessant und man konzentriert sich auf den Text und Zoltan Lesi erwähnte Tomer Gardi, der seine Fehler ja offenbar bewußt in seineTexte einpasst und anschließend gab es noch ein Gespräch zwischen Lena Brandauer, die ja die Zeitschriftenreihe mitgestaltet und Matthias Schmidt, der Literaturwissenschaftler ist und schon während seinem Studium eine Zeitschrift machen wollte.

„Triedere“gibt es seit 2009. Da hat noch Alexander Sprung mitgestaltet. Matthias Schmidt zeigte einige der Zeitschriften her. Die Nullnummer gibt es nicht mehr und jede Nummer hat, glaube ich, ein eigenes Thema, das immer jeweils von einem Autor, wie beispielsweise bei diesem Anne Cotten gestaltet wird.

Interessant und in der Donnerstag-Nachtschicht ging es um Depression, Euphorie und Angst.

2021-02-16

In die Fastenzeit

Morgen ist Aschermittwoch und dann beginnt die Fastenzeit. Sechs Wochen bis Ostern kein Fleisch, keine Süßigkeiten, kein Alkohol oder was auch immer, um sich in innere Einkehr zu begeben, damit man zu Ostern frisch und fröhlich wieder auferstehen kann, wie uns unser Bundeskanzler schon letztes Jahr versprochen hat, als er den Lockdown eins verkündet hat. Ich bin zwar kein gläubiger Mensch und auch nicht katholisch, da, wie ich immer schreibe, aus einer sozialistischen Arbeiterfamilie kommend, die Mutter war gelernte Stickerin und ist später wieder zu ihren katholischen Wurzeln zurückgekommen, hat mich deshalb auch in den Religionsunterricht geschickt, wo imnachhinein nicht viel hängen geblieben ist, als Kind war das ein bißchen anders, der Vater evangelisch getauft, aber später ausgetreten, seine Kinder nicht mehr taufen lassen, der SPÖ beigetreten und dort seines Lebens akiv tätig und ist, wie ich mich erinnern kann, immer einmal oder mehrmals in der Woche mit der Aktentasche unterm Arm zu seiner Sektion aufgebrochen, wo er, glaube ich, Buchhalter oder Schriftsführer war. Er war in der Statistik in der WGKK tätig und am Wochenende hat er in der Tanhzschule Hernals, die der SPÖ gehörte, als Billiteur oder Security gearbeitet. In der Schule war ich einige Zeit lang gläubig und bin auch manchmal in die Gottesdienste gegangen, so kann ich mich als ich schon in der Straßergasse war, erinnern, daß da einmal derKardinal König gekommen ist, um den Aschmermittwoch Gottesdienst zu halten.

So weit, so gut, zum Aschermittwoch eße ich immer Heringsalat, ansonsten faste ich nicht, höchstens wenn ich abnehmen will, räume dann bald einmal die Ostersachen heraus, um vielleicht auf meine Art die Auferstehung zu feiern und heuer auch der kleinen Lia Ostereier zu verstecken, aber das fällt ja heuer vielleicht wieder so aus, wie es auch im letzten Jahr ausgefallen ist, wo die Gottesdienste ja überhaupt im Netz übertragen wurden und die Famiien fürchten mußten, vielleicht Strafen zu bekommen, wenn sie ihren Kindern Eier im Park oder Wald verstecken, denn wir haben ja noch immer Lockdown, wieder den Lockdown light, wo man zwar zum Friseur gehen darf, sich aber vorher testen lassen muß, was man überhaupt, glaube ich, ständig soll, um zu beweisen, daß man nicht krank ist oder dieses Virus hat, obwohl das ja, glaube ich, nur bei einem Prozent der Fall ist und dann die Tests noch oft falsch und die sogenannten Wohnzimmertests, die man ab März, glaube ich, gratis in der Apotheke bekommt und die man benützen soll, wenn man die Oma besucht, nicht gültig sind, wenn die vielleicht im Pflegeheim wohnt oder für den schon erwähnten Friseurbesuch, denn Kontrolle ist ja alles und Österreich soll ja, wie ich gerade in Oe-24 höre, Weltmeister in Sachen Tests werden und man da an eine halbe, dreiviertel oder vielleicht sogar schon eine Million pro Woche denkt.

Was das bringen soll, außer Müllberge, ist mir zwar nicht so klar oder doch natürlich, denn das Virus soll ja ausgemerzt, auf Null oder was auch immer gebracht werden, obwohl, ich denke, daß ja auch die Wissenschaftler, die solchen progagieren, wissen müßten, daß das nicht wirklich geht und man ja immer hört, daß man, statt die Wirtschaft zu vernichten und vielleicht sogar auf die sogenannten unerlaubte Demonstranten mit Wasserwerfer zu spritzen, mit dem Virus leben lernen soll, also die Älteren zu schützen, Masken tragen, wenn man will, aber sonst die Lokale und Geschäfte aufsperren und versuchen möglichst normal zu leben, weil man ja nichts davon hat, daß man vielleicht nicht an Corona aber an einem verschleppten Herzinfarkt stirbt oder sich aus Verzweiflung umgebracht hat.

Schaut aber nicht so aus, denn alles, was Spaß macht, ist verboten, hat ja unser Bundeskanhzler glaube ich gesagt, als er im Oktober den zweiten Lockdown angekündigt hat, also keine Sozialkontakte, keine Gastro, keine Bälle, keine Faschingsfeste für die Kinder, etcetera und die Gastro haben wir gestern ja gehört, bleibt wahrscheinlich bis Ostern oder vielleicht auch länger noch zu und es gibt auch keine Schanigärten, so daß man sich wahrscheinlich weiter sein Bier aus dem Spermarkt und sein Essen vom Take a way holen muß und sich damit mindestens fünzig Meter weiter vom Geschäft an die Wand stellen oder auf eine Bank setzen kann und wenn man einen Zweiten dabei hat, muß der Babyelefantenabstand mindestens zwei Meter sein und alle sagen, die Zahlen werden steigen und steigen. Nächste Woche sind sie wegen dem noch viel gefährlicheren südafrikanischen Virus bestimmt schon so hoch, daß man wieder schließen muß und nicht auf siebenhundert, wie sie sollen. Aber die bleiben, glaube ich, schon seit Wochen gleich, nämlich zwischen tausend und tausendfünfhundert und auch den Weihnachtspeak hat es, glaube ich, nicht wirklich gegeben.

Die Gastronomen stöhnen, weil sie schon wieder nicht öffnen dürfen und ich wundere mich, daß die Leute so bereitwillig die FFP2-Maske tragen.

„Die menschen haben sich gut daran gewöhnt!“, hat der Bundeskanzler ebenfalls gesagt und sich umdas Reintesten drängten, damit sie zum Friseur können und auch, wie die Gastronomen meinen, sich auch bereitwillig testen lassen werden, damit sie einen Kaffee trinken dürfen.

Das ist ja auch so ein Wort, das mich stört, daß man plötzlich alles dürfen muß oder nicht darf und die Kinder oder Eltern sogar schon bestraft wurden, wenn sie ihre Kinder rodeln ließen, weil man das, ich glaube, zuministens in Deutschland nicht durfte.

Daß die Bälle ausfielen hat mich nicht so gestört, bin ich ja keine Tänhzerin und habe mich auch nie verkleidet und an Faschingsfesten teilgenommen, daß es die Leute aber hinnehmen nicht zu tanzen oder sich zu einer heimlichen Party in ihre Privaträumen drängen, wundert mich immer noch, wie auch, daß die Leute sich mit Masken in die „Alte Schmiede“ oder „Gesellschaft“ setzten, als man das noch durfte. jetzt darf man es ja nicht und es wird also heuer wieder eine richtige Fastenhzeit ohne vorigerhigen Fasching, ob man das will oder nicht oder dann doch wieder nicht so ganz, denn in seinem Zimmer kann man ja den Alkohl trinken und der Bierkonsum ist auch, habe ich gehört und kann ich sehen, angestiegen.

„Was soll man sonst in seiner Verzweiflung tun?“, wird sich mancher gedacht haben. Aber heuer dürfen die Kinder wenigstens die Spielplätze benützen und man sich auch mit seinem Kaffee auf eine Parkbank setzen kann, wen man den nötigen Sicherheitsabstand hält und die Bundesgärten benützen, die ja im vorigen Jahr geschlossen waren.

Also heuer kein Faschingsdienstag mit Faschingsfeiern. Krapfen wird man wohl essen dürfen und dann auf in eine strenge Fastenzeit, um die Auferstehung zu Ostern zu feiern oder auch nicht, wenn da inzwischen eine neuere Virusmutation gekommen ist, aber es sich gut gehen lassen, auf den Körper schauen, spazierengehen, den Geist auslüften, um die Abwehrkräfte zu stärken, darf man wahrscheinlich schon und soll das auch tun.

2021-01-27

Brüchige Zeiten

Daß er einen Roman über die Identitären schreiben will, hat mir der 1950 bei Seewalchen am Atterseee geborene Luis Stabauer, inzwischen GAV-Mitglied, vor ein paar Jahren beider „Literatur im Herbst“ im „Odeon“ erzählt. Da habe ich „Vor dem Frühstück kennt dich keiner“, gschrieben oder geschrieben gehabt und Luis Stabauer davon erzählt, er hat mir, glaube ich, auch eine Rezension dazu geschrieben und jetzt ist sein Roman darüber erschienen.

Das heißt, das stimmt nicht so ganz, erschienen ist er, glaube ich, schon im August und im September hat mir Luis Stabauer den Programmkalender seiner Buchvorstellungen gschickt. Er hätte es, glaube ich, auf der Buch-Wien tun sollen, die gab es aber bekanntlich nicht. Die Buchpräsentation des „Hollizter-Verlages“ wird stattgefunden haben. Da habe ich mich auch angemeldet, aber mit Maske gehe ich, eh schon wissen, nirgends hin. Ich habe das buch angefragt. Es hat dann etwas gedauert, bis es zu mir gekommen ist und da war ich noch mitten im „Buchpreis“ lesen, so daß ich erst jetzt dazu gekommen bin, was aber in Zeiten der Lockdownverlängerung, der Angst vor der neuen Virus-Variante gar nichts macht, denn das Buch ist und das ist eine Überraschung eines, das sowohl die Covid-Pandemie erwähnt, als auch bis in das Jahr 2026 geht,was ist es also vom Genre her?

Am Büchrücken steht etwas vom „Europäischen Entwicklungsroman“ Ich würe es Politfiction und utopischen Roman nennen und richtig, ein bißchen von der Realität weg, ist es auch und wieder zuviel hineingepackt wahrscheinlich und das wurde ja auch in der GAV-GV diskutiert, als es um seine Aufnahme ging. Einen Tag später habe ich ihn im Amtshaus Hietzing bei einer alternativen Buchmesse zu der mich Andrea Stift aufmerksam gemacht habe, kennengelernt, da habe ich ihm einige Bücher abgeschnorrt, inzwischen auch noch einige, fast alle wahrscheinlich, gelesen und denke, daß die „Brüchigen Zeiten“ wohl das professionellste Werk Luis Stabauer ist, obwohl ich am Schluß wieder einmal etwas verwirrt dastand. Denn es geht in dem Buch um sehr viel und es fängt sehr realistisch an.

Da ist eine Lehrerin, Lucia, mit spanischen Wurzeln, links engagiert, hat aber einen eher rechten Mann geheirater und von ihm den Sohn Fabian bekommen, der ja, was ich sehr spannend finde, wie mein Identitärer heißt.

Wenn das Buch beginnt ist Fabian achtzehn, steht vor derMatura und Lucia hat ihn hinausgeschmissen, weil sie in seinem Zimmer ein Plakat der Identitären entdeckt. Das stimmt wieder nicht so ganz, das Buch beginnt, als Lucia in die Vollzugsanstalt Schwarzau eingeliefert wurde, denn sie hat die Wotruba-Kirche besetzt, die abgerissen werden soll. Aber vorher hat sie noch in ihrer Schule Schwierigkeiten bekommen, ihren Job hingeschmissen und ist mit einem Wohnmobil nach Spanien und Heidelberg ausgebüchst, um dort die politische Lage zu studieren. Da gerät sie in die Fänge eines Burschaftlers. Sie läßt zwei russsische Spitzel auch auf einer Tankstelle stehen und,als ihre Ehe geschieden wurde und ihr Sohn vierzehn war, hat sie zugestimmt, daß er in einem Internat erzogen wird. Dort geriet er in die Fänge der Burschenschaftler, hat aber später wegen seiner linken Mutter Schwierigkeiten in diese aufgenommen zu werden. Mitglied der Identitären ist er aber schon und Mitarbeiter im Bundeskanzleramt und dort gibt es einen Kanzler namens Manfred Bloomberg mit einer persönlichen Ministerin, die Martha Prauneis heißt und spätestens da wird es ein bißchen futristisch, obwohl das Ibizia-Video erwähnt wird, die Übergangsreagierung und dann auch die Pandemie, aber dann gehts in die Zukunft hinein. Die EU wird aufgelöst und durch eine Edel-Organisation ersetzt und Lucia hat sich, als sie aus dem Gefängnis entlassen wird und dabei einige Klausel untershreiben muß, nach Sofia abgesetzt. Nimmt dann wieder Kontakt über Katzen-Videos und Träume zu Fabian auf und kehrt wieder nach Österreich zurück und da geschieht dann das große Wunder, der „böse“ Fabian kündigt seinen Job beim Bundeskanzleramt, geht eine Beziehung zu einem kinshasischen Fußballer ein und mit seiner Mutter hat er sich schließlich auch versöhnt.

Wo setzt meine Verwirrung ein, könnte man nun fragen. Nun, als es in die Zukunft geht. Luis Stabauer zeichnet da am Schluß ein Szenario mit Robotern und futuristischen Autos und ich dachte, interessant, jetzt haben wir Anfang 2021, was ist, wenn ich das Buch 2026 lese, wo ich dann weiß, wo die Reise hingegangen ist?

Wie futurustisch oder veraltet wird das Buch dann sein? Und Corona ist dem Luis wohl auch dazwischen gekommen, da wir ja derzeit keine Ahnung haben, wohin uns die Corona-Reise noch führen wird und Luis Stabauer hat diese Krise, da er das Buch ja schon früher geschrieben hat, nur andeuten können.

Auf jeden Fall ist aber interessant und ich bin auch gespannt, wie es weitergeht.

2021-01-06

Wie wird das Romanschreibjahr 2021?

Seit zwei oder drei Jahren beginnt mein Jahr mit einem Fünftagekurs „Plane dein Romanschreibjahr?“, das Jurenka Jurk im Auftakt für ihre „Ausbildung zum Romanautor“, die ja schon sehr professionell mit mehreren Assistenten in der Romanschule am Bodensee online stattfindet.

2017 bin ich, glaube ich, durch Anika Bühnemann, auf die ich schon früher gestoßen bin, das Netz hat ein paar sehr engagierte Schreibtrainerinnen, die alle viel jünger als ich sind , auf ihre Online-Autorenmesse aufmerksam geworden. Habe mir die Videos dazu neben der Buch-Wien und vielleicht auch zwischen einem „Nanowrimo“ angesehen. Ja damals war es noch hetzig und dicht gedrängt und habe dann die letzten zwei Jahre jeweils mit dem Fünftagekurs begonnen, habe meine Schreibziele defniert und immer wieder gedacht jetzt probiere ich es ernsthaft mit der „Heldenreise“.

Man bekommt von Jurenka Jurk ja Arbeitsblätter, wo man seine Ziele aufschreiben kann und Webinare gibt es immer wieder auch, die ich mehr oder weniger intensiv ausfüllte und über meine Ziele bloggte, denn natürlich wäre es schön wenn das neue Jahr ein wenig produktiver werden würde, ich beispielsweise einen kleineren oder größeren Verlag finden würde, obwohl ich ja an sich mit meinen selbstgemachten Büchern, wo es ja glaube ich bald das fünfzigste gibt, an sich zufrieden wäre. Die Bücher sind schön, aber das Selfpublisherstigma bleibt natürlich und obwohl ich es ja auf meinem Blog eifrig bewerbe, Leserunden und Gewinnspieleausrufe mache, gibt es kaum mehr Feedback als die Feststelungen des Uli, daß ich mich mehr bemühen soll.

Das tue ich auch und ich korrigere auch meine Buchmanuskripte, im Blog gibt es Fehler, weil ich ja immer noch etwas anderes zu tun habe, als Blogartikel schreiben und außerdem mein Computer ziemlich hinüber ist. Also bei der Groß- und Kleinschreibung immer öfter hängenbleibt und manche Buchstaben auch nicht mehr funktionieren. Feedback wäre schön, denke ich, schreibe ich ja schon fast fünfzig Jahre, habe fünfzig Bücher geschrieben und blogge seit Juli 2008, also sehr viel. Mehr als viele andere, aber gut, man gewöhnt sich daran und der Corona-Veranstaltungstop der wahrscheinlich bleiben wird, weil ich ja weder mit Maske noch mit Test oder Registrierungsapp irgendwohin gehen werde, würden ja auch die Einladungen flachfallen, wenn welche kommen würden.

Also wird das Jahr 2021 wahrscheinlich auch anders als bis 2019 werden, obwohl ich ja 2020 viel geschrieben habe, drei Bücher sind erschienen, drei geschrieben, zwei fertigkorrigiert und zu lesen gibt es auch sehr viel. Aber die Frage, bin ich etwa ausgeschrieben, wenn nichts als Ulis „Sie können es nicht!“, kommt und dann denke ich, jetzt werde ich bald siebzig, also ist es ohnehin schon egal.

2020 waralso eine sehr intensives Schreibjahr obwohl ich meinen Vorsatz das „Frühlingserwachen“ nach der „Heldenreise“ zu konzipieren eigentlich gescheitert bin. Das Buch ist ja fertig und auch schön geworden. Nach der „Heldenreise“ ist es aber nicht geschrieben und danach weiter zu forschen, habe ich, glaube ich, inzwischen aufgegeben.

Ab den zweiten Jänner fängt der nächste Kurs für das Romanjahr 2021 statt und da habe ich die fünf Arbeitsblätter, es sind, glaube ich, dieselben oder ähnliche der letzten zwei Jahre ausgefüllt und geschrieben, daß ich „Mathilde im Coronaland“ an dem ich derzeit herumtrödle und nicht oder noch nicht so zufrieden damit bin, fertigzumachen und dann will ich ein drittes „Literaturgeflüsterbuch“ mit meinen ja sehr zahlreichen Corona-Texten zusammenstellen.

Was dann kommt liegt in der Luft, denn auch, wenn ich immer schreibe, daß ich wahrscheinlich keine Lesungen mehr haben werde, will ich das Schreiben ja nicht aufgeben, obwohl ich es langsamer und geduldiger angehe und mich auch weniger antreibe, wie ich es die letzten Jahrzehnte getan habe.

Jetzt denke ich immer öfter, es ist ohnehin egal, an fünfzig selbstgemachte Bücher gibt es und eines in einem Kleinverlag, das sehr schlechte Kritiken hatte, die Leser stänkern oder beachten es nicht. Ich bin eigentlich zufrieden und habe endgültig Rudolf B.s Rat, den er mir, glaube ich, schon 1978 gegeben hat, es doch nur für mich zu machen, angenommen. Obwohl es eigentlich sehr schade ist, daß es so gekommen ist und, daß ich mich, obwohl ich ja soviel literarschen Output habe, so wenig Beachtung finde. Aber gut, ich kann es nicht ändern. Ist halt so, aber weil ich ja immer noch sehr am literarischen Leben interessiert bin und jetzt wahrscheinlich auch zu keinen Preisverleihungen und GVs mehr kann, werde ich mich weiter im Netz umsehen und so werde ich auch das Jahr 2021 mit Jurenka Jurks-Kurs beginnen, habe das erste umfangreiche Arbeitsblattpensum schon aufgefüllt und war auf das erste Online-Webinar gespannt, Aber vorher gabs noch ein Online Jury-Treffen des Boggerdebut, das obwohl ich bei meinen Computer weder Ton habe, noch mich selbst beteiligen kann, sehr lang war, so daß ich gerade zu den Fragen der etwa dreihundert Teilnehmer zurechtgekommen sind, die aber schon sehr speziell waren, so daß ich eigentlich wissen will, was ich da versäumte, geben.

Bei den Tagesblättern zum Tag zwei geht zu dem, was ich noch brauche, um ein Autor zu werden. Da gibt es auch ein Video dazu und die Frage wird geklärt, kann man sich schon Autor nennen, auch wenn man noch nichts veröffentlicht hat?

Jurenka Jurk sagt ja und ich denke erstens an H. C. Artmann und zweitens, daß ich ja schon veröffentlicht habe und sogar, Kritiker herhören, bei großen Verlagen und Literaturzeitschriften, ist zwar schon länger her, kann ich aber belegen, trotzdem höre ich gerade von meinen Kritikern immer wieder „Und Sie wollen sich Autor schimpfen?“

Tue ich meistens nicht, sondern bleibe bei der schreibenden Frau, ein Begriff den Jurenka Jurk vielleicht wieder als zu Undercovered nennt. Für mich passt er aber und was ich brauche, um endlich den Druchzubruch zu finden?

Ich weiß es nicht wirklich. Natürlich könnteich wieder die Verlags- oder Agenturtour beschreiten. Als ichs vor dreißig Jahren tat, war ich wahrscheinlich zu unprofessionell und natürlich sollte ich mehr auf meine Fehler achten und zu journalistisch ist es vielleicht auch noch. Die Dialoge sind zu flach und die „Heldenreise“ ist wahrscheinlich wirklich nicht mein Ding. Also habe ich wahrscheinlich ähnlich wie im letzten Jahr geschrieben, daß ich versuche bei meinem dritten Corona-Text, wo ich jetzt ja noch stecke und der wirklich unfertig ist, wieder Spaß zu finden und ihn so gut zu machen, daß sich, wenn das Buch erschienen ist, vielleicht doch jemand für die Leserrunde findet und mir eine Rezension dazu machen will.

In dem Webinar hatte ich dann wieder Schwierigkeiten mit meiner alten Software, der Ton ruckelte aber und man hatte im Chat die Ziele der anderen Teilnehmer, es waren, glaube ich, wieder einige Hunderte. Es wurde die Papyrussoftware, etwas was für mich auch ein spanisches Dorf ist, besprochen, daß man immer Normseiten verwenden soll und daß es gut ist, wenn man die zehn Finger Technik kann. Kann ich, denn ich habe ich in der Straßergasse Maschinschreiben gelernt und für Tag drei wurde ein Sped-Dating angekündigt. Dafür braucht man aber auch eine Kamera und kann sich dann mit den anderen austauschen, wenn man sein Genre und seinen Arbeitstitel bekanntgeben kann. Im Augenblick habe ich beides nicht. Das heißt, bei meinem Mathilde-Projekt bin ich ja in der Überarbeitungssphase, also werde ich mehr Zeit für den Nico Bleutge und seinen „Drei Fliegen“ in der Badewanne haben und bei dem Video und den Arbeitsblättern zum Tag drei ging es wieder um den Romanfahrplan, den Jurenka Jurk kurz vorstellte und dann die Figuren, die Heldenreise, das Plotten und die Szenenplanung erläuterte. Was man auch in den Arbeitsblättern ausfüllen sollte, wie weit man damit schon ist und was man noch dazu braucht? Die ersten beiden Arbeitsblätter habe ich brav ausgefüllt, bei diesen habe ich gepasst und werden stattdessen einen Korrigierbericht bezüglich der Mathilde schreiben und habe nur die Frage, wie es den anderen damit geht, ob die so genau wissen, was ihre Figuren brauchen, um den Leser auf dreihundert Seiten zu fesseln, das auf einer Skala von 1-10 ausfüllen können und wissen was sie 2021 damit erreichen wollen?

Ich habe das in den letzten zwei Jahren wahrscheinlich für die Magdalena Kirchberg und die Roswitha Herweg ausgefüllt. Beim „Frühlingserwachen“ habe ich auch versucht danach zu schreiben und würde jetzt denken es ist mir nicht gelungen. Jetzt habe ich ein Manuskript in der Überarbeitungsühase und den Plan ein „Corona-Texte-Literaturgeflüsterbuch“ herauszugeben. Ausgedruckt habe ich mir die Arbeitsblätter schon, denn vielleicht komme ich noch darauf zurück.

Am Tag vier ging es weiter mit den Dialogen, dem Show not tell, dem Überarbeiten und dem Romane anbieten, wo man wieder auf den Arbeitsblättern seinen Stand feststellen konnte. Das habe ich ein bißchen auf mein „Mathilde-Konzept“ bezogen, gemacht und dann am Nachmittag meine ersten zwei Szenen überarbeitet und am Abend gab es in dem Webinar wieder eine Show not tell – Übung, wie es sie schon bei der Schreibparty gab.

Damals wurden gerade die Massentests angekündigt und ich habe da die Aloisia zur Mathilde geschickt und sie ihre diesbezügliche Gefühle zeigen lassen. Wahrscheinlich bin ich ja immer noch mehr auf das Tell fixiert und diesmal war ich bezüglich der aktuellen Lage auch sehraufgeregt, beschäftigt mich ja die Frage, warum, wenn das Impfen schon so wichtig ist, dann nicht geimpft wird und auch die Tatsache, daß die Deutschen jetzt wieder verschärfen und in Oe 24-TV, die Weihnachts-Zehnpersonenregel diskutiert wurde, obwohl die Zahlen zwar nicht hinunter gehen, aber das erzwungene Eintrittstesten, um die Wirtschaft nicht zusammenklappen zu lassen, vielleicht doch nicht erfordert?

Das hat mich am Abend beschäftigt, so daß ich sogar nicht in die Badewanne gegangen bin, um weiterzulesen. Dann hatte ich wieder Schwierigkeiten mit den Ton und den Bild und bin in die Show-Übung, wo es um eine Larissa 37, die vielleicht geizig oder panisch ist und um halb zwölf auf einen Jahrmarkt geht und man eine Geschichte darüber schreiben sollte, wo man das nicht benennen sollte, zu spät hineingekommen. Dann habe ich wiederan meine Mathilde und meine Aloisia gedacht. Einen viel kürzeren Text geschrieben und während Jurenka Jurk und ihre Assistentin Natascha vier oder fünf Texte analsierten, den auch öfter korrigiert. Lang ist er diesmal nicht geworden, die Wut über das Interview bezüglich der Eintrittstestung habe ich beschrieben und ansonsten die Aloisa Mathildes Gefühle erraten lasssen und ihr am Schluß empfohlen ihre Gefühlen freien Lauf zu lassen „Dann schick ihn halt auf den Mond…!“

Und damit in die Überarbeitung meines dritten Corona-Textes gehen und versuchen die Freude und den Spaß daran wiederzufinden, es gibt aber noch einen Romanfahrplan, der am Tag fünf vorgestellt wurde. Da gabs dann in den Arbeitsblättern, die Möglichkeit einen Vertrag mit sich selber abzuschließen, wo man sich auch belohnen kann, wenn man sein Ziel erreicht hat und am Abend wurde noch einmal der Romanfahrplan mit seinen acht Modulen vergestellt, wo man diesmal in Sechserteams das Handwerk erlernen, seinen Roman schreiben und mit einem Zertifikat nach einer Prüfung in zwei Jahren abschließen kann

Mein Ziel ist ja wie geschrieben, die Mathilde möglichst gut und möglicht lustvoll fertig zu bekommen, also noch verbessern und dann das dritte Literaturgeflüsterbuch mit den Corona-Texten und dann eventuelle einen neuen Text im November als neuen „Nanowrimo“. Das weiß ich noch nicht so genau. Einen <kalender wo man alles eintragen kann, gab es auch, eine tolle Schreibfahrplanwoche, wo ich mir wahrscheinlich die Show not tell-Übung die man ja immer zwischendurch machen kann, mitnehmen werde.

2021-01-01

Wie wird die neue Normaltät?

Das Jahr 2020 war ja, wie schon geschrieben, ein besonders verflixtes, wo man plötzlich Masken tragen mußte, Hausarrest bekam von dem man sich frei testen kann und seine Daten bekannt geben muß, wenn man in ein Restaurant oder ins Literaturhaus gehen will und man noch vor einem Jahr den Kopf geschüttelt und „Hast du nicht alle, wie kommst du auf solche Ideen?“, gefragt hätte.

Ein verrückt verflixtes Jahr, keine Buchmessen, keine Auslandaufenthalte keine Lesungen und wie geht es weiter?

Politisch mit dem zweiten Massentest aus dem man sich, wie schon geschrieben „freitesten“ kann, wenn man nicht noch eine Woche länger zu Hause bleiben will. Dann wird auch schon mit derImpfung begonnen, wo ja noch lustig diskutiert wird, ob es da jetzt eine Impflicht geben soll und wo und, wie man sich freiimpfen kann um arbeiten zu können, auf Urlaub zu fahren, etcetera und ich bin ja eine, die bisher sehr erfolgreich das Maskentragen und Registrieren vermieden hat, das heiß,t ich war seit Monaten in keinem Geschäft und auch bei keiner literarischen Veranstaltung. Da war ich das letzte Mal im Oktober bei den „Wilden Worten“ im Amerlinghaus und im Dezember bei einer Veranstaltung am Ballhausplatz. Richard Weihs hat Lockdown bedingt die Veranstaltungen für das nächste halbe jahr schon abgesagt und plant, wenn alles vorbei sein sollte, ein großes Fest und ich würde ja gerne wieder einmal bei den „Wilden Worten“ lesen. Einmal habe ich das ja schon und mich schon im vorigen April gefragt, wie es literarisch bei mir weitergeht und, ob diese Pandemie meinen literarischen oder auch sonstigen Ausstieg bewirken wird?

Wie wird es weitergehen? Wann wird man wieder ohne Maske in die „Alte Schmiede“und vielleicht auch dort lesen können? Stoff dazu hätte ich ja schon und das Jahr 2021 wird bei mir ja gleich mit einem neuen Buch beginnen, meinem zweiten Corona-Buch, in dem ich die Sommersituation beschrieben habe. Buch drei, das ich im letzten November während meines letzten „Nanwrimos“ geschrieben habe, korrigiere ich derzeit mehr oder weniger lustlos herum und habe dann schon daran gedacht ein drittes Literaturgeflüsterbuch mit den CoronaTexten herauszugeben, von denen ich ja schon sehr viele habe.

Wie wird das Jahr 2021 werden? Wird die Pandemie beendet und das Licht am Tunnel zu sehen sein, wie der Bundeskanzler ja schon im letzten Sommer versprochen hat? Also keine Masken mehr, keine Anmeldeungen und kann man dann auch wieder auf Urlaub fahren? Da wollten wir ja im letzten Juni ein wenig Radfahren und der Alfred hat sich, als er sich in Pension begab, sogar einen Campinganhänger gekauft. Werden wir das erste Mal seit 2018 heuer wieder nach Leipzig fahren? Die Buchmesse soll ja heuer erst im Mai wenn überhaupt stattfinden. Wird es die „Buch-Wien“ geben und auch die Preisverleihungen zu denen ich ja immer gerne hingegangen bin und werde ich vielleicht auch selber einen Preis bekommen, das würde ich ja gern, schaut aber nicht so aus, daß mich jemand vorschlagen würde.

Eine Preisverleihung wird es aber geben. Den „Ohrenschmaus“ und da gibts ja gleich am fünfzehnten Jänner die Jurysitzung und die Gewinner des Bloggerdebuts werden dann auch bekanntgeben. Wirds mein Geburtstagsfest geben? Das ist ja auch schon zweimal ausgefallen. Wird mich jemand zu einer Lesung einladen und Buchpreislesen werde ich höchstwahrscheinlich wieder aus.

Viele Fragen und keine Antwort wissen, ob wir wirklich in unser normales Leben zurückkomen oder ob sich die Maßnahmen auch auf den nächsten Virus oder die nächste Virusmutation ausweiten wird, beziehungsweise, die Wirtschaft im Frühling, wenn die Impfungen zu greifen wird, zusammenkracht?

Aber frohgemut und ich betone, positiv in das neue Jahr! Bleiben wir negativ und seien wir postitiv, wie das so schön heißt und so wünsche ich meinen Lesern, ein wenn möglich, weniger verflixtes und viel normaleres neues Jahr in dem wir unsere Freiheit wieder zurückerhalten und wir möglichst wenig digitalisiert werden müßen und wenn sich meine Leser weiter für das „Literaturgeflüster“ interessieren, es lesen, Kommentare schreiben und sich an etwaige Leserunden beteiligen, freut mich das sehr!

2020-11-25

Sprache in Corona-Zeiten

Filed under: Glosse,Uncategorized — jancak @ 00:13
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Was ist skurril in diesen Zeiten und, wie skurril sind sie, wo wir alle hinter einem Virus herlaufen, um es einzufangen, auszumerzen, eliminieren oder nein, falsch, unrichtig! Nicht genügend setzen! Das dürfen wir ja nicht! Wir müssen schön zu Hause bleiben und uns isolieren! Werden massengetestet, damit wir, wenn wir brav sind, ein halbwegs schönes Weihnachtsfest, natürlich nur mit FFP2-Maske und Handschuhen auf den Fingern unsere Großeltern besuchen dürfen und vor dem Christbaum ein Weihnachtsliedchen singen können.

„Daß das passiert hängt von uns allen ab!“, sagt der Bundeskanzler.

Wenn die Zahlen jetzt nicht endlich sinken, müßen wir die Maßnahmen verschärfen und können nicht stufenweise die Geschäfte öffnen! Natürlich nicht, denn wenn dann alle ab dem sechsten Dezember, wie verrückt die Geschäfte stürmen, um sein Klopapier oder falsch, natürlich, die Adventkränze und die Geschenke für die Kinder einzukaufen? Um das zu verhindern und uns ein halbwegs schönes Weihnachtsfest zu ermöglichen brauchen wir die Massentest, um die positiv Getesten rechtzeitig zu isolieren.

“ Vor allem für die Heiminsaßen wäre das angesagt und wichtig, sie zu schützen!“, sagte er und nickt nachdrücklich mit dem Kopf.

„Gibt es Fragen?“, fragt die Pressesprecherin und die Reporterin erkundigt sich natürlich nach der Freiwilligkeit. Warum immer diese Frage und die Sorge, daß es doch Sanktionen braucht, wenn sich nicht alle freiwillig testen und brav isolieren lassen? Denn mit der Eigenverantwortlichkeit ist das so eine Sache, wie man im Sommer gesehen hat, wo sich alle unvernünftig am Donaukanal drängten!

Werden die Tests freiwillig sein und wird man, wenn man sie verweigert, sein Haus verlassen dürfen oder wird man, wie es in der Slowakei so war, die ja seit der Massentestung wieder schöne Zahlen haben, vierzehn Tage in Quarantäne müssen und gelten nicht vielleicht die, die den Test verweigern automatisch als positiv und wenn sie, wie es das Schicksal will, an einem Unfall sterben oder sich in ihrer Depression, weil sie die Einsamkeit nicht ertragen und nicht wissen, wie es nach der Krise mit ihrem Geschäft weiter geht, die Pulsadern aufschneiden, gelten die dann nicht vielleicht, als Corona-Tote, die an oder mit, aber auf jeden Fall gestorben sind!

„Stop, halt, hör doch auf mit deinen Verschwörungstheorien! Denn die wollen wir nicht hören! Die stören nur und hindern an der Einsicht! Wir ziehen alle doch am selben Strang, wenn wir ein halbwegs schönes Weihnachtsfest und vielleicht auch einen solchen Winterurlaub haben wollen! Denn da gibt es ja ein Skifahrkonzept. Mit der Maske in die Gondel, wo die Fenster offen bleiben und schön brav in Zweierreihen angestellt und bezahlt wird natürlich bargeldlos! Was ist so schlimm daran, sich zum Schutze aller ein wenig einzuschränken und was ist schlimm daran Maske zu tragen? Warum verweigerst du dich da? Schau doch nach Amerika!“, sagt der Reporter, der dort während der Präsidentenwahl weilte

„Da tragen alle Maske!“ und schüttelt den Kopf über den Kollegen, der sich darüber mokierte, daß immer mehr Menschen allein im Auto sitzen und eine solche tragen.

Im Auto und im Freien ist die Wirksamkeit nicht erwiesen! Aber wenn sich da die Menschen, um die Punschstände oder um die Würstlbuden drängen! Das muß viel mehr von der Polizei kontrolliert werden, daß die da nicht beinanderstehen und maskenlos ihre Bosna essen und ihren Punsch schlürfen!

„Den Punsch wahrscheinlich nicht, denn der ist nicht erlaubt und wir brauchen Schnelltests für die Altersheime, um die Insaßen zu schützen!“, wiederholt jetzt der Reporter und ich schüttle den Kopf. Denn was ist das für eine Corona-Sprache? Welche Entmenschlichung drückt sie aus?

Was hätte Victor Klemperer dazu gesagt?

Hätte er sich mit dem Isolieren, Absondern, Wegsperren, den Menschenmaßen und den Heimisaßen, die massengetestet werden sollen, abgefunden oder sich, statt der staatlich verordneten Entmündigung mit Abstandhalten, Maskentragen, Handhygiene und brav zu Hause bleiben, um sich und die anderen zu schützen, mehr Selbstentscheidung gewünscht?

„Das ist doch nicht so schwer!“, sagt der Reporter.

„Und unsere einzige Chance! Hör mir auf mit der Herdenimmunität, wie es die Schweden machen, denn die hat nicht funktioniert! Also brav sein Mitmenschen! Zwei Wochen kann man auf ein Buch verzichten! Du hast doch sicher ein Zweitbuch zu Haus und brauchst nicht auf die Straße gehen, das ist doch nicht schwer! Socialdistancing und Kontaktreduktion ist jetzt angesagt! Also denk daran, wenn du ein halbwegs schönes Weihnachtsfest haben willst! Denn sonst müßen wir die Maßnahmen noch einmal verschärfen und ein einzig Unvernünftiger hat zu hundert verlorenen Arbeitsplätze geführt!“, sagt der Reporter streng und ich denke „Lingua corona zwanzigzwanzig! Wegsperren, absondern, isolieren, Heiminsaßen, Zögling,Impfling, Hausarrest! Das muß doch nicht sein und kann auch anders ausgedrückt werden! Da wünsche ich mir ein anderes Sprachemenü! Das wär doch wirklich schön!“

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